Warum werden Frauen...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Warum werden Frauen in teilen der Welt...

Seite 1 / 2

KarinHugo
Themenstarter
Beiträge : 390

...immer noch so gering geachtet?

In China, Indien und noch einigen Ländern wurden (oder werden?) weiblich Föten abgetrieben, weibliche Babies ausgesetzt...und jetzt suchen z.B, chinesische Männer verzweifelt nach Frauen, es gibt einfach zu wenige...

Rein rechnerisch ist das sowieso ein Blödsinn:
Ein Mann kann viele Frauen "befruchten".
Eine Frau braucht 9 Monate bis ein Baby kommt.
Jeder Idiot kann sich die Folgen ausrechnen....ich rede jetzt nicht von Liebe, einfach vom Fortbestand der Bevölkerung!

Und was versucht der fortschrittliche Mann in der Türkei?
https://web.de/magazine/politik/tuerkei-erdogan/erdogans-tuerkei-vergewaltiger-heirat-opfers-straffrei-ausgehen-34389616

Mir kommt die Galle hoch!

PtL
Karin

Antwort
111 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi Karin,

das alles ist natürlich Blödsinn und es macht mich auch sehr traurig.

Der Ursprung liegt garantiert in der Religion und man sieht das leider auch hier in Deutschland unter dem Papsttum. Auch hier wird die Frau gering geachtet. Auch in manch Sekten (Zeugen Jehovas) und gesetzlich orientierten Gemeinden ist es leider nicht besser

Die eigentliche "christliche" Ausrichtung ist es nicht. Auch im AT wurden Frauen besser geachtet als in manchen Religionen.

Warum Frauen in Berufen schlechter dastehen und schlechter bezahlt werden, das geht nicht in meinen Kopf hinein. Auch das verachte ich zutiefst.

Bevor ich Christ wurde, war ich auch so geprägt und habe auch so gedacht. LEIDER! Dafür schäme ich mich zutiefst.

Aber immer mehr Frauen werden immer mutiger. Treten selbstbewusster auf und mein Gebet ist, das sie wissen wer sie in Wahrheit in Gottes Augen sind. Natürlich gibt es auch Übertreibungen wie Brüste zeigen, Nacktproteste usw. .

Ich glaube, der MANN hat verlernt sein Ebenbild zu lieben. Auch glaube ich, dass der Widersacher die Eva (als Frau) als Versagerin und schwach abgestempelt hat und diese Gedanken in den Hirnen der Menschen eingepflanzt hat. Auch spielen die sexuellen Gedanken der Männer eine Rolle.

Alles Teil der gefallenen Schöpfung. Leider!

Max

Anonymous antworten
11 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @meriadoc

Ich glaube, der MANN hat verlernt sein Ebenbild zu lieben. Auch glaube ich, dass der Widersacher die Eva (als Frau) als Versagerin und schwach abgestempelt hat und diese Gedanken in den Hirnen der Menschen eingepflanzt hat. Auch spielen die sexuellen Gedanken der Männer eine Rolle.

Ich glaube nicht, dass Sexualität oder geschlichtliche Polarität die Wurzel des Übels ist sondern ein kultureller Missbrauch derselben.

Das, was vereinigen sollte, wurde missbraucht um zu trennen und zu beherrschen.

Etwas, was so mit Dreck besudelt wurde, wird zum Problem.

Viele Jungs haben heute ja ein Problem mit ihrer Entwicklung der Persönlichkeit. Einerseits sollen sie stark sein, möglichst nie weinen, werden in Führungsrollen gedrängt (oder es wird von ihnen erwartet, genau das anzustreben). Andererseits wird ihnen aber auch der ganze Dreck, der dabei in den letzten Jahrhunderten passiert ist, unter die Nase gerieben und es muss ihnen klar sein, dass sie, versuchen, sie da männliche Muster zu erfüllen, zum Schwein mutieren.

Was also tun?

1) Analyse der Situation: Was macht den Mann zum Mann? Wie ist geschlechtliche Polarität in der Natur angelegt, in der Schöpfung gedacht? Wodurch kommt der Dreck hinein? Was zerstört das Konzept natürlicher Polarität? Dazu kann man sich Beispile ansehen, klassische Verhaltensweisen betrachten und diese psychologisch analysieren.

2) Finden einer Definition für gutes Mannsein, einer Postion innerhalb der geschlechtlichen Polarität, die nicht sozial destruktiv sondern förderlich ist.
Wichtig ist dabei das Finden des Selbst, der einigen Persönlichkeit und gleichzeitig die Wahrnehmung und der Achtung des Umfeldes - die Frau als polares Gegenüber aber auch die anderen Männer.

Wir müssen weg vom Ziel der Dominanz und hin zum Ziel eines möglichst gut funktionierenden Miteinanders. Dem steht sexuelle Polarität nicht entgegen sondern sie kann sogar zu einer Kraftquelle werden, wenn die aus dieser Energie (auch eine Batterie liefert die Energie aus einer Polarität heraus) Gutes entsteht: liebevolle Beziehungen, Entdecken, Fördern der spezifischen Begabungen und Achrung derselben, Erreichen eines aus sich ergänzenden Anteilen ergebenden produktiven Gesamtkonstruktes.

Nach dem biblischen Konzept hat der Mann "die Hosen" an. Wenn ein Mann führungsfähig ist, d.h. es ihm gelingt, Dominanzgehabe abzulegen, aus Weisheit und Liebe und nicht aus physischem oder psychischen Druck heraus zu agieren, in der Achtung des Anderen zu handeln - dann ist er eine gute Führungspersönlichkeit und ich sehe keine Probleme, ihn dann auch die Rolle des Adams einzunehmen.

Aber ich denke, dass das kein Muss ist und da wo es einen Mangel an Männern mit entsprechender Befähigung gibt, gibt es sicher Frauen, denen elementare Führungsfähigkeiten sicher mindestens genauso häufig zu eigen sind.

Ich sehe enventuell die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und zu denen zu stehen, eher auf der männlichen Seite der Polarität angelegt - aber da, wo es einfach keine männlichen Fürhungspersönlichkeiten gibt, die sich hinsichtlich der Verführung zum Gegockel und patiriarchischer Dominanz nicht im Griff haben, wird jede Frau besser führen als wie diese "Persönlichkeiten" ...

Veröffentlicht von: @meriadoc

Alles Teil der gefallenen Schöpfung. Leider!

Dazu kann ich nur sagen: Wer gefallen ist, sollte möglichst schnell wieder aufstehen. Wenn wir einfach nur liegenbleiben, werden wir nichts verändern!

LG
Ecc

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @meriadoc

Der Ursprung liegt garantiert in der Religion

Religion wird nach den Bedürfnissen der Menschen gestaltet, nicht umgekehrt.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Und nicht nur Religion, sondern auch Atheisten sind nicht besser.

M.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Von "besser" oder "schlechter" war nie die Rede.

Aber eine Religion, die nicht den Wünschen der Menschen entspricht, wird sich auch nicht durchsetzen. Gilt für Religion genau so wie für andere Ideologien auch.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ja, nur dauert das manchmal so verdammt lange und fordert viele Todesopfer.

Papstum
Kommunismus
Islam
Links- und Rechtsradikale

M.

Anonymous antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291

OT: Religion
Jep! Religion ist ja die Suche des Menschen nach dem Göttlichen. Und wer noch sucht, läuft auch manchmal einen Schritt in die falsche Richtung. Das ist, wie beim Topfschlagen. Manche scheinen jedoch aus Angst davor, in die falsche Richtung zu laufen, lieber den Topf für nicht existent zu erklären. 😉

vollbracht antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1322
Veröffentlicht von: @meriadoc

Der Ursprung liegt garantiert in der Religion und man sieht das leider auch hier in Deutschland unter dem Papsttum. Auch hier wird die Frau gering geachtet.

🤨 🤨 🤨

Bitte um Erklärung: Inwiefern steht Deutschland 'unter dem Papsttum' und inwiefern achtet 'das Papsttum' (oder der Papst?) Frauen gering?

pankratius antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @pankratius

Bitte um Erklärung: Inwiefern steht Deutschland 'unter dem Papsttum' und inwiefern achtet 'das Papsttum' (oder der Papst?) Frauen gering?

Ist jetzt nicht dein Ernst...?

Wieviele Päpstinnen kennst du denn?

lucan-7 antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1322
Veröffentlicht von: @lucan-7

Wieviele Päpstinnen kennst du denn?

Leuchtet mir nicht ein.

Analog: Wie viele Männer kennst du, die ein Kind ausgetragen und geboren haben? Würdest du daraus schlussfolgern, dass Mütter Männer gering achten?

pankratius antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 390

Dieses Totschlagargument...
...sollte auch dir lächerlich vorkommen!

Und...bitte verlange jetzt keine Erläuterung, denn DAS sollte sonnenklar sein!

PtL
Karin

karinhugo antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291

Im Zusammenhang?
Ihr werdet lachen, aber ich konnte das irgendwie nachvollziehen.

Segen und Frieden!

vollbracht antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Warum werden Frauen in teilen der Welt...

Veröffentlicht von: @karinhugo

...immer noch so gering geachtet?

Das ist wirklich ein Problem - und dieses Problem hat wohl meist kulturelle Wurzeln.

https://www.planet-wissen.de/kultur/asien/indien/pwiefraueninindien100.html

Nehmen wir Indien und die zwar verbotene aber wohl immer noch praktizierte Unsitte, ein Mitgift bei der Heirat zu erwarten. Das geht ins Geld und so ist eine Tochter in diesem gesellschaftlichen Kontext eine schwerwiegende finanzielle Belastung, die bei manchen Familien dazu führt, dass weibliche Föten abgetreiben werden.

Auch wenn Indien ein Mix aus allen möglichen Kulturen und Religionen ist, so gibt es wohl gesellschaftliche Zwänge, wie wir sie in der freien Welt nicht kennen (und hier sollten wir Ansätze, das ändern zu wollen, kategroisch und hart ablehnen!):
https://www.deutschlandfunkkultur.de/frauen-in-indien-weibliche-singles-gelten-als-freiwild.979.de.html?dram:article_id=401693

Nicht dass das Individuum alles ist - aber für kann sich eine gesunde Gesellschaft nur aus dem Mix verschiedener eigenständiger unabhängiger und in ihrer Eigenart geförderter und gefestigter Persönlichkeiten entwickeln, die im Zusammenspiel als ein gegenseitiges Ergänzen im Klima gegenseitiger Achtung, gemeinsam die Welt zu einem besseren Platz machen. Ich denke, dass dies auch das Konzept des Himmelreiches ist, wo Frauen und Männer geachtet sind, wo Gaben an verschiedenste Menschen vergeben sind und die Gemeinschaft, der Leib Christi das Eine formt, dass die für unseren Herrn vorbereitete Braut ausmacht.

Wenn wir uns die Situation in China anschauen:
https://www.planet-schule.de/wissenspool/china/inhalt/hintergrund/chinas-frauen-werden-immer-staerker.html

... so haben wir eine alte Tradition, bei der die Frau fast nichts zählt. Aber politisch ist das schon lange nicht mehr gewollt. Trotzdem braucht es Zeit, bis die Relikte aus alter Zeit überwunden sind. Ich denke, dass der Mix aus ein-Kind-Politik und eine noch nicht hinreichend anerkannte Rolle der Frau in der chinesischen Gesellschaft eine fatale Dimension hatte und von der Konsequenz her immer noch hat - denn es gibt ein immer noch ein nicht bilogisch begründbares Ungleiichgewicht in der Geschlechterverteilung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Geschlechterverteilung

Aber für China habe ich in Hinblick auf die Rolle der Frau an sich gute Hoffnung:
https://www.dw.com/de/der-traum-von-einem-besseren-leben-chinas-frauen-auf-dem-land-und-in-der-stadt/a-2179646

Problematisch ist sicher auch die ganze arabische Welt:
https://www.cicero.de/aussenpolitik/das-frauenbild-der-arabischen-welt-wo-maenner-ganz-selbstverstaendlich-ueber-frauen

Aber es gibt sicher auch postive Beispiele.
Nehmen wir mal die Mongolei:
https://mongoleireise.com/mongolische-frauen-ihre-rolle-in-der-gesellschaft-und-tipps-fuer-dich/

Eine Informative Webseite - mit einigen "Tipps" unten, die sich vielleicht an Mongolei-Reisende mit einem konkreten Ziel wenden, das ich mal so nicht erwartet hätte. Aber, seis drum - da gibt es mal Mädels mit Persönlichkeit. Und die gibt es sicher überall auf der Welt - nur müssen sie sich halt trauen, die auch zu zeigen und sich selber daran beteiligen, ein Umfeld zu gestalten, in dem es mögich wird.

In Ruanda brauchte es einen schrecklichen Krieg, um die Männer derart zu schwächen, dass die Frauen mit Kulturgestaltend werden konnten:
https://www.dw.com/de/zwischen-tradition-und-aufbruch-die-rolle-der-frau-in-ruanda/a-2180632

Ich habe die Hoffnung, dass so ewas auch möglich ist, ohne dass die Männer erst zu Grunde zu gehen haben.

Oft ist das rechtliche Umfeld für eine Gleichberechtigung ja längst geschaffen - sie muss nur jetzt auch durchgesetzt werden.

In Europa sind wir da auf einem Weg, für den ich gute Erwartungen haben. Im Moment ist es sicher noch massiv ausbaufähig:
https://eige.europa.eu/gender-equality-index/2019

Veröffentlicht von: @karinhugo

Rein rechnerisch ist das sowieso ein Blödsinn:
Ein Mann kann viele Frauen "befruchten".
Eine Frau braucht 9 Monate bis ein Baby kommt.
Jeder Idiot kann sich die Folgen ausrechnen....ich rede jetzt nicht von Liebe, einfach vom Fortbestand der Bevölkerung!

Das hier denke ich, ist heute nicht mehr unbedingt die relevanteste Betrachtung. Das Ziel ist doch globale eher, die Bevölkerungszahl zu beschränken als wie auf dem Niveau zu halten oder gar noch weiter zu wachsen.
Die Einehe war ja mal ein Konzept aus römischer Zeit mit dem Ziel, das Bevölkerungswachstum zu steigern. Für Kinder ist es wichtig, in stabile Verhältnisse aufzuwachsen mit Bezugspersonen, die in der Phase ihrer Entwicklung dieselben bleiben und ihnen föderlich zugewandt sind. Das ist da mal wichtig.

Das Problem der Vergewaltigung ist ja nicht der Sex an sich sondern das Umfeld der Gewalt, in der er entsteht und das damit etwas, was doch an sich gut uns schön ist, für Unterdrückung, Erniedrigung, zum Aufbau gewaltsamer patriarchischer oder despotischer Strukturen missbraucht wird und damit im Kern zerstört wird. Es ist ja nicht allein das physische Moment das Problem der Vergewaltigung sondern das Trauma, das wichtige Teile der Persönlichkeit verletzt und kaputt macht. Es ist das echte Antiliebe - für mich ein stark antichristliches Moment.

Veröffentlicht von: @karinhugo

Mir kommt die Galle hoch!

Das ist ja gut so und ich finde es wichtig, darüber zu sprechen. Verbrechen gedeihen schlecht im Licht. Verbrecher lieben die Dunkelheit, die Verschwiegenheit, die Sicherheit des Verborgenen. Überwunden werden kann das nur im Licht - damit, dass man das Verbrechen nicht verschweigt sondern für jeden offenbar macht. Dann nämlich kann das, was doch dem Aufbau von satanischer Macht und despotischen Strukturen gedacht war, ins Gegenteil kippen und den möchte-gern-Despoten zu Boden stürzen. Und da gehört er hin.

PtL!
Ecc
(ich bin übrigens ein Mann, dem gockelnde Geschlechtsgenossen manchmal ziemlich auf den Senkel gehen und der die meist sachorientierte und kooperative Haltung weiblicher Führung sehr schätzt ...)

Anonymous antworten
Vollbracht
Beiträge : 291

Geschichtliches
Warum immer noch? Warum haben wir auch andere Missstände, wie z. B. Krieg noch nicht aus der Welt geschafft? Das Grundproblem liegt doch wohl darin, dass Menschen sich eine Identität geben, mit der sie sich selbst überlegen fühlen.

Gerade Krieg hängt historisch mit der Geringschätzung der Frau zusammen. Und das liegt sicher kaum nur daran, dass Testosteron für Erfolge im Kampf förderlich ist. Statt dessen waren vermutlich z. B. viele Indogermanen ohne Frauen in Griechenland eingefallen, haben die Männer dort getötet und die Frauen dort versklavt. Somit konnten im klassischen Hellas nur Männer als Vollbürger gelten. Dass das anders gehen konnte, haben die Lakonier bewiesen, die vermutlich ihre eigenen Frauen mit gebracht hatten. Daher galten Frauen in Sparta zwar nicht als Krieger, aber als gleichwertig und wurden hoch geachtet.

In der Islamischen Welt besteht das Problem in dem Personenkult, der um einen Kriegsherrn betrieben wurde, dessen Verhalten in jedem Fall zur gottgegebenen Norm erklärt wurde, was den nicht einvernehmlichen Sex mit einem jungen Mädchen eingeschlossen hat. Auch hat dieser Despot, der sein Reich durch ein System der Angst und Denunziation beherrschen konnte, festgelegt, dass eine Frau unglaubwürdig sei und das Wort zweier Frauen vor Gericht fast so viel gilt, wie das eines Mannes.

In China galt lange (oder gilt teilweise noch?) eine strikte ein-Kind-Politik. Väter wollten jedoch immer wenigstens einen "Stammhalter" haben. Daher der Männerüberschuss. Das indische Problem, dass in vielen Kasten Eheschließungen für Brauteltern oft unbezahlbar sind und in Folge dessen die Geburt einer Tochter als wirtschaftliche Katastrophe betrachtet wird, war hier ja bereits genannt worden.

vollbracht antworten
66 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @vollbracht

Das Grundproblem liegt doch wohl darin, dass Menschen sich eine Identität geben, mit der sie sich selbst überlegen fühlen.

Zum Beispiel, indem man die Fehler vor allem in anderen Kulturkreisen sucht? Ist ja nicht so, als wenn unsere Gesellschaft nicht immer noch patriarchal geprägt wäre.

lucan-7 antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291

Das ist nur ein Beispiel. Ich hätte jedoch genauer schreiben sollen: "mit der sie sich in Summe überlegen fühlen." Sei es nun das hiesige, alte "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!", oder das alte habsburgische "Volk braucht Raum!", oder "Bergtürken sind eh keine richtigen Türken.", oder, "Männer sind kriegstüchtig und konsequent, Frauen jedoch schwach und wankelmütig.", oder, "Männer sind zu aggressiv für unsere Gesellschaft, Frauen hingegen nachweislich intelligenter."

Wann immer man solche Überlegenheitspostulate verfasst, führen die fast unweigerlich zu zerstörerischen Aggressionen, in denen die vermeintlich schlechteren sich als die vermeintlich besseren beweisen wollen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Zum Beispiel, indem man die Fehler vor allem in anderen Kulturkreisen sucht?

Das Problem ist doch offensichtlich in allen Kulturkreisen vorhanden, jedoch in einigen anderen Kulturkreisen signifikant gravierender. Aber ja! Natürlich führt das dann auch zu falschen Verallgemeinerungen. "Am deutschen Wesen..." 😉

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ist ja nicht so, als wenn unsere Gesellschaft nicht immer noch patriarchal geprägt wäre.

Und es gibt auf der Welt sogar matriarchal geprägte Kulturen. Und meist sind es meines Wissens Matriarchinnen, die darauf bestehen, dass junge Mädchen beschnitten werden. In unserer Kultur hingegen galt lange:

Der Mann muss hinaus ins feindliche Leben [..]
Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau
Und herrschet weise im häuslichen Kreise[..]

Heute gilt das hier so nicht mehr. Auch diese Tatsache hat ihre Ursache in Kriegen. Erwarte bitte nicht, dass ich sie werte!

Wer die Schöpfung betrachtet, sieht, Frauen sind aus der Seite des Menschen geschaffen und nicht aus dem Haupt, oder den Fußsohlen. Gemeint ist auch nicht bloß ein Rippchen. Männer und Frauen sollen in einander ein Gegenüber finden. Wenn aber in einer Beziehung einer mehr gelten will, als der Andere, dann soll er dem Anderen halt dienen. Jesus hat Seinen Jüngern die Füße gewaschen.

Ein Problem ergibt sich jedoch insbesondere aus dem Versuch, alle über einen Kamm zu scheren. Männer und Frauen sind unterschiedlich, jedoch nicht in ihrer Wertigkeit. Wer das nicht sieht, schafft unweigerlich Maßstäbe, an denen die Einen etwas stärker scheitern, als die Anderen.

vollbracht antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

"Die Frau an seiner Seite"...

Veröffentlicht von: @vollbracht

Und meist sind es meines Wissens Matriarchinnen, die darauf bestehen, dass junge Mädchen beschnitten werden.

Nein, das kann man so pauschal nicht sagen... es sind tatsächlich ganz unterschiedliche Hintergründe, die zur Genitalverstümmelung führen. Richtig ist aber wohl tatsächlich, dass das von vielen Frauen, die es selbst erfahren haben, unterstützt wird. Das betrifft vielfach allerdings auch Christen:

Genitalverstümmelung in Mali

Veröffentlicht von: @vollbracht

Wer die Schöpfung betrachtet, sieht, Frauen sind aus der Seite des Menschen geschaffen und nicht aus dem Haupt, oder den Fußsohlen.

Merkst du was an deiner Formulierung? "An der Seite DES MENSCHEN geschaffen". Und nicht etwa "Als Mensch geschaffen".

Wie kann etwas "dem Menschen" gleich sein, wenn es doch lediglich "an seiner Seite" steht? Die Frau als treuer Sidekick des Helden, der Geschichte schreibt...

Das mag jetzt spitzfindig scheinen, aber es entlarvt doch vieles, was wir in unserer patriarchalen Kultur als so selbstverständlich empfinden, dass wir es gar nicht mehr wahrnehmen...

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

ehm...

Vollbracht schrieb aus der Seite des Menschen....

du schreibst an der Seite des Menschen....und argumentierst dann gegen dein an.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das mag jetzt spitzfindig scheinen, aber es entlarvt doch vieles, was wir in unserer patriarchalen Kultur als so selbstverständlich empfinden, dass wir es gar nicht mehr wahrnehmen...

was entlarvt die unbewusste Veränderung des aus in das an?

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Vollbracht schrieb aus der Seite des Menschen....

Meine Betonung lag auf "des Menschen". Adam ist der Mensch, Eva ist dem Menschen zugeordnet.

Veröffentlicht von: @deborah71

was entlarvt die unbewusste Veränderung des aus in das an?

Nichts, weil es gar nicht um das Wort ging. Es ging darum, dass Adam der eigentliche Mensch ist, Eva dient nur seiner Unterstützung.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Merkst du was an deiner Formulierung? "An der Seite DES MENSCHEN geschaffen". Und nicht etwa "Als Mensch geschaffen".

Das kann ich dem Text von Vollbracht nicht entnehmen, was du da heraus machst. Er schrieb eindeutig aus Adam.. das bedeutet: als Mensch. Und des weiteren beschreibt er Eva als gleichwertiges Gegenüber.
Der Abwertungsgedanke kommt an dieser Stelle konkret von dir.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Nichts, weil es gar nicht um das Wort ging. Es ging darum, dass Adam der eigentliche Mensch ist, Eva dient nur seiner Unterstützung.

Nein. Im Hebräischen ist die Beschreibung Evas wesentlich kraftvoller und ein standfestes Gegenüber.
Dort in 1. Mose ist sie kein Anhängsel aus einer Rippe...

Bitte lies nochmal in Ruhe den Schwenker, der aus deinen Tasten stammt.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Das kann ich dem Text von Vollbracht nicht entnehmen, was du da heraus machst.

Er schrieb: "Eva wurde aus der Rippe des Menschen" gemacht. Eva ist aber selber auch ein Mensch. Das geht in diesem Satz unter.

Veröffentlicht von: @deborah71

Nein. Im Hebräischen ist die Beschreibung Evas wesentlich kraftvoller und ein standfestes Gegenüber.
Dort in 1. Mose ist sie kein Anhängsel aus einer Rippe...

Bitte lies nochmal in Ruhe den Schwenker, der aus deinen Tasten stammt.

Es ändert nichts an den Tatsachen, dass der Mann zuerst geschaffen wurde und "den Menschen" repräsentierte.
Eva wurde nur zu dem Zweck geschaffen, ihm eine Hilfe zu sein. Und zwar, nachdem Adam zur Gestaltung der Welt aufgefordert wurde und alle Tiere benannte - daran hatte sie keine Teilhabe.

"Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen wurde keine Hilfe gefunden, die ihm entsprach." (Moses 1,2 20)

Erst aus der Notwendigkeit der Hilfe wurde Eva geschaffen.

Frage: Was würde sich ändern, wenn die Schöpfungsgeschichte mit vertauschten Rollen erzählt würde, Eva also zuerst geschaffen worden wäre, ihr der Garten Eden gegeben worden wäre - und schliesslich der Mann als Hilfe?

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @lucan-7

Frage: Was würde sich ändern, wenn die Schöpfungsgeschichte mit vertauschten Rollen erzählt würde, Eva also zuerst geschaffen worden wäre, ihr der Garten Eden gegeben worden wäre - und schliesslich der Mann als Hilfe?

Bevor die beiden Personen einzeln beschrieben werden, hat Gott sie beide gleichwertig geadelt als Seine Repräsentanten und Sein Gegenüber.

Bevor das Wort Adam als Männername verstanden wurde, bedeutete es Mensch und Menschheit. .....und ER schuf sie männlich und weiblich. (wörtlich aus dem Hebräischen)

Was mit Rippe wiedergegeben wird, kann genauso gut als eine Hälfte, eine Seite gelesen werden.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Bevor das Wort Adam als Männername verstanden wurde, bedeutete es Mensch und Menschheit. .....und ER schuf sie männlich und weiblich. (wörtlich aus dem Hebräischen)

Das ist aus dem ersten Teil. Daraus kann man tatsächlich eine Gleichberechtigung ablesen.

Aus dem zweiten Teil der Schöpfungsgeschichte aber nicht mehr. Da repräsentiert der Mann die Menschheit, und Eva wird ihm als Hilfe beigesellt. Damit ist das Patriarchat vorgegeben.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @lucan-7

Aus dem zweiten Teil der Schöpfungsgeschichte aber nicht mehr. Da repräsentiert der Mann die Menschheit, und Eva wird ihm als Hilfe beigesellt. Damit ist das Patriarchat vorgegeben.

Das sehe ich nicht so. Die Belange im Garten Eden sind eine Ausbreitung von Kapitel 1.

Das Patriarchat entsteht aus dem Sündenfall... der Mann hat seinen Auftrag für die Welt versemmelt und als Ersatz angefangen, über Eva zu herrschen.

In Christus wird wieder die Teamwork hergestellt. Paulus schreibt: da ist weder Mann noch Frau, ihr seid einer in Christus.
oder: Ordnet euch einander unter... nicht ordnet euch den anderen unter.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Das Patriarchat entsteht aus dem Sündenfall... der Mann hat seinen Auftrag für die Welt versemmelt und als Ersatz angefangen, über Eva zu herrschen.

Weil es eigentlich Eva war, die es versemmelt hat...

Veröffentlicht von: @deborah71

In Christus wird wieder die Teamwork hergestellt. Paulus schreibt: da ist weder Mann noch Frau, ihr seid einer in Christus.
oder: Ordnet euch einander unter... nicht ordnet euch den anderen unter.

Jau... und Frauen haben im Gottesdienst zu schweigen.

Ganz zu schweigen von den zahlreichen weiblichen Aposteln. Ach nee... warte mal...

Sorry... auch wenn es hier und da Stellen gibt, die für die Gleichberechtigung sprechen ist die Bibel als Gesamtwerk eine rein männlich geprägte Angelegenheit. Tritt doch mal eine Frau in den Mittelpunkt des Geschehens ist das eine große Ausnahme.
Größtes Vorbild ist dabei die sich unterordnende und empfangende Maria, die ganz selbstverständlich auf ihren Sohn verweist, wenn sie einmal gefragt wird.

Und auch hier stellt sich die Frage, ob Jesus wohl auch als Frau denkbar gewesen wäre... ich schätze mal, das wäre schlicht unmöglich.

lucan-7 antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 390

Jau,....

Veröffentlicht von: @lucan-7

Jau... und Frauen haben im Gottesdienst zu schweigen.

...und ein bisschen weiter im Kapitel sollen sie sich ein Kopftuch aufsetzen, wenn sie prophetisch reden...wie soll DAS schweigend gehen?

PtL
Karin

karinhugo antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @karinhugo

...und ein bisschen weiter im Kapitel sollen sie sich ein Kopftuch aufsetzen, wenn sie prophetisch reden...wie soll DAS schweigend gehen?

Nicht ein bißchen weiter, sondern davor... und von prophetisch reden vor der Gemeinde ist keine Rede.

Zudem haben wir hier noch ein paar Details:

"Denn wenn sich eine Frau nicht verhüllt, dann soll sie sich doch [gleich] die Haare abschneiden lassen! Wenn es aber für eine Frau schändlich ist, sich die Haare abschneiden oder sich scheren zu lassen, so soll sie sich verhüllen. Denn ein Mann braucht sich zwar nicht das Haupt verhüllen, weil er ein Bild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist ein Abglanz [des] Mannes. Denn nicht stammt [der] Mann aus [der] Frau, sondern [die] Frau aus [dem] Mann. Denn [der] Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern [die] Frau um des Mannes willen." (1. Korinther 6-9)

"Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen die Frauen schweigen in den Gemeindeversammlungen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht einer Frau schlecht an, in der Gemeindeversammlung zu reden." (1. Korinter 1, 33-35)

Aber hey... was soll ich mich beschweren, wenn Frauen das Patriarchat verteidigen...?

lucan-7 antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 390

1Korinther 11,2-16 (Rev. Elberfelder Übersetzung)

5 Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene.

PtL
Karin

karinhugo antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Und was soll das jetzt heissen...?

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

lustige Sammlung 😀

made my day

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Was für eine Sammlung?

Aber egal... wenn du das Patriarchat der Bibel ganz in Ordnung findest und das Ganze auch noch als gottgegeben verteidigst... warum sollte ich mich als Mann darüber beschweren?

Passt schon. Weitermachen. 😉

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

*lol* ...

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @deborah71

*lol* ...

Na, man hat Dich aber auch schon eloquenter erlebt, wenn's darum ging, darzulegen, wie Bibelzitate richtig zu verstehen seien...

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @blackjack

Na, man hat Dich aber auch schon eloquenter erlebt, wenn's darum ging, darzulegen, wie Bibelzitate richtig zu verstehen seien...

rischitsch... Eloquenz stand heute nicht auf der Speisekarte, sondern Grünkohl 😎 😀

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Mich würde trotzdem interessieren wo genau ich jetzt falsch liege... falls deine Reaktion darauf abzielt, dass meine Schlussfolgerungen überhaupt falsch sind. Ich kann's jedenfalls nicht richtig einordnen.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Ein andermal gerne... heute steht etwas anderes auf meinem Zeitplan. 😊

deborah71 antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Irgendwo sollte man solche Stellen schon im Kontext betrachten, wenn sie selten oder speziell sind

derneinsager antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @lucan-7
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das Patriarchat entsteht aus dem Sündenfall... der Mann hat seinen Auftrag für die Welt versemmelt und als Ersatz angefangen, über Eva zu herrschen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Weil es eigentlich Eva war, die es versemmelt hat...

Nein... beide haben ihren Anteil. Der Knackpunkt der Geschichte ist nicht das Hören auf die Schlange und das Essen der Frucht = das Nachgeben in eine Verführung, der Knackpunkt ist die Schuldverschiebung im Gespräch mit Gott. Da kommt die Butter bei dem Fisch....
Eva gibt der Schlange die Schuld... die Schlange hatte ja auch einen Anteil...
Adam gibt aber Eva und Gott die Schuld. Das ist ein klarer Bündnisbruch in zwei Richtungen.

Ein Schlüssel zum Verständnis sind die hebr. Worte für Herrschen.
Über die Erde herrschen hat mit die Wortbedeutung krümeln, urbar machen.
Wird das Wort auf Menschen angewendet, dann ist es eine unangenehme Herrschaft.

In der Verschiebung des Zieles, worüber geherrscht werden soll, in den zwischenmenschlichen Bereich wird das Wort für unangenehmes Herrschen verwendet.

Gutes Herrschen in der Form eines schützenden und aufbauenden Dienstes kommt von dem Wort für "als König herrschen".

Und dahin, in dieses Ziel der gegenseitigen Förderung, öffnet Christus den Weg.

Unter diesem Gesichtspunkt müssen die NT-Stellen ihre Interpretation finden, sonst weisen sie in die Irre und festigen das unangenehme Herrschen.

Veröffentlicht von: @deborah71

In Christus wird wieder die Teamwork hergestellt. Paulus schreibt: da ist weder Mann noch Frau, ihr seid einer in Christus.
oder: Ordnet euch einander unter... nicht ordnet euch den anderen unter.

Paulus verwendet gerne etwas kriegerische Worte... und es gibt eine Bedeutung von hypotasso, die dem Rechnung trägt: stellt euch zusammen in dieselbe Kampfesreihe.
Etwas weniger martialisch ausgedrückt: arbeitet zusammen im Sinne Christi, fördert euch, geht mit Respekt und Ehrerbietung miteinander um, bewahrt eure Ehe und Familie.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Jau... und Frauen haben im Gottesdienst zu schweigen.

Es gibt zwei Stellen:
a) Auch hier ist wieder das griechische Wort ausschlaggebend: nicht dazwischenquatschen im Unterricht. Von einem generellen Maulkorb ist da nicht die Rede.
b) wie das Gesetz sagt.... die Thora sagt aber nichts. Dafür gab es ein römisches Gesetz, das Frauen verbot in der Gemeindeversammlung zu reden. Gemeindeversammlung ist nicht unbedingt gleich Gottesdienst. Denn die Römer hatten kein christliches Gottesdienstgesetz, aber eines für eine Bürger - und Rechtsversammlung.

Die Lösung liegt nicht im Matriarchat, das wäre ja nur ein Patriarchat 3.0. sondern im erforschen, wie war es am Anfang vor dem Sündenfall und wie kommt man durch Christus wieder in das Miteinander.

deborah71 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1980
Veröffentlicht von: @deborah71

Ein Schlüssel zum Verständnis sind die hebr. Worte für Herrschen.
Über die Erde herrschen hat mit die Wortbedeutung krümeln, urbar machen.
Wird das Wort auf Menschen angewendet, dann ist es eine unangenehme Herrschaft.

Hab es so in Erinnerung, dass es im hebräischen im Sinne von "gebt aufeinander acht" anklingt? Kann leider nicht nachschauen.

adjutante antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @adjutante

Hab es so in Erinnerung, dass es im hebräischen im Sinne von "gebt aufeinander acht" anklingt? Kann leider nicht nachschauen.

Ich hatte meinen Lehrer gefragt, als wir das Wort für Gewaltherrschaft hatten. Da stand im Lexikonauszug das Gewaltwort, daneben das mildere Wort für über die Erde herrschen und nach der guten Herrschaft/Führung hatte ich gefragt, das war dann malach.

deborah71 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @deborah71

Ordnet euch einander unter... nicht ordnet euch den anderen unter.

Nun, Paulus führt auch weiter aus wie die Unterordnung aussehen soll... da sieht man dann keine Gleichbehandlung mehr.

Es wird schon eine schwere Aufgabe das Patriarch aus der Bibel weg zu interpretieren. 😀

lhoovpee antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 390

Patriarchat ist das eine,...
...aber weibliche Föten zu töten, weibliche Babies auszusetzen, junge Frauen dürfen vergewaltigt werden, wenn man sie dann heiratet....ne!!!!

PtL
Karin

karinhugo antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @karinhugo

...aber weibliche Föten zu töten, weibliche Babies auszusetzen, junge Frauen dürfen vergewaltigt werden, wenn man sie dann heiratet....ne!!!!

Das steht alles im AT - möchtest du das jetzt wegdiskutieren? Sind das nun die "kein Iota", die verändert werden dürfen?

littlebat antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @littlebat

Das steht alles im AT - möchtest du das jetzt wegdiskutieren?

Wo genau im AT steht, daß man weibliche Föten abtreiben und weiblichen Babys aussetzen darf? 🤨

(Nicht, daß ich das AT für besonders frauenfreundlich halte, aber das steht da m.W. nicht drin.)

alescha antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @alescha

Wo genau im AT steht, daß man weibliche Föten abtreiben und weiblichen Babys aussetzen darf? 🤨

Welcher Feldzug war das gleich wieder bei dem alle ermordet werden durften auf Gottes Befehl hin? Ich würde schätzen, dass unter alle auch schwangere Frauen gezählt wurden.

littlebat antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

Das betraf dann aber auch männlichen Babys.

Da hieß es ja nicht: Tötet die weiblichen Föten und Babys (wie sollte man die damals eigentlich erkennen?), da sollte unterschiedslos alles kaltgemacht werden.
Das war ja kein Femizid.
Was die Sache allerdings nicht besser macht.

alescha antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Wo steht das in dem Sinn wie es Inder tun oder überhaupt im AT??????????

Nachtrag vom 03.02.2020 1908
Statt Inder bitte die betreffenden Gruppen einsetzen. Es tun bestimmt und Gott sei Dank nicht alle Inder.

derneinsager antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205

Nun, im AT war eine Unverheiratete Frau Eigentum des Vaters und konnte sogar als Sklave verkauft werden. Nach Heirat gehört die Frau dem Mann. Er ist ihr Besitzer. Eine Witwe bekommt der älteste Bruder des verstorbenen Mannes. Ein Mann konnte sich von der Frau scheiden, die Frau sich aber nicht vom Mann.
Das sind nun so Dinge, zu denen ich auch lieber "ne" sage.

Und das eine Frau sich ihrem Mann nicht versagen darf, lehrt auch Paulus im NT. Er sagt da zwar nicht wörtlich, dass die Frau Missbraucht werden darf, aber was ist unfreiwilliger Sex denn sonst?

lhoovpee antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Und das eine Frau sich ihrem Mann nicht versagen darf, lehrt auch Paulus im NT. Er sagt da zwar nicht wörtlich, dass die Frau Missbraucht werden darf, aber was ist unfreiwilliger Sex denn sonst?

Genau diese von dir genannte Interpretation beruht auf dem falschen Systemdenken und hat Paulus den Ruf eines Frauenfeindes eingebracht, Männer verblendet und zu frommen Mißbrauchern gemacht. Dabei hat er genau das Gegenteil gesagt.

Die Stelle kann man nämlich auch sehr anders lesen:
Die Autorität über den Leib des anderen bedeutet die Freiheit Ja und Nein zu Sex zu sagen und den Leib des anderen auf Abstand halten zu dürfen.
Anders wäre unlogisch, dass Paulus anmerkt, sich nicht zu entziehen, ausser zum Gebet, wenn nicht die Freiheit dazu bestünde.

Und zwar haben beide das Recht.

Bei der herkömmlichen Auslegung fällt den meisten nicht auf, dass immer die Frauen unter Druck gesetzt werden, aber niemand spricht vom Recht der Frauen, dass der Mann gefälligst mal Leistung zu bringen habe und sich nicht entziehen soll.

deborah71 antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 390

Dem ist nichts hinzuzufügen,...
...außer vielleicht "Seid EINANDER untertan..." (Hervorhebung von mir)

PtL
Karin

karinhugo antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @deborah71

Die Autorität über den Leib des anderen bedeutet die Freiheit Ja und Nein zu Sex zu sagen

Paulus argumentiert aber anders herum.
Und in diesen Fall ist das unabhängig vom Geschlecht.

Ich beziehe mich dabei auf 1.Korinther 7.

Der Körper des Mannes gehört der Frau.
Der Körper der Frau gehört dem Mann.
Daher soll man sich seinem Partner nicht entziehen, außer beide Seite wollen es.

Nun, wenn die Partnerschaft gesund ist, mag das klappen. Wenn aber der eine Partner mehr verlangen nach Sex hat als der andere, ist die Argumentation schwierig, da Paulus eben nicht sagt "Wenn deiner Partner nicht will, dann respektiere das", sondern "wenn du nicht willst, mach es trotzdem".

Auf die umgekehrte Logik, wie du sie nun anfügt, geht Paulus nicht ein, obgleich sie logisch wäre.

Veröffentlicht von: @deborah71

und hat Paulus den Ruf eines Frauenfeindes eingebracht,

Nun, da spielen wohl eher das Schweige- und Verhüllungsgebot sowie die Kleidungsordnung eine Rolle. Paulus war halt ein Mann seiner Zeit. Interessant daran ist jedoch, dass einiger der Stellen wahrscheinlich gar nicht von Paulus stammen.

lhoovpee antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

falsch abgebogen.
Denn Paulus schreibt NICHT "wenn dein(e) Partner(in) nicht will, dann mach es trotzdem" oder "denn du nicht willst, dann mach es trotzdem"-
ALLES, was Paulus schreibt über das Thema "Mann und Frau", ohne nun einzelne Dinge aus dem Gesamtzusammenhang zu reißen und dann einzeln zu zerpflücken und daher falsch darzustellen, ergibt so eine liebevolle Beziehung und Respekt vor dem Eherpartner, dass man es so garantiert NICHT aus den Aussagen herauslesen kann.

Schreibe ich heute, denn früher bin ich genau so (falsch) an die Bibel herangegangen, aber heute weiß ich, dass es wie gesagt die Aussagen des Paulus gar nicht hergeben, wenn man sich alles anschaut.

Einen Mann, der die "Frau liebt wie Christus die Gemeinde", der ihn in "Ehrfurcht entgegentritt" und
"So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst."

Männer sollten ihre Frauen ehren. Die Bibel sagt in 1. Petrus 3, 7: "Desgleichen, ihr Männer, wohnt vernünftig mit ihnen zusammen und gebt dem weiblichen Geschlecht als dem schwächeren seine Ehre."

DAS lässt nun wahrlich keine Fragen offen und lässt daher auch so einen Umgang des Mannes mit der Frau wie Du ihn nun nennst absolut nicht zu.

Veröffentlicht von: @lhoovpee

Nun, da spielen wohl eher

Da spielen wie gesagt alle die Einzelstücke, herausgerissen aus dem Zusammenhang und daher stets im kompletten Missverständnis und daraus resultierendem Fehlverständnis die entscheidende Rolle.

"Schweige und- Verhüllungsgebot"?
Was genau meinst Du damit?
Das Tuch auf dem Kopf wegen der Engel?
Dass Lehren der Frau über die Männer?

Das ist doch nicht "frauenfeindlich", das ist höchster Respekt den Frauen gegenüber, und Respekt der Frauen gegenüber Gottes Schöpfungsordnung, und außerdem ein sehr großer Respekt Gottes den Frauen gegenüber, die geschützt durch ihre Männer vor Gott stehen, geschützt durch Gottes Engel sind, denen sich sichtbar unterworfen zeigen der Ordnung Gottes.
Und sie sind im großen Respekt Gottes, denn sie sind Gott wichtig genug, um ihnen die Gabe der Lehre zu geben "obwohl sie ""nur"" Frauen unterrichten dürfen" zu geben.

Frauenfeindlichkeit finde ich bei Vielen und in Vielem, aber nicht bei den wunderbaren Ordnungen im NT, die soviel Wunderbares aufzeigen.

Mein einziges "halbes Sprachengebet", als ich völlig unerwartet mitten im Gebet plötzlich ins Englische wechselte, nachdem ich es ca. 9-10 Jahre nicht gesprochen hatte, nur in der Schule hatte und im Schloß Capernwray Hall während einer Woche Vorträge ganz gut verstand und mitschrieb, danach aber nicht mehr wie gesagt nutzte,
das habe ich alleine in meinem "Kämmerlein", kniend und mit Kopftuch auf dem Kopf gebetet.

Das war so, eine evangelikale freikirchlich angehauchte brüdergemeindlich berührte charismatische Beterin.
Oh oh, das sprengte jedenfalls damals jede Gemeinde.

Und in meinen 7 Jahren ohne jegliche Gemeinde, da habe ich mich innerlich frei gemacht von Gemeindedogmen.
Und vorher schon habe ich mich frei gemacht - besser gesagt machen lassen - von allen letzten falschen Ansichten über irgendeine angebliche Frauenfeindlichkeit oder Ungültigkeit von Paulus Aussagen.

Nö.

Wunderbare Dinge, wunderbare Schöpfungsordnung, wunderbare Liebe Gottes.

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @karibu20

Denn Paulus schreibt NICHT "wenn dein(e) Partner(in) nicht will, dann mach es trotzdem"

Er schreibt "Entzieht euch einander nicht".

Veröffentlicht von: @karibu20

Was genau meinst Du damit?

Schweigegebot: 1 Kor 14,33b–35 + 1.Timotheus 2, 11
Verhüllungsgebot für Frauen (und -verbot für Männer); 1 Kor 11:3-6
Kleidungsordnung: 1.Timotheus 2,9-10
Lehrverbot: 1.Timotheus 2, 12

lhoovpee antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

na ja, ich habe schon ein bißchen mehr geschrieben, vor allem aus der Bibel direkt zitiert, gell.
Das kannst Du genau so ignorieren wie die Aussagen der Bibel selber. wie gesagt MEINEM Umgang mit der Bibel entspricht das nicht.

LG
Karibu

Anonymous antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @karibu20

na ja, ich habe schon ein bißchen mehr geschrieben, vor allem aus der Bibel direkt zitiert, gell.

Ja, aber nichts mehr, was zu der diskutierten Bibelstelle gehört bzw. zum Thema Sex in der Ehe.

lhoovpee antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @karibu20

"Desgleichen, ihr Männer, wohnt vernünftig mit ihnen zusammen und gebt dem weiblichen Geschlecht als dem schwächeren seine Ehre."

DAS lässt nun wahrlich keine Fragen offen und lässt daher auch so einen Umgang des Mannes mit der Frau wie Du ihn nun nennst absolut nicht zu.

Aus unserer modernen Sicht heraus mag das so scheinen. Aber dem schwächeren Geschlecht "die Ehre geben" mag man in frühere Zeiten ganz anders interpretiert haben. Denn da ging es zum einen um die Arbeitsteilung, zum anderen um die Aussenwirkung - und die "Ehre" der Frau bestand darin, beidem zu genügen. Da gibt es also durchaus einen breiteren Interpretationsspielraum - denn wie so oft wird auch hier nicht näher erklärt, was genau denn nun eigentlich gemeint ist.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

doch, wird es, habe ich auch zitiert und ist dem Jesus-Kenner daher ganz klar, wie das gemeint ist.
Also "kenner" darauf bezogen, was Jesus Liebe zur Gemeinde angeht und auch alles andere.

Karibu

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @karibu20

doch, wird es, habe ich auch zitiert und ist dem Jesus-Kenner daher ganz klar, wie das gemeint ist.
Also "kenner" darauf bezogen, was Jesus Liebe zur Gemeinde angeht und auch alles andere.

Es ist unbestreitbar, dass das NT einige sehr fortschrittliche Passagen und Hinweise auf eine gleichberechtigte - oder besser: gleichberechtigtere - Stellung gibt. Auch die gegenseitige Wertschätzung war damals alles andere als selbstverständlich.

Ich denke aber nicht, das sich das Ganze wirklich aus einer modernen Sichtweise heraus interpretieren lässt. Die Bibel ist nach wie vor patriarchal geprägt, und das wird auch im NT so beibehalten.

Aus der Bibel lässt sich ohne weiteres eine Vorherrschaft des Mannes herleiten.
Umgekehrt wird man auf Basis der Bibel auf keinen Fall ein Vorherrschaft der Frau herleiten können. Es gibt hier also nach wie vor ein klares Ungleichgewicht, trotz einzelner "moderner" Passagen.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Auf die umgekehrte Logik, wie du sie nun anfügt, geht Paulus nicht ein, obgleich sie logisch wäre.

Für mich schreibt Paulus genau diese Logik. Sie entspricht auch dem Bündnisgedanken.

Sie ist auch stimmig mit der Wertschätzung, die Jesus Frauen entgegen brachte und gegen die willkürlichen Scheidungsgedanken auftrat.

Ich weiß, das das so herum herausfordernd ist, zu denken, wenn man ewig und drei Tage die andere Version vermittelt bekommen hat.

deborah71 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @deborah71

Für mich schreibt Paulus genau diese Logik. Sie entspricht auch dem Bündnisgedanken.

Wie gesagt, das sehe ich in 1. Kor 7 nicht gegeben, aber eine legitime Fortführung des Gedanken.

Insgesamt war das Frühchristentum sehr "Frauenfreundlich". Frauen konnte sogar Ämter inne habe. Das ist ja leider heute in vielen Kirchen nicht mehr der Fall.

lhoovpee antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Der Paulus sagt es wie ich meine auf beide hin

derneinsager antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205

Ein Mann der unfreiwillig Sex hat ist ebenso wenig begrüßenswert.

lhoovpee antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Es wird schon eine schwere Aufgabe das Patriarch aus der Bibel weg zu interpretieren. 😀

Will ich doch gar nicht.... es geht um das falsch verstandene Patriarchat. 🤓

deborah71 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205

Was auch immer ein "richtig verstandenes Patriarchat" sein soll. Ich hoffe, dass das System des Patriarchats immer weiter verdrängt wird.

lhoovpee antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Wahrscheinlich muss ich erstmal googlen, was mit Patriarchat alles gemeint sein kann. 😉

Nachtrag vom 02.02.2020 2151
Habs doch geahnt...

Das Wort alleine garantiert noch nicht, dass man vom selben spricht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Patriarchat

deborah71 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2205
Veröffentlicht von: @deborah71

Habs doch geahnt...

Das Wort alleine garantiert noch nicht, dass man vom selben spricht.

Tja, damit beantwortest du nun aber nicht die Frage.

lhoovpee antworten
Marie-Hope
(@marie-hope)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 42

😀)

marie-hope antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291

OT: Falschzitat

Veröffentlicht von: @lucan-7

Er schrieb: "Eva wurde aus der Rippe des Menschen" gemacht.

Genau eben nicht!

vollbracht antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @vollbracht

Genau eben nicht!

"Frauen sind aus der Seite des Menschen geschaffen"

lucan-7 antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291

Genau! Aber das konnte je eh jeder nachlesen - und dann auch vollständig. Ein simples "Entschuldigung!" hätte gereicht.

vollbracht antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @vollbracht

Genau! Aber das konnte je eh jeder nachlesen - und dann auch vollständig. Ein simples "Entschuldigung!" hätte gereicht.

Ich habe mich an der Aussage "aus der Seite des Menschen" gestört. (Also "Adam = Mensch"). Also genau an dem, was du geschrieben hast. Ich wüsste nicht, wofür ich mich da entschuldigen sollte.

lucan-7 antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291

Ich habe Dein Falschzitat zitiert. Jetzt vergleich' es mit der Stelle, wo ich über Seite und Rippchen geschrieben habe. Lies nach, was Dir Deborah geschrieben hat.

Du zeigst, dass Du gerne ignorierst, was wir schreiben. In einem Strang passt es so grade noch, wenn die Beiträge ganz frisch sind. Aber ältere Beiträge, oder gar solche aus einem Seitenstrang mit anderen Teilnehmern strafst Du mit Ignoranz.

pax nobiscum

vollbracht antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @vollbracht

Ich habe Dein Falschzitat zitiert. Jetzt vergleich' es mit der Stelle, wo ich über Seite und Rippchen geschrieben habe. Lies nach, was Dir Deborah geschrieben hat.

Das war überhaupt nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass allein Adam hier "der Mensch" ist bzw. stellvertretend für die Menschheit steht. Eva steht ihm lediglich zur Seite bzw. soll ihm eine Hilfe sein. Aber sie bekommt weder das Paradies in Verantwortung, noch darf sie irgendwelche Tiere benennen.

Eva wird auch nicht in gleicher Weise erschaffen wie Adam. Nein, sie wird aus seinem Körperteil geformt - was unterstreicht, dass Eva als ein Teil von Adam gelten soll, und nicht etwa als eigenständige, unabhängige Persönlichkeit (Sieht man übrigens auch in der Geschichte von Hiob wieder, wo allein Hiob zählt... Frau und Kinder sind allein "Anhang", die gehören zum Inventar, sind aber keine eigenständigen Persönlichkeiten.).

"Der Mensch" - das ist allein "Adam".
Eva ist Gehilfin, damit er sich nicht so alleine fühlt. Das ist die Ausgangslage - und das habe ich hier kritisiert.

lucan-7 antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 390

DAS...

Veröffentlicht von: @lucan-7

Nichts, weil es gar nicht um das Wort ging. Es ging darum, dass Adam der eigentliche Mensch ist, Eva dient nur seiner Unterstützung.

...ist doch hoffentlich nicht dein Ernst!

PtL
Karin

karinhugo antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @karinhugo

...ist doch hoffentlich nicht dein Ernst!

Steht da. Kann ich auch nichts dafür. Ich hätte es auch logischer gefunden, wenn die Frau zuerst geschaffen worden wäre... aber die Bibel wurde halt von Männern geschrieben.

lucan-7 antworten
KarinHugo
(@karinhugo)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 390

Eva dient nur seiner Unterstützung.

meinte ich...besonders "nett" finde ich das "nur"!

PtL
Karin

karinhugo antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @karinhugo

Eva dient nur seiner Unterstützung.

meinte ich...besonders "nett" finde ich das "nur"!

Wohlgemerkt: Ich interpretiere nur das, was dort geschrieben steht. Dem Mann wird das Paradies gegeben, der Mann benennt die Tiere. Und weil der Mann keinen passenden Gefährten findet, wird ihm die Frau an die Seite gestellt.

Gleichberechtigt ist das nicht.

lucan-7 antworten
Marie-Hope
(@marie-hope)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 42

Eben und das ist der alles entscheidende Knackpunkt!!!!

marie-hope antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291
Veröffentlicht von: @lucan-7

Merkst du was an deiner Formulierung? "An der Seite DES MENSCHEN geschaffen". Und nicht etwa "Als Mensch geschaffen".

Was kann ich dafür? Sollte ich schreiben, "aus einer Rippe des Mannes"? Klingt Dir das konvenienter? Dann habe ich noch was für Dich:

Mit Würd' und Hoheit angetan
mit Schönheit, Stärk und Mut begabt
gen Himmel aufgerichtet
steht der Mensch,
ein Mann und König der Natur
[..]
An seine Seite schmieget sich
für ihn aus ihm geformt
die Gattin hold und anmutsvoll...

:->

Veröffentlicht von: @lucan-7

Merkst du was an deiner Formulierung?

Ja, nämlich, dass zuerst der Mensch (nicht Mann, oder Frau) als Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Aus einer Seite ist dann die Frau geworden. Der Mann war dann die andere Seite. Für Gottesebenbildlichkeit braucht es folglich vermutlich ein Paar.

Aber Du kannst natürlich aus allem ein Frauenbashing machen, wenn Dir das weiter hilft. Aber lass mich bitte dann damit in Ruhe.

pax nobiscum

vollbracht antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @vollbracht

Ja, nämlich, dass zuerst der Mensch (nicht Mann, oder Frau) als Ebenbild Gottes geschaffen wurde.

Adam war aber wohl kaum ein Hermaphrodit, oder?

Veröffentlicht von: @vollbracht

Aber Du kannst natürlich aus allem ein Frauenbashing machen, wenn Dir das weiter hilft. Aber lass mich bitte dann damit in Ruhe.

Es steht dir frei dich auf eine Diskussion einzulassen. Wenn du "in Ruhe gelassen" werden willst, dann beteilige dich nicht. Aber ich werde hier offen schreiben, was ich denke.
Wenn du anderer Ansicht bist, dann weiss ich eine Diskussion zu schätzen (Und das meine ich so). Aber du bist selbstverständlich nicht dazu gezwungen.

lucan-7 antworten


LittleBat
Beiträge : 1813

Und?
Haben die Männer hier im Thread nicht sehr eindrucksvoll dargelegt, dass irgendwie fast alles okay ist? Außerdem sind diejenigen, die sich wehren natürlich schuld. Und immer auch die Religion, der man gerade feindlich gegenübersteht oder die man nicht hat. Und natürlich sind diejenigen selbst schuld an ihrer Unterdrückung, wenn sie in ein System reingewachsen sind.
Das ist so, wie wenn Weiße einem POC erzählen, er solle sich doch bitte nicht so haben, anderen würde es doch auch mal passieren, dass sie angegangen würden.

Sorry, Lucan, dich hab ich einfach unter den Tisch fallen lassen. 😉

LG Bat

littlebat antworten
14 Antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291

Die Pösen Purchen
Es tut mir aufrichtig Leid für Dich, dass ich versäumt habe, ein Urteil abzugeben. Aber wir reden hier über Fehler. Und ich war tatsächlich der irrigen Meinung, dass das eh allen bewusst ist. Aber für Dich schreibe ich es noch mal explizit: ich finde die Verhältnisse in Indien und der islamischen Welt, aber auch die Genitalverstümmelungen bei afrikanischen Mädchen schlimm.

Ich hatte auch nie das Gegenteil behauptet. Insofern ist Deine Frage klar mit "NEIN!" zu beantworten.

Im Übrigen meine ich inzwischen irgendwo im Forum in Lucans Beiträgen einen klaren Hinweis gelesen zu haben, dass sie eine Frau ist.

pax nobiscum

vollbracht antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @vollbracht

Im Übrigen meine ich inzwischen irgendwo im Forum in Lucans Beiträgen einen klaren Hinweis gelesen zu haben, dass sie eine Frau ist.

Bravo, was für eine Spürnase, Sherlock der Zweite. Was ist denn das für ein Hinweis? 😀

Veröffentlicht von: @vollbracht

Aber wir reden hier über Fehler. Und ich war tatsächlich der irrigen Meinung, dass das eh allen bewusst ist.

Im Moment lese ich vor allem Erläuterungen, warum das eben alles ist, wie es ist. Und warum das auch irgendwie richtig ist - außer natürlich die bösen anderen machen das. Dann ist das irgendwie schlecht, aber eigentlich ja auch nicht wirklich wahr. Viele Sachen sind natürlich irgendwie schon sehr schlimm. Aber das ist ja bei uns nicht das Problem.

littlebat antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291
Veröffentlicht von: @littlebat

Bravo, was für eine Spürnase, Sherlock der Zweite. Was ist denn das für ein Hinweis? 😀

Na ja, Du hattest Lucan als positive Ausnahme von den Männern, die alles nicht so schlimm finden würden dargestellt, richtig?

Veröffentlicht von: @littlebat

Im Moment lese ich vor allem Erläuterungen, warum das eben alles ist, wie es ist.

Genau!

Veröffentlicht von: @littlebat

Und warum das auch irgendwie richtig ist

Wo?

vollbracht antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @vollbracht

richtig

Nein, ich habe den Männerverein hier ausgelacht, der sich hier daran ergötzt, wirklich lauter gute Gründe zu finden, warum Dinge sind, wie sie sind. Und dabei vielfach irgendwie klingen, als hätten sie ne Menge Angst davor, dass sich die Realität irgendwann ändern könnte.

Lucan war da in der ersten Zeit dieses Threads einfach nur insoweit eine Ausnahme, dass er anders klang. mehr nicht. ich hab nicht vor hier irgendeinen mir fremden Mann als positive Ausnahme aller Männer hinzustellen.

Veröffentlicht von: @vollbracht

Wo?

Zum Beispiel bei den Erläuterungen dazu, dass ja Frauen es seien, die die Systeme (Genitalverstümmelung; aber da kann man auch die Abtreibungspraxis nach Geschlecht reinzählen ) am Laufen halten würden... also eigentlich sind die Männer da nämlich gar nicht schuld.

littlebat antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @littlebat

Und dabei vielfach irgendwie klingen, als hätten sie ne Menge Angst davor, dass sich die Realität irgendwann ändern könnte.

Diese Angst ist wohl in jedem Fall vorhanden. Aber vor allem ist es eine Angst vor dem Unbekannten.

Hast du denn irgendeine konkrete Vortstellung davon, wie eine von Frauen dominierte Welt aussehen könnte?
Wäre es letztlich dasselbe... nur halt umgekehrt?

lucan-7 antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @lucan-7

Hast du denn irgendeine konkrete Vortstellung davon, wie eine von Frauen dominierte Welt aussehen könnte?

Das Problem mit Vorstellungen ist, dass sie ausschließlich auf dem basieren, was man weiß. Eagl ob Jules Verne oder LittleBat - wir haben unseren Horizont. Wer weiß schon, wie Frauen ticken würden, wenn sie in allen Bereichen des Lebens & der Welt den Ton angäben?

Ich gebe zu, dass ich mir eine Welt wünschen würde, die häufiger situativ aushandelt und weniger aus "das haben wir immer schon so gemacht" besteht. Ich würde mir manchmal wünschen, dass weniger "Wir und Die" herrscht, weniger auf Kampf & Gegnerschaft basiertes Denken, sondern mehr kooperatives Denken genutzt würde. Ich würde mir wünschen, dass weniger Sex Entscheidungen beeinflusste, als Verstand.

Das sind aber alles Ideen, die ich nicht unbedingt ausschließlich mit dem Attribut männlich oder weiblich betrachten kann. Für ein Matriarchat ist eh der Zug abgefahren. Das ist nicht mehr etablierbar.

littlebat antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @littlebat

Zum Beispiel bei den Erläuterungen dazu, dass ja Frauen es seien, die die Systeme (Genitalverstümmelung; aber da kann man auch die Abtreibungspraxis nach Geschlecht reinzählen ) am Laufen halten würden

Ist das nicht auch so?

Veröffentlicht von: @littlebat

also eigentlich sind die Männer da nämlich gar nicht schuld.

Nur weil die Frauen mitmachen sind die Männer ja nicht unschuldig.

alescha antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @alescha

Nur weil die Frauen mitmachen sind die Männer ja nicht unschuldig.

Das war ja auch ironisch... 🙄

littlebat antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Hallo Little Bat,

Man kann in der Bibel in einzelne Stellen viel interpretieren oder Absolut Stellen. Es hilft aber kaum weiter.

Es steht an anderer Stelle: “Die Männer sollen Ihre Frauen lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt und sich für sie hingegeben hat (Er ist gestorben für sie)“

Wurde auch von Männern geschrieben, so what. Die Zeit damals war sehr Frauenfeindlich, sicher. Bemerkenswert das die Bibel oder Kirche hier recht fortschrittlich war im Ganzen.

Die Orthodoxie oder Katholische Kirche hebten zb. Maria extrem hoch- bis zur Himmelskönigin. Man sollte immer das ganze Betrachten. Auch die Entwicklung der Gemeinde bis heute hin. Die eingangs angesprochenen Dinge gehören im Normalfall nicht dazu und gehörten es so nie.

Grüße

derneinsager antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813

Und doch sind Christen ganz vorn dabei, wenn es um die Verteidigung der männlichen Dominanz geht. Christen sind keineswegs Vorreiter von Gleichberechtigung und Frauenrechten. Also... was soll mir dein Posting sagen?

littlebat antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @vollbracht

Im Übrigen meine ich inzwischen irgendwo im Forum in Lucans Beiträgen einen klaren Hinweis gelesen zu haben, dass sie eine Frau ist.

Nach meinem letzten Check ist das nicht der Fall... bin immer noch ein Mann. Und das soll auch so bleiben 😉

lucan-7 antworten
Vollbracht
(@vollbracht)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 291

Oh! Entschuldigung! 😘 😇

vollbracht antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Kein Problem... ich war hier auch schon manches Mal verwirrt...

lucan-7 antworten
Marie-Hope
(@marie-hope)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 42

Genau so ist es!

marie-hope antworten
Lucan-7
Beiträge : 15231

Männer schaffen ihre Männer-Welt
Ich denke, das Patriarchat hat letztlich einen simplen Grund: Männer haben, vermutlich seit den antiken Staatgründungen, ihre körperliche Überlegenheit dazu verwendet eine Welt nach ihren eigenen, männlichen Bedürfnissen zu schaffen.

Das ist die Welt in der wir leben und aufgewachsen sind. Und weil man die Welt gar nicht anders kennt fällt es vielen Leuten, Männern wie Frauen, auch schwer sich hier etwas anderes vorzustellen.

Und natürlich haben Männer Angst vor Veränderungen. Eine Welt, die nicht mehr nach den Bedürfnissen der Männer, sondern (auch) den Bedürfnissen der Frauen nach gestaltet wurde, würde bedeuten dass die Männer ihre Kontrolle über die Welt verlieren.

Männer werden es immer fördern, dass Frauen sich ihre eigenen Habitate schaffen - shopping, schminken, Kaffeekränzchen, rosa Plüsch, schmalzige Serien und die ganzen Klischees - aber immer streng getrennt von der Welt, in der echte Entscheidungen gefällt werden.
In der Männerwelt hingegen herrscht Technik, Entwicklung, Konkurrenzkampf vor... beste Voraussetzungen, um die Welt von morgen zu gestalten und sicher zu stellen, dass die Welt auch morgen noch von Männern dominiert wird.

Was definitiv fehlt ist eine Vision, wie eine Welt aussehen könnte, die dieses Schema durchbricht. Als Frau zu sagen: "ich will jetzt aber auch mal regieren!" reicht da nicht aus. Da räumen dann zwar ein paar Männer widerwillig ihren Chefsessel, betonen wie sehr sie die Gleichberechtigung unterstützen, achten dabei aber peinlich genau darauf, dass sich an ihrer Männerwelt nichts ändert. Und die Frauen passen sich an, indem sie sich wie Männer verhalten.

Das ist ungefähr der Stand, den wir heute in Europa haben. Es fragt sich halt, ob es jetzt dabei bleibt... oder ob wir es tatsächlich zulassen, die "Männerwelt" aufzugeben. Denn so richtig scheint sich da keiner eine Alternative vorstellen zu können - auch die Frauen nicht, wie es scheint.

lucan-7 antworten
5 Antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 852

Technik, Entwicklung, Konkurrenzkampf - als Motor für die Zukunft
Das macht mir Mut auf Veränderung. Denn mit Technik, Entwicklung, Konkurrenzkampf im Fokus ist Nichts für die Zukunft langfristig zu gewinnen. Es braucht einen Fokus auf ein gutes Miteinander (Teilen, Unterstützen, Wertschätzen), auf "was-ist-wesentlich" (dazu gehört nicht Gewinnmaximierung/ immer mehr, höher, weiter ...) und Technik als Werkzeug zu nutzen, ohne sich von ihr beherrschen zu lassen.

Stellt sich die Frage, wie lebe ich das? Was trage ich dazu bei, dass sich eine solche Haltung durchsetzt?

Immer öfter denke ich, wie wertvoll es ist,
- einfach hier und da und dort nicht mitzumachen.
- mich im verzichten und reduzieren zu üben.
- immer wieder, all über all ganz bewusst "meinen Nächsten" zu sehen.
- zu sein, da zu sein, füreinander zu sein, zu tun, zu leben (und weniger zu reden).

seidenlaubenvogel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Das macht mir Mut auf Veränderung. Denn mit Technik, Entwicklung, Konkurrenzkampf im Fokus ist Nichts für die Zukunft langfristig zu gewinnen.

Während des zweiten Krieges wurden Düsen- und Raketenantriebe entwickelt, Radar verbessert, erste Computer konstruiert, erste Kernreaktoren gebaut und zig tausende von weiteren technischen Verbesserungen konstruiert wie etwa Schleudersitze, Druckanzüge, Funkkameras und etliches mehr... und das sind alles Dinge, die sich auch jenseits der militärischen Anwendung enorm auf Wirtschaft und Wohlstand nach dem Krieg auswirkten.

Zum anderen war der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Krieg auch wesentlich der vorausgehenden Zerstörung zu verdanken.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Es braucht einen Fokus auf ein gutes Miteinander (Teilen, Unterstützen, Wertschätzen), auf "was-ist-wesentlich" (dazu gehört nicht Gewinnmaximierung/ immer mehr, höher, weiter ...) und Technik als Werkzeug zu nutzen, ohne sich von ihr beherrschen zu lassen.

Das entspräche dem Ideal, das der Kommunismus einst propagierte. Leider entspricht es nicht der Natur des Menschen, selbstlos zu teilen.
Was wir brauchen ist eine Form der gesunden Konkurrenz... ein Wettbewerb, der die Gewinner zwar belohnt, von dem aber am Ende alle profitieren können.
Und das ist nicht einfach, weil es eine Frage der ständigen Balance ist, ohne in Extreme zu verfallen.

lucan-7 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 852

Wirtschaftlicher Aufschwung nach Zerstörung
Hmm. Ja, wie sich unsere Welt hier innerhalb so kurzer Zeit so intensiv verändert, ist für mich kaum zu glauben. Ich profitiere sehr davon und bin da auch sehr dankbar dafür. Doch - das kann doch nicht endlos so weiter gehen. Wo wollen wir denn hin mit all dem Gewinn und Fortschritt? Und gleichzeitig klaffen die Unterschiede all über all immer mehr auseinander.

Wenn sich in Haltung und Leben nichts ändert, wie lässt sich dann ein neuer "Crash" verhindern?

Ob es Kommunismus ist, den ich im Herzen trage? Ich denke nicht. So wie ich Kommunismus wahrnehme, hat er etwas Verordnendes / Autoritäres. In meinem Herzen ist dafür der Wunsch nach Freiheit zu stark. Vielleicht ist das des Menschen Problem? Wir sind nicht gut genug, um der Freiheit gemäß zu leben, ohne einander zu schaden...

seidenlaubenvogel antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Da bist du ja mit deiner Meinung ganz schön gefangen in der "alles sozial konstruiert" Strömung.
Das wird ja noch nicht einmal mehr von Genderstudies Absolventen vertreten. Bisschen fortschrittlicher wäre nicht verkehrt.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Genderstudies und Zeitgeist sind mir ziemlich wurscht. Es ist halt so wie es ist.

Was denkst du denn, was für eine Welt die Männer in den paar tausend Jahren geschaffen haben, in denen sie herrschten?
Etwa eine Welt, die für Frauen gemacht ist?

lucan-7 antworten


Seite 1 / 2
Teilen: