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Wie Menschen gut sind

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Anonymous
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In einem anderen Thread regte ich mich kürzlich darüber auf, wie der Humanismus als vom Teufel inspiriert oder Menschen als Maden bezeichnet werden.
Das war mir Anlaß, darüber nachzusinnen, warum ich die Menschen nicht als böse, schlecht oder wertlos verstehen kann und warum mit die humanistischen Ideale etwas bedeuten. Ich fragte mich, in welchen Momenten sich mir "offenbarte", dass Menschen wundervolle, liebenswerte Wesen seien. Ein paar dieser Momente möchte ich hier auflisten. Vielleicht habt Ihr ja ähnliche Momente erlebt, von denen Ihr berichten möchtet?

Der Minibaggerfahrer
Ich wachte an einem Sonntagmorgen halb sieben Uhr in der Frühe davon auf, dass es draußen laut krachte. Meine Wohnung lag im dritten Stock eines Hauses direkt an einer Straßenkreuzung, die wochentags stark befahren war (gerade morgens in der Rush-Hour), sonntags eigentlich nicht. Ich stieg aus dem Bett und sah, dass da ein Auto in ein anderes reingedonnert war, sodaß dieses von der Fahrbahn geriet und dabei einen Verteilerkasten halb von seinem Sockel rasierte. Ich suchte noch mit halb schlafblinden Augen nach dem nächtens irgendwo abgelegten Telefon, um den Notdienst anzurufen als schon Blaulicht durch's Fenster blinkte. Da war wohl jemand noch schneller gewesen. Nun hatte ich als Gaffer einen schönen Ausblick von dem Eckzimmer auf die gesamte Szenerie. Innerhalb kürzester Zeit - es können nicht mehr als fünf Minuten gewesen sein - spuckten zwei Streifenwagen vier oder fünf Polizisten aus, die daran gingen, den Unfallort mit Warnleuchten und Absperrungsbändern zu sichern. Eine junge Frau, vermutlich die Fahrerin eines der Wagen, wurde von Notfallhelfern neben einem Feuerwehrauto versorgt. Einige der Polizisten redeten mit Leuten, die um den Unfallort herum standen. Wohl, da es sich um Zeugen handeln konnte. Ich war nicht der einzige Gaffer, aber es war scheinbar niemand wirklich stark verletzt worden und nach einer Dreiviertelstunde hatten sich die kleine Menschenmenge wieder aufgelöst, die Unfallautos waren abgeschleppt, die Streifen- und der Krankenwagen waren abgefahren. Die Kreuzung war wieder leer, wie es sonntagmorgens sein sollte - nur der Verteilerkasten stand schief wie ein umgewehter Flamingo - unten ragten Kabel hervor.
Ich machte mir einen Kaffee, da hörte ich wieder Lärm von unten: ein Reparaturwagen von den Stadtwerken war angekommen, der Verteilerkasten wurde geöffnet, jemand werkelte darin herum. Bei mir im Badezimmer ging das Licht aus - der Strom war für's erste abgestellt. hernach wurde der Verteilerkasten mit einer Art Plastik-Überwurf gesichert. Die Leute von den Stadtwerken fuhren wieder weg, ich schüttete mir tüchtig Milch in den Kaffee, schloss aber den Kühlschrank schnell wieder. Wer konnte wissen, wie lange der Stromausfall andauern würde...
Eine Viertelstunde verging, in der ich mich ärgerte, den Kaffee getrunken zu haben - nun würde ich mich nicht mehr wieder hinlegen und noch zwei Stündchen Sonntagsschlaf halten können. Dann, so gegen acht Uhr, drangen wieder Geräusche empor von der Straße. Ein Baufahrzeug parkte fünfzig Meter weiter die Straße runter, wo noch eine Parklücke klaffte. Hinten drauf auf dem Anhänger war ein Minibagger, wie ich ihn vorher noch nie gesehen hatte. Ein unglaublich dicker Mann stieg aus dem Fahrzeug, klappte hinten etwas herunter, dass sich als Rampe benutzen ließ, setzte sich in den Steuersitz des Minibaggers, über den seine dicken Beine seitlich hinausquollen. Dann fuhr der den Minibagger die Rampe hinab, steuerte den Minibagger zu der Kreuzung und begann, unglaublich geschickt mit dem Baggerarm hantierend, die Gehwegplatten rund um den ramponierten Verteilerkasten herauszuhebeln. Dann stieg er aus dem Bagger und sammelte die gelockerten Platten auf, um sie säuberlich an der Wand des angrenzenden Hauses aufzustapeln. Die Platten waren nicht riesig aber sicherlich knappe zwanzig Kilo schwer pro Stück. Der dicke Mann richtete sich zwei, drei mal auf, um ein Hohlkreuz zu machen. Vermutlich strengte ihn die Arbeit sehr an, aber bis auf das kurze Aufrichten gönnte er sich keine Pause.
Nachdem die Gehwegplatten ausreichend beseitigt waren, grub der Mann mit seinem Minibagger ein Loch seitlich von dem Verteilerkasten. Wahrscheinlich, so meine Vermutung, waren durch den Unfall die Kabel, die zu dem Verteilerkasten führten unten in der Erde beschädigt worden... Der Mann arbeitete ohne Unterlaß. Selbst auf die Entfernung konnte ich auf seiner Halbglatze den Schweiß glänzen sehen. Er arbeitete allein, niemand beaufsichtigte ihn. Er arbeitete sonntag morgens, er arbeitete schnell, umsichtig, gründlich, äußerst professionell. Nach knappen zwei Stunden war er fertig. Er bugsierte den Minibagger wieder auf die Ladefläche des Baufahrzeugs. Dann zog er ein großes Stoff-Taschentuch aus der Hosentasche und trocknete sich damit nicht nur die Stirn sondern den ganzen Kopf, die vom Schweiß klatschnassen Haare. Er zog ein Handy und führte ein kurzes Gespräch.
Das Licht in meinem Badezimmer ging wieder an. In dem Moment liebte ich diesen dicken Mann. Er hatte hier an einem Sonntagmorgen malocht wie ein Kutschpferd, damit die Anwohner noch rechtzeitig zum Stonntagsfrühstück wieder Strom haben konnten. Das machte mich glücklich, dieser mir fremde Arbeiter machte mich glücklich - und ein klein wenig traurig, denn ich war die fremde Leute diagnostizierenden Kommentare eines befreundeten Arztes inzwischen schon so gewöhnt, dass sie schon zu einer eigenen Angewohnheit geworden waren. Vermutlich würde dieser tüchtige Arbeiter in fünfzehn bis zwanzig Jahren an einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, an Diabetes oder einer anderen Stoffwechselkrankheit versterben und nicht mehr viel von seiner Rente, die er sich auf so ehrliche Weise verdiente, genießen können. Er machte mich glücklich und traurig, der dicke Minnibaggerfahrer. Ein liebenswerter Mensch.

Die Clique
Ich saß in einem Überland-Bus, der vom Zentrum einer norddeutschen Großstadt aus die Leute in ihre Dörfer beförderte. Auf meine Reiselektüre konnte ich mich schlecht konzentrieren, denn schräg mir gegenüber hatten sich auf die vier Sitzplätze einer Zweierbank-Gruppe insgesamt sechs Jugendliche, drei Jungs und drei Mädels, gezwängt, die laut miteinander redeten und scherzten. Ich beobachtete sie aus dem Augenwinkel heraus, versuchte, ihre jeweiligen Verhältnisse zueinander zu bestimmen, wer war da offener, wer heimlicher Anführer, wer war der Clown, wer der stille Immer-dabei-Typ? Welches Mädchen war in welchen Jungen verschossen - oder andersrum? Am Fenster saß der am besten aussehende Junge, Typ Prinz Charming, er redete weniger als seine beiden Kumpels, aber wenn er was sagte, hingen die Mädchen an seinen Lippen. Alles klar... 😀
Zwei weitere Mädchen stiegen ein. Sie schienen zu der Clique zu gehören und wurden mit lautem Hallo begrüßt. Eine der beiden war eine ausgemachte Schönheit, Typ Influencerin mit zwei Millionen Followern auf YT. Die andere war ein ausgesprochen häßliches Mädchen. Dicklich mit fleischig-groben Gesichtszügen, strähnigen straßenköterbraunen Haaren und einer offenkundigen Tendenz, sich möglichst unvorteilhaft zu kleiden.
Die Begrüßung fiel ausführlichst aus: jedes der beiden Mädchen wurden von den Sechs schon vorher Anwesenden umarmt und tüchtig gedrückt. Diejenigen, die am Fenster gesessen hatten, mußten dazu erstmal aufstehen und auf den Gang heraustreten. Prince Charming huggte das häßliche Mädchen besonders doll und versicherte, wie sehr er sich freue, sie mal wieder zu sehen. Nach der Begrüßungszeremonie stellte sich die Frage, wer denn nun stehen müsse, denn auf den vier Sitzplätzen hatten vielleicht sechs, aber nicht acht Leute nebeneinander Platz. Die Lösung bestand darin, dass zwei der Jungs, Prinz Charming und der Cliquenclown, aussen am Gang zu sitzen kamen und jeweils eins der Mädels auf den Schoß nahmen. Und so saß das häßliche Mädchen auf dem Schoß von Prinz Charming und irgendwie... Wurde sie immer weniger häßlich. Sofort war sie, wie auch ihre schöne Begleiterin, voll mit einbezogen in das Labern, Lästern, Flirten und Giggeln, kurz: das Gruppenglück der Clique, und dieses Glück ließ sie, wie ihre Freunde, strahlen. Eben noch hatte ich sie halb verachtet, halb bemitleidet, wie sie so scheinbar bloß als Kontrast zur nochmaligen Hervorhebung der Attraktivität ihrer Freundin zu dienen schien. Nun aber ertappte ich mich dabei, wie ich sie zu beneiden begann, am liebsten mit ihr getauscht hätte. Diese acht Jugendlichen, die da, einem an einem Ast als Traube hängenden Bienenvolk nicht unähnlich, mir schräg gegenüber saßen: das waren liebenswerte, wertvolle Menschens, wie eine Duftwolke wehte etwas von ihrem Glück zu mir herüber.

Die Verkäuferin

Es war einer von diesen Novembertagen... Es war kalt, es nieselte, der Himmel eine Mischung aus Grau und Grauer. Den Vormittag hatte ich in meinem Atelier damit verbracht, ein schon halbwegs fertiges Bild kaputtzumalen und eine zweite Leinwand mit einer grottenschlechten Schrott-Skizze zu verschandeln. Dann war mir, weil ich in meiner Wut dazu tendiere, grob mit meinen Materialien umzugehen, der Pinselwasch-Behälter mit dem schmutzigen Terpentinersatz umgekippt und hatte seinen Inhalt über die Mischfläche meines Palettenwagens, sowie über den Fußboden verteilt. Große Sauerei, der Gestank des Lösungsmittels, von dem sich eine gute Portion auch auf meine Klamotten begeben hatte, war umso ätzender, als ich aus Erfahrung wußte, dass der Kopfschmerz, den es verursachte, mich erst zeitverzögert am nächsten Tag so richtig beglücken würde.
Ich hatte also erstmal allen Kram hingeschmissen verfügte mich zu der Bäckerei, in der ich regelmäßig mir einen Latte Machiato und ein paar Rosinenbrötchen zur Kaffeepause hole.
Auf dem Weg dahin - ich hatte keinen Schirm dabei - wurde ich schön vom Novembernieselregen durchweicht. Vor mir waren drei andere Kunden dran. Als ich endlich an der Reihe war, merkte ich, dass ich vergessen hatte, meinen Kaffeebecher mitzubringen. Da ich den Coffe-to-Go-Pappbechermüll zu hassen gelernt habe, weil der hier auf dem Lande die Straßenränder verschandelt, würde es also mit dem LM diesmal nix werden. Die Verkäuferin - eine andere als die, die sonst hier bediente, meinte, sie könne mir ja hier, am Stehcafé-Tisch, einen Becher servieren. Ich blaffte sie an, dass ich dazu keine Zeit hätte, weil die Arbeit dränge und manche Leute sich halt nicht soviel Zeit beim Arbeiten nehmen könnten wie andere. (So, als hätte sie die Kunden vor mir extra langsam bedient, damit ich länger warten müsse.) Rosinenbrötchen waren aus, also ließ ich mir ein Käserötchen belegen. Weil ich keinen Bock auf die schon fertig belegten Brötchen hatte, verlangte ich, dass mir eins der Kürbiskernbrötchen belegt würde. Was der Verkäuferin zusätzliche Arbeit bereitete. Geschah ihr ganz recht, dieser Trulla! Dann griff ich mir eine Pfandflasche mit Apfelschorle aus dem Kühlschrank und ärgerte mich innerlich darüber, dass ich für die hier fast einen Euro mehr berappen müsse, als wenn ich sie im Supermarkt gekauft hätte. Ich legte einen Schein auf die Theke, trippelte ungeduldig, bis mir das Wechselgeld ausgehändigt wurde, stopfte mir die Tüte mit dem Brötchen unter die Jacke, damit es nicht bei dem Scheißwetter auch noch durchnäßt werde, klemmte mir die Flasche unter den Arm und verließ grußlos die Bäckerei. Der Regen hatte zugenommen, ausserdem blies ihn mir der Wind jetzt auf dem Weg zurück auch noch in's Gesicht. Ich hasste die Welt. Jemand hinter mir rief etwas, ich drehte mich nicht um. Nochmal ein Rufen. Dann Ruhe. Kurz, bevor ich bei meinem Atelier angelangt war, zupfte mich jemand am Ärmel. Ungehalten drehte ich mich um. Es war die Bäckereiverkäuferin. Sie war mir durch den Regen hinterhergerannt, weil ich, als ich das Wechselgeld einsteckte, das sie mir auf meinen Zwanzig-Euro-Schein hingelegt hatte, den Zehn-Euro-Schein auf den Fußboden gewischt hatte, wo ihn der Kunde hinter mir aufgelesen hatte. Da stand diese junge Frau vor mir, mit pitschnassen Haaren, in ihrer nicht allso warmen Arbeitskleidung mit der gestreiften Schürze, und hielt mir das Geld hin. Ich wußte nicht, was ich sagen sollte, eine Mischung aus Scham und Überraschung ließ mich nur ein "Vielen Dank!" herausnuscheln. Dann wollte ich zu einer ausführlicheren Entschuldigung ansetzen, aber sie meinte nur: "Schon gut, ich muß zurück in den Laden!" - und weg war sie. Während ich zurück in mein Atelier schlurfte, wurde aus dem Gefühl der Scham langsam ein Gefühl der Begeisterung darüber, dass es solche Menschen wie sie gibt. Die Sauerei im Atelier mußte weggewischt werden, aber das war nicht mehr so schlimm, denn irgendwie war ich gerade glücklich.
Am nächsten Tag fragte ich nach ihr und erfuhr, dass sie nur als Aushilfe für eine erkrankte Mitarbeiterin eingesprungen war. Ich hab sie seither nie wieder gesehen, diese gute, liebenswerte Frau.

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Anonymous
 Anonymous
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Was hast Du bloß gegen Maden?

Ich gebe zu, ich habe "da" nicht alles gelesen, zumal es da starke Missverständnisse gab die versucht wurden vom Schreiber aufzuklären vor seiner Abmeldung.

Doch hier ein Link, zur Unterschiedlichkeit, Anspruchslosigkeit, Anpassungsfähigkeit, teilweise gerne in großen Gruppen lebende und sogar Heilung fördernde Made für ihr besseres Ansehen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Made

Die Made kommt auf dieser Seite jedenfalls besser weg als der Schreiber dieses Begriffs der Bibelworte aufgriff wo Menschen mit Maden verglichen werden, und auch besser als das, was Menschen hier so allgemein damit assoziieren zu scheinen.

Jeder kann Gutes tun.
Renate Kaufmann sagte mal in einem ihrer Bücher, und dem schließe ich mich an, dass es nur bei "Nichtchristen" ist wie - ja, wie sagte sie das nun noch? - wie Raub oder das Angeben eigener Tugenden, die aber "geklaut sind". oder so.
Jedenfalls ging es darum, dass alles Gute in der Welt von Gott kommt.
Anders gesagt, dass alles Gute was ein Mensch tun kann, von Gott erfunden und geschenkt wurde.

Unnd ich sage mal, darum gibt es in der Hölle auch nichts Gutes mehr. Alles Gute ist dann im Himmel bei Gott, und in der Hölle das Böse.
Die große Trennung des Beiden.
Die wird dann an den Tag bringen, dass das Gute hier "geliehen" war von Gott und zu IHM zurück geht.
Mit uns, die wir an den Herrn Jesus glauben und uns von IHM von unseren Sünden reinwaschen und daher retten ließen.
Ohne alles Böse.
Und ich fürchte auch ohne die, die dieses Böse taten und es selber noch mitschleppen statt es durch Jesus wegnehmen zu lassen.

Das Gute, was sie taten.
Keine Ahnung, ob das dann Belang hat.
Schon das "es wird ihnen erträglicher gehen am Tag des Gerichts" aus Jesu Munde habe ich nie verstanden.
Es ist letztlich Gottes Sache.

Nur wie gesagt, das Gute hier auf Erden, zu dem die Menschen fähig sind, ist von Gott.

Daran ändert kein Humanismus, Teufel oder irgendeine Anschauungsweise etwas.
Vielleicht siehst Du die Menschen in Deinen Berichten als gut, weil sie Dir Gotte Güte vor Augen gemalt haben.

Und noch was:
ich lebe gerne "wie die Made im Speck" 😈

Liebe Grüße
Karibu
Und ich muss gerade andauernd an Heinz Erhardt denken
"da verschlang er die Made
ohne Gnade
schade".

Anonymous antworten
17 Antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 898

Das Gute kommt von Gott.
Das Gute kommt von Gott allein. Wenn dem so ist - gut so. Gut für den Menschen, die Erde und alles, was auf ihr lebt. Was bleibt, ist das Gute - gut so. Gut für den Menschen. Gott liebt sie alle. Gut für die Erde und alles, was bereits zerstört wurde und weiterhin passieren wird. Es wird eine neue geben. Gut für alles, was auf der Erde lebt(e), alles hatte seine Zeit.

Liebe Karibu20,

mich folgt aus deiner Aussage eindeutig, dass die "große Scheidung" ganz anders aussehen wird, als wir es gängigerweise sehen. Wenn Gott das Gute im Menschen erzeugt, wenn Gott Glaube schenkt und wenn laut deiner Aussage ALLES (Gute) in Gott ist und das Böse vernichtet wird, dann bestätigt das meinen Glauben und meine Hoffnung für alle, denen hier auf Erden Gott fern ist. Er wird sich ALLER annehmen, die vom Bösen lassen können und sie durch die enge Pforte (auf welchem Weg sie zuvor auch immer unterwegs waren) mithineinnehmen ins ewige Leben.

Liebe Grüße von Seidenlaubenvogel

seidenlaubenvogel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

Trennung von Gut und Böse

Veröffentlicht von: @karibu20

Unnd ich sage mal, darum gibt es in der Hölle auch nichts Gutes mehr. Alles Gute ist dann im Himmel bei Gott, und in der Hölle das Böse.
Die große Trennung des Beiden.

Eine solche Trennung ist nicht möglich. Es gibt Gutes im Bösen und Böses im Guten. Oft tun wir böse Dinge in bester Absicht, und manchmal geschieht aus bösen Dingen auch Gutes. Das kann man nicht immer eindeutig trennen.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Natürlich ist diese Trennung möglich.

Es wird im Himmel NICHTS Böses mehr geben, das sagt mir die Bibel auch eindeutig.

Hier auf Erden ist es nicht trennbar, das ist etwas Anderes.
Und der Urheber alles Guten ist wie gesagt Gott.
Alles menschlich Gute ist letztlich Gottes Erfindung, Helfen Teilen usw.

Und von mir wird alles Böse fort sein in alle Ewigkeit, dafür ist Jesus gestorben.
Was denkst Du denn, was meinen "christlichen" Glauben an Jesus sonst ausmacht?
Böses im Himmel? Never.
Kein Leid, kein Geschrei, kein Tod, keine Schmerzen, keine Traurigkeit, NICHTS wird es mehr im ewigen Reich davon geben, weil es nichts Böses dass es verursachen könnte mehr gibt dann.

Das Böse verbrennt, auch das sagt die Bibel eindeutig.
Entweder bei der Rettung "wie durch das Feuer hindurch", oder halt ewig.

Liebe Grüße
Karibu
Ich muss immer einen Buchtitel denken "Die große Scheidung", aber ich habe nur eine vage Erinnerung daran, ist so lange her - war es nicht C.S. Lewis?

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595
Veröffentlicht von: @karibu20

Es wird im Himmel NICHTS Böses mehr geben, das sagt mir die Bibel auch eindeutig.

Das ist für mich eine weitere religöse Phrase ohne konkreten Inhalt.

Und zwar deshalb, weil es nicht möglich ist hier eine genaue Unterscheidung zu treffen oder genau zu sagen, was dieses "Gute" oder "Böse" denn nun konkret bedeutet.

Heisst das, im Himmel kann ich dir nicht auf die Füsse treten? Keine Beleidigung aussprechen? Nichts Böses denken? Auch nicht aus Versehen?

Demnach gibt es also im Himmel keine Freiheit mehr. Allerdings ist Freiheit doch etwas Gutes? Das gibt es dann aber trotzdem nicht mehr?

Ich weiss ja nicht, was genau du dir hier konkret vorstellst. Für mich klingt das nach einer Phrase, bei der es nur darum geht, ein gutes Gefühl zu vermitteln.
"Folge uns nach und alles wird gut!"
"Was meinst du mit gut? Was wird gut? Was passiert dann?"
"Frag' nicht soviel! Folge uns einfach nach!"

Nein, tut mir leid. Damit kann ich nichts anfangen.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Natürlich ist das ohne Jesus Christus eine religiöse Phrase.

Jesus ist, der sie mit Leben füllt und mit Verstehen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Heisst das, im Himmel kann ich dir nicht auf die Füsse treten? Keine Beleidigung aussprechen? Nichts Böses denken? Auch nicht aus Versehen?

Genau das heißt es.
Entweder kannst Du mir (wenn Du dabei bist, hope so) nicht auf die Füße treten, oder es tut nicht weh.
Aber weder beleidigen im Sinne von beleidigen noch Böses denken im Sinne von Böses denken kann jemand dort, auch nicht aus Versehen.

Böse Gedanken, cool.
So habe ich es noch nie überlegt.
Also so "ääh, der ist ja doch hier, baah den konnte ich eigentlich nicht mehr sehen"? nöö, wir lieben dann alle.
Und freuen uns.
Diese Freude wird vermutlich gönnerhaft sein, aber "gönnerhaft" klingt hier so irdisch ungut, negativ behaftet.

Wenn Du mir also auf die Füße treten möchtest, solltest Du das noch hier tun 😀
Und alle mit Störungen irgend einer (verbalen) Art:
Tobt Euch hier noch einmal so richtig aus, dort gibt es das nicht mehr!
finde ich prima ...

"Alles wird gut"?
Wie hättest Du es denn gerne im Sinne von gut?
Also, hast Du das "Gefühl", eingeengt zu werden und Dich dort noch austoben können zu müssen? (na, toller Satz!).

Sünde vergeben, alles gut.
Für mich ist das keine Phrase, sondern Erholung pur.

Beruhigung, Sicherheit, Freude, super Leben, Juchhuu ohne Ende.

DAS fürchtest Du?

Und wieso "uns" nachfolgen ? Wer ist "uns"?
Jesus heißt ER ?
Liebe Grüße
Karibu

Nachtrag vom 12.01.2020 1644
ich finde, das "alles wird gut" ist schon in der Bibel sehr konkret beschrieben, wie aber tw. ja auch aufgezählt.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595
Veröffentlicht von: @karibu20

Natürlich ist das ohne Jesus Christus eine religiöse Phrase.

Auch Jesus wird hier gerne als "Phrase" benutzt... so sehr ich viele seiner Worte auch schätze, immerhin. Aber "Jesus" wird halt auch immer wieder als eine Füllstoff verwendet, wenn man nicht mehr weiter weiss.

"Was ist gut?" Na klar, "Jesus!".
Was ist Sinn? "Jesus", logisch.
Wohin soll ich gehen? "Jesus" was sonst?
"Was ist Wahrheit?" "Jesus!",
"Was ist gut?" "Jesus!"
"Was ist richtig?" "Jesus!"... hm... ja... was?

Und was heisst das nun?

Veröffentlicht von: @karibu20

Entweder kannst Du mir (wenn Du dabei bist, hope so) nicht auf die Füße treten, oder es tut nicht weh.
Aber weder beleidigen im Sinne von beleidigen noch Böses denken im Sinne von Böses denken kann jemand dort, auch nicht aus Versehen.

Wie gesagt: Dann gibt es im Himmel auch keine Freiheit und keine Persönlichkeit.

Ich gebe dir mal ein Beispiel dafür: Dich selbst. Du meinst ja selber, dass du hier im Forum immer wieder hier aneckst, dass du schnell Schwierigkeiten bekommst, vieles zu emotional nimmst.
Schnell kommen da Widerworte und Missverständnisse, und das verunsichert dich teilweise. Du willst es in Zukunft vermeiden, bist selbstkritisch, manchmal schaffst du es, manchmal nicht.

Nun magst du hier gelegentlich tatsächlich anecken und manchmal mögen sich manche Leute tatsächlich über dich ärgern... aber das ist menschlich.

Vor allem macht es dich aber zu der, die du bist. Mag sein, dass das manchmal unvollkommen ist (wie bei allen übrigen Menschen auch), es macht dich aber auch authentisch.
Du bist nun einmal emotional, du reagierst ehrlich, du beschäftigst dich mit vielen Dingen, fühlst dich oft angesprochen... das ist ein Teil von dir, der dich ausmacht (Nicht alles, klar, ich kenne dich ja nicht... aber eben ein Teil).
Und wenn man das liest, dann weiss man: "Das ist Karibu!". Und das ist auch in Ordnung so.

Wenn aber im Himmel alles "gut" und alles "perfekt" ist... dann gibt es auch diese Unterscheidung nicht mehr. Denn Missverständnisse sind "böse". Wenn sich jemand angegriffen fühlt ist das "böse". Wenn jemand zu emotional reagiert ist das "böse".

Gäbe es also im Himmel ein Forum wie dieses, gäbe es nur noch die User "Heiliger Hans 1- 12345" und "Heilige Hilde 1-12368". Und "Heilige Hilde 12" würde immer genau so gut und wohltemperiert schreiben wie "Heilige Hilde 10340" oder "Heilige Hilde 999".
Und alle wären sich immer einig, weil alle die gleichen, 100% "guten" Gedanken haben.

Du magst es drehen und wenden wie du magst... aber unsere Fehler sind nun mal ein wichtiger Teil unserer Personlichkeit. Ohne Fehler keine Persönlichkeit. Und damit pure Langeweile.

Ich kann mir diesen Himmel, der dir da vorschwebt, also beim besten Willen nicht als "gut" vorstellen. Ganz im Gegenteil erscheint mir die Vorstellung einer perfekten Welt als absolut schrecklich... keine Freiheit mehr, keine Persönlichkeit mehr, nur noch "Gutes"...?

Für mich eine absurde Vorstellung...

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

danke, da bin ich dann raus'.

Jesus ist mir nun mal mein Ein und Alles.
Du verletzt mich daher sehr, wie Du nun von dem Namen Jesus redest.

Jesus, in Deinem Namen liegt die Kraft,
Jesus, der die Blinden sehen macht.
Jesus, Herr der Herrlichkeit.

https://www.youtube.com/watch?v=TQzM7zxOQ2M

Und wenn Du im Himmel die Freiheit haben möchtest, jemandem auf die Füße treten zu können, dann bin ich nur umso froher, dass mir im Hinmel niemand mehr schmerzhaft auf die Füße treten kann.

Hier kann ich es nun beenden, das "mir auf die Füße treten", und das tue ich auch.

Karibu

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595

Es tut mir leid, dass du mich anscheinend missverstanden hast.

Es geht mir nicht darum, in Zweifel zu stellen, was Jesus für dich bedeutet... sondern dass eine Antwort, die einfach nur "Jesus" lautet, in vielen Fällen eben einfach nicht ausreicht.

Auch wenn etwa "Gott" für mich persönlich furchtbar viel bedeuten würde... es wäre dennoch sinnlos, wenn ich jede Frage, die mir gestellt würde, mit "Gott" beantworte.
Dann würden die Leute auch irgendwann bemerken, dass das irgendwie inhaltslos und leer ist... auch wenn es das für mich nicht wäre.

Veröffentlicht von: @karibu20

Und wenn Du im Himmel die Freiheit haben möchtest, jemandem auf die Füße treten zu können, dann bin ich nur umso froher, dass mir im Hinmel niemand mehr schmerzhaft auf die Füße treten kann.

Was ich meine ist, dass es keine Unterscheidung mehr zwischen den Menschen mehr gibt, wenn alle nur noch "perfekt gut" sind. Dann sind alle Menschen Jesus gleich, ohne Unterschied, ohne Meinungsverschiedenheit, ohne Fehl und Tadel.

Aber dann sind wir halt auch keine Menschen mehr. Dann sind wir nicht mehr wir selbst... sondern nur noch ein Abbild eines Ideals. Ohne Persönlichkeit, ohne Individualität. Ohne Leidenschaft... und letztlich ohne Gefühl.

Aber gut, ich denke das führt zu nichts.

lucan-7 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich kann mir diesen Himmel, der dir da vorschwebt, also beim besten Willen nicht als "gut" vorstellen. Ganz im Gegenteil erscheint mir die Vorstellung einer perfekten Welt als absolut schrecklich... keine Freiheit mehr, keine Persönlichkeit mehr, nur noch "Gutes"...?

Lieber Lucan

im Grunde haben wir überhaupt weder die Vorstellung noch die präzise Anweisung, wie es einmal für uns in der Ewigkeit sein wird.

Nur die unbestimmte Aussage der Bibel, dass es unvorstellbar schön sein wird.

Gut vorstellen kann ich mir, dass die Ewigkeit nicht in unser dreidimensionales Denken hinein passt.

Deswegen....lass dich bitte nicht schocken 😉

Liebe Grüße
Inge

irrwisch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595
Veröffentlicht von: @irrwisch

im Grunde haben wir überhaupt weder die Vorstellung noch die präzise Anweisung, wie es einmal für uns in der Ewigkeit sein wird.

Nur die unbestimmte Aussage der Bibel, dass es unvorstellbar schön sein wird.

Gut vorstellen kann ich mir, dass die Ewigkeit nicht in unser dreidimensionales Denken hinein passt.

Dann ist aber auch die Aussage, ob es tatsächlich "schön" ist in diesem Sinne gar nicht möglich.

Veröffentlicht von: @irrwisch

Deswegen....lass dich bitte nicht schocken

Schockiert bin ich nicht... ich wundere mich nur...

lucan-7 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339
Veröffentlicht von: @lucan-7

Dann ist aber auch die Aussage, ob es tatsächlich "schön" ist in diesem Sinne gar nicht möglich.

Ja, du hast recht, auch dieses Wort fasst die Ewigkeit nicht rrichtig.

Fällt dir ein besseres ein?

irrwisch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15595
Veröffentlicht von: @irrwisch

Ja, du hast recht, auch dieses Wort fasst die Ewigkeit nicht rrichtig.

Fällt dir ein besseres ein?

Es kommt wie's kommt... warum muss ich jetzt schon alles wissen? 😉

Davon abgesehen bin ich noch nicht mal sicher, ob die Ewigkeit tatsächlich existiert... aber das ist ein anderes Thema.

lucan-7 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 898

Gewissheit haben, ohne zu wissen.
Das zeichnet christlichen Glauben aus.

Unglaubwürdig machen wir uns immer dann,
wenn wir darauf beharren, Recht zu haben.

Das ewige Leben. Nicht fassbar.
Wir sehen es dennoch bereits jetzt.
In Ansätzen. Individuell. Im Glauben.
Teilen können wir Worte. Und Leben.

Christus ist der Weg. Er führt zum ewigen Leben.
Wie wunderbar, wenn das in diesem Leben sichtbar ist.

Andere Wege gehen wir alle. Wie gut, wenn wir uns wieder in Christus finden.
Wer findet sich wann in Christus? Wir wissen es nicht. Wir werden es sehen.

Glaube ist das, was sich erweisen wird. Was Christen auszeichnet - Glaube, Liebe, Hoffnung.
Lassen wir uns daran messen. Sein Reich ist dann jetzt schon da und lässt das Ewige erahnen.

seidenlaubenvogel antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Unglaubwürdig machen wir uns immer dann,
wenn wir darauf beharren, Recht zu haben.

Ein sehr allgemeiner Satz.

Und Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Da beharre ich drauf, und darauf Recht zu haben 😌😊😇

Ich habe Gewissheit, weil ich weiß.
Ich glaube nicht, ich weiß, sonst könnte ich nicht glauben.

Mir hat ER sich bereits erwiesen und daher bewiesen.
Christen zeichnet das Wissen um Jesus und ihre Erlösung aus.
Kein Schwimmen in der Ungewissheit dieses Lebens und des Morgens.

"Ich weiß, dass mein Erlöser lebt" (Hiob).
"Es ist aber desto reicher gewesen die Gnade unseres HERRN samt dem Glauben und der Liebe, die in Christo Jesu ist. 15 Das ist gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen,"
1. Timotheus 1, 14 + 15

Gewisslich, steht da, das ist "beharren darauf, Recht zu haben"?
Wenn das jemandem unglaubwürdig erscheint, ist es dann die "Schuld" des Glaubenden?

Ich finde einen Glauben viel unglaubwürdiger, der nur sagt "ja, könnte sein, dass Jesus lebt und für unsere Sünden starb und ja, könnte sein dass wir mal auferstehen werden und es ein ewiges Leben dann gibt in Herrlichkeit, ich hoffe es - aber ich könnte mich ja auch irren"

Der Glaube ist kein Zappeln und Zagen, sondern eine -
Gewissheit!

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
an.ja
 an.ja
(@an-ja)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1756

Hallo karibu

Veröffentlicht von: @karibu20

Renate Kaufmann sagte mal in einem ihrer Bücher, und dem schließe ich mich an, dass es nur bei "Nichtchristen" ist wie - ja, wie sagte sie das nun noch? - wie Raub oder das Angeben eigener Tugenden, die aber "geklaut sind". oder so.
Jedenfalls ging es darum, dass alles Gute in der Welt von Gott kommt.

Gibt es dazu eine fundierte biblische Begründung? Von Renate Kaufmann? Wie heißt das Buch?

Ich finde diese Ansicht sehr interessant und sie gefällt mir.

Gruß Andy

an-ja antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Die Bücher sind sehr alt, ich weiß gerade nicht wo sie sind, denn im Bücherschrank stehen sie nicht.
Vielleicht bei meiner Tochter.
Es gibt sie wohl so nicht mehr, im Internet finde ich sie nicht.
"Mit dem Rucksack durch Europa", Biografie aber sehr interessant geschrieben aus ihrer Sicht.

Und es war ein Gespräch mit jemandem, der zu ihr meinte, er sei auch so gut - ohne Gott.

Bibelstellen standen da meiner Erinnerung nach keine, aber ich habe eine aus Jakobus, wo er sagt (1,16-17):
"Irret euch nicht, meine geliebten Brüder!
17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten. (Jakobus ,16- 17 nach der Elberfelder)"

Liebe Grüße
Karibu

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an.ja
 an.ja
(@an-ja)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1756

Danke für die Info.

Die Jakobusstelle könnte einen Hinweis geben. Das muss ich noch genauer untersuchen. In jedem Falle wäre das schon eine wichtige Klarstellung, dass das gute Handeln des Menschen, von Gott kommt.

Gruß Andy

an-ja antworten


Vollbracht
Beiträge : 291

Ist der Mensch von Grund auf böse? - vs. Humanismus

Veröffentlicht von: @blackjack

In einem anderen Thread regte ich mich kürzlich darüber auf, wie der Humanismus als vom Teufel inspiriert oder Menschen als Maden bezeichnet werden.
Das war mir Anlaß, darüber nachzusinnen, warum ich die Menschen nicht als böse, schlecht oder wertlos verstehen kann und warum mit die humanistischen Ideale etwas bedeuten.

Das hätte laut Titel ganz gut in einen gerade zuvor frisch eröffneten Thread gepasst:

Veröffentlicht von: @vollbracht

Diese Frage war in dem Thread aufgetaucht, in dem diskutiert werden sollte, warum Gott gut sei. [..]

Genau genommen schreibst Du aber darüber, wie Menschen gut handeln.

Veröffentlicht von: @blackjack

Ich fragte mich, in welchen Momenten sich mir "offenbarte", dass Menschen wundervolle, liebenswerte Wesen seien.

Schreib ruhig "sind". Menschen sind als Gottes geliebte Geschöpfe eigentlich stets wundervoll und liebenswert, wenngleich sich das uns nicht offenbart, wenn sie mal wieder böses getan, oder gutes gelassen haben.

vollbracht antworten
Ma-en
 Ma-en
Beiträge : 34

Ich mag deine Geschichten, vielen Dank für diese!
Hier noch eine aus meinem Umfeld:

Der Unternehmer
Ein Mann führt schon seit Jahren einen kleinen Fahrradladen. Das Geschäft läuft, aber er kann gerade so die Kosten decken und ein paar nötige Investitionen tätigen - viel Gewinn fällt nicht ab.
Dann aber zieht er in neue, größere Geschäftsräume um. Der Laden liegt nun nahe der Fußgängerzone und wird dadurch viel bekannter.
Am Ende des nächsten Jahres stellt der Mann erstaunt fest, dass zum ersten Mal ordentlich Gewinn in der Kasse ist. Aber was tun mit dem Geld?
Er bespricht sich mit seinen Gesellschaftern und dem Steuerberater.
Zur Weihnachtsfeier des Betriebs bedankt sich der Unternehmer bei seinem Team für die gute Arbeit, dann bekommen alle MitarbeiterInnen einen Präsentkorb und einen Umschlag mit ihrer Lohnabrechnung. Sie können die Zahlen kaum glauben: Alle haben eine ordentlichen Bonus auf dem Konto, der Gewinn wurde an die MitarbeiterInnen verteilt.

ma-en antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke - genau um solche Beispielschilderungen ging es mir! 😊

Anonymous antworten


speedysweety
Beiträge : 3236

Ich erlebe gerade, wie eine Gruppe von ein paar Menschen in Facebook gegründet wurde, die für die verletzten und verwaisten Tiere in Australien nähen, stricken etc. Ganz viele haben sich angeschlossen und es ist total berührend zu sehen, mit wie viel Liebe und Begeisterung die Leute dabei sind. Man kann richtig sehen, dass da viel Herz drin steckt. Es ist eine tolle Atmosphäre, so etwas habe ich noch in keiner Gruppe erlebt.
In der letzten Zeit hat mir das viele Schlimme, das in der Welt geschieht und zu was Menschen fähig sind, sehr zu schaffen gemacht. Und da tat es mir richtig gut, bewusst zu erleben, dass Menschen eben auch zu viel Gutem fähig sind und da richtig was bewirken können. Das berührt mich sehr. Es ist ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander.

speedysweety antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Tolles Beispiel aus dem "normalen Leben"!

Veröffentlicht von: @speedysweety

In der letzten Zeit hat mir das viele Schlimme, das in der Welt geschieht und zu was Menschen fähig sind, sehr zu schaffen gemacht. Und da tat es mir richtig gut, bewusst zu erleben, dass Menschen eben auch zu viel Gutem fähig sind und da richtig was bewirken können.

Ja genau! - Im Kontrast zu all den Besorgnissen, die auf einen zudringen, werden die positiven Erfahrungen noch leuchtender und erwärmender.

Anonymous antworten
Lombard3
Beiträge : 4292

Es ist egal ob Menschen gut oder schlecht sind / Maßstäbe

Veröffentlicht von: @blackjack

Das war mir Anlaß, darüber nachzusinnen, warum ich die Menschen nicht als böse, schlecht oder wertlos verstehen kann

Auch wenn ich darin übereinstimme, dass es manchmal bestimmt gerechtfertigt ist zu sagen: Das ist ein böser, krimineller, rücksichtloser, ausbeutender, manipulativer, Leid erzeugender, .... Mensch,

ist es aus meiner Sicht generell das Attribut gut oder schlecht nicht sinnvoll.

Menschen sind eine Spezies, die auf diesem Planeten überleben wollen.

Und das Individuum will sich "wohlfühlen", d.h. kein Leid empfinden, inneren Impulsen nachgehen können, aber auch das Großhirn verwenden, das ihm/ihr Wege aufzeigt, wie man neben dem bloßen "Wohlfühlen" über rationale Schlussfolgerungen und Entscheidungen in der Zukunft zu eine glücklichen Leben gelangen kann (auch wenn das nicht immer so verläuft).

Auch die Religion, dient - für mich - dem Zweck des Wohlfühlens: Eben einen Weg zu finden, die Ängste zu verarbeiten, die jedes Individiuum vor dem eigenen Ableben oder dem anderer Menschen hat. (Auch wenn dieser Weg nicht notwendigerweise auf dem Pfad der Realität verläuft).

Ich habe nichts dagegegen, zu sagen "das ist ein guter, lieber Mensch" oder "das ist ein richtig mieser Mensch",

aber eine prinzipielle, moralische Einteilung, dass ein Mensch gut oder schlecht ist, finde ich generell nicht hilfreich.

Menschen sind Wohltäter,
Verbrecher, Egoisten, Unterstützer, Sorgende Väter, Mütter, Süchtige, Vernachlässiger, ....

handeln falsch oder richtig,

aber - aus meiner Sicht - per se nicht gut oder schlecht.

Sie werden gut oder schlecht, aber wenn ein Maßstab herangezogen wird:

"Hitler war ein schlechter Mensch, da er viel Leid und Tod über die Menschheit gebracht hat."

Aber diese Maßstäbe machen wir.

lombard3 antworten
35 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

sich vergleichen an welchem Maßstab
...auf diesen Begriff komme ich aus deinem anregenden Post heraus.

An welchem Maßstab misst sich ein Mensch... vergleicht sich mit wem und an wem und woran orientiert er sich mit welcher inneren Haltung.

Je nach Wahl findet er sich immer schlechter als der andere und lebt in einem gedanklichen Abwertungssystem, in dem er versucht ist, andere abzuwerten, um etwas zu sein. Glücklich wird er dadurch nicht und transportiert das auch nach aussen.

Das steht auch seinem Wunsch und Ziel entgegen, das du treffend ansprichst:

Veröffentlicht von: @lombard3

Und das Individuum will sich "wohlfühlen", d.h. kein Leid empfinden, inneren Impulsen nachgehen können, aber auch das Großhirn verwenden, das ihm/ihr Wege aufzeigt, wie man neben dem bloßen "Wohlfühlen" über rationale Schlussfolgerungen und Entscheidungen in der Zukunft zu eine glücklichen Leben gelangen kann (auch wenn das nicht immer so verläuft).

Warum Glaube..... hier gibst du eine Antwort, die du sonst eher als Frage aufgeworfen hast... und bleibst bei Religion und Beruhigung von Ängsten.

Glaube hat mehr Inhalt: die Beziehung zu einem Gott, der einen bedingungslos liebt und dadurch nicht nur Ängste überwinden hilft, sondern die Kapazität zu lieben freisetzen will in allen drei Ebenen: Gott lieben und den Nächsten wie sich selbst.

Hier kann das Vergleichen mit dem Nächsten ein Ende finden und der Blick von allen Mängeln und Minderwertigkeitsdenken abgewendet werden hin zum Ziel, als Liebender zu leben.

deborah71 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @deborah71

An welchem Maßstab misst sich ein Mensch... vergleicht sich mit wem und an wem und woran orientiert er sich mit welcher inneren Haltung.

Ich kann hier nur einen Vorschlag machen:

Idealerweise findet man heraus, worauf sich Menschen (vielleicht sogar andere Lebewesen) einigen können.

Ich denke,
- Leben und
- Wohlbefinden
sind Zustände, die die meisten Menschen als erstrebenswert empfinden.

Was dann moralisch gut und richtig ist kann daran gemessen werden, ob es diesen Zielen dient.

Bsp.: Jemanden zu töten nimmt diesem das Leben.
Jemanden zu bestellen, macht in sauer (und ärmer).
...
Jemandem auf die Schulter zu klopfen, tut gut.

Hieraus Gesetze zu schaffen, die für eine Gesellschaft gültig sind, ist Aufgabe des Gesetzgebers. Hier wird diskutiert, abgewogen, abgestimmt.

lombard3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

Wie ich sehe, denkst du gerade horizontal.... also zwischen Mensch und Mensch..

Deine Vorstellungen bewegen sich also im Bereich der 10 Gebote, ab 2-8.

Die Ausarbeitung der 8 Gebote wird ja auch unbewusst gemacht... im förderlichen Bereich für das gedeihliche Zusammenleben.............. und im strafenden Bereich, wenn es nicht klappt.

Nur ein Gesetz gibt es noch nicht aus deinen Vorschlägen: der Befehl, ein ermutigender Liebender zu sein.

Es sei denn, man schaut in die Bibel und findet die Gebote des Liebens.

Gesetze ohne den Faktor Liebe können unendlich grausam und unbarmherzig sein.
An der Stelle finde ich die ersten beiden Gebote sehr sehr wichtig, die die vertikale Ebene miteinbeziehen, damit der Mensch über das normale Vorhandensein von Liebe hinaus lieben kann.

Kürzlich las ich etwas Erstaunliches... ich war davon ausgegangen, dass die Städte in der Offenbarung, an die die sieben Sendschreiben gerichtet sind, alle nur archäologisch interessante Ruinen seien..
Das stimmt aber nicht... Philadelphia (Bruderliebe) ist eine aktuelle belebte Stadt. Das finde ich nicht nur spannend, sondern auch richtungsweisend.
Alaşehir
https://de.wikipedia.org/wiki/Ala%C5%9Fehir

deborah71 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Nur die Aussage weniger Menschen, was Gottes Wort und Gott sei

Veröffentlicht von: @deborah71

Wie ich sehe, denkst du gerade horizontal.... also zwischen Mensch und Mensch..

Korrekt.

Denn über
- Leben ist besser als Nicht-Leben
- Wohlbefinden ist besser als zu leiden
kann man sich (prinzpiell!) innerhalb der Menschen als Zielsetzung einigen.

Über einen Gott nicht: Es gibt Vishnu, Allah, den Gott des AT, den Gott des NT (wobei der Anspruch ist, dass sie beide gleich sind), zahlreiche Unterformen innerhalb der Gottesvorstellungen, ...

Ich hätte kein Problem, wenn sich innerhalb der Menschheit überall der gleiche Gott eindeutig vorgestellt hätte.

Dies scheint überhaupt nicht der Fall zu sein.

Was bleibt ist:

Das, was Gott will und sein Wort ist, ist lediglich Menschenwort von wenigen Menschen, die behaupten, Gottes Wort zu kennen.

Nachtrag vom 13.01.2020 0222
PS: Den letzten Satz kann ich nicht beweisen, aber es spricht für mich nicht viel dafür, dass ausgerechnet der Gott des Christentums und des Judentums der Gott sein sollte.

Er hätte sich auch bei den Mayas, den Chinesen, anderen Ureinwohnern vor 5000 Jahren oder 6000 Jahren vorstellen können.

Das fand allem Anschein nach nicht statt.

lombard3 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3127

Punktlandung

Veröffentlicht von: @lombard3

Ich hätte kein Problem, wenn sich innerhalb der Menschheit überall der gleiche Gott eindeutig vorgestellt hätte.

Genau das meine ich auch. Würden alle Kulturen aller Zeiten ein im Wesentlichen gleiche Vorstellung von Gott haben, könnte man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es diesen auch tatsächlich gibt und er sich dann allen Menschen offenbart hat.

Dass aber Gott sich nur einen verschwindend kleinen Anteil der menschlichen Bevölkerung zu erkennen gegeben hat - und die dann ja auch noch nicht einmal mit einem Missionsbefehl ausgestattet hat - ist für mich eine völlig absurde Vorstellung.

Veröffentlicht von: @lombard3

Das, was Gott will und sein Wort ist, ist lediglich Menschenwort von wenigen Menschen, die behaupten, Gottes Wort zu kennen.

Ja.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208
Veröffentlicht von: @lombard3

Ich hätte kein Problem, wenn sich innerhalb der Menschheit überall der gleiche Gott eindeutig vorgestellt hätte.

Was überall gleich ist, ist die Vorstellung, dass es jemand Größeren als den Menschen geben muss. Das belegen für mich die verschiedenen Gottesvorstellungen....und auch die Leugnungsansätze, dass es Gott nicht geben könne, also die Flucht vor ihm.

Veröffentlicht von: @lombard3

Das, was Gott will und sein Wort ist, ist lediglich Menschenwort von wenigen Menschen, die behaupten, Gottes Wort zu kennen.

Steile Behauptung, die du nicht belegen kannst. 😉

Dein intensives Auftreten allerdings belegt auch wieder, dass es einen Gott geben muss, denn sonst würden sich nicht so viele so gebärden, als ob sie eine Art Gott wären und bestimmen könnten, was man zu glauben hätte. Dazu müssten sie absolutes Wissen über Gott haben.... hat aber keiner.

Daher kann hier nur Glaube gegen Glaube stehen bleiben und ausgehalten werden 😊

deborah71 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Beweisumkehr / außergewöhnliche Behauptungen

Veröffentlicht von: @deborah71

Lombard3zum Beitrag

Das, was Gott will und sein Wort ist, ist lediglich Menschenwort von wenigen Menschen, die behaupten, Gottes Wort zu kennen.

Steile Behauptung, die du nicht belegen kannst. 😉

Nein und ja.
Nein, denn es ist keine steile Behauptung, sondern unspektulärste Erklärung: Denn so gut wie alle Bücher wurden von Menschen geschrieben mit deren Gedanken (und Gehirnen und Fingern oder Druckmaschinen).

Hingegen ist die Behauptung, das dieses oder jenes Gottes Wort sei, eine außergewöhnliche Behauptung, die auch außergewöhnliche Belege erfordert.

lombard3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

😀

Veröffentlicht von: @lombard3

Nein und ja.
Nein, denn es ist keine steile Behauptung, sondern unspektulärste Erklärung: Denn so gut wie alle Bücher wurden von Menschen geschrieben mit deren Gedanken (und Gehirnen und Fingern oder Druckmaschinen).

Also eine Zusatzinfo, wie du etwas gemeint haben könntest im vorigen post. > unzulässige Erweiterung. 🤓

Damit ist der Ball immer noch bei dir 😊

deborah71 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Nein: Es ist keine steile Behauptung, sondern eine naheliegende Erklärung.

Ja: Ich kann es nicht belegen.

Nachtrag vom 13.01.2020 2000
PS: Ich hätte kein Problem, es die Aussage als Meinung zu deklassifizieren.

😉

lombard3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

Wenn du deine Behauptung auf die Ebene von Meinung bringst, dann ist unsere Diskussionswelt wohl wieder in Ordnung 😀

deborah71 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Gott oder was Gottes Wort ist, lässt sich eben nicht belegen oder nicht belegen.

Insofern kann ich in der Tat das nicht.

Wenn du mich nun fragst, ob ich es belegen kann, dann muss ich es verneinen.

Die naheliegendste Erklärung für die Bibel ist, dass sie von Menschen geschrieben ist.

Wenn du meinst, dass sie Gottes Wort ist, dann solltest du überzeugende Gründe vorlegen.

lombard3 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @lombard3

Wenn du meinst, dass sie Gottes Wort ist, dann solltest du überzeugende Gründe vorlegen.

Sorry, wenn ich mich hier mal einklinke, aber ich habe aufmerksam mitgelesen.
Sicher gibt es einige schlüssige Gründe, warum die Bibel Gottes Wort sein muss, aber ich denke, dass eine nähere Betrachtung den Rahmen dieses Threads sprengen würde. Mir fallen spontan folgende Punkte ein, wovon jeder einzelne wahrscheinlich einen eigenen Thread füllen könnte:
- der rote Faden, der sich durch die Bibel zieht trotz verschiedenster Autoren
- die bereits erfüllten Verheißungen der Bibel
- die Auswirkung der Bibel auf Menschen, die sich auf ihre Botschaft eingelassen haben
Aber ich glaube, dass das alles keine Überzeugung bringen kann, wenn der Heilige Geist nicht am Wirken ist, denn Er ist der eigentliche Beglaubiger der Schrift. Paulus schreibt ja auch sinngemäß, dass der natürliche Mensch in geistlichen Dingen gar nichts verstehen kann.

Deborah hat ja auch zu der Frage geschrieben:

"Daher kann hier nur Glaube gegen Glaube stehen bleiben und ausgehalten werden"

Dagegen steht bis jetzt noch Deine Behauptung, die Du m. E. noch nicht schlüssig belegt hast:

"Das, was Gott will und sein Wort ist, ist lediglich Menschenwort von wenigen Menschen, die behaupten, Gottes Wort zu kennen."

turmfalke1 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Dagegen steht bis jetzt noch Deine Behauptung, die Du m. E. noch nicht schlüssig belegt hast:

"Das, was Gott will und sein Wort ist, ist lediglich Menschenwort von wenigen Menschen, die behaupten, Gottes Wort zu kennen."

Ja, wie gesagt, belegen kann ich das nicht, aber es ist die trivialste Erklärung.

Denn: Bis jetzt jedes Buch wurde von Menschen geschrieben. (Außer der Koran, der ja von Allah Mohammed eingegeben wurde und noch ein paar andere Bücher).

Andere andere Möglichkeit besteht auch - ich sage nicht, dass ich unbedingt Recht haben muss und von daher war ggf. meine Formulierung unglücklich gewählt.

Warum glaubst du denn nicht an den Koran?
Wie sicher bist du dir, dass die Bibel Gottes Wort ist auf einer Skala von 0 bis 100%?

lombard3 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @lombard3

Warum glaubst du denn nicht an den Koran?
Wie sicher bist du dir, dass die Bibel Gottes Wort ist auf einer Skala von 0 bis 100%?

Da ich täglich mit Jesus, der Sich in der Bibel offenbart hat, unterwegs bin und mit Ihm lebe, bin ich zu 100% sicher, dass die Bibel Gottes Wort ist. Und aus ebendemselben Grund glaube ich nicht an den Koran. Denn es ist nicht möglich, dass Bibel und Koran Gottes Wort sind.

turmfalke1 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Denn es ist nicht möglich, dass Bibel und Koran Gottes Wort sind.

Ja, das sehe ich auch so, dass es sich ausschließen muss.

Wie konkret das Leben mit Jesus bei dir aussieht weiß ich nicht, aber das wäre sicherlich off topic.

lombard3 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3127

Gleiches - Unterschiede

Veröffentlicht von: @deborah71

Was überall gleich ist, ist die Vorstellung, dass es jemand Größeren als den Menschen geben muss.

Ja, in den grundlegenden Strukturdaten - so nenne ich sie mal - sind so ziemlich alle Religionen und Mythologin gleich. Sie gehen von einer "Welt" außerhalb unserer aus und halten die für ebenso bevölkert und "staatlich" organisiert wie unsere. Darin unterscheidet sich dann auch die christliche Religion in nichts von anderen.

Unterschiede sind erst im Detail festzustellen. Im christlichen Himmel gibt es nur einen Gott, im griechischen gleich ein ganzes Göttervolk.

queequeg antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @deborah71

Was überall gleich ist, ist die Vorstellung, dass es jemand Größeren als den Menschen geben muss.

Und was denkst du ist die naheliegendste Erklärung hierfür?

lombard3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

Von nix kommt nix... also ist da was bzw. wer 😊

deborah71 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @deborah71

Von nix kommt nix... also ist da was bzw. wer 😊

Auch wenn Kinder Angst vor Hexen oder Kobolden haben heißt das ja noch nicht, dass es diese gibt.

lombard3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

Das ist nur eine andere Form von Vermittlung der Ahnung, dass es etwas Unbekanntes gibt.

Die Agnostiker sind da besser aufgestellt als die Atheisten, denn sie erkennen an, dass sie es nicht wissen.

deborah71 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @deborah71

Die Agnostiker sind da besser aufgestellt als die Atheisten, denn sie erkennen an, dass sie es nicht wissen.

Wie definierst du Agnostiker und wie Atheist?

lombard3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

Lässt sich bei wiki nachlesen. 😊

deborah71 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

"Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos, deutsch ‚ohne Gott‘) bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an Gott bzw. Götter."

Da steht die Ablehnung des Glaubens, aber nicht dass sie wüssten, dass es keinen Gott gibt.

Vermutlich wie allen Ismen und Isten gibt es da aber solche und solche.

Nachtrag vom 15.01.2020 1233
Die begriffliche Spannbreite von Atheismus umfasst einerseits die „weiten“ Begriffsbedeutungen, die ein Dasein ohne Glauben an Gott, entsprechende Lebensweisen und diesbezügliche Begründungen einschließen (auch als „Nichttheismus“ begriffen), und andererseits „enge“ bzw. „starke“ Bedeutungen, die in Hinsicht auf Götterbehauptungen verneinend, gegebenenfalls kämpferisch oder mit Gegenbeweisen vertreten werden (auch als „Antitheismus“ bezeichnet)

lombard3 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

Du darfst ruhig etwas mehr Text zitieren von wiki 😊

Zum Atheismus im weiteren Sinne zählen einige auch den Agnostizismus (agnostischer Atheismus), nach dem die Existenz von Gott bzw. Göttern ungeklärt oder nicht klärbar ist. Im engeren Sinne bezeichnet er jedoch die Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt.

deborah71 antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @deborah71

Zum Atheismus im weiteren Sinne zählen einige auch den Agnostizismus (agnostischer Atheismus), nach dem die Existenz von Gott bzw. Göttern ungeklärt oder nicht klärbar ist. Im engeren Sinne bezeichnet er jedoch die Überzeugung, dass es Gottheiten nicht gibt.

Das ist richtig.

Nachtrag vom 15.01.2020 1630
PS: Welche Definition meintes du, wenn du Atheismus schreibst - Wikipedia hat ja eine weitere und eine engere Version?

Du hattest mich auf Wikipedia verwiesen und geklärt hat es sich dabei nicht.

lombard3 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3127

Heilung
"Der einzige wirkliche Einwand gegenüber der Konzeption TOLSTOIS von der Grenzenlosigkeit der Liebe als Inhalt der Religion Jesu liegt allein in dem, was gerade diese Geschichte von der Heilung des besessenen Knaben zu zeigen vermag: daß Menschen nicht «gut» oder «gütig» sein können, solange sie nicht von den zerreißenden Widersprüchen ihrer selbstzerstörerischen Selbstentfremdung geheilt sind."
E. Drewermann, Das Markus Evangelium, Zweiter Teil, Die Vertreibung des reißenden Dämons, Anmerkung 2

queequeg antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Lombard3,

In Deiner Sicht, die Du hier äußerst, zeigst Du Dich sehr an eine naturwissenschaftlich/fleischliche Sicht des Menschen gebunden.

Du siehst den Menschen als Affen-Subspecies, die ihren evolutionären Erfahrungen folgt und darin zu überleben sucht.

Veröffentlicht von: @lombard3

aber eine prinzipielle, moralische Einteilung, dass ein Mensch gut oder schlecht ist, finde ich generell nicht hilfreich.

Veröffentlicht von: @lombard3

Menschen sind Wohltäter,
Verbrecher, Egoisten, Unterstützer, Sorgende Väter, Mütter, Süchtige, Vernachlässiger, ....

Veröffentlicht von: @lombard3

handeln falsch oder richtig,

Veröffentlicht von: @lombard3

aber - aus meiner Sicht - per se nicht gut oder schlecht.

Es kann nach für den Affen in uns geltenden Gesetzen sinnvoll sein, sich mit Verbrechen an anderen Menschen zu bereichern, um so seine Nachkommen einen größeren Teil am Genpool der kommenden Generation zu sichern.
Ich kann den Menschen die materiellen Grundlagen rauben, ich kann sie an der Fortpflanzung hindern, ich kann sie töten, sie sterilisieren, ihre Beziehungen zerstören oder verhindern, dass sie welche aufbauen.
All das wären im Darwinschen Sinne der Survival of the fittest vorteilhafte Strategien.

Allein: wenn ich so die Grundlagen unseres Seins als Menscheheit gefährde, wird mir das alles nichts nützen.

Es wird nicht gelingen, so eine Gesellschaft der Exklusiven, der Darwinistisch erfolgreichen zu bauen, weil dann dann nur noch Gewalt herrschen würde, weil dies eine Gesellschaft wäre, die sich in wenigen Jahren selbst ausrotten würde - absehbar und so sicher wie der Tod, der irgendwann einmal jeden treffen wird.

Wir müssen dem fleischlichen Ich entkommen. Der Affe in uns mus überwunden werden, damit der Mensch überleben kann.

Wenn wir mal nicht allein auf die Entstehung des und Entwicklung des Lebens aus naturwissenschaftlicher Sicht schauen, sondern unseren Horizont weiten und bis zum vermuteten Urknall hinblicken, dann sehen wir auf ganz andere evolutionäre PRinzipien: nämlich die, dass entgegen des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik, nach dem die Unordnung und das Chaos immer mehr zunehmen würde, wir eine zunehmende Formierung von Ordnungen, von Strukturen, einem Gestaltwerden von immer Komplexeren beobachten können.

So etwas kann immer nur in ganz speziellen kosmischen Konstellationen erfolgen und wenn die erreicht sind, dann bilden sich diese neuen Strukturen.

Die Entstehung der Elemente, das Formen von Sternen und Planeten, die Entstehung des Lebens und schließlich die Entstehung von Menschen mit so etwas wie Bewußtsein und Geist waren Schritte in diesem Werden.

Wenn wir, wie Du das ja siehst, zurück wollen auf den Affen, das Tier, das seine Bewußtsein nicht als höhere Ordnung achtet, dann fallen wir zurück in der kosmischen Evolution und werden unserer Aufgabe nicht gerecht.

Wer immer noch meint, dass Betrügen, töten, fies sein, sich über andere Erheben und dergleichen mehr seinem irdischen Fortkommen dienlich sei, der hat den Schritt in die falsche Richtung getan. Er geht nicht voran in eine bessere Welt höherer Komplexität sondern zurück in eine Welt des Tierseins, der kulturfernen Dumpfheit ohne wirklches Ziel asl das, seine Gene in der nächsten Generation einen Vorteilhaften Plazt zu verschaffen. Manchmal ist es sogar mein Eindruck, dass das Ziel eher die Auslöschung des gesamten menschlichen Seins ist, um das erklimmen der nächsten Stufe kosmischer Evolution zu verhindern. Das ist dann natürlich ganz böse und verdorben - aber so sehen es die Menschen, die diesen Weg favorisisern nicht, weil Denken eh nicht mehr so ihr Ding ist - sie funktionieren wie ins bestialische mutierte Affen!

Die nächste Stufe der Komplexität im Universum, die ich für den Menschen vorbereiet sehe, ist die einer Einheit in Liebe, eine Ausrichtung, die die Entnwicklung und das Besserwerden des Anderen mit großem Wohlwollen und unterstützend betrachtet, wo einer dem anderen hilft, wo wir wissenschaftliche Erkenntnisse ohne Hintergedanken erarbeiten und offen austauschen und so die Welt, in der wir alle Leben, besser machen. Wo Konkurrenzdenken keinen Platz mehr hat und Kooperation aus einem geeinten Bewußtsein heraus übernimmt.

Veröffentlicht von: @lombard3

Aber diese Maßstäbe machen wir.

Ja, so siehst Du das aus eine Position des Überaffen. Aber nun weite doch mal Dein Bewußtsein und erklimm die nächster Stufe in der evolutionären Leiter: Wer macht dann diese Gesetze? Sind das dann noch wir oder ist es eine neue Einheit, die im Netz der Liebe geworden ist, ein Netz, dass ich geknüpft sehe von dem, der alles gemacht hat?

Einen schönen Sonntag Dir!
LG
Ecc

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Weil es für einenNachtrag zu lang ist, hier noch ein paar Hinweise auf, das, was ich mit dieser neune ksomischen Einheit meine, zu der wir Menschen fähig sind und die wir grade von Menschen, die meinen Dystrophien, die aus primitiven darwinistischen Konzepten gewachsen sind, geprägt vonmit Angst und Gewalt und Hass geprägten Herzen, formen zu müssen. Es sind das genau die Konzepte, die uns am Erklimmen der nächsten Stufe hindern und so im Primitiven verharren. Sie setzen die Kapaziäten der Menschen nicht frei, achten sie nicht, sondern ächten und zerstören sie.

Ich habe eben diesen wunderschönen Film gesehen, der ein wenig einen Eindruck gibt, wovon ich spreche:
https://www.ted.com/talks/louie_schwartzberg_nature_beauty_gratitude?language=de

Es erzählt dort ein Mann, der über Zeitraffer aufnahmen (die in Zeiten, da es keine Digitalen Kameras gab, eine aufwändige Geschichte waren) zu einem Naturerleben kam, der ihm die Augen für das Seins des Lebens, unserer Exsitenz und der Dankbarkeit dafür öffnete. Es kommt in dem Film ein Kind zu Wort, dass deutlich macht, wie uns der Konsum von Medien in eine schlechte Scheinwelt entführt und worin der Sinn des Lebens besteht - und dann noch eine länger Passage eines alten Mannes, der aus seiner Weisheit heraus den Geist beschreibt, der uns in eine große Achtung voreinander führt - und vor allem in eine Dankbarkeit dafür, die natürlich daraus erwächst.

Viele Grüße
Ecc

Anonymous antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Du siehst den Menschen als Affen-Subspecies

Nein, nur als Species.

Wie dir evtl. bekannt ist, sind die heutigen Menschenaffen vom Standpunkt der Evolution ebenso "neu" wie wir als Menschen.

Wir leben neben einander, wobei der Mensch die armen Affen wohl schon sehr stark dezimiert hat.

lombard3 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lombard3

Wie dir evtl. bekannt ist, sind die heutigen Menschenaffen vom Standpunkt der Evolution ebenso "neu" wie wir als Menschen.

... was nicht bedeutet, dass der Mensch aus der Perspektive kosmischer Evolution einen deutlich anderen Stellenwert hat als der Affe, der immer noch ein Tier ist ohne die geistigen Möglichkeiten des Menschen!

Anonymous antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Mir ging es eigentlich gar nicht um den Begriff Evolution oder Affe.

Ich hatte nur gemeint, dass wir eine "Spezie" sind und damit meinte ich, eine Gruppe von Individuen, die sich innerhalb dieser Gruppe fortpflanzen können.

lombard3 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lombard3

Ich hatte nur gemeint, dass wir eine "Spezie" sind und damit meinte ich, eine Gruppe von Individuen, die sich innerhalb dieser Gruppe fortpflanzen können.

Ja, das sind wir natürlich auch. Aber wenn wir unsere Sicht darauf beschänken, bleiben wir Affen mit besonderen Fähigkeiten und nicht die ORganismen, die dazu in der Lage wären, einen nächsten Schritt in der kosmischen Entwicklung zu tun: und das besteht nicht allein darin, sich selbst in ihrem kosmischen Kontext sehen zu können sondern als ganze Species kooperativ geistig hochorganisierte Inhalte zu schaffen, die dann zu Technologien führen könnten, die einen Einfluss auf das Universum haben könnten, die wir jetzt noch gar nicht erahnen (ich auch nicht). Ich sehe das als ein positive Entwicklung, die im Kontext mit der Entwicklung von höher organisierten Strukturen im Kontext eines Umfeldes, das eigentlich (zweiter Hauptsatz der Thermodynamik) dem Chaos entgegenstreben sollte.

Ich bin übrigens davon überzeugt, dass wir moderne Technik nicht dazu einsetzen sollten, Menschen zu unterdrücken und in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu hemmmen (das würde zwar organisierte Strukturen geben - allerdings solche, die einem Menschen nicht würdig sind), sondern dass wir jeden Menschen brauchen, damit er seinen Impact auf das System geben kann, dass er sich mit seinen einzigartigen Fähigkeiten und seiner ganz eigenen Sicht auf die Dinge am Werden einer hochkomplexen und geistig das Universum tief durchdringenden Kultur zu beteiligen.

Wenn es uns gelingt, technologisch heutige Aufgaben von Menschen weitestgehend durch Technik erledigen zu lassen, dann wird das Potential der Menschheit frei, forschend tätig zu werden, künstlerisch tätig zu werden, philosophisch produktiv zu werden. Und wenn das nicht länger in einem Umfeld von Koknurrenz sondern gegensietig aufbauenden Bemühungen geschehe, dann könnten wir da Dinge ereichen, die bislang noch nicht mal visionär vorstellbar sind - die aber die Menschheit vielleicht sogar braucht, um durch die Zeit zu kommen. Ich fände es sträflich eine andere als eine positive Vision zu verfolgen. Und so etwas brauchen wir grade in Zeiten der Krise und der Erkenntnis, dass die Menschheit an einem Scheideweg angekommen ist.

Viele Grüße
Ecc

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Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @lombard3

Auch die Religion, dient - für mich - dem Zweck des Wohlfühlens: Eben einen Weg zu finden, die Ängste zu verarbeiten, die jedes Individiuum vor dem eigenen Ableben oder dem anderer Menschen hat.

Das hast du gut auf den Punkt gebracht. Für mich sind die von dir genannten Aspekte - neben dem Wunsch, einen Umgang mit eigenem und fremdem Versagen und Schuldigwerden zu finden - wichtige Gründe für mein Festhalten am Glauben und meinen Verbleib in der Kirche.

Veröffentlicht von: @lombard3

(Auch wenn dieser Weg nicht notwendigerweise auf dem Pfad der Realität verläuft).

Das können wir beide - und auch sonst niemand - wissen. Jedenfalls nicht jetzt in diesem Leben und nicht hier auf dieser Welt.

suzanne62 antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 968

Hallo Lombard,

Veröffentlicht von: @lombard3

Menschen sind eine Spezies, die auf diesem Planeten überleben wollen.

Und das Individuum will sich "wohlfühlen", d.h. kein Leid empfinden, inneren Impulsen nachgehen können, aber auch das Großhirn verwenden, das ihm/ihr Wege aufzeigt, wie man neben dem bloßen "Wohlfühlen" über rationale Schlussfolgerungen und Entscheidungen in der Zukunft zu eine glücklichen Leben gelangen kann (auch wenn das nicht immer so verläuft).

Ja, das ist nichts verwerfliches. Nun ist es aber so, dass der Mensch ohne Gott, auf sich selbst angewiesen ist, diesen Zustand herzustellen. Und dabei muss er zwangsläufig egoistisch denken und handeln. Also muss er immer zuerst seinen Vorteil suchen und sich selbst mehr zugestehen als den anderen Menschen. Er muss sich durchsetzen, weil er nicht auf einen Gott vertrauen kann, der ihm geben wird, was er braucht, oder meint, zu brauchen.

Dabei gibt es natürlich auch keine gerechte Instanz, vor der er sich für sein Handeln verantworten muss.

LG OpaStefan

opastefan antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 4292

Den Menschen schlecht zeichnen

Veröffentlicht von: @opastefan

Und dabei muss er zwangsläufig egoistisch denken und handeln. Also muss er immer zuerst seinen Vorteil suchen und sich selbst mehr zugestehen als den anderen Menschen.

Richtig, ohne Gott fühlt er sich schlecht und sinnlos und hat Angst, dass sein Leben im Tod endet und er muss deshalb etwas wie einen Gott und eine Religion finden, die ihn tröstet.

Seine Religion ist die wahre, ganz egoistisch, dass er eigentlich nur die Religion ausübt, die seinem Kulturkreis entspricht und auf anderen Gegenden der Erde ganz andere Vorstellungen herrschen gibt ihm nicht zu denken.

Er sieht einen Vorteil darin, dass er sich mit seiner Auffassung über Gott durchsetzt - denn der andere Gott ist ihm fremd : Vielleicht sogar vom Bösen erfunden.

Veröffentlicht von: @opastefan

Dabei gibt es natürlich auch keine gerechte Instanz, vor der er sich für sein Handeln verantworten muss.

Doch die Gesetzgebung - gibt es in so gut wie allen Lebensgemeinschaften von Menschen (meines Wissens jedenfalls).

lombard3 antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo Blackjack!

Das, was Du da beschreibst, erlebe ich öfter als "heilige Momente". Das sind Momente, in denen ein Mensch mein Herz berührt. Da schauen denn nicht meine Augen sondern mein Herz den Menschen an - und ich sehe nicht sein Äußeres sondern in sein tiefstes Sein - in sein Herz hinein. Das sind dann von Liebe geprägte Momente. Und ich denke, dass das genau die Art und Weise ist, wie Gott uns Menschen sieht und das ist dann keine Menschenliebe mehr sondern eigentlich schon Agape - die göttliche Liebe und die Art und Weise, wie wir an sich immer unseren Nächsten begegnen könnten.

Wenn man in solchen Momenten noch gott mit hineinholt, dann wird die Sache perfekt: Wenn ich dann nicht nur den Menschen in Liebe ansehe sondern mich dann Gott zuwende und zu ihm sage: Schau doch wie wunderbar er/sie ist! Bitte segne diesen Menschen doch reich!

Ich habe solche Gefühle gelegentlich auch, wenn ich Filme anschaue. Es sind das Momente, in denen das Herz tief berührt wird. Ich meine, dass es Berührungen des Heiligen Geistes sind. Es scheint mir nichts zu sein, das ich aus meinem fleischlichen Menschen heraus erhklären könnte oder erwarten würde. Es sind das Momente in denen ich mich von etwas Höherem berührt fühle.

Liebe Grüße
Ecc

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