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Bestehende Partnerschaft bei Bekehrung, Zusammenleben ohne Sex

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Themenstarter
Beiträge : 18002

Hallo,

ich hatte im letzten Jahr meine Wiedergeburt. (Bin christlich aufgewachsen, aber war jahrelang eher esoterisch unterwegs.)

Zu diesem Moment lebte ich bereits seit fünf Jahren mit meinem Freund zusammen. Der vor dem Staat zu schließenden Ehe standen wir beide eher kritisch gegenüber. 

Nun komme ich aber in keine Gemeinde hinein, da ich unverheiratet mit meinem Freund zusammenlebe. Wir haben keinen Sex und schlafen in getrennten Räumen. Familie gründen ist übrigens kein Thema, aus dem Alter sind wir beide raus.

Zu einer Hochzeit zwingen oder drängen möchte ich als Frau einen Mann auch nicht. Mich von ihm zu trennen, obwohl er bei mir bleiben möchte, würde ich unter aller Würde finden, da wir uns lieben, uns immer gut verstanden haben und uns immer noch gut verstehen.

Werde ich von nun an ohne Gemeinde mein Christenleben als Einzelchrist führen müssen? Selbst wenn ich meinen Partner heiraten würde, würde ich ja auch "am ungleichen Joch ziehen" und wäre damit Persona non grata in den Freikirchen.

VG

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94 Antworten
B'Elanna
Beiträge : 1728

@grace_heals

Veröffentlicht von: @grace_heals

Nun komme ich aber in keine Gemeinde hinein, da ich unverheiratet mit meinem Freund zusammenlebe.

Ist das eine Vermutung oder eine Erfahrung?

belanna antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@belanna Erfahrung. Bzw. eine Mitgliedschaft wäre vielleicht als Einzelfallentscheidung möglich, aber nicht gut, da es Uneinigkeit in die Gemeinde bringen würde.

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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19094

@grace_heals

Komm in meine Gemeinde, das ist bei uns kein Ausschlußkriterium, außer du willst eine leitende Funktion einnehmen 🙂 

tristesse antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@tristesse 

liebe tristesse, aber das ist ja gerade das Problem. Das wir Unterschiede machen zwischen leitenden Menschen,

und "normalen" Menschen. Und auch ich bin da nicht besser. Auch ich bin geprägt von guter Leistung

bringen und Machtdenken......Das gibt es in allen Gemeinden....

Meine ganz persönliche Meinung ist, in christlichen Freikirchen geht es da strenger zu....

Zu locker nehmen ist aber genau so schlimm, wie es zu ernst, abwertend nehmen.....

Versuchen, in Christus die Mitte zu finden in unseren Beziehungen. 

Und das Menschen eine persönliche Begleitung finden in unseren Gemeinden. 

Voneinander lernen.......miteinander dienen.........

 

 

 

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@hundemann 

aber das ist ja gerade das Problem. Das wir Unterschiede machen zwischen leitenden Menschen,

und "normalen" Menschen.

Naja, das finden wir aber schon in der Bibel, dass an Führungspersonen andere Maßstäbe angelegt werden als an das normale "Fußvolk". Man lese da allein 1.Timotheus 3, 1-13

alescha antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@alescha liebe Alescha,

ja das hast DU natürlich recht. Aber ich kann in meine Führungsposition in der Gemeinde

machtvoll ausüben, oder demütig und sanftmütig, mich an Christus orientieren....

Das heißt immer wieder fragen, mit Christus in Beziehung bleiben........

Nicht von vorne herein ablehnend. .....

Weil unsere ganzen Probleme, nicht nur in der Gemeinde, mit unseren Beziehungen zu tun 

haben. Leben ist nun mal Beziehung......

Und wir Menschen sehnen uns alle nach guten und wertschätzenden Beziehungen...

 

 

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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19094

@hundemann

. Das wir Unterschiede machen zwischen leitenden Menschen,

Die machen nicht "wir". Schau einfach mal in das neue Testament.

Mehr werde ich dazu nicht sagen, weil ich hier keine Grundsatzdiskussion starten will. Die hilft der TE nämlich nicht

 

tristesse antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@hundemann 

Ein Verein, ein Zusammenschluss gibt sich eine Satzung, Regularien.

Die gelten oder die gelten nicht. Ja, vielleicht mit einem gewissen Interpretationsspielraum aber wie gelten.

Egal ob es sich nur um einen Schäferhund Verein oder um eine Kirche/Gemeinde handelt.

 

Mein erster Hund war eine Dorfpromenadenmischung. Ein liebes und süßes Tier. Ich den Sonntag für Sonntag mit ihm zum Hundeplatz vom örtlichen Schäferhund Verein.

Ich war akzeptiert, ich war geschätzt, war in die internen  Vereinsaktivitäten mit meinen 14 Jahren angebunden.

Trotzdem kam nach einigen Monaten unser Vorsitzender und nahm ich beiseite.

"Dein Rocky ist ein liebes Tierchen, wir sehen dass du dir viel Mühe gibst ihn zu erziehen.

Aber wir sind ein Ortsverband des

"Verein für Deutsche Schäferhunde e.V."

 

Und dein Rocky ist nun mal, bei aller Liebe, kein Schäferhund.

Nein, man hat mir nicht mit Rauswurf gedroht, man hat mich nur auf den eigentlichen Sinn und Zweck des Vereins hingewiesen. 

Und nein wir haben dann nicht Rocky abgegeben hinzu kam in unser Haus eine junge Dame namens Ines.

12 Monate alt, von einer älteren Dame die sich nicht mehr adäquat um ihre Schäferhündin kümmern konnte.

Von diesem Tag an habe ich in meinem Verein Aktivitäten erlebt, konnte ganz anders am Vereinsleben, auch im Zusammenspiel mit anderen Ortsverbänden, teilnehmen als die Zeit davor.

So sehr ist manchmal schmerzt, entweder es gilt das was Grundlage des Zusammenschlusses ist oder es gilt nicht.

Was ich mit dieser ausführlich erzählten Geschichte aus meinem " Hundeleben " sagen möchte ist,

 

Ich kann die Position von Tristess, ihrer Gemeinde, grundsätzlich  verstehen.

 

Entweder akzeptiere ich die Spielregeln oder ich suche mir einen Zusammenschluss der mich / mein Leben so akzeptiert wie ich bin, wenn ich mit dem Spielregeln nicht klar komme oder nicht erfülle.

Unabhängig davon was  ICH persönlich von den Spielregeln um die es hier im Tweet geht halte 

wuff wuff. 

A.

 

post scriptum 

Wer oder was sind die "Freikirchen"

Das Spektrum von Gemeinden, Zusammenschlüssen, Kirchen etc.ist  glaube ich doch zu vielfälltig  um sie alle unter einem, in meinen Augen ehr negativ konotierten , Sammelbegriff wie "Freikirchen" zu subsumieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1731

@antonioa 

Wobei ich finde, dass du das jetzt nicht wirklich 1:1 so vergleichen kannst. Eine Kirche/Gemeinde sollte mMn grundsätzlich schon für alle Menschen offen sein (für Besucher/Mitglieder-Level), egal wie deren Lebensumstände oder sogar Weltanschauungen (von Extremen mal abgesehen) geartet sind.

Dass hingegen ein NSU-Oldtimer-Verein nicht lauter Mini Cooper und Döschwos in seinen Reihen "toleriert", finde ich auch wiederum nachvollziehbar, wie eben auch wie das bei diesem Verein für die deutschen Schäferhunde gehandhabt wird.

 

tamaro antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5651

@tamaro 

"Eine Kirche/Gemeinde sollte mMn grundsätzlich schon für alle Menschen offen sein"

Das denke ich auch. Eine Gemeinde ist ja nicht einfach nur ein Interessenverein, sondern steht steht für einen Raum, in dem die Wirklichkeit Gottes erlebbar sein soll. Und die ist sicher keine Funktion von Vereinsstatuten.

queequeg antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

Hallo @tamaro

 

Das was ich an hundemann geschrieben habe war ja erstmal,  wie ich grundsätzlich die Theorie sehe.

Und da sind halt Gemeinden/Kirchengemeinden durchweg genauso frei ihre Spielregeln festzulegen, auszulegen und zu interpretieren wie mein damaliger Schäferhundverein.

Wie ich die Situation praktisch betrachte und wie es bei mir persönlich aussieht, habe ich ja in die direkte Antwort an die TE gepackt.

Liebe Grüße

A.

 

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Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1731

@antonioa 

 

Und da sind halt Gemeinden/Kirchengemeinden durchweg genauso frei ihre Spielregeln festzulegen, auszulegen und zu interpretieren wie mein damaliger Schäferhundverein.

Ok, das stimmt. Aber es widerspricht mMn somit grundsätzlich Jesu Missions-Auftrag, mit dem alle Menschen erreicht werden sollten... und wenn ausgerechnet eine Kirche/Gemeinde diesem Auftrag widerspricht und von vornherein Ausschlusskriterien festlegt, ergibt das ein schlechtes Bild einer Gemeinde (finde ich).

 

tamaro antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19094

@tamaro 

Eine Kirche/Gemeinde sollte mMn grundsätzlich schon für alle Menschen offen sein (für Besucher/Mitglieder-Level), egal wie deren Lebensumstände oder sogar Weltanschauungen (von Extremen mal abgesehen) geartet sind.

Darum ging es aber m.E. nicht in diesem Strang, sondern um Leitungsfunktionien, jedenfalls hatte ich das ursprünglich mal so ausformuliert.

Dass eine Gemeinde offen für jeden sein sollte steht für mich außer Frage.

tristesse antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@antonioa 

liebe AntonioA,

vielen herzlichen Dank für Deine so ausführliche Antwort für mich.....

Es tut mir leid, ja ich habe überreagiert. 

Weil ich leider auch Machtmissbrauch in christlichen Gemeinden kenne. ...

Und natürlich gibt es in jeder Art von Beziehung Spielregeln. Und der beste

Beziehungsratgeber, die besten Spielregeln überhaupt, ist für mich auch

Gottes Wort. 

Aber die Auslegung der Spielregeln sind unterschiedlich......

In manchen Gemeinden darfst du deinen Hund mitnehmen. In anderen Gemeinden ist 

ein Hund zu haben Sünde. Durch arbeitsbedingte Wohnungswechsel war ich schon in 

den unterschiedlichsten Gemeinden. Von eher streng bis voll charismatisch.

Heute versuche ich für mich eine "gesunde Mitte " zu finden.

Aber ich habe kein Recht, Menschen oder Gemeinden zu verurteilen. 

Unterwegs mit Hund komme ich mit den unterschiedlichsten Menschen in Beziehung.

Da kommt es auch einmal zu tieferen Gesprächen, auch über den Glauben.

Das sehe ich gerade als meine "Berufung." Als Leiter wäre ich voll überfordert, 

das ist gar nicht meine Gabe. Und ich versuche auch Menschen mit der Gabe der

Leiterschaft zu akzeptieren. 

Meine persönlichen Erfahrungen darf ich natürlich nicht verallgemeinern, das hilft

niemanden. Oh, es soll doch auch nicht um mich hier gehen, das wollte ich doch gar 

nicht.........habe leider auch meine Schwächen, alles andere als perfekt....

 

viele liebe Grüße an Dich,

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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002
Veröffentlicht von: @hundemann

 

Unterwegs mit Hund komme ich mit den unterschiedlichsten Menschen in Beziehung.

Da kommt es auch einmal zu tieferen Gesprächen, auch über den Glauben.

Das sehe ich gerade als meine "Berufung."

Ich wollte noch so leicht off-topic sagen: Ich finde das sehr sympathisch und dein beschriebener Weg inspiriert mich gerade 🙂

 

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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@grace_heals 

Danke liebe grace-heals,

ja draußen in der freien Natur bin ich selbst mehr entspannter, und auch die Menschen um mich her. Und mein Hund ist mein bester "Beziehungsberater." Wenn ein Hund brummend und angriffslustig auf ihn zukommt, geht mein Hund einfach ganz gelassen weiter, lässt den anderen Hund stehen...............

Früher habe ich auch mal gestritten, viel zu viel diskutiert, wer hat Recht, wer nicht....

Ich glaube an einen Gott, aber ich bin es nicht, muss es nicht sein..

Auch ich hatte oft den Wunsch, Anerkennung dafür zu bekommen, das ich so 

fromm, demütig und liebevoll bin. Und habe mir etwas auf meine frommen Leistungen

eingebildet...

Heute weiß ich mehr, das mein Leben Gnade ist.........

Und das ich kein Recht habe zu richten, weil Gott der gerechte Richter ist. 

Beziehungen.......ein Lebensthema, da gilt es immer wieder zu lernen, zu denken,

umzudenken.......es gibt so viele Beziehungsratgeber....doch es gilt, seinen

eigenen Weg zu finden, zu gehen.....im Gespräch, Beziehung mit Gott bleiben...

mit Menschen denen man vertraut..........

 

viele liebe Grüße an Dich,

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@grace_heals 

Also die Erfahrung in einer bestimmten Gemeinde? Es gibt ja durchaus Gemeinden, wo unverheiratet Zusammenleben kein Problem ist. 

alescha antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@alescha Eine bestimmte Gemeinde. Von meinem früheren Leben (also so bis vor knapp 10 Jahren) kenne ich es aus anderen Gemeinden auch so, dass Zusammenleben ohne Trauschein extrem ungern gesehen wird.

Gemeinden die das anders sehen hab ich noch nicht angetroffen. Ich denke ich würde mich selbst heutzutage auch nicht mehr dazu entscheiden vor einer Hochzeit zusammenzuziehen oder mir einen ungläubigen Partner zu suchen (würde es also prinzipiell auch so sehen wie die Gemeinden), aber als Jesus letztes Jahr bei mir aufgetaucht ist, war es ja schon so.

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@grace_heals 

Gemeinden die das anders sehen hab ich noch nicht angetroffen

Dann geh' in eine landeskirchliche Gemeinde. Die sind da meistens entspannter. Mein Mann und ich haben auch vor der Ehe zusammengelebt, hat irgendwie keinen interessiert.

aber als Jesus letztes Jahr bei mir aufgetaucht ist, war es ja schon so.

Und da gilt, m.M.n. auch ohne Trauurkunde, was Paulus sagte: 

Und wenn eine Frau einen ungläubigen Mann hat und es gefällt ihm, bei ihr zu wohnen, so soll sie den Mann nicht fortschicken. Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den gläubigen Mann. Sonst wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig. Wenn aber der Ungläubige sich scheiden will, so lass ihn sich scheiden. Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen. Zum Frieden hat euch Gott berufen. Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten wirst? Oder du, Mann, was weißt du, ob du die Frau retten wirst?

(1.Korinther 7, 13-16, Luther 2017)

 

alescha antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2684

@alescha 

Dann geh' in eine landeskirchliche Gemeinde. Die sind da meistens entspannter. Mein Mann und ich haben auch vor der Ehe zusammengelebt, hat irgendwie keinen interessiert.

"Hat irgendwie keinen interessiert" ist ja oft etwas, was kritisch gesehen wird. (Meine Erfahrungen sind da anders, aber das zu diskutieren sprengt hier wohl den Rahmen. Ich bin ja nicht ohne Grund in der Gemeindeleitung einer landeskirchlichen Gemeinde, ich bin da daheim und fühle mich wohl.)

Mein Erleben an unterschiedlichen Orten in Ost und West ist, dass die "landeskirchlichen Gemeinschaften" oft einen ansprechenden Mittelweg leben. Sie legen - als Lehre und Selbstverständnis - die Bibel oft "strenger" aus, auch mit Blick auf das, was "gelebt werden sollte", als die landeskirchliche Gemeinde. Aber ihr gemeindliches Handeln ist oft von großer Bereitschaft zu Erbarmen und Gnade geprägt, weil sie den Blick nicht in Strenge und Härte auf die Menschen in der heutigen Lebenswirklichkeit richten, sondern das Erbarmen und die Gnade, die Jesus anbietet, auch selbst zu gewähren suchen.

Gruß und Segen
lubov

lubov antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@lubov 

Sowas wie der EC?

Da wiederum ist mir in bleibender Erinnerung geblieben, dass sich einer, der im Jungendkreis mal einen Vortrag über Paarbeziehungen hielt, sich folgendermaßen äußerte: Er kenne zwei junge Frauen, die leben mit ihrem Freund zusammen. Das seien für ihn keine Christinnen.

Ich weiß nicht, wie man mit den jungen Damen dann gemeindlich umgegangen ist. Dass das Christsein aber daran festgemacht wird, ob man mit seinem Partner auch ohne Eheschließung zusammenlebt, hat mir aber schon gereicht. 

alescha antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2684

@alescha 

"Der EC"-? Der sagt mir nichts. "Landeskirchliche Gemeinschaft" ist ein Eigenname. Wie putzig, auf der Website, auf die Wikipedia verlinkt, steht der Pastor der Gemeinschaft, die ihr Gemeindehaus mit Versammlungssaal 3 Häuser neben einer mir bekannten Kirche hat, ganz links in dem Bild, das als erstes eingeblendet wird. 😀

Wie "offen" sie "im Leben" sind, zeigt sich vielleicht auch daran, dass dieser sehr engagierte Missionar eine Frau hat, die nach wie vor Katholikin ist - und bei besagter evangelischer landeskirchlicher Gemeinde als Organistin und Kantorin arbeitet, ohne, dass ihr aus der Gemeinschaft jemand unterstellt, nicht den richtigen Glauben zu haben oder sich mit den "Lauwarmen" abzugeben, statt sich um die eigene Gemeinde zu kümmern oder so. 😉

... Beim Wandern über die Website habe ich allerdings auch den EC gefunden. Kann es sein, dass so Jugendverbände gerne mal etwas "extremer" sind? Einfach, weil die Jugend sich noch gerne abgrenzt, erst sich selbst mal klar definieren muss, mit zu vielen Feinheiten (zum Teil, nicht generell) ab und an überfordert ist?

Wie gesagt, die Ehe als christliches Ideal kenne ich aus den Gemeinschaften durchaus auch, habe aber eben immer erlebt, dass Menschen, die dieses Ideal nicht erfüllten, nicht ausgegrenzt wurden. Man war sich im Grunde immer bewusst, dass wir alle auf Gnade angewiesen sind, und dass z.B. eine Scheidung oder eine Beziehung ohne Trauschein weder Grund ständiger Belehrung noch Grund für Ausgrenzung sind.

lubov antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@lubov 

... Beim Wandern über die Website habe ich allerdings auch den EC gefunden. Kann es sein, dass so Jugendverbände gerne mal etwas "extremer" sind? Einfach, weil die Jugend sich noch gerne abgrenzt, erst sich selbst mal klar definieren muss, mit zu vielen Feinheiten (zum Teil, nicht generell) ab und an überfordert ist?

Der Typ, der sich so geäußert hat, war schon älter und selbst schon verheiratet. Und in den Diskussionen hier bei jesus.de zum Thema SvdE hatte ich durchaus den Eindruck, dass die SvdE-ist-mit-dem-christlichen-Glauben-unvereinbar-Vertreter durchaus auch dem Jugendalter entwachsen waren. 

Wie gesagt, die Ehe als christliches Ideal kenne ich aus den Gemeinschaften durchaus auch, habe aber eben immer erlebt, dass Menschen, die dieses Ideal nicht erfüllten, nicht ausgegrenzt wurden. Man war sich im Grunde immer bewusst, dass wir alle auf Gnade angewiesen sind, und dass z.B. eine Scheidung oder eine Beziehung ohne Trauschein weder Grund ständiger Belehrung noch Grund für Ausgrenzung sind.

Das ist schön, ich kenne aber auch Berichte - u.a. hier auf jesus.de zu finden - , wonach man in manchen Gemeinden da einen schweren Stand hat, mal freundlich formuliert. Das hier ist ja wohl auch so ein Fall. Anderes Thema, aber gleiche Problematik, die mir aus meinem Freundeskreis bekannt ist: Transsexualität. Es hat schon seinen Grund, warum sich Christ:innen aus dem LGBTQ-Spektrum sich in eigenen Gemeinden organisieren. 

 

alescha antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2684

@alescha Drum war meine Empfehlung auch nicht, unbedingt da einzutreten, sondern sich die mal anzugucken. Auch in Landeskirchen gibt es Gemeinden, wo Unverheiratete alle 14 Tage gefragt werden, wann denn die Hochzeit ist, oder wo Homosexuelle keinen Gottesdienst anlässlich einer Trauung bekommen etc. pp.

Christ:innen aus dem LGBTQ-Spektrum sich in eigenen Gemeinden organisieren.

Echt? Ok, bei uns gibt es Gemeinden, wo sie sich eher hinfinden als in andere, aber... nun ja, wir sind sicher auch nicht groß genug als Stadt dafür. Und außerdem eines der Bundesländer mit dem niedrigsten Anteil christlicher Leute... in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln... kann ich mir das gut vorstellen, finde es aber schade. Im Grunde ein Zeichen von Versagen auf allen Ebenen.

lubov antworten
Sternenbluete
(@sternenbluete)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 866

@grace_heals dann lass es. Es bringt ja auch Unruhe in dich und deine Partnerschaft.

sternenbluete antworten


Alescha
Beiträge : 7137

@grace_heals 

Der vor dem Staat zu schließenden Ehe standen wir beide eher kritisch gegenüber. 

Warum?

Nun komme ich aber in keine Gemeinde hinein, da ich unverheiratet mit meinem Freund zusammenlebe.

Wie gesagt, es gibt einige Gemeinden, wo das kein Problem ist. 

Und wo auch das "an einem Joch ziehen" nicht so eng gesehen wird. 

 

 

alescha antworten
2 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@alescha Weil wir zu der Zeit beide eher esoterisch waren und Ehe eher als christlich und als der Liebe nicht angemessen angesehen haben. Jetzt sehe ich das anders.

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@grace_heals 

Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Die Ehe ist weder etwas spezifisch christliches noch kann ich nicht nachvollziehen, warum das der Liebe nicht angemessen sein soll.

Für die Ehe sprechen dagegen etliche Argumente, nicht nur finanzieller Natur, sondern, wie JohnnyD schon sagte: "bei Krankheit oder Tod des Partners und im Erbfall werdet ihr auch zueinander wie Fremde behandelt", wenn ihr nicht verheiratet seid. 

Das heißt, wenn Dein Partner z.B. verunglückt, gibt man Dir keine Auskunft. 

alescha antworten
JohnnyD
Beiträge : 1419

@grace_heals 

Nun komme ich aber in keine Gemeinde hinein, da ich unverheiratet mit meinem Freund zusammenlebe. Wir haben keinen Sex und schlafen in getrennten Räumen.

Ok, das würde ich eher als Wohngemeinschaft bezeichnen, als als Zusammenleben im Sinne einer Ehe.

 

Zu einer Hochzeit zwingen oder drängen möchte ich als Frau einen Mann auch nicht.

Man darf als Frau auch den nächsten Schritt wagen; der Mann weiß das nicht besser.

Eine Ehe ist eher im Interesse desjenigen, der für die gemeinsame Lebensgestaltung im Berufsleben kürzer tritt. Da Kinder nicht geplant sind, bleiben hier nur die Nachteile bei der Steuer, bei Krankheit oder Tod des Partners und im Erbfall werdet ihr auch zueinander wie Fremde behandelt.

 

Mich von ihm zu trennen, obwohl er bei mir bleiben möchte, würde ich unter aller Würde finden, da wir uns lieben, uns immer gut verstanden haben und uns immer noch gut verstehen.

Werde ich von nun an ohne Gemeinde mein Christenleben als Einzelchrist führen müssen? Selbst wenn ich meinen Partner heiraten würde, würde ich ja auch "am ungleichen Joch ziehen" und wäre damit Persona non grata in den Freikirchen.

Es gibt solche und solche Freikirchen. Da du erst nach Beziehungsbeginn Christin geworden bist, passt die typische Interpretation des "ungleichen Jochs" auf dich und schützt dich und deinen Partner.

johnnyd antworten
28 Antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1728
Veröffentlicht von: @johnnyd

bleiben hier nur die Nachteile bei der Steuer, bei Krankheit oder Tod des Partners und im Erbfall werdet ihr auch zueinander wie Fremde behandelt.

Das mit der Entscheidungsgewalt im Krankheitsfall wäre für mich in dem Alter das stichhaltigste Argument für eine Ehe.

Die Gemeinde hingegen dürfte sich erfahrungsgemäß (so traurig das auch ist) nur für den sexuellen Aspekt interessieren - also das denen als WG zu verkaufen hätte ich jetzt echt keine Skrupel. Meine Freundin, mit der ich mir die Studibutze geteilt habe, hatte ich auch von Herzen lieb. Das allein macht noch keine Partnerschaft, die ein Zusammenwohnen verwerflich macht in den Augen der (Frei-)Kirchen.

 

belanna antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@belanna In der Freikirche in der ich dieses Gespräch geführt hab war egal ob es eine WG ist oder es ein gemeinsames Bett gibt. Oder vielleicht wurde meine Aussage, dass es eine WG ist einfach überhört.

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B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1728

@grace_heals 

Gibt es evtl noch andere Gemeinden in Deinem Ort? Je nach Region in Deutschland ist die Auswahl ja riesig, es sei denn, man lebt (so wie ich) in einer erzkatholischen Gegend, aber selbst da hat es noch 3 Gemeinden auf 100000 Einwohner (von der kath und ev Landeskirche mal abgesehen).

Und man kann sich auch daran gewöhnen, ein paar Meter zu fahren - ich habe z.B. nach meiner Hochzeit den Wohnort gewechselt, aber nicht die Gemeinde, und pendele jetzt 3-4mal die Woche 25km ein Weg.....

Hätte dann auch den Vorteil, dass dein Privatleben erstmal weit weg ist.
Und man muss ja auch nicht zwingend sofort Mitglied werden - erstmal einfach hingehen und mehr nicht.

 

belanna antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15277

Der user hat für diesen Beitrag eine GK bekommen. Jemandem eine Lüge zu unterstellen, nur weil man sich das Lebensmodel eines anderen nicht vorstellen kann, ist nicht okay. Auch nicht im Witz.  LG, Channuschka-Mod

 

@grace_heals 

Hej, mit ein wenig Schmunzeln muss ich das doch lesen, dass deine Aussage (WG) "einfach überhört" wurde. Es ist ja so, dass es keine WG ist. Könnte es nicht doch durchaus sein, dass sie das nicht "überhört" haben, sondern die Wahrheit einfach gesehen haben? Oder ist das wirklich sooo unwahrscheinlich? 😉 Sie haben vielleicht einfach deine Lüge nicht gekauft, denn es ist dein Freund und ihr teilt eure Leben, ihr lebt zusammen.

Es muss nicht so sein, kann aber. Jedenfalls lese ich das aus deinen Worten hier überall heraus.

🙂

neubaugoere antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1731

@neubaugoere 

 

Es ist ja so, dass es keine WG ist.

 

Ob es eine WG ist oder nicht, ist Definitionssache. Objektiv gesehen könnte man die Wohnform der TE durchaus als WG bezeichnen.

Das "Problem" ist hier ja wohl, dass 95% aller Menschen und 100% aller kirchlichen Gemeindeleitungen denken, dass zwei Menschen ungleichen Geschlechts in einer "wilden Ehe" zusammenleben, wenn sie in der gleichen Wohnung leben.

Von daher würde ich anstelle der TE, die von ihr beschriebene Wohnform gegenüber einer Gemeindeleitung ebenso als WG bezeichnen. Dies einzig und alleine deshalb, damit keine "falschen" Vorstellungen aufkommen mögen - was aber wohl ein schwieriges Unterfangen darstellen dürfte, da die Leute normalerweise lieber ihrem Vorstellungsvermögen vertrauen anstatt dem, was konkret gegeben ist (und die meisten sowieso von sich auf andere schliessen).

 

Sie haben vielleicht einfach deine Lüge nicht gekauft

 

... deshalb finde ich das hier (Lüge) ein sehr harter, um nicht zu sagen absolut inakzeptabler Vorwurf! Lass das bitte nicht so stehen! Danke, 🙂 

 

tamaro antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1731

Nachtrag (wieder mal ein guter alter Nachtrag, wie im alten Forum 🙂 ) :

dass zwei Menschen ungleichen Geschlechts in einer "wilden Ehe" zusammenleben, wenn sie in der gleichen Wohnung leben

So sie denn nicht miteinander verheiratet sind...

 

tamaro antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15277

@tamaro 

Nun, ich schaue von der Seite drauf:

Die TE sagt von sich selbst: "Zu diesem Moment lebte ich bereits seit fünf Jahren mit meinem Freund zusammen. "

Und die TE ist es, die über das Gespräch in der Gemeinde sagt: 

"Oder vielleicht wurde meine Aussage, dass es eine WG ist einfach überhört.",

was zugegeben auch nur eine Vermutung ist, aber ich fands schon ein bisschen witzig, wenn ich selbst mich als "zusammenlebend" betrachte, es aber von einem anderen nicht so prickelnd finde, wenn der das auch tut. - Nur darum ging es mir. Mit einem Augenzwinkern, wie ich schrieb.

🙂

 

PS: unbedingt Humor behalten, nicht, dass der noch irgendwann ausverkauft ist 😉

neubaugoere antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@neubaugoere 

 

PS: unbedingt Humor behalten, nicht, dass der noch irgendwann ausverkauft ist 😉

Jemandem eine Lüge zu unterstellen fällt nicht mehr unter Humor, sondern eher unter Beleidigung. 

Oder findest Du es auch dann noch lustig, wenn jemand sagt, dass Du lügst?

alescha antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@tamaro Wer sind denn diese 95 und 100 Prozent? Von Freikirchen? Die wieviel Prozent aller Christen in deutschland ausmachen?

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Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1236

@tamaro Ich zweifle deine Zahlen an. Ich kenne es als den normalen Ratschlag bei der Bekehrung einer Person in einer unverheirateten Beziehung, den Sex in der Partnerschaft ruhen zu lassen, bis sich die Beziehung geklärt hat. Da es fast immer wirklich sehr schwer ist, auseinanderzuziehen, gibt es regelmäßig diese zugegebenermaßen schwierige Konstellation. Am Anfang kommen die Paare auch noch gut damit klar, weil ihre Beziehung meistens einen Riss bekommen hat. Der Riss ist eher das Problem, das gut begleitet werden sollte.

tagesschimmer antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1731

@tagesschimmer

Ich zweifle deine Zahlen an.

Das ist auch richtig so, denn es sind fiktive Zahlen. 🙂

 

Ich kenne es als den normalen Ratschlag bei der Bekehrung einer Person in einer unverheirateten Beziehung, den Sex in der Partnerschaft ruhen zu lassen

Ich persönlich finde einen solchen Rat-Schlag total übergriffig... Das muss ein Paar vollständig für sich alleine entscheiden, aber ganz sicher nicht eine Gemeindeleitung! Solche Datteris würden von mir aber ganz kräftig durchgeschüttelt werden für sowas!

Ich finde es zwar richtig, dass klar definiert ist, wie das christliche Ideal aussehen soll und dieses Ideal gilt auch für mich und ich orientiere mich danach.. aber wer/wie danach leben will, das ist nun wirklich eine absolut persönliche Angelegenheit... und ist im Falle von grace übrigens gar nicht nötig, diesen Ratschlag zu erteilen!

 

@tagesschimmer  @Gnadengeschenk

Ich glaube, Ihr habt mein Posting grundsätzlich nicht verstanden.

Meine Aussage ist die, dass so gut wie alle Leute denken, dass ein unverheiratetes Paar, welches in derselben Wohnung lebt, auch miteinander schläft. Nur das ist meine Aussage!

Mit "ironischem Unterton" schrieb ich, dass 95% aller Menschen und 100% aller Gemeindeleitungen das denken würden, weil es für sie jenseits des Vorstellbaren liegt, dass Mann und Frau tatsächlich von sich lassen können, obwohl sie sich als Paar eine Wohnung teilen.

 

Ich hoffe, bis dahin sei alles klar. 🙂

 

Nun geht es noch weiter:

Da fast alle Menschen denken, dass eine Frau und ein Mann - die in derselben Wohnung leben und erst noch von sich sagen sie seien ein Paar - auch miteinander ins Bett steigen würden, so würde ich gegenüber einer Gemeindeleitung eine solche Konstellation als WG bezeichnen.

... und zwar in der Hoffnung darauf, dass eher verstanden wird, dass auf körperlicher Ebene nichts läuft. Weil dem Oberinspektorat von Gemeindeleitung geht es ja einzig und alleine nur um diese Frage. Die Beziehung wird einzig darauf reduziert, was im Bett läuft.

Im weiteren ging es mir in meinem Posting eigentlich nur darum, der Unterstellung der Lüge an die Adresse von grace zu widersprechen. Das fand ich einfach sehr hart, gerade auch gegenüber einer Userin, die wohl ziemlich neu im Forum ist.

Ich hoffe, es sein nun klarer, wie mein Posting zu verstehen ist.

 

tamaro antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1236

@tamaro Ich weiß nicht, ob du solche Situationen kennst und einschätzen kannst, ob es übergriffig ist. In deinem Beitrag klingt es so, als würde Neubekehrten ein fettes Statut über den Schädel gezogen. Gehe doch mal von normalen Verhältnissen aus. 

Natürlich ist die Grundlage, dass jede Entscheidung selbst getroffen wird. Das ist ja per se bei einer Bekehrung und Taufe schon Thema. Dann gibt es aber auch die Möglichkeit, von der Gemeinde weiter begleitet zu werden, früher gab es eher gleich persönliche Seelsorge, heute eher Glaubensgrundkurse, in denen Jüngerschaft gelehrt wird. Wenn dann jemand nach Beziehungsweise- und Sexdingen fragt und du nicht mal Klartext redest, bist du deiner Aufgabe nicht gerecht geworden. Es kommt normalerweise in einem der ersten Gespräche, oft schon vor der Bekehrung, auf die Beziehung zu sprechen. Dieser Teil ist für die meisten Menschen extrem wichtig. 

Dass ein übliches deutsches Paar miteinander schläft, nehme ich auch an, egal wo sie wohnen und ob sie verheiratet sind. Wenn sie mir sagen, dass sie es nicht tun, glaube ich das allerdings auch. Es ist doch ihr Ding, wie sie zu ihren Überzeugungen stehen wollen. Von Seiten der Gemeinde sollte signalisiert werden, dass es erwünscht ist, mit allem zu kommen, das belastet und dass bewährte Leute für diese Begleitung zur Verfügung stehen. So einem verdrehten Denken nach dem Motto „Wir sind alle ganz perfekt“ muss gleich entgegengewirkt werden.

Ich würde das Wort Lüge in diesem Fall nicht verwenden, weil die ganze Sache hier einfach zu unklar ist. Mir ist es auch zu hart. Wenn jemand anders gelebt hat, ist es oft ganz normal, sich beschönigend auszudrücken. Auch wenn ein gewisses Vertrauen in die Gemeinde da ist, muss doch erstmal die Erfahrung gemacht werden, dass man mit allen Ecken, Kanten und Rückschlägen angenommen ist. Die Befürchtung im Eingangspost nun in allen Gemeinden eine Persona non grata zu sein, drückt ja auch schon so eine Ambivalenz aus. Wir können über all die Untertöne nur Vermutungen anstellen.

Eine WG-Beziehung ist aber nun mal etwas anderes als eine Paar-Beziehung. Ich habe Grace_heals nicht so verstanden, dass sie nur das über ihre Beziehung gesagt hat. Wäre es aber so, würde ich mich wundern, warum das Thema erst auf den Tisch gebracht wird, dann aber so verschämt damit umgegangen wird. Als Seelsorger steht man dann vor der Aufgabe, sich nochmal zu vergewissern, ob die Hilfe dort wirklich gewünscht ist. Vielleicht fehlt noch etwas, um einen guten, geradlinigen Gesprächsfaden zu finden. 

Weil dem Oberinspektorat von Gemeindeleitung geht es ja einzig und alleine nur um diese Frage. Die Beziehung wird einzig darauf reduziert, was im Bett läuft.

Ist das nicht das negative Klischee, das so gern von Kirchengegnern verbreitet wird? Biblisch ist das nicht und erlebt habe ich das auch nicht nicht.

tagesschimmer antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5651

@tagesschimmer 

"Ist das nicht das negative Klischee, das so gern von Kirchengegnern verbreitet wird? Biblisch ist das nicht und erlebt habe ich das auch nicht nicht."

Ich habe es viele Male erlebt, dass das Zusammenleben von zwei Leuten mit Zusammenschlafen gleichgesetzt wurde. Das ging bis zu der Absurdität, dass einer Frau deren Mann vor einigen Jahren gestorben war und die nun einen anderen Mann heiraten wollte, dieses kirchlich verweigert und die standesamtliche Eheschließung nicht anerkannt wurde.

Sie heiratete trotzdem und durfte fortan nur noch zum Gottesdienst kommen aber an keiner sonstigen Aktivität der Gemeinde teilnehmen. Dieser Mann starb dann auch nach vier oder fünf Jahren, was so kommentiert wurde, dass sie sich das ja hätte denken können, wenn sie eine Beziehung eingeht, auf der von Anfang an kein Segen liegt.

Das war dann der Punkt, an dem sie aus der Gemeinde ausgetreten ist, aber nun mit einem Mal völlig alleine dastand und in meine Behandlung kam.

queequeg antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1236

@queequeg Ich habe es viele Male erlebt, dass das Zusammenleben von zwei Leuten mit Zusammenschlafen gleichgesetzt wurde.

Das finde ich auch völlig üblich, wie ich oben geschrieben habe. 

Das ging bis zu der Absurdität, dass einer Frau deren Mann vor einigen Jahren gestorben war und die nun einen anderen Mann heiraten wollte, dieses kirchlich verweigert und die standesamtliche Eheschließung nicht anerkannt wurde.

Wenn man lange genug sucht… Ich habe noch von keiner Kirche gehört, die Witwen die erneute Heirat verweigert und … warum geht das Paar dann noch dorthin und hat keine weiteren Kontakte? Sehr ungewöhnliche Verhältnisse. Bei sowas bin ich dann auch vorsichtig, alles zu glauben.

Ich halte es schon für möglich, dass es irgendwo so extreme Verhältnisse gibt. Aber warum sollten wir nach Spitzfindigkeiten suchen und dann alle Gemeinden über diesen Kamm scheren? Ich denke, wir sollten uns an biblischen Maßstäben orientieren und wenn eine Gemeinde zu sehr abweicht, weitersuchen. So viel Verantwortung muss jeder für sich tragen.

 

tagesschimmer antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5651

@tagesschimmer 

"Ich habe noch von keiner Kirche gehört, die Witwen die erneute Heirat verweigert"

Es sind einzelne Gemeinden, um die es hier geht.

"warum geht das Paar dann noch dorthin und hat keine weiteren Kontakte?"

Ja, warum wohl? Weil die Leute, die sich jahrelang - manchmal lebenslang - solchen Bevormundungen unterstellen, es nicht anders gelernt haben und/oder einen solchen Mangel an Selbstbewusstsein haben, dass sie überhaupt nicht in der Lage sind, sich aus so einem Umfeld zu entfernen. Und da Gemeinden dieser Art meist gegenüber der Umwelt ziemlich abgeschlossen sind, gibt es auch kaum korrigierende oder zumindest kritisch fragende anderweitige Kontakte.

Die Frau, von der ich hier gesprochen habe, konnte auch nur austreten, weil ihr nicht nur wirklich alles genommen worden war, sondern ihr auch noch eingeredet wurde, am Tod ihres 2. Mannes Schuld zu sein, weil sie ihn entgegen Gottes Wille geheiratet hatte.

"Ich denke, wir sollten uns an biblischen Maßstäben orientieren"

Genau das hatte ja die Gemeinde getan - jedenfalls behauptet. Sie hielt sich selbst für vorbildlich bibeltreu. Und das kenne ich nicht nur von dieser Gemeinde, sondern einigen anderen noch, die sich sehr ähnlich verhalten.

"So viel Verantwortung muss jeder für sich tragen."

Klasse! Tolle Idee! Jetzt musst Du noch verraten, woher die Leute die Kraft dazu hernehmen sollen.

queequeg antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1236

@queequeg Du lernst durch deinen Beruf die extremen Beispiele kennen, die natürlich oft in eigenartigen Gemeinden sind, dann nimmst die eigenen Aussagen dieser Gemeinden und hältst sie für wahr?

Die Kraft bekommt man durch ein ehrliches Leben mit Gott, Schritt für Schritt. Gott lässt uns nicht über unsere Kraft versuchen. Wahrscheinlicher ist es, dass wir den breiten Weg gehen. Ich kenne auch Seelsorger/Pastoren/Hauskreisleiter, die seit Jahrzehnten eine Schaar von Jüngern um sich haben, die immer in einer Abhängigkeit bleiben. Dazu gehören immer zwei Seiten. Gott gibt Impulse, sich aus sowas zu befreien. 

Ich habe selbst erst nach vielen Jahren toxischer Ehe geglaubt, dass ich mich Scheiden lassen kann. Gott hatte schon lange darüber zu mir gesprochen. Aufgrund der Stimmen um mich herum (auch da eine Gemeindeleitung, die nur in manchen Punkten der Bibel folgte), bin ich jahrelang lieber klein und unmündig geblieben. Ich kann die Entscheidung sehr gut verstehen, das bekannte Leid vorzuziehen. Aber wirklich hilflos und abhängig ist man nur in wenigen und meist nicht langen Situationen. Gott hat immer im Blick, dass wir in unsere Berufung kommen.

tagesschimmer antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@tamaro 

Ich wünschte mir auch mehr Natürlichkeit in unseren Gemeinden, aber auch für mich.

Wir Menschen haben alle Bedürfnisse, auch nach Beziehung und Sexualität.

Doch diese Beziehungen sind doch gottgewollt, weil sie dem L e b e n dienen.

Hätten wir keine Sehnsucht nach Sexualität, wäre unsere Erde schon längst

ausgestorben. Wäre in uns nicht der Wunsch nach Beziehung, wären

wir Menschen alle einsam, vieles geht halt nur zusammen.

Es gehört zur Schönheit des Lebens, das wir einander brauchen...

Wir müssen uns für unsere natürlichen Bedürfnisse nicht schämen.

Leben ist Begegnung und Beziehung. Aber macht auch die meisten Probleme,

Sorgen, Neid, Hass, Missverständnisse....

Von der ersten Seite der Bibel bis zur letzten.......

Und weil es so viele Beziehungsprobleme gibt, wir nicht immer zu uns selbst

stehen können, sind wir oft zu schnell am richten.......auch ich.......

Was nicht sein darf, darf nicht sein, geht ja gar nicht, ist ja unmöglich.

Und dann lehnen wir uns in unserer natürlichen Sexualität uns selbst ab,

und auch andere Menschen. Was nicht sein darf, darf nicht sein......

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@neubaugoere 

Sie haben vielleicht einfach deine Lüge nicht gekauft, denn es ist dein Freund und ihr teilt eure Leben, ihr lebt zusammen.

Das finde ich schon ein ziemlich starkes Stück, Grace_heals jetzt der Lüge zu bezichtigen. 

Mag sein, dass sie zusammen leben, ich wüsste aber nicht, dass das irgendwo verboten ist. Beider ganzen Sache geht es ja darum, dass man vor der Ehe keinen Sex haben soll. Nun haben Grace_heals und ihr Partner keinen Sex und schlafen in getrennten Räumen.

Das Problem ist hier eher, dass Gemeinden hier gerne unterstellen, dass das gelogen ist - so wie Du hier Lüge unterstellst - oder sie können sich nicht vorstellen, dass das jemand tatsächlich so durchzieht und es nicht irgendwann doch zum Sex kommt. 

Da sind Katholiken entspannter. Würde ich zum Katholizismus konvertieren und der katholischen Lehrmeinung, wonach ich mit meinem Mann im Ehebruch lebe, folgen, würde mir der Priester auch nicht erklären, dass ich mich vom meinem Mann trennen müsste, sondern mir einfach mal glauben, dass wir eine Josephsehe führen. 

Die Vorstellung, dass Mann und Frau sich auch enthalten können, wenn sie zusammen leben, scheint dagegen einige evangelische Gemeinden komplett zu überfordern.

alescha antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15277

@alescha 

Wie ich Tamaro gerade schrieb ... (sorry, dass ich das mit dem Verlinken nicht hinbekomme).

Ich schrieb mit Augenzwinkern ("mit ein wenig Schmunzeln") ... und so darf das auch gerne verstanden werden. Sie selbst sieht sich als "zusammenlebend", warum das dann die anderen nicht "dürfen" - bringt mir zumindest ein Schmunzeln ins Gesicht.

Und wie bei Tamaro: 

"PS: unbedingt Humor behalten, nicht, dass der noch irgendwann ausverkauft ist 😉"

neubaugoere antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@neubaugoere 

Dazu habe ich ja gerade was gesagt

warum das dann die anderen nicht "dürfen" - bringt mir zumindest ein Schmunzeln ins Gesicht

Das mag ja schon sein. Dann aber von Lüge zu reden ist ein Schlag unter die Gürtellinie.

Aber es wird mal wieder offensichtlich, dass bei manchen Leuten bei dem Begriff "Zusammenleben" jegliches Differenzierungsvermögen abhanden kommt. Da ist Zusammenleben = wohnen zusammen und haben Geschlechtsverkehr.

Zusammenleben kann aber unterschiedliche Formen haben, und die WG, die die TE hier der Gemeinde gegenüber angibt, ist eine davon. 

Die TE und ihr Partner leben zusammen, ohne das der Tatbestand "Sex vor der Ehe" erfüllt ist, darum geht es. Ob man das WG nennt, Zusammenleben oder wie auch immer ist da unerheblich. Das Problem ist nur, was sich in den Köpfen mancher Leute abspielt. 

alescha antworten
Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

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Veröffentlicht von: @neubaugoere

@alescha 

Wie ich Tamaro gerade schrieb ... (sorry, dass ich das mit dem Verlinken nicht hinbekomme).

Ich schrieb mit Augenzwinkern ("mit ein wenig Schmunzeln") ... und so darf das auch gerne verstanden werden. Sie selbst sieht sich als "zusammenlebend", warum das dann die anderen nicht "dürfen" - bringt mir zumindest ein Schmunzeln ins Gesicht.

Und wie bei Tamaro: 

"PS: unbedingt Humor behalten, nicht, dass der noch irgendwann ausverkauft ist 😉"

Warum sollten das die anderen nicht dürfen?

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15277

@grace_heals 

Die anderen haben euch als zusammenlebend, als Paar gesehen. Das seid ihr doch auch und eben keine WG.

neubaugoere antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@neubaugoere 

Und was ist in dem Fall der Unterschied zwischen zusammenlebend, ein Paar sein und WG?

Warum ist es ein Problem, wenn ein Paar zusammen wohnt, wenn es getrennte Schlafzimmer hat und kein Geschlechtsverkehr stattfindet? Warum kriegt man in dieser Konstellation Ärger mit der Gemeinde oder kommt erst gar nicht rein?

Darum geht es doch, und nicht um so Haarspaltereien ob diese Konstellation eine Paarbeziehung, ein Zusammenleben oder eine WG ist. 

Ich finde es traurig, dass Du offenbar nach wie vor nicht reflektieren magst, dass der Begriff der Lüge hier absolut unangebracht und verletzend ist.

 

alescha antworten
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Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@alescha 

Zumal man sich, wenn ich richtig informiert bin, inzwischen in der katholischen Kirche  trauen lassen kann ohne dass eine nachfolgende/vorhergehende zivilrechtliche Eheschliessung nötig ist.

Das dürfte bei älteren Menschen interessant sein, die z.b durch eine erneute zivilrechtliche Eheschließung Versorgungsansprüche)ausgleich, Pensionsansprüche etc. verlieren könnten

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 7137

@antonioa 

Zumal man sich, wenn ich richtig informiert bin, inzwischen in der katholischen Kirche  trauen lassen kann ohne dass eine nachfolgende/vorhergehende zivilrechtliche Eheschliessung nötig ist.

Bis vor ein paar Jahren war ja für eine kirchliche Trauung eine standesamtliche Trauurkunde zwingend erforderlich.

Das ist inzwischen nicht mehr so, trotzdem bleiben zumindest die evang. Landeskirchen und auch die katholische Kirche dabei, dass der eine kirchliche Trauung bekommt, der eine Trauurkunde vorweisen kann. Die RKK weicht nur in Ausnahmefällen davon ab, und da braucht es m.W. eine Sondergenehmigung von einem Bischof. 

Und in der evang. Kirche macht eine Trauung ohne vorangegangene standesamtliche Trauung eigentlich keinen Sinn. Die sog. kirchliche Hochzeit ist nämlich keine Eheschließung, sondern streng genommen ein "Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung". Und die findet auf dem Standesamt statt.

Das ist in der RKK zwar anders, kirchenrechtlich zählt da nur die kirchliche Trauung, weswegen im Prinzip auch eine Trauung ohne Standesamt kirchenrechtlich gültig wäre. Trotzdem bleibt man da wie gesagt grundsätzlich bei der Praxis, dass man auch staatsrechtlich verheiratet sein sollte.

alescha antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@neubaugoere Ich finde es sehe traurig, dass du mir eine Lüge unterstellst. Mein Freund und ich leben schon immer als WG, nicht erst seit ich Christin bin. Liebe ist nicht immer gleich Sex oder sexuelles Verlangen. Auch wenn wir heiraten würden, würden wir genauso weiter leben. Es gibt da so ein Phänomen, das nennt sich Asexulität und wenn ein Partner so ist, hat man natürlich keinen Sex in der Beziehung. Eigentlich wollte ich nicht so tief ins Detail gehen, aber als Lügnerin will ich mich hier nicht hinstellen lassen! Und zum Glück knnt hier keiner meine/unsere Identität im offline Leben.

Wegen solchen Unterstellungen kann ich mich unter Christen nicht wohl fühlen.

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Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1986

@grace_heals 

Hallo du,

unabhängig von deinem einem Erlebnis hier, wo dir jemand etwas gesagt hat, was dich verletzt hat, hast du doch auch ganz viel Zuspruch und Akzeptanz hier im Forum erfahren. Eigentlich sogar nur. 

Von daher finde ich das jetzt 

Wegen solchen Unterstellungen kann ich mich unter Christen nicht wohl fühlen.

 etwas schade. 

Ich wünsche dir, dass du eine Gemeinde findest, in der du dich sicher fühlen und geistlich wachsen kannst.

goldapfel antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1419

@belanna 

Im Studium hatte ich in den ersten Jahren in verschiedenen WGs gewohnt, meistens überwiegend mit Mitbewohnerinnen. ich verstand mich gut mit meinen Mitbewohnerinnen und es knisterte nichts.

Ich kann mich nicht erinnern, dass meine WGs von Christen missbilligt wurden; außer bei einer portugiesischen Mitbewohnerin. Die musste kurzfristig umziehen, als ihr Vater erfahren hatte, dass da noch ein männlicher Student wohnt.

johnnyd antworten


Gelöschtes Profil
Themenstarter
Beiträge : 18002

@alescha liebe Alescha,

ja das hast DU natürlich recht. Aber ich kann in meine Führungsposition in der Gemeinde

machtvoll ausüben, oder demütig und sanftmütig, mich an Christus orientieren....

Das heißt immer wieder fragen, mit Christus in Beziehung bleiben........

Nicht von vorne herein ablehnend. .....

Weil unsere ganzen Probleme, nicht nur in der Gemeinde, mit unseren Beziehungen zu tun 

haben. Leben ist nun mal Beziehung......

Und wir Menschen sehnen uns alle nach guten und wertschätzenden Beziehungen...

Vielleicht liegt das aber in meiner pesönlichen Beziehungen zu Freikirchen, wo ich 

auch schon Machtmissbrauch erlebt habe.

Von daher kann ich das Anliegen von grace heals irgendwo auch verstehen.....

Wie gesagt, egal welche Gemeinde, es gilt , die gesunde Mitte in Christus zu finden......

Natürlich ist Gottes Wort die Richtlinie. Aber heute sehe ich die Bibel mehr in ihrer

Gesamtheit...........andere sehen das anders......

 

 

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B'Elanna
Beiträge : 1728
Veröffentlicht von: @hundemann

Dass wir Unterschiede machen zwischen leitenden Mensche und "normalen" Menschen.

Was ja auch sinnvoll ist.

Gemeindeglieder mit Leitungsfunktion "repräsentieren" die Gemeinde in ihrem Arbeitsbereich und sollen zugleich den geleiteten Schäfchen als Vorbild dienen. Da wäre es dann schon suboptimal, wenn dort Leute sind, zu denen die Gemeinde nur ein "Ja, aber" hat.

Davon mal abgesehen machst Du gerade den fünften Schritt vor dem ersten. Zuerst besucht man ja mal eine Gemeinde eine Zeit lang unverbindlich, und später vielleicht dann etwas verbindlicher, lernt sich bessewr kennen und bestenfalls vertrauen, bevor man in irgendwelche "Leitungsaufgaben" berufen wird.

Also chill mal und geh einfach mal hin. Nimm Zeit und Geduld mit. Und dann schau, was passiert.

 

Edit: Die letzten Abschnitte gingen natürlich an die TE, nicht an hundemann.

 

belanna antworten
3 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@belanna Ich war ein paar mal dort (mochte die Gemeinde sehr, war sehr euphorisch die Gemeinde gefunden zu haben) und hatte dann das Gespräch zum Thema "Was wäre wenn ich dann mal Mitglied werden will". Naja, nach diesem Gespräch ging es mir tagelang schlecht und ich hab mich echt dreckig und eklig gefühlt. Weil die Beziehung so auf das sexuelle bezogen wurde, worum es in unserer Beziehung ja nicht mal geht. Dabei hatte ich gesagt, wir leben als WG. Da ist bei mir irgendwas kaputt gegangen, vielleicht weil ich früher schon nicht nur gute Erfahrungen mit Christen gemacht hatte, schon sehr verurteilt wurde. Ich will auch echt nicht, dass andere Mitglieder in der Gemeinde Ärgernis an mir nehmen oder noch mehr Uneinigkeit entsteht. Deshalb bin ich nicht mehr hingegangen, ich würde mich nicht mehr willkommen fühlen, schäme mich und weiß auch nicht wie ich meine Lebensumstände so hinbiegen könnte, damit ich dort wieder hingehen kann.

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B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1728

@grace_heals 

Verstehe ich gut, wäre mir auch so gegangen.

Ich sehe hier das "Problem" aber eher bei der Freikirche und ihrer Gesetzlichkeit statt bei Dir.
Offenbar war man ja nicht mal in der Lage, Dir wirklich zuzuhören.

belanna antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1986

@grace_heals 

Könntest du dir vorstellen, dass du einen Brief an die Gemeindeleitung schreibst und ihnen darin deine Wahrnehmung mitteilst? Was das Gespräch mit dir gemacht hat? Dass du den Eindruck hattest, dass man es nicht versteht, dass dein Freund und du nur als platonische Freunde zusammen lebt (verstehe ich doch richtig), dir vieles als unberechtigte Unterstellungen vorgekommen ist und du dich danach sehr schlecht gefühlt hast? Und dass du es nicht richtig findest, dass man Menschen, die auf der Suche nach einem Ort sind, an dem sie im Glauben wachsen können, so vor den Kopf stößt. 

Das erfordert sicherlich Mut, aber ich finde, die Gemeindeleitung darf ruhig davon wissen. Sonst ändert sich ja nie etwas.

Vor vielen vielen Jahren, als ich mir eine Gemeinde suchte, las ich auf einem Auto auf dem Parkplatz "Christen können enttäuschen, Christus nie!" Das hab ich irgendwie versucht, mir zu Herzen zu nehmen. Nicht als Freifahrtschein andere zu enttäuschen, aber mir nicht unbedingt alles so zu Herzen zu nehmen.

Ich wünsche dir Gottes Frieden!

goldapfel antworten


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