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Erfahrungen mit christlichen Schulen in freier Trägerschafft

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andrea2810
Themenstarter
Beiträge : 12

Hallo,
Geht vielleicht jemand von euch oder eure Kinder in eine christliche Schule.
Meine Tochter ist jetzt in der vierten Klasse und wechselt im Sommer auf eine weiterführende Schule (Grundschulempfehlung : Realschule )
Wir überlegen sie auf einer freien evangelischen Schule oder auf einer evangelischen Privatschule anzumelden (wir gehören selbst zu keiner Gemeinde). Hat von euch schon jemand Erfahrung?
Viele Grüße
Andrea 2810

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12 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo Andrea,

unsere Kinder gingen eine Zeitlang auf eine private christliche Schule. Letztendlich scheiterte es daran, dass sie zu weit von uns weg war und der Aufwand dort hin zu kommen zu groß.

Letztendlich kommt es so sehr auf die einzelne Schule an, dass man über christliche Schulen im allgemeinen eigentlich nur sehr wenig sagen kann.

Ich habe sogar kurz als teilweise Aushilfe für einen Lehrer in Elternteil mal die Perspektive als Lehrer erlebt. Es ist schon schön, gemeinsam im Kollegium mit einer Andacht starten zu können. Mit den Schülern gemeinsam in der 1. Stunde eine kleine Andacht machen zu können.

Es gibt aber auch Nachteile. Gerade wenn private Schulen um Schüler kämpfen, verbleiben dort manchmal Schüler, die dort eher nicht hin gehören.

Auch gibt es oft Eltern, die gar nicht so christlich sind, aber ihre Kinder bestmöglich betreut haben wollen. Man könnte als Schule verzichten Schüler mit solchem Hintergrund aufzunehmen, aber wenn man um Schüler kämpft...

In vielen christlichen Schulen wird Mitarbeit der Eltern erwartet. Ob es Schulhausputzen, Renovierungsarbeiten, Tag der offen Türe oder anderes, man ist in der Regel mehr eingebunden, als in einer staatlichen Schule.

Ich weiß nicht, ob dir meine Antwort im geringsten weiter hilft.

Liebe Grüße

Ralf

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4 Antworten
andrea2810
(@andrea2810)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 12

Danke Ralf
Jede Antwort hilft.
Andrea

andrea2810 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16837

Hallo,

Veröffentlicht von: @jadwin

Es gibt aber auch Nachteile. Gerade wenn private Schulen um Schüler kämpfen, verbleiben dort manchmal Schüler, die dort eher nicht hin gehören.

Welche Schüler sollten das sein, die nicht eine christliche Schule "gehören"?

Veröffentlicht von: @jadwin

Auch gibt es oft Eltern, die gar nicht so christlich sind, aber ihre Kinder bestmöglich betreut haben wollen. Man könnte als Schule verzichten Schüler mit solchem Hintergrund aufzunehmen, aber wenn man um Schüler kämpft...

Gut, das Problem, dass die christlichen Schulen in der Region darum kämpfen, Schüler zu bekommen, haben wir nicht. Eher das Gegenteil, die Leute rennen unseren christlichen Schulen die Bude ein.

Aber ich versteh nicht, worin das Problem für Dich besteht, dass nicht gläubige Eltern ihre Kinder auf eine christliche Schule schicken? Bei uns wollen bewusst Eltern aus allen religiösen Gruppierungen ihre Kinder in den "Bekenntnisschulen" unterbringen. Das ist doch super, da haben scheinbar die Lehrer alles richtig gemacht.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tristesse

Welche Schüler sollten das sein, die nicht eine christliche Schule "gehören"?

Privatschulen sind ein Sammelbecken. Oft auch von Schülern, die es an anderen Schulen nicht gepackt haben. Das kann sein, dass sich in einer christlichen Schule berappeln oder es kann sein, dass sie für mächtig Ärger suchen. Eine Privatschule kann solche Schüler noch leichter los werden als eine staatliche, aber wenn der finanzielle Aspekt im Vordergrund steht...

Außerdem denke ich, dass die Zusammensetzung wichtig ist. Meiner Meinung nach kann eine funktionierende christliche Schule auch Ungläubige und Problemschüler tragen, aber eben nur wenige. Werden es zu viele, dann kippt der Geist und die Gesamtwirkung ist keine positive mehr.

Veröffentlicht von: @tristesse

Gut, das Problem, dass die christlichen Schulen in der Region darum kämpfen, Schüler zu bekommen, haben wir nicht. Eher das Gegenteil, die Leute rennen unseren christlichen Schulen die Bude ein.

Schön zu hören, dass es anderswo anders ist.

Veröffentlicht von: @tristesse

Aber ich versteh nicht, worin das Problem für Dich besteht, dass nicht gläubige Eltern ihre Kinder auf eine christliche Schule schicken? Bei uns wollen bewusst Eltern aus allen religiösen Gruppierungen ihre Kinder in den "Bekenntnisschulen" unterbringen. Das ist doch super, da haben scheinbar die Lehrer alles richtig gemacht.

Ich habe nichts dagegen, dass einzelne da hin gehen und kann mich mit dir darüber freuen aber, siehe oben.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16837
Veröffentlicht von: @jadwin

Oft auch von Schülern, die es an anderen Schulen nicht gepackt haben. Das kann sein, dass sich in einer christlichen Schule berappeln oder es kann sein, dass sie für mächtig Ärger suchen.

Kann sein, dass das in Privatschulen so ist, ich bin ja kein Lehrer. Die christlichen Schulen hier in der Region sind so begehrt, dass sich die Schulleitung die Schüler aussuchen kann und wenn jemand diesen Vorzug hat, wird er sich nicht die Schüler raussuchen, die woanders überall rausgeflogen sind 😊

Veröffentlicht von: @jadwin

Werden es zu viele, dann kippt der Geist und die Gesamtwirkung ist keine positive mehr.

Das kann gut sein, aber davon weiß ich jetzt nichts was die Schulen hier anbelangt.

tristesse antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Haben nur positive Erfahrungen gemacht!!!
Sehr gute Lehrer usw. Kann es nur jeden empfehlen.

LG

Nachtrag vom 27.01.2020 2039
Ich finde, die Kinder wachsen da ein Stück weit "behüteter" auf. Viel familiärer usw.

Anonymous antworten
B'Elanna
Beiträge : 1597

Meine zweitälteste Tochter geht auf eine Mädchen-Realschule, die von den Ursulinen geführt wurde bis vor kurzen - wegen Nonnennachwuchsmangel wurde die Schule jetzt in eine Stiftung überführt, ist aber weiterhin Privatschule.

Der Schwerpunkt ist natürlich Schule - aber der Umgang dort ist anders. Klar katholisch geprägt (es gibt auch nur katholischen Religionsunterricht, kein Ethik, keinen ev. RU, kein sonstwas), aber man legt dort noch Wert auf Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, Höflichkeit, Zuverlässigkeit - alles Dinge, die viele Schulen heute vermissen lassen.

Es gibt sogar eine Kleiderordnung (mindestens zwei Finger breite Träger am Shirt, kein bauchfrei, keine Löcher in der Hose in Popozonen, Kleider und Röcke enden nicht über dem Knie, etc.)!

Für ihre jährlichen 96 Plätze haben sie meist weit über 400 Bewerbungen, und jeder Schüler wird zum Bewerbungsgespräch eingeladen und "abgeklopft", ob es passt.

Wobei man natürlich auch an solchen Schulen Schüler hat, die einfach nicht in der Spur laufen, denn man kann den Schülern ja trotz aller Gespräche nicht in die Köpfe gucken. Aber halt deutlich weniger als an staatlichen Schulen.

Also ich würde euch Mut machen - schaden wird es eurer Tochter mit ziemlicher Sicherheit nicht.

belanna antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich war 7 Jahre auf einem Gymnasium der Salesianer Don Bosco. 2 davon als Halbinterner (also quasi Ganztagschüler mit Hausaufgabenbetreuung und Mittagesssen etc.)

Ich fand, es war eine schöne Zeit, eine gute

Die Patres und Lehrer waren freundlich und angagiert (ok einer wo man dachte
"oh man, wer hat dich in diesen Beruf/diese Berufung gelassen?"
gab es auch . Aber als ich dann Jahre später die Hintergrundgeschichte desjenigen erfuhr, konnt ich auch damit Frieden schliessen.

Die freie christliche Grund- und Gesamtschule hier bei uns in der Nähe hat insgesammt auch einen guten Ruf

Anonymous antworten
Zimtkeks
Beiträge : 73

Hallo,
sowohl ich, als auch meine Tochter sind auf einer evangelischen Privatschule (gewesen).
Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt, bin dort letztendlich auch näher an das Christentum rangeführt worden (durch Freundschaften zu Kindern aus freien Gemeinden).
Es wurde - je nach Lehrkraft - gebetet und gab verpflichtende Morgenandachten. Ebenso gab es keine Wahl zwischen Religion und Ethik, sondern es gab nur katholische oder evangelische Religionslehre.
Das wars aber auch mit religiösen Sachen "von oben". Keine Kleiderordnung oder ähnliches.
Die Kinder waren bei weitem nicht durchweg gläubig, aber der Anteil war sicher höher als woanders und somit war mein Mädelsfreundeskreis durchweg gläubig, auch mein Freund, den ich dort kennengelernt habe. Wenn sicher auch nicht gläubig auf jesus.de-Ebene 😉
Ich fand, dass es dort auch sehr menschlich zuging, Klassenfahrten wurden gezahlt wenn es finanziell nicht ging, das Schulgeld ohnehin, als ich in der 11. Klasse schwanger wurde wurde mir alles erdenkliche vorgeschlagen (selbst "stell das Baby im Lehrerzimmer ab während der Klausuren, wir kümmern uns"), sodass ich/wir beide trotz Baby ein sehr gutes Abitur machen konnten.
Zum menschlichen Miteinander (beispielsweise was Mobbing anging) kann ich nichts sagen. Ich hab diesbezüglich nichts mitgekriegt, würde es aber auch nicht ausschließen (s.o., ich hatte andere Probleme 😀). Auch bei meiner Tochter jetzt ist es so, sie sagt "sie glaubt nicht". In ihrer Klasse zumindest wird sicher niemand gemobbt.

Ach doch, eine positive Sache kann ich vielleicht noch sagen:
Mein Kind war grad im Skilager, 7. Klasse. Meine FreundInnen, die auf anderen Schulen waren, haben mich alle als naiv bezeichnet, weil ich mir sicher war, dass meine Tochter dort keinen Alkohol konsumiert. Alle haben erzählt, dass bei ihnen früher da sehr viel getrunken wurde. Bei uns früher definitiv nicht. Und ich bin mir auch sehr sicher, dass meine Tochter, als sie mir glücklich-aufgeregt am Telefon erzählt hat, dass sie sich nur von Skiwasser und Süßkram ernährt und dass es ganz viel Cola gäbe, nicht den Gin in ihren Erzählungen vergessen/absichtlich weggelassen hat.

Fazit: ich kanns nur empfehlen und hab sie natürlich bewusst auf die gleiche Schule geschickt wie ihre Eltern waren. Ich hab schon auch rumgefragt, wer wo war und obs empfehlenswert sei, aber kein einziger meiner FreundInnen hier in der Großstadt konnte sein Gymnasium weiterempfehlen. Ich dagegen war immer sehr gern in der Schule. Wobei sowohl Tochter als auch ich halt unkomplizierte Typen sind, offen und extrovertiert und immer gute Noten. Wahrscheinlich hätten wir in den wenigsten Schulen Probleme gehabt. Kommt daher natürlich auch immer drauf an wen man fragt.

Eine gute Entscheidungsfindung euch!

zimtkeks antworten


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