Benachrichtigungen
Alles löschen

Kranken Vater Hoffnung geben

Seite 2 / 2

Morgen
 Morgen
Themenstarter
Beiträge : 8

Liebe Forenmitglieder,
 
ich bin neu hier und beginne gleich mit einem sehr schwierigem Thema:

Mein Vater (Ende 60) litt in den letzten etwa zehn Jahren immer wieder unter depressiven Episoden, die unter anderem mit Klinikaufenthalten verbunden waren. Nach ein paar Wochen erholte er sich und kehrte halbwegs zu einem "normalen" Leben zurück. Die letzte und aktuelle Episode dauert jetzt schon seit Anfang des Jahres an, ohne jegliche Besserung. Er hat sämtliche Lebensfreude und Mut verloren und leidet zudem unter Ängsten.

Ich selbst litt in meinem jungen Erwachsenenalter und in späteren Jahren unter Depressionen und Begleiterkrankungen. In der Rückschau ist mir bewusst, dass Jesus mich durch diese schwierige Zeit getragen und mein Leben gerettet hat (ich stand vor dem Suizid). Mein Glaube war damals nicht wie heute der Mittelpunkt in meinem Leben, er schwang eher unterbewusst mit.

Auch wenn ich fern meines Vaters lebe und wir uns nur etwa 2-3x im Jahr sehen, versuche ich immer, ihm Mut zuzusprechen und Hoffnung zu geben. Ich weiß, wie tückisch die Erkrankung ist und wie taub und blind du bist, für das was andere sagen. Kein Mensch steckt in den Schuhen des anderen und eine Depression, wie ich sie hatte, lässt sich vielleicht nur im Ansatz mit der meines Vaters vergleichen.

Da ich selbst weiß, wie stark die Kraft Gottes ist, würde ich gerne meinem Vater davon erzählen, damit er vielleicht daraus schöpft.

Und nun stehen wir vor der Schwierigkeit - wie soll ich anfangen? Hier stichpunktartig ein paar Gedanken und Hürden, die mir spontan in den Sinn kommen:

  • Das Verhältnis zu meinem Vater ist schwierig - ich kann ihm und generell Menschen gegenüber schlecht meine Gefühle ausdrücken über so vertrauensvolle Themen reden - etwas, das ich finde, beim diesem Thema sehr wichtig ist
  • Meine Familie ist nicht gläubig. Sie sind zwar getauft, konfirmiert, feiern die traditionellen Feste, sind Mitglied in der Landeskirche etc. aber alles mehr aus Tradition oder alter "Familienpflicht". Ihr Glaube ist wie eine leere Hülle
  • Ich selbst bin quasi das "lebende Beispiel" - aber ich kann nicht beschreiben, wie Gott mir eine Hilfe war
  • In einer kürzlichen Predigt und in einem Traum heute Nacht ist mir bewusst geworden, wie sehr ich meinem Vater durch Jesus eine Hilfe sein könnte - es schlummert viel ungenutztes Potential in mir. Ich weiß nur keinen Ansatz oder traue mich nicht.
  • Ich habe Gott um für mich passende Handlungsansätze gebeten, wie ich meinem Vater neue Hoffnung geben kann

Mir ist bewusst, dass ihr mir keine passgenaue Lösung liefern könnt - aber ich bin für jede Antwort - egal in welche Richtung - sehr dankbar.

Liebe Grüße und guten Samstag,

Morgen

Antwort
8 Antworten
Morgen
 Morgen
Themenstarter
Beiträge : 8

Vielen lieben Dank für eure ermutigenden und hilfreichen Antworten.

@neubaugoere

Das kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich befinde mich am Anfang oder mittendrin (?) - ich weiß es nicht. Aber ich glaube, dass ich durch mein Sein auf andere wirke. Ich muss nicht mit der großen Keule kommen. Gott gibt mir das, was ich brauche zur rechten Zeit, und ich kann es so einsetzen, wie es für mich richtig ist. Ich freue mich auf jeden kleinen Fortschritt.

Einen guten Mittwoch euch!

morgen antworten


Seite 2 / 2
Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?