Benachrichtigungen
Alles löschen

Potentielle Partnerin in "Ratgeberfunktion" fuer homosexuellen Freund/Bekannten

Seite 1 / 3

Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Werte Gemeinde,

ich wende Euch heute mit einem Thema an Euch, was mich persönlich sehr umtreibt.
Ausgangssituation:
Ich (m, 49) habe eine sehr nette "Christin" kennengelernt. Wir kennen uns noch nicht ganz so lange, lernen uns aber gerade Stück für Stück kennen, ticken ziemlich (sehr) ähnlich und haben unheimlich viele Gemeinsamkeiten und Sympathien füreinander, was ich noch selten so erlebt habe und fühlen uns u.a. deshalb sehr vom anderen angezogen.
Wir streifen von Zeit zu Zeit mal einen Teil der Biografie von uns, also Herkunft(sfamilie), Ausbildung, Freunde etc. pp.
Und so kam es auch zu einer Bemerkung von ihr, dass ein alter Freund bei ihr angerufen hatte und sie zeitnah zu einem "aktuellen Thema" das bei ihm anstand treffen wollte. Sei meinte dann bedeutungsschwanger, dazu müsste sie mir später mal noch mehr erzählen.
Und so schilderte sie dann irgendwann später wie sie ihn zu Beginn ihres Berufslebens als Arbeitskollegen kennengelernt hatte (nennen wir ihn mal Thomas) und sie sich auf einer freundschaftlichen, bzw. platonischen Ebene sehr gut verstanden und auch außerhalb der Firma mit anderen Kollegen einen Teil ihrer Freizeit gemeinsam gestaltet / verbracht haben.
Irgendwann stellte sich heraus, das dieser Freund homosexuell orientiert ist, sich dann einen Partner gesucht hat (nennen wir ihn mal Tobias), sich dann wieder von ihm getrennt hat und beide dann neue (männliche) Partner gefunden haben.
Sie lernte jeweils alle diese Partner kennen und verbringt auch heute noch mehr oder weniger regelmäßig Zeit mit ihnen, geht z.B. mit Tobias Surfen, während Thomas ihr ihr ab und zu bei handwerklichen Sachen hilft und sie bei ihm als "Kummerkasten" fungiert wenn er mal (wieder) Probleme mit seinem (neuen) Partner hat.... zumindest habe ich bisher so die Konstellationen verstanden/interpretiert....

Mein "Pain"Point:
Ihre Schilderung oben hat bei mir höchste (innere) Gefühlsausbrüche bzw. -stürme hervorgerufen, die ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Ich glaube ich hatte ein Bild von ihr, dass sie (so wie ich auch) mit homosexuellen Menschen nichts anfangen kann (das soll KEINE Diskriminierung sein, sondern bitte so verstehen, dass das für mich auch auf Leute zutrifft, die .... gern im Mittelpunkt stehen (wollen), am ganzen Körper Tattoos haben, .... -> Sucht Euch das raus, was für Euch passt).....
Ich habe ihr dann ziemlich deutlich klargelegt, das ich a) persönlich und b) aus meinem Verständnis von Glauben, Bibel etc. keinen Kontakt zu Homosexuellen suche, die ihre Sexualität offen ausleben...
Ich habe versucht dabei darzulegen, dass ich damit NICHT den Menschen ver- oder beurteile bzw. sein Sexualverhalten (abgesehen davon bin ich vorurteilsfrei erzogen worden und habe auch keine negativen Erfahrungen mit Personen oder dem Thema gemacht).
Ich kann Euch auch (noch) nicht genau sagen, was mich da so aufgebracht hat aber vielleicht komme ich nicht zuletzt mit Eurer Hilfe auch dahinter....
Ich habe versucht bei mir zu bleiben, wobei ich (trotzdem) gemerkt habe das dies ein Punkt ist, der unsere (bisherige / vermeintliche?) Einmütigkeit / Einigkeit / Einheit zumindest an dieser Stelle sehr stark in Frage stellt (und dann darüber hinaus vielleicht auch das Ganze....). Ein ganz anderes Thema aber mit einem ähnlichen Gefühl verbunden hat vermutlich diese TSin positioniert:
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread/thema/mein-mann-ist-gegen-die-aufnahme-von-fluechtlingen.html

Jedenfalls hat sich durch meine ziemlich deutliche Wortwahl meine (und dann auch ihre) Gefühlslage während unseres Treffens von gefühlt "Wolke 7" auf "-20° C" gedreht. Ich weiß nicht ob dadurch ein "irreversibler" Schaden entstanden ist, aber mich hat das Thema ziemlich mitgenommen.

Nun meine Frage(n):
1) Versteht mich da jemand (auch vor dem Hintergrund des o.a. Posts)?
2) Ist das halt ein Punkt wo jeder unterschiedlich drüber denkt und verschiedene "Freiheitsgrade" hat, die man dem anderen dann auch zugestehen sollte,
a) und sich es sowieso erledigt, weil man (gesetzt den Fall wir kommen zusammen) gar keine Zeit mehr für so was hat
oder
b) eher so ist, dass (wie ich befürchte, aber vielleicht bin ich da auch zu sehr Pessimist) das Thema dann bei jedem Geburtstag, Treffen/Anrufen, Urlaubsplanung etc. eine (unschöne) Rolle spielen würde?

Beim nochmal querlesen vor dem Abschicken glaube ich dass dieser Punkt (s. Fett oben) von oben mein Hauptproblem ist...
Evtl. hängt es auch damit zusammen, das ich nicht möchte, dass meine zukünftige Freundin/Frau mit einem schw... Mann dessen/seine Liebesprobleme bespricht / Eifersucht meinerseits / ???... -> Sucht Euch was raus ...

Freue mich über Eure Beiträge.....

Ach ja und bitte nichts zu Homosexualität und Kirche/Glauben im Allgemeinen und Besonderen schreiben, das ist hier nicht das Thema!!

Antwort
83 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo 😊

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

der unsere (bisherige / vermeintliche?) Einmütigkeit / Einigkeit / Einheit zumindest an dieser Stelle sehr stark in Frage stellt (und dann darüber hinaus vielleicht auch das Ganze....).

davon würde ich auch ausgehen und sagen: es hat große Vorteile, wenn man das merkt, bevor man verheiratet ist oder gar Kinder da sind 😊

Darum

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

1) Versteht mich da jemand (auch vor dem Hintergrund des o.a. Posts)?

ja

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

2) Ist das halt ein Punkt wo jeder unterschiedlich drüber denkt und verschiedene "Freiheitsgrade" hat, die man dem anderen dann auch zugestehen sollte,

das muss letztlich jeder selbst entscheiden, wieviel Konflikt und bei welchen Themen man erträgt. Wenn das für sie aber kein abstraktes Thema ist, sondern an eine mit ihr befreundete Person knüpft und das Thema voraussichtlich auf dem Tisch bleibt, würde ich vermuten, dass eine Beziehung sehr stabil sein muss um diese Spannung auszuhalten.

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

habe eine sehr nette "Christin" kennengelernt.

bei "Christin" wäre ich ja als die Betroffene schon ausgestiegen.

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

a) und sich es sowieso erledigt, weil man (gesetzt den Fall wir kommen zusammen) gar keine Zeit mehr für so was hat

"so was" wäre in dem Fall ihren Freunden zuhören, wenn diese Kummer haben? Das wäre für mich ja eine riesige Red Flag, wenn ich das von Freunden mitbekäme, dass dort der Partner davon ausgeht, dass keine Zeit mehr für Außenkontakte da ist oder nur zu genehmigten Personen.

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

b) eher so ist, dass (wie ich befürchte, aber vielleicht bin ich da auch zu sehr Pessimist) das Thema dann bei jedem Geburtstag, Treffen/Anrufen, Urlaubsplanung etc. eine (unschöne) Rolle spielen würde?

bei jedem von ihren, ob sie ihn einladen darf oder so? Ja. Und auch mal im Alltag.

Liebe Grüße
kueken

Anonymous antworten


Ungehorsam
Beiträge : 3336

Mir scheint, du bist einfach nur eifersüchtig.

ungehorsam antworten
B'Elanna
Beiträge : 1597

ALso 1. sind homosexuelle Menschen genauso nett und liebenswert wie heterosexuelle auch, und können genauso ganz ganz tolle Freunde sein.
2. hast Du in Deiner Postition gar nichts mit ihnen zu tun.
3. Wäre es Dir lieber, sie bespricht mit einem heterosexuellen Mann dessen Beiehungsprobleme und entdeckt plötzlich Gefühle für den? Davor bist Du doch in DIESER Konstellation absolut sicher, dass der andere sie Dir ausspannt.
Und jetzt komme ich zu 4., das ich für den wichtigetsen Punkt halte:
Es sind ihre Freunde. Es sind IHRE Freunde. Es sind ihre FREUNDE.
Wenn mir jemand meine Freunde schlecht machen würde und mir zu verstehen gäbe, er wolle mit ihnen nichts zutun haben, allein aufgrund einer krummen Nase oder ihrer Hautfarbe oder eben ihrer sexuellen Orientierung, ohne sie kennengelernt zu haben, (und damit impliziert, dass es auch für mich besser wäre, die Finger von "solchen" zu lassen, oder eben auch, dass ich ja dann wohl nicht so dolle sein kann und schon gar keine echte Christin (was ja auch die Anführungszeichen ganz oben nahelegen, dass Du ihr das ein Stück weit absprichst)) - da wäre ich ganz ehrlich auch bedient.

Zu Deinen Fragen:

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

1) Versteht mich da jemand (auch vor dem Hintergrund des o.a. Posts)?

Verstehen ja, aber auf keinen Fall gut heißen.

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

2) Ist das halt ein Punkt wo jeder unterschiedlich drüber denkt und verschiedene "Freiheitsgrade" hat, die man dem anderen dann auch zugestehen sollte,

Unbedingt - und die Freiheit nicht nur zugestehen, sondern auch nicht kommentieren, schon gar nicht negativ - es vermittelt dem anderen, dass er ebenso "schlecht" ist.

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

a) und sich es sowieso erledigt, weil man (gesetzt den Fall wir kommen zusammen) gar keine Zeit mehr für so was hat

Hä? Ich finde, es gibt nicht viel Schlimmeres, was ein frisch zusammengekommenes Paar tun kan, als nur noch und ausscließlich aufeinander zu hocken. Es ist absolut wichtig, dass Freunde erhalten bleiben. Abgesehen davon reden wir hier von Menschen, und nicht von "so was".

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

b) eher so ist, dass (wie ich befürchte, aber vielleicht bin ich da auch zu sehr Pessimist) das Thema dann bei jedem Geburtstag, Treffen/Anrufen, Urlaubsplanung etc. eine (unschöne) Rolle spielen würde?

Das liegt ganz bei Dir.

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

das dies ein Punkt ist, der unsere (bisherige / vermeintliche?) Einmütigkeit / Einigkeit / Einheit zumindest an dieser Stelle sehr stark in Frage stellt (und dann darüber hinaus vielleicht auch das Ganze....).

Wenn Dir das Thema so wichtig ist, dass Du meinst, in diesem Punkt über Deine Freundin herrschen zu müssen, damit ihr zu einer Einigkeit in Deiner Meinung findet, dann sähe ich in der Tat das Ganze in Frage gestellt.
Du wirst aber feststellen, dass es im Leben eines Paares viele Dinge gibt, bei denen man unterschiedlicher Meinung sein kann. Das mit der Einigkeit ist also nur eine Illusion. Am besten überlegst Du Dir schonmal, wieviel Freiheit Du Deiner Freundin lassen willst.....

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

Evtl. hängt es auch damit zusammen, das ich nicht möchte, dass meine zukünftige Freundin/Frau mit einem schw... Mann dessen/seine Liebesprobleme bespricht / Eifersucht meinerseits / ???...

Schwul. Schreib das Wort ruhig aus. Es beisst nicht, und man infiziert sich auch nicht daran. Genauso wenig wie an der Person.
Und wieder meine Frage: Wie würdest Du darüber denken, wenn sie die Liebesprobleme eines hetero-Freundes besprechen würde? Da wäre Deine Eifersucht sicher angebrachter.....

Grüße,
die B'El,
die denkt, dass man viel entspannter und barmherziger sein sollte im Leben mit sich und anderen....

belanna antworten
1 Antwort
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3026
Veröffentlicht von: @belanna

die denkt, dass man viel entspannter und barmherziger sein sollte im Leben mit sich und anderen....

Wie wahr.

queequeg antworten


Lucan-7
Beiträge : 15344

Einige der Freunde meiner Frau sind ebenfalls schwule Männer.

Hätte ich solche Ansichten vertreten, wie du sie hier schilderst (egal ob biblisch begründet oder anderweitig) hätte sie das als nicht akzeptable Einmischung in ihr Leben empfunden und mich nicht geheiratet.

Nicht nur aufgrund meiner Ablehnung ihrer Freunde (So etwas kommt ja immer wieder vor) - sie hätte mich generell für einen Menschen mit einer nicht akzeptablen Intoleranz gehalten, der ihre persönliche Lebensweise in Frage stellt.

lucan-7 antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193
Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

Ich (m, 49) habe eine sehr nette "Christin" kennengelernt.

Was bedeuten die Gänsefüßchen? Sagt sie nur, dass sie Christ ist? Oder ist sie Christ?

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

und sich es sowieso erledigt, weil man (gesetzt den Fall wir kommen zusammen) gar keine Zeit mehr für so was hat

Aaaaalso, ich plaudere mal aus dem Nähkästchen. Ich bin jetzt 30 Jahre verheiratet. Und ich hätte meinem Mann was gehustet (= gehörig die Meinung gegeigt), wenn ich keine Zeit für "sowas" (also Kontakt zu Freunden) mehr gehabt hätte. Verheiratet zu sein bedeutet nicht, dass man 24/7 aufeinanderhockt. Jeder der Partner braucht Freiraum und Freundschaften auch außerhalb der Ehe. Und bevor du etwas Falsches denkst: ich meine Freundschaften im Sinne von Freundschaften.

Ich hab in meinem Bekanntenkreis auch ein schwules Pärchen. Die beiden wissen, dass ich ihren Lebensentwurf nicht gutheißen kann. Trotzdem liebe ich die beiden.

Veröffentlicht von: @anonym-e4e178d59

Evtl. hängt es auch damit zusammen, das ich nicht möchte, dass meine zukünftige Freundin/Frau mit einem schw... Mann dessen/seine Liebesprobleme bespricht / Eifersucht meinerseits / ???... -> Sucht Euch was raus ...

Eifersucht und überzogene Besitzansprüche.

herbstrose antworten


Seite 1 / 3
Teilen: