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Sexuelle Enthaltsamkeit oder gute Ehe

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NoahSe
 NoahSe
Themenstarter
Beiträge : 7

Der Titel ist vielleicht etwas überspitzt, aber lasst mich kurz erklären, was ich meine.

Erstmal zu mir: Ich bin 17 (werde bald 18), bin Jungfrau und eher gläubig als religiös. Das heißt, ich glaube sehr stark an Gott, nehme die Bibel aber nicht in jedem Punkt wortwörtlich.

Ich bin nicht Jungfrau, weil ich „noch keine abbekommen habe“, sondern weil ich auf die richtige Person warten möchte. Das hat bei mir auch nicht in erster Linie mit meinem Glauben zu tun, sondern damit, dass ich Sex als etwas sehr Intimes sehe, das ich am liebsten mein Leben lang nur mit einem einzigen Menschen teilen will.

In einer idealen Welt würde ich tatsächlich gerne bis zur Ehe warten, weil ich dann sicher sein könnte, dass sie wirklich die einzige sein wird. Das Problem ist nur, dass die Welt nicht ideal ist und Beziehungen manchmal komplizierter sind.

Ich persönlich finde, dass es gerade als Christ vor allem wichtig ist, mit der richtigen Person in einer Ehe zu sein und diese Ehe auch zu halten, anstatt nur strikt darauf zu achten, dass man unbedingt bis zur Hochzeit wartet.

Ich meine damit nicht, dass es gut wäre, ständig wechselnde Partner zu haben. Aber wenn ich mit jemandem länger zusammen bin, sie wirklich liebe und mir vorstellen kann, sie zu heiraten, dann würde ich es fast besser finden, vorher auch sexuell zusammenzupassen. Sexualität ist schließlich ein wichtiger Faktor in einer Beziehung. Nur weil man verheiratet ist passt man sexuelle ja nicht automatisch zusammen (Libido, Vorlieben, Art…)

So könnte man sicherer wissen, ob man wirklich füreinander bestimmt ist, bevor man heiratet. Wenn sie die richtige ist, kann ich sie heiraten und mein Leben lang nur mit ihr schlafen. Und wenn nicht, wäre es besser, das vor der Ehe zu merken, statt erst danach.

Ich habe zum Beispiel auch eine sehr hohe Libido und musste mich schon ein paar Mal stark zurückhalten, um Jungfrau zu bleiben.

Ich frage das also nicht, weil ich es nicht aushalten würde, bis zur Ehe zu warten, auch wenn es sicher schwer wäre, sondern weil es meiner Meinung nach, aus dem genannten Grund, nicht zu warten mehr Sinn macht. Mich interessiert sehr eure Meinung dazu.

Antwort
22 Antworten
Channuschka
Beiträge : 5311

Ich bin der Meinung, dass Sex in eine feste Beziehung gehört, die zumindest auf längere Zeit geplant ist. Ob da jetzt der Trauschein davor kommt oder nicht halte ich dabei für zweitrangig. 

Wichtiger finde ich, dass man an die Folgen denkt und wenn man (noch) nicht bereit ist eine Familie zu gründen an die Verhütung denkt. Weniger wegen Krankheiten in diesem Fall als wegen Kinder. Denn eine dritte unschuldige Person reinzuziehen, wenn es nicht klappt mit der Beziehung, halte ich dann doch für nicht unbedingt notwendig heutzutage.

channuschka antworten


Alescha
Beiträge : 8325

@noahse 

So könnte man sicherer wissen, ob man wirklich füreinander bestimmt ist, bevor man heiratet. Wenn sie die richtige ist, kann ich sie heiraten und mein Leben lang nur mit ihr schlafen. Und wenn nicht, wäre es besser, das vor der Ehe zu merken, statt erst danach.

Wobei zu beachten ist, dass ein Ausprobieren vor der Ehe nur bedingt etwas darüber aussagt, ob die Ehe dann funktioniert - auch im sexuellen Bereich (Verzicht garantiert, der Vollständigkeit halber, genauso wenig eine gute Ehe).

Denn Vorlieben und Libido können sich mit den Jahren verändern. Wenn es vor der Ehe und am Anfang der Ehe passt kann sich das mit den Jahren ändern. 

alescha antworten
Stern
 Stern
Beiträge : 1803

@noahse 

Hallo Noahse

ich mag deine Herangehensweise. Aber: Im Vergleich zu dir bin ich ein alter Hase und aus meiner Perspektive muss ich sagen, dass Sexualität nicht unveränderlich bleibt. Soll heissen, etwas was am Anfang gut passt, muss nicht zwangsläufig für die nächsten 50,60,70 Jahre so bleiben. Einfach weil es nicht so bleibt. Körperlich verändert sich viel (Schwangerschaft, Krankheit, Wechseljahre, Alter), seelisch kann sich was verändern…und nicht zu vergessen: Beziehungsstress wirkt sich auch da aus…ich will nur sagen: das ist ein dynamischer Prozess, kein statischer Zustand.

Das wichtige dabei empfinde ich, dass man bei diesen Veränderungen einfach mitschwingt…und dabei trotzdem authentisch bleibt.

Vielleicht ändert sich auch nur die Häufigkeit und nicht die Qualität…alles ist möglich. Du bist nicht auf der sicheren Seite, nur weil der Sex gut ist.

Aber du bist ganz sicher auf der sicheren Seite, wenn du Gott bittest, dir eine Frau zu schenken, mit der du bis zu deinem Tod glücklich bist und sie lieben kannst und sie dich. 

Das ist nämlich der viel grössere Klebstoff.

Alles Gute dir! 🍀

stern antworten


Kappa
 Kappa
Beiträge : 1414

Dieses Entweder oder - ist etwas künstlich Polarisierend.

Wenn du das erste Mal mit jemandem Sex hast - woher weißt du dann eigentlich ob das jetzt "Top" "Gut" oder "mittel", gar "Schlecht" ist? Es fehlt erst einmal jeder persönliche Vergleich.

Ab welcher "Stufe" schießt man dann den anderen ab? Alles unter "Top"? 

Was ist Top - das man den ganzen Tag nur noch Sex im Kopf hat? Wo fängt dann eine ungesunde Begierde aber schon wieder an?

Ich denke grundlegendes ( wieviel Libido ist überhaupt vorhanden, ist die Person eher ausgeflippt oder Still..) könnte man auch ohne Sex in Erfahrung bekommen. Wenn man mit der Person völlig entspannt und vertraut sein kann und die Wellenlänge stimmt wäre das schon eine gute Grundlage für später. Sobald man sich beengt fühlt oder irgendwie einer Sein muss der man eigentlich gar nicht ist- eher nicht gut auch im Bett.

 

kappa antworten
Lucan-7
Beiträge : 27522

@noahse 

Ich bin nun kein gläubiger Mensch, aber in meinen persönlichen Werten gibt es durchaus Gemeinsamkeiten.

So hatte ich nie ein Interesse daran, ein Verhältnis mit einer Frau zu beginnen, mit der ich nicht auch den Rest meines Lebens verbringen wollte. Sprich: Keine One-Night Stands.

Allerdings: Man weiss halt nie, ob das wirklich so funktioniert wie gedacht. Egal ob nun vor oder nach der Ehe... nicht immer läuft alles so, wie man es gerne hätte. Man kann natürlich Glück haben... oder man macht halt Erfahrungen, die einem zeigen, wie es nicht sein sollte. Und das auch mit allen Mühen und besten Absichten, aber manchmal funktioniert es halt einfach nicht.

Und das sollte man berücksichtigen, wenn man sich so seine Ideale ausmalt. Mag ja alles super sein, und man hat sich das alles so schön gedacht... und dann kommt die Realität, und plötzlich merkt man: Das funktioniert irgendwie nicht! Es harmoniert einfach nicht, obwohl man sich viel Mühe gibt... und dann ist es einfach so.

Und das sollte man halt immer bedenken. Man kann solchen Idealen folgen... aber erzwingen kann man sie nicht.

lucan-7 antworten


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