Sohn outet sich als bisexuell
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und stille Leserin seit ca. einem Monat. 🙂
Ich bin 55 und seit 18 Jahren nach Trennung und Scheidung alleinerziehend. Ich gehe in keine Gemeinde, was seine Gründe hat, die ich hier nicht ausbreiten will.
Nur kurz: Ich hatte immer an Gott geglaubt, habe Jesus mit 19 Jahren in mein Leben gelassen und war überaus engagierte Mitarbeiterin in unserer Landeskirchlichen Gemeinschaft. Dann hatte ich mit 32 geheiratet, nachdem sich endlich mal ein Christ für mich interessiert hatte. Wir bekamen unseren Sohn, mittlerweile ist er 20. Mein Exmann ist Alkoholiker und hat wohl auch darüber hinaus diverse psychische Probleme. Deshalb war die Trennung zwingend geraten.
Ich bin noch mehrere Jahre in Gemeinde/n gegangen, nur fühlte ich mich immer mehr wie ein Fremdkörper. Die Gemeinden waren/sind in ihrer Blase und interessieren sich so gut wie gar nicht für die Welt da draußen. Sie sind 24/7 mit ihren Geschwistern aus der Gemeinde zusammen und bei mir war das schon immer anders. Mich interessiert auch, wie die Christen die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft beurteilen. Doch da blocken alle ab.
So, nun hat mein Sohn (er ist kein Christ) sich vor ca. 3 Wochen als bisexuell geoutet. Er hatte schon zwei Freundinnen, doch nun hat er eine intensive Freundschaft mit einem etwas jüngeren Mann/Jugendlichen begonnen und ist jetzt mit ihm zusammen und übernachtet auch dieses WE bei ihm.
Ich habe ihm gesagt, und das wusste er auch vorher, das ich das als Christin nicht okay finde, ihm aber natürlich jetzt nix verbieten kann. Er soll das tun, von dem er meint, dass es ihm gut tut und ich ihn keinen Deut weniger liebe als vorher.
Das mit der Übernachtung ist jetzt nur rausgekommen, weil ich gestern (15.08.) wegen einer geplanten OP im KH lag, die dann spontan auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste und ich dann halt wieder nach Hause gekommen bin.
Ich bete für meinen Sohn seit seiner Empfängnis. Natürlich wäre es besser, wenn ich all die Jahre in eine Gemeinde gegangen wäre und so weiter. Doch wäre das eine Garantie gewesen? Ich hatte auch zwischenzeitlich einen nichtchristlichen Freund, weil ich halt auch nur eine Frau bin und mich mit 39 Jahren noch wie eine Jungfrau fühlte.
Natürlich kam die christliche Erziehung da auch ein stückweit zu kurz. Nur, ich war auch pausenlos mit diversen Krisen und Problemen beschäftigt, habe auch keine Familie mehr, so dass ich denke, dass Gott, der ja zweifelsohne allmächtig ist, auch ein klein wenig Verantwortung trägt und nicht alles von mir erwarten kann, während er es zumindest zulässt, dass mir ständig das Leben schwer gemacht wird.
Mein Sohn ist in Gottes Hand, das weiß ich und ich mache mich jetzt auch nicht verrückt. Nur - was würdet Ihr machen? Ich habe schon die Ansage gemacht, dass eine Übernachtung in meiner Wohnung nicht infrage kommt.
Vielen Dank fürs Durchlesen und schonmal für Eure Antworten.
Liebe Grüße
Ledwa
@ledwa70 Was mich an dem Faden stört, ist die Annahme, dass dauernder Besuch der Gemeinde und mehr christliche Beziehung dies verhindert hätten. Selbst stark Evangelikale würden sich daran stören und es auf eine gefallene Welt schieben. Denn eine christliche Weltsicht geht nicht davon aus, dass man das Leben kontrollieren kann. Als liberaler Christ störe ich mich zusätzlich daran, dass Bisexualiät grundsätzlich als Fehler und Heterosexualität als richtig betrachtet wird. Heterosexualität ist kein Ticket in den Himmel! Es gibt massenhaft Heterosexuellle, die in der Ehe Gewalt antut, fremd gehen etc. Sind die per se besser als Homosexuelle, die treu und umsorgend sind? Vielleicht schauen wir mal auf den Inhalt als auf die Form? Auf das Herz der Menschen als auf die Einhaltung von Regeln? Den Kern des Evangeliums!
@undwenndoch
Diese ganzen Argumentationen, dass Heterosexuelle auch schlechte Menschen sein können und Homosexuelle in Treue leben können und vorbildlich liebevoll ihre Beziehungen leben können, zieht genauso wenig wie das Argument, dass jemand, der sich täglich in D mit Haschisch zudröhnt oder spielsüchtig ist und mit seiner Sucht anderen nicht schadet, auch nicht schlechter ist, als jemand ohne Sucht, der seinen Partner schlecht behandelt oder gemeinsames Geld verprasst oder sich der Verantwortung entzieht.
Erstmal bedarf jeder Mensch der Gnade Gottes, die Erlösung durch Jesus. Das stimmt. Ist die Frage, ob alles, wofür man sich entscheidet auch vor Gott gut ist.
Wenn mein Kind regelmäßig Hasch konsumieren würde, würde ich das bei mir zuhause auch nicht wollen.Trotz Legalisierung.
Auch wenn es sich zuhause regelmäßig betrinken würde, hätte ich da etwas gegen. Oder wenn der/die heterosexuelle Liebste im Zimmer übernachten würde, ich wüsste, sie hätten schon Sex und sie sind noch nicht verheiratet.
Ich denke inzwischen, dass Gott schon gewisse grundlegende Ordnungen geschaffen hat.
Wenn Gott es gut gefunden hätte, dass Menschen beliebig s. Beziehungen untereinander haben können, warum hat er zwei Geschlechter geschaffen mit einem das befruchtet und dem anderen, das gebiert? Es wäre auch möglich gewesen, grundsätzlich nur erkennbare Zwitterwesen zu schaffen.
Tatsächlich sind Menschen, die sowohl Samen produzieren als auch schwanger werden können, enorm selten und eine Ausnahme.
@ga2 Du vergleichst Homosexualität mit Drogenmissbrauch und verantwortungslosem Lebensstil. Das hat keinerlei biblische Grundlage und bleibt deine Meinung. Paulus unterscheidet klar zwischen Sünde die zerstört und Liebe die erfüllt (Röm 13). Drogensüchte zerstören. Köper, Beziehungen, Existenzen. Eine gleichbereichtigte treue Liebe tut keinem Nächsten Böses, sondern erfüllt das Liebesgebot. Deine Vergleiche tun es nicht, sie grenzen aus, urteilen, diffamieren.
Das Gott zwei Geschlechter geschaffen hat, beweist nichts gegen gleichgeschlechtige Liebe. Er hat hat auch Tag und Nacht geschaffen und trotzdem gibt es Dämmerung, Teil der Natur, auch wenn sie nicht in Genesis erwähnt wird.
Das alles sage ich als Heterosexueller. Weil Urteile und Diffamierung m.M. nicht in ein Jesus Forum gehören
@undwenndoch
Wenn jetzt eine Mutter für sich es so verstanden hat, dass gelebte Homosexualität nicht unbedingt dem Willen Gottes entspricht und sie nicht möchte, dass ihr Sohn seine Sexualität zuhause auslebt, weil sie als Vorstand ihrer Wohnung nicht die Verantwortung dafür übernehmen möchte, warum ist das nicht ok? Vielleicht darf er sich mit seinem Freund ja doch mal bei ihr treffen, ist sie bereit, ihn kennenzulernen. Nur eben keinen Sex bei ihr haben.
Sie will ja nicht ihren Sohn verstoßen, lehnt ihn nicht ab.
Spielsucht ist übrigens kein Drogenmissbrauch und Haschischkonsum ist in Deutschland inzwischen legal swiw. Und ich habe betont, dass derjenige auch niemandem schaden würde.
Liebe zwischen zwei Menschen entsteht und fällt nicht vom Himmel. Erst kommt Gefallen und Begehren und man kann sich tatsächlich dafür oder dagegen entscheiden, ob man sich in jemanden verliebt oder nicht, bzw. sich so verhalten, dass man eher auf Distanz geht oder bewusst Nähe sucht. Wir Menschen sind unseren Gefühlen/Trieben nicht hilflos ausgeliefert.
Meine Argumentation ist tatsächlich auch durch die Bibel und zwar in der Schöpfungsordnung und auf Röm 1,26 begründet. Damit verstehe ich es so, dass Gott sich die Menschen als Mann und Frau gedacht hat, die sich (auch als Paar) ergänzen sollen.
Es wird gesagt, dass die Frauen den natürlichen Verkehr verlassen hätten. In manchen neueren Übersetzungen wird explizit geschrieben, dass sie mit anderen Frauen Verkehr hätten. Es wird nicht gesagt, dass sie Hurerei betrieben hätten.
Wenn ich merke, dass ich sowohl Männer als auch Frauen attraktiv finde und mir Sex mit beiden vorstellen könnte, bin ich nicht dazu gezwungen, den gleichgeschlechtlichen Teil zu wählen. Ebensowenig bin ich als Heterosexueller Mensch gezwungen, einen verheirateten Partner zu wählen. Oder Sex mit Kindern zu haben, wenn die mich deutlich mehr erregen als Erwachsene und scheinbar frühreif sind bzw. selber sexuelle Signale senden würden.
Tatsächlich sind dauerhafte treue monogame Beziehungen in homosexuellen Partnerschaften eher selten. Lies in Foren der Community. Da wird es auch offen geäußert. Diese Beziehungen kommen bei Frauen wohl etwas häufiger vor, obwohl auch da ab und an mal Sex mit einer anderen Frau zu haben nicht unbedingt so schlimm ist. Die Beziehung behält man ja bei. Es ist für eine lesbische Frau meist schlimmer wenn eine Frau bi ist und mal etwas mit einem Mann hat.
Auch bei mir sind es Erfahrungswerte die durchaus nicht nur auf ein oder zwei Personen beruhen.
Ich will niemandem vorschreiben, wie er zu leben hat. Ich denke nur, dass eine gelebte homosexuelle Beziehung nicht mehr das richtige für mich wäre. Aus meinem Bibelverständnis heraus. Ich habe das auch mal anders gesehen, auch als Christin.
Im echten Leben gehe ich damit nicht so sehr hausieren. Ist wie mit dem bekehrten Zuhälter, der vielleicht in seiner Gemeinde auch nicht unbedingt ganz offen über seine Vergangenheit berichtet.
Tatsächlich habe ich selbst noch länger die Ansicht vertreten (auch als ich mich schon für eigenes hetero sein entschieden hatte), dass Gott Liebe zwischen zwei Menschen doch nicht schlimm finden könnte. Egal ob hetero oder homo.
Und in einem Bibelkreis in dem ich meine Meinung geäußert hatte, hatte ich mich furchtbar geärgert als jemand, der das anders gesehen hatte, für mich betete, dass ich „einsehen“ würde…😅
War dann längere Zeit ohne Gemeinde und die Christen mit denen ich zu tun hatte, eher liberal. Und in meinem Bekanntenkreis war Homosexualität genauso akzeptiert wie Heterosexualität. Auch wenn die meisten Heten waren.
Drei bis vier Jahre nach dem besagten Hauskreis saß ich dann mit anderen Christen in einem Café zusammen, ua mit einer lesbischen Pastorin und irgendwie war HS Thema und plötzlich dachte ich „Was wäre, wenn Gott doch recht hat? Das woran sich die anderen reiben, wahr ist?
Wenn HS doch nicht in seinem Willen liegt?“ Da war ich ziemlich überrascht.
Ich kann mir persönlich diese Veränderung, dieses Zulassen, nur durch Gottes Geist erklären. Ich las bis dahin weiterhin auch Bücher, in denen Homosexualität als positiv dargestellt wurde. Auch Emma las ich noch. Es sagte niemand Homosexualität sei verkehrt oder sollte nicht ausgelebt werden.
Ich traf diesen Beter übrigens viel später mal wieder und er entschuldigte sich bei mir für sein Verhalten.
Fand ich irgendwie witzig und berichtete dann.
Veröffentlicht von: @ga2... und plötzlich dachte ich „Was wäre, wenn Gott doch recht hat? Das woran sich die anderen reiben, wahr ist?
Wenn HS doch nicht in seinem Willen liegt?“ Da war ich ziemlich überrascht.Ich kann mir persönlich diese Veränderung, dieses Zulassen, nur durch Gottes Geist erklären.
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Ich traf diesen Beter übrigens viel später mal wieder und er entschuldigte sich bei mir für sein Verhalten.
Fand ich irgendwie witzig und berichtete dann.
Jetzt hatte ich vorhin hier geschrieben, dass mir Dein letztes Posting - trotz anderer Sichtweise - ganz gut lesen konnte, weil es mir im Unterschied zu anderen Bibel-Booster-Verlautbarungen hier, doch sachlich-bemühter, persönlicher und differenzierter vorkam.
Aber nun muss ich doch wieder sagen: Ach. nöö!
Dass Dir Zweifel kamen und Du unsicher wurdest und etwas in Dir umgeschwenkt ist ("Was wäre, wenn doch das Gegenteil wahr wäre?") ist nun eine rein subjektive, persönliche und für Dich mit dem Heiligen Geist gedeutete Interpretation. ...
Sie bekommt in der Tat eine ironische Note dadurch, dass umgekehrt ...ja, was? ... der Heilige Geist den Anderen auch dazu geführt hat, SEINEN Irrtum einzusehen? 😉
Es bleibt also wohl doch dabei, dass wir unterschiedlich im Thema unterwegs sind. Und in Sachen "Kinder" hat "undwenndoch" Dein Posting auch aufmerksamer gelesen als ich ...
L'Chaim
Dass meine Deutung subjektiv ist, gebe ich durchaus zu. Und trotzdem kann der Andere auch vom Heiligen Geist zurechtgewiesen worden sein. Weil in der damaligen Situation auch sein Verhalten nicht ganz ok war.
Wenn du den Beitrag nicht mehr ok findest, kann ich auch damit leben.
Das, worum es mir in den Vergleichen ging, ist dass niemand nach seinen Trieben/Lüsten/Begierden handeln muss, es sei denn, es hat sich bereits eine Sucht entwickelt. Dann ist es nicht so einfach.
Glaub mir, wenn es nach mir ginge, wäre auch eine Beziehungen zwischen 17jährigen und doppelt so alten Personen nicht ok. Weil einfach die Erfahrungen und die Selbstsicheren in der Regel so verschieden sind. Aber irgendwo muss es ja definiert werden.
Dass es Menschen (meist Männer) gibt, die vor allem Minderjährige sexuell attraktiv finden, ist kein Geheimnis. Wichtig ist, dass sie das nicht ausleben. Dafür gibt es spezielle Hilfsangebote.
@ga2 Dein Beitrag ist in mehrfacher Hinsicht theologisch und exegetisch unhaltbar. Der Vergleich von homosexueller Liebe mit dem Missbrauch an Kindern ist grotesk, menschenverachtend und deshalb werde ich ihn hier melden! Missbrauch wird in der Bibel durchgehend als Gewalt und Unrecht benannt, während es für gleichgeschlechtliche Partnerschaften keinerlei pauschale Verurteilung gibt.
Wer Römer 1 ohne Römer 2 liest tut das, was hier alle homophoben Kommentare tun: Er liest einzelne Verse aus dem Zusammenhang und Kontext. Und missbraucht den Text! Römer 1,18-32 ist keine in sich geschlossene Sozialethik, sondern Teil einer Argumentationskette! Er beginnt mit heidnischen Verfehlungen. Aber genau im nächsten Schritt dreht er den Spieß um! Er verurteilt nicht, sondern stellt diejenigen bloß, die dies verurteilen Wie einst die Pharisäer es bei den Nachfolgern Jesu taten. Er baut eine Fallhöhe auf, um dann klar zu stellen: Alle stehen unter der Sünde auch die sich durch das moralische Urteil sicher wähnen. Die Pointe ist, dass du das missverstehst. Nein, er sagt nicht: "Da habt ihr es für eure Liste der Ethik". Er sagt "Keiner kann sich über den anderen erheben". Wer Römer 1 als starre Sexualethik nutzt, nimmt dem Text genau gegen Paulus Absicht in Beschlag! Was du als biblisch verkaufst, ist in Wahrheit ein hermeneutischer Zerrspiegel. Wer die Bibel ernst nimmt, muss ihre Mehrstimmigkeit, ihren historischen Kontext und die Verankerung in Gottes Liebe respektieren und nicht mit haltlosen Geichsetzungen Menschen diffamieren!
@adjutante Gegen diese Argumentation ist man ja beinahe machtlos 😀 Das ist deine Meinung, hat mit Bibelauslegung aber nichts zu tun
@undwenndoch
Das ist deine Meinung, hat mit Bibelauslegung aber nichts zu tun
Denkst du.
Lass gut sein liebe Adjutante. Ich konnte es früher auch nicht aushalten, dass Gott einen anderen Blick darauf haben könnte. Ich konnte es nicht verstehen und sagte damals, dann sei dieser Gott nicht mein Gott. Gut, dass Gott nicht zugelassen hat, dass wir uns trennen❤️
Wobei in der Gruppe damals nur zwei Personen sich in der Hinsicht biblisch-konservativ äußerten. Aber es hatte mich sehr aufgeregt und das Gebet maßlos geärgert. Um so überraschter war ich ja später von mir selbst und verstand mich selbst nicht.
.....hätte Gott den Blick der damaligen Zeit auf Ehe und Sexualität, hätten wir ein Problem. Und zwar ein großes.
Das fängt schon damit an, daß Priester nachweisen müssten, potent und fruchtbar zu sein und das Priesteramt bei einer Hodenverletzung aufgeben müssten.
Jesus aber ist nicht gekommen, weil die Gesellschaft damals perfekt und vollkommen gottgefällig war. Das war sie überhaupt nicht.
Das wesentliche an unserer Religion ist der Glaube, daß Gott auch in den schlimmsten und brutalsten Zeiten Ja zu uns sagt und uns noch eine Chance gibt.
Also auch in Zeiten in denen Kinder zwangsverheiratet wurden und Frauen sich alles, auch sexuell, vom Mann gefallen lassen mussten. Selbst da sagt Gott noch Ja zum Projekt Mensch.
Mal ehrlich: Nicht einmal bei der Hochzeit zu Kana wird uns garantiert, daß sie völlig freiwillig war. Die Meinung der Braut ist uns nirgends überliefert, und Jesus hatte schlechte Laune.
Worüber die Bibel nicht spricht: Homosexuelle Liebesbeziehungen.
Stattdessen enthält die Gesetzessammlung des Alten Testaments eine endlose Zahl an Vorschriften, die uns kaum alltagstauglich machen würden, wenn wir sie heute noch einhalten würden.
https://www.evangelisch.de/inhalte/91368/02-02-2011/bibelauslegung-homosexualitaet-ein-graeuel
*Räusper* - nicht vergessen: All unsere Erkenntnis ist Stückwerk. Gruß, Channuschka-Mod
@adjutante 😆 Made my day. Kann es sein, dass du sehr viel Meinung besitzt und wenig Ahnung?
Persönliche Erfahrungen sind wichtige Impulse für den Glauben, aber praktische Theologie ist nichts rein Subjektives, sondern prüft persönliche Erfahrungen kritisch (!) mit Bibelexegese, Tradition, wiss. Theologie und gesellschaftlichen Kontext. Du verwechselst Erfahrungen und Meinungen mit praktischer Theologie. Das ist nicht das gleiche und auch die Anführungszeichen machen es nicht besser.
"Ich habe mal gehört dass" "Ja nee, das ist so"...
@undwenndoch
So soo ...
@undwenndoch
Ich bin sicherlich die Letzte, die sexuellen Missbrauch von Kindern verharmlosen will. Melde mich aber ruhig, kann ich mit leben.
Allerdings hängt die Sicht auf die Geschlechtsreife auch von Zeitalter und Gesellschaft ab. Auch eine 13jährige ist nach unserer Definition noch ein Kind und vor Sexualität mit volljährigen Erwachsenen zu schützen. Das galt aber nicht immer und es gilt weltweit auch heute nicht überall.
Ich wüsste nicht, wo Paulus gleichgeschlechtliche Sexualität oder alles andere in dem Zusammenhang im Römerbrief erwähntes gutheißt. Und ich behaupte ja nicht, dass ich Jesu Opfer nicht bräuchte, dass ich nicht immer wieder vor Gott schuldig würde. Ich bin nicht besser als jemand, der seine Homosexualität auslebt.
Aber wenn du das nicht ertragen kannst, dass ich homosexuelle Beziehungen nicht als gottgewollt sehe und irgendwie dadurch verletzt wirst, dann tut mir das leid. Ich wollte auch niemanden verletzen, der dir vielleicht nahe steht.
Ich werde mich zu diesem Thema jetzt hier zurückhalten.
Segen und Frieden dir!
Es gibt leider zwei peinliche Lücken in der Bibel.
Die es deswegen gibt, weil die betreffenden Themen den Männern damals überhaupt kein Anliegen waren. Und weil Papyrus halt teuer war, schrieben sowohl die jüdischen Gelehrten als auch die Evangelisten nur das auf, was sie für relevant hielten.
a) Tierschutz.
b) Schutz der Frau vor Vergewaltigung.
Zwar ist es heutzutage Mode, so zu tun als würde die halbe Bibel aus einem bestimmten Satz im Buch Levitikus bestehen, aber damit war gemeint, daß man keine Männer vergewaltigen soll. Denn in der damaligen Welt war es für einen Mann die schlimmste Schande, die Rolle der Frau einzunehmen, also penetriert zu werden.
Leider gibt es keine einzige Passage, die FRAUEN vor Vergwaltigung oder ähnlichem schützt. Man kann nur so argumentieren, daß der Mann, wenn er verheiratet ist, immerhin Ehebruch begeht.
Gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen werden in der Bibel überhaupt nicht erwähnt. Wirklich nirgends.
Wenn man die eine Passage im Buch Levitikus auf homosexuelle Liebesbeziehungen bezieht, reduziert man diese wirklich ausschließlich auf Sex. Und vernachlässigt alles was sonst noch eine Liebesbeziehung ausmacht.
In Sachen Sexualität hat die Bibel eindeutig eine dem Zeitgeist entsprechende Schieflage: Weder Zwangsehen noch Vergwaltigung einer Frau (falls der Täter unverheiratet ist) noch Kindesmissbrauch werden klar verurteilt.
Da anzunehmen, daß dieser eine Satz im Buch Levitikus (das sich 10 Kapitel lang mit Opfervorschriften, die wir heute eh nicht mehr einhalten, beschäftigt) der vollständige Wille Gottes in Bezug auf Homosexualität wäre, nenne ich naiv.
Naja, dass sich in der Bibel so gar nichts zu den Themen findet, kann man auch nicht pauschal sagen. Wenig zwar, aber auch nicht nichts.
Vergewaltigung einer Frau war in Israel verboten.
Wenn die Option bestand, von einem Paar den Mann oder die Frau zu vergewaltigen, galt es als schlimmer, das dem Mann anzutun.
Lässt sich sicherlich drüber streiten über die Gewichtung und dass Vergewaltigung in der Ehe nicht vorkommt, aber Vergewaltigung ansich war erstmal nicht ok.
Ich beziehe mich da auf Dina, Tamar und die Nebenfrau des Leviten aus Ri,19.
Zum Thema Tierschutz muss man sicherlich mehr zwischen den Zeilen lesen. Zwar soll es eine menschliche „Herrschaft“ über die Tiere geben, aber der Mensch soll die Schöpfung bewahren und respektvoll mit ihr umgehen.
Manche Rabbiner sagen, dass das Schächten von Tieren, wenn es richtig gemacht würde, für das zu tötende Tier am schmerzfreisten wäre. Keine Ahnung, ob das wirklich so ist. Hab da mal etwas zu gelesen.
Man soll verantwortungsbewusst und maßvoll mit Nahrung tierischen Ursprungs umgehen. Wenn man Tiere zur Arbeit nutzt, soll man sie auch entsprechend füttern und nicht hungern lassen.
Am Sabbat dürfen auch die Tiere ruhen.
Gott ist es lieber, die Menschen würden mehr versuchen, sich an seine Gebote zu halten, als sich auf der Möglichkeit zu opfern „auszuruhen“.
Das ist jetzt das, was mir spontan zum Thema Tierschutz einfällt.
Wie man's nimmt....
Lot will der Meute statt die männlichen Gäste seine Töchter zum Vergewaltigen geben und gilt immernoch als gerechter und gottgefälliger Mann. Selbst meine geniale römisch-katholische Religionslehrerin konnte das nicht plausibel erklären.
Im Buch Deuteronomium muss ein Vergewaltiger, sofern er eine Jungfrau vergewaltigt hat, nur dem Vater 50 Silberstücke geben und sie dann heiraten. Das Mädchen wird nicht gefragt. Sondern soll auch noch die Frau des Täters werden.
Das war eine derart frauenverachtende Zeit, daß einem nichts mehr dazu einfällt. Jedenfalls nichts was druckreif wäre.
Aus der Sicht wird auch leicht verständlich, warum es für einen Mann die schlimmste Gräueltat war, penetriert zu werden, also sozusagen zur Frau gemacht zu werden.
Was Tierschutz angeht, so denke ich schon, daß es gottgewollt ist, daß wir heute zunehmend einen Willen Gottes zu spüren, mit Tieren anständig umzugehen (auch wenn wir sie essen dürfen).
Aber leider nicht aus expliziten Tierschutzvorschriften in der Bibel. Das Bewusstsein dafür kommt uns einfach.
Ich wüsste nicht, wo Lot in der Bibel als gottgefällig und gerecht beschrieben wird.
Er wählt bewusst einen sündhaften Ort um sich dort niederzulassen, weil er nur nach materiellen Kriterien urteilt.
Dass Gott ihm schließlich Rettung schenkt, liegt hauptsächlich an seiner Verwandtschaft mit Abraham (als sein Neffe), denke ich.
Außerdem ist er wohl trotzdem nicht den Sitten seiner Umgebung gefolgt.
Gastfreundschaft war damals etwas extrem wichtiges.
Natürlich hätte er die Gäste ausliefern können. Aber unter dem Gebot der Gastfreundschaft war das unmöglich.
Hätte er sich selbst geopfert, wer hätte die Sorge für sein Haus (Frau und Kinder) übernehmen sollen? Und wo war die Garantie, dass die Einwohner dann nicht trotzdem sowohl die Gäste als auch Frau und Töchter missbrauchen würden?
Er hätte Gott fragen können, wo er sich ansiedeln kann. Dann wäre es vermutlich nie zu so einer Situation gekommen.
Tierschutz und Umweltschutz sind etwas, was den Menschen erst im Laufe der letzten Jahrhunderte/Jahrzehnte bewusster wurde.
Aber wenn ich die Bibel lese, finde ich einige Stellen die den Menschen dazu auffordern, respektvoll und achtsam mit der Schöpfung umzugehen.
Veröffentlicht von: @blackholeWie man's nimmt....
Lot will der Meute statt die männlichen Gäste seine Töchter zum Vergewaltigen geben und gilt immernoch als gerechter und gottgefälliger Mann. Selbst meine geniale römisch-katholische Religionslehrerin konnte das nicht plausibel erklären.
Im Buch Deuteronomium muss ein Vergewaltiger, sofern er eine Jungfrau vergewaltigt hat, nur dem Vater 50 Silberstücke geben und sie dann heiraten. Das Mädchen wird nicht gefragt. Sondern soll auch noch die Frau des Täters werden.
Ja, das sind die Stellen, bei denen es mich auch schon geschüttelt hat.
Das war eine derart frauenverachtende Zeit, daß einem nichts mehr dazu einfällt. Jedenfalls nichts was druckreif wäre.
Aus der Sicht wird auch leicht verständlich, warum es für einen Mann die schlimmste Gräueltat war, penetriert zu werden, also sozusagen zur Frau gemacht zu werden.
Logisch.
@undwenndoch
*Räusper* (=Vorstufe zu Gelber Karte)
Ich bitte dich von deinem hohen Ross herunter zu kommen und a) genauer zu lesen (es geht um Begehren und nicht um das Ausleben des Begehren) und b) gilt " dass die eigene Erkenntnis unvollkommen ist und nur bruchstückhaft die Wahrheit widerspiegelt (Paulus im ersten Brief an die Gemeinde in Korinth, Kapitel 13)." (aus der j.de-Charta) auch für dich.
VG,
Channuschka-Mod
@channuschka-mod Aha. Also wenn das Begehren zum Missbrauch von Kindern mit dem Begehren des gleichen Geschlechts gleichgesetzt wird, dann ist das hier völlig in Ordnung? Weil beides gleichermaßen Sünde? In dem Fall stelle ich das Schreiben hier ein, denn so eine Plattform möchte ich nicht weiter bedienen.
@undwenndoch
Nicht weil beides Sünde ist (oder im Fall von Homosexualität streitbar, ob Sünde oder nicht), sondern weil beides ein sexuelles Verlangen ist.
Und das zumindest Schwule ihr Verlangen lange Zeit nicht ausleben konnten, weil es strafbar war, sollte hinlänglich bekannt sein. Daher ist die Strafbarkeit kein Maßstab.
Allerdings hoffe ich doch sehr, dass Kindesmissbrauch immer strafbar bleibt, denn ethisch gesehen gibt es da eben dann doch einen sehr großen Unterschied, zwischen Kindesmissbrauch und Homosexualität. Der liegt aber in der Fähigkeit des Menschen, der begehrt wird, dem ganzen im Bewusstsein, dessen was geschieht und was es bedeutet, voll zu zu stimmen (also zumindest dann bei 13/14jährigen, die schon biologisch gesehen sexuelles Verlangen selbst haben, jüngere Kinder ist da überhaupt kein Einverständnis im dem Sinne möglich, dass beide eine Sexuelle Beziehung aus gegenseitigem Verlangen haben), bzw. eben im Machtunterschied zwischen den Sexualpartnern.
Veröffentlicht von: @ga2Wenn Gott es gut gefunden hätte, dass Menschen beliebig s. Beziehungen untereinander haben können, warum hat er zwei Geschlechter geschaffen mit einem das befruchtet und dem anderen, das gebiert? Es wäre auch möglich gewesen, grundsätzlich nur erkennbare Zwitterwesen zu schaffen.
Tatsächlich sind Menschen, die sowohl Samen produzieren als auch schwanger werden können, enorm selten und eine Ausnahme.
Ich denke tatsächlich, dass sich Gott was dabei gedacht hat, dass sich zur Fortpflanzung (und somit auch zum Fortbestand) ein Männchen und ein Weibchen zusammentun. Sonst wäre es irgendwann vorbei.
Und das ist ja auch immer noch die 'Norm' und wird es wohl auch bleiben.
Aber was ist mit denen, die nicht dieser 'Norm' entsprechen?
Können die sich tatsächlich immer frei entscheiden?
Können die sich tatsächlich immer frei entscheiden?
Vermutlich nicht. Und wenn das so ist, dann weiss Gott das.
Und vermutlich ist es dann auch wieder Gott, der jemandem, der homosexuell ist, den Impuls gibt, dass er sich nach Gottes Willen statt nach seinem eigenen Verlangen richten soll.
Das passiert aber eben auch erst und nur dann, wenn und wen Gott zieht.
So sehe ich das.
Vermutlich nicht. Und wenn das so ist, dann weiss Gott das.
Zu Punkt eins, mal so mal so, denke ich. Es können tatsächlich Begierden auch entstehen, weil man die Möglichkeit erkennt, sich drauf einlässt und gefallen daran findet.
Beim zweiten Punkt stimme ich dir zu.
Und ich vertraue auch auf Gottes Gnade, die höher ist als alle menschliche Vernunft.
Zu Punkt eins, mal so mal so, denke ich. Es können tatsächlich Begierden auch entstehen, weil man die Möglichkeit erkennt, sich drauf einlässt und gefallen daran findet.
Das müsste dann ja aber im jugendlichen oder erwachsenen Alter passieren. Sexuelle Prägungen entstehen aber mWn in der Kindheit, bis fünf oder so…
Ich meinte damit eine nicht bewusste Entscheidung.
Es können tatsächlich Begierden auch entstehen, weil man die Möglichkeit erkennt, sich drauf einlässt und gefallen daran findet.
Zu diesem Punkt (also bewusste Entscheidung) sagt Römer 1,
26Weil die Menschen Gottes Wahrheit mit Füßen traten, gab Gott sie ihren Leidenschaften preis, durch die sie sich selbst entehren….
Je nach Übersetzung variert es was die Stelle angeht, aber der Sinn dahinter bleibt jeweils gleich: sie sind durch ihre Taten entehrt bzw entehren sich eben selbst.
Letztendlich sind beide Formen selbstbestimmt, ab dem Alter der vollen Verantwortung für die eigenen Handlungen. Und ich denke, wenn Gott Zweifel in ihre Herzen säen möchte, die ihr Handeln vor Gott in Frage stellen, dann wird das so sein.
Veröffentlicht von: @ga2Es können tatsächlich Begierden auch entstehen, weil man die Möglichkeit erkennt, sich drauf einlässt und gefallen daran findet.
So kleine 'Bäumchen der Erkenntnis' meinst Du?
Das ist tatsächlich auch mein Argument gegen dieses 'man-muss-alles-mal-probiert-haben'.
Nein, muss man nicht.
Was ich nicht will (warum auch immer), muss ich auch nicht probieren.
Und ich vertraue auch auf Gottes Gnade, die höher ist als alle menschliche Vernunft.
Auf jeden Fall.
Aber was ist mit denen, die nicht dieser 'Norm' entsprechen?
Können die sich tatsächlich immer frei entscheiden?
Ich weiß es nicht.
Und ich denke, dass es eine Angelegenheit zwischen Gott und jedem Einzelnen ist.
Nur wenn ich anfange, das was in der Bibel steht, grundsätzlich in Frage zu stellen bzw. abzulehnen, weil es nach meiner Auffassung nicht zu meiner Vorstellung von Gottes Liebe passen kann und mir die kritische Theologie dazu passenderweise die Argumente liefert und ich mich nicht mehr mit Gott direkt über diese Themen auseinandersetze, sehe ich Probleme. Und das unabhängig davon, worum es konkret geht.
Veröffentlicht von: @ga2Aber was ist mit denen, die nicht dieser 'Norm' entsprechen?
Können die sich tatsächlich immer frei entscheiden?Ich weiß es nicht.
Und ich denke, dass es eine Angelegenheit zwischen Gott und jedem Einzelnen ist.Nur wenn ich anfange, das was in der Bibel steht, grundsätzlich in Frage zu stellen bzw. abzulehnen, weil es nach meiner Auffassung nicht zu meiner Vorstellung von Gottes Liebe passen kann und mir die kritische Theologie dazu passenderweise die Argumente liefert und ich mich nicht mehr mit Gott direkt über diese Themen auseinandersetze, sehe ich Probleme. Und das unabhängig davon, worum es konkret geht.
Damit komm ich zurecht.
Meine 'Erkenntnis' ist tatsächlich die, dass es eben diesen Unterschied zwischen 'sexueller Benutzung' und Beziehung gibt.
Aber ich hab auch schon eine Predigt eines von mir sehr geschätzten Pastors gehört, der sich - nach seinen Erkenntnissen - ganz klar gegen homosexuelle Beziehungen aussprach.
So gern ich ihn hörte, in diesem Bereich war ich anderer Meinung als er.
Wenn Gott es gut gefunden hätte, dass Menschen beliebig s. Beziehungen untereinander haben können, warum hat er zwei Geschlechter geschaffen mit einem das befruchtet und dem anderen, das gebiert? Es wäre auch möglich gewesen, grundsätzlich nur erkennbare Zwitterwesen zu schaffen.
Überbevölkerung ist inzwischen allerdings ein großes Problem. Menschen, die glücklich miteinander zusammenleben, aber keine Kinder haben sind da eher hilfreich als nachteilig.
Den Vergleich mit Drogensüchtigen empfinde ich als ziemlich daneben... und entlarvend, denn rationale Argumente gibt es hier anscheinend nicht.
Veröffentlicht von: @aleschaBei ihrer Erziehung und wie sie sonst so drauf ist könnte man vermuten, dass Sex für sie eher igitt und nur zum Zwecke der Kinderzeugung da ist.
Das ist ja genau das, was ich meine.
lg Tatokala
@tatokala Natürlich, das ist ja das was die Christen seit 2000 Jahren verbreiten. Aber ist ist auch klar, Kinder gibt es nur bei der Vereinigung von Mann und Frau und ich frage mich warum das Thema hier überhaupt so lange diskutiert wird.
Ich frage mich gar warum stellt man so ein Thema ein. Wenn ich dann so Beiträge sehe, man würde es homosexuellen ansehen, ob sie homosexuell sind.
Ja es gibt homosexuelle Männer die bewegen sich so weiblich, da mag es sein. Man kennt aber auch homosexuelle Männer, wenn es da nicht jemand rausposaunt hätte, dann wüsste man es heute vermutlich noch nicht.
Trotzdem schaute ich Sendungen mit Alfred Biolek gerne und werde sie weiterhin anschauen, auch stört mich bei Horst Tappert seine Einheit im Krieg nicht. Bei Fuchsberger hat er erzählt sie hätten Knüppeldämme gebaut. Fuchsberger hat für die jüngeren Leute nachgehakt zu erklären was das war. Es waren Holzstämme die auf dem Boden zu einer Straße zusammengefügt wurden.
Hallo Ledwa,
"Ich habe ihm gesagt, und das wusste er auch vorher, das ich das als Christin nicht okay finde, ihm aber natürlich jetzt nix verbieten kann. Er soll das tun, von dem er meint, dass es ihm gut tut und ich ihn keinen Deut weniger liebe als vorher."
Das halte ich für richtig und wichtig.
"Mein Sohn ist in Gottes Hand, das weiß ich und ich mache mich jetzt auch nicht verrückt. Nur - was würdet Ihr machen? Ich habe schon die Ansage gemacht, dass eine Übernachtung in meiner Wohnung nicht infrage kommt."
Das ist dein gutes Recht.
Die jüdisch-christliche Tradtion ist im Bezug auf homosexuelle Handlungen sehr restriktiv, weitaus restriktiver, als moderne Wissenschaft (Psychologie, Anthropologie) es rechtfertigen würde. Wenn Neigungen in dieser Hinsicht Veranlagung sind, wäre dein Sohn, wie du ja auch schreibst, nun einmal so geschaffen. Die evangelischen Landeskirchen mühen sich redlich, diesen Widerspruch zu überbrücken, so sehr, dass ich manchmal den Eindruck habe, sie fallen nun auf der anderen Seite vom Pferd. Wenn du mit deinen Sorgen dort einen Ansprechpartner brauchst, wirst du bestimmt fündig.
Viele Grüße
Tojak
Veröffentlicht von: @channuschka-modEs ist ein umstrittenes Thema zwischen den unterschiedlichen christlichen Strömungen innerhalb mancher Kirchen und auch zwischen ihnen.
Ja, ich weiß. Leider ist das mittlerweile auch in den (Frei-)Kirchen "umstritten". Alles, was gegen den Zeitgeist geht, ist "umstritten". Die Anpassung der Christen schreitet halt voran.
Meine Prinzipien zu äußern und in einem christlichen Forum nicht rechtfertigen zu wollen, ist nicht aggressiv. Wenn wir hier diskutieren und auch mal streiten wollen, dürfen wir nicht so empfindlich sein. Schließlich outen sich hier auch regelmäßig Teilnehmer als bewusste Nicht-Christen.
Wir einigen uns also auf "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Das fasst dann die ganze Bibel zusammen. Wer sind wir schließlich, dass wir andere beurteilen, nicht wahr?
In diesem Sinne ...
Meine Prinzipien zu äußern und in einem christlichen Forum nicht rechtfertigen zu wollen, ist nicht aggressiv. Wenn wir hier diskutieren und auch mal streiten wollen, dürfen wir nicht so empfindlich sein. Schließlich outen sich hier auch regelmäßig Teilnehmer als bewusste Nicht-Christen.
Es sind dein Ton und vor allen Dingen deine Satzzeichen (!), die deinen Beitrag aggressiv erscheinen lassen. Und das nicht zu dudeln, hat nichts mit empfindlich sein zu tun, sondern es entspricht einfach nicht der Diskussionskultur, die wir hier wollen.
Ein wichtiger Baustein von jesus.de ist es, dass hier erst einmal jeder willkommen ist und mit schreiben darf und keine Auslegung bevorzugt wird, solange man sich dabei an die Regel hält, dass das eigene Wissen immer Stückwerk ist, die eigene Interpretation nicht, die einzige allgemein und alleinig gültige für Christen und damit auch nicht Menschen, die die Bibel anders interpretieren, den Glauben abzusprechen oder das "richtige Bibelverständnis". Falls du damit nicht klar kommst, dann ist jesus.de vielleicht nicht der richtige Ort.
Und es geht dabei nicht darum, dass du dich rechtfertigen musst. Sondern alleine darum, den anderen nicht ihr Christ-Sein abzusprechen, wenn sie es anders sehen.
Wir einigen uns also auf "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Das fasst dann die ganze Bibel zusammen. Wer sind wir schließlich, dass wir andere beurteilen, nicht wahr?
"Ha Shalosh Dwarim" - "Die drei Worte"
Veha'avta lereacha camocha - Und liebe deinen nächsten wie dich. (Lev 19,18)
Es kam einmal ein Mann zu einem Rabbi und sagt: "Wenn du es schaffst die ganze Thora in nur drei Worten zusammenzufassen, dann werde ich glauben und alle Gesetze befolgen." Und der Rabbi antwortete: "Kein Problem. Veha'avte lereacha camocha. Liebe deinen nächsten wie dich."
So oder so ähnlich lautet eine jüdische Geschichte, die mir von zwei "meiner Opas" im Altenheim in Petach Tiquvah, Israel erzählt wurde.
Es ist nicht nur das wichtigste Gebot im Christentum, sondern auch im Judentum. Die Zusammenfassung der Torah.
Also ja, wer sind wir, dass wir andere be- und verurteilen.
Liebe Grüße,
Channuschka-Mod