Sohn will Sanitäter oder San (Sanitäter beim Militär) werden aber er ist schlecht in Mathe und Rechtschreibung
Hallo,
ich bitte um Gebet - vor allem aber auch um Rat. Wir sind eine christliche Familie. Es geht unseren Sohn (13 Jahre). Er hat große Probleme mit Mathe und Rechtschreibung - nicht aber mit dem Lesen. Seine Rechtschreibung ist wirklich unter aller Sau. Man kann es kaum lesen, was er schreibt.
Er ist auf dem Gymnasium (NRW) und wird es voraussichtlich Ende diesen Schuljahres Richtung Realschule verlassen müssen. Er verfügt über die deutsche und die britische Staatsbürgerschaft.
Von den Lehrer wird er als respektvoller Junge, der hart arbeitet, beschrieben und so sehe ich ihn auch. Mit anderen Teens kommt er gut aus. Nur schulisch ist er sehr schwach.
Sein bestes Fach ist Sport. Egal was für eine neue Sportart dran kommt - er ist immer einer der besten. Ich schicke ihn auch in den Ferien zur Sportkursen und höre von allen, wie begabt er in diesem Bereich ist.
Wir haben ihn auf Dyskalkulie und auf Legasthenie testen lassen. Das hat er nicht. Dazu sind seine Fähigkeiten dann wieder zu gut. Wir haben seinen IQ testen lassen. Er ist im Normalbereich und im Subtest „Verarbeitungsgeschwindigkeit“ war er sogar überdurchschnittlich (120). Wir haben ihn auf ADHS testen lassen. Auch das hat er nicht.
Wir haben schon ein kleines Vermögen für Nachhilfe ausgegeben. Studienkreis, private Nachhilfe durch Studenten. Alles schon probiert.
Er verliert langsam sein Selbstbewusstsein. Er arbeitet so hart (viel härter als seine Geschwister) und hat trotzdem weniger Erfolge. Er möchte so gern Sanitäter oder San werden, weil er Leben retten möchte.
Dafür muss er gut schreiben können und Mathe
Sagt wer? Gibt verschiedene Sanitäter.
Notfallsanitäter = 3 Jahre Ausbildung
Rettungssanitäter = 3 bis 4 Monate Ausbildung
Gibt noch mehr Berufe, bei denen man Menschen gelten kann, wenn das die Motivation ist.
Und heisst schlecht Mathe?
Redest du davon, das er die Grundrechenarten nicht kann oder nicht Kopfrechnen oder den ganzen anderen Kram, den man als Erwachsener nie braucht?
Wie ist er denn mit schlechten Deutsch und Mathekenntnissen ans Gymnasium gekommen?
@derelch Er möchte konkret in den medizinischen Bereich und dort Menschen helfen. Früher wollte er Arzt werden. Er hat aber inzwischen verstanden, dass er sich das wohl leider abschminken kann.
Hier in NRW ist die Empfehlung für die Schulform nicht bindend. Er hatte die Empfehlung für die Realschule. Wir haben ihn aber mit sehr viel Bauchschmerzen aufs Gymnasium geschickt. Das liegt an den Problemen, die es hier vor Ort an den Realschulen gibt. Da wird geprügelt, abgezogen, mit Drogen gehandelt.
An der Grundschule hat er Mathe noch einigermaßen beherrscht. Jetzt auf dem Gymnasium wird es eng für ihn.
Er hat keine „schlechten Deutschkenntnisse“. Sein Deutsch ist perfekt. Er kann nur nicht schreiben.
Er möchte konkret in den medizinischen Bereich und dort Menschen helfen. Früher wollte er Arzt werden. Er hat aber inzwischen verstanden, dass er sich das wohl leider abschminken kann.
Medizin geht nicht ohne Abi, aber es geht prinzipiell auch ohne Spitzenabi (also Abischnitt zwischen 2 und 3). Allerdings ist es ein etwas steiniger Weg. Es ist sicher richtig, seine Grenzen zu (er)kennen, gleichwohl ist es wichtig Träume nicht zu früh zu begraben.
Hi, das interessiert mich und ich würde gern was fragen. Du darfst auch "nein" sagen, wenn dir das nicht gut tut: Was ist es denn genau, was er "nicht schreiben" kann? Kann er die Worte nicht umsetzen? War das von Anfang an so, als er schon Schreiben gelernt hat in der Schule? Versteht er es nicht? Ein Stück weit ist es ja auch eine Lernsache ...
Ah, ich lese weiter unten schon ... Danke.
@neubaugoere Er kann die Worte schreiben, aber durch die schlechte Rechtschreibung sind sie teilweise kaum lesbar und man muss raten, was da steht. Ausserdem vertauscht er oft Buchstaben innerhalb eines Wortes, wenn er jetzt zum Beispiel „Wort“ schreiben würde, stände da vielleicht „orwt“ oder „wotr“.
Das meine ich nicht. Versteht er, dass ein Vokal (a, e, i, o, u) mit einem "h" anschließend eben ein langgesprochenes a, e, i, o oder u sind? <-- also die Theorie dahinter? (ist nur EIN Beispiel)
Ich versuche das nachzuvollziehen. Wie hat das angefangen? Wenn ich ein "Wort" schreiben soll, fange ich doch mit Wwwwwwww (ich spreche es gleichzeitig) ooooooooo rrrrrrr t an ... ich versuche es, hörbar zu machen ... verstehst du, was ich meine?
Veröffentlicht von: @waldluft@neubaugoere Er kann die Worte schreiben, aber durch die schlechte Rechtschreibung sind sie teilweise kaum lesbar und man muss raten, was da steht.
Ausserdem vertauscht er oft Buchstaben innerhalb eines Wortes, wenn er jetzt zum Beispiel „Wort“ schreiben würde, stände da vielleicht „orwt“ oder „wotr“.
Das klingt mir doch sehr stark nach Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Jein sage ich mal so. Wörter immer wieder anders zu schreiben, ist nicht unbedingt LRS. Kann aber eines der Anzeichen sein.
Die klassischen Anzeichen sind eigentlich zunächst das Verwechseln von b und d oder von p und q beim Schreiben und Texte erraten statt vorzulesen.
Viel sogenannte „Lese-Rechtschreibschwäche“ heutzutage kommt mMn auch durch mangelnde (Ab)Schreib-Übung zustande und dadurch, dass die Buchstaben der Worte nicht mehr zusammenhängend (Schreibschrift am Anfang) geschrieben werden.
Wenn ich vergleiche, wie Schreiben und Lesen bei mir (Einschulung 1977), meinen Kindern (20 bzw 22 Jahre später) und 2019 unterrichtet wurde, wie im Lehrstoff heute hin und her gesprungen wird, was sonst noch alles gelehrt werden muss, denke ich, dass vielen einfach auch die Übung in der Schule fehlt und dadurch manches im Gehirn nicht ankommen kann bzw. dort nicht dauerhaft abgespeichert werden kann.
Es heißt, echte LRS hätte im Vergleich zu früher (mangelnde Diagnostik und unterstellte Faulheit früher im Vergleich zu besseren Diagnosemöglichkeiten und zunehmender Sendibilität für das Thema) nicht zugenommen. Andererseits scheint man aber schon anzunehmen, dass die Schreibkompetenz heutiger Schüler abgenommen hat.
Auch ADHS kann dazu führen, dass man mal so und mal so schreibt. Wenn das Chaos im Kopf zu stark wird, breitet sich das auch schon mal aus.
Lass mich raten:
Er durfte die ersten Jahre alles schreiben, wie er wollte, ohne dass Lehrer es als falsch angestrichen haben?
Und dann vielleicht noch einiges an Internet Slang, wo aus einem "ei" oder "i(e)" einfach mal auch ein "y" wird, weils -keine Ahnung cooler(?) - aussieht.
Dazu noch so was wie Konzentration, denn Buchstaben beim Schreiben verwechselt oder vergessen hab ich auch gerne. Meine Rechtschreibung war die komplette Schulzeit über eine Katastrophe. Nur irgendwie hat es gegen Ende dann doch ganz gut hingehauen. Zumindest in Deutsch ist es keine Katastrophe mehr und für den Rest... google und Rechtschreibprüfung auf Englisch 🙂 Ich muss ja nicht mehr von hand schreiben.
Findet er seine eigenen Fehler. Texte von hinten nach vorne lesen, damit man eher jedes Wort liest und nicht den ganzen Text. Hat zumindest mir in der Schule manchen Fehler erspart. Und ja ich hatte hin und wieder Punkt/Note-Abzug wegen zu vieler Rechtschreibfehler.
Dafür muss er gut schreiben können und Mathe - wie für fast alle anderen Jobs auch.
Guten Morgen. 🙂
Naja. Die Praxis sieht tats anders aus, als die Theorie. Wenn er wirklich d'ranbleibt, ist im sozialen Bereich vieles möglich.
Er müsste evtl kleinschrittig vorgehen, aber das formt den Charakter und wird von Arbeitgebern wohlwollend gesehen, wenn "die Chemie stimmt".
Z.B. könnte er sich als Hauptschüler (!) mit der Ausbildung zum Sozialassistenten den Realschulabschluss erwerben und darauf aufbauend sich zum Rettungssanitäter weiterbilden.
In der Zwischenzeit entwickelt er ein Gefühl dafür, "wie der Hase läuft" in diesen Gefilden, wird redegewandter (Fachwörter, mitreden können) und technikaffin (geht eh' alles nur noch mit Handy), wird sicherer und entwickelt Selbstbewusstsein.
Da ist einiges möglich, wenn man d'ranbleibt.
Da Du schreibst, dass er sowohl die deutsche als auch die britische Staatsbürgerschaft hat: Liegt es vielleicht an einem "Durcheinander bringen" von deutschen und englischen Wörtern/Grammatik?
@ichsen Er beherrscht sowohl die englische als auch die deutsche Grammatik perfekt und kann beide Sprachen perfekt. Deutsch sowohl hochdeutsch als auch die lokale Mundart, English sowas wie RP und verschiedene lokale Akzente. Er macht sich sogar manchmal einen Spaß daraus zu sprechen „wie ein Schotte“, „wie ein Bayer“ und so weiter. Er macht sich Gedanken über Sprache, die über das Alltägliche hinaus gehen, wie zum Beispiel das man Englisch nicht einfach wörtlich übersetzen kann.
„An annoying little man“ ist auf Deutsch eben kein „nervender kleiner Mann“, sondern ein „riesengroße A*loch“. „I am starting to feel a bit annoyed by …“ kann man getrost mit „Jetzt bin ich aber richtig sauer über …“ übersetzen.
Diese Beobachtung wollte er letztens mit mir besprechen. Er hatte mehrere gute Beispiele dafür gesammelt und wollte wissen „warum man das so macht“. Ich konnte nur sagen „Deine Beobachtung ist richtig. Es gibt einen Namen dafür. Man nennt es Understatement und ich habe leider keine Ahnung, warum man das so macht“.
Er kann sowohl längere deutsche als auch längere englische Texte problemlos lesen und verstehen. Er liest aber leider nicht viel.
Seine Rechtschreibung ist unter aller Sau und zwar in beiden Sprachen. Tatsächlich schreibt er einige deutsche Wörter englisch beeinflusst. „Bryte“ (breit) kommt mir da in den Sinn oder „myh“ (der Monat Mai) und möchtest du raten was „Wyhnachtn“ ist. Er bleibt nicht bei einer falschen Schreibweise, die er konsistent beibehält, sondern findet immer wieder neue falsche Schreibweisen für ein Wort. Groß und Kleinschreibung hat er generell nicht drauf. Er verwechselt manchmal die Reihenfolge von Buchstaben in einem Wirt. „So“ wird zu „os“. „Ich habe“ wird zu „ich haeb“ oder „ihc heba“ oder so.
Wenn er heute ein Wort schreiben kann, bedeutet das nicht, dass er es morgen auch noch schreiben kann. Ich hab ihn schon stumpf wichtige Wörter hundert mal abschreiben lassen. Das bedeutet nicht, dass er sie in Zukunft sicher schreiben kann.
Dazu kommt, dass er sich am Unterricht nicht von sich aus beteiligt. Er macht keinen Ärger. Er hört zu, aber er sagt nichts, wenn er nicht vom Lehrer aus dran genommen wird. Dabei kann er die meisten Fragen beantworten, wenn der Lehrer ihn fragt. Er ist dabei nicht introvertiert. Zu Hause ist er extrovertiert und albern. Er ist schüchtern in diesem schulischen Setting und kann sich auch nicht überwinden.
Veröffentlicht von: @waldluftEr bleibt nicht bei einer falschen Schreibweise, die er konsistent beibehält, sondern findet immer wieder neue falsche Schreibweisen für ein Wort. Groß und Kleinschreibung hat er generell nicht drauf. Er verwechselt manchmal die Reihenfolge von Buchstaben in einem Wirt. „So“ wird zu „os“. „Ich habe“ wird zu „ich haeb“ oder „ihc heba“ oder so.
Auch das klingt nach LRS.
@waldluft Er ist 13. Und eher der sportliche/körperliche Typ. Gebt ihm Zeit und macht Euch und ihm nicht so viel Druck! Herrschaftszeiten, schon die ganzen "Untersuchungen" und der Nachhilfeunterricht und und und... Realschule ist doch auch okay, bis er bei der Bundeswehr anfängt, sind's noch fünf Jahre oder mehr.
Ich persönlich bin ja ohnehin der Ansicht, dass in fünf Jahren "gut schreiben können" schon nicht mehr wirklich ein Kriterium sein wird, bis dahin ist der Einsatz von KI so selbstverständlich, dass das Selber-Schreiben als Kulturtechnik vermutlich obsolet geworden ist, da niemand mehr anders schreibt als - falls überhaupt - einem KI-Assistenten zu diktieren, was geschrieben werden soll. Wenn er gut lesen kann, ist das m.A.n. deutlich mehr als die halbe Miete.
Und seine social skills scheinen ebenso gut zu sein wie seine Einstellung (hart arbeitend, respektvoll dem Lehrer gegenüber). Das wiegt meines Erachtens die Schwächen in Mathe auf - auch auf dem Gebiet dürfte in fünf Jahren der default-Modus derjenige sein, dass die meisten Leute alles, was über's kleine Einmaleins und Dreisatz hinausgeht, die Maschinen (KI) erledigen lassen.
Denke daran: wenn Ihr ihm ständig direkt oder indirekt (das zu verhindern ist deutlich schwerer, denn wenn Ihr von seinen Leistungen enttäuscht seid, dann spürt er das - um also ihm eine gesunde Relaxed- und Unbekümmertheit zu ermöglichen, müsstet Ihr als Erziehende diese auch ausstrahlen) zu verstehen gebt, dass seine schulischen Leistungen nicht Euren Erwartungen entsprechen, helft Ihr ihm weniger, als dass ihr ihn stresst.
Ich persönlich bin ja ohnehin der Ansicht, dass in 5 bis maximal 10 Jahren sich die Arbeitswelt derartig krass aufgrund der KI-Revolution verändert haben wird, dass wir heute noch gar nicht wissen können, welche Skills dann überhaupt noch gefragt sein werden (Mathematikkenntnisse garantiert weniger als allgemein logisches, alltagsvernünftiges Denken). Als einer der "Erfinder" der KI, der Nobelpreisträger Geoffry Hinton, kürzlich in einem Interview gefragt wurde, was er seinen Kindern (wenn die nicht ohnehin dadurch, dass er ihnen genügend Geld hinterlassen würde, auch ohne eigenes Arbeitseinkommen Geld genug hätten) raten würde, welchen Beruf sie lernen sollten, war seine Antwort: "Klempner".
Was nun den "Traumberuf" Sanitäter angeht: Ich wollte mit 12 Atomphysiker und mit 13 (als ich merkte, wie ätzend schwierig Physik sein konnte, weil man da ja ständig irgendwas rechnen muss...) Förster werden. Zwei Jahre später war mein Plan, Landwirt zu werden auf einem Öko-Bauernhof und auf dem "Ferien auf dem Bauernhof" anzubieten. Vier Jahre später war ich mir überhaupt nicht mehr sicher, welcher Beruf mir Spaß machen könnte und so war ich über die 2 Jahre Zivildienst nach dem Abi sogar recht froh. Mein Studium (Kunst & Philosophie) begann ich mit 23 Jahren, weil ich nach dem Zivildienst noch 1 Jahr damit verbrachte, in einer WG mit guten Freunden Stadtluft zu schnuppern, meine Bewerbungsmappe zu erstellen und bei einer Zeitarbeitsfirma anzuheuern, um für die ersten ein, zwei Studiensemester genügend Geld für die Miete anzusparen. Heute bin ich verdammt froh, dass ich nicht früher mit dem Studium anfing, und dass meine Eltern mir die Zeit einräumten, herauszufinden, was ich wirklich tun und werden wolle.
Lass Deinen Sohn dies auch in Ruhe tun: herausfinden, was ihn wirklich interessiert und worin er gut ist. Was Du über ihn schreibst, macht auf mich den Eindruck, als würde er zukünftig mal in Tätigkeiten sein Glück finden können, die vielleicht körperliche Kraft oder gute Motorik erfordern oder in denen man empathisch mit Menschen zu tun hat. Tatsächlich kam mir als erstes in den Sinn: solche Pflegekräfte dürften gefragt sein... Aber mein nächster Gedanke war: Aufpassen! Der Knabe ist erst 13, warum sollte man sich da so früh überhaupt schon Gedanken über seine berufliche Zukunft machen?
Ich wünsche Euch Gelassenheit und Eurem Sohn eine glückliche Zukunft. Die er sich so oder so selbst schmieden wird, wobei der Weg dahin - wie bei allen Leuten, die ich so kenne - ab und an mal holprig und um ein paar Ecken sich windend sein wird.
@jack-black Man wird auch in 5 Jahren noch Dinge von Hand schreiben, es ist mir aber auch unverständlich wie jemand mit schlechter Rechtschreibung es auf ein Gymnasium schafft. Nun ist natürlich die Frage was in Mathe schlecht läuft. Algebra braucht in der Regel niemand mehr.
Realschule ist aber auch ein guter Abschluss und der Hinweis es gibt unterschiedliche "Sanitäter" ist auch wichtig.
Es kann sich bis zum Abschluß noch sehr gut entwickeln.
@jigal Man wird auch in 5 Jahren noch Dinge von Hand schreiben
Sicher? Mir fällt es inzwischen auf, wie "eingerostet" ich bin, falls ich mal ein paar Sachen per Hand auf dem Einkaufszettel notiere. Und im beruflichen Zusammenhang - wo schreibt man da noch mit der Hand? Also abgesehen von kurzen Notizen, die man vielleicht mal einem Kollegen auf 'nen gelben Sticker kritzelt und an seinen Monitor pappt, weil man ihn gerade nicht an seinem Arbeitsplatz antraf? Was das Studium angeht, so weiß ich von meinem Patenkind, dass "alle ChatGPT benutzen". Selbst in den Fällen, in welchen sie tatsächlich noch ihre Referate selbst schreiben *hüstel*, lassen sie von der AI Korrektur lesen. Selbst im Journalismus lassen sich offensichtlich (wenn man mal genau hinliest) viele ihre Berichte schon von AIs formulieren - achte mal drauf, wie häufig inzwischen Redewendungen in Texten falsch/unpassend sind, das ist noch ein merkbarer Hinweis darauf, dass hier kein literarisch geschulter Mensch schrieb. Orthografisch hingegen sind die AIs inzwischen m.A.n. meist besser/fehlerfreier. Und gerade im Beruf will ja niemand unnötigerweise dabei ertappt werden, Fehler zu machen, also benutzen alle mindestens die - selbst in den üblichen Schreibprogrammen kaum noch vernünftig ohne Onlinerecherche, wie das zu bewerkstelligen sei, deaktivierbare - Autokorrektur. Jeder (na gut: mit Ausnahme meiner deutlich Ü80-jährigen Mutter 😉 ), der Whatsapp benutzt und mehr als zwei Zeilen lange schriftliche Nachrichten verschicken will, benutzt dafür die Diktierfunktion. Solange heute (und nicht erst in 5 Jahren) jemand verständlich sprechen und sinnerfassend lesen kann, kommt er problemfrei durch den Alltag, ganz egal, wie schlecht seine Rechtschreibung sein mag.
Na gut - wenn man in einem Bereich arbeitet, in welchem man viele Formulare auszufüllen hat, meinetwegen als Sani, der den jeweils neuesten Fall eines Sich-um-den-Baum-Wicklers irgendwie protokollieren muss, kann es sein, dass da heute noch handschriftlich ein paar Schreibskills gebraucht werden. Aber in 5 Jahren? Wenn bis dahin nicht die Spracheingabe beim Verfassen solcher Formulareinträge Standard sein sollte, dann Gute Nacht Marie! 😀
Realschule ist aber auch ein guter Abschluss
Jupp, sehe ich genauso. Wenn man den gut macht. 🙂 So, wie auch das Abi nur dann ein guter Abschluss ist, wenn man's gut macht. Im Prinzip geht es eher darum, zu welchen weiterführenden Ausbildungswegen einem mit diesen Abschlüssen prinzipiell der Weg eröffnet wird. Für mich z.B., der ich einst auf meine recht gute Abi-Note stolz wie Nachbars Lumpi war, hat diese Note nie im Leben wieder eine Rolle gespielt. Nie. Ich hatte mit dem Abi die Hochschulreife erlangt, und das war's denn auch. In bestimmten Studienfächern mit Numerus clausus war (ist heute noch?) die Abi-Note von Belang. Aber sonst? Klar: wenn man sich für eine Ausbildungsstelle in einem Unternehmen bewirbt, das den Selektionsprozess bei den Bewerbungen schon längst an eine KI deligiert hat, wird diese KI sicher auch die Abschlussnote mit in ihre Entscheidung mit einbeziehen. Aber eben nur als einen Faktor von vielen. So, wie gute menschliche Personaler ja auch bei ihren Entscheidungen, welche Bewerber sie für ein Vorstellungsgespräch einladen, viel mehr Kritierien als nur die Schulabschlussnote eines Bewerbers berücksichtigen.
Ach, by the way: Um beim deutschen Roten Kreuz eine Ausbildung zum Rettungsanitäter beginnen zu können, braucht man "nur" einen Hauptschulabschluss.
Veröffentlicht von: @jack-blackJeder (na gut: mit Ausnahme meiner deutlich Ü80-jährigen Mutter 😉 ), der Whatsapp benutzt und mehr als zwei Zeilen lange schriftliche Nachrichten verschicken will, benutzt dafür die Diktierfunktion.
Falsch. Ich kann auch zehn Zeilen schreiben.
Solange heute (und nicht erst in 5 Jahren) jemand verständlich sprechen und sinnerfassend lesen kann, kommt er problemfrei durch den Alltag, ganz egal, wie schlecht seine Rechtschreibung sein mag.
Das vermute ich allerdings auch.
@chai Falsch. Ich kann auch zehn Zeilen schreiben.
Na gut. Du kannst. Tust Du's auch? Falls ja: dann seid Ihr schon zu zweit und ich widerrufen allen Unsinn, den ich vorhin noch behauptet habe. 🙂
Veröffentlicht von: @jack-black@chai Falsch. Ich kann auch zehn Zeilen schreiben.
Na gut. Du kannst. Tust Du's auch?
Ja, klar. Ständig. Wenn's sein muss, sogar noch mehr.
Mit Punkt und Komma und Gedankenstrich.
Falls ja: dann seid Ihr schon zu zweit und ich widerrufen allen Unsinn, den ich vorhin noch behauptet habe. 🙂
Bittesehr.
@jack-black Sehr gut. 😉
(Ich hab tatsächlich noch nie eine Sprachnachricht verschickt oder diktiert.)
Ach, by the way: Um beim deutschen Roten Kreuz eine Ausbildung zum Rettungsanitäter beginnen zu können, braucht man "nur" einen Hauptschulabschluss.
Wobei hinzuzufügen wäre, dass Rettungssanitäter keine echte Berufsausbildung darstellt. Es wäre also zu empfehlen, auf jeden Fall ergänzend auch noch eine "richtige" Berufsausbildung zu absolvieren, in der Regel also eine duale Ausbildung über 3 Jahre. Ansonsten hätte man es später schwer, noch was Anderes zu finden wenn man den Job nicht mehr ausüben will.
Wobei hinzuzufügen wäre, dass Rettungssanitäter keine echte Berufsausbildung darstellt.
Dafür ist es ein gutes Sprungbrett für eine Ausbildungsplatz zum Notfallsanitäter und es wird passabel bezahlt.
@jack-black Ich frage mich wie man in NRW mit schlechter Rechtschreibung überhaupt auf ein Gymnasium kommen kann. Im Einsatz kann ich übrigens nicht mit einem Handy arbeiten.
Atemschutzüberwachung brauch ist jetzt zwar kein perfektes Deutsch. den Namen der Person muss ich schreiben können, den Luftdruck in der Flasche und nach einer gewissen Zeit muss ich nachfragen. Dann wäre nicht schlecht wenn ich weiß wann die raus müssen. Aber ganz ohne Mathe geht es auch nicht. Faustformel. Das doppelte was für den Hinweg an Luft verbraucht wurde geht für den Rückweg drauf.
@jigal Sag mal nicht böse gemeint, aber du kennst dich in NRW überhaupt nicht aus, oder? In NRW zählt der Elternwunsch beim Übertritt auf das Gymnasium.
Hier gibt es etliche mit Realschulempfehlung auf dem Gymnasium und wir haben es auch gemacht, weil die Realschulen vor Ort als problematisch gelten.
Bei unserem Sohn in der Klasse gibt es sogar diagnostizierte Legastheniker.
Verdoppeln kann unser Sohn. Er kommt mit Themen wie den binomischen Formel, Umformen von Gleichungen, Äquivalenzumformung etc. nicht zurecht.
@waldluft Binomische Formeln kenne ich noch, war auch nicht mein Thema. Das mit dem Elternwunsch hatten wir in Baden-Württemberg auch und ich kenne einen Legastheniker der sein Abitur gemacht hat.
In Baden-Württemberg ist man so weit ich mitbekommen haben davon abgekommen, es gibt wieder Empfehlungen. Der Elternwille zählt zwar immer noch stark, aber die Empfehlung wird irgendwie mehr berücksichtigt. Die Erfahrungen waren wohl nicht so gut. Ich kenne das Niveau in NRW aber auch nicht. Bei meinen Bekannten war eher das Thema welches Gymasium, ob man 12 oder 13 Schuljahre hat. Das mit 12 Schuljahren sah man hier dann wohl auch als Fehler an und wenn ich es richtig mitbekommen haben gibt es das nicht mehr.
Er ist sich schon lange, seit der frühen Kindheit, sicher über seinen Berufsweg. Er wollte immer einen Beruf in dem man helfen kann. Als kleines Kind Feuerwehrmann (wegen Sam), dann lange Zeit Arzt, seit ihm klar ist, dass er sich das abschminken kann Sanitäter.
Er hat schon mehrere Kinder erste Hilfe Kurse belegt und möchte sobald er 14 ist zum Schulsanitätsdienst seiner Schule (wenn er dann noch auf der Schule ist).
@waldluft Dann ist ja gut. Wenn er sich so sicher ist, dann kriegt er's hin. Und wenn er sich in den nächsten paar Jahren noch umentscheidet, ist das auch kein Beinbruch.
Jetzt ist er 13. Dreizehn! Gerade mal Teenager. Weiß er eigentlich, dass Ihr seine mittelprächtigen Rechtschreibungs- und Matheleistungen als so gravierendes Problem erachtet, dass Du es hier in der Öffentlichkeit thematisierst und um die Gebete völlig fremder Leute bittest? Oben las ich:
Ich hab ihn schon stumpf wichtige Wörter hundert mal abschreiben lassen.
Und aus Formulierungen wie der hier:
Seine Rechtschreibung ist unter aller Sau
lese ich eine Frustration heraus, die mir ein wenig übertrieben erscheint. Ihr habt Euch entschieden, dem Schulvorschlag "Realschule" nicht zu folgen, sondern ihn auf's Gymnasium zu schicken. Warum? Weil er sich seit frühester Kindheit so sicher in seinen Berufsvorstellungen war, dass die auf Biegen und Brechen und entgegen den vermutlich doch recht kompetenten Vorschlägen seiner GrundschullehrerInnen umgesetzt werden müssen? Weil die Realschulen vor Ort so grottig sind? Das mag Euer Hauptmotiv gewesen sein, aber was kann Euer Sohn dafür? Der wird nun mit Radikalmethoden (hundert mal abschreiben...) und Nachhilfeunterricht dazu gedrängt, auf einer Schule mitzuhalten, die womöglich nicht die richtige für ihn ist.
Ich kenne Dich/Euch nicht persönlich. Aber ich stamme aus einem Lehrerhaushalt (beide Eltern...) und einer meiner besten Freunde ist Konrektor einer ziemlich großen Grundschule in einer niedersächsischen Großstadt. Und damit zusammenhängend habe ich immer mal wieder von Fällen überehrgeiziger Eltern gehört, die ihre eigenen Ambitionen für ihre Kinder mit deren Lebensglück verwechseln.
Er ist dreizehn. Das ist das Alter, in dem man anfängt, Blödsinn zu machen, Scheiße zu bauen, Kaugummiautomaten zu knacken, heimlich zu rauchen, mit den Mädels rumzumachen und Games zu zocken, die eigentlich erst für Ü16 gedacht sind - kurz: sich auszuprobieren. Grenzen zu testen, herauszufinden, was die eigenen Hobbys (nicht die vom Vater übernommenen, auch wenn es schon immer noch cool ist, mit dem auf die Heimspiele des definitiv und absolut und unabhängig vom Tabellenstand besten Vereins der Welt zu gehen...) sind, welche Clique zu einem passt und was man - unabhängig von einstigen Kindheitswünschen - wirklich will in der Welt. Man fängt damit an...
@jack-black Zunächst mal: nicht jeder Teenager kifft oder macht Blödsinn. Das habe ich nie gemacht und ich glaube nicht, dass ich was versäumt habe. Im Gegenteil, die Teens, die sowas machen gingen mir immer auf den Zeiger.
Ich war ein No-Nonsense-Teen und unser Sohn ist auch so und wirkt bis jetzt nicht so als ob er kiffen möchte. Es gibt etliche Teens, die genau so sind und wenn man die in eine Ecke drängen will („Du musst jetzt wild sein“) tut man ihnen Unrecht.
Warum wir uns für das Gymnasium entschieden haben? Wir haben die Entscheidung als sehr schwierig empfunden.
Es hat verschiedene Gründe. Die örtlichen Realschulen haben hier einen sehr schlechten Ruf, in dem Sinn das manche sagen, da würde kaum noch Unterricht stattfinden.
Stattdessen gibt es um so mehr Vorfälle mit Gewalt.Wir haben auch gehört, dass christliche Kinder dort von einigen muslimischen Mitschülern gemobbt würden.
Viele schicken hier ihr Kind trotz der Realschulempfehlung aufs Gymnasium. Wir sind also keine Minderheit.
Ich habe vergessen zu erwähnen, dass wir in der Familie einen Realschullehrer haben, der uns von der Realschule abgeraten hat, weil er nach eigenen Worten 50% der Unterrichtszeit damit verbringt, sich mit Disziplinlosigkeit, Respektlosigkeit, einer tiktok-bedingten Aufmerksamkeitsspanne von 30 Sekunden und einer dümmstmöglichen Auslegung des Islam rumzuschlagen. Das meine ich nicht islamophob. Wir haben muslimische Freunde.
Es ist aber so, dass diese Jugendlichen ihre eigene Religion oft nicht kennen und dann, weil die Eltern sich nicht kümmern, irgendwelchen Idioten auf Tiktok zuhören und mit diesen Ideen im Unterricht aufschlagen.
@waldluft Ich verstehe Deine Argumentation gegen die Realschule.
Gibt es noch eine andere Realschule in erreichbarer Nähe?
Zumal der Realschulabschluss ja auch ein Etappenziel ist, auf dem man dann weiter aufbauen kann.
Und ich hab ein bissel geschmunzelt bei Jacks Beitrag. (Nachdem ich über manche Deiner Formulierungen auch ein bissel erschrocken war.) Ich bin ebenfalls ein Kind christlicher Eltern und durfte aufgrund dessen einiges nicht, was Gleichaltrige durften (oder eben einfach machten) und es gab ein Alter, da fand ich das überhaupt nicht cool. (Einiges hab ich dann halt mit 18 nachgeholt, als ich es endlich 'durfte' - bei manchem hab ich dann auch recht schnell gemerkt, dass es nicht halb so interessant ist als ich es mir vorstellte.) Nun denn, ich hab nicht gekifft (aber eine Zeitlang heimlich geraucht, um dazuzugehören), war nie betrunken (hatte andere Gründe), war von einigen fragwürdigen Menschen fasziniert etc. etc. etc.
Bei meinen Kindern bin ich gut mit 'lockeren Zügeln' gefahren - andere Eltern sehen das sicher anders.
Ich stimme all denen zu, die dazu raten, den Druck rauszunehmen.
Evtl. wäre auch ein Schulwechsel anzuraten - nicht jedes Kind muss aufs Gymnasium.
Und dann kam mir der Gedanke an eine Jugendgruppe der diversen Hilfsorganisationen. Da kann man ein bissel die Luft in solchen Arbeitsbereichen schnuppern und es entstehen evtl. auch Kontakte, die bei einer späteren Stellensuche helfen können und manchmal mehr wert sind als ein gutes Schulzeugnis.
@chai ich stimme der Aussage, nicht jedes Kind muss aufs Gymnasium zu. Die Idee mit den Jugendorganisationen ist auch gut. Es kommt drauf an was es vor Ort gibt. DRK, ASB, Johanniter, Malteser zum Beispiel. Das macht sich im Lebenslauf bei Bewerbungen gut. So ein Ehrenamt führt auch zu Selbstbewusstsein, ich sehe das bei der Jugendfeuerwehr wenn die ihre Jugendflamme machen na und ich habe sicher viele Kameraden und Kameradinnen in der Feuerwehr die das auch wegen der Kameradschaft machen.
@jigal So ein Ehrenamt führt auch zu Selbstbewusstsein, ich sehe das bei der Jugendfeuerwehr wenn die ihre Jugendflamme machen na und ich habe sicher viele Kameraden und Kameradinnen in der Feuerwehr die das auch wegen der Kameradschaft machen.
Dieser Gedanke ist sehr wichtig! Ich glaube, damit gibst Du dem Threaderöffner den praktischsten und besten Tipp überhaupt. Hab gerade nachgeschaut, um bei der Freiwilligen Feuerwehr in der Einsatzabteilung mitmachen zu können, muss man bei uns 18 sein. Aber es gibt halt die Jugendfeuerwehr und vermutlich wäre es eine sehr gute Idee, bei der mitzumachen, wenn man die Absicht hat, später mal in irgendeiner Form im Hilfs- und Rettungswesen zu arbeiten. Die von Dir angesprochene Kameradschaft ist nicht zu unterschätzen. Aber halt auch der Umstand, dass man früh einen Einblick ins "echte Arbeitsleben" bekommt, durchaus auch in dem Sinne, dass man besser zwischen der Realität und den eigenen idealen Träumereien zu unterscheiden lernt. Darüber hinaus macht sich das ganz gewiss gut im Lebenslauf, wenn man später eine Ausbildungsstelle in dem Bereich zu ergattern versucht.
Wenn ich der Threadersteller wäre, würde ich's so sehen: Die Zeit, die mein Sohn mit Nachhilfestunden verbringt, um auf einer Schule bleiben zu können, die womöglich gar nicht zu ihm passt, verbringt er besser im Sinne von: effektiver für sein zukünftiges Lebensglück bei der Jugendfeuerwehr. Statt frustrierenden Misserfolgen kann er da Selbstbewußtsein tanken und seine Vorzüge (sportlich, sozial-empathisch) ausbauen und nutzen. Vorzüge, die ihm in der Zukunft, wo gutes Rechnen und Rechtschreib-Kenntnisse wirklich kaum noch Features sein werden, die auf dem Arbeitsmarkt den Ausschlag geben, eine Art Vorsprung geben. Während beispielsweise Vernetztheit (man lernt sich ja kennen - sowohl was Gleichaltrige als auch, was schon ältere, fertige Feuerwehrleute angeht), die ausgewiesene Fähigkeit zu Teamwork und zum praktischen Anpacken Pfunde sind, mit denen man womöglich mal wuchern kann. Ganz abgesehen von den Feuerwehr-Festen... 😀
Veröffentlicht von: @jack-black@jigal So ein Ehrenamt führt auch zu Selbstbewusstsein, ...
Dieser Gedanke ist sehr wichtig! Ich glaube, damit gibst Du dem Threaderöffner den praktischsten und besten Tipp überhaupt.
So ist es.
... Die von Dir angesprochene Kameradschaft ist nicht zu unterschätzen. Aber halt auch der Umstand, dass man früh einen Einblick ins "echte Arbeitsleben" bekommt, durchaus auch in dem Sinne, dass man besser zwischen der Realität und den eigenen idealen Träumereien zu unterscheiden lernt. Darüber hinaus macht sich das ganz gewiss gut im Lebenslauf, wenn man später eine Ausbildungsstelle in dem Bereich zu ergattern versucht.
Auch. Und - aus meiner Sicht nicht unwichtig - es ist etwas außerhalb der Schule.
Das war für meine Kinder nicht ganz unwichtig. Einfach ein anderes Umfeld.
@chai Momentan passt es neben der Schule nicht. Er musste sogar Handball aufgeben, sein liebstes Hobby, weil er keine Zeit mehr dafür hat. Er hat zur Zeit nur in den Ferien Freirraum.
Er hat allerdings schon mehrere Kinder erste Hilfe Kurse „für die Ersthelfer von morgen“ belegt. Wenn er 14 ist möchte er, falls er dann noch auf seiner Schule ist, zum Schulsanitätsdienst.
Ich denke auch, dass er dringend wieder etwas machen muss, bei dem er sich seiner Stärken bewusst wird. Er hat so viele Stärken. Die Schule nimmt ihm das Selbstbewusstsein.
Wir denken hier sehr intensiv über einen Schulwechsel nach.
Veröffentlicht von: @waldluft@chai Momentan passt es neben der Schule nicht. Er musste sogar Handball aufgeben, sein liebstes Hobby, weil er keine Zeit mehr dafür hat.
Er hat zur Zeit nur in den Ferien Freirraum.
Das ist natürlich sehr schade.
Er hat allerdings schon mehrere Kinder erste Hilfe Kurse „für die Ersthelfer von morgen“ belegt.
Wenn er 14 ist möchte er, falls er dann noch auf seiner Schule ist, zum Schulsanitätsdienst.
👍
Ich denke auch, dass er dringend wieder etwas machen muss, bei dem er sich seiner Stärken bewusst wird.
Er hat so viele Stärken. Die Schule nimmt ihm das Selbstbewusstsein.
Ja, das klingt hier sehr durch.
Wir denken hier sehr intensiv über einen Schulwechsel nach.
Das hat meine Tochter damals gerettet. Und zwar hat sie nicht nur die Schule, sondern auch den Schulort gewechselt.
Wir denken hier sehr intensiv über einen Schulwechsel nach.
Bevor man das macht sollte man natürlich sehr ehrlich die Gründe erkennen, die da im Argen liegen - sonst besteht die Gefahr einer Enttäuschung, wenn es einfach so weitergeht.
Falls es aber tatsächlich am Umfeld liegt, dann wäre das wohl zu empfehlen. Die Unterschiede zwischen einzelnen Schulen können da sehr extrem sein, sogar im näheren Umfeld. Das kann tatsächlich viel ausmachen.
Er musste sogar Handball aufgeben, sein liebstes Hobby, weil er keine Zeit mehr dafür hat. Er hat zur Zeit nur in den Ferien Freirraum.
Wieso musste er? Hoffentlich nicht für die Nachhilfe ...
@jack-black Es gibt ja auch Jugendrotkreuz, mal wegen der Schiene Sani.
Selbst wenn man später was ganz anderes macht. Also wenn ich jetzt als Arbeitgeber einen Arbeiter einstelle und der hat so ein Hobby, dann sage ich mir der wäre auch einer der schon die Ausbildung als Ersthelfer mitbringt, die ich ja als Arbeitgeber haben muss. So bin ich als Brandschutzhelfer eingetragen. Dafür musste mich der Arbeitgeber nicht auf Lehrgang schicken, das ist mit den 40 Stunden die das Land im Jahr an Ausbildung fordert mehr als erfüllt.
Schreiben und Mathe sind dummerweise die Kernfähigkeiten an der Schule, daher ist es sicher sinnvoll wenn dein Sohn da Hilfe bekommt. Aber er muss in diesen Bereichen auch kein Genie sein, er muss lediglich die Anforderungen erfüllen, die für die Ausbildung einmal nötig sein werden. Und dafür hat er noch etwas Zeit.
Mit 13 Jahren weiss man in der Regel auch noch nicht so genau, was man denn einmal werden will. Und wenn er gerne körperlich aktiv ist, dann hat er da sehr viele Möglichkeiten. Den Betrieben ist die Einstellung und die Zuverlässigkeit von Bewerbern auch sehr viel wichtiger als die Zeugnisnoten... die sagen oft viel weniger aus als die Leute glauben. Und da scheint dein Sohn ja gut dabei zu sein.
Und wenn dein Sohn nicht unbedingt studieren will (Und das scheint ja eher nicht so zu sein), dann reicht der Realschulabschluss völlig aus. Auch, was einen möglichen Verdienst betrifft - ein Studium ist längst keine Garantie mehr für ein gutes Einkommen, dafür gibt es einfach zu viele Studenten. Karrieremöglichkeiten gibt es trotzdem, je nach Berufsweg... und wenn es denn doch so sein soll auch zu einem Studium über ein Fachabitur.
Meine Empfehlung ist, natürlich weiter dranzubleiben und in den Fächern Mathe und Rechtschreibung zu unterstützen. Wenn man in Mathe komplett den Anschluss verliert, dann wird es später immer schwerer da noch reinzukommen.
Aber er braucht auch nicht zwingend super Noten. Wenn er es schafft, auf Realschulniveau irgendwo im 4er Bereich zu bleiben und auch mal eine Drei drin ist, dann sollte das für die meisten Ausbildungen reichen, sofern Mathe dabei nicht zentral ist. Und auch wenn das nicht drin sein sollte ist noch nicht alles verloren, auch da gibt es später noch Möglichkeiten.