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Gute historische Filme

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29430

Gleich vorweg: Gemeint sind Filme, die in irgendeiner Vergangenheit spielen, und diese Vergangenheit überzeugend und plausibel darstellen.

Natürlich müsste man an dieser Stelle an erster Stelle Dokumentationen nennen, die es sich ausdrücklich zum Ziel gesetzt haben, eine bestimmte Epoche so genau wie möglich zu rekonstruieren.

Mitreissender ist das allerdings, wenn ein entsprechend dramaturgisches Drehbuch vorliegt. Das ist unterhaltsamer, verspricht mehr Zuschauer, mehr Einnahmen... und hat damit meist mehr Budget als dröge Dokus. Was ja theoretisch wiederum der authentischen Darstellung zugute kommen könnte... wenn die Produzenten denn darauf Wert legen und nicht nur stumpfe Klischees bieten.

Bekannt wurden Filme wie "Gladiator" oder "Der Untergang" vor allem auch dadurch, dass sie behaupteten die jeweilige Zeit besonders "authentisch" darzustellen... was dann durchaus umstritten war oder auch glatt widerlegt wurde.

Welche Filme gibt es dann aber nun, die eurer Meinung nach recht gut eine bestimmte Zeit wiedergeben? Vielleicht auch nur in Teilen?

Persönliche Favoriten wären hier für mich etwa "Das Boot", "Der Untergang", "Luftschlacht um England" sowie der weniger bekannte "Komm und sieh" wenn es um die Zeit des 2. Weltkrieges geht.

"Johanna von Orelans" von Luc Besson würde ich bezüglich eines historischen Films aus dem Mittelalter empfehlen, vieleicht auch "Der Name der Rose".

Wobei mir gerade bei letzteren auch klar ist, dass unsere Vorstellungen von "Authentizität" wiederum stark durch das Kino geprägt sind und Vergleiche hier nicht unbedingt mit historischen Fakten, sondern eher mit anderen Filmen stattfinden, die in ihrer Qualität noch weniger glaubwürdig sind... was wohl ein generelles Problem ist, wenn man nicht selbst Experte ist.

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GoodFruit
Beiträge : 4219

@lucan-7 Ich will jetzt diesem an sich schon älteren Thread auch noch eine Filmempfehlung hinzutun:

https://michiseiler.blogspot.com/2016/06/1572-die-schlacht-um-holland-filmkritik.html

"1572 - Die Schlacht um Holland" zeigt Holland in der Zeit der Reformationswirren und angegriffen von der spanischen Armee. Spanien war in jenen Jahren eine wirkliche Supermacht in Europa.

Viele Orte ergeben sich freiwillig, um nicht von der übermächtigen Armee zerstört zu werden - nur eine Stadt und ihr einige wehrhafte Frauen entscheiden sich, dem Feind zu trotzen ...

Ein wirklich eindrucksvoller Film.

goodfruit antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@goodfruit 

"1572 - Die Schlacht um Holland" zeigt Holland in der Zeit der Reformationswirren und angegriffen von der spanischen Armee. Spanien war in jenen Jahren eine wirkliche Supermacht in Europa.

Danke für den Tip... die DVD gab's für einen Spottpreis auf ebay, habe ich mir doch direkt mal besorgt...

 

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 Du wirst nicht enttäuscht sein. Das ist wohl 'ne holländische Produktion z.T. mit Laienschauspielern - und es kam bei mir rüber wie ganz, ganz großes Kino!

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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@goodfruit 

Interessant ist, das, glaubt man dem Wiki Artikel, die Hauptheldin Keanau Simonsdochter Hasselaer  lange Zeit in den Niederlanden  negativ betrachtet wurde und ihr Name Kenau ein Schimpfwort für ein "Mannweib" war..

Kenau Simonsdochter 

Dies wird imo der Leistung dieser Frau und ihrer Mitstreiterinnen  nicht gerecht und das scheint sich ja, auch durch den Film zu ändern.

 

Ein ähnlich interessanter Blick in die Geschichte unserer nordwestlichen Nachbarn

 

Nova Zembla über eine niederländische Expedition die sich auf die Suche nach der Nord Ost Passage macht 

 

Michiel der Ruyter 

Der Niederländische Konflikt/Seekrieg gegen England steht im Mittelpunkt. 

Vor dem Hintergrund der internen  niederländischen Auseinandersetzung zwischen königstreuen Oranjern und Republianern. Tragischer Höhepunkt dort ist die Ermordung des Raatspensionist Johan de Witt, des ersten nichtmonarchischen Staatsoberhauptes Europas,  im "Raampjaar" 1672

Ach ja. Persönlich bevorzuge ich die niederländische Version, die deutlich länger ist als das deutsche Zusammengeschnipsel.

Mit deutschen Untertiteln ist es aber kein Problem alles zu verstehen

 

Als letzter Tip geht es in die Nachkriegs 40iger Jahre und zu den niederländischen Kriegsverbrechen  in Indonesien 

Der Oost. zeigt, wie die Niederlande einen Teil ihrer Jugend in einem verbrecherischen Krieg gegen ein nach Freiheit strebendes Volk verheizt.

 

Wie man sieht, niederländischer Film hat mehr zu bieten als nur die  Flooders

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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myronkoch
Beiträge : 2

Ich denke auch, dass die BBC-Miniserie Pride and Prejudice eine gute Serie ist. Bei Dokus auf Youtube habe ich in der Regel keine Videos gefunden, die mich überzeugt haben. Ich bin mir aber sicher, dass sie sich nach und nach verbessern werden, denn Youtube und alternative Medien wie Twich haben Fernsehen und Kino überholt. Die jungen Leute sehen nicht fern. Aber sie wissen von Twichern und Youtubern und Namor Marvel zum Beispiel. Es ist daher wichtig, diese Instrumente zu nutzen. Das ist von entscheidender Bedeutung, denn sonst verlieren wir den Kontakt zu unseren Jugendlichen. Dies ist ein Aspekt, an dem die neuen und jungen Christen arbeiten müssen.

myronkoch antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@myronkoch 

Ich bin mir aber sicher, dass sie sich nach und nach verbessern werden, denn Youtube und alternative Medien wie Twich haben Fernsehen und Kino überholt. Die jungen Leute sehen nicht fern. Aber sie wissen von Twichern und Youtubern und Namor Marvel zum Beispiel. Es ist daher wichtig, diese Instrumente zu nutzen. Das ist von entscheidender Bedeutung, denn sonst verlieren wir den Kontakt zu unseren Jugendlichen. Dies ist ein Aspekt, an dem die neuen und jungen Christen arbeiten müssen.

Entscheidend wird hier immer auch die Qualität sein. Es ist ärgerlich, dass die ZDF Serie "Terra X" selbst so einfältig und anspruchslos daherkommt. Trotz Budget durch Gebühren werden hier praktisch nur Klischees bedient.
 
Hier ein Link zu einem Youtube Video, wo ein Beitrag kritisch auseinandergenommen wird... und ja, es ist unterirdisch, was da vom ZDF gezeigt wurde, wie man auch als Laie schnell nachvollziehen kann:
 
 
Der Beitrag geht über 2 Stunden, aber man merkt schnell was da los ist wenn man nur kurz reinklickt.
 
Leider sagt das jetzt noch nicht aus, dass youtube besser wäre als das klassische Fernsehen, auch wenn es hier so scheinen mag...
 
 

 

 

 

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Furzwitz
Beiträge : 124

@lucan-7 Den bisherigen Thread habe ich nur überflogen und mir sind zwei Filme eingefallen, die noch nicht genannt wurden, die ich aber als recht historisch betrachten würde.

"Master and Commander" beschreibt sehr gut das Leben auf Segelschiffen und die Stimmung der damaligen Zeit und ist gerade auch was das Thema Segelschiffe an sich betrifft recht korrekt. Auf YouTube hat Armidas (Historiker) diesem Film eine zweiteilige Serie gewidmet. Insofern ist der Kanal auch einen Blick wert, weil er genau dieser Frage, allerdings nicht dirket in Form von Empfehlungen nachgeht.

Etwas anders geartet ist meine zweite Empfehlung "Barry Lyndon" seine Historizität kann ich nicht so recht beurteilen, ist aber iirc nicht völlig aus der Luft gegriffen. Was diesen Film ausmacht ist die Art der Aufnahmen, die wenn ich mich recht entsinne ohne künstliche Beleuchtung auskamen also gewissermaßen die Lichtverhältnisse der damaligen Zeit authentisch einfangen. Der Film ist vor allen Dingen ein visuelles Erlebnis, weil man bei jeder Kameraeinstellung meint in einem Gemälde dieser Zeit zu sein. Großes und gutes Bild ist also zu empfehlen.

furzwitz antworten
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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@furzwitz 

 

"Master and Commander"

Ja, definitiv ein richtig guter Film

Wenn wir schon einmal beim Thema sind, kann man auch die Hornblower TV Filme  mit Ioan Gruffud von Ende der 1990iger - Anfang der 2000er erwähnen.

 

 

 

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29430

@furzwitz 

"Master and Commander" beschreibt sehr gut das Leben auf Segelschiffen und die Stimmung der damaligen Zeit und ist gerade auch was das Thema Segelschiffe an sich betrifft recht korrekt. Auf YouTube hat Armidas (Historiker) diesem Film eine zweiteilige Serie gewidmet. Insofern ist der Kanal auch einen Blick wert, weil er genau dieser Frage, allerdings nicht dirket in Form von Empfehlungen nachgeht.

Der Film erschien mir auch recht gut... schade, dass er nicht so erfolgreich war.

Ich sehe mir inzwischen auch immer gerne an, was eigentlich Historiker zu diesem oder jenem Film sagen - da muss ich selbst auch manches Bild korrigieren.

 

 

lucan-7 antworten


Jigal
 Jigal
Beiträge : 5779

Der letzte Countdown habe ich gestern auf youtube gesehen. Die Story ist fiktiv, die USS Nimmitz kommt 1980 in einen Sturm und ist dann im Jahr 1941 kurz bevor die Japaner Pearl Harbour angreifen.   Man sieht einfach viel vom Flugzeugträger, viele Flugbewegungen, viele verschiedene Flugzeuge, Hubschrauber, Tankflugzeuge, Überwachungsflugzeuge. Der Film ist ein Beispiel für gut gemachte US-Propaganda. Das sieht man daran, dass Kirk Douglas nicht die US Navy informiert, sondern die Nimmitz es mit der kaiserlich-japanischen Flotte aufnehmen kann. Man stellt sich das mal vor, wenn ein Flugzeugträger schon reicht und inzwischen ist Nimmitz ja eine eigene Klasse.

jigal antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29430

@jigal 

Der Film ist ein Beispiel für gut gemachte US-Propaganda. Das sieht man daran, dass Kirk Douglas nicht die US Navy informiert, sondern die Nimmitz es mit der kaiserlich-japanischen Flotte aufnehmen kann.

Wieso... er informiert doch die Navy. Nur glauben die ihm nicht, dass es die "Nimitz" gibt, weil der Kerl ja erst wenige Tage später der Oberbefehlshaber der Pazifikflotte wurde und zu der Zeit kein Schiff nach ihm benannt war.

Man sieht einfach viel vom Flugzeugträger, viele Flugbewegungen, viele verschiedene Flugzeuge, Hubschrauber, Tankflugzeuge, Überwachungsflugzeuge.

Ja, und jede Menge Technik aus den 80ern, die uns heute reichlich antiquiert erscheint... 😀 

Es sind jede Menge Propagandabilder zu sehen, aber kaum realistische Handlung. Auch nicht betreffs der Kommandostruktur und Funktionsweise des Trägers - das wurde dann doch sehr auf die wenigen Hauptdarsteller zugeschnitten. Vor allem Martin Sheen als "Warren Lasky" hatte da ja nun eigentlich als Zivilist gar nichts bei den Einsatzbesprechungen verloren... bei denen im Original wohl auch ein paar Leute mehr beteiligt gewesen wären.

Aber immerhin - was da an US Militär gezeigt wurde war echt und keine Tricktechnik. Wer sich dafür interessiert und weniger für die Story, der wird hier wohl nicht enttäuscht werden.

 

lucan-7 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 5779

@lucan-7  der Senator informiert Hawaii, Kirk Douglas nicht und diese Aussage hat schon ihre Wirkung bei der Bedrohung durch die Warschauer Pakt.

jigal antworten
Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29430

Im Westen nichts Neues (Netflix)

 

Ich habe mir gestern den Film angesehen, der zu recht gelobt wird. Denn er ist ein realistischer Antikriegsfilm, der den Krieg - so weit das im Film möglich ist - einfach so zeigt, wie er tatsächlich ist: Leute sterben vielfach und auf grausame Weise. Es gibt kein Heldentum, keinen Ruhm, keine Glorie, keine hehren Ziele. Es gibt nur Tod und Zerstörung. Und im besten Fall haben die Überlebenden die Möglichkeit, ihr Leben so weiter zu führen wie vor dem Krieg. Das ist das maximale, was man im Krieg erreichen kann: Die Situation, wie sie vor dem Krieg war, wieder herzustellen. Wobei auch das durch Traumata und Zerstörung nicht wirklich möglich ist.

Und leider ist der Film hochaktuell. Denn mitten in Europa geschieht zur Zeit genau das, was dort geschildert wird. Genau das ist es, was viele Leute in der Ukraine jetzt erleben. Weil es immer noch zu viele Leute gibt, die denken dass ein Krieg "gute Seiten" haben kann. Dass man für die "gute Sache" kämpfen kann. Dass es da so etwas wie Ruhm und Ehre gibt.

Und natürlich muss man sich das klar machen, wenn man etwa Waffen für die Ukraine fordert. Man beantwortet ein Verbrechen - den Angriffskrieg Russlands - mit einem anderen Verbrechen, nämlich der Tötung der gegnerischen Soldaten. Und die einzige Lösung, wenn man denn die Notwendigkeit der Verteidigung zugesteht, kann darin liegen den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, damit das große Sterben endlich aufhört. Und wenn Verhandlungen nicht möglich sind, dann kann der Krieg nur dadurch beendet werden, dass eine Seite so weit überlegen ist, dass die andere Seite geschlagen wird.

So war die Situation im ersten Weltkrieg, weil auch damals die deutschen Militärs nicht aufgeben wollten und bereit waren, hunderttausende Menschen in den Tod zu schicken... so lange, bis die deutschen Stellungen überrollt wurden und eine Fortsetzung nicht mehr möglich war.

Und es ist eine historische Tatsache, dass manche Einheiten tatsächlich bis zur letzten Minute weiterkämpften und damit Menschen weiter starben, nachdem die Kapitulation bereits beschlossen und verkündet war... was für mich an Absurdität kaum zu übertreffen ist. 

lucan-7 antworten
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Furzwitz
(@furzwitz)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 124

@lucan-7 Den werde ich mir bei Gelegenheit anschauen. Was ich allerdings ebenso gerne sehen würde ist eine Verfilmung von "In Stahlgewittern" von Ernst Jünger. Im Gegensatz zu Jünger hat Remarque nicht den Großteil des Krieges selbst erlebt, sondern viele Erfahrungen aus zweiter Hand niedergeschrieben. Ich höre mir derzeit das Hörbuch an und dachte anfänglich Jünger wäre ein Kriegstreiber und Kriegsverherrlicher gewesen, sein Buch zu "gefährlich", um es selbst zu lesen/hören. Und ich muss nun sagen, ich sehe davon wenig. Im Gegenteil finde ich den Krieg umfassender dargestellt als bei Remarque. Die Botschaft ist weniger eindeutig bzw. gelenkt.

furzwitz antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29430

@furzwitz 

Ich höre mir derzeit das Hörbuch an und dachte anfänglich Jünger wäre ein Kriegstreiber und Kriegsverherrlicher gewesen, sein Buch zu "gefährlich", um es selbst zu lesen/hören. Und ich muss nun sagen, ich sehe davon wenig. Im Gegenteil finde ich den Krieg umfassender dargestellt als bei Remarque. Die Botschaft ist weniger eindeutig bzw. gelenkt.

Was könnte "umfassender" sein als die Tatsache, dass ein Krieg bedeutet, dass Menschen sterben, weil sie sich gegenseitig töten? Was meinst du mit "eindeutig"?

Man sollte diese Schilderung ja nicht damit verwechseln, dass manche Kriege notwendig sind, weil sich etwa ein Land völlig zu Recht verteidigt. Aber das Wesen des Krieges bleibt es dennoch, andere Menschen zu töten. Das Ganze wird dann möglicherweise propagandistisch eingefärbt, weil manche Leute davon profitieren oder ihrem Ego schmeicheln wollen... oder weil es bittere Notwendigkeit ist, weil man um die eigene Existenz kämpft.

Das bringt "Im Westen nichts Neues" schonungslos auf den Punkt. Ich denke nicht, dass es über den Krieg wesentlich mehr zu sagen gibt...

 

 

 

lucan-7 antworten


Arcangel
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@lucan-7 

Gute authentische Historienfilme & Fernsesehrien:

Master and Comander,
Mozard,
Schindlers Liste,
Der Pianist,
The King's Speech,
Gladiator, Braveheart,
The Passion,
Apocalypto,
Es war einmal in Amerika,
The Great Getsby (fiktionale Story, aber authentisches Setting),
Der Mann der Weihnachten erfand (Biopick Charles Dickens)
Saving Private Ryan
Full metal Jacked
Good Morning Vietnam
Steiner - Das eiserne Kreuz
Spy Game - Der Finale Countdown
Grayhound - Schlacht im Atlantik
Bridge of Spies - der Unterhändler
Der wunderbare Mr. Rogers (seit ich den Film gesehen habe, verstehe ich einige kulturelle Bezüge in Hollywood Filmen viel besser)
Ithaca (wenn wir schon bei Tom Hanks sind)
Klub der toten Dichter
Stunde der Sieger
Die Verlegerin (auch wieder mit Tom Hanks, und ein wirklich spannender Film)

Serien:
Outlander,
The Crown (fiktionale Story, aber authentisches Setting)
Band of Brothers
Vikings

 

So, das war es erst mal. Es werden mir sicher noch mehr einfallen, vielleicht findest du den einen oder anderen, den du noch nicht gesehen hast.

arcangel antworten
6 Antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

Bei den Serien darf Rome natürlich nicht fehlen 🙂

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29430

@arcangel 

So, das war es erst mal. Es werden mir sicher noch mehr einfallen, vielleicht findest du den einen oder anderen, den du noch nicht gesehen hast.

Über die Auflistung lässt sich natürlich ewig diskutieren. Gerade Gladiator und Braveheart werden ja immer wieder genannt, wenn es um Fehler in historischen Filmen geht... so gab es zum in Braveheart gezeigten Zeitpunkt noch keine Kilts, aber natürlich wollte man da die Erwartungen des Publikums erfüllen.

Auch bei der Serie Vikings, die ich persönlich auch recht gut fand, wurde manches an der Darstellung kritisiert.

Greyhound fand ich schon in der Vorschau übel... zwar werden die Schiffe und Gerätschaften aus dem 2. Weltkrieg realistisch dargestellt, die Einsätze und Ereignisse allerdings um so weniger.

Es ist halt immer auch die Frage, was genau jetzt "realistisch" ist. Ich denke nicht, dass man jedes einzelne Kostüm im Film korrekt abbilden und jedes Abzeichen authentisch sein muss.

Aber es sollte schon so "echt" sein, dass etwa ein Historiker anhand der gezeigten Szenen sagen kann, aus welcher Zeit das Gezeigte stammt. Und es sollten auch ein wenig Ideale und Denkweisen dieser Zeit vermittelt werden, die sich ja oft stark von heute unterscheiden. Natürlich schon so weit modernisiert, dass man den Gesprächen folgen und sich mit den Leuten identifizieren kann... aber man eben auch merkt, dass die Leute irgendwie "anders" sind als man es heute kennt.

Um mal so eine grobe Richtlinie zu geben, was ich unter "historisch richtig" verstehen würde.

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

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@lucan-7 

Na ja, Realismus und historisch korrekt sind für mich nicht dasselbe. Zeigt Braveheart wie sich das Leben damals angefühlt hat, wie die Menschen gelebt habe und wie Krieg geführt wurde. Meiner Meinung nach ja, sind alle Details Kilt, Schwerknopf, Persönlichkeiten usw. korrekt nein.

Argos ist so ein Beispiel, ich halte den Film für realistisch, aber er ist nicht historisch korrekt. Genauso wie the Crown, über weite Teile Fiktion ist, aber dennoch einen guten Einblick in den entsprechenden Zeitgeist gibt.

Zu Braveheart ja Kilts gab es zu der Zeit noch nicht, aber schottische Helden ohne Kilts würde das Publikum nur verwirren.

Rome ist ja auch sowas, da würde reichlich Fiktion reingemischt, aber die Kostüme, Gebräuche und die Lokalitäten sind doch sehr akkurat.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@arcangel 

Na ja, Realismus und historisch korrekt sind für mich nicht dasselbe. Zeigt Braveheart wie sich das Leben damals angefühlt hat, wie die Menschen gelebt habe und wie Krieg geführt wurde. Meiner Meinung nach ja, sind alle Details Kilt, Schwerknopf, Persönlichkeiten usw. korrekt nein.

Ja, da müsste man im Vorfeld erst mal klären, was man meint.

Geht es um das "Lebensgefühl", so würde ich da sogar noch Filme wie "Der 13. Krieger" hinzu zählen. Das ist zwar ein Fantasyfilm, und er gibt auch sicher nicht das echte Lebensgefühl der Wikinger wieder.

Aber der Film schafft es dennoch, dass man das Gefühl hat in eine andere Welt von "damals" einzutauchen, die in vielen Szenen stimmig und glaubwürdig wirkt und man dabei das Gefühl bekommt: Ja, so ähnlich könnte es vor etlichen hundert oder tausend Jahren irgendwo wirklich zugegangen sein.

Ob das wirklich so war... das müssen dann Historiker beantworten.

 

 

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

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@lucan-7 

Das ist ja das Gleiche mit historischen Romanen, als Jugendlicher habe ich die geliebt. Die Belagerung von Wien, aus der Sicht dreier Jungen in den drei Lagern, war auch reine Fiktion, aber der Hintergrund und die Eckdaten waren korrekt. Auch andere Bücher sind mir geblieben, über den Opiumkrieg in China, oder Bücher wie die Asche meiner Mutter, oder die Päpstin. Da wird das Szenarium gut dargestellt, auch wenn es spekulative Geschichten sind.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29430

@arcangel 

Das ist ja das Gleiche mit historischen Romanen, als Jugendlicher habe ich die geliebt.

Ja, ich auch. Damals war das für mich auch wertvoll, weil ich ja von vielen Dingen noch nie was gehört habe.

Inzwischen bin ich da etwas kritischer und suche mir solche Dinge schon sehr spezifisch aus. wobei nichts gegen spannende Geschichten vor historischem Hintergrund zu sagen ist, auch wenn sie es mit den Details nicht so genau nehmen... es ist halt immer die Frage, welche Schwerpunkte man persönlich setzt. Und mir sind die Details schon recht wichtig.

 

 

lucan-7 antworten
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