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Tatort / Polizeiruf 110 Saison 2020/21

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andreas
Themenstarter
Beiträge : 1818

Willkommen Freunde, Fans, Kritiker, Abhängige des Sonntagskrimis im Ersten.
Am Sonntag beginnt die neue Saison. Wenn wir wollen, können wir uns hier über die aktuellen Episoden austauschen.
Aus den letzten Jahren haben sich folgende Regeln für den Austausch bewährt:

Der Thread sollte die ganze Saison umfassen, aber dabei nicht zu unübersichtlich werden. Darum beschränkt er sich auf die Sendungen "Tatort" und "Polizeiruf 110". Sollte es ein interessantes Spin-Off geben (wie damals "Schmimanski"), klar, kein Problem. Aber jedes andere wertvolle Stück aus der Krimilandschaft würde den Rahmen sprengen. Faustregel: Lief es am Sonntagabend im Ersten?

Für die Erstausstrahlungen versuchen wir, jede anzulegen. Bei interessanten Wiederholungen alter Folgen fühlen wir uns frei, aus sie hinzuweisen oder nicht. (Meist taten wir's nicht, aber das war keine feste Regel).

Manche von uns sehen den Film sofort im Fernsehen, andere später in der Mediathek. Manche auch nur, wenn sie hier lesen, ob er sehenswert ist. Für all die ist es wichtig: Wenn wir relevante Filminhalte posten, setzen wir bitte in den Betreff das Wort "Spoiler".
Manchmal sind wir unterschiedlicher Meinung, wie relevant ein Inhalt ist. Wenn wir nicht sicher sind, wie andere das empfinden: Lieber einmal zu oft "Spoiler" schreiben.

Dieses Jahr gibt es zusätzlich eine ganz neue Regel: Ihr müsst mir Trissi ersetzen! 😢 Wird sie wiederkommen und wenn ja, wann? Das kann im Moment niemand spoilern. Aber wenn ich mal wieder an einem Film, der wirklich nicht doll war, irgendwas Gutes finden will, haltet dagegen! Oder andersrum. Sonst wird es hier langweilig.

Wenn Ihr Fragen und Vorschläge habt, her damit!

Ich freue mich auf die Saison mit Euch.

Gruß von

Andreas

Antwort
468 Antworten
tristesse
Beiträge : 19561

Münster 8.11.
Hach ja, Münster 😊
Die letzten Börne und Thieler Tatorte fand ich nicht mehr so aufregend. Was bis vor kurzem noch lustig war, kam irgendwann im aufgegossenen Altherrenhumor daher.

Mal schauen, wie der neue ist und ob die noch mal ne Schippe drauflegen können.

tristesse antworten
14 Antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1818

Es wird der letzte Auftritt von Nadeshda sein, hieß es. Wenn man also aufhören sollte, Münster zu gucken, dann erst nach diesem.

andreas-wendt antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1380

Sehr schräg und sehr lustig!!! Ich hab mich sehr amüsiert.

Gruß, Tineli

tineli antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

ich habe ihn zwar nicht bis zum Schluss gesehen, aber fand ihn gut -- mal so ganz anders wie sonst...

rührend wie Fr. Haller an seinem Bett saß...

Anonymous antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1818

Wenn man wollte, köntne man einige Fragen an diesen Film stellen. Die üblichen etwa:

War das ein Krimi? (Najaaa, so'n bisscchen.)
Entsprach das alles meinen christlichen Vorstellungen? (Nö, aber entspann dich mal, Kaleb.)
War es realistisch? (Ach komm...)
War es, wenn man all das Paranormale schluckte, wenigstens innerhalb dieser Grenzen völlig plausibel? (Eigentlich auch nicht.)

Ist uns das egal? Jepp!

Denn das, was ich dann zu sehen bekam, fand ich ganz großartig.
Man merkte, dass allen, die mitmachten, auch ganz viel egal war. Sie waren einfach vom Drehbuch bis zum Schnitt mit so viel Spaß bei der Sache, dass ich es zwangsläufig auch war.

Und zum Theologisieren war auch was dabei.

Okay, ich hätte Nadeshda einen etwas größeren letzten Auftritt gewünscht und Thiels neuem Assistenten wenigsten einen so großen ersten, dass ich jetzt noch seinen Namen wüsste.

Aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Dieser Film lädt mich ein, mal einfach viele meiner Kriterien liegenzulassen und nur zu genießen. Das habe ich.

Für mich daher bisher der beste dieser Saison.

andreas-wendt antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1380
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

und Thiels neuem Assistenten wenigsten einen so großen ersten, dass ich jetzt noch seinen Namen wüsste.

Schrader... Mirko Schrader

tineli antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

Für einen Münsteraner...
...war er sehr okay 😊

Als ich merkte worauf das hinaus läuft dachte ich "Och nö. Bitte nicht." - aber die ganze Sache wurde überraschend gut umgesetzt.

Nicht zu klamaukig wie sonst, wenig Gealbere, aber durchaus auch feine Töne und Ernsthaftigkeit.

Liefers hat sich etwas mehr zurück genommen und ich hab mich gefreut, dass Alberich mal eine Art Hauptfigur darstellen konnte.

Nadeshda werde ich vermissen, mir gefällt aber, dass der neue Assi so ganz anders ist. Erinnert mich etwas an Jütte aus Köln.

Fand ich gut, auch in der Auflösung.

tristesse antworten
jackson04
(@jackson04)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 105

Ungewöhnlich, aber gut gemacht. Wäre das kein Münsteraner Tatort gewesen, sondern ein „normaler“ Krimi mit anderen Schauspielern, hätte ich ihn vermutlich doof gefunden. Aber reizvoll war natürlich, dass man die Figuren und ihre Persönlichkeiten kennt, und dass sie hier mal auf ungewohnte Art und Weise interagieren konnten und mussten.

Zum Irrealen passte, dass ein Mordanschlag mit Curare bei einem beatmeten Patienten eigentlich relativ witzlos ist. Die Lähmung der Atemmuskulatur wird ja durch das Beatmungsgerät ausgeglichen. Macht aber nix, war trotzdem gut. 😊

jackson04 antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687

Wer aufgibt, der ist tot
Mich hat der Krimi erinnert an: Wer aufgibt, der ist tot, von 2016, mit Bjarne Mädel. Den fand ich aber spannender.

jeddie-x antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4769

Boerne hätte schon noch irgendwo mal töpfern können. 😉

stundenglas antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

War super!
In den ersten paar Minuten war ich mir noch unsicher, aber dann gefiel er mir wirklich gut. Dass die eigentlich Geschichte bisschen schwach und in sich bisweilen unlogisch war, störte da kaum. Es war wie ein Murot ohne Murot 😀 Wir hatten jedenfalls viel Spaß, und das ist das, was ich mir an einem trüben Sonntagabend mit Ausblick auf furchtbare Arbeitswoche wünsche 😎

tinkerbell antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1818
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Es war wie ein Murot ohne Murot 😀

Das trifft es perfekt! Dankeschön!

(Und wenn wir ehrlich sind, ist doch alles, was wir uns bei den Murot-Tatorten wünschen, ein Hauptdarsteller, der den arroganten Snob nur spielt.....)

andreas-wendt antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tristesse

Hach ja, Münster 😊
Die letzten Börne und Thieler Tatorte fand ich nicht mehr so aufregend. Was bis vor kurzem noch lustig war, kam irgendwann im aufgegossenen Altherrenhumor daher.

Da hat dieser Tatort ja nun das Gegenteil bewiesen. Er war so ganz anders, wie die bisherigen Münster Tatorte. Ich war anfangs etwas irritiert, dann hat er mir aber zunehmend gefallen und ich fand ihn auch spannend.

Veröffentlicht von: @tristesse

Mal schauen, wie der neue ist und ob die noch mal ne Schippe drauflegen können.

Ich finde schon, nur vielleicht anders als erwartet oder vielleicht auch nicht erwartet 😊

Man kann definitiv nicht mehr sagen, dass das ein typischer Münster Tatort war 😀

Anonymous antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2973

Nutzt sich ab
war aber natürlich trotzdem gute Unterhaltung und ich werde mir auch jeden Münsteraner Tatort ansehen. Aber den Sog von früher hat es nicht mehr.

johannes22 antworten
HerrNilson
(@herrnilson)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 216

Hätte ich nicht vorher hier schon ein paar Einschätzungen gelesen, wäre nach ca 15min bei mir Schluß gewesen. Aber dank Euch habe durchgezogen 😉
Und ich muss sagen: Kann man mal machen. Hätte schlechter gekonnt. Aber ein Tatort dieser Art reicht dann auch 😀

herrnilson antworten


tristesse
Beiträge : 19561

Köln - die 3 Affen
lief gestern um 22:15 Uhr in der ARD.

Ich war gerade am backen und hatte Wartezeit, also hab ich reingeschaltet.

Die Kölner 1999, alles so jung, damals noch mit Anna Loos als Assistentin und Henning Baum, der sich besonders durch "Der letzte Bulle" als Mick Brisgau in den letzten Jahren hervor getan hat.

Der Fall an sich, bei dem die Jungs in einer Kölner Plattenbausiedlung den Mord an einer Kollegin aufklären müssen, ist handwerklich gut gemacht und durchdacht. Es gibt ein paar Verdächtige, es spielt sich fast das ganze Geschehen am Tatort ab und auch wenn manche Schauspieler der Zeit gemäss etwas überagieren, macht der Tatort doch Spaß, also jedenfalls mir.

Unfassbar, dass man damals in den Kantinen und öffentlichen Gebäuden noch rauchen durften. Und keiner trug ne Maske 😀

Lohnt sich anzuschauen.

tristesse antworten
tristesse
Beiträge : 19561

Dresden 15.11.
Bin mit dem Team noch nicht so richtig warm geworden. Mal schauen, wie sich der Fall so darstellt.

tristesse antworten
8 Antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Ich hab nicht so richtig Lust, weil ich das Team komisch finde... Also nicht total doof, aber irgendwie sind die Personen an sich so neutral, vom Chef abgesehen. Inhaltlich soll es aber heute wohl so spannend wie lange nicht werden. Ich gucke auf jeden Fall schon aus Lokalpatriotismus. Ist immer cool, wenn man "Kenn ich, kenn ich!" rufen kann 😀

tinkerbell antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4769

Ich hab nach 10 Minuten ausgemacht. Total psycho. Oder ändert sich das noch?

stundenglas antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1818

Also wenn man sie bisher zu klamaukig fand, hat sich das jetzt erledigt.

Mein Eindruck war: Letzte Woche spielt er in der Hölle, diese in der realen Welt, aber dieser ist deutlich gruseliger.

Als ob verschiedene Sendeanstalten versucht hatten, eine Halloween-Folge zu drehen, und sich dann doch nicht ganz trauten.

Der Eindruck "voll psycho" hält sich auch den Rest der 90 Minuten. Hatte ein paar Mal echte Gänsehaut. Das muss man mögen, wenn man's gucken will.

Ansprüche an realistische Darstellung von polizeilicher oder psychologischer Arbeit sollte man dabei, wie immer in solchen Konstellationen, am besten im Büro lassen.

Aber dann war es ein sehr anständig gemachter Psychothriller. Vor allem Hannah Schiller in der Episodenhauptrolle der Talia spielte so intensiv, dass ich ihr jede Empfindung abnahm.

Die beiden Kommissarinnen waren dagegen austauschbar. Aber das ist in diesem Fall auch mal ganz erholsam. Und lag nicht an ihnen.

Das wollte gruseln, und es hat gegruselt. Auftrag ausgeführt.

Wer sich also gern gruselt, soll es gucken. Für einen entspannten Krimiabend vielleicht eher nichts.

andreas-wendt antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Mir hat's gefallen. Wenn man das Genre mag, fand ich es eine gelungene Umsetzung.

[Spoilerwarnung im Betreff ergänzt]

Spoiler:

vor allem die realistische Erklärung der Phänomene zum Schluss.

Anonymous antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 3570
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Mein Eindruck war: Letzte Woche spielt er in der Hölle, diese in der realen Welt, aber dieser ist deutlich gruseliger.

Hallo Andreas!

Sehr gut in Worte gefasst.

Ich habe mir diesen Tatort erst nach de Kommentaren hier gestern angeschaut.
Dieser Tatort ist für mich eine Meisterleistung, was die Darstellung eines Traumas anbelangt.

Diese junge Schauspielerin hat das überaus gut in Szene gesetzt.
Für mich die Note 1 in diesem Tatort.

Vom Thema her und auch von der Inszenierung für mich das Highlight diesjähriger Tatorte.

irrwisch antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

Ich hab ihn tatsächlich erst mal nicht geschaut, weil am Nachmittag im WDR eine Vorankündigung kam und er als sehr gruselig angekündigt wurde.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Mein Ding war er nicht. Ich mag Spannung, aber wenn es so Richtung "The Ring" geht, bin ich raus. Zumal es wirklich streckenweise extrem unlogisch und falsch war (Stichwort "Psychologe"), was dort ablief. Da konnte man nur mit dem Kopf schütteln. Bei uns waren die Meinungen sehr geteilt...wenn man bisschen Grusel und einen übernatürlich "Wie kann das sein?"-Touch mag, wird man es mögen. Ich mag nur Spannung, aber kein Gegrusel, deswegen war es nix für mich 😀

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

Danke, das hilft mir.

Vielleicht schau ich mal probehalber rein.

tristesse antworten


andreas
Themenstarter
Beiträge : 1818

22.11. Hessen "Die Ferien des Monsieur Murot"
Ulrich Tukur macht weiter in seiner Reihe "Hommage an Filmklassiker, die der Pöbel gar nicht mehr kennt, aber dessen Vorlieben sind mir schon immer egal gewesen".

Diesmal ist der Titel natürlich gekl- angeleh- eine besondere Ehrerweisung an "Die Ferien des Monsieur Hulot" von 1953.

Ob es sonst viel damit gemeinsam hat, werden wir sehen.

Es wird auf jeden Fall wohl wieder was "Besonderes".

andreas-wendt antworten
9 Antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2973

Ich freu mich drauf, Die Folgen

https://de.wikipedia.org/wiki/Tatort:_Im_Schmerz_geboren

war unfassbar gut und

https://de.wikipedia.org/wiki/Tatort:_Angriff_auf_Wache_08

auch ganz nett.

johannes22 antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1818

Die Macher der Murot-Tatorte sind nicht in der Lage, das, was sie zu machen beabsichtigen, auch nur ansatzweise schlecht zu machen.

Das anzuerkennen, lässt mich als Cineasten natürlich heute pünktlich vor dem Teleschirm sitzen, es hat aber noch nichts damit zu tun, ob es mir gefällt.

Aber auch das finden wir raus.

andreas-wendt antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

"How to Tatort", da App versagt hat...
Tja, wir haben ewig versucht, den Tatort über die App zu starten, da wir zu spät dran waren - keine Chance. Haben stattdessen also diese Mockumentary "How to Tatort" geguckt, die ganz witzig das neue Team aus Bremen eingeführt hat. Mal sehen, wie die dann in Aktion sind...ich finde die Rolle der Linda Selb ja grauenvoll, hoffentlich dominiert die nicht alle Folgen.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

Unterhaltsam.
Der Tatort mit Tukur hatte mehrere Schwächen, das Drehbuch war ziemlich einseitig, die Auflösung irgendwie enttäuschend und Murot hat auch schon mal besser ermittelt, aber wir waren uns in der Tatort Whatapp Gruppe dennoch einig, dass er kurzweilig war.

Kann man schauen.
Bekommt 4 von 5 Gartenzwergen mit Wanderstiefeln und einem Nissan ohne Gangschaltung oben drauf.

tristesse antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1380
Veröffentlicht von: @tristesse

Kann man schauen.
Bekommt 4 von 5 Gartenzwergen mit Wanderstiefeln und einem Nissan ohne Gangschaltung oben drauf.

You made my day!

tineli antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1818

Eine lose und eher simple Krimihandlung diente in diesem Tatort mal nicht (wie sonst oft) dafür, uns deprimierende gesellschaftliche Themen nahezubringen,
sondern dafür, dass Ulrich Tukur einen schönen Spielplatz bekommt, um vorzuführen, was er alles kann.

Und er kann ja wirklich auch eine Menge, und er hat eine Menge Spaß dabei, und der Spaß steckt an, zwischendurch sogar die anderen Darsteller. Das ist unterhaltsam, manchmal auch anstrengend, aber nie langweilig.

Kann man gucken.

andreas-wendt antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1380

Als Murot eher enttäuschend. Da hängt die Erwartungs-Messlatte einfach sehr hoch, und nach dem Münster Tatort erst recht.
Aber ansonsten konnte man ihn gut gucken.
Gruß, Tineli

tineli antworten
jackson04
(@jackson04)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 105

"Es gibt sie noch, die guten Dinge."
Ulrich Tukur als Murot ist für mich gewissermaßen das Manufactum-Warenhaus unter den deutschen Schauspielern. Old-school, elegant, gediegen, speziell. Auch wenn (vielleicht auch: weil) die Geschichten oft etwas absonderlich sind, macht es mir Spaß, sie zu verfolgen.
Ich empfehle das Anschauen 😌

jackson04 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 3570

Auch diesen Tatort habe ich gerne angeschaut und meine investierte Zeit sehr genossen.

irrwisch antworten
andreas
Themenstarter
Beiträge : 1818

29.11. Jubiläums-Tatort Dortmund / München "In der Familie (1)"
Die ARD feiert 50 Jahre Tatort mit einer Doppel-Doppel-Folge:

Die Teams aus Dortmund und München vereinen sich diese und nächste Woche.

Derartige zu einem bestimmten Anlass geschriebene Filme sind immer so eine zweischneidige Sache. Oft will man deswegen mal was Besonderes machen, was aber nicht besonders gut ankommen muss.

Aber wir gehen natürlich unvoreingenommen ran.

P.S. Ganz nebenbei: Bis 2. Weihnachtstag findet sich anlässlich des Jubiläums in der Mediathek der 1. Tatort "Taxi nach Leipzig". https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/taxi-nach-leipzig-132.html

andreas-wendt antworten
7 Antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1380

1. Tatort

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

P.S. Ganz nebenbei: Bis 2. Weihnachtstag findet sich anlässlich des Jubiläums in der Mediathek der 1. Tatort "Taxi nach Leipzig". https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/taxi-nach-leipzig-132.html

Danke. Spannende Zeitreise... Da war ich gerade mal 5 Jährchen alt.

tineli antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

Ich hab mich drauf gefreut
Zwei gute Teams ermitteln gemeinsam.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Derartige zu einem bestimmten Anlass geschriebene Filme sind immer so eine zweischneidige Sache. Oft will man deswegen mal was Besonderes machen, was aber nicht besonders gut ankommen muss.

Was hätte man nicht alles aus dem Thema machen können:
Mafia, Drogen, Mord, Familie, Gewissenskonflikte der Ermittler, Zusammenprall der eher sonnigen Münchner (Kaspar und Seppl 😀) mit den zerstrittenen Dortmundern... das hätte defintiv Potential gehabt.

Aber das zog sich alles hin, im Prinzip ist ja nicht viel passiert, man hat einfach nur das Drehbuch soweit immer voran getrieben, um dann am Ende mit einem Riesenknall den Cliffhänger für die nächste Sendung abzuliefern. Alles, was da 35 Minuten passierte war nur darauf angelegt, dass es so endet und das war dann bis auf die letzten 10 Minuten, bei denen ich schon nach ner Stunde wußte, wie es ausgehen würde, total bemüht.

Und gerade in den letzten Minuten verlässt die Logik dann auch endgültig die Handlung.

Schade.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Das Beste an der Folge war...

Spoiler

...dass Nora Dalay endlich geht. Es gibt für mich im Tatort-Universum keine nervigere, selbstgerechtere, unsympathischere, mieser gelaunte Person als sie. Die hat mir wirklich jeden Dortmund-Tatort verleidet.

Ansonsten muss ich leider zugeben, dass bei uns schon in den ersten zehn Minuten geklärt wurde, wer am Ende stirbt - und das hat dann auch gestimmt. Man möchte die ganze Zeit rufen "Himmel nochmal, geh zur Polizei!", aber stattdessen kommt dann so ein Quark raus...

Die Vorschau für Teil 2 fand ich wenig reizvoll, wäre die Tochter da nicht aufgetaucht, hätte ich nicht erkannt, dass es eine Fortsetzung ist. Ich erwarte da nicht viel, vermutlich läuft es in Richtung "dramatischer Showdown, um die Tochter zu retten" und Faber kriegt Probleme, die in der nächsten Folge aber keine Rolle mehr spielen (denn Böhnisch wird den Staatsanwalt schon entsprechend bequatschen).

Was ich übrigens extrem anstrengend fand, besonders am Anfang, war die technische Seite - das Licht war grauenvoll. Allein die Szenen in der Küche...so kann ja kein Mensch arbeiten, und der Zuschauer konnte nichts sehen 😀

Naja. Es war kein Totalausfall, aber nichts, was ich jemandem empfehlen würde, wenn er einen guten Film sucht. Ging so.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561
Veröffentlicht von: @tinkerbell

...dass Nora Dalay endlich geht. Es gibt für mich im Tatort-Universum keine nervigere, selbstgerechtere, unsympathischere, mieser gelaunte Person als sie. Die hat mir wirklich jeden Dortmund-Tatort verleidet.

Am besten war sie in der Kombi mit ihrem vorigen Kollegen 😀
Ich finde das Team Dortmund an sich eine Katastrophe, die kommen einfach nicht zur Ruhe, hat man heute wieder gemerkt, aber die Fälle sind gut und sie spielen auch wirklich hervorragend. Zwischendurch dachte ich mal, sie packen es aber heute hat jeder mal wieder nur das gemacht, was er wollte und am Ende war wieder die große Katastrophe.

Ich versteh auch nicht, warum sich Nora so aufgeregt hat, das sah aus, als hätte sie in ihrem Leben noch nie was von "verdeckter Ermittlung" gehört. Ich dachte immer "Was regt die sich so auf, das ist doch ihr Job, Informationen aus jemand rauszuholen."
So hat sie jetzt einen dramatischen Abgang bekommen. Aber an sich ist die Tezel eine gute Schauspielerin finde ich.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Was ich übrigens extrem anstrengend fand, besonders am Anfang, war die technische Seite - das Licht war grauenvoll. Allein die Szenen in der Küche...so kann ja kein Mensch arbeiten, und der Zuschauer konnte nichts sehen 😀

Ich könnte so nicht kochen. Stand auch zu viel herum 😊

Was ich am Ende etwas seltsam fand, dass sich da Böhnisch und Faber in den Armen halten. Faber hat in diesem Fall nun so gar nichts richtig gemacht. Der hat nur Scheiße gebaut und ist für das Schlamassel in erster Linie verantwortlich. An sich gehört der erst mal suspendiert. Da versteh ich Böhnisch nicht, dass sie sich das gefallen lässt und nicht zum ersten Mal.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1818

Ich bin sehr bei Euch.

Veröffentlicht von: @tristesse

Was hätte man nicht alles aus dem Thema machen können:
Mafia, Drogen, Mord, Familie, Gewissenskonflikte der Ermittler, Zusammenprall der eher sonnigen Münchner (Kaspar und Seppl 😀) mit den zerstrittenen Dortmundern... das hätte defintiv Potential gehabt.

Vielleicht war das genau das Problem: Es war zu viel drin, und das hat sich gegenseitig Energie genommen.

Ich war vorher gespannt, wie es gelingen würde, die Teams zusammenzubringen. Denn innerhalb des Dortmunder Teams ist schon so viel ... nennen wir es mal "Dynamik", wie sollte da noch Dynamik zwischen den Teams entstehen? Die Antwort war vorhersehbar: es entstand keine. Franz und Ivo wirkten wie Statisten. Kann natürlich sein, dass es dann nächste Woche andersrum geht. Aber wie Du sagst: Was hätte man draus machen können!

Abgesehen davon glaube ich aber, der Film wusste, was er will, und hat das konsequent und gut durchgezogen: Man hätte zum Jubiläum ja auch einen großen Rätselkrimi veranstalten können, in dem die Teams gemeinsam ein Puzzle zusammensetzen. Das hat man schön gelassen und stattdessen einen Film gemacht, der brutal zeigt, wie Kriminalität, schon lange bevor ein Mord geschieht, Leben und Zusammenleben von Menschen zerstört. Und auch das hat ja Tatort-Tradition. Trotz ein paar Mandolinen im Hintergrund konnte der hier einem noch die letzte Mafia-Romantik austreiben. Dies hätte er noch stärker machen und viel anderes einfach weglassen können.

Das Zähe und Quälende, das wir empfanden, passte sehr gut zu dem Gefühl, das die Protagonisten auch hatten. Insofern schätze ich, es war Absicht. Es war mehr "Drama mit Mord" als Krimi, aber es wollte genau das sein.

Und immerhin wurde kurz sogar die Metaebene anvisiert mit einem Mini-Monolog zum Thema "Mord kennen wir alle, aber..."

Insofern: Ich komme nicht drumrum anzuerkennen, dass das Ding sehr gut gemacht war. Aber das Ding, das da gemacht wurde, gefiel mir auch nicht besonders.

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

TV Kritik - SPOILER
https://www.zeit.de/kultur/film/2020-11/tatort-muenchen-dortmund-in-der-familie-doppelfolge-obduktionsbericht

Ich glaub der Journalist der Zeit hat eine anderen Tatort gesehen als ich

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1818

Ach, ich verstehe schon, was er meint.

Handwerklich, künstlerisch, schauspielerisch alle tolle Arbeit. Der Autor hat einen schönen Blick für Details und dabei mit fast allem völlig Recht.

Was er halt fast gar nicht thematisiert, ist die Story. Die scheint ihm egal zu sein, während für uns normale Krimizuschauer die Story das Entscheidende ist.

andreas-wendt antworten


andreas
Themenstarter
Beiträge : 1818

6.12. München / Dortmund "In der Familie (2)"
Die Fortsetzung von letzter Woche hat mit Bernd Lange den gleichen Drehbuchautor, verantwortlich zeichnet aber heute der BR mit Pia Strietmann als Regisseurin.

Nun, gespannt bin ich nicht, denn dem Film ging es bisher nicht um Spannung, sondern eher um Spannungen. Aber wie es weitergeht, will ich schon wissen.

andreas-wendt antworten
8 Antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Ich gucke es...
...damit ich nicht vorzeitig aufgegeben habe, aber so wirklich brennend interessiert es mich nicht 😀

tinkerbell antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Wozu, wozu...

Spoiler

Das war ein verschwendeter Abend, der in einem völlig sinnlosen Showdown gipfelte. Da baumelt der eigene Sohn über dem Abgrund und der ach so große Oberpate weigert sich zu sagen, wer die Mutter umgebracht hat? Wo war da der Sinn? Überhaupt war mir das alles zu losgelöst vom ersten Teil, sowohl optisch als auch inhaltlich. Und natürlich sparte man nicht an grausamen Szenen...

Sicherlich wird die Doppefolge von der Kritik gepriesen, aber ganz ehrlich: Man hätte die Sache auch nach Teil 1 so stehenlassen können. Geändert hätte es nicht viel - Tochter und Vater getrennt, Schicksal unklar, alles düster. Daran hat Teil 2 nichts geändert, außer dass wir jetzt wissen, dass Sofia lebt und der Vater verhaftet wurde (natürlich auch absolut hochdramatisch). Wahnsinn. Also dafür haben sich 90 Minuten Dunkelheit, Gewalt und bleich-langweilige Kommissare total gelohnt. Schade, echt. Da hätte ich viel mehr erwartet.

tinkerbell antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1818

Also eine Doppelfolge im engeren Sinn war das nicht. Die Kai-Korthals-Folgen aus Kiel hatten mehr Zusammenhang.
Es war eine Dortmund-Folge mit Gästen aus München und eine München-Folge mit einem Gast aus Dortmund. Dazu gab es neue Bösewichter und drei Figuren, die in beiden Filmen auftauchten.

Aber die hatten sich so sehr "weiterentwickelt", dass im Grunde nur der Name derselbe war.
Das ist nach einem halben Jahr in sehr anderer Umgebung zwar nicht unglaubwürdig. Aber noch mutiger hätte ich es gefunden, die beiden Filme dann tatsächlich mit einem halben Jahr Abstand zu senden.

Davon abgesehen gefiel mir dieser Teil besser als der letzte, aber ich kann nicht genau sagen, warum. War wohl einfach unterhaltsamer.

Ich merke wieder, was für eine coole Figur dieser Faber ist, wenn er ohne sein Team agiert. Das war ein echter Genuss.

Die Tatort-Metaebene kam ein wenig zum Zug bei dem Dialog, wie sehr man sich an die Regeln halten sollte (und einer schönen Pointe zu diesem Dialog in der letzten Szene).

Aber mei, dann hammer des Jub'läum auch abg'hakt. Tat nicht weh. Aber war auch kein Meilenstein.

Nächste Woche dann wieder.

andreas-wendt antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Stimmt.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Ich merke wieder, was für eine coole Figur dieser Faber ist, wenn er ohne sein Team agiert. Das war ein echter Genuss.

Da stimme ich absolut zu.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

Spoiler
Ich kann mir nicht helfen, ich fand die Folge besser als die erste. Das, was mir im ersten Teil an Spannung und Handlung gefehlt hat, wurde in München schließlich nachgereicht. Faber hatte ein paar echt witzige Auftritte und sehr schön war auch Kalli zu beobachten, der langsam erwachsen wird, unaufgeregt seine Arbeit macht und sich auch nicht vom Besuch aus Dortmund beeindrucken lässt 😊

Die Brutalität zog sich durch den Film, ich fand es teilweise sehr anstrengend zuzusehen und ich fand den Zeitpunkt von 20.15 Uhr wirklich hart an der Grenze. Vielleicht wäre da eine Doppelfolge besser gewesen.

Ich fand das Getriebensein und die Hoffnungslosigkeit der Figuren sehr gut rübergebracht, gerade die Tochter, die sich nicht aufbäumt und mit der Situation nicht zufrieden geben will. Wobei ich mich schon gefragt hab, was sie meint zu erreichen, wenn sie ihre Mutter anruft, die angeblich im Zeugenschutz ist?

Das, was ich wirklich total daneben fand war das Ende. Man kann doch nicht ein schwer traumatisiertes Mädchen von 17jährgen, die gerade einen Mord begangen hat, die ihre Mutter verloren und ihren Vater verlassen hat, nicht einfach ziehen lassen?! Die kann doch nur in die Kriminalität gehen, wo will die hin so ohne Familie und Anschluss? Das hätte man anders lösen müssen, aber ich fand es ja schon mal gut, dass die Situation an der Brücke nicht eskaliert ist.

Bekommt von mir 3 von 5 Punkten.

Nachtrag vom 07.12.2020 1338
gerade die Tochter, die sich [del]nicht[/del] aufbäumt

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andreas
(@andreas-wendt)
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Veröffentlicht von: @tristesse

Das, was ich wirklich total daneben fand war das Ende. Man kann doch nicht ein schwer traumatisiertes Mädchen von 17jährgen, die gerade einen Mord begangen hat, die ihre Mutter verloren und ihren Vater verlassen hat, nicht einfach ziehen lassen?!

Wenn man es realistisch denkt, hast Du natürlich recht.

Ich musste an der Stelle daran denken, wie Faber eine halbe Stunde vorher die Verhörtaktiken kritisierte und Kalli sagte "Wir in München halten uns an die Vorschriften". Und ganz am Ende hielten gerade die Müchner sich nicht daran, sondern ließen sie laufen, weil sie meinten, so habe sie die beste Chance.
Ich teile die Einschätzung der beiden hier auch nicht, sondern sehe es wie Du. Aber ich fand es einen schönen Kommentar zu der immer wieder im Tatort verhandelten Frage, wofür denn die Regeln gut sind. Fast könnte man die "Der Sabbat ist für den Menschen"-Sache ins Spiel bringen. Die Regeln brechen in der Absicht, dem Leben zu dienen, war rein erzählerisch eine gute Abrundung, gerade gegenüber Faber, dem die Regeln ja sonst egal sind.

In der Realität hätte ich Sofia auch gewünscht, sie bekommt staatliche Hilfe.

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tristesse
(@tristesse)
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Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Aber ich fand es einen schönen Kommentar zu der immer wieder im Tatort verhandelten Frage, wofür denn die Regeln gut sind. Fast könnte man die "Der Sabbat ist für den Menschen"-Sache ins Spiel bringen. Die Regeln brechen in der Absicht, dem Leben zu dienen, war rein erzählerisch eine gute Abrundung, gerade gegenüber Faber, dem die Regeln ja sonst egal sind.

Aber da hätte ich vielleicht eher den Vater laufen gelassen, der sich evtl. dann mit seiner Tochter ist ein besseres Leben davon gemacht hätte und eigentlich nur zum Opfer seiner eigenen Familienzugehörigkeit und seines Traums, auf eigenen Beinen zu stehen, geworden ist. Zusammen hätten die vielleicht eine Chance gehabt (wäre natürlich hilfreich gewesen, er hätte seine eigene Frau nicht erwürgt, aber das war sowieso eine völlig schwachsinnige Aktion, die keinem geholfen hat), aber so?

Alles in allem erinnert das schon ein bisschen an den Paten (wenn auch auf anderem Niveau), wo derjenige, der sich nicht dem Willen der Familie beugt, am Ende sterben muss.

Aber schön war es schon anzusehen, wie Faber von seinen sonst so korrekten Kollegen überrascht wurde.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
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Veröffentlicht von: @tristesse

Aber da hätte ich vielleicht eher den Vater laufen gelassen, der sich evtl. dann mit seiner Tochter ist ein besseres Leben davon gemacht hätte und eigentlich nur zum Opfer seiner eigenen Familienzugehörigkeit und seines Traums, auf eigenen Beinen zu stehen, geworden ist.

Da hast Du Recht. Das wäre noch schöner gewesen.
Den Vater brauchte man wohl, weil man mit ihm einen Zeugen gegen den Paten hatte. Aber das wurde nicht so benannt.

andreas-wendt antworten
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