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Tatort / Polizeiruf 2019 / 2020

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tristesse
Themenstarter
Beiträge : 20559

Hallo Ihr Lieben,
nach einer langen Sommerpause startet heute die neue ARD Sonntagabend Krimi Saison mit einem Polizeiruf Magdeburg.

Wir haben hier Gelegenheit, über die Folgen auszutauschen, bitte schreibt wegen der Übersichtlichkeit den Titel der Folge oder das Team in den Betreff.

Da manche den Tatort erst später streamen können, möchten wir bitten, dass Ihr, wenn es um Filminhalte geht, die Täter, Handlung, etc. verraten
eine Spoilerwarnung setzt. Dann wissen diejenigen, die noch nicht so weit sind, dass die Beiträge Infos enthalten, die sich sich gern aufheben möchten 😊 Das hat sich in der Vergangenheit bewährt.

Für andere Filme oder Serien, die Ihr schaut, gibt es hier im Forum separate Threads, bitte nutzt die, denn sonst wird es hier sehr unübersichtlich.

Ich freu mich über eine neue Saison mit Euch und bin gespannt, wie der Magdeburger Polizeiruf startet.

Ich hab aber beschlossen, dem Polizeiruf auszumachen und morgen neu anzufangen, er ruckelt nämlich ganz fürchterlich und stoppt alle 15 Sekunden 🙄. Also bitte nichts verraten *pssssst*

Viel Spaß!
Trissi

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454 Antworten
tristesse
Themenstarter
Beiträge : 20559

Grosz / Falke
https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/die-goldene-zeit-100.html

Heute abend ein Fall, mal wieder aus dem Rotlichtmilieu.

Nachdem die letzten Fälle recht passabel waren, erwarte ich einen guten Tatort.

Ich mag aber auch das Team sehr gern.

tristesse antworten
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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Erbarmungslos im Kiez
Meine Sis (die erfreulicherweise gerade vor Ort ist und wir daher nicht den Tatort über Whatsapp kommentieren mussten) und ich sind der Meinung, dass wir hier sehr gute und starke Darsteller in wirklich guten Rollen gesehen haben. Jeder hat überzeugt performed.

Das ganze Setting hat uns an den Clint Eastwood Klassiker "Erbarmungslos" erinnert, wo ein abgehalfteter Cowboy sich noch einmal aufbäumt, um zu beweisen, dass er noch das Zeug hat, die Welt zu retten - in dem Fall hier nicht als räudiger Kiezer Straßenkater zu enden. Die Figur des Lübke war so ein "Lone Some Cowboy", der es noch mal wissen will. Allein der Trenchcoat war ein Hingucker!

Das Ende hat mich wirklich berührt und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal bei einem Tatort geweint habe. Diesmal haben sie mich dazu gebracht 😊

Falke und Grosz verstehen sich ohne große Worte. Netter Sidekick der Sohn, der sich vom Problemkind zum Spießer wandelt, der dem Vater erklärt, wie man als Arbeitnehmer funktioniert 😀 Das hat die Geschichte sehr fein aufgelockert.

Das Ende an sich war konsequent, wenn auch vorhersehbar. Der Täter war relativ früh zu erahnen, aber das hat der Spannung keinen Abbruch getan.

Einziger Kritikpunkt war der Ton.
Fürchterlich 😕 Wir haben teilweise ganze Sätze nicht verstanden, das ging streckenweise gar nicht.

Ansonsten gibt es nichts zu meckern 😊
Vier von fünf Ouzu-Milch mit Strohhalm und einer Kiezfrikadelle mit Senf obendrauf 😊

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Ich weiß immer noch nicht, wie ich ihn fand.
Tolle Schauspieler und ein angenehmes Team, gegensätzlich, aber nicht im Dauerkonflikt. Die Geschichte selbst war gut gestrickt und gut erzählt.

Falke eine Kiez-Vergangenheit in den Lebenslauf zu schreiben, ist passend, auch wenn ich mich zu erinnern meine, dass er in der ersten Episode aus Hamburg-Billstedt stammte. Aber egal, er kann ja mit 16 abgehauen sein.
Dazu passt ein möglichst authentischer Sprachduktus, der schon für mich als geborenen Hamburger schwer verständlich war. Erinnert an frühe Hark-Bohm-Filme.
Sonst fiel mir auch Clint Eastwood ein, aber andere Filme.

Da die Lübcke-Figur immer noch in Kiez-Nostalgie aus den 80ern schwelgt und Falke immer wieder dort hineinzieht, ist es irgendwie konsequent, auch in Bildsprache, Dialogen und Musik so zu tun, als hätte man einen Reeperbahn-Krimi aus den 80ern vor sich. Das passt ja auch zu dem Titel "Goldene Zeiten". Aber das war dann wieder so klischee-behaftet, dass ich beschloss anzunehmen, es sei nicht ganz ernst gemeint. Ein Fim-Genre-Spiel wie bei Tukur, nur nicht so abgehoben.

Sollte das Ganze doch den Anspruch gehabt haben, ansatzweise realistisch zu sein, wäre es aus meiner Sicht eher ein schlechter Film, trotz all der von Dir aufgezählten Stärken.

andreas-wendt antworten


tristesse
Themenstarter
Beiträge : 20559

Polizeiruf Magdeburg
Brasch ist zurück, mit neuem Sidekick.

Felix Vörtler springt als Kriminalrat ein, scheinbar halten es die männlichen Kollegen an Braschs Seite nicht lange aus.

Zu Recht.

Es hätte so schön sein können. Vörtler als Lemp kommt jovial, kollegial und empathisch daher, aber sie haut das alles kaputt. Verbissen, humorlos, unsympathisch... ich kann dieser Frau nichts abgewinnen.

Sie ist sicherlich ein interessanter Typ und mit ihrer Bullterrier-Art auch nicht abzuschütteln, aber sie wird mir immer unsympatischer. Scheinbar versucht man dann durch das männliche Dreierteam an ihrer Seite das Wettzumachen, das sind ja nicht wirklich kantige Charaktere, sondern liebe, freundlichen Menschen, die einfach nur ihrer Arbeit tun.

Reicht mir nicht für ein stimmiges Team.

Der Fall an sich?
Tjoar.
Dass das nicht gut ausgeht, egal in welche Richtung hat man ja schon nach der ersten Sequenz gewußt.

Fanden wir alles in allem frustrierend, mühsam und düster. Spannend genug um dranzubleiben, aber dennoch trist genug um ihn nicht gut zu finden.

tristesse antworten
2 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Dann hab ich nichts verpasst. Danke!

M.

Anonymous antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Hab ihn erst gestern gesehen.
Solide Krimierzählung mit ein paar überflüssigen Szenen.
Aber Brasch bleibt hauptsächlich schlecht gelaunt. Etwas eindimensional für eine so gute Darstellerin wie Michelsen. Verschenktes Potential.

Ich fände, sie bräuchte eine Partnerin wie Johanna Stern.

Und mich hat verwirrt, dass der Darsteller des Gerichtsmediziners solche Ähnlichkeit mit Sylvester Groth hatte.

andreas-wendt antworten
andreas
Beiträge : 1985

23.02. Schwarzwald "Ich hab im Traum geweinet"
Ohne spoilern zu wollen, will ich in diesem christlichen Forum doch darauf hinweisen, dass wir es in diesem Film mit mehreren Darstellungen von Nacktheit und weitgehend einvernehmlichen sexuellen Handlungen zu tun haben.
Es gelingt dem Film jedoch, dabei jede Erotik fehlen zu lassen.

Was mir noch gefehlt hat:
Eine Handlung
Halbwegs souveräne Ermittler
Bis zur 37. Minute der Mordfall

Was mir nicht gefehlt hat:
Die Auflösung.
Vor der habe ich nämlich ausgeschaltet.

Ihr wisst, dass ich versuche, jedem Sonntagskrimi noch irgendetwas Gutes abzugewinnen. An diesem bin ich gescheitert. Sorry.

andreas-wendt antworten
24 Antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Es gelingt dem Film jedoch, dabei jede Erotik fehlen zu lassen.

Ich fand die einschlägigen Szenen auch eher abtörnend.
Die bringen bestimmt niemanden auf "dumme Gedanken".

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Eine Handlung

Ja, das wäre ganz schön gewesen, wenn es eine gegeben hätte.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Was mir nicht gefehlt hat:
Die Auflösung.

Welche "Auflösung"? Das war ja eigentlich schnell klar, wer es war....von daher hast du durch dein vorzeitiges Ausschalten absolut nichts verpasst.
Schade eigentlich, ich finde die Schwarzawald-Tatorte sonst durchaus sehenswert.

suzanne62 antworten
Vigil
 Vigil
(@vigil)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 386

D'accord!
Selten einen so verworrenen "Tatort" gesehen.
Meine Frau und ich wollten immer wieder mittendrin abschalten, hielten aber durch, um und dann empören zu können. Und wir empörten uns.

vigil antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich bin beruhigt, dass nicht nur ich den Tatort total daneben fand.

Eine Aneinandereihung von Szenen, die von Sex und Gewalt geprägt waren, inkl. des Ermittlerteams. Letztere fand ich nur peinlich und nicht ernst zu nehmen.

Untermalt von trauriger Musik, es fiel mir schwer, das mit der Handlung in Einklang zu bringen.

Anonymous antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @adventurelife

Ich bin beruhigt, dass nicht nur ich den Tatort total daneben fand.

Ich habe nach wenigen Minuten ausgeschaltet.

Von den seltsamen Sex-Szenen abgesehen habe ich nichtmal die Personen voneinander unterscheiden können. *lach*

Faltenlose Gesichter, alle ziemlich gleich, und wenn die Frisuren geändert waren oder andere Klamotten angezogen waren, habe ich nix verstanden. Gar nix!

Aber, ich bin schwer, vom Tatort und solche Sachen zu begeistern.

Die Münsteraner haben bei mir eine hohe Latte gesetzt.

P.S.: Bis zur Auflösung "ich hab im Traum geweinet" bin ich jedenfalls nicht gekommen. Egal.

Nachtrag vom 24.02.2020 1803
abgeschaltet, sollte es heißen. (Bin gerade beim Essenzubereiten *g*)

jour antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @jour

Ich habe nach wenigen Minuten ausgeschaltet.

Das war schlau 😊

Anonymous antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @adventurelife

Ich habe nach wenigen Minuten ausgeschaltet.

Das war schlau 😊

uff, da freue ich mich aber sehr! 😌

jour antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Nach 20 Minuten abgeschaltet.

M.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Ich hab ihn nicht geschaut.

Meine Schwester ist gerade da und da sie The Voice Kids liebt, haben wir das geguckt.

Scheint ne gute Entscheidung gewesen zu sein 😊

tristesse antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1380

Das war sowas von unterirdisch, geht gar nicht.

Ja, die Darstellungen von Nacktheit und Sex werden auch immer drastischer. Braucht es das? Wozu sollte das gut sein? Sollten diese zerissenen, aneinandergeklebten Szenen (mir geht es wie Jour, ich konnte die Personen nicht auseinander halten) Kunst sein? Keine Ahnung...

Ich glaube, ich brauche nächstens den Mut, auszuschalten, so wie es einige hier getan haben.

tineli antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @tineli

Ja, die Darstellungen von Nacktheit und Sex werden auch immer drastischer. Braucht es das? Wozu sollte das gut sein? Sollten diese zerissenen, aneinandergeklebten Szenen

Genau das ging auch mir durch den Kopf!

Veröffentlicht von: @tineli

Das war sowas von unterirdisch, geht gar nicht.

Bestens formuliert.

Veröffentlicht von: @tineli

(mir geht es wie Jour, ich konnte die Personen nicht auseinander halten) Kunst sein? Keine Ahnung...

Gell? Und, ich meine, die Szenen wurden immer nachts oder in Dunkelheit gedreht? Kann mich kaum erinnern. Irgendwie, an jenem Abend war es egal, wo man umschaltet.

Veröffentlicht von: @tineli

Ich glaube, ich brauche nächstens den Mut, auszuschalten, so wie es einige hier getan haben.

Das kann ich neuerdings ganz gut. Ich lese dann lieber oder gehe früh zu Bett und schaue mir meine Bilder an.

jour antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @tineli

Das war sowas von unterirdisch, geht gar nicht.

Na ja, war halt langweilig, weil sehr schnell klar war, wer es war und warum, blieb ja nicht viel Auswahl. Das hätte man auch anders anlegen können - gerade, da das Mordopfer Richter war, hätte es doch viele Möglichkeiten gegeben noch in andere Richtungen zu ermitteln und dass er noch ganz andere "Leichen im Keller" hatte.

Veröffentlicht von: @tineli

Ja, die Darstellungen von Nacktheit und Sex werden auch immer drastischer. Braucht es das?

So schlimm fand ich das nun auch wieder nicht.....allerdings habe ich n bisschen Kopfkino gehabt, als ich dachte "hoffentlich kommen die Kölner und die Münsteraner nicht auch auf solche Ideen - Schenk und Ballauf oder Thiel und Boerne nach einem gemeinsamen "Absturz".....nee, das müsste ich nun echt nicht haben.😀😀😀😀

Veröffentlicht von: @tineli

Sollten diese zerissenen, aneinandergeklebten Szenen (mir geht es wie Jour, ich konnte die Personen nicht auseinander halten) Kunst sein?

Die Beantwortung der Frage "is dat Kunst oder kann dat wech?" fällt in diesem Fall nicht allzu schwer.
Allerdings habe ich auch schon schlechtere Tatorte gesehen. Schlimmer geht immer.

suzanne62 antworten
HerrNilson
(@herrnilson)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 216

Beruhigend, dass Ihr den auch .... äh.... seltsam fandet. Habe mit dem Ausschalten nicht bis zur Leiche gewartet 😌

herrnilson antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018

Das war ein blöder Film. Die keine gute Handlung und die Sexszenen waren überflüssig. Ich habe den Film laufen lassen. Der Erfolg war, dass ich, als der Film vorbei war, war ich froh. Wenigstens etwas....

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich schaue schon lange kein Tatort mehr,ich habe nur eingeschaltet weil
ich die Elzacher Fasnacht gut kenne.So wie die Narren dargestellt wurden
geht gar nicht.An der Realität vorbei.
Der ganze tatort war einfach zum abschalten.

Anonymous antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

Interessanterweise [mit Spoiler]...
...bekommt von einigen Rezensenten der Printmedien extrem gute Kritiken. Wahrscheinlich verstehen wir wieder die Kunst dahinter nicht 🙄 Das Ziel war klar, aber man hätte das alles anders darstellen können. Und was mich mal wieder richtig aufregt: Erneut wurde das Privatleben einer bis dahin recht normalen Tatort-Kommissarin geschrottet. Wozu? Es wirkte auch so völlig bemüht, dieser One-Night-Stand mit dem Kollegen, komplett sinnlos und aus der Luft gegriffen. Für mich war das weniger Krimi als ein sehr anstrengendes Drama mit durchweg unsympathischen Figuren.

tinkerbell antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Ja, das Feuilleton mag Dinge, die "anders" sind, und hat meist wenig Verständnis für Genre und Zielgruppen. Ein noch so gut gemachter Actionfilm wird dort nie so gewürdigt werden wie ein unzusammenhängendes Zwei-Personen-Drama mit einzelnen Dialogen in Esperanto, sofern die Beleuchtung einen symbolisch deutbaren Schattenwurf erzeugt.

Ich las irgendwo, dass es im Karnevalskontext auch um Demaskierungen ganz anderer Art ginge, und dass das ein tieferer Sinn sein könnte.
Auf der ewigen Tatort-Rangliste von Tatort-Fundus liegt dieser Film derzeit auf dem allerletzten Platz.

Magst Du aus den Rezensionen, die Du gelesen hast, berichten, was da an Stärken genannt wurde? Vielleicht können wir daraus lernen.

andreas-wendt antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Magst Du aus den Rezensionen, die Du gelesen hast, berichten, was da an Stärken genannt wurde? Vielleicht können wir daraus lernen.

Ich habe nur mal schnell geguckt. Der Spiegel gibt 8 von 10 Punkten und schreibt u.a.:

"Menschen, die sich bei ihrem Sehnen nach Nähe und Sicherheit immer näher an den Abgrund bewegen - das gilt auch für die Kommissare"
und
"Frustsaufen und Betäubungsbeischlaf in Opulenz"

Die Süddeutsche sagt:

"Und obwohl es ja selten ein Gewinn ist, anderen beim Feiern zuzuschauen, ist diese Folge ein sehenswertes Drama um Rausch und Wollust geworden."

Und das Feuilleton der FAZ erfüllt all deine Erwartungen:

"Obwohl es auch einen Toten und eine Ermittlung gibt, ist „Ich hab’ im Tod geweinet“ eher ein gewagtes, grandioses Figurenensemblespiel – mit einer „Playlist“, die vom Erhabenen bis zum Lächerlichen keinen musikalischen Kontrapunkt ausspart und von klassischen Karnevalssaufliedern bis zum lyrischen Intermezzo, von Britney Spears bis zur Schumannschen Vertonung des Heineschen Gedichts „Ich hab’ im Traum geweinet“ (aus dem „Buch der Lieder“) reicht (Musik und Gesang Jens Thomas). Ein „Tatort“ als filmischer Ausnahmezustand. Aschermittwoch kommt schnell genug."

Tja. Überzeugt mich trotzdem alles nicht. Bei mir bleibt er sehr, sehr weit unten im Ranking. Bin gerade nicht sicher, ob mir irgendeiner bisher noch weniger gefallen hat.

tinkerbell antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Vielen Dank! Ungefähr so habe ich es erwartet, und das FAZ-Zitat ist wirklich Gold.

All das ergibt Sinn, wenn man jeden erdenklichen Film nur mit der Fragestellung liest: "Ist das ein gutes Drama?"

Mich erinnert das ein bisschen an den alten Postillon-Artikel, in dem sich Harry-Potter-Fans daran stören, dass in Rowlings Buch "Ein plötzlicher Todesfall" zu wenig Zauberei vorkomme.

Und ich muss gestehen, dass ich auch schon das eine oder andere grandiose Buch enttäuscht zur Seite gelegt habe, weil es nicht lustig war.

Allerdings, auch wenn ich mich auf die Kriterien der Feuilletons einlasse, finde ich die Wertung der FAZ nicht schlüssig, denn die Gesamtatmosphäre des Films hat, trotz oder auch wegen des geschilderten Rauschs, etwas sehr Tristes. So als wäre schon lang Aschermittwoch gewesen, und man würde zurückblicken und sich für den Karneval schämen.

Vielleicht kann man ihm noch einen halben Punkt geben, wenn man überlegt, dass der ganze Film mit dem Ende von Täuschungen arbeitete und dies auch im Spiel mit Zuschauererwartungen absichtsvoll und konsequent weiterführte.
Denn wenn er irgendetwas war, dann enttäuschend.

Vielleicht hätte er außerhalb der Tatort-Reihe bei Arte laufen sollen.

andreas-wendt antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Ich finde es wiederum interessant...
... dass der Film, der nach fast einhelliger Meinung der schlechteste in einer sehr sehr langen Zeit war, hier die meisten Kommentare bekommt.
Ich würde mich freuen, wir bekämen bei den hoffentlich besseren der nächsten Zeit einen genauso engagierten Austausch.

andreas-wendt antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Ich würde ja schreiben, wenn mir einer gefallen würde.

Tukur war der letzte, der mir gefallen hat, und die Münsteraner sind meine einzigen Favoriten.

Diesmal habe ich hier geschrieben, weil auch du nicht zufrieden warst - was ja kaum vorkommt,
und weil für mich die Grenze der Geschmacklosigkeit überschritten war. Klar geht‘s noch geschmackloser, aber für mich ist sie bereits hier nicht zu überbieten. Was noch mehr kommt, ist eh über die Grenze.

Ich will ja nicht bei jedem Tatort sagen, daß ich ausgeschaltet habe oder - im harmlosesten Fall - das Ende nicht nachvollziehen konnte.

Gerade läuft „Blind ermittelt“ im Ersten, und bis auf die Entführung habe ich nichts verstanden.
LG
Jour

jour antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Es gibt ja noch mehr als nur "hat mir gefallen" oder "hab ausgeschaltet".
Manchmal ist der Fall gut, aber die Figuren nerven, oder andersrum oder die Musik ist interessant oder es lässt sich miteinander Symbolik entdecken etc.

"Blind ermittelt" fand ich super.

andreas-wendt antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Spoiler

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Es gibt ja noch mehr als nur "hat mir gefallen" oder "hab ausgeschaltet".

Das stimmt. Aber, ich habe bei Tatort diese Skala nicht erfahren.
Oft schalte ich nach maximal 30 Minuten aus. Auf jeden Fall noch schneller, wenn ich immer wieder Personen sehe, die ich nicht oder kaum wieder erkenne. - Wie in diesem Tatort.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

die Musik ist interessant

Bei Donna Leon und solche Filme eher.

Ja, kannst natürlich fragen, warum ich Tatort überhaupt einschalte. Mir geht es ähnlich wie euch, sonntags ist mir nach guter TV-Unterhaltung.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

"Blind ermittelt" fand ich super.

oha.
🤓

Also. Ich glaub, ich weiß jetzt was.
Jemand wird entführt. Im Lokal, vor den Augen aller (aber, vielleicht kennen die Täter einen Hintereingang, der einfach so frei steht.
Dann sieht der Freund das, und anstatt Fotos zu machen und das Kennzeichen usw. der Polizei zu übermitteln, schlägt er einen der Täter. Wo doch klar war, daß es mindestens zwei waren.

Ok, Film wäre vermutlich da schon zu Ende, wenn er alles der Polizei übermittelt hätte. Da brauche ich aber nicht weiter zu schauen, weil ich dann kopfschüttelnd davor sitze.

Dann: Der Bruder (ein Kriminalist? Habe eh nicht durchgeblickt), ist blind, fährt aber Auto und kann schießen. Nun ja. was soll ich da sagen!

Dann waren zwei oder mehrere andere Gängster, denen der Freund der Entführten Geld schuldete. Und da habe ich nix kapiert.
Außerdem wird alles meist im Dunkeln gedreht, und das nervt. Dann stehe ich auf, brutzele was in der Küche und schalte irgendwann aus, weil mich das Vokabular und das Geschrei nerven.

Außerdem bezweifle ich, daß in RL ein Polizist oder ein Kommissar nichts anderes macht, als einen Verdächtigen zu observieren. Profiler scheinen neuerdings alle Kommissare zu sein, jedenfalls wissen sie sofort, wen sie observieren sollen. Mag sein. Aber, realistisch ist es nicht.

Alles in Allem: Es bleibt ausschließlich bei: Wer war der Täter und warum. Wobei man bei "warum" dankbar sein darf, wenn DAS heraus gearbeitet wurde.

Man kann nicht vergleichen, ich weiß, aber, bei Krimis wie Donna Leon
Colombo, Münster-Tatort, da ist Witz, Dialoge, Persönlichkeiten, Landschaften .. Weißt? Mord mit Aussicht und Wilsberg (nich' lachen!) mag ich auch sehr!

Selbst Sherlock ist inzwischen chaotisch bis langweilig.

Keine Krimis (Filme überhaupt) mag ich, bei denen man die Schauspieler (insbesondere die immer wieder kehrenden) vor Lauter Spritzen und Liftings nicht mehr erkennt. Höchstens noch an der Stimme oder an die Augen. Da könnte ich schon alleine deshalb umschalten.

Ansonsten bleibt es oft dem Zufall überlassen, wenn ich etwas gutes finde.
Ku'damm 59 beispielsweise fand ich große klasse!

jour antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

dass der Film, der nach fast einhelliger Meinung der schlechteste in einer sehr sehr langen Zeit war, hier die meisten Kommentare bekommt.

das liegt an der deutschen mentalität. 😈
ich finde den verriss des film schon fast als empfehlung. ich hab nur keine zeit, den zu gucken. 😀

mrb-ii antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @mrb-ii

ch finde den verriss des film schon fast als empfehlung. ich hab nur keine zeit, den zu gucken. 😀

Das ist aber schade... 😈😌😀

Anonymous antworten


andreas
Beiträge : 1985

1.3. Nürnberg "Die Nacht gehört dir"
Den Titel habe ich bis zum Ende nicht verstanden, aber sonst gefiel er mir sehr gut.
Okay, nach der Katastrophe der Vorwoche würde mir wohl fast jeder Tatort gut gefallen, aber es ist wirklich nett. Voss und Ringelhahn samt Crew sind - ich lege mich fest - das sympathischste Ermittlerteam des ARD-Sonntagskrimis.
Thematisch ähnelte er ein wenig dem der Vorwoche. Auch hier ging es um die Suche nach Liebe in Nähe und Distanz, um Romantik und ein bisschen Erotik, und auch hier spiegelt es sich im Alltag des Kommissars. Aber das alles auf eine so nette Weise erzählt, dass man sie mögen muss.
Der Kriminalfall selbst erscheint, je länger man schaut, immer einfacher gestrickt. Aber das ist okay.
Besonders aufgefallen ist mir hier die unglaublich stimmige Musikauswahl.

Kein Meilenstein in der Tatort-Geschichte, aber ein schöner Film für einen netten vorfrühlingshaften Krimiabend.

andreas-wendt antworten
11 Antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

Stimmt [mit Spoilerfrage]
Die Musik war wirklich sehr gut. Ansonsten war es für mich eher wieder ein Drama als ein Krimi. Die Figuren wurden sehr auf Distanz gehalten, Sympathie kam da nicht wirklich auf - für keinen.

Was ich jedoch nicht verstanden habe: Warum legt die Kollegin ein Geständnis ab? Warum schützt sie jemanden, den sie überhaupt nicht kennt? Vielleicht habe ich da etwas Entscheidendes verpasst, aber das ergibt für mich überhaupt keinen Sinn. Außer dem Messer sprach nichts für sie als Täterin, man hätte sie gehenlassen müssen. Warum also stellt sie sich?

tinkerbell antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Was ich jedoch nicht verstanden habe: Warum legt die Kollegin ein Geständnis ab? Warum schützt sie jemanden, den sie überhaupt nicht kennt?

Das habe ich auch überhaupt nicht verstanden - zunächst habe ich gedacht, dass sie mit dem Täter verwandt ist, vielleicht sogar seine Mutter, aber dann wurde ja klar, dass das nicht zutrifft.....und als dann klar war, dass die sich überhaupt nicht kannten, fand ich das einfach nur völlig unglaubwürdig.

suzanne62 antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Ganz deiner Meinung.

Hat mir ausgesprochen gut gefallen,
das Team,
die Musik,
die Schauspieler ..

Mir war allerdings der Umschwung der Ermordeten nicht klar, auch nicht beim zweiten Hinschauen in der Wiederholung:
Von ihrer Begeisterung über die Musik ihres Freundes,
zu ihrem Flehen, er solle nie aufhören
zum totalen Schluß und Verachtendem Rausschmiß.

Für mich kam es auch nicht raus bei ihrem Gespräch mit ihrer Kollegin, die dann alles auf sich nahm und dem Mörder auch noch liebevoll zuflüsterte „Alles ist gut“.

Ok, sie fühlte sich verantwortlich, weil sie das Messer gekauft hatte und „nichts unternommen“ hat.
Aber, das hat mich nicht überzeugt!

Und, weiß jemand, was das Foto des Jungen Kindes zu bedeuten hat? Kann das etwa der Auslöser für die Trennung gewesen sein?

jour antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985
Veröffentlicht von: @jour

Ok, sie fühlte sich verantwortlich, weil sie das Messer gekauft hatte und „nichts unternommen“ hat.
Aber, das hat mich nicht überzeugt!

So ging es mir auch.

Ich glaube, es gab im Leben der später Ermordeten keinen "Umschwung", sondern immer zwei Seiten, die korrekte freundliche berufliche und die private, intime.

Was diese beiden Seiten gemeinsam hatten, war, dass sie zu viel Nähe nicht ertragen konnte. Was die Kollegin als "frei und unabhängig" umschrieb, war im Grunde eine Bindungsunfähigkeit. Auf der anderen Seite suchte sie aber nach Zuneigung.
Und wenn ich es richtig verstehe, war der Moment, in dem er ihr ein Kinderfoto von sich schenkte, zu sehr "Familie", zu verbindlich und nah. Was dann bei ihr zu Distanzierung führte.

Das häufiger eingeblendete Lied "Please don't let me be misunderstood" enthält ja im Kehrvers die Zeile "I'm just a soul who's intentions are good", und das war ja im Geständnis auch der fast letzte Satz "Wir haben es alle nur gut gemeint".
Dieser tiefere Sinn, so es einer sein wollte, wurde aber nur ausgesprochen, nicht gezeigt. Darum verpuffte dieser Effekt ziemlich.

Das war vor allem deswegen enttäuschend, weil man ja die erste Stunde über dachte, da müsste jetzt irgendeine Knaller-Auflösung kommen, und stattdessen war es eher ein "Ach übrigens" - "Aha". Was mich für Voss und seine Honigverkäuferin gefreut hat.

Aber alles ist mir auch nicht klar.

andreas-wendt antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @andreas-wendt
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Ok, sie fühlte sich verantwortlich, weil sie das Messer gekauft hatte und „nichts unternommen“ hat.
Aber, das hat mich nicht überzeugt!

So ging es mir auch.

😊

Ich war voll verblüfft von ihrem Satz "alles gut"! Er hat vor ihren Augen eine Frau erstochen! Wenn sie gesagt hätte *Klischee on*: Du bist noch jung, du hast noch das ganze Leben vor dir, ich nehme es auf meine Kappe, .. *Klischee off*, hätte ich noch gesagt, nun gut. Aber so!!

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Ich glaube, es gab im Leben der später Ermordeten keinen "Umschwung", sondern immer zwei Seiten, die korrekte freundliche berufliche und die private, intime.

Stimmt.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Was diese beiden Seiten gemeinsam hatten, war, dass sie zu viel Nähe nicht ertragen konnte. Was die Kollegin als "frei und unabhängig" umschrieb, war im Grunde eine Bindungsunfähigkeit. Auf der anderen Seite suchte sie aber nach Zuneigung.

Ja.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Und wenn ich es richtig verstehe, war der Moment, in dem er ihr ein Kinderfoto von sich schenkte, zu sehr "Familie", zu verbindlich und nah. Was dann bei ihr zu Distanzierung führte.

Ja, kann gut sein. Auf jeden Fall war es sehr intim.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Das häufiger eingeblendete Lied "Please don't let me be misunderstood" enthält ja im Kehrvers die Zeile "I'm just a soul who's intentions are good", und das war ja im Geständnis auch der fast letzte Satz "Wir haben es alle nur gut gemeint".
Dieser tiefere Sinn, so es einer sein wollte, wurde aber nur ausgesprochen, nicht gezeigt. Darum verpuffte dieser Effekt ziemlich.

Müßte ich evtl. nochmal daraufhin anschauen. Es sagt mir im Moment nichts. Was haben sie "gut gemeint"? (blackout)

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Dieser tiefere Sinn, so es einer sein wollte, wurde aber nur ausgesprochen, nicht gezeigt. Darum verpuffte dieser Effekt ziemlich.

Ist vielleicht deshalb bei mir untergegangen. Obwohl ich den Tatort ja nochmal in der Wiederholung anschaute. Diesmal ohne viel hin und her zu gehen (Scampies mit Salat gab's beim ersten Mal *g*, wollte es mir nicht entgehen lassen, zumal es meist ausreichte bei allen bisherigen Tatorte, die ich nicht ausgeschaltet habe, aus der Küche die Handlung zu verfolgen, bis das Essen fertig ist).

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Das war vor allem deswegen enttäuschend, weil man ja die erste Stunde über dachte, da müsste jetzt irgendeine Knaller-Auflösung kommen,

Ja.
Die erste Musik war sehr schön, und die Begegnung am Honigstand, und dann der Anruf und das Gespräch mit der Kommissarin, .. alles war eine Steigerung.
Übrigens erinnerte er mich der Ermittler ein wenig an Humphrey Goodman aus "Death in Paradise"
https://www.youtube.com/watch?v=4YcY3uhivi0
😊

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Was mich für Voss und seine Honigverkäuferin gefreut hat.

Die haben harmonisiert. Fand ich klasse, die zwei.

Alle Darsteller haben mir gut gefallen. Ich muß mir sie mir merken.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Aber alles ist mir auch nicht klar.

Ja.
Gut fand ich, daß die Kollegin, die den Mord auf sich genommen hat, selber Fragen stellte, die man sich als Zuschauer gestellt hat.
Es gab den Ereignissen, die manchmal aus einer Situation ihren Lauf nehmen, Raum, fand ich. Eine gewisse Ratlosigkeit, als wären die Leute gelebt worden, anstatt selber zu leben. Irgendwie überrollt.

Und, dafür, daß sie sich nicht einmischen wollte, um es dem Jungen klar zu machen, hat sie sich dann ganz schön eingemischt, als er bei der Feier auftauchte und von seinem Musikstück erzählte.
Kurz dachte ich, es ist heraus gekommen, daß der junge Mann der Sohn der Kollegin war. Na, alle Film-Klischees rollten als mögliche Erklärung.
Verblüffend war es schon, daß der junge Mann der Täter war.

Aber, bei solchen Sachen retten die Schauspieler, wenn sie gut sind, einen Film. Finde ich.

Nachtrag vom 02.03.2020 1546
😐 - Korrektur: Ich muß [del]mir[/del] sie mir merken.

jour antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Verriss mit SPOILERN
Ich fand den absolut grottig. Hab mich selten so sehr geärgert über Zeitschinderei wie hier. Schon die Honig-Turtelei am Anfang. Man mußte sich zweimal vergewissern, dass man nicht aus Versehen beim Zappen doch auf dem ZDF gerade in die Pilcher-Schmonzette geraten war. Die Dialoge glänzten durch eine Mischung aus Banalitätenabsonderung, peinliches Rumgestammel (das dadurch nicht weniger peinlich wurde, dass da vermutlich Peinlichkeit suggeriert werden sollte) und - gaaaanz großes Kino! - schlichte Antwortverweigerung bei einfachen Fragen.

Die Musik, die der Täter klimperte, war öde und per Pseudo-Melancholik noch öder. Sollte wohl an Satie erinnern, aber laßt mich raten - die Erben gaben keine Einwilligung oder die Gema hätte zuviel verlangt... Ganz offenkundig konnte der Darsteller nicht Klavier spielen und man hatte wohl keine Lust oder keinen Etat dafür, einen Könner als Hand-Double zu engagieren. Dass so ein Möchtegern-Klavierlehrer nicht an der Hochschule angenommen wurde - wen verwundert's?
Lange Zeit wurde man im Ungewissen gelassen, ob der Täter überhaupt alle Tassen im Schrank habe oder nicht irgendwie im medizinischen Sinne geistig krank sei, beispielsweise unfähig, sich verbal zu äussern. Nicht, dass dies die Spannung erhöht hätte.

Die Spannung wurde durch Seitenschinderei - (c) Werner Brösel - erzwungen. Mit Aufnahmen von Fahrten durch die Stadt, mal nachts, mal tagsüber, mal einen Vespa-Fahrer von hinten zeigend, mal aus Stoßstangenperspektive. Mit Musik unterlegt, die irgendwas suggerrieren sollte, sowie mit bemerkenswert wenig Verkehr. Auch kann man freilich mal Deckenleuchten in Polizeirevier-Gängen filmen, warum denn nicht? Oder leere Flure in Täter-Wohnungen. Oder einfach mal ein bißchen Nürnberger Himmel, wo kriegt man sonst sowas zu sehen?

Zeugen, Verdächtige, sonstige Figuren: alle verhielten sich wie in einer Satire zum Thema arthouse. Ließen das Wesentliche (wenn es denn etwas Wesentliches gegeben hätte!!!) in Andeutungen, um Ungefähren oder gleich ganz im Nichts-Sagen (Schweigen wäre ein zu gewichtiges Wort dafür) verschwinden. Nur leider stand keine Frau zigaretterauchend am Fenster, um mit Neonreklamereflexen in den Rehaugen darauf hinzuweisen, dass es Regen geben werde. Es gibt keine Neonreklamereflexe in Nürnberg, Frauen rauchen heutzugage nicht mehr und wenn man schon mal Regen braucht, ist keiner da. Also gestrichen, die Szene und der tiefgründige Monolog.

Die einzigen konzisen Sätze stammten letztlich von der Ermordeten, in der die Tat nachträglich vorführenden (was für ein grandioser inszenatorischer Kniff!) Szene. Die konnte mit ihren angeblichen 2,4 Promille im Blut erstaunlich sauber formulieren, als sie den Knaben, der als Liebhaber wohl genauso der Bringer gewesen war wie als Klaviervirtuose, der Wohnung verwies.

Dann das Sushi-Messer, das da herumlag - wie kann man auf so etwas verfallen als Drehbuchautor? Ohohoho, die Tatwaffe, na da haben wir doch mal einen Anlass, die recherchierenden Komissare ein bisserl durch das schöne Nürnberg zu schicken! Und hey, da gibt's sogar 'nen Asia-Shop mit einem verdächtig wirkenden Inhaber, der in der untersichtigen Szenen-Endeinstellung nochmal bedrohlich und ostasiatisch undurchsichtig blicken darf. Als Kontrast, und weil man ja die anderthalb Stunden irgendwie rumkriegen muß, dann der Inhaber des Fotorahmen-Geschäfts. Auch undurchsichtig, ganz gewiß, aber wohl nicht so eine Gefahr als Messerstecher. Eher so der Kinderschändertyp, verschroben genug und im richtigen Alter. Na, was der wohl für Leichen im Keller haben könnte? Nie werden wir's erfahren, auch weil man ja kaum verstehen konnte, was er da im nürnberger Dialekt (oder was immer das sein sollte) daherraunte. Eine entsprechende Verhörszene zu schreiben - das kann man auch den Nachwuchs-Youngsters aus der Filmhochschule, die hier gewiß als dringend notwendige Teamverstärkung herangezogen worden waren, nicht zumuten.

Schließlich der schwindelerregend steile Anstieg zum Höhepunkt. Wo der Täter seinen Roller in der Nähe der Polizeiwache abstellt, um dann zu Fuß zu seinem nächsten Klavierschüler zu latschen (und zwischendurch noch eine CD einzukaufen). Er muß eine Abkürzung gekannt haben, denn als die Schnellmerker von der Polente mit vollbesetzten SEK-Wagen schließlich ans letzte Set gurken, dauert es doch ziemlich lang. Werden sie rechtzeitig kommen, um den kleinen, mäßig an der Kunst interessierten Klaiverschüler zu retten? Oh, fahrt schneller, ihr Retter und Helfer in der Not, fahrt schneller, bevor der Kaffee kalt wird, den die liebe Frau Mama dem netten Täter braute. Jene Mama, die nicht weiter nachfragt, warum der Lehrer an zwei Tagen hintereinander zur Privatstunde kommt. Wird schon seine didaktische Richtigkeit haben...
Aber dann kommt Action. Eine Frau wird beim Wäscheaufhängen von schwarz vermummten SEK-Helden zu Boden gerissen. Dramatik! Waffen müssen gezückt werden, möglichst viele, was halt die Requisitenkammer so hergibt. Zum Glück hängen die frisch gewaschenen Laken schon festgeklammert, wäre doch schade gewesen, wenn die Flecken abbekommen hätten!

Dann, noch schließlicher, die Antiklimax - der Täter läßt sich brav verhaften. Der unter Pscho-Streß fast zusammengebrochene Kommissar bekommt als Sofortmaßnahme eine Decke um die Schulter gelegt. Oder doch nur einen Beruhigungskaffee verabreicht? Man kann sich nicht mehr so recht erinnern, das dramatische Geschehen hat den Zuschauer derart hin- und hergeschleudert, dass er Einzelheiten ob all der gewagt-rasanten Kameraeinstellungs-Schnitte im Nachhinein nicht mehr zu rekonstruieren vermag.
Dankbar sitzt man am Ende da. Dankbar dafür, bei dem Rendevouz mit der Honigverkäuferin am Freitag nicht auch noch dabei sitzen zu müssen. Bis man beim Zappen merkt, dass man auf arte auch "Zwei Banditen" hätte sehen können. Mit der magisch-elysischen Radfahr-Szene zu Burt Bacharachs "Raindrops are falling on my head".
Dann muß man doch heulen.

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andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

😀
So einen Verriss liest man mit Genuss.

andreas-wendt antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke. Im Furor kamen dann doch ab und an mal die Tasten durcheinander, und aus einem Rendezvous wurde beispielsweise ein Rendevouz (das dann strafeshalber Rondeewutz ausgesprochen werden sollte...)

Aber so auszurasten wie der Komissar in der einen Auto-Innendialog-Szene mochte ich denn doch nicht. Mal im Ernst: in dem Moment fragte ich mich besorgt, ob im echten Leben womöglich auch derartige Anhänger des freidrehenden Denkens und Verächter der Selbstkontrolle für unsere bürgerliche Sicherheit zuständig sein könnten. Ich meine: denen wird immerhin das Gewaltmonopol des Staates übertragen...

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Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 2160

Ich fand den auch sehr langweilig. Leider, denn das Team mag ich eigentlich.

Dieses ewige "Nicht antworten, wenn man was gefragt wird" ging mir auf die Nerven. Können die alle nicht sprechen oder was ist los? *gähn*

miss-piggy antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @miss-piggy

*gähn*

Mein Reden... 😉

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agapia
 agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1461

Danke, jetzt bin ich doch beruhigt. Ich war nämlich beim Schauen mehrmals kurz abgelenkt und konnte der Handlung nicht folgen. Nun wird mir mein Verwirrtsein klar.

agapia antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Freu mich auf auf Ulrike Folkerts. Nur das Kopper nicht mehr da ist, das schmerzt.

Verlorene Seelen klautet der Titel.

Bin echt gespannt.

M

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5 Antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Nach meinen Quellen lautet der Titel "Leonessa".

Ich finde, Johanna Stern ist eine gute Ergänzung zu Lena Odenthal. Vielleicht auch, gerade weil niemand großes Gewese um "Ey, ein rein weibliches Ermittlerteam" macht.
Aber Kopper war halt Kopper.

andreas-wendt antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Du hast Recht,
In einer Onlineausgabe einer Zeitung stand oben was von verlorene Seelen, aber der Titel lautet Leonessa.

Freu mich trotzdem auf Odenthal. Ichlieb diese Schauspielerin.

M.

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andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

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Weiß nicht.

Was den Kriminalfall selbst anging, war er sauber gestrickt. Es gab einen Toten, verschiedene Verdächtige, einige falsche Fährten und Nebenstränge und am Ende eine Antwort darauf, wer's war. Aber es war auch kein neues Strickmuster.

Die Schauspieler und Musik gefielen mir, auch waren einige der Charaktere durchaus vielschichtig angelegt zwischen tough, fürsorglich und verletzlich. Letzteres wird als lang verschüttete Seite sogar bei Lena Odenthal wieder sichtbar.

Bildsprache, Charaktere, Dialoge waren voll von Klischees übers Prekariat. Natürlich muss eine Erzählung überzeichnen, aber diese Art von Überzeichnung haben wir schon oft genug gesehen.
Ich bin selbst in einem Hochhaus aufgewachsen und kann daher bestätigen, dass in solchen Siedlungen nicht nur unglückliche Menschen leben.

Hätte man von diesem Film behauptet, er würde in Chemnitz spielen, hätte man fast keins der Bilder ändern müssen, und es hätten alle gesagt, das seien die typischcen Ost-Klischees.
Dies zu vermeiden und die Geschichte in einem der westlichsten Tatort-Drehorte anzusiedeln, ist darum eine weise Entscheidung. Bleiben nur noch 270.000 andere Klischees.

Ein bisschen schade fand ich, dass nur das Arabische untertitelt war, das Pfälzische aber nicht.

andreas-wendt antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

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Karoline Eichhorn war toll, aber sonst...
Langsam habe ich den Eindruck, dass der Tatort immer mehr Richtung "Drama, in dem zufällig jemand stirbt" abdriftet. Seit Wochen gab es keinen schönen, klassischen Krimi mehr.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Die Schauspieler und Musik gefielen mir, auch waren einige der Charaktere durchaus vielschichtig angelegt zwischen tough, fürsorglich und verletzlich. Letzteres wird als lang verschüttete Seite sogar bei Lena Odenthal wieder sichtbar.

Naja, ich bin kein großer Fan von Lena Odenthal und wurde in der Folge wieder bestätigt. Sowohl sie als auch ihre Kollegin bewegten sich hauptsächlich zwischen selbstgerecht, schlecht gelaunt und besserwisserisch. Sympathisch ist keine von beiden. Ist aber natürlich auch eine Art von Auszeichnung, wenn 90 Minuten lang keiner von beiden auch nur ansatzweise lächelt 😌

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Hätte man von diesem Film behauptet, er würde in Chemnitz spielen, hätte man fast keins der Bilder ändern müssen, und es hätten alle gesagt, das seien die typischcen Ost-Klischees.
Dies zu vermeiden und die Geschichte in einem der westlichsten Tatort-Drehorte anzusiedeln, ist darum eine weise Entscheidung. Bleiben nur noch 270.000 andere Klischees.

Naja, es gerade in Ludwigshafen zu machen, erfüllt dann doch wieder genug Klischees 😀

tinkerbell antworten
andreas
(@andreas-wendt)
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Veröffentlicht von: @tinkerbell

Langsam habe ich den Eindruck, dass der Tatort immer mehr Richtung "Drama, in dem zufällig jemand stirbt" abdriftet. Seit Wochen gab es keinen schönen, klassischen Krimi mehr.

Die Phasen gab es immer wieder in der Tatort-Geschichte. Die Filme mit Robert Atzorn waren fast ausnahmslos so, auch manche Kölner und Münchner Folgen der frühen 2000er.

Der Tatort hat immer gesellschaftliche Themen aufgegriffen, und ich bin mir sicher, irgendein Drehbuchautor arbeitet schon am Corona-Film. Insofern ist das, was wir gerade erleben, eher ein Rückfall als eine neue Entwicklung.

Aber häufig finden sich beim Tatort die Krimihandlung und die Dramenhandlung und wenn es schlecht läuft die Familienkrise des Ermittlers eher zufällig im selben Film wieder, statt wirklich erzählerisch verbunden zu sein. Das können die Skandinavier besser.

andreas-wendt antworten


andreas
Beiträge : 1985

15.03. Berlin "Das perfekte Verbrechen"
Die Viren in mir grüßen die Viren in Euch.

Wenigstens das Virus des gegenseitigen Anzickens hat bei Karow und Rubin ein Ende gehabt. Jetzt sind sie erträglich, und jetzt soll sie bald aussteigen? Och nöö!

Der Krimi war ein anständig gestrickter Krimi zum Mitraten mit ein paar Übertreibungen und einer Fight-Club-Anspielung, die man sogar versteht, wenn man Fight Club nie geguckt hat, guten Bildern und Schauspielern.

Solide Fernsehunterhaltung in verrückten Zeiten. Grimme-Preis wird's wohl nicht.
Kann man gucken.

andreas-wendt antworten
10 Antworten
tristesse
(@tristesse)
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Ich fand den einfach nur gut 😊

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Gelöschtes Profil
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Krimis, die die Welt nicht braucht....
die Handlung strotzt vor simpler schwarz-weiß Malerei,
ein Duo darf einen Mordfall klären, wo sonst ein ganzes Team intensiv am Werk ist (naja, es sind halt Berliner Verhältnisse),
Sohn aus bescheidenen Verhältnissen erhält ein Stipendium, dass jenseits aller bekannten Größenordnungen liegt,
aber wir lernen daraus, dass Juristen der "gehobenen Klasse" (also mit den passenden Vätern) nicht nur einem Männlichkeitswahn anhängen und archaischen Riten huldigen, sondern auch jede Menge gestriges und rechtsradikales Gedankengut verinnerlicht haben......
... und dass letzten Endes alle Polizeiarbeit nicht viel bringt,
denn "Lewwe geht halt weider"... (einer ist weg vom Fenster, ein anderer rückt nach).

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tristesse
(@tristesse)
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Seit wann bist Du die Welt 🤨
*schmunzel*

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Tinkerbell
(@tinkerbell)
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Naja...
...aber so ist es eben oft. Ich kenne aus meinem Studium sehr viele solcher Verbindungen und auch die dazugehörigen Studenten samt Familien - das war gestern schon sehr gut getroffen.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559
Veröffentlicht von: @tinkerbell

...aber so ist es eben oft. Ich kenne aus meinem Studium sehr viele solcher Verbindungen und auch die dazugehörigen Studenten samt Familien - das war gestern schon sehr gut getroffen.

Ich hab den Film mit meiner Freundin gestern in der Konferenzschaltung via WhatsApp zusammen geschaut, die hat ja auch Jura studiert und sie sagt, auch wenn sie nicht zu so einem Club gehört hat, gab es die schon, aber das wurde so offen nicht kommuniziert.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
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Beiträge : 1555

Es gibt auch wenige solcher Clubs, die überhaupt für Frauen offen sind. Verbindungen an sich sind einfach ein Männerding, historisch betrachtet, auch wenn viele Frauen jetzt nachziehen - wird immer belächelt. Und so offen kommuniziert war es gar nicht, finde ich...der Primaner hat es ja auch nur seiner Freundin erzählt, glaube ich.

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tristesse
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Ja, da hast Du sicher Recht.

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andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985
Veröffentlicht von: @bepe0905

aber wir lernen daraus, dass Juristen der "gehobenen Klasse" (also mit den passenden Vätern) nicht nur einem Männlichkeitswahn anhängen und archaischen Riten huldigen, sondern auch jede Menge gestriges und rechtsradikales Gedankengut verinnerlicht haben.....

Dass sie zugespitzt und überzeichnet waren, fand ich auch. Sowas verzeihe ich fiktionalen Filmen in der Regel.

Aber an welcher Stelle hast Du rechtsradikales Gedankengut gesehen?

andreas-wendt antworten
Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Aber an welcher Stelle hast Du rechtsradikales Gedankengut gesehen?

zB. bei Bemerkungen über die "Unterschicht" und ganz klar beim abschließenden Plädoyer bezüglich "Verurteilung" der Ratte.

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Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

Langsam wird Berlin sympathisch
Mir ging das Team immer auf den Keks, weil sie beide so bemüht speziell sind (und Meret Becker seltsamerweise nur einen einzigen Gesichtsausdruck hat). Dieses Mal ging es mir wie dir: Da werden sie langsam normal und können sich vernünftig unterhalten - schwupps, schon ist es vorbei. Bin gespannt, wie es da weitergeht. Die Figur an sich wird mir nicht sonderlich fehlen.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Der Krimi war ein anständig gestrickter Krimi zum Mitraten mit ein paar Übertreibungen und einer Fight-Club-Anspielung, die man sogar versteht, wenn man Fight Club nie geguckt hat, guten Bildern und Schauspielern.

Ich hab mir die Augen zugehalten, ich kann sowas immer schlecht sehen 😌 Der Rest gefiel mir gut, aber ich habe, wie sich auch gestern in der Runde der Tatort-Gucker zeigte, den Vorteil, dass ich solche Verbindungen und Typen tatsächlich kenne und weiß, dass es nicht übertrieben ist.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Grimme-Preis wird's wohl nicht.

Das wird Berlin vermutlich nie passieren 😀

tinkerbell antworten
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