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Tatort / Polizeiruf 2019 / 2020

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tristesse
Themenstarter
Beiträge : 20559

Hallo Ihr Lieben,
nach einer langen Sommerpause startet heute die neue ARD Sonntagabend Krimi Saison mit einem Polizeiruf Magdeburg.

Wir haben hier Gelegenheit, über die Folgen auszutauschen, bitte schreibt wegen der Übersichtlichkeit den Titel der Folge oder das Team in den Betreff.

Da manche den Tatort erst später streamen können, möchten wir bitten, dass Ihr, wenn es um Filminhalte geht, die Täter, Handlung, etc. verraten
eine Spoilerwarnung setzt. Dann wissen diejenigen, die noch nicht so weit sind, dass die Beiträge Infos enthalten, die sich sich gern aufheben möchten 😊 Das hat sich in der Vergangenheit bewährt.

Für andere Filme oder Serien, die Ihr schaut, gibt es hier im Forum separate Threads, bitte nutzt die, denn sonst wird es hier sehr unübersichtlich.

Ich freu mich über eine neue Saison mit Euch und bin gespannt, wie der Magdeburger Polizeiruf startet.

Ich hab aber beschlossen, dem Polizeiruf auszumachen und morgen neu anzufangen, er ruckelt nämlich ganz fürchterlich und stoppt alle 15 Sekunden 🙄. Also bitte nichts verraten *pssssst*

Viel Spaß!
Trissi

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454 Antworten
agapia
 agapia
Beiträge : 1461

Borowski und die heile Welt
Hallo,

sind hier auch ältere Tatortfolgen willkommen?

Am Samstag wurde (wieder einmal) Borowski und die heile Welt wiederholt. Mich hat der Film schon bei der Erstausstrahlung gefesselt, und er verliert auch nach der xten Wiederholung nichts von seiner Faszination.

Überhaupt fand ich das Team Axel Milberg und Maren Eggert einfach klasse.

agapia antworten
3 Antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985
Veröffentlicht von: @agapia

sind hier auch ältere Tatortfolgen willkommen?

Bei solchen, die uns besonders auffielen oder die wir zum Verständnis neuerer Folgen wichtig fanden, haben wir das schon manchmal gemacht (so in diesem Thread zu "Tod im Häcksler"), aber nicht jede Wiederholung gelistet, weil es sonst den Rahmen sprengen würde.

Kannst Du uns kurz ins Gedächtnis rufen, worum es ging? Was gefiel Dir besonders? Und wenn er in einer Mediathek ist, setz hier gern den Link.

andreas-wendt antworten
agapia
 agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1461
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Bei solchen, die uns besonders auffielen oder die wir zum Verständnis neuerer Folgen wichtig fanden, haben wir das schon manchmal gemacht (so in diesem Thread zu "Tod im Häcksler"), aber nicht jede Wiederholung gelistet, weil es sonst den Rahmen sprengen würde.

Ok, danke, dann weiß ich es jetzt, und werde ich mich nach diesem Beitrag dran halten 😊

Handlung: Eine Mutter (hochschwanger) sucht verzweifelt nach ihrer Tochter, am nächsten Morgen wird das Mädchen tot aufgefunden. Das Kind weist alte Verletzungen auf, die auf Kindesmisshandlungen schließen lassen, so dass schnell der vorbestrafte und gewalttätig wirkende Kindsvater unter Verdacht gerät. Am Ende ist alles ganz anders und zutiefst verstörend, wie ich finde.

link zur Mediathek: https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS80NDc2NGRmNy1jNWJkLTRhYzgtYTUwMy1mYTM0ZmVmYmRhYWU/borowski-und-die-heile-welt

Mich hat auch Katharina Wackernagel, die sehr intensiv die Mutter spielt, total beeindruckt.

agapia antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985
Veröffentlicht von: @agapia
Veröffentlicht von: @agapia

Bei solchen, die uns besonders auffielen oder die wir zum Verständnis neuerer Folgen wichtig fanden, haben wir das schon manchmal gemacht (so in diesem Thread zu "Tod im Häcksler"), aber nicht jede Wiederholung gelistet, weil es sonst den Rahmen sprengen würde.

Ok, danke, dann weiß ich es jetzt, und werde ich mich nach diesem Beitrag dran halten 😊

Das war jetzt eher als Erlaubnis gemeint, solche, die Du toll fandst, hier auch weiterhin aufzuführen. Gerade im Moment sind gute Mediathek-Tipps goldwert.

Aber eben nur die guten. In den nächsten Tagen gibt es in allen ARD-Programmen 8 Tatort-Wiederholungen und 7 Polizeiruf-Wiederholungen, teilweise noch aus DDR-Zeiten.
Die alle hier zu listen, heiße, der Thread ist ein einem Monat so voll wie bisher in einem Jahr. Dann wird er unlesbar.
Allein die DDR-Polizeirufe oder die Köln-Tatort-Wiederholungen hätten einen eigenen Thread verdient, wenn man alle nehmen wollte.

Ich glaube, ich kann mich an den Film gar nicht erinnen. Katharina Wackernagel finde ich immer etwas anstrengend, aber in der Rolle kann ich sie mir gut vorstellen.

Danke für den Tipp.

andreas-wendt antworten


andreas
Beiträge : 1985

22.03. Köln "Niemals ohne mich"
In Zeiten, wo man zu Hause bleiben soll, ist zu hoffen, dass zumindest das Fernsehprogramm uns nicht hängen lässt.

Ballauf und Schenk ermitteln heute Abend. Und meine Kinder (12 und 14) wollen mitgucken, weil: ist ja morgen keine Schule.

Also wünscht mir Glück! 😉

andreas-wendt antworten
4 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Ich hoffe mal, deine Kinder haben das verkraftet. Der geht ganz schön an die Substanz.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

Deprimierend
Die Art von Tatort ist ja nichts für mich, die meiste Zeit tun mir nur die Kinder leid und der Mord ist egal 😀

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Harter Tobak, ja.

Aber ich fand ihn dennoch spannend und manches Mal auch erheiternd: Jütte mit seiner Lichtdusche und im Außeneinsatz z.B. 😀
"Ich hätte gern noch so ein Teechen".

Aber ansonsten sehr düster und ich hab mir beim Schauen gedacht "Es ist nicht verkehrt, dass ich weder Partner, noch Kinder hab."

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Für mich war das deprimierendste, dass anscheinend keine einzige neue Idee in diesem Krimi verarbeitet wurde.

Max und Freddy haben eine Leiche, stellen dem Umfeld die üblichen Fragen, haben dabei mit vielen unglücklichen Menschen zu tun, es gibt die eine oder andere falsche Fährte, nach 20 Minuten wird eine Statistik zitiert, und nach 40 haben sie eine Meinungsverschiedenheit, und am Ende wissen sie, wer's war, und alle sind genauso unglücklich.

Das haben wir aus Köln schon ungefähr 60x gesehen, und jetzt war es das ungefähr 61. Mal.

Hart anzuschauen fand ich ihn nicht, er zog nur die Stimmung noch ein bisschen mehr runter. Meine Kinder fanden ihn gut. Ich fand ihn langweilig.

Und Trissi, es sind nicht alle Familien so.

andreas-wendt antworten
tristesse
Themenstarter
Beiträge : 20559

Lindholm
mit der neuen Kollegin in deren zweiten Fall 😊

Na, da bin ich mal gespannt. Lindholm ist nicht mein Lieblingstatort, vor allem weil sie diesmal wieder direkt persönlich betroffen ist. Ob das gut geht?

tristesse antworten
3 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Langweilig - SPOILER.
Hab ich alles schon mal gesehen.

DIe haben wirklich alles brav in dem Bereich nach und nach abgearbeitet, wie man es schon tausendmal hatte.

Konstruierte Konflikte im Team, Fremdknutschereien, Verschwörungstheorien, auf einmal tauchen CIA Forschungen auf, kalter Krieg, Gehirnforschung, Flashbacks mit dem Erschossenen, kleine Kinder die sich in die Hose pinkeln, Psychogequatsche, traumatisierte Soldaten, dann ziehen sie ne schizophrene Mutter aus dem Hut und dann, wie konnten wir es nur vergessen: die Nazis tauchten auch noch auf 🙄
Und am Ende wird alles unter den Tisch gekehrt, Handys eingesammelt und natürlich hat die kluge Anais noch einen Stick mit geheimen Material, was geleaked wird.

Ging gar nicht.
Langweilig, alles schon mal gesehen.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Ja. Neu war das nix. Und so ab Minute 60 dachte ich: Jetzt übertreiben sie erzählerisch. Das hätte der Plot nicht nötig. Weniger von dem Altbekannten hätte mehr Entfaltungsmöglichkeiten eröffnet.

Aber ich fand, es war mit leichter Hand erzählt, und ich wurde gut unterhalten. Bei manch einer "überraschenden Wendung" musste ich sogar laut lachen. Weiß nicht, ob die Macher das beabsichtigt hatten. Aber es tat gut. Gelangweilt habe ich mich nicht.

Und beim Backup am Schluss (auch von Charlotte) dachte ich: Das ist genau das, was die Wiener immer vergessen haben.

andreas-wendt antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @tristesse

Konstruierte Konflikte im Team, Fremdknutschereien, Verschwörungstheorien, auf einmal tauchen CIA Forschungen auf, kalter Krieg, Gehirnforschung, ... Psychogequatsche, traumatisierte Soldaten, ...: die Nazis tauchten auch noch auf 🙄
Und am Ende ... noch einen Stick mit geheimen Material, was geleaked wird.

Genau so wars, also der passende Tatort für Freunde von Verschwörungstheorien, die sich hier mal so richtig bestätigt fühlen durften.

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andreas
Beiträge : 1985

5.4. Dresden "Die Zeit ist gekommen"
Den Titel habe ich nicht verstanden, aber so what?

Ein routinierter Geiselnahme-Tatort mit bedrückender Atmosphäre und dramatischer, aber nicht sehr überraschender Auflösung.

Trotz des Kriminalfalls eher als Drama angelegt. Für mich persönlich emotional heftiger als die letzten.

Gut gemacht, aber weil ihm im Vergleich zu anderen Filmen dieses Musters die Besonderheit fehlt, auch kein Muss. Aber wenn sonst nichts läuft, kann man ihn gucken.

andreas-wendt antworten
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Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

Titel [mit Spoiler]
Die Zeit ist gekommen, das Kind abzuholen...? Dachte ich mir jetzt so 😀

Ich war nicht ganz überzeugt. Zwei Punkte waren dabei ausschlaggebend:

1. Louis weiß genau, dass er unschuldig ist. Er wurde noch niemals unschuldig verhaftet, sein extremes Misstrauen ist also völlig unnötig. Und wenn alle Beamten permanent versichern, ihn noch nicht für schuldig zu halten, scheint mir diese Reaktion doch deutlich überzogen. Wer erschießt sich in einem Rechtsstaat wie dem unseren lieber, als erstmal abzuwarten, was bei U-Haft und Co. rauskommt?

2. Die Rolle des SEK war völlig schleierhaft. Warum nochmal muss Winkler die beiden Mädchen alleine retten? Weil ein SEK-Mann sich nicht leise bewegen kann? Oder ist diese Aufgabe zu unspektakulär, soweit unten setzen die nicht an? Dann aber am Ende einen unbewaffneten Mann brüllend zwingen, sich auf den Boden zu legen, weil man ihn offenbar anders nicht festnehmen kann? Fand ich bisschen lächerlich.

Die Geschichte an sich war gut, man ahnte tatsächlich erst gegen Ende, wie alles zusammenhing. Ich hab ja bis zum Schluss gedacht, dass der Bruder der Frau von Tobias Moretti gespielt wird 😀 Aber der sah ihm nur extrem ähnlich.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Spoiler

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Und wenn alle Beamten permanent versichern, ihn noch nicht für schuldig zu halten, scheint mir diese Reaktion doch deutlich überzogen. Wer erschießt sich in einem Rechtsstaat wie dem unseren lieber, als erstmal abzuwarten, was bei U-Haft und Co. rauskommt?

Ich fand es jetzt gar nicht mal so unlogisch an der Stelle, weil Louis einfach davon ausgehen musste, dass ihm eh keiner glaubt, gerade weil er ständig mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist. Die Voraussetzungen für Vertrauen waren wirklich nicht gut, er ist ja schon in den Verhören beschuldigt worden. Da kann ich schon verstehen, wenn einem die Sicherungen durchbrennen, wobei ich nicht verstehe, warum seine Frau ihm bei diesem Himmelfahrtskommando auch noch hilft. Motzt ihn an, weil sie vermutet, dass er ein Moped geklaut hat und bedroht dann die Polizei mit der Waffe 🤨

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Fand ich bisschen lächerlich.

Was ich völlig absurd fand war, dass man den Versorgungsgang nicht bewacht hat und die drei problemlos rausspazieren konnten. Und woher kam das Fluchtauto? Wann haben sich Louis und seine Frau abgesprochen, wie er fliehen wird?
Warum bleiben die zwei Mädchen nicht einfach mit ihrem Arsch da, wo sie bleiben sollten und dann wenn es schief geht, kotzen sie auf der Toilette? Und warum liegt auf dem Dachboden vor der Treppe ein Topf herum? Der 17jährige, der sich zweimal (!) zum Helden aufschwingen und eingreifen will, das macht doch kein normaler Mensch.

Und dann immer diese glatzköpfigen, muskelbepackten SEK Männer bis obenhin vermummt, aber die Kommissare laufen nur mit Weste rum 😀 Ich fand es auch mehr als unglaubwürdig das Ganze.

Wäre es ein Dortmunder Tatort gewesen, dann hätte sich Louis am Ende erschossen. Dass der lebend rauskam, hat mich schon überrascht, fand ich aber auch in Ordnung.

Was meiner Meinung nach überhaupt nicht geht, dass man einen Dresdner Tatort mit nur einem Schauspieler besetzt, der sächselt. Der Rest spricht da blütenreines Hochdeutsch. Aber das nervt mich bei Bayern ja auch oder Franken. Aber so zwei, drei Sachsen würden der Glaubwürdigkeit gut tun.

Ich liebe den Chef, der ist einfach klasse 😀 Der durfte dann die Pappe halten! 😀

Ansonsten ist mir das Team so nicht wirklich sympathisch, finde es seltsam, dass die Frauen sich immer noch siezen und beide kommen sehr kühl und emotionslos rüber. Nicht mein Lieblingsteam.

Bekommt von mir 3 von 5 Feuerzeugpistolen und ne angespitzte Zahnbürste leg ich auch noch drauf.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555
Veröffentlicht von: @tristesse

Was ich völlig absurd fand war, dass man den Versorgungsgang nicht bewacht hat und die drei problemlos rausspazieren konnten.

Hatte ich so verstanden, dass das SEK nicht nach hinten gelaufen ist, weil sie nicht wussten, wo sich der Täter aufhält und der dann hätte schießen können. Ist aber auch bisschen panne, wenn die Kommissare dann trotzdem bis zum Haus laufen.

Veröffentlicht von: @tristesse

Und woher kam das Fluchtauto?

War das nicht das Auto der Schwester? Generell aber total unlogisch, denn in Deutschland lässt einfach kein Mensch sein Auto mit steckendem Schlüssel stehen. Oder haben sie von der Heimleiterin den Schlüssel geklaut?

War ja nur ein Feuerzeug in Pistolenform, vielleicht war es ihr deshalb egal 😀

Veröffentlicht von: @tristesse

Motzt ihn an, weil sie vermutet, dass er ein Moped geklaut hat und bedroht dann die Polizei mit der Waffe 🤨

Veröffentlicht von: @tristesse

Warum bleiben die zwei Mädchen nicht einfach mit ihrem Arsch da, wo sie bleiben sollten und dann wenn es schief geht, kotzen sie auf der Toilette?

Weil es dort oben so krass heiß war. Es sollte wohl Hochsommer sein. Der Chef hat ja auch die ganze Zeit geschwitzt und irgendjemand sagte auch zwischendurch, wie heiß es auf dem Dachboden sei, weswegen die Mädchen dringend raus müssten. Deswegen wird die auch gekotzt haben.

Veröffentlicht von: @tristesse

Wäre es ein Dortmunder Tatort gewesen, dann hätte sich Louis am Ende erschossen. Dass der lebend rauskam, hat mich schon überrascht, fand ich aber auch in Ordnung.

Witzig, wir haben gestern in unserer Whatsapp-Runde auch gesagt, dass er eigentlich erschossen werden und der Blick der Kamera dann in den Himmel abdriften müsste 😀

Veröffentlicht von: @tristesse

Was meiner Meinung nach überhaupt nicht geht, dass man einen Dresdner Tatort mit nur einem Schauspieler besetzt, der sächselt. Der Rest spricht da blütenreines Hochdeutsch. Aber das nervt mich bei Bayern ja auch oder Franken. Aber so zwei, drei Sachsen würden der Glaubwürdigkeit gut tun.

Nervt mich prinzipiell. Und ist dir mal aufgefallen, dass es NIE die Kommissare sind, die Dialekt sprechen? Mir fällt jedenfalls keiner ein, außer bei München, wo man es einen Hauch heraushört. Ich weiß nicht, woran das liegt - glaubt man, der Zuschauer würde die Kommissare für dumm halten? Aber beim kleinen Assistenten oder so, da geht's dann. Oder bei der neugierigen Nachbarin. Es ist echt schade, denn irgendwo geht es doch auch um Lokalkolorit. Und wenn jedes Team austauschbar ist, kann man sich doch das ganze Tamtam mit verschiedenen Städten sparen. Nur um mal das Panorama von Köln zu sehen, schaltet ja keiner ein.

Veröffentlicht von: @tristesse

Ansonsten ist mir das Team so nicht wirklich sympathisch, finde es seltsam, dass die Frauen sich immer noch siezen und beide kommen sehr kühl und emotionslos rüber. Nicht mein Lieblingsteam.

Ich mag auch nur Martin Brambach in seiner Schnabel-Rolle. Der ist immer gut, egal, was er spielt. Mir gefiel das Dresdner Team noch nie, leider 😀 Alwara Höfels mag ich sonst, aber ihre Rolle war ähnlich doof wie die der beiden anderen. Es wirkt immer so bemüht, jeder braucht irgendeine anstrengende Privatgeschichte, sympathisch ist einem trotzdem keiner, die Dialoge sind unnatürlich...echt schade. Bei der eigenen Stadt wünscht man sich mehr 😀

tinkerbell antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Alwara Höfels mag ich sonst, aber ihre Rolle war ähnlich doof wie die der beiden anderen.

Alwara Höfels spielte die andere Kommissarin, die vor 3 Folgen ausstieg. Meinst Du Karin Hanczewski als Gorniak?

andreas-wendt antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

War doof formuliert. Ich weiß, dass Höfels die Kommissarin ist, die ausstieg - ihre Rolle mochte ich genauso wenig wie die beiden andere Charaktere jetzt. Also kurz gesagt: Finde alle außer Martin Brambach doof 😀

tinkerbell antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Ach so! Alles klar.

Ja, Schnabel hat am meisten Charakter. Ob ich ihn als Chef haben wollte, weiß ich noch nicht. Aber zum Zuschauen ist er die interessanteste Figur.

andreas-wendt antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Harald Schmidt sagte schon vor Jahren, wenn man im Tatort Dialekt sprechen muss, ist man als Schauspieler auf dem absteigenden Ast.

Das mit dem Siezen der Kommissarinnen finde ich insofern stimmig, als es doch erst der dritte Fall mit Winkler ist. Um sie sich nicht ständig anzicken zu lassen, muss man halt auf andere Weise eine Distanz herstellen, aus der heraus sie sich annähern können.

Zu SEK, Dortmund etc. bin ich voll bei Dir.

andreas-wendt antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @tinkerbell

1. Louis weiß genau, dass er unschuldig ist. Er wurde noch niemals unschuldig verhaftet, sein extremes Misstrauen ist also völlig unnötig. Und wenn alle Beamten permanent versichern, ihn noch nicht für schuldig zu halten, scheint mir diese Reaktion doch deutlich überzogen.

Naja... solche Leute wie diesen Kerl gibt es tatsächlich, gefangen in ihrer eigenen Vorstellungswelt und ihrer Denkweise, daher absolut taub für Argumente und nicht bereit, abzuwarten und ggf. selbst zu Lösungen beizutragen.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

2. Die Rolle des SEK war völlig schleierhaft. Warum nochmal muss Winkler die beiden Mädchen alleine retten? Weil ein SEK-Mann sich nicht leise bewegen kann? Oder ist diese Aufgabe zu unspektakulär, soweit unten setzen die nicht an? Dann aber am Ende einen unbewaffneten Mann brüllend zwingen, sich auf den Boden zu legen, weil man ihn offenbar anders nicht festnehmen kann? Fand ich bisschen lächerlich.

Sah ich genauso. Die schleichende Suche im Heim sollte wohl für einen Spannungsbogen sorgen - ich fand sie aber völlig unrealistisch und an den Haaren herbei gezogen.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Die Geschichte an sich war gut, man ahnte tatsächlich erst gegen Ende, wie alles zusammenhing.

Da sich hier aber keine anderen Handlungsstränge auftaten war mir relativ früh klar, dass der Bruder oder dessen Frau mehr mit dem Mord zu tun hatten als es anfangs schien.

Ansonsten aber ein brauchbarer Tatort...

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andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985
Veröffentlicht von: @tinkerbell

, man ahnte tatsächlich erst gegen Ende, wie alles zusammenhing.

Echt? Ich hab mich gefragt, welche Figuren es überhaupt noch gibt, die als Verdächtige in Frage kommen, fand nur zwei, die es auch waren, und das Motiv war auch das älteste der Welt und daher das erste, das mir einfiel.

Es ist bei der durchsichtigen Lage eher als Pluspunkt zu werten, dass es trotzdem spannend blieb.

andreas-wendt antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

Ich meinte, dass ich das Motiv erst gegen Ende erahnte. Außer den beiden war ja sonst keiner da, klar.

tinkerbell antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Spätestens an der Stelle, wo sie dem (später toten) Polizisten das Video schickte, weil sie doch gut befreundet waren, dachte ich: Affääääre (mit einem lange ä wie in "Gääähn")! Mann kriegt es raus, schlägt ihn tot, schiebt's dem Schwager in die Schuhe.
Einzig, warum er's Louis anhängen wollte, war dann nicht zu erahnen. Und als es rauskam fand ich's aufgesetzt.

andreas-wendt antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Alles zerkaut!

M.

Anonymous antworten
andreas
Beiträge : 1985

13.04. Saarbrücken "Das fleißige Lieschen"
Frohe Ostern zusammen!

Der Saarländische Rundfunk schickt ein neues Team an den Start.

Das werden die Fans, die sich noch an die letzten drei Ermittlerteams erinnern, sehr genau beobachten.

andreas-wendt antworten
7 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Frohe Ostern zusammen!

Danke, ebenso 😊

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Der Saarländische Rundfunk schickt ein neues Team an den Start.

Ich bin sehr misstrauisch, aber natürlich dabei.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

War am Anfang kritisch...
...weil mir Saarbrücken irgendwie bisher nie gefallen hat, egal, wer da ermittelte. Und die ersten paar Minuten dachte ich auch, das Team würde mir nicht so gefallen (und es gibt tatsächlich NIEMANDEN, der Dialekt spricht 😀 ), aber da mir das Thema gefiel, blieb ich dran. Team überzeugt, finde ich, auch wenn die Einführung bisschen kurz geraten ist, da musste eben viel in wenig Zeit gequetscht werden.

Die Thematik an sich war echt hart, sowas kann ich immer ganz schlecht anschauen. Abgesehen davon fand ich ihn überraschend gut. Nächstes Mal gerne mit etwas mehr Farbe 😀

tinkerbell antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Das war im Großen und Ganzen ein guter Film.
Kalte Farben, kühle Charaktere, Stil und Plot ein bisschen wie im SkandiNoir-Genre.

Wie es sich für einen Film gehört, wurde wenig erzählt, sondern viel gezeigt. Die Beziehung der Ermittler fand ich nett gestrickt: Sie kennen sich von früher, müssen ihre Konflikte nicht erst herausfinden und austragen, um dann ein Team zu werden. Ihre Geschichte spiegelt sich mit dem Fall, ohne daraus viel Trara zu machen.
Auch die Entscheidung, recht "unverbrauchte" Gesichter zu nehmen statt irgendwelcher Stars, wegen denen man einschaltet, finde ich richtig.

Schwachpunkte:
Etwas holzschnittartige Charaktere. Etwas mehr Thematik, als ein Pilot gebraucht hätte. Und null Lokalkolorit.

Das aber super geschrieben und gespielt. Bei einer Szene dachte ich sogar, jetzt würde es im Theater Szenenapplaus geben.

Wenn die Drehbücher das Level halten, schalte ich gern wieder ein.

Aber der SR muss nach der Striesow-Ära noch einiges tun, um unser Vertrauen zurückzugewinnen.

andreas-wendt antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Das war im Großen und Ganzen ein guter Film.

Mir hat er auch gefallen.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

null Lokalkolorit.

Das habe ich auch vermisst - andererseits ist es aber auch gut, dass gar nicht erst versucht wird, irgendwie an Palu und Deininger anzuknüpfen. Das hätte nicht funktioniert.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Aber der SR muss nach der Striesow-Ära noch einiges tun, um unser Vertrauen zurückzugewinnen.

So schlecht fand ich die nun auch wieder nicht....

suzanne62 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

Für mich war er eine sehr gute Egänzung zu dem gerade gelesenen Boch

" Sie kam auch Mariupol".
Wobei mir das Buch weitaus besser gefiel

Ein Satz von " Lieschen" hat sie bei mir ziemlich festgesetzt
" Ich dachte, ich hätte vergeben".....tja

irrwisch antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich fand, das war alles in allem ein guter Kriminalfilm.

Was ich jetzt nicht gebraucht hätte ist, dass die Kommissare Kindheitsfreunde mit dunklem Geheimnis sind, inklusive Cliffhanger am Ende. Solche Serienelemente mag ich beim Tatort einfach nicht, weil das doch immer mal dazu führen kann, dass man eine spätere Folge nur halb begreift, weil man das jeweilige Revier davor vielleicht ein- oder zweimal verpasst hat. Die Abstände zwischen den einzelnen Folgen sind dafür auch eigentlich zu groß.

Und eine zusätzliche Person im Team hätte gereicht, alle vier zu ihrem Recht kommen zu lassen, wenn zwei davon eher als Sidekick gedacht sind dürfte auf Dauer schwer werden.

In Summe fand ich ihn aber, wie schon geschrieben, gut.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Team Top, Story Flop (Spoiler)
Das Team mag ich so, wie es zusammen gestellt ist. Auch mit den unfreundlichen Kolleginnen, die über ihren Chef herziehen, vielleicht muss sich die Harmonie noch einstellen wie bei anderen Teams auch.

Beide Kommissare gut ausgewählt, sind mir optisch etwas zu ähnlich (vor allem diese albernen Schnäuzer), aber sie sind ja auch Freunde. Die dunkel Vergangenheitsgeschichte, die sie am Ende einholt war auch schon eingearbeitet mit den Rückblenden, wahrscheinlich hätte der Fall an sich keine 90 Minuten ausgefüllt.

Ich hab mich gefreut, dass es so ein klassischer "Whosdunnit" war: Leiche, Verdächtige, Befragungen, eine Verfolgung, Graben in alten Akten und irgendwann präsentierte sich am Ende der Täter / die Täterin.

Warum man aber nun wieder eine alte Nazi-Vergangenheit aus dem Hut holen muss, hab ich nicht verstanden. Das hat mich tierisch genervt. Der Firmenpatriarch, an dem 70 Jahre Deutschland nach Hitler vorbeigegangen sind, dann die plötzliche Läuterung im Angesicht des drohenden Todes, der schwule Fabrikantensohn, der Lebemann-Fabrikantensohn, der sich durch die Firma schläft... blablaba. Ich fand es zu dicke und die Klischees sprangen nur so aus der Story raus.
Fehlte nur noch der dubiose, glatzköpfige Wettbürochef mit der Bulldogge an der Leine, der alte Schulden eintreibt - ach Moment. Der war ja auch da 😀
Und dann natürlich alles in Blau-Grün-Tönen gefilmt und ein wenig freudlos, weil ja die Kollegen, die sich 20 Jahre nicht gesehen haben unterwegs das Lachen verlernt haben.

Wie gesagt: guter Start, tolles Team, spannend und unterhaltsam, aber inhaltlich hab ich das alles schon mehrfach gesehen.

tristesse antworten


andreas
Beiträge : 1985

19.04. Frankfurt "Die Guten und die Bösen"
mit einer der letzten Rollen von Hannelore Elsner als pensionierte Kommissarin. Allein deswegen wird sich wohl das Einschalten lohnen. Aber ich hoffe nebenbei auch auf einen guten Film.

andreas-wendt antworten
30 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Ich finde die Frankfurter generell als Team angenehm. Etwas verrückt, etwas verschroben, aber im Umgang miteinander herzlich und die Fälle waren mitunter absurd, aber nicht langweilig 😊

tristesse antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Hmpf
Was soll ich sagen 🤨
Man konnte in dem Tatort sehr gut beobachten, wie man sich als Kriminalbeamter nicht zu verhalten hat.

Aber darüber rege ich mich nicht unbedingt zu sehr auf. Ich war einfach nur über weite Strecken einfach gelangweilt.
Der war langweilig.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

Hohe Erwartungen
Tja, ich bin mir nun nicht sicher, wie ich ihn fand. Der Plot an sich gefiel mir, das Team mag ich auch. Aber es war streckenweise einfach zu langatmig. Man hat die ganze Zeit auf einen Twist gewartet, aber es kam nichts. Und Hannelore Elsner...schwierig. Ich fand sie schlicht unnötig. Sie war wie eine etwas kraftlose Untergrund-Nemesis, die das Offensichtliche nochmal in klugen Worten zusammenfasst, während sie die restlichen 89 Minuten nichts für die Entwicklung der Geschichte getan hat. Man hatte sehr hohe Erwartungen, weil sie so eine großartige Schauspielerin ist, aber ich war schon etwas enttäuscht. Vor allem, weil man vom Tatort gewohnt ist, dass die großen Namen auch große Rollen haben oder zumindest irgendwie wichtig sind. War sie einfach nicht. Das ist schade, ich hätte mir für sie da mehr gewünscht.

tinkerbell antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706

Ich war etwas enttäuscht - normalerweise mag ich die Frankfurter Tatorte, aber den gestern hätte man sich schenken können.
Erstens stand der Täter schon zu Anfang fest, zweitens fand ich den ziemlich unglaubwürdig, weil die Ermittler den Job des Anwalts des Verdächtigen gemacht haben.
Auch wenn die Funktion eines Fernsehkrimis sicher nicht die ist, einen realistischen Einblick in die Polizeiarbeit zu geben, so ist dennoch nicht nötig, dass eine Handlung derart an den Haaren herbeigezogen ist.

suzanne62 antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Es war an sich kein schlechter Film.

Wolfram Koch und Margarita Broich durften Peter Lohmeyer beim Schauspielern zusehen. Und Lohmeyer war wirklich gut.
Hannelore Elsner durfte ihre Abschiedsvorstellung geben, und man hatte den Eindruck, sie wusste es. Und das war okay so.

Kamera, Musik, Darsteller sehr in Ordnung.
Drehbuch... nunja:

Der Titel "Die Guten und die Bösen" provoziert in uns postmodernen (vielleicht aber auch christlichen) Zuschauern unvermeidbar die Reaktion, dass das ja wohl so einfach nicht immer ist, und Überraschung! um nichts Anderes geht es 90 Minuten lang. Und das nicht schlecht.

Es war halt bloß kein Krimi. Oder wenn, dann ein langweiliger. Oder eine Art Kriminaldrama.

Oder es war eine sehr kurzweilige Einführung in die Rechtsphilosophie. Wenn man sich entschließt, es als solche zu lesen, ist es durchaus zu empfehlen.
Wer Spannung, Unterhaltung, plausible Handlung, realistische Darstellung sucht... lieber nicht gucken.

Was das Schauspielerische angeht, lohnt sich das Gucken wegen Lohmeyer. Die anderen machen ihren Job gewohnt gut, aber halt so, wie man sie schon kennt.

andreas-wendt antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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Spoiler? 19.04. Frankfurt "Die Guten und die Bösen"
Ich hänge es hier dran.

Ihr seid nicht so begeistert. Ich fand ihn auch nicht sonderlich, aber
Anna Janneke und Paul Brix haben mir gefallen.

Bei Anna Janneke hatte ich den Eindruck, daß sie sich zum ersten Mal Fragen gestellt hat, die sie sich bei anderen Tätern nicht gestellt hat.

Die Frage: Könntest du dir vorstellen, einen Mord zu begehen? war eine.

Und dann, als könne sie sich diese Tat nicht von einem Kollegen vorstellen. „Aber, wir sind doch die Guten!“
Die Frage hat sie intensiv beschäftigt.

Kann man teilen in die Guten tun nur Gutes und die Bösen tun nur Böses?
Gibt es generell „Gute“ und generell „Böse“?
War sie „gut“ als sie einem Kollegen Entlastendes in den Mund legen wollte?
War er „gut“, weil er es abgelehnt hat, straffrei davon zu kommen?

Ansonsten konnte ich problemlos in der Küche kochen und mußte nicht unbedingt vor dem Fernseher sitzen bleiben 😊

Lieben Gruß
Jour

jour antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
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Gute Fragen. Aber irgendwie war mir das zuviel für einen Tatort. Da will ich eher unterhalten werden, und nicht so tiefsinnige Fragen bearbeiten... Das war mir irgendwie zu viel.

tineli antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

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All sowas meinte ich mit der Alternative "Langweiliger Krimi oder kurzweilige Einführung in die Rechtsphilosophie".

andreas-wendt antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

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Gute Fragen. Aber irgendwie war mir das zuviel für einen Tatort. Da will ich eher unterhalten werden, und nicht so tiefsinnige Fragen bearbeiten... Das war mir irgendwie zu viel

Ja; ich fühle mich bei sowas unterhalten. 😊

jour antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1380

Ich mag durchaus gern Tatörter, die auch was zum Nachdenken bringen. Aber das muss dann in eine dennoch spannende Rahmenhandlung eingebettet sein. Und das fehlte mir hier. Hier war's wie eine Beispielhandlung, damit man die Philosophiefragen besser nachvollziehen kann. Fast wie in einer Vorlesung. Und da hab ich mich halt nicht mehr unterhalten gefühlt. Aber ich freu mich, wenn es für dich gepasst hat!

tineli antworten
tristesse
(@tristesse)
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spoiler

Veröffentlicht von: @tineli

Ich mag durchaus gern Tatörter

"Tatörter" hab ich ja noch nie gehört 😀
Sehr schön ^^

Veröffentlicht von: @tineli

Aber das muss dann in eine dennoch spannende Rahmenhandlung eingebettet sein. Und das fehlte mir hier. Hier war's wie eine Beispielhandlung, damit man die Philosophiefragen besser nachvollziehen kann. Fast wie in einer Vorlesung.

Definitiv. Ich hatte das Gefühl, man wollte da jetzt unbedingt "Anspruch" reinbringen. Das Überraschungsmoment am Anfang fand ich gar nicht so unoriginell, dass der Täter sich stellt und die Kommissare verdutzt damit stehen lässt, auch die erlaubten Alleingänge des Täters in all dem Bauchaos hatten eine gewisse Absurdität, die durchaus zum Team und den bisherigen Fällen passt. Mühsam war die ewig lang gezogene Sauferei am Anfang, die schon mal die philosphischen Fragen einläuten sollte, die Coaching Tante sollte da auch noch mal einen drauf setzen, aber dass die zwischendurch verloren geht hat auch der Handlung nicht geholfen und Hannelore Elsner hat ebenso wenig Sinn ergeben.

Das war einfach alles zu wenig, um die Spannung zu halten.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

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Veröffentlicht von: @tristesse

die Coaching Tante sollte da auch noch mal einen drauf setzen, aber dass die zwischendurch verloren geht hat auch der Handlung nicht geholfen und Hannelore Elsner hat ebenso wenig Sinn ergeben.

Der Handlung sollte auch m.E. nichts helfen, sondern die Handlung sollte der Thematik helfen. Sie war von vorn bis hinten Mittel zum Zweck. Insofern konsequenter durchgezogen, als wenn die Ermittler oben auf einen Fall drauf noch mal 2 Minuten über Werte diskutieren. Aber wenn ma einen Krimi will, auch anstrengender, als einfach diese 2 Minuten über sich ergehen zu lassen.

Die Coaching-Tante und die alte Kommissarin haben auf ihre Weise das ausgedrückt, worum es im ganzen Film ging, nämlich die "Ort-Losigkeit": Es gibt keinen Platz für die Polizeiarbeit, weil alles im Umbruch / Umbau ist, die Kommissare suchen auch innerlich ihren Standpunkt, die Trainerin den Ausweg. Die alte Kollegin hat ihren provisorischen, aber festen Platz außerhalb des Geschehens und sucht von da aus den archimedischen Punkt. Der einzige, der einen klaren Ort und Standpunkt hat, ist der Mörder. Was gleich mehrfach beunruhigt und zur Infragestellung der eigenen Standpunkte anregt.

Dieser Film wusste genau, was er will, und hat das durchgezogen. Und ein Sonntagskrimi, über den am kommenden Freitag noch diskutiert wird, kann kein schlechter Film sein. 😊

Aber zur Erholung eine klassische Tätersuche hätte auch mal wieder was.

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
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Tut mir leid, aber das ist mir einfach alles zu viel interpretiert, das hab ich in der 12. Klasse im Deutsch LK mit Faust gemacht, das muss ich nicht im Tatort haben.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Dieser Film wusste genau, was er will, und hat das durchgezogen. Und ein Sonntagskrimi, über den am kommenden Freitag noch diskutiert wird, kann kein schlechter Film sein. 😊

Aber natürlich kann das ein schlechter Film sein. Und das war er meines Erachtens einfach.

Wenn ich einen anspruchsvollen Psychogequatschefilm schauen will, dann schaue ich den. Aber ich will das nicht im Tatort haben 😊

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Aber zur Erholung eine klassische Tätersuche hätte auch mal wieder was.

Da fand ich den letzte Woche sehr angenehm.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985
Veröffentlicht von: @tristesse

Aber natürlich kann das ein schlechter Film sein. Und das war er meines Erachtens einfach.

Worüber wir uns möglicherweise schnell verständigen könnten, wäre, dass es ein schlechter Krimi war. Wenn ich einen Krimi sehen will, dann bin ich enttäuscht, wenn die Krimihandlung a) sehr vorhersehbar ist und b) nur dafür benutzt wird, irgendetwas anderes zu vermitteln, sei es literarischer Anspruch, cineastische Hommage, politische Botschaften (auch wenn ich denen zustimme), Philosophie. In der Hinsicht war hier das Thema verfehlt.

Andererseits hat der Tatort schon immer mit den Grenzen des Krimigenres gespielt und Seh-Erwartungen ent-täuscht. Der Tatort war nie bloß Krimi. Gestern habe ich Poirot geguckt, da weiß ich zwar 85 Minuten lang nicht, wer der Täter ist, aber abgesehen davon weiß ich genau, was mich erwartet. Das ist auf seine Weise vorhersehbarer als der Tatort.

Viele schätzen den Tatort, weil sie gern Krimis gucken und wollen keinen Film wie den letzten, der nur halbherzig so tut, als wäre er ein Krimi. Kann ich respektieren.
Ich glaube aber, wenn ich mit der Erwartung an den Tatort ranginge, wäre ich schon zu oft enttäuscht worden. Die Spannung ist für mich eher "Was für eine Art Film es wohl heute werden mag?" Kann sein, dass ich mir damit was schönrede. Aber wenn ich damit das Enttäuschungspotential minimiere, ist es das wert.

Veröffentlicht von: @tristesse

Da fand ich den letzte Woche sehr angenehm.

Warst Du von dem Plot nicht auch enttäuscht?

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Worüber wir uns möglicherweise schnell verständigen könnten, wäre, dass es ein schlechter Krimi war.

Ich weiß jetzt nicht, warum es Dir so wichtig ist, dass mir der Film gefällt.
Er hat mir nicht gefallen und da unterscheide ich jetzt nicht, was für ein Genre das ist.

Wenn es kein Tatort gewesen wäre und nicht meine Freundin und Schwester in der Whatsapp Gruppe mit mir diskutieren würden, dann hätte ich nach 30 Minuten ausgemacht. Denn für ein gutes Drama gab es nicht genug her, eine Tragödie war es auch nicht. Es war einfach irgendwas, was mir nicht gefallen hat und wo man ein paar sehr gute Darsteller meiner Meinung nach nicht so eingesetzt hat, wie man es hätte können.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Der Tatort war nie bloß Krimi.

Ja, aber ich erwarte schon, dass mir nicht am Anfang ein Täter präsentiert wird und dann gibt es 35 Minuten Psychogequatsche und am Ende ist man da, wo man am Anfang war, nur frustrierter.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Viele schätzen den Tatort, weil sie gern Krimis gucken und wollen keinen Film wie den letzten, der nur halbherzig so tut, als wäre er ein Krimi. Kann ich respektieren.

Ich hab überhaupt kein Problem damit, wenn ein Tatort mal einen anderen Weg geht oder man den Täter vorher erfährt oder es vielleicht sogar mal keine Auflösung gibt. Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst, dass mich das jetzt so massiv gestört hat. Ich fand den Film als Film an sich vom Drehbuch, Aufbau und Verlauf langweilig, mühsam und übertrieben.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Warst Du von dem Plot nicht auch enttäuscht?

Ja, aber nicht so sehr wie der diese Woche. Der hätte mehr gekonnt, aber er war nicht langeweilig, es ist was "passiert" und er hatte ein vernünftiges Ende.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich weiß jetzt nicht, warum es Dir so wichtig ist, dass mir der Film gefällt.

Oh, das tut mir doppelt leid:
Zum einen, weil meine alte Harmoniesucht mich wohl wieder verleitet hat, irgendeinen Konsens zu suchen. Alte Schwäche von mir. Sorry.

Zum andern, weil Du mich offenbar falsch verstanden hast, denn darüber, wie uns der Film gefällt, sprach ich gar nicht. Ich kann Filme als gute Filme anerkennen, ohne dass sie mir gefallen (die meisten französischen Dramen). Und manchmal gefällt mir etwas total gut, was ich handwerklich als Trash einordne (Jackie Chans "In 80 Tagen um die Welt" - was für sauschlechter Film, und was für ein Spaß).

Aber dass Du diesen hier auch handwerklich schlechter gemacht findest als ich, habe ich verstanden, und da muss ich wohl mit dem Dissens leben. 😊

Mal sehen, wie wir den heute finden.

andreas-wendt antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Generell
Ich mag deine Rezensionen sehr!

Wollte es einmal wenigstens mitgeteilt haben 😎
und darf weiter genießen, was du so alles heraus holst aus jedem Film! 😎

Gesegneten Sonntag.
Jour

P.S.: Ich hoffe, ich darf diesen Einwurf zwischendurch einbringen?

Nachtrag vom 26.04.2020 1734
Wirklich ein Genuß!
Vielleicht sogar noch mehr als der Film selbst. 😎

jour antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985

Vielen Dank!
Ich genieße hier die verschiedenen Zugänge und auch manchmal kontroversen Argumente. Das geht hier viel besser als bei theologischen Themen.

Also dann auf den nächsten!

andreas-wendt antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Gerne!

Vielen Dank!
Ich genieße hier die verschiedenen Zugänge und auch manchmal kontroversen Argumente. Das geht hier viel besser als bei theologischen Themen. (...)

Ja, Hier ist es wohl eher eine mehr oder weniger geschmacks frage. Vermute ich
Die einen mögen „action“, die anderen mögen knifflige Kopfarbeit usw.

jour antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1985
Veröffentlicht von: @jour

Die einen mögen „action“, die anderen mögen knifflige Kopfarbeit usw.

Ich glaube, es ist noch ein bisschen differenzierter....

andreas-wendt antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @andreas-wendt
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Die einen mögen „action“, die anderen mögen knifflige Kopfarbeit usw.

Ich glaube, es ist noch ein bisschen differenzierter....

Ja, selbstverständlih.
Ich habe es verkürzt gesagt.

jour antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904

Danke 😊

Hätte es nicht besser beschreiben können.

Liebe Grüße!
Jour

jour antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

Sehr gute Interpretation!

Dieser Krimi hat mich sehr abgeholt.

Ich fand dieses Hinterfragen auch für mich persönlich sehr anregend.
Andere Krimis gibt es zuhauf.

irrwisch antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555

Die Coaching-Frau war in unserer Whatsapp-Analyse-Gruppe absolut unten durch 😀 Alle fanden sie nervig und schlecht schauspielernd. Dass sie wie ein Kanarienvogel angezogen war, half auch nur bedingt 😀 Am traurigsten ist es, dass Hannelore Elsner da so sinnlos war.

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Die Coaching-Frau war in unserer Whatsapp-Analyse-Gruppe absolut unten durch 😀 Alle fanden sie nervig und schlecht schauspielernd. Dass sie wie ein Kanarienvogel angezogen war, half auch nur bedingt

Ach, Ihr habt auch eine WhatsApp Gruppe für Tatort? 😊 Ich hab eine mit Schwester und Freundin, wo wir auch über The Masked Singer reden.

Zu der Coachingfrau muss man noch anmerken, dass die Ihr Kostüm an zwei aufeinanderfolgenden Tagen getragen hat. Das macht keine Businessfrau, die seriös bei Fremden rüberkommen will. Das ist wie vor einem hochkarätigen Mangermeeting das Hemd von gestern anzuziehen.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Am traurigsten ist es, dass Hannelore Elsner da so sinnlos war.

Man hat ihr schon angesehen, dass sie sehr krank ist. Sie wirkte sehr müde, was natürlich dann auch zur Rolle passte, aber ich hätte ihr schon einen anspruchsvolleren Abgang gewünscht. Sie war eine ganz Große.

tristesse antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1555
Veröffentlicht von: @tristesse

Man hat ihr schon angesehen, dass sie sehr krank ist. Sie wirkte sehr müde, was natürlich dann auch zur Rolle passte, aber ich hätte ihr schon einen anspruchsvolleren Abgang gewünscht. Sie war eine ganz Große.

Sehe ich auch so. Vielleicht war die Rolle auch ursprünglich anders angelegt. Ich habe irgendwo gelesen, dass die Dreharbeiten schon kaum noch gingen und sie permanent lange Ruhephasen brauchte. Eventuell hat man es ja aufgrund ihres Zustandes auch bisschen eingestampft...? Ich hab mir danach jedenfalls erstmal "Alles auf Zucker" angeguckt, einer meiner Lieblingsfilme mit ihr, und natürlich "Die Lümmel von der ersten Bank" 😀

tinkerbell antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559
Veröffentlicht von: @tinkerbell

"Alles auf Zucker"

Toller Film, den hab ich im Kino gesehen 😉 Das ist so ein Film, wo alles irgendwie zu eskalieren droht und man sich fragt, wie das ausgehen soll. Ganz tolle Darsteller und sehr liebevoll gemacht.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

"Die Lümmel von der ersten Bank"

Ja gut, so groß ist meine Liebe zu ihr nun doch nicht 😀

tristesse antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @tineli

Ich mag durchaus gern Tatörter, die auch was zum Nachdenken bringen. Aber das muss dann in eine dennoch spannende Rahmenhandlung eingebettet sein. Und das fehlte mir hier. Hier war's wie eine Beispielhandlung, damit man die Philosophiefragen besser nachvollziehen kann. Fast wie in einer Vorlesung. Und da hab ich mich halt nicht mehr unterhalten gefühlt. Aber ich freu mich, wenn es für dich gepasst hat!

Ich habe - wie gesagt - die meiste Zeit in der Küche gekocht und nebenbei zugehört. Du wirst es richtig beurteilen.
Mir fielen nur einige Sätze auf, und, wie Andreas schrieb, fand ich sie wichtiger als die Handlung.
Und, obwohl die Auflösung bereits am Anfang klar stand, habe ich eine Überraschung nicht ausgeschlossen. Die Überraschung war für hier: Es gab keine. 😀

Also behielt ich einzelne Sätze in Erinnerung.
Die Frage: Könntest du jemanden umbringen? - Als ob der langjährigen Kommissarin erst dann diese Frage in den Sinn kam, als ein "Mörder" in ihrer direkten Umgebung kam. Und er stand für seine Tat gerade, während sie ihn heraus zu boxieren versuchte. Nur weil er ein Kollege ist, also, automatisch einer von den Guten?

Erschreckend war, daß er dabei blieb, er habe dem Opfer eine Plastiktüte auf dem Kopf gestülpt und ging eine Rauchen. Als er zurück kam, war dieser Tot. Trotzdem war sie der Meinung, er gehöre doch zu den Guten. Einfach aus beruflichen Gründen.

Ich verstehe, was du meinst. Aber, ich bin da flexibel und mag eher, wenn solche Fragen eingeworfen werden als bums-krach-peng, hätte nicht gedacht, daß der Briefträger der Täter war Tatörter

Ich vermute auch, daß wenn man beruflich viel Verständnis und Geduld aufbringt, manchmal eine Messerstecherei oder so was sehen möchte, weil man eine Art Gegengewicht zur täglichen / beruflichen Fürsorge braucht?

Oder, kannst du ein Beispiel machen für einen Tatort, der dir gefallen hat und zum Nachdenken gebracht hat?

jour antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 1380
Veröffentlicht von: @jour

Oder, kannst du ein Beispiel machen für einen Tatort, der dir gefallen hat und zum Nachdenken gebracht hat?

Ich hab bei sowas ein Gedächtnis wie ein Sieb, sorry. Aber da gab es durchaus welche.

tineli antworten
jour
 jour
(@jour)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1904
Veröffentlicht von: @tineli
Veröffentlicht von: @tineli

Oder, kannst du ein Beispiel machen für einen Tatort, der dir gefallen hat und zum Nachdenken gebracht hat?

Ich hab bei sowas ein Gedächtnis wie ein Sieb, sorry. Aber da gab es durchaus welche.

Oh, das kenne ich. *augenroll*. Wem sagst du das. 😀

Wollte nur mal so eine Idee haben, was gut ankommt bei den typischen Tatort-freaks! Nur bei den Münsteranern sitze ich wirklich vor dem Bildschirm und stehe nicht in der Küche nebenbei.
Und wenn es zu gruselig ist, mache ich eh den Ton aus oder schalte ganz aus. 😀 - Inzwischen muß ich nicht mal wissen, wer der Täter war und wie der doofe Krimi geendet hat.

Dieser Slim-Tatort vom Sonntag war ok für mich. Das meiste habe ich eh nicht gesehen, nur aus der Küche mitgehört.
Und dann bei jener Szene mit der Frage saß ich zufällig kurz vor der Kiste und war angetan von der Frau.

Wenn eins kommt, laßt es mich bitte wissen.

Viele liebe Grüße
Jour

jour antworten
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