Zuletzt gesehener Film 2025
Jetzt wollte ich von einem Film berichten und stelle fest, dass wir schon wieder ein neues Jahr haben... 😀Â
Hier also wieder unser Thread fĂŒr den Austausch ĂŒber Filme, also im Kino, Fernsehen, Stream oder was auch immer - fĂŒr Serien gibt es wie ĂŒblich einen separaten Thread.
Wie ĂŒblich am besten den Titel fett als Ăberschrift nennen... und Spoiler bitte so kennzeichnen, dass jeder selbst entscheiden kann, ob er weiterlesen will oder nicht. Auf einen guten Austausch!
Filmtip fĂŒr gleich um 21.55 Uhr auf arte:
"Der Kontrakt des Zeichners", von Peter Greenaway (Regisseur). Meiner Meinung nach sein bester Film nach "Die Verschwörung der Frauen".
Greenaway war fĂŒr mich in den Achtzigern ein Garant fĂŒr super interessante Kino-Kunst (man merkt den Film-Bildern an, dass er selbst aus der bildenden Kunst/Malerei kommt).
Kein Mainstream, nichts fĂŒr Leute, die keinen Sex/keine Erotik in Filmen wollen*, nichts fĂŒr Leute, die alles Seltsame ablehnen. Empfehlenswert fĂŒr arthouse-Fans, und Leute, die sowohl KriminalfĂ€llen in der barocken Epoche als auch aussergewöhnlicher Filmmusik etwas abgewinnen können.
Kurz: entweder, Ihr werdet's lieben oder hassen. đ
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*Nicht falsch verstehen: Es handelt sich nicht um einen Softporno oder einen Streifen, bei dem Voyeure groĂartig auf ihre Kosten kommen!
Karl May: Der Ălprinz/Unter Geiern
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(Spoiler...? Vielleicht...?)
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Ich habe mir ja kĂŒrzlich einen langgehegten Wunsch erfĂŒllt, den ich vor einigen Jahren vermutlich noch schamhaft verschwiegen hĂ€tte, aber mit zunehmendem Alter ist das einem ja irgendwann egal: Eine groĂe Karl-May DVD Box.
So versuche ich denn in Nostalgie zu schwelgen, aber bislang will es nicht recht gelingen... und ich denke mir: OK, ich weiĂ, dass die Filme schmalzig, klischeebeladen und ohne tiefere Substanz sind. Es ist halt Nostalgie, das muss man nicht begrĂŒnden.
Aber angesichts dieser beiden Filme frage ich mich dann doch: Wo ist denn der Schmalz? Und selbst die Klischees muss man suchen... zwei oder drei mĂŒssen da pro Film wohl reichen... waren die Filme wirklich so... hm... ja... schlecht...?!?!
Tja, anscheinend. Man muss wohl sagen: Steward Granger, der als "Old Surehand" den "Old Shatterhand"-Ersatz mimen muss reicht an Lex Barker und seinen Schmalzfaktor bei weitem nicht heran!
"Old Shurehand" trĂ€gt sein Gewehr wie ein Kleinkind im Arm herum, schieĂt aus der HĂŒfte mit einem Gewehr (!) im Dunkeln (!) auf 100 Meter (!) einem Bösewicht die Pistole aus der Hand (!)... und ist ansonsten "ein Freund".
Das war auch schon die ganze Charakterisierung, das ist es, was die Figur ausmacht. VollstÀndig und umfassend beschrieben.
Wie ĂŒberhaupt die Figuren in den Filmen offenbar weder Vergangenheit noch Zukunft haben. Jeder Mensch hat genau EINE Eigenschaft (gut/böse) und EINE Rolle (Siedler/Indianer/Farmer).
Das war's... plakativer geht es nicht mehr.
Dann bekommt jeder Charakter EINE Aufgabe (Siedler: "Fahre von A nach B!", Bösewicht: "Tue etwas Böses!", Winnetou: "Sei Winnetou!", Indianer: "Reite mit Kriegsgeschrei herum und lasse dir von Winnetou erklÀren, was das Richtige zu tun ist!") - und damit beginnt die ganze Handlung.
NÀhere ErklÀrungen sind nicht nötig. Der Bösewicht wurde offenbar im Saloon geboren (Vermutlich bereits mit schwarzem Bart), "seine Leute" ebenfalls, und sobald die Sieder anfangen, von A nach B zu fahren treten "die Bösen" in Aktion.
Old Shurehand, als "Freund" (Von wem auch immer) schieĂt dann aus der HĂŒfte, wenn nötig.
Winnetou hat immer gerade woanders zu tun, taucht aber zuverlÀssig aus dem Nichts auf, wenn er gerade ganz dringend gebraucht wird.
Und die Siedler fahren derweil von A nach B.
Und am Ende siegen die Helden, sobald die Siedler endlich bei B sind, die Indianer finden es prima, dass die Siedler jetzt in B leben, und alle lachen und freuen sich, egal wie viele Leute vorher gestorben sind.
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Und ich frage mich, was der Erfolg dieser Filme jetzt ĂŒber Deutschland aussagt...
Vielleicht kriege ich es ja noch raus, ich habe noch etliche Filme vor mir. Und ich schÀtze, die Filme mit Lex Barker werden da etwas aussagekrÀftiger sein...
Und vielleicht kommt ja auch noch etwas Nostalgie auf 😊Â
@lucan-7 Ich habe mir ja kĂŒrzlich einen langgehegten Wunsch erfĂŒllt, den ich vor einigen Jahren vermutlich noch schamhaft verschwiegen hĂ€tte, aber mit zunehmendem Alter ist das einem ja irgendwann egal: Eine groĂe Karl-May DVD Box.
*kopfschĂŒttel* 🤪 😎 😋Â
vielleicht kommt ja auch noch etwas Nostalgie auf 😊
Und? Schon was zu spĂŒren?
*kopfschĂŒttel*
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Jaja, ich weiss...
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Und? Schon was zu spĂŒren?
Leider nein...
Wie es sich herausgestellt hat ist Nostalgie wohl nicht beliebig reproduzierbar... zumindest dann, wenn die solide Basis fehlt.
Mit den Karl May Filmen bin ich ja das erste Mal als kleines Kind in BerĂŒhrung gekommen, als meine Eltern mich weckten und mir sagten, ich sei ja jetzt schon ein groĂer Junge, jetzt dĂŒrfte ich auch mal einen besonderen Film sehen. Und das war dann eben ein Karl May Film, der da gerade im Fernsehen lief.
Solche Momente prĂ€gen einen dann natĂŒrlich auch... zumindest fĂŒr eine gewisse Zeit.
Als Kind habe ich dann eine ganze Reihe dieser "besonderen" Filme gesehen, habe spĂ€ter dann auch jede Menge BĂŒcher gelesen und meine Action-Figuren WesternmĂ€Ăig ausstaffiert.
Als ich dann als Student irgendwann nochmal ĂŒber die Filme stolperte war da natĂŒrlich sofort der Nostalgie-Schub da. Und das war dann auch das, was ich mir jetzt von den Filmen noch einmal erhofft hatte.
Aber ich fĂŒrchte, der Abstand ist jetzt einfach schon zu groĂ... und ich bemerke vor allem die Dinge, die mir schon als Kind seltsam erschienen. Warum quatscht und kichert Sam Hawkins denn die ganze Zeit, wĂ€hrend er auf Indianer schieĂt...? Was soll daran lustig sein?
Ist die Ălquelle des Ălprinzen nicht arg klein geraten? Und wo wohnt eigentlich die Bande von ihm, wenn sie mal nicht im (ziemlich kleinen) Saloon sind?
Fragen ĂŒber Fragen...
Tja, und jetzt staune ich ĂŒber den Erfolg einer Filmreihe, deren Handlungsfaden etwa einer typischen Vorstellung im Kasperltheater entspricht, mit Charakteren so tiefgĂ€ngig und lebendig wie eine Cowboy-Plastikfigur vom WĂŒhltisch bei Woolworth...
Und vermutlich ist es letztlich auch genau das, was es so erfolgreich machte - die Handlung war so simpel, dass man nicht weiter nachzudenken brauchte, und die Figuren so hölzern, dass man sie als unbeschriebenes Blatt in seiner Phantasie mit allem identifizieren und ausfĂŒllen konnte was das Herz begehrt.
Das Schlimmste ist allerdings, dass bei der DVD Box auĂer den "Western" Titeln auch noch die "Orient-" und "Mexiko-"Folgen dabei sind... die nach meiner Erinnerung noch viel schlechter waren...
Mal schauen ob ich mir das auch noch antue... und ob ich meine Frau wirklich noch wie angedroht zwingen werden, zumindest "Der Schatz im Silbersee" mit mir zu schauen...
Man soll die Dinge vielleicht nicht zu sehr herausfordern... 🙄Â
Also ich kann Dir sagen, dass mich mein Mann nicht dazu zwingen könnte
Nun ja... mein Argument war, dass es der Bildung dient, weil man das einfach kennen muss...
Aber da zweifele ich langsam... 😏Â
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@lucan-7 Ich guck da ab und zu ein StĂŒckchen mit, frag nach -wenn's nicht ersichtlich sein sollte- wer die Guten und wer die Bösen sind und lauf dann weiter. Manchmal staun ich auch noch, wie schlecht die Darsteller geschminkt sind ...
@lucan-7 Ach naja ... Sie enthalten doch schöne Naturaufnahmen! đ
Den damaligen Erfolg dieser Filme kann man vermutlich nur vor einem etwas weiteren kulturhistorischen Hintergrund verstehen. Stichwort: gĂŒnstig zu konsumierender Eskapismus.
Der Zusammenbruch Nazi-Deutschlands war noch nicht so arg lang her und der bedeutete ja auch kulturell/filmisch eine ZĂ€sur. Cowboy-und-Indianer-Filme waren das, was aus Amerika so als Unterhaltungszeugs rĂŒberschwappte, das war also inhaltlich unbedenklich und enthielt alle Ingredenzien zum Kopfabschalten: gute Helden, finstre Schurken, Kloppereien, tricktechnisch in ĂŒberschaubarem Finanzrahmen produzierbare Action und Lagerfeuerromantik* vor pittoresken Bergen...
Und fĂŒr die Kulissen konnte man nach Jugoslawien fahren, wo ja das Leben gleich noch einen Ticken billiger war. Ăbrigens: auch in Hollywood wurde damals ja Western-Stangenware produziert, die man sich heutzutage unmöglich noch ansehen kann, ohne SchreikrĂ€mpfen zu erliegen.
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*Nicht alles war doch unter Hitler schlecht gewesen, nicht wahr? So fĂŒhlten vermutlich viele Millionen von Ex-Hitlerjungen und Ex-BDMĂ€del. So ein zĂŒnftiges Lagerfeuer und Verstecken spielen...
Den damaligen Erfolg dieser Filme kann man vermutlich nur vor einem etwas weiteren kulturhistorischen Hintergrund verstehen. Stichwort: gĂŒnstig zu konsumierender Eskapismus.
Sicher, das erklÀrt ja auch den Erfolg der unsÀglich seichten Heimatfilme. Nur: die kennt heute keiner mehr...
Die Karl May Filme sind etwa 10 Jahre nach den "Sissi" Filmen gestartet. Und die QualitĂ€t ist kaum vergleichbar... egal, was man von den "Sissi"-Filmen jetzt halten mag, die sind trotz aller Seichtheit gut geschrieben, haben hintergrĂŒndigen Humor und einen durchdachten Spannungsbogen. Man muss sie nicht mögen, aber filmtechnisch sind sie gut gemacht.
Die Karl May Filme können da rein technisch ĂŒberhaupt nicht mithalten. Die haben halt Landschaftsaufnahmen und Musik aus "fernen Landen"... aber das war's.
Warum die Filme so lange erfolgreich waren, dass Bully Herbig jetzt noch die nĂ€chste Parodie in Angriff nimmt... das ist schon ein PhĂ€nomen fĂŒr sich.
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@lucan-7 egal, was man von den "Sissi"-Filmen jetzt halten mag, die sind trotz aller Seichtheit gut geschrieben, haben hintergrĂŒndigen Humor und einen durchdachten Spannungsbogen. Man muss sie nicht mögen, aber filmtechnisch sind sie gut gemacht.
Ja. Aber es sind Frauenfilme. Die sind selbstverstĂ€ndlich besser. Allein die KostĂŒme! Das darf dann auch was kosten.
MĂ€nner brauchen keinen hintergrĂŒndigen Humor. Die wollen schon gesagt bekommen, an welcher Stelle zu lachen sei, nicht Rafinesse sondern deutliche Zaunpfahlwinke sind da das Mittel der Wahl. Wenn ich mich nicht irre, hihihi!
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Sicher, das erklÀrt ja auch den Erfolg der unsÀglich seichten Heimatfilme. Nur: die kennt heute keiner mehr...
Auch diese Heimatfilme waren ja Frauenfilme. Die waren unsĂ€glich seicht und daher kennt sie heute keiner mehr. Soweit passt's ja in Relation zu den Sissi-Filmen. Die waren in der Tendenz Heimatfilm in teuer und mit Romy Schneider (was allein eigentlich schon als BegrĂŒndung fĂŒr jede Art von Filmerfolg und Kultstatus ausreichen dĂŒrfte).
Ja, die Karl-May-Filme (MKFs) waren auch seicht, aber es gab ja zum ersten mal keine anderen deutschen Indianerfilme mit Romy Schneider in der Hauptrolle und in teuer. Aus dieser Perspektive fehlte den MKFs also einfach nur die entsprechende hochwertige Konkurrenz im deutschen Cowboy-und-Indianer-Genre, bei welcher eine besonders schön ausstaffierte Nscho-tschi von der Schneider statt von - warte, ich muss kurz nachgoogeln - Marie Versini gegeben worden wÀre.
Und nun kommen wir mal zum Thema cross-media-marketing. Das MKF-Franchise war zwar nicht wirklich eins gemÀà heutigen MaĂstĂ€ben. Aber es war eine echte Marke, wie es sie fĂŒr das Genre Heimat-Kitsch nie gab. Heimatromae wurden damals und werden heute noch in unĂŒbersehbaren Mengen geschrieben. Und verfilmt. Aber eine Heimat-Marke? Das Thema Heimat lĂ€sst sich höchsten lokal vermarkten, hat aber darĂŒberhinaus auch noch mit einer fiesen Markt-SĂ€ttigung zu kĂ€mpfen: Alle Verbraucher haben ja stets schon ihre eigene Heimat vor Ort, wozu brauche ich z.B. als Norddeutscher Krachlederne oder Dirndl, um so richtig heimatlich mich zu fĂŒhlen?
Mich als guter Indianer oder mutiger Cowboy zu fĂŒhlen, brauche ich in MĂŒnchen das gleiche wie in Kiel: Federschmuck, Mokassins, Pfeil, Bogen und Tomahawk oder Westernstiefel, Nietenhosen, Cowboyhut, Revolver und sicherheitshalter noch eine Winchester...
Hier bei uns im Dorf gibt es seit ĂŒber 50 Jahren eine "Westernranch". Der Onkel meines besten Freundes hatte sich die mit ein paar Gleichgesinnten gezimmert, und da fanden dann regelmĂ€Ăig rauschende Partys statt, gern auch mit entsprechender Verkleidung. In welchem Ambiente lĂ€sst sich zĂŒnftiger Grillfleisch futtern und Whiskey - öhm - Korn... - saufen, lauter und mĂ€nnlicher fluchen und furzen, als auf so einer "Western-Ranch"? Das funktioniert am Jadebusen so gut wie am Bodensee. đ
Die MKFs haben darĂŒber hinaus einen hohen Markenerkennungswert samt eigener Archetypennomenklatur. Sam Hawkins gibt's auch in Nahen Osten, auch wenn der sich dort Haschid Halef Omar nennt: der gutgelaunte, etwas dĂ€mliche Sidekick des blonden Hauptrecken Old Shatterhand aka Kara ben nemsi. Das bleibt sich gleich, da weiss man, was man hat und findet sich in jeder Filiale auf der Welt sofort zurecht. Die Tugend ist groĂ, schlagkrĂ€ftig, gebildet bis zum Anschlag und spricht nicht nur Dutzende Weltsprachen sondern gleich auch noch deren Dialekte. DarĂŒber hinaus ist sie deutsch und christlich und lĂ€sst die Welt an diesem Wesen genesen. Sie verzichtet weitestgehend auf Sex, was die SittenwĂ€chter ruhig schlafen lĂ€sst und auch Kinder im zahlenden Kinopublikum willkommen heiĂt (was interessieren denn bitte die LiebesgeplĂ€nkel von Heimatfilmen diese Zielgruppe?).
DarĂŒber hinaus haben wir da den Archetypus des edlen Wilden - eine ProjektionsflĂ€che, um welche jeder Heimatfilmdreher die MKFs nur dunkelgrĂŒn beneiden kann. Dem edlen Wilden Winnetour (allein der Name weist ihn schon per Aliteration als Wilden aus! đ ) wird zum Kontrast der schurkische Wilde, gemeinhin irgendein Sioux-Fiesling an die dramaturgische Seite gestellt. Und der edelteutonische Hauptheld bekommt seinen gern in Schwarz gekleideten und dennoch letztlich weiĂhĂ€utigen Schurken, an dem er sich abreagieren darf. Und rassige Pferde gehören auch zum Kern-Esemble.
Na, wenn das keine Marke ist!
Eine Marke fĂŒr die kleinen, aber vielen MĂ€nner im Land, bei denen der FlieĂbandarbeiterlohn nur fĂŒr Schnaps, nicht "echten" Whiskey reicht, die von Freiheit und Heldentum trĂ€umen möchten und nicht davon, wie sie, durch ausfĂŒhrliche Hindernisse stĂ€ndig ausgebremst, am Ende mal "die Richtige" vor den Altar fĂŒhren dĂŒrfen...
Ich hab eine Idee, wie Du Deiner Nostalgie unter die Arme greifen könntest: Stell die Glotze draussen auf die Terasse, wirf den Grill an, sag Deinen Jungs bescheid, dass sie vorbeikommen und "was FlĂŒssiges" mitbringen sollen. Streif Dir Deine alten Westernstiefel ĂŒber (falls deren Leder nicht inzwischen in den fossilen Gesteins-Zustand ĂŒbergegangen sein sollte) oder die Mokassins... Und spĂ€testens nach der ersten halben Hardenberger Weizen wird sie Dich ĂŒberkommen, die NostalgiewĂ€rme! đ
Ja. Aber es sind Frauenfilme. Die sind selbstverstĂ€ndlich besser. Allein die KostĂŒme! Das darf dann auch was kosten.
Die KostĂŒme der "Sissi" Filme sind in der Tat auch heute noch beeindruckend... auch und gerade dann, wenn man sich in der Historie ein wenig auskennt.
Was das betrifft hat man sich bei den Karl May Filmen zumindest ein wenig Gedanken gemacht. HĂ€tte man sich da stumpf an den "Originalfotos" orientiert, in denen Karl May einst höchstpersönlich als "Old Shatterhand" posierte... es wĂŒrde sich heute wohl zu recht niemand mehr an diese Peinlichkeit erinnern. Da hat Lex Barkers Profil allein doch schon jedes KostĂŒm ĂŒberflĂŒssig gemacht...
Ja, die Karl-May-Filme (MKFs) waren auch seicht, aber es gab ja zum ersten mal keine anderen deutschen Indianerfilme mit Romy Schneider in der Hauptrolle und in teuer.
Nicht mit Romy Schneider... aber doch mit einer ganzen Riege an Schauspielern, die man auch die Jahrzehnte danach immer wieder in ganz verschiedenen Rollen in Deutschland bewundern durfte. Götz George, Karin Dor, Mario Adorf, Heinz Erhard (Schon sehr bekannt damals) und Terence Hill (Damals noch Mario Girotti) - das hat sicher auch zum "Kult" beigetragen...
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Und nun kommen wir mal zum Thema cross-media-marketing. Das MKF-Franchise war zwar nicht wirklich eins gemÀà heutigen MaĂstĂ€ben. Aber es war eine echte Marke, wie es sie fĂŒr das Genre Heimat-Kitsch nie gab.
Sicher, damals hat man auch noch die BĂŒcher gelesen. Vermutlich ist meine Generation die letzte, die "Winnetou" noch aus den BĂŒchern kennt... aber immerhin, ein paar Generationen kamen da schon zusammen...
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Ich hab eine Idee, wie Du Deiner Nostalgie unter die Arme greifen könntest: Stell die Glotze draussen auf die Terasse, wirf den Grill an, sag Deinen Jungs bescheid, dass sie vorbeikommen und "was FlĂŒssiges" mitbringen sollen. Streif Dir Deine alten Westernstiefel ĂŒber (falls deren Leder nicht inzwischen in den fossilen Gesteins-Zustand ĂŒbergegangen sein sollte) oder die Mokassins... Und spĂ€testens nach der ersten halben Hardenberger Weizen wird sie Dich ĂŒberkommen, die NostalgiewĂ€rme!
Das erscheint mir tatsĂ€chlich als vernĂŒnftige und erfolgsversprechende MaĂnahme, die sicher wesentlich mehr Aussicht auf Unterhaltung verspricht, als sich die Sache mit dem stetig nörgelnden Eheweib auf dem Sofa anzutun (Welches dieser Aussicht sicherlich begeistert zusprechen wird, sofern sie der Angelegenheit so fern als möglich bleiben kann...).
Wo ich meine Westernstiefel das letzte Mal gesehen habe wird wohl nicht mehr zu klĂ€ren sein... mein schwarzer Lederhut (NatĂŒrlich schwarz! Die Bösen sind seit Darth Vader sehr viel cooler! Und haben die bessere Musik!) liegt irgendwo auf der Garderobe... und fĂŒr den Alkohol könnte einer der "Jungs" gewonnen werden, der eine sehr hochwertige Sammlung sein eigen nennt und den Fehler machte, öffentlich zu sagen, dass er das in seinem Leben kaum alles selber trinken können wird...
Unter diesen Voraussetzungen könnte Lex Barker locker John Wayne und Clint Eastwood in den Schatten stellen, Pierre Brice ĂŒbertrumpft Richard Harris und Ralf Wolter ist allemal cooler als Lee Van Cleef oder Eli Wallach...
Dann erzÀhle ich allen, die es garantiert nicht hören wollen, wie ich Pierre Brice noch einst höchstpersönlich im Freilichttheater gesehen habe und wie unerreicht diese Filme doch sind... nur um am nÀchsten Tag aufzuwachen und mich an nichts mehr zu erinnern.
Und das wird vermutlich auch ganz gut sein 😋Â
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@lucan-7 fĂŒr den Alkohol könnte einer der "Jungs" gewonnen werden, der eine sehr hochwertige Sammlung sein eigen nennt und den Fehler machte, öffentlich zu sagen, dass er das in seinem Leben kaum alles selber trinken können wird...
Jetzt werd ich grad richtig neidisch. đ
@lucan-7 Wo wir schon bei den Sissi-Filmen waren: Heute abends lĂ€uft auf arte "Sisi & ich". Angeblich eine feministisce Neubetrachtung oder Zerstörung des Sissi-Mythos oder etwas in der Art. Mit der unvermeidlichen Sandra HĂŒller in der eigentlichen Hauptrolle (als Hofdame). Die mag ich ja gar nicht, aber sie spielt stĂ€ndig irgendwelche prĂ€mierten Rollen und die Filme, in denen sie mitmacht, sind meistens leider gut. đ Vielleicht willst Du Dir den ja anschauen und dann berichten. Ich kann zum GlĂŒck aus TermingrĂŒnden nicht und wie die arte mediathek funktioniert, weiss ich selbstverstĂ€ndlich auch nicht...
Vielleicht willst Du Dir den ja anschauen und dann berichten. Ich kann zum GlĂŒck aus TermingrĂŒnden nicht und wie die arte mediathek funktioniert, weiss ich selbstverstĂ€ndlich auch nicht...
Sollte aufgrund meiner positiven Ăusserungen zu den "Sissi"- Filmen der Eindruck entstanden sein, ich sei ein Fan dieser Reihe, so muss ich das selbstverstĂ€ndlich empört von mir weisen!
TatsĂ€chlich spielt hier allerdings auch wieder die Nostalgie hinein, seit ich als Kind die OriginalschauplĂ€tze in Schloss Schönbrunn besichtigt habe und meine Mutter - was auch sonst - immer ein groĂer Fan der Filme war, so dass diese halt zum Pflichtprogramm gehörten wann immer sie im Fernsehen liefen.
Ich war dann zwar recht begeistert, weil ich die Orte wiedererkannte ("Hey! In dem Zimmer bin ich auch gewesen!") - aber wie du schon sagtest: Frauenfilm halt, also nix fĂŒr mich!
Erst viel spĂ€ter erkannte ich dann auch die ironisch ĂŒberspitzte Darstellung der Nebenfiguren und dass es da den ein oder anderen Seitenhieb auf den österreichischen StandesdĂŒnkel gibt, was die Filme sicher aufwertet. Wie sie eben auch sonst handwerklich gut gemacht sind, der Erfolg der Reihe ist jedenfalls nicht verwunderlich.
Dass sich das abgesehen von den KostĂŒmen und SchauplĂ€tzen nur sehr grob an der RealitĂ€t orientiert, das ist ziemlich offensichtlich. Und ob die Tatsache, dass sich die reale Elisabeth von Ăstereich-Ungarn gerne von Ehemann und höfischen Verpflichtungen fernhielt schon als "feministisch" gelten kann, darĂŒber kann man sicher streiten... ich muss da aber sicher nicht mitmischen.
Faszinierend finde ich allemal, dass der reale "Franzl" aus den Filmen in hohem Alter Ăsterreich in den ersten Weltkrieg fĂŒhrte, eine Vorstellung, die so gar nicht zur Stimmung der Filme passen will... und die Tatsache, dass bei der Entstehung der Filmreihe mit Romy Schneider vermutlich immer noch Leute am Leben waren, die Kaiserin Elisabeth noch persönlich kannten - und daher auch beurteilen konnten, wie gut die Darstellung im Kino wohl getroffen war.
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Mein Mann & ich haben den aktuellen Spreewald-Krimi (ZDF) gleich 2 x angeschaut, weil wir ihn so gelungen fanden (So.+Mi./Mediathek) - die Story und die Schauspieler top! Die Krimis sind immer etwas mystisch bis spooky.Â
In Our Hands der Kampf um Jerusalem
https://www.youtube.com/watch?v=dO3ROXLFREQ&t=3606s
Achtung es gibt ihn auf diesem Link kostenlos youtube hat ihn aber auch gegen Bezahlung.
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Da mir in ARD und ZDF zu viele Krimis laufen und mich die Privaten nerven, habe ich mir Bibel TV inkl. Mediathek besorgt. Dort gibt es viele schöne Filme, nicht nur biblischen Inhalts. Zuletzt habe ich "Jeremias" und "Paulus" angeschaut.Â
Veröffentlicht von: @jigalIn Our Hands der Kampf um Jerusalem
https://www.youtube.com/watch?v=dO3ROXLFREQ&t=3606s
Achtung es gibt ihn auf diesem Link kostenlos youtube hat ihn aber auch gegen Bezahlung.
 In Our Hands lief auch schon auf Bibel TV