Zuletzt gesehener Film 2025
Jetzt wollte ich von einem Film berichten und stelle fest, dass wir schon wieder ein neues Jahr haben... 😀
Hier also wieder unser Thread für den Austausch über Filme, also im Kino, Fernsehen, Stream oder was auch immer - für Serien gibt es wie üblich einen separaten Thread.
Wie üblich am besten den Titel fett als Überschrift nennen... und Spoiler bitte so kennzeichnen, dass jeder selbst entscheiden kann, ob er weiterlesen will oder nicht. Auf einen guten Austausch!
Contra
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Sönke Wortmann lässt einen Jura-Professor (gespielt von Christoph Maria Herbst) und eine Erstsemestlerin mit Migrationshintergrund (gespielt von Nilam Farooq) aufeinandertreffen. Der Beschreibungstext nennt es einen "temperamentvollen Zusammenprall der Kulturen" und eine "amüsant entlarvende Gesellschaftskomödie".
Nicht ganz falsch, aber was genau da entlarvt werden soll, erschließt sich mir nicht.
Leider kann man so gut wie nichts zum Inhalt sagen, ohne zu spoilern, denn der grundlegende Plot ist in einem Satz auserzählt und wenn man die Ausgangslage nennt und weiß, wie deutsche Kommödien a la Sönke Wortmann, dem Detlev Buck für Anspruchslose, so ablaufen, dann... Nun ja, dann weiß man ziemlich genau, wie die Geschichte, einmal ins Gleis gesetzt, dann weiterfahren wird.
So muss der Film mit seinen Darstellern wuchern. Insbesondere die beiden genannten Hauptrollen-Darsteller sind großartig und man schaut ihnen gern zu. Auch die Kamera macht einen ordentlichen Job und bemüht sich wirklich um originelle Einstellungen. Am besten ist gleich der Schwenk am Anfang, bei dem aus einem nächtlich-bläulichen Irgendwas auf Wohnsilos, vor denen gerade eine morgendliche S-Bahn vorbeirollt, geblendet wird. Die Idee fand ich sofort genial und so manche anderen Bildideen, die noch folgten, hielten mich bei der Stange, während...
...während mich die Geschichte zunehmend in ihrer Vorhersehbarkeit und Harmlosigkeit und leider wirklich penetranten politpädagogischen Bemühtheit anödete.
6/10
@jack-black *auchgesehenhab*
Ja, ein wenig rätselhaft isser schon. Und ich gebe dir recht: großartige Schauspieler!
@meriadoc Hab einiges dazugelernt.
Wirklich? Was? Ich frage das ernsthaft, weil er mir recht seicht und belanglos vorkam. Aber vielleicht habe ich auch was übersehen, bzw. nicht mitgekriegt?
Was hast du dazugelernt? Vielleicht hat er das einfach nicht gesehen? Vielleicht ist deine Sicht anders als seine? Wie wäre es, sich da auszutauschen, statt auf diese Art zu reagieren? 🙂
Leider kann man so gut wie nichts zum Inhalt sagen, ohne zu spoilern, denn der grundlegende Plot ist in einem Satz auserzählt und wenn man die Ausgangslage nennt und weiß, wie deutsche Kommödien a la Sönke Wortmann, dem Detlev Buck für Anspruchslose, so ablaufen, dann... Nun ja, dann weiß man ziemlich genau, wie die Geschichte, einmal ins Gleis gesetzt, dann weiterfahren wird.
Ich fand die Idee witzig und den Cast wirklich gut, aber leider hat der Film keine Tiefe. Wenn man ein wenig mehr Biss und Sarkasmus ins Drehbuch eingearbeitet hätte, dann hätte das so ein cooler Film werden können. So verkommt er zu einem "Feel Good" Movie, das viel zu glatt und oberflächlich daher kommt.
Konklave (2024) (Film)
Hab gerade frisch den Oscar-prämierten Film auf Sky gesehen. Und abgesehen davon, dass mir unklar ist, warum er Oscar-würdig sein soll, stellen sich mir doch viele Fragen. Und das Gefühl, dass man hier ein Momentum verpasst hat mit dem gewählten Ende. Aber bevor ich ins Detail gehe: Hat den Film sonst jemand gesehen?

Würde mich immer noch interessieren, was die Community zu dem Film sagt/denkt
Würde mich immer noch interessieren, was die Community zu dem Film sagt/denkt
Würde ich dir auch gerne erzählen, aber leider habe ich ihn nicht gesehen... und nachdem ich gelesen habe, dass er wohl nicht sonderlich realistisch sein soll habe ich auch keine große Motivation ihn mir anzusehen.
Und so richtig begeistert scheinst du ja auch nicht zu sein... gibt es denn deiner Ansicht nach Gründe, sich den Film trotz allem anzuschauen?

@lucan-7 Er stellt eine wichtige Frage. Auch wenn ich die Antwort eher unzureichend beantwortet finde. Könnte ein Mensch, der zweigeschlechtlich auf die Welt kam, Papst werden? Und daraus abgeleitet könnte man die Frage ja durchaus weiter gefasst an Ämter und Würdenträger stellen.
Er stellt eine wichtige Frage. Auch wenn ich die Antwort eher unzureichend beantwortet finde. Könnte ein Mensch, der zweigeschlechtlich auf die Welt kam, Papst werden? Und daraus abgeleitet könnte man die Frage ja durchaus weiter gefasst an Ämter und Würdenträger stellen.
Für Katholiken mag die Frage relevant sein... aber wohl auch erst dann, wenn so ein Fall in der Realität eintreffen könnte, was ich nicht gegeben sehe.
Für mich ist die Frage hingegen völlig irrelevant... jedes Amt sollte nach Fähigkeit besetzt werden, nicht nach Geschlecht (oder Hautfarbe, oder sonstwas...).
Scheint also eher kein Film für mich zu sein.

@tristesse Da hast du recht. Daran hatte ich tatsächlich nicht gedacht.
Würde mich immer noch interessieren, was die Community zu dem Film sagt/denkt
Ich hab mich so auf diesen Film gefreut, weil ich ihn im Kino verpasst habe. Ich dachte mir, was kann mit dem Cast schon schief gehen? Stanley Tucci, Ralph Fiennes, Isabella Rossellini, John Lithgrow... wie hochkarätig ist das denn bitte?
Leider retten die besten Schauspieler nicht ein Drehbuch, das bemüht war, Spannung auf allen Ebenen aufzubauen und dann im heiß ersehnten Finale unspektakulär verpuffte. Da hat man eine Handlung sehr schnell zu Ende gebracht, vielleicht hat der Autor erwartet, mit dem Twist ein total verblüfftes Publikum zurück zu lassen, aber ich saß dann am Ende da und dachte: "Ja und? Was ist jetzt so skandalös?"
Manchmal ist der Weg ja das Ziel und entschädigt das flache Ende, aber in dem Fall hat es mich einfach geärgert.
Wegen der Schauspieler lohnt es sich schon, reinzuschauen, weil der Film recht gut gemacht ist, gerade vom Setting her, aber ich würde dann die Erwartungen einfach runterschrauben.
Wochenendrebellen
"Wochenendrebellen ist eine deutsche Tragikomödie von Regisseur Marc Rothemund, die am 28. September 2023 in die deutschen Kinos kam. Es handelt sich um eine Filmadaption der Autobiografie Wir Wochenendrebellen von Mirco von Juterczenka und seinem autistischen Sohn Jason, die als Groundhopper verschiedene deutsche Fußballstadien besuchen.
Die titelgebenden Hauptrollen übernahmen Florian David Fitz und Cecilio Andresen; daneben ist Aylin Tezel als Mutter Fatime zu sehen."
Näheres hier.
Bewegend, manchmal laut und "nervend" (der Eindruck kann aber auch an/in mir liegen). Ich habe keine Ahnung von dieser Form des Autismus oder überhaupt von vielen Formen. Deshalb hatte ich es mir angeschaut. Gut auch, dass - ich glaube - am Ende noch eingeblendet wird, dass die Auswirkungen auch am jeweiligen Umfeld liegen, so hab ich es in Erinnerung.
Sehr gute Schauspieler. Und geeignet, Wissenslücken zu füllen. 🙂
@neubaugoere Da der ja schon 2023 in die Kinos kam - wo kann man den jetzt schauen? Oder lief der bei Euch irgendwo in 'nem Programm-Kino?
Bewegend, manchmal laut und "nervend" (der Eindruck kann aber auch an/in mir liegen). Ich habe keine Ahnung von dieser Form des Autismus oder überhaupt von vielen Formen. Deshalb hatte ich es mir angeschaut. Gut auch, dass - ich glaube - am Ende noch eingeblendet wird, dass die Auswirkungen auch am jeweiligen Umfeld liegen, so hab ich es in Erinnerung.
Ein toller und berührender Film und so aktuell!
Ich hab zwar langsam Florian David Fitz über, der ein Feel Good Movie nach dem anderen wie eine Maschine abdreht, aber der Junge und die tragisch-komische Handlung haben das rausgerissen. Joachim Krol war auch eine tolle Rolle. Weiß nicht, ob ich den noch mal schauen würde, aber ich fand ihn sehr sehenswert.
"Orca, der Killerwal" von 1977. Lief heute zur Primetime auf arte. Der Titel klingt zwar eher nach TELE 5, aber die guten Kritiken in der Zeitschrift haben mich überzeugt, mir den Film mal anzusehen. Und ich war überrascht. Kann mich nicht erinnern, je einen solch derart drastischen und zu Herzen gehenden Tier- und Umweltschutzfilm gesehen zu haben. "Mensch, denk doch nach, achte doch deine Mitgeschöpfe, die ebenso fühlen wie du", so könnte der Untertitel lauten.
Oder auch Galater 6,7: Was wir säen, werden wir ernten.
@plueschmors Ist für 5 Tage (warum so kurz?) noch in der arte-Mediathek nachzusehen.
@plueschmors
Der Priesterle: Ja, die Sünde an den Geschöpfen (auch das am Gras und Kraut>>) zieht Gottes Strafe auf sich.
Ich lach mich wech............
@meriadoc Naja, kuck mal auf den Zustand der Welt... Dieser Priester schien mir ein wahrer Prophet zu sein.
@plueschmors
Naja, kuck mal auf den Zustand der Welt... Dieser Priester schien mir ein wahrer Prophet zu sein.
Not und Elend gab es schon vor Jahrmillionen auf der Welt... das haben wir nicht erfunden.
Wir haben ja so eine Tendenz - auch und gerade in solchen Filmen - Tiere als die besseren Menschen darzustellen.
Sind sie aber nicht.
@plueschmors
Hast recht. Dann also weiterknüppeln.
Oder wir sagen: Wir sind zwar nicht die erste Spezies, die Not und Leid verursacht... aber die erste Spezies, die damit auch aufhören könnte.
Wär' ja mal was.
@lucan-7 Man könnte aber auch einfach mal akzeptieren, dass Not und Leid mit zum Leben gehören als quasi unverzichtbarer Bestandteil.
@plueschmors
Man könnte aber auch einfach mal akzeptieren, dass Not und Leid mit zum Leben gehören als quasi unverzichtbarer Bestandteil.
Das tun Christen aber nicht. Da geht es ja darum, zurück in paradiesische Zustände zu kommen.
Aber um nicht komplett vom Thema abzudriften: Tatsächlich haben Filme wie "Orca, der Killerwal" eine ähnliche Botschaft wie auch das Christentum: Der Mensch ist am Elend der Welt schuld, ohne den Menschen wäre die Welt ein besserer Ort.
Das dürfte wohl kein Zufall sein.
Nicht zuletzt gesehen, aber als Filmtip für heute abend: Auf Vox läuft kurz vor halb elf der z.Z. des Kalten Kriegs in Berlin spielende Spionagefilm "Atomic Blonde" mit Charlize Theron in der Hauptrolle. Meiner Ansicht nach der beste Actionstreifen ever mit weiblicher Hauptrolle, die Kämpfe sind top notch inszeniert und wirken sehr realistisch. Theron, die viele (oder sogar alle?) Stunts selbst gespielt hat, soll beim Dreh zwei Zähne verloren haben... 😀
Wer ihn noch nicht gesehen hat: empfehlenswert!
Gestern lief auf 3sat der Edgar-Wallace-Film "Der grüne Bogenschütze" von 1961. Da meine Frau diese Filme liebt und ich auch nicht abgeneigt war, den nach mindestens 40 Jahren mal wieder anzusehen, haben wir uns das Vergnügen gegönnt. Und es war ein schönes Wiedersehen mit der gesammelten Prominenz bundesdeutscher Fernsehgeschichte: Eddi Arent, Karin Dor, Wolfgang Völz, Heinz Weiss, Klausjürgen Wussow und der unglaublich wunderbare Gert Fröbe, der den Film als Hintergrund gar nicht gebraucht hätte, ich hätte ihm auch so gern zugesehen. Einer der faszinierendsten Schauspieler überhaupt.
Die gruseligste Szene für mich, als Helga Feddersen als Dienstmädchen im Nachthemd auf der Treppe steht und nur einen einzigen lapidaren Satz sagt, aber das mit einem Ausdruck im Blick und in der Stimme, der die Berge zu den Haaren stehen lässt.
@plueschmors
Nach der Pleite mit den Karl-May Filmen könnte ich damit ja tatsächlich nochmal einen Nostalgieversuch wagen...
@lucan-7 Was ist denn mit Karl May? Was meinst Du mit "Pleite"? Steht das hier im Thread? Also diese ganzen Winnetou-Filme muss ich auch noch einmal mit meiner Frau ansehen, die kennt sie nämlich noch gar nicht. Und zu den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg will ich auch mal wieder, aber mittlerweile sind Tickets gerade schwer zu kriegen. Bin gerade auf der Seite im "Online-Warteraum" auf Platz 25...
@plueschmors
Was ist denn mit Karl May? Was meinst Du mit "Pleite"? Steht das hier im Thread?
Müsste eigentlich irgendwo hier stehen... es ist so, dass ich eine Box mit so ziemlich allen Karl May Filmen gekauft habe (also die mit Lex Barker und Pierre Brice, die DDR Verfilmungen sind nicht dabei).
Ich hatte da auch nichts Anspruchsvolles erwartet, aber inhaltlich und dramaturgisch funktionieren die einfach überhaupt nicht mehr. Selbst der Kitsch und der Pathos reißt es nicht mehr raus... dafür wurde das zu einem Großteil viel zu lustlos und dabei ernsthaft abgedreht, nicht etwa so augenzwinkernd wie seinerzeit die "Sissy" Filme.
Selbst mit viel Wohlwollen und Nostalgie-Bonus wollte das einfach nicht mehr funktionieren... auch wenn es hier und da noch die ein oder andere nette Szene gibt (Und ich mir trotz allem auch die restlichen Filme noch ansehen werde...)
@lucan-7 Ach so, ok. Ich hatte die Filme auch zuletzt als Kind gesehen, sehe die nun immer wieder mal in der TV-Zeitschrift, ohne sie je anzusehen, aber auf meinem Zettel habe ich die noch, weil meine Frau - die sie selbst nie gesehen hat - die mal sehen möchte (meinetwegen). Kann gut sein, dass es mir dann geht wie Dir. Aber vielleicht finde ich die sogar noch besser als damals. Oder jedenfalls anders. Neu. So wie die Edgar-Wallace-Filme. Man wird wohl kritischer im Alter.
@plueschmors
Aber vielleicht finde ich die sogar noch besser als damals.
"Besser" sicher nicht... aber der Nostalgie-Funke mag hier und da mal überspringen. "Der Schatz im Silbersee" und "Winnetou 1-3" habe ich mir noch aufgespart, soweit ich mich erinnere waren das die besseren Filme. Die "Orient" und "Mexiko" Filme kann man wohl komplett vergessen, aber auch da werde ich nochmal reinschauen... wenn ich da schon Geld investiert habe...
Ob ich das aber wie geplant auch meiner Frau antun werde, die die Filme ebenfalls nicht kennt, muss ich mir doch noch schwer überlegen...
@plueschmors
Gestern lief auf 3sat der Edgar-Wallace-Film "Der grüne Bogenschütze" von 1961.
Und, war der Schütze im Film denn schon wirklich grün oder war er noch schwarz-weiß? 🙂
Apropos schwarz-weiß-Filme aus den 60ern, auf Arte gibt es aktuell den "Spion, der aus der Kälte kam", fand ich auch nicht schlecht.
@staffan Ich nehme an, das Grün bezieht sich auf seine Gesinnung. Er benutzt ja nachhaltig Pfeil und Bogen statt dampfender Feuerwaffen.
@plueschmors Die gruseligste Szene für mich, als Helga Feddersen als Dienstmädchen im Nachthemd auf der Treppe steht
Ich hatte vorgestern den Trailer dazu gesehen (und wusste dann, dass ich mir sowas trotz Gerd Fröbe, den ich auch supi finde, nicht antun würde) und da wurden gefühlt sämtliche Darsteller namentlich erwähnt. Bis auf die Helga. Menno, ihretwegen hätte ich mir den Streifen glatt gegen alle innerlichen Widerstände gegeben! (Und nein, jetzt bitte kein Hinweis auf irgendwelche Mediatheken, nur um mich der Lüge zu überführen!)
Immerhin waren die Edgar Wallace-Romane die ersten "Erwachsenenbücher", die ich als Kind von meinem Vater zur Lektüre überlassen bekam, nachdem ich seine (recht bescheidene...) Karl-May-Sammlung durch hatte. Für ein paar Monate war ich der Überzeugung, Kriminalfälle gäbe es nur in England und die deutschen Polizisten seien alle so wie Siebenschütz unterwegs. Und war später irritiert, dass Leute wie Eddi Arent gleichzeitig in London, als auch in Winnetous wildem Westen heimisch zu sein schienen. 😀
@jack-black Ich fand ja immer englische Polizisten doof und hilflos mit nichts als Knüppel und Trillerpfeife bewaffnet. Und dazu noch 'nen völlig bescheuerten Helm auf dem Kopf, als wären die ausgestattet, um auf gar keinen Fall Respekt zu bekommen. Von niemandem.