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Wölfe reißen Jungpferde

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MrOrleander
Themenstarter
Beiträge : 2146

Hallo allerseits

Nun ist es doch passiert: Die bislang als wehrhaft angesehenen Herden von Großpferden sind es nicht: In Niedersachsen wurden 10 Tiere angegriffen, zwei Jungpferde starben, ein weiteres Tier ist schwerverletzt.

Ich bin gespannt, ob dieses Ereignis nun die längst überfällige Wende im 'Wolfmanagement' mit sich bringt. Bislang ging es ja 'nur' um Schafe und die Kälber von Rindern, also Tierzucht, und die ist ja irgendwie schon bäh, auch wenn sie auf der Weide stattfindet.

Aber wenn jetzt das heißgeliebte Hotta der Tochter gefährdet ist, könnte die im städtischen Milieu gepflegte Naturromantik doch mal einen Kratzer bekommen.

Beste Grüße
Orleander

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156 Antworten
Alescha
Beiträge : 6157

An der Nordsee warten sie schon seit längerem auf eine Wende im Wolfsmanagement, denn die Wölfe gefährden dort die Sicherheit der Deiche, da die Schafe als sog. Trippelwalze an den Deichen den Boden festtrampeln und die Grasnarbe kurz und dicht halten. https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/wolf-deichschaefer-geben-auf-cuxhaven-100.html

alescha antworten
11 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2928

In dem Bericht steht, dass es 17.000 Schafe am Deich gibt. Wieviel Prozent wurden den vom Wolf getötet? War es ein Prozent, oder ein Bruchteil davon? Bei einem Prozent wären es 170 Schafe. Ich könnte wetten, tatsächlich ist es es nur ein Bruchteil von einem Prozent.

orangsaya antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6157

Auf die Schnelle habe ich nur was für Niedersachsen insgesamt gefunden:

Hier wurden 2018 insgesamt 494 Tiere Opfer der Angriffe, darunter 444 Schafe, 23 Rinder, 11 Ziegen, 11 Wildtiere in Gehegen sowie fünf sonstige Tiere.

https://www.topagrar.com/panorama/news/mehr-wolfsangriffe-auf-nutztiere-dokumentiert-11932018.html
Aber ich vermute mal, die meisten niedersächsischen Schafe stehen auf Deichen rum.

Auch dann bewegt sich der Prozentsatz im einstelligen Bereich. Aber wenn von einer Herde mal x Tiere fehlen ist das für den betroffenen Schäfer schon blöd.

alescha antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2928

Ein wesentliches Problem ist, dass die Produkte vom Schaf so billig sind, dass sich die Schafhaltung kaum lohnt. Australien und Neuseeland bestimmen den Markt. Es ist so billig, dass in Deutschland der Biogärtner die Schafwolle zum Düngen, lockern des Boden verwendet wird. das setzt den Schäfer in Deutschland natürlich unter Existenzdruck.

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Schaffleisch wäre eine gesündere Alternative zum Schweinefleisch.

ungehorsam antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2928
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Schaffleisch wäre eine gesündere Alternative zum Schweinefleisch.

Zum Preis auf den Weltmarkt. Wenn der niedrig ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass es billiger, oder genauso viel Kosten wird, als Schweinefleisch.
Es mag sein, dass das Fleisch gesünder ist. Bei Schweinefleisch ist es nicht schwer, eine Fleischart zu finden, die weniger krank macht.
Die andere Frage, dass ist zwar ein etwas anderes Thema, würde es rechtfertigen, wenn man die Menschen deswegen zwingen würde Schaffleisch zu essen. Ich erinnere an die Diskussion um den Veggieday, bei dem man den Menschen an einem Tag in der Woche ein Tofowürstchen, oder was anderes fleischloses aufbrummen wollte.
Apropos Schwein und Wolf. Beim Schwein haben wir die Problem, wie mit dem Schaf gar nicht auch nicht bei Freilandhaltung. Ein Grund dafür ist, dass das Schwein so gehalten werden muss, dass kein Wildschwein einbrechen kann und mit den künftigen Ferkeln vermischt werden. Wenn man in Nordrhein-Westfalen ein Schwein, mit einer Tür nach draußen halten will, dann muss man sich das genehmigen lassen, oder mindestens anmelden. Dies auch als Privatmann.

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Aber ich vermute mal, die meisten niedersächsischen Schafe stehen auf Deichen rum.

In der Lüneburger Heide gibt es aber auch allerhand!

ungehorsam antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16330
Veröffentlicht von: @alescha

An der Nordsee warten sie schon seit längerem auf eine Wende im Wolfsmanagement, denn die Wölfe gefährden dort die Sicherheit der Deiche, da die Schafe als sog. Trippelwalze an den Deichen den Boden festtrampeln und die Grasnarbe kurz und dicht halten.

Eigentlich sind es nicht die Wölfe, die die Sicherheit gefährden, sondern die Schäfer, weil die keine Lust mehr haben und aufgeben.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6157

Wirklich leben können die Schäfer ja nicht von der Deichschäferei allein.

Dabei hat er wie die meisten Schäfer ohnehin mit niedrigen Preisen für sein Lammfleisch und immer höheren Kosten etwa für Futter und Medikamente zu kämpfen.

Wolle bringt übrigens auch nicht viel.

Das sollte man bedenken bevor man den Leuten vorwirft, sie gäben auf, nur weil sie einfach keine Lust mehr hätten.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16330
Veröffentlicht von: @alescha

Das sollte man bedenken bevor man den Leuten vorwirft, sie gäben auf, nur weil sie einfach keine Lust mehr hätten.

Gründe gibt es dafür sicher viele, und natürlich hat keiner Lust, eine Schafherde zu halten, wenn man am Ende dafür draufzahlt.

Aber es ist eben nicht so, dass die Deiche zusammenbrechen, weil alle Schafe von den Wölfen weggefressen werden... sondern dass immer weniger Leute Lust haben, diesen Job zu übernehmen.

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2928
Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber es ist eben nicht so, dass die Deiche zusammenbrechen, weil alle Schafe von den Wölfen weggefressen werden... sondern dass immer weniger Leute Lust haben, diesen Job zu übernehmen.

Dir Schafe sind zum Landschaftsschutz am Deich. Das gehört zum Konzept. Selbstverständlich schützen sie die Dämme nicht, gegen andere Dinge. Die Wühlmaus im Damm gibt es wegen den Schafen eher mehr als weniger.

orangsaya antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242
Veröffentlicht von: @orangsaya

Die Wühlmaus im Damm gibt es wegen den Schafen eher mehr als weniger.

eeehm..... nein... das Gegenteil ist der Fall:

https://www.shz.de/regionales/kina/schafe-pflegen-die-deiche-id22582322.html

deborah71 antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

2019 mussten 55 Mio Tiere ihr Leben lassen, damit Menschen Nahrung haben
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/schlachtzahlen-2019-gesunken#text=Das%20meiste%20Fleisch%20stammt%20von,7%20Millionen%20weniger%20als%202018.

Die Todesursache für Dachs, Luchs und Feldhase ist zu 50 % menschgemachter Verkehr
https://de.wikipedia.org/wiki/Wildunfall#Gefährdung_der_Artenvielfalt_durch_Wildunfälle

Für einige Tierarten ist der Straßenverkehr Todesursache Nummer eins.[17] Insbesondere für bedrohte Arten stellt das einen wesentlichen Gefährdungsfaktor dar. Hauptursache ist die steigende Verkehrsstärke. Bei einigen Arten ist die Sterblichkeitsrate durch Verkehr mittlerweile sogar höher als die Geburtenrate.

Das enorme Ausmaß des Sachverhaltes wird an Luchs, Dachs oder Feldhase besonders deutlich: häufigste Todesursache ist der Straßenverkehr mit bis zu 50 Prozent Anteil an der Gesamtsterblichkeit. Beim Rehwild ist der Straßenverkehr für 7 bis 14 Prozent der Todesfälle verantwortlich.

Ich bin gespannt ob diese Zahl nun die längst überfällige Wende im "Menschenmanagment" mit sich bringt

Dazu kommt dann ja noch der Blutzoll den die menschliche (Hobby-) Jagd fordert

Schade, das auch Du hier in diesem Forum offensichtlich (so zumindest mein persönlicher eindruck) zur Hatz auf eines der faszinierenden Geschöpfe blässt, das Menschen an den Rand der Ausrottung gebracht haben

Anonymous antworten
25 Antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Schade, das auch Du hier in diesem Forum offensichtlich (so zumindest mein persönlicher eindruck) zur Hatz auf eines der faszinierenden Geschöpfe blässt, das Menschen an den Rand der Ausrottung gebracht haben

Nein, das glaube ich nicht.
Überwog beim ersten Auftauchen des Wolfes noch die Faszination, droht nun die Stimmung zu kippen. Die Landwirte sind durch die Bank nicht gut auf die bisherige Politik zugunsten eines strengen Schutzes des Wolfes zu sprechen.
Mittlerweile hat er sich etabliert, dem sollte mit Aufnahme in das Jagdrecht und einer entsprechenden Abschußquote Rechnung getragen werden. Damit stünde der Wolf unter dem gleichen Recht wie die anderen Wildtiere auch. Der Bestand muß reguliert werden.

ungehorsam antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Der Bestand muß reguliert werden.

Nein, muss er nicht. Dazu muss man sich aber etwas tiefer mit den Wölfen auseinandersetzen. Wölfe gehören zu den Tierarten, die sich selber regulieren. Das hat etwas mit ihrem Lebensraum, also wieviel es davon gibt, und dem Nahrungsangebot zu tun. Außerdem wandern die Jungtiere meist ab und suchen sich noch freie Gebiete. Du wirst es also nicht erleben, dass in einem Revier die Wolfsdichte so hoch ist, dass Du plötzlich auf engstem Raum 100 Wölfe hast.
Fremde Wölfe werden in einem Rudel der Population, die bei uns vorkommt, auch kaum aufgenommen. Ein Rudel besteht meist aus Eltern, Welpen und Jährlingen. Evtl. noch ein Onkel/Tante, aber auch letzteres ist nicht sehr häufig. Der überwiegende Teil der überlebenden Jungwölfe wandert ab.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Überwog beim ersten Auftauchen des Wolfes noch die Faszination, droht nun die Stimmung zu kippen. Die Landwirte sind durch die Bank nicht gut auf die bisherige Politik zugunsten eines strengen Schutzes des Wolfes zu sprechen.

Hier ist oft nicht der Wolf das Problem, sondern es liegt auch bei der Politik. Jedes Bundesland macht sein eigenens Ding, Herdenschutz wird z.T. zu wenig gefördert, in manchen Regionen brauchen die Anträge viel zu lange. Derletzt habe ich sogar von einem Fall gelesen, wo man keine Förderung bekommt, wenn man vor Genehmigung einen Herdenschutz betreibt. Das bedeutet, dass diejenigen entweder das Geld selbst aufbringen müssen, oder ihre Tiere ohne ausreichenden Schutz lassen müssen, bis endlich mal ihr Antrag genehmigt wird. Ist das die Schuld der Wölfe? Nein. In den verschiedenen Beispielen läuft in unserem System etwas falsch.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Mittlerweile hat er sich etabliert, dem sollte mit Aufnahme in das Jagdrecht und einer entsprechenden Abschußquote Rechnung getragen werden

Und auch das ist falsch. Denn für so etwas gibt es Kriterien und die sind noch nicht erfüllt. Deswegen steht er auch unter so einem strengen Schutz.

speedysweety antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517

Übrigens, was kaum einer der Menschen versteht, die immer danach rufen, der Wolf müsse reguliert werden:

Schieße einen Wolf aus einem Rudel, am "besten" noch den Vater... Dann müssen plötzlich die unerfahreneren jagen und das ist viel gefährlicher für die Weidetiere. Denn um einen Hirsch zu jagen, da muss man gut sein, um ein ungeschütztes Weidetier zu jagen, das ist viel leichtere Beute. Und auch Wölfe mögen leichte Beute, wie auch wie Menschen. Die wenigsten gehen in den Wald und schießen sich ihr Fleisch, sie gehen in den Supermarkt und holen es fertig portioniert.

Oder schieße ein ganzes Rudel... Na dann: Tor auf für die Einzelwölfe. Die sind viel gefährlicher für Weidetiere, denn sie müssen alleine jagen und überlegen sich zehnmal, ob sie sich dem Risiko einer Verletzung durch einen Hirsch aussetzen, oder ob sie lieber zu einem ungenügend geschützten Weidetier spazieren.
Nächstes Problem wenn man ein ganzes Rudel schießt: Es gibt keine Wölfe mehr, die das Revier gegen die für Weidetiere gefährlichere Einzelwölfe verteidigen.

Und was viele auch nicht bedenken: Erschieße einen Wolf und der nächste kommt. Genau so funktioniert das nämlich, wenn man sich mit der Lebensweise der Wölfe auseinandersetzt. Die meisten trennen sich spätestens im Alter von 2 Jahren und dann suchen sie sich ein freies Gebiet. Hat man ein Gebiet leergeschossen, ist es für die nächsten frei. Ohne ausreichenden Herdenschutz geht also alles von vorne los und man hat gar nichts gewonnen.

Und nein, man kann das Risiko eines Risses nicht auf 0 bringen, aber man kann es sehr minimieren.

Es gibt sogar Schäfer, denen es lieber ist, sie haben ein etabliertes Rudel in ihrer Region, das durch Herdenschutz abgeschreckt worden ist und das gelernt hat. Diese Wölfe machen dann kaum bis gar keine Übergriffe, aber verteidigen ihr Revier gegen durchziehende Wölfe, die viel eher Probleme machen.

Risse geschehen übrigens auch dann gerne, wenn eine Region keine Förderung hat, weil noch kein Wolf sesshaft geworden ist (ab wann er als sesshaft gilt, dafür gibt es verschiedene Kriterien) und Einzelwölfe durchziehen. Die kriegst Du nicht einfach vor die Flinte, ein Wolf kann bis zu 60 km am Tag laufen auf der Suche nach einem neuen Gebiet. Ein besenderter Wolf ist über 1000 km in kürzester Zeit gelaufen. Finde den mal.
Und ein weiteres Problem solcher Gebiete, in denen noch kein ausreichender Herdenschutz besteht, weil es nicht gefördert wird: Die Wölfe lernen, dass sie so Beute machen können. Das ist aber nicht die Schuld der Wölfe, sondern die Politik sollte hier umdenken und Herdenschutz bundesweit fördern, bevor es zu Rissen kommt. Wölfe können sich durchaus merken, dass sie an einem Zaun einen starken Schlag verspüren.

Du siehst also, selbst ein Abschuss ist ein sehr komplexes Thema.

speedysweety antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @scylla

Schade, das auch Du hier in diesem Forum offensichtlich (so zumindest mein persönlicher eindruck) zur Hatz auf eines der faszinierenden Geschöpfe blässt, das Menschen an den Rand der Ausrottung gebracht haben

Erzähle das den Besitzern der Pferde, für die kann das durchaus traumatisch sein. Dass einige ihre romantischen Gefühle ausleben können, müssen andere leiden.

Anonymous antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517

Wieder so eine polemische Aussage. Die Lage ist doch ein bisschen bunter, als dass es nur die Wolfshasser und die Wolfsfans gibt. Ja, sowas kann traumatisch sein. Aber glaubst Du, es ist weniger dramatisch, wenn ein Pferd bei einem Autounfall ums Leben kommt? (erst derletzt hab ich das wieder gesehen) Schaffen wir deswegen alle Autos ab und finden alle Autos ***? Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. So etwas, wie ein Wolfsangriff auf Pferde, ist äußerst selten. Es ist nicht so, dass sowas nie vorkommt, aber es ist selten. Und Fohlen sind natürlich einer größeren Gefahr ausgesetzt, vor allem, wenn sie ohne ältere Pferde stehen sollten.

speedysweety antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ja, ich hätte es weniger aggressiv formulieren sollen. Ich wollte aber zu bedenken geben, dass es bei den Pferden nicht nur um das Schicksal der Tiere geht, sondern auch um das Schicksal der Menschen, die dahinter stehen.

Veröffentlicht von: @speedysweety

So etwas, wie ein Wolfsangriff auf Pferde, ist äußerst selten.

Selten ja, aber es passiert. Je mehr Wölfe es gibt, desto wahrscheinlicher wird es. Es könnte auch mal Ponys treffen, oder die geliebte Ziege, einen Hund oder sonst etwas. Die Schäfer, die betroffen sind, von denen ganz zu schweigen.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @jadwin

dass es bei den Pferden nicht nur um das Schicksal der Tiere geht, sondern auch um das Schicksal der Menschen, die dahinter stehen.

Ein Wolf folgt nur seiner Natur
Auch wenn er dabei Spuren hinterlässt die Menschen traumatisieren können.

Ein Jäger auf eine Katze anlegt oder auf einen Hund, obwohl der Halter in direkter Nähe ist denkt wohl kaum an das Schicksal des Menschen, dessen innigste Bindung er grade dabei ist zu töteten.

Hast Du schon mal Deine, von einem Schrotschuss halbzefetzte Katze, die sich nur zum sterben nach Hause geschleppt hat, zum Tierartzt fahren müssen?
Hast Du Dich schon mal mit jemandem unterhalten, dessen spielender Hund direkt neben ihm abgeknallt wurde.

Von den unzähligen Menschen, die noch leben könnten, hätte nicht ein schussg*i*e* Jäger blind in ein Gebüsch oder eine Hecke gehalten, mal ganz abgesehen.
DAS sind Traumatisierungen

Es wird Zeit, das die Hobbyjagd, das töten als Freizeitspass, verboten wird. Das würde die Traumatisierung von Menschen 10.000 x l deutlicher reduzieren wie eien "Bestandsregulierung" von Wölfen

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16330
Veröffentlicht von: @scylla

Hast Du schon mal Deine, von einem Schrotschuss halbzefetzte Katze, die sich nur zum sterben nach Hause geschleppt hat, zum Tierartzt fahren müssen?
Hast Du Dich schon mal mit jemandem unterhalten, dessen spielender Hund direkt neben ihm abgeknallt wurde.

Von den unzähligen Menschen, die noch leben könnten, hätte nicht ein schussg*i*e* Jäger blind in ein Gebüsch oder eine Hecke gehalten, mal ganz abgesehen.
DAS sind Traumatisierungen

In der Tat... und in gewissen Gegenden Deutschlands ist das praktisch Alltag. Da ballern die Hobbyjäger wie's ihnen passt, auch in Wohngebieten oder betrunken... so lange keiner da ist, der Anzeige erstattet passiert auch nichts dagegen.

Trotzdem sind das zwei verschiedene Themen, und ich denke nicht, dass man da etwas gegeneinander aufrechnen kann...

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Trotzdem sind das zwei verschiedene Themen, und ich denke nicht, dass man da etwas gegeneinander aufrechnen kann...

Für mich sind das 2 miteinander verzahnte Themen
Zum einen, der Wolf als natürliches Regulativ in Wäldern und forstwirtschaflichen Nutzflächen vs Jäger als selbsternanntes Regulativ

Bewertung der Sekundärschäden in Häufigkeit und Höhe

Es geht (mir) auch nicht um ein "aufrechnen" sondern um ein "in Relation/Verhältniss zueinander" setzen.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @scylla

ein Wolf folgt nur seiner Natur

Klar. Eine Stechmücke folgt auch nur ihrer Natur, trotzdem erschlage ich sie, damit sie mich nicht sticht. Bei Spinnen, Bienen, Wespen bin ich inzwischen dazu übergegangen ist zu fangen und nach draußen zu bringen.

Ich finde dein Argument mit dem folgen der Natur nur begrenzt stichhaltig. Stell dir vor es ginge nicht um Wölfe, die zugegebenermaßen nur selten wirklichen Schaden anstellen, sondern um Tiger. Würdest du dann auch argumentieren, sie folgen nur ihrer Natur, das muss man in einem dicht besiedelten Land eben tolerieren?

Und zu dem Beispiel mit den Hobbyjägern. Sicherlich ist das kein schöner Anblick. Aber kann man das eine Leid gegen das andere aufwiegen und es damit rechtfertigen? Vielleicht müsste man die Hobbyjäger stärker kontrollieren, oder die Ausbildung verändern. Wobei ich nicht weiß, was man alles machen muss um Jäger zu werden.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @jadwin

sondern um Tiger.

Wir haben nun mal keine Tiger in diesem Land und in den Gebieten wo es sie gibt, sind sie stark vom Aussterben bedroht.
Weil Menschen ihre Lebensräume zerstört haben, wegen ihrem Fell und aus pseudomedizinsichen Irrationalitäten heraus.

Veröffentlicht von: @jadwin

kann man das eine Leid gegen das andere aufwiegen und es damit rechtfertigen?

Es geht nicht um "aufwiegen" sondern um "in Relation zu einander setzen" bzw. die Verhältnissmäßigkeit.
Denn wie Du selber schreibst

Veröffentlicht von: @jadwin

Wölfe, die zugegebenermaßen nur selten wirklichen Schaden anstellen,

Anonymous antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517

Ich habe mal eine Dokumentation über einen Bärenforscher angeschaut. Der war für einige Zeit in Sibirien mit Frau und kleinem Kind. Die sind da ganz normal spazieren gegangen, hat man halt den Tiger irgendwo weiter weg schreien hören. Die Menschen dort leben ganz anders mit den Wildtieren und haben einen anderen Umgang damit. Es klang auch so, als ob Tiger eher scheu sind. Aber da kann ich nicht viel dazu sagen, da kenne ich mich nicht wirklich aus. Ich war aber schon sehr erstaunt über seine Gelassenheit und wie er da gelebt hat.

speedysweety antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Sibirien ist ja bei weitem nicht so dicht besiedelt wie Europa, und Tiger benötigen als Einzelgänger ja große Reviere. Das kann man nicht miteinander vergleichen.

ungehorsam antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517

Ja, das ist richtig. Mich hat einfach überrascht, wie der Mann Tür an Tür mit dem Tiger gelebt hat und sein relaxter Umgang damit.

speedysweety antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517
Veröffentlicht von: @jadwin

Selten ja, aber es passiert.

Ja, es passiert. Es gibt aber noch so viele andere Dinge, die weit häufiger Menschen traumatisieren, z.B. Autounfälle und sie werden deswegen trotzdem nicht verboten.

Der Mensch macht soviele Dinge, die andere traumatisieren, und wird auch nicht "abgeschafft". Er ist das viel größere Übel. Sei mal eine Weile im Tierschutz unterwegs und da bekommst Du Sachen mit, die kriegen viele so schnell nicht wieder aus dem Kopf.
Aktuelles Beispiel vor wenigen Wochen: Eine Fuchsmutter mit ihrem Wurf wird aus Versehen von Waldarbeitern beim Häckseln erwischt. Die Fuchsmutter und ein Welpe sterben, weil sie hineingeraten. Es wird dann bemerkt, Die anderen Welpen geraten nicht in den Häcksler. Was machen die Waldarbeiter: Sie werfen die Welpen bei lebendigem Leib in den Häckler, obwohl ein Kollege versucht, sie zu retten. Einen einzigen kann er retten, die anderen werden in seinem Beisein lebendig zerstückelt. Schaffen wir jetzt deswegen alle Menschen ab, nur weil es solche Exemplare gibt? Und das war noch nichtmal aus Hunger, dass diesen Tieren etwas geschehen ist, das ist einfach nur***So etwas schafft nur der Mensch! Da kann kein Tier "mithalten". Und der Kollege, der das miterlebt hat, in dem seiner Haut möchte ich nicht stecken, um so etwas zu verarbeiten, das ist traumatisierend.

Veröffentlicht von: @jadwin

Selten ja, aber es passiert. Je mehr Wölfe es gibt, desto wahrscheinlicher wird es. Es könnte auch mal Ponys treffen, oder die geliebte Ziege, einen Hund oder sonst etwas. Die Schäfer, die betroffen sind, von denen ganz zu schweigen.

Das würde ich so pauschal nicht sagen. Das Problem bei den Pferdehaltern ist, dass sie meist keinen Herdenschutz bezahlt bekommen. Würde sich da etwas ändern, hätte man gute Chancen, dass die Zahl, die eh schon gering ist, minimiert wird. Versteh mich nicht falsch: Mir tut es um die Pferde leid. Aber mir tut es auch um viele andere Tiere leid, die sich sehr quälen müssen, um dem Menschen als Nahrung zu dienen, aber das ist gesellschaftlich viel eher akzeptiert.

speedysweety antworten
Groffin
(@groffin)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1872

Hi speedysweety,

Veröffentlicht von: @speedysweety

Ja, es passiert. Es gibt aber noch so viele andere Dinge, die weit häufiger Menschen traumatisieren, z.B. Autounfälle und sie werden deswegen trotzdem nicht verboten.

Neben den durchaus existierenden wirtschaftlichen Schäden mit denen man sich irgendwie arrangieren kann, gibt es sicher auch noch in der breiteren Bevölkerung die allgemeine Angst vor dem "bösen Wolf".

Nun kennst Du Dich da sicher besser aus als ich. 😉
Zwar mag ich glauben, dass der Wolf von Natur aus ein eher scheues Tier ist, das - wenn möglich - einen weiten Bogen um den Menschen macht, aber wie siehst Du das aus realistischer Sicht?

Du schreibst von Einzelgängerwölfen, von Rudeln mit Jungtieren (wenn der Leitwolf abgeschossen wird) und generell, dass sich der Wolf "leichte Beute" sucht.

Besteht da keine Gefahr für Kinder, die in der Nähe einer Pferdekoppel spielen oder im Wald oder Bachlauf?
Wie ist es mit Spaziergängern im Wolfsrevier, Joggern, die den Jagdimpuls auslösen können?
Jungtiere, die noch keine Scheu vom Menschen kennen gelernt haben?

Ist die Gefahr von menschlichem Kollateralschaden grundsätzlich ausgeschlossen oder müssen wir halt lernen damit umzugehen, weil ohnehin mehr Kinder von Autos überfahren werden?

So sehr ich den Wolf als Tier liebe, so viel Respekt habe ich auch vor ihm.

Gruß,
Groffin

groffin antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517

Hallo Groffin 😊

Veröffentlicht von: @groffin

Neben den durchaus existierenden wirtschaftlichen Schäden mit denen man sich irgendwie arrangieren kann, gibt es sicher auch noch in der breiteren Bevölkerung die allgemeine Angst vor dem "bösen Wolf".

Ich denke, der Wolf weckt in uns Urängste. Genauso wie ein Hai. Die Vorstellung, lebendig aufgefressen zu werden, ist schrecklich. Zudem sind viele mit den Märchen vom bösen Wolf aufgewachsen, die ihren Ursprung in der Tollwutzeit hatten, was aber viele nicht wissen.

Veröffentlicht von: @groffin

war mag ich glauben, dass der Wolf von Natur aus ein eher scheues Tier ist, das - wenn möglich - einen weiten Bogen um den Menschen macht, aber wie siehst Du das aus realistischer Sicht?

Veröffentlicht von: @groffin

Besteht da keine Gefahr für Kinder, die in der Nähe einer Pferdekoppel spielen oder im Wald oder Bachlauf?
Wie ist es mit Spaziergängern im Wolfsrevier, Joggern, die den Jagdimpuls auslösen können?
Jungtiere, die noch keine Scheu vom Menschen kennen gelernt haben?

Veröffentlicht von: @groffin

Du schreibst von Einzelgängerwölfen, von Rudeln mit Jungtieren (wenn der Leitwolf abgeschossen wird) und generell, dass sich der Wolf "leichte Beute" sucht.

Ich habe eins gelernt und zwar, das pauschale Aussagen meist nicht richtig sind. Deswegen würde ich nie sagen, dass überhaupt gar nie niemals etwas vorkommen könnte.
ABER: Zweibeiner sind nicht das Beuteschema des Wolfes. Der Wolf ist sehr scheu, dazu will ich Dir mein eigenes Erleben schildern, denn es ist das eine, diese Aussage immer von Wissenschaftlern zu hören, es aber selber zu erleben, was das bestätigt, ist etwas anderes 😊

Letztes Jahr war ich mit meinem Mann in einem Wildtierpark in einem Polarwolfgehege mit 2 erwachsenen Polarwölfen, ich glaube, sie waren ca 4 Jahre alt. Und wenn ich schreibe IN, dann meine ich auch IN dem Gehege. Wir waren nicht durch einen großen Zaun von ihnen getrennt, der Zaun war in unserem Rücken 😉 Das einzige, was zwischen uns und diese imposanten Tiere trennte (Polarwölfe gehören zu den größten Wölfen) war ein dünner Draht in wenigen cm Höhe, wo Strom darauf war. Da wäre sogar ein Pekinesenmischlinge darübergekommen, den ich gekannt habe (mit seinen kleinen Stummelbeinen).
Die Wölfe wurden gefüttert von dem Tierpfleger. Sie waren keine Handaufzucht und werden nur zweimal in ihrem Leben von einem Menschen angefasst-einmal nach der Geburt zum impfen und dann erst wieder, um sie tot aus dem Gehege zu tragen. Entsprechend ähnlich sind sie auch den wilden Wölfen. Sie sind megascheu und das, obwohl sie von den Tierpflegern ständig ihr Essen kriegen und den Menschen mit etwas Gutem verbinden müssen. Sie waren sogar so scheu, dass sie uns ständig beobachtet haben und wenn man nur eine kleine Bewegung gemacht hat, dann sind sie weggerannt. Um dann langsam wiederzukommen und bei der nächsten Bewegung unsererseits wieder zu flüchten. Da habe ich zum ersten Mal erlebt, dass das nicht nur eine Theorie ist, was die Forscher da von sich geben, sondern dass das auch in der Realität so ist.

Unterhalte Dich mal mit Naturfotografen, wieviele Tage, teilweise sogar Wochen sie brauchen, um mal einen Wolf in Deutschland aufs Bild zu bekommen. Die müssen sich verkleiden, bis sie selber wie ein Busch aussehen, und wenn sie eine Bewegung machen oder der Wolf ihre Witterung aufnimmt, dann sind die Wölfe ganz schnell weg. Deswegen ist es auch enorm wichtig, aus was für einer Richtung der Wind kommt, wenn man Wölfe filmen will, damit sie eben nah kommen und nicht die Witterung aufnehmen und fliehen.

Ich halte es daher für viel realistischer, bei einem Autounfall durchs Leben zu kommen, sowohl als Erwachsener als auch als Kind, als bei einem Spaziergang durch eine Wolfsregion.

Wenn Du jetzt zu mir sagst: speedysweety, gehe alleine in einen "Wolfswald", dann habe ich als Frau ehrlicherweise viel mehr Angst vor meiner eigenen "Spezies" , als vor einem Wolf. Und ich glaube auch, dass von dem Menschen mehr Gefahr ausgeht, als von einem Wolf.

Noch zu diesem Aspekt:

Veröffentlicht von: @groffin

Jungtiere, die noch keine Scheu vom Menschen kennen gelernt haben?

Wolfssjungtiere sind ziemlich harmlos. Du kannst sie vergleichen mit jungen Hunden. Sie sind sehr verspielt (aber natürlich wilder verspielt, da zwickts dann etwas mehr) und es sind nicht selten die Jungtiere, die sich auch mal näher aus Neugier an Menschen oder auch durch Ortschaften wagen. Sie entdecken die Welt, wie ein Welpe oder auch ein Menschenkind.

Veröffentlicht von: @groffin

Ist die Gefahr von menschlichem Kollateralschaden grundsätzlich ausgeschlossen oder müssen wir halt lernen damit umzugehen, weil ohnehin mehr Kinder von Autos überfahren werden?

Ausgeschlossen ist in dieser Welt so gut wie nichts. Deswegen würde ich nie so eine pauschale Aussage treffen, das wäre auch nicht zutreffend und seriös. Es ist eher sehr sehr unwahrscheinlich, dass es zu Tötungen von Kindern kommt durch die mitteleuropäische Wolfspopulation. Ich denke, wichtig ist halt, dass man lernt, wie man sich bei einer Wolfsbegegnung verhalten sollte, und nicht einfach unbedarft mit seinem unangeleinten Hund durch ein Wolfsgebiet spaziert. Man muss natürlich schon mehr mitdenken als früher. Aber das musste man in anderen Bereichen früher eigentlich auch schon: Wie verhalte ich mich, wenn mir ein Wildschwein gegenübersteht oder ein Fuchs? Und nun kommt halt der Wolf hinzu. Und gerade als Hundebesitzer gibt es da schon einige Dinge, die man beachten sollte. Aber auch hier ist der Mensch nicht in Gefahr, sondern der Hund. Der kann als Vierbeiner nämlich als Nahrungskonkurrent wahrgenommen werden und nicht selten provozieren Hunde auch. (ich hab vor einigen Jahren mal gelesen, dass in Schweden 50 % der getöteten Hunde es selbst provoziert haben und 50 % auf das Konto des Wolfs geht-in der Regel waren die Hunde aber nicht beim Menschen, sondern z.B. weiter weg als Jagdhund unterwegs. Der Mensch ist der beste Schutz in einem Wolfsgebiet für einen Hund, wenn er nah an seinem Hund ist, eben weil die Wölfe Angst vor dem Menschen haben.

So, das war jetzt lang. Ist aber auch ein sehr komplexes Thema.

Grüße
speedysweey

speedysweety antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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Noch ein Nachtrag
Viele machen den Fehler, die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Wolfspopulationen nicht zu beachten. Ich schreibe jetzt etwas, das kann vielen Angst machen, aber das gehört auch zu den Fakten und lässt sich nicht totschweigen. Ich will auch ermutigen, da ein bisschen differenzierter hinzusehen.

In Indien z.B. gab es durchaus Übergriffe von Wölfen auf Kinder. ABER es sind ganz andere Bedingungen dort und es ist eine ganz andere Population. Die Populationen unterscheiden sich, auch in Hinblick auf verschiedene Verhaltensweisen. Die Wölfe in Indien leben unter ganz anderen Bedingungen, die Nahrungsdichte ist eine andere und es gibt noch die Tollwut.

Auch an der amerikanischen Wolfspopulation sieht man deutliche Unterschiede zu der mitteleuropäischen Population. Die amerikanischen Rudel können sehr sehr groß werden.
Bei uns besteht in der Regel ein Rudel aus Elternteil, Welpen, Jährling und evtl. ist auch mal eine Tante oder ein Onkel dabei. Bei einem amerikanischen Rudel z.B. im Yellowstonepark gibt es nicht nur Elterntiere, Welpen und Jährlinge, sondern gerne auch mehrere Onkels und Tanten und sogar familienfremde Wölfe haben eine Chance, ins Rudel aufgenommen zu werden.
Zudem konnte sogar schon beobachtet werden, dass bis zu 3 Fähen in einem Rudel Welpen bekommen konnten, das ist absolut ungewöhnlich, das ist eigentlich der Leitfähe vorbehalten. D
Das können sehr große Rudel werden, nicht zu vergleichen mit den unsrigen!
Auch wurde ein Wolf beobachtet, der sich mit verschiedenen Fähen aus verschiedenen Rudeln paarte, auch das ist ungewöhnlich, dass er seine "Gene so verteilt", eigentlich bleibt ein Leitpaar ein Leben lang zusammen und bekommt nicht noch mit anderen Rudeln Welpen. (er bekam den Spitznamen "Casanova", darunter kannst Du auch seine Geschichte finden 😊 )

Du siehst also, wir sprechen von derselben Tierart, nämlich den Wölfen, und ihr Verhalten unterscheidet sich von Population zu Population. Deswegen sollte man erst Recht sehr genau differenzieren und sich mit pauschalen Aussagen zurückhalten, dazu ist das Thema viel zu komplex.

Nachtrag vom 26.06.2020 1700
Und es macht deswegen auch Sinn, die typischen Verhaltensweisen der ansässigen Population zu betrachten und nicht von anderen Populationen auf die eigene zu schließen.

speedysweety antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Ich finde Deine Beiträge hier äusserst faszinierend und sehr aufschlussreich
Danke 😊 ❤

Anonymous antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517

❤ 😊

speedysweety antworten
tristesse
(@tristesse)
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Beiträge : 17525

off topic
Ich finde es hochinteressant, was Du hier über die Wölfe erzählst, spannend was Du alles weißt 😊

tristesse antworten
speedysweety
(@speedysweety)
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Beiträge : 3517

Das freut mich 😊

speedysweety antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517

Bild der Hackordnung
Ich muss leider noch einen Nachtrag anfügen, aber so ist das mit einem so komplexen Thema.

Veröffentlicht von: @groffin

Neben den durchaus existierenden wirtschaftlichen Schäden mit denen man sich irgendwie arrangieren kann, gibt es sicher auch noch in der breiteren Bevölkerung die allgemeine Angst vor dem "bösen Wolf".

Ich glaube, neben der Urangst, lebendig gefressen zu werden und den bösen Märchen, spielt noch ein weiterer Grund mit rein, warum Menschen so ein schlechtes Bild vom Wolf haben. Und das ist das Bild der Rudelrangordnung, mit einem brutalen Leitwolf und weiteren Wölfen, die den Omegawolf tyrannisieren. Es entsteht das Bild einer brutalen und erbarmungslosen Hackordnung, in denen sich ein ganzes Rudel gegen einen Einzigen, Schwachen verbündet und ihn fertigmacht. So wurde es ja lange auch vermittelt. Und es ist zum einen die Wahrheit, aber es ist genauso die Unwahrheit. Wie kann das sein, dass es gleichzeitig ein wahres und gleichzeitig ein verzehrtes Bild ist?

Die Theorie der Rangordnung bis hin zum Omegawolf war sehr lange verbreitet, weil man früher nicht die technischen Fortschritte wie heute hatte. So hat man viel Forschung an Gehegewölfen betrieben. Und da gibt es diese Rangordnung. Aber es ist keine natürliche Rangordnung! Warum?:

Gehegewölfe werden völlig entgegen ihrer Natur gezwungen, miteinander zusammen zu leben. In der Natur wandern sie in der Regel ab. Meist gescheht das spätestens 2-jährig. Im Gehege können sie nicht abwandern. Sie werden gezwungen mit Wölfen zusammen eingesperrt alt zu werden, mit denen sie in der Natur ihr Leben nicht verbringen würden.

In der Natur möchten sie sich fortpflanzen, wandern ab und können ein neues Rudel gründen und ihrem natürlichen Trieb nachgehen. Im Gehege ist das dem Leitwolfpaar vorbehalten. Der Rest hat Pech gehabt.

In der Natur können Wölfe bis zu 60 km am Tag wandern. In einem Gehege sind solche Dimensionen für diese bewegungsfreudigen Tiere noch nichtmal annähernd möglich.

In der Natur können sie zusammen jagen, das ist Teil ihres Naturells, wie eine Kuh Gras frisst. Im Gehege können sie nicht zusammen jagen, sie haben auch kaum Aufgaben.

Wenn es dann zu Spannungen kommt, weil die Lage eh schon angespannt ist, würden sie in der Natur abwandern. Das geht aber nun nicht. Also müssen sie den wachsenden Frust und die wachsenden Aggressionen, weil sie völlig entgegen dem leben, was in ihnen angelegt ist, irgendwie abbauen. Und so gibt es einen Prügelknaben, es kann auch zwei geben, den Omegawolf. Es entspricht aber dem Verhalten eines Gehegewolfes und NICHT dem eigentlichen Wesen und Verhaltens eines freien wilden Wolfes.

Ein freier Wolf kann sich bewegen und seinem Bewegungsdrang nachgehen, er kann abwandern, wenn es keinen Platz mehr für ihn gibt und er kann seinem biologischen Trieb nachgehen und eine Familie gründen.
In der Natur macht es auch keinen Sinn, einen Prügelknaben zu haben, er hat nicht einen solchen Frust und wird nicht gezwungen, gegen seine Natur zu leben. Außerdem kann er es sich nicht leisten, ein Familienmitglied entscheidend zu schwächen, denn dann kann das geschwächte Glied weniger mitjagen. Das hat Folgen fürs ganze Rudel.
Jedes einzelne Familienmitglied ist wichtig und sie haben ihre Aufgaben. Manche passen auf die Welpen auf, die anderen gehen jagen. Ist ein Tier verletzt, konnte auch schon beobachtet werden, wie es von den anderen Tieren mitversorgt wird. Selbst auf ältere Tiere wird Rücksicht genommen. Es gibt ein Leitpaar und nicht noch 5 Betawölfe und 10 Omegawölfe (übertrieben).
Sie arbeiten als Team und ein Rudel funktioniert auch nur als Team, sonst ist die Gefahr des Verhungerns zu groß. Und sie kümmern sich prima um ihren Nachwuchs. Es sind sehr soziale Tiere und ihr Leben im Rudelverbund unseren Familienleben nicht unähnlich.

Aber dieses Bild des Wolfes ist in vielen Köpfen nicht vorhanden. Stattdessen ist es das Bild einer menschenfressenden Bestie, die nichts besseres zu tun hat, als Unterlegene zu dissen. Dabei ist dieses Bild völlig fernab eines wilden, freilebenden Wolfes.

speedysweety antworten
Groffin
(@groffin)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1872

Hi speedysweety,

Danke erst einmal, dass Du so ausführlich auf meine Fragen eingegangen bist.

Ich selbst bin mit Hunden aufgewachsen, habe Julie von den Wölfen gelesen (das Buch dürfte Dir gefallen) und letztens die Romane von Jack London (Ruf der Wildnis und Wolfsblut) verschlungen (ja, alles Jugendromane). 😉

Jetzt geben mir Deine Beiträge vielen neuen Input. Vielen Dank für Deine Mühe.

Veröffentlicht von: @speedysweety

Aber dieses Bild des Wolfes ist in vielen Köpfen nicht vorhanden. Stattdessen ist es das Bild einer menschenfressenden Bestie, die nichts besseres zu tun hat, als Unterlegene zu dissen. Dabei ist dieses Bild völlig fernab eines wilden, freilebenden Wolfes.

Das Bild habe ich so nicht. Wohl aber das eines Raubtieres, das nicht zu unterschätzen ist.
Hier in Deutschland besteht m.E. für Menschen relativ wenig Gefahr, solange der Wolf genug zu fressen findet. Ein Wolfsrudel das aufgrund von Winterkälte nahe am Verhungern ist, könnte da schon eher eine Bedrohung werden - nur ist das hier bei uns sehr unwahrscheinlich.

Bedenken hätte ich da schon eher bei alten Einzelgängern, die sich leichte Beute suchen müssen.

Also ja - ein Restrisiko bleibt, wie das nun einmal mit freilebenden Wildtieren so ist. Bis der Wolf den Wildsauen ernsthaft Konkurrenz macht, wird es aber wohl noch Jahre dauern.

groffin antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3517
Veröffentlicht von: @groffin

Ich selbst bin mit Hunden aufgewachsen, habe Julie von den Wölfen gelesen (das Buch dürfte Dir gefallen) und letztens die Romane von Jack London (Ruf der Wildnis und Wolfsblut) verschlungen (ja, alles Jugendromane). 😉

Das sollte ich dann tatsächlich mal nachholen 😊 Da scheine ich was verpasst zu haben 😊

Veröffentlicht von: @groffin

Das Bild habe ich so nicht. Wohl aber das eines Raubtieres, das nicht zu unterschätzen ist

Ich denke, es geht vor allem um eine realistische Einschätzung. Der Wolf ist weder ein Streicheltier, mit dem es nie zu Vorfällen kommen könnte, aber er ist auch nicht das ständig kinderfressende Monster.

Veröffentlicht von: @groffin

Hier in Deutschland besteht m.E. für Menschen relativ wenig Gefahr, solange der Wolf genug zu fressen findet. Ein Wolfsrudel das aufgrund von Winterkälte nahe am Verhungern ist, könnte da schon eher eine Bedrohung werden - nur ist das hier bei uns sehr unwahrscheinlich.

Natürlich, wie viele anderen Lebewesen auch. Der Mensch tötet wegen weniger als Nahrung.
Und ja, Du hast es meiner Meinung nach richtig erkannt. In Deutschland gibt es wenig Gefahr.

Würdest Du mich fragen: speedysweety, ich hab in Deutschland ein Haus am Waldrand in einer Region, in der Wölfe leben, meinst Du, ich kann mein Kind draußen spielen lassen? würde ich sagen: Ja.
Würdest Du mich aber fragen: speedysweety, ich plane einen Vater-Kind-Urlaub in Indien und habe vor, mein Kind alleine bei einer Herde Schafe spielen zu lassen, in einem Gebiet mit niedriger Beutedichte für die Wölfe und nachgewiesenem Tollwutvorkommen, würde ich sagen: Nein, tu das nicht.
Das ist auch er Grund, warum ich auf eine Frage wie: Ist ein Wolf für Kinder gefährlich?, Dir nicht grundsätzlich mit nein antworte. Differenzieren und Realismus ist hier angesagt, es hilft weder, den Wolf zu verteufeln, noch, ihn zu verharmlosen.

speedysweety antworten
AuroraDahlia
Beiträge : 23
Veröffentlicht von: @mrorleander

Ich bin gespannt, ob dieses Ereignis nun die längst überfällige Wende im 'Wolfmanagement' mit sich bringt.

Wie sollte diese Wende denn Deiner Meinung nach aussehen?

auroradahlia antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @mrorleander

Ich bin gespannt, ob dieses Ereignis nun die längst überfällige Wende im 'Wolfmanagement' mit sich bringt.

Du meinst, dass Pferdeweiden zukünftig wolfs-sicher eingezäunt werden müssten? Kein schlechter Gedanke und bei Luxus-Tierhaltung sicherlich auch finanzierbar. 😊

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4 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2928
Veröffentlicht von: @blackjack

Kein schlechter Gedanke und bei Luxus-Tierhaltung sicherlich auch finanzierbar. 😊

Du scheinst ein Problem damit zu haben, wenn einer etwas mehr Geld hat, als Du. Das ist mir schon vor deinem Beitrag aufgefallen.
Wenn es in meinem Bekanntenkreis nur Frauen sind. Ich kenne Menschen, die lieben und halten ihr Pferd. Teilweise sparen sie sogar beim Essen um ihr Tier halten zu können.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16330

Weiter unten hat jemand geantwortet:

Veröffentlicht von: @orangsaya

Wenn jemand sich ein Pferd zulegt, dann hat man die Verantwortung für sein Pferd und muss es schützen. Ich wäre auch nie auf den Gedanken gekommen, dass der Fuchs abgeschossen werden muss, weil er meine Hühner tötete. Der Besitzer soll seinen Hotta so halten, dass er nicht durch den Wolf getötet wird.

Wie sollen Leute, die sich jeden Bissen Brot vom Munde absparen, um das Pferd zu halten, ihr Tier auch noch schützen können, ohne dafür Geld zu investieren...?

Dreh' es wie du willst... Pferdehaltung IST ein Luxus, und jeder muss selbst entscheidend, ob er sich das leisten möchte oder nicht. Ist ja bei allen anderen Haustieren genau so.

lucan-7 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ich hatte mal einen Kollegen, der möbelte sein Ego auf, indem er einen BMW sein Eigen nannte. Er jammerte aber ständig rum, daß die Reparaturen so unverschämt teuer wären, das könnte er sich gar nicht leisten.
Ich erntete aber nur verständnislose Blicke, als ich ihm sagte, wer sich schon einen BMW leistet, sollte sich auch die Folgekosten leisten können.

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @orangsaya

Du scheinst ein Problem damit zu haben, wenn einer etwas mehr Geld hat, als Du.

Oh, ad hominem, long time no see! Wie geht's denn so?

Veröffentlicht von: @orangsaya

Wenn es in meinem Bekanntenkreis nur Frauen sind. Ich kenne Menschen, die lieben und halten ihr Pferd. Teilweise sparen sie sogar beim Essen um ihr Tier halten zu können.

Umso mehr wird ihnen also die Sicherheit ihres Hottehüs ja dann am Herzen liegen und sie werden, wenn die Wolfsgefahr nur arg genug droht, eben am Wochenende womöglich in Eigeninitiative entsprechend den Zaun um die Wiese auf wolfs-Sicherheitsniveau aufrüsten.

Die Frage ist ja nicht die, ob es geht, sondern wer's zahlt. Darauf bezog sich mein Hinweis auf die Finanzierbarkeit. Ich kann da, wenn es z.B. darum geht, die Schafe, die den Deich zu verdichten helfen, zu schützen, Argumente nachvollziehen, die so gehen: "Wir helfen (mit unseren Schafen) dabei, die Hochseegefahr für die Allgemeinheit zu mindern. Wenn uns dies durch vermehrte Wolfsrisse erschwert und verteuert wird, dann möchten wir dafür Kompensationszahlungen aus dem Steuersäckel haben. Ob die nun uns direkt die gerissenen Tiere ersetzen oder uns gestatten, die entsprechenden Flächen wolfssicher(er) einzuhegen, muß dann abgewogen werden."

Entsprechende gute Argumente der Pferdehalter, warum auch die erhöhte Kosten für die Sicherung ihrer Weiden auf die Allgemeinheit abwälzen können sollten, kann ich auf die Schnelle nicht erkennen.

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Deborah71
Beiträge : 17242

Der Postillion hat doch mal wieder ....
....die genialste Lösung! 😛

https://www.der-postillon.com/2019/02/grizzlybaeren-woelfe.html?utm_source=browser&utm_medium=push-notification&utm_campaign=cleverpush-1550160750

Nur, was machen wir dann mit den Grizzlys? Lösen sie den Tiger aus Dinner for one ab?

"Ironie"

Diese Wolfsromantik kommt nicht gut.

deborah71 antworten
5 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6157
Veröffentlicht von: @deborah71

Nur, was machen wir dann mit den Grizzlys?

Steht doch im Artikel:

Im Zweifelsfall könne man die Bären jederzeit vergrämen, indem man ein paar bengalische Königstiger aussetze.

alescha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242

Da beißt sich allerdings die Katze in den Schwanz.... denn der Königstiger hat nur den Menschen als Feind über sich.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16330
Veröffentlicht von: @deborah71

Da beißt sich allerdings die Katze in den Schwanz.... denn der Königstiger hat nur den Menschen als Feind über sich.

Na, eben... menschen haben wir doch genug hier! Dann ist doch alles in Butter... 😛

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242

nicht lustig....

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16330

Ich habe den Eindruck, dass du es nicht so aufgefasst hast wie es gemeint war... ist aber auch egal...

lucan-7 antworten


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