Ehrlichkeit - Vertrauen tief gestört (Triggergefahr)
Hi,
heute habe ich in unserem Gemeindeforum gelesen.Eine sehr liebe Frau ist nach Schmerzmittelentzug wegen übler Nebenwirkungen (wegen miese schwere Bandscheibenschmerzen) fix und fertig und verzweifelt und weint. Ich hab diese Frau total lieb und die stand zu mir als ich Krise hatte.
Seit Jahren beten wir und seit Jahren tut sich nichts. Gamz ehrlich, diese Frau hat so viel Liebe und Tatkraft im Herzen und wird wegen so einem Mist gequält und leidet. Sie bringt Leute in die Gemeinde, hat ein Herz für schwache.
Heute Mittag war ich in einem leeren Büro und sagte zu Gott. Du, du missbrauchst das vertrauende sehnsuschtsvolle Gebet durch dein nichtstun. Das ist abartig, pervers und gemein. Du regst dch über die Sünden auf und ignorierst die Gebete derer die schwach sind und sich nach Hilfe sehnen.
Letztens starb eine unschweinbare, aber liebe frau an Hirntumor. Der Zerfall war grauenhaft. Eine junge Frau litt unter einer schweren Auitoimunerkrankung und wartet jetzt auf eine neue Niere. Alles Menschen, deren wertvolle Gaben jetzt wegfallen oder wegfielen.
Immer diese "geschwollene" und "vollmachtsgesüluzende" Gebetsaufrufe.
Wozu verf...t nochmal, soll man dazu Beten?
Beten ist eine Beziehungssache ... ist Beziehungspflege ... zwischen dir und Gott ... ein Zwiegespräch wie zwischen Liebenden ...
Beziehungssachen und Beziehungspflege ist auch sowas wie: jemanden in eine App zum gemeinsamen Bibelplanlesen einzuladen und dann keinen einzigen Ton von sich zu geben, geschweige denn, den Plan überhaupt zu lesen. (Das ist der Grund, warum ich ihn dann auch abgebrochen habe. Für mich allein kann ich ihn lesen, aber mich dazu zu äußern, da wäre es schon nett, wenn der Einladende auch dabei wäre und es ihm wichtig wäre.)
... und es ist Kampf. Das Schlechte brauchst du nicht suchen. Das findest du überall an jeder Ecke, es drängt sich auf, da brauchste gar nichts tun. Das Gute aber will gesucht werden, will festgehalten werden, will Raum greifen/haben und muss bewahrt werden. Ohne "Arbeit" bleibt da nichts. Anders eben als das Schlechte.
Ich selbst bete für mich ziemlich wenig. Deshalb habe ich mich entschlossen, MIT anderen zu beten. Das fällt mir leichter.
Beim Beten teile ich mich mit. Auch wenn Gott meine Gedanken kennt, meine Worte schon kennt, bevor ich sie ausspreche. Weil es Beziehungspflege ist, weil er Gott ist und ich sein Geschöpf, weil er mein Leben erkauft hat, teuer erkauft - zur Erinnerung: er hat seins gelassen. Ich gehöre ihm.
... und es ist Kampf. Das Schlechte brauchst du nicht suchen. Das findest du überall an jeder Ecke, es drängt sich auf, da brauchste gar nichts tun. Das Gute aber will gesucht werden, will festgehalten werden, will Raum greifen/haben und muss bewahrt werden. Ohne "Arbeit" bleibt da nichts. Anders eben als das Schlechte.
Wahre Worte.
Was wäre wohl gewesen, wenn Jesus sich nicht hätte kreuzigen lassen?
Er wusste ja, was auf ihn zukommt.
Auch Er hat das Gute gesucht und dafür gearbeitet und gelitten.
Hätte Er nicht gemusst.
Er wollte.
Aus Liebe und aus dem Wissen, was es für viele Menschen für Folgen gehabt hätte, sein Kreuz nicht auf sich zu nehmen.
Da (aus den Worten) spricht die Motivation ... die Liebe.
Gerade deshalb: Gott, ich versteh‘s nicht - auch das ist Gebet.
Worum geht‘s beim Gebet? Das Gott macht, was wir wollen? … dann wären wir mächtiger als Er. Wir wenden uns an Gott in Dankbarkeit, Lob, … und in der Not. Für mich heißt Gebet vorrangig: Gottes Gegenwart suchen. Und - wir vertrauen, weil Er IN ALLEM dabei ist, nicht weil Er alles nach unserem Willen richtet.
Wozu verf...t nochmal, soll man dazu Beten?
Vielleicht, weil jemand lernen soll, Gott zu fragen, wie er genau in dem Fall Heilung aussprechen soll in Jesu Namen.
Ist dir mal aufgefallen, dass Jesus Krankheiten und Schmerzen geboten hat? Welches Vorbild gibt er uns? Er hat am Kreuz alle Krankheit erledigt. Wann sollen wir in welchem Fall seinen Sieg über Krankheit und Schmerz erklären (herolden/ausrufen)? Auch braucht es Worte, die der Kranke im Glauben empfangen kann, die bei ihm/ihr landen.
Ich denke, du bist herausgefordert, da mehr zu lernen, gerade weil es dich so sehr berührt.
Vielleicht, weil jemand lernen soll, Gott zu fragen, wie er genau in dem Fall Heilung aussprechen soll in Jesu Namen.
Ist dir mal aufgefallen, dass Jesus Krankheiten und Schmerzen geboten hat? Welches Vorbild gibt er uns? Er hat am Kreuz alle Krankheit erledigt. Wann sollen wir in welchem Fall seinen Sieg über Krankheit und Schmerz erklären (herolden/ausrufen)? Auch braucht es Worte, die der Kranke im Glauben empfangen kann, die bei ihm/ihr landen.
Bei allem Respekt: das stimmt so nicht.
Er hat den Dämonen geboten, aber nicht den Krankheiten. Er hat Menschen angesprochen (Mädchen, steh auf! Nimm deine Bahre und geh nach Hause!) aber nicht die Krankheit. Er musste sogar gar nichts tun im Fall der an Blutfluss leidenden Frau, die Frau hat sich die Kraft einfach „genommen“.
Ich glaube, es gibt eine Stelle, wo er sagt, dass die Ohren sich auftun sollen. Aber das ist nur eine Stelle - die anderen sind alle ohne ein Hineinsprechen.
Uns ist es geboten, Kranken die Hände aufzulegen. Und die Ältesten einer Gemeinde sollen beim Kranken beten.
Das wars auch schon.
Wir sollen das aber in dem Bewusstsein tun, dass wir das in Jesus Namen tun - also an seiner statt.
Wenn eine Krankheit dämonisch verursacht war, hat er dort geboten. Mal mit Worten, mal mit Handauflegen. Er hatte die Unterscheidung und er hat kein einziges Mal den Vater angebettelt, den Kranken zu heilen. Er hat seine Autorität ausgeübt und dieses Vorbild ist oft in Vergessenheit geraten.
In Jakobus sollen die Ältesten zuerst über dem Kranken beten, d.h. Gott um Offenbarung fragen, wie die Krankheit zu vertreiben sei. Jak 5, 13-18 In der Stelle wird auch indirekt der Geist der Bitterkeit (Sünden) angesprochen. In der praktischen Erfahrungen werden Menschen oft geheilt, wenn sie jemandem vergeben haben und sich von Bitterkeit getrennt haben.
Bei dem verhaltensgestörten und von dämonen umgetriebenen Mann von Gerasa (ist auch krank), hat er den Hauptdämon Legion angesprochen.
Da ist noch einiges mehr... z.B. der fallsüchtige Junge in Lk 9, 37-42
z.B. der stumme und taube Geist: Mk 9,25 Als nun Jesus sah, dass die Menge zusammenlief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein!
Es heißt: Gaben der Heilungen ! d.h. es wird hier unterschieden, wodurch eine Krankheit verursacht wurde (dämonisch oder nicht-dämonisch).
Es sind 42 Ereignisse genauer beschrieben als Beispiele, wie unterschiedlich die Heilungskraft durch Jesus wirkte und wie sie von ihm ausgeübt wurde.
Gamz ehrlich, diese Frau hat so viel Liebe und Tatkraft im Herzen und wird wegen so einem Mist gequält und leidet. Sie bringt Leute in die Gemeinde, hat ein Herz für schwache.
Das eigentliche Wunder ist doch, dass trotz dieser leidvollen Erfahrungen sich immer wieder Menschen finden, die für andere da sind. Wie traurig wäre es, wenn jeder nach dem Ich-Zuerst-Prinzip leben würde. Ich bin mir sicher, diese Frau wird am Ende gesegnet sein.
Ich bin jetzt nicht die Spezialistin in Sachen Heilungsgebet.
Und darum geht es mir hier auch nicht in erster Linie.
Du hast in Teilen eine große Sensibilität für Leid und Krankheit.
Eine großartige Gabe.
Leider bleibst du nach dem, was ich bei dir über die Jahre bisher so mitbekommen habe, damit eigentlich immer bei dir, bei deinen Vorstellungen, bei deinen Erwartungen und bei deiner Hilflosigkeit und bei deiner Enttäuschung.
Wieviel von Max darf Gott haben?
Was darf Er in dir noch heilen?
Was hast du eigentlich nach oder schon während deinem „Auskotzen“ vor Gott von ihm gehört?
Warst du überhaupt bereit auf Ihn zu hören?