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Es ist tragisch - mir fehlt (fast) nichts

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Maitje
 Maitje
Themenstarter
Beiträge : 5

Es ist tragisch - mir fehlt (fast) nichts
Der letzte "echte" Gottesdienst ist Wochen her. Heute kam von meinem Verband eine Anweisung, wie ab übernächster Woche Gottesdienst aussehen können: 2 m Absatnd, Masken, nicht singen, nicht miteinander reden. Ganz ehrlich - ich vermisse so wenig, dass ich überhaupt keine Lust verspüre an eienm solchen Gotesdienst teilzunehmen. Dann lieber weiter auf dem Sofa mit meinem Mann einen Online-Gottesdienst schauen, während die Kinder Oniline Kigo oder Jungschar sehen.
Wie geht es euch mider Gottesdienst-Abstinenz?

Antwort
118 Antworten
Sternenbluete
Beiträge : 866

Unser Konzept wurde uns mitgeteilt.
Wir müssen uns vorher zum Gottesdienst anmelden, da weniger
daran teilnehmen dürfen, werden zwei Gottesdienste stattfinden.

Wie das jetzt genau mit dem singen gehandhabt wird, weiß ich gar nicht.
Da es einen Livestream gibt, werde ich erstmal noch nicht am
Gottesdienst teilnehmen.

sternenbluete antworten
6 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15657

was das Singen angeht:

"Auf Gemeindegesang soll verzichtet werden"

Das Thema "Singen im Gottesdienst" hatte in den vergangenen Tagen für Diskussionen gesorgt. Dazu heißt es in dem Papier, "auf Gemeindegesang soll verzichtet werden". Und weiter: "Lautes Sprechen und Singen sollte aufgrund der verstärkten Abscheidung von potenziell infektiösen Tröpfchen, die auch über größere Distanzen verbreitet werden können, vermieden werden."

Auf Nachfrage von tagesschau.de sagt die Deutsche Bischofskonferenz:

"Wir haben in unseren beim Bundesinnenministerium eingereichten Empfehlungen stets gesagt, dass leiser Gesang und leises Beten als möglich erachtet werden." Auf der Homepage der Bischofskonferenz wird folgendes empfohlen: "Wenn die Abstandsregeln eingehalten werden, besteht kein Grund, auf Gesang gänzlich zu verzichten. Auf lauten Gemeindegesang sollte jedoch verzichtet werden, weil Singen ein Risikoverhalten darstellt."

Ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland führt aus: "Gemeinsames Singen birgt nach Auskunft der Virologen vom RKI besonders hohe Infektionsrisiken. Deshalb haben wir empfohlen, darauf wie auch auf Blasinstrumente bis auf Weiteres zu verzichten."

Quelle: Tagesschau
https://www.tagesschau.de/inland/gottesdienste-111.html </blockquote😈

neubaugoere antworten
Sternenbluete
(@sternenbluete)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 866

Das ist mir klar, ich weiß jedoch nicht, wie unsere Gemeinde es umsetzt. Es ist sogar ein Lobpreisgottesdienst angekündigt.
Dann wird wohl vorne gesungen, wir dürfen aber nicht mitsingen?
Dann bleibe ich lieber zu Hause.

sternenbluete antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15657

Verstehe. Ich hab von unserer noch gar nichts gehört, heute Nachmittag will aber jemand vom Vorstand bei mir vorbeikommen "vor der Tür stehen" 😀 ... mal sehen, vielleicht werde ich mit einbezogen, Abstände aufzuzeichnen oder Markierungen anzubringen oder sowas, weil ich in der Nähe wohne (als eine der wenigen).

Also ich tät dennoch hingehen ... Gemeinschaft ist mir dann doch noch was anderes als "anwesend sein". Die innerliche Verbundenheit durch Christus, der uns alle zusammenführt, ist einfach unbezahlbar.

neubaugoere antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 2683

Nun, wenn man die Empfehlung leise bzw. nicht zu singen mit einem 😊 kommentiert, inwiefern lassen sich Rückschlüsse auf die gesanglichen Qualitäten des kommentators ziehen? 😉

lg
Tatokala

tatokala antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15657
Veröffentlicht von: @tatokala

Nun, wenn man die Empfehlung leise bzw. nicht zu singen mit einem 😊 kommentiert, inwiefern lassen sich Rückschlüsse auf die gesanglichen Qualitäten des kommentators ziehen? 😉

Ach, den ignorier ich geflissentlich. 😉

neubaugoere antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @neubaugoere

was das Singen angeht:

"Auf Gemeindegesang soll verzichtet werden"

Das stimmt. Aber das Kyrie, Gloria und Sanctus könneen auch gesprochen werden - Lateinisch oder in der jeweiligen Landessprache.
Diese Teile sowie der Zwischenpsalm können aber auch von einem Kantor (=Vorsänger) gesungen werden, in unserer Gemeinde ist das jedenfalls aufgrund der räumlichen Gegebenheiten möglich.
Der Kantor steht dazu auf der Orgelempore, weit genug weg von allen, die etwas von seinen Tröpfchen abbekommen könnten.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Gemeinsames Singen birgt nach Auskunft der Virologen vom RKI besonders hohe Infektionsrisiken. Deshalb haben wir empfohlen, darauf wie auch auf Blasinstrumente bis auf Weiteres zu verzichten."

Das wichtigste Instrument in der Kirchenmusik ist aber die Orgel - und darauf müssen wir zum Glück nicht verzichten.

suzanne62 antworten


1-ichthys
Beiträge : 742

Das ist und war immer meine Befürchtung: Wenn Präsenz-Gottesdienste
immer länger nur noch online laufen, dann wird das zu einem Ausbluten vieler Gemeinden führen. Immer mehr Menschen fühlen sich auf der heimischen Couch wohler als in der Gemeinde oder diejenigen, die nicht auf einen Präsenz-Gottesdienst verzichten wollen, gehen in eine andere Gemeinde, die solche anbietet, und bleiben dann dort.

1-ichthys antworten
9 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15657

Auch wenn das komisch klingt: Mein Bruder täte das jetzt "natürliche Auslese" nennen ... und ich weiß irgendwie, was er meint ... 😌

neubaugoere antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 742
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Auch wenn das komisch klingt: Mein Bruder täte das jetzt "natürliche Auslese" nennen ... und ich weiß irgendwie, was er meint ... 😌

Ich weiß es auch irgendwie. Aber dennoch ist die Gemeinschaft im und um den Gottesdienst so was von wichtig, dass ich persönlich eher auf online-Gottesdienste verzichten kann.

1-ichthys antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Mein Bruder täte das jetzt "natürliche Auslese" nennen ... und ich weiß irgendwie, was er meint ... 😌

Vermutlich bin ich mal wieder zu blöd - geht mir ja oft so hier in diesem Forum.
Aber ich verstehe das überhaupt nicht und die Idee einer "natürlichen Auslese" kann ich überhaupt nicht mit meinem Glauben in Verbindung bringen...
Diejenigen, die freiwillig zu Hause bleiben, obwohl die hl. Messe wieder mit Gläubigen gefeiert werden kann, sind vor allem Angehörige von Risikogruppen bzw. solche, die mit ihnen in einem Haushalt leben.
Ihnen hat Kardinal Woelki (Erzbischof von Köln) ausdrücklich empfohlen, weiterhin das Angebot von Online-, Radio- und Fernsehgottesdiensten zu nutzen und darauf hingewiesen, dass die Sonntagspflicht weiterhin ausgesetzt ist.
Das gilt auch für alle, denen eine Teilnahme an der Messe in der Kirche im Moment einfach noch zu riskant ist, obwohl natürlich durch die schon genannten Regeln alles getan wird, um das Infektionsrisiko so niedrig wie möglich zu halten.
Außerdem ist es auch so, dass wegen des beschränkten Zugangs nicht jeder, der gerne möchte, tatsächlich auch teilnehmen kann.
Wie das in unserer Gemeinde organisiert ist, habe ich schon an anderer Stelle beschrieben.

suzanne62 antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 742

Was mit einer"natürlichen Auslese" gemeint ist, ist die Situation, dass am Ende so einer Krise sich zeigt, wer wirklich zur Gemeinde gehört. Nämlich die, die Versammlungen real besuchen, um Gemeinschaft mit den Geschwistern zu haben. So verstehe ich die Aussage des Bruders.

1-ichthys antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @1-ichthys

Was mit einer"natürlichen Auslese" gemeint ist, ist die Situation, dass am Ende so einer Krise sich zeigt, wer wirklich zur Gemeinde gehört. Nämlich die, die Versammlungen real besuchen, um Gemeinschaft mit den Geschwistern zu haben.

Aber was ist mit denen, die noch nicht wieder in die öffentlichen Gottesdienste gehen, weil sie einen guten Grund - nämlich Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe - haben?
Denen haben sowohl die EKD als auch die Deutsche Bischofskonferenz doch klar signalisiert, dass es völlig richtig ist, vorerst auf die Teilnahme an öffentlichen Gottesdiensten zu verzichten.
Ist das denn bei den Freikirchen anders?

suzanne62 antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 742

Nein, die waren doch gar nicht gemeint. Sondern es geht um die, die nach der Krise lieber auf der Couch sitzen bleiben und nicht mehr in die Gemeinde gehen.

1-ichthys antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @1-ichthys

Immer mehr Menschen fühlen sich auf der heimischen Couch wohler als in der Gemeinde oder diejenigen, die nicht auf einen Präsenz-Gottesdienst verzichten wollen, gehen in eine andere Gemeinde, die solche anbietet, und bleiben dann dort.

Vielleicht sollte man dann auch auf der Couch bleiben, wenn man nicht mehr weiß, warum man früher in die Gemeinde gegangen ist 😊

tristesse antworten
Simmy
 Simmy
(@simmy)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 2518

Bisschen einfacher Lösungsansatz oder?

simmy antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @simmy

Bisschen einfacher Lösungsansatz oder?

Oder mal denkt vielleicht zu kompliziert 🤨

Die TE hat ja schon geschildert, dass sie sich in ihrer Gemeinde nicht mehr wohl fühlt. Da wundert es mich überhaupt nicht, dass es sie nicht mehr zurück zieht, wenn sie selbst schon sagt, dass sie in der Gemeinschaft nicht bleiben möchte. Dann ist es doch völlig natürlich, dass sie sich auf dem Sofa wohler fühlt.

Aber ich würde mir dann einfach nach Corona eine neue Gemeinde suchen, anstatt auf dem Sofa sitzen zu bleiben.

tristesse antworten
B'Elanna
Beiträge : 1728

Ich schwanke zwischen zwei Seiten.
Die eine ist "ich vermisse den Gottesdienst, wie er war" -
...nicht unbedingt wegen der tollen Predigten, weil ich seit unserem neuen Pastor irgendwie viel weniger mitnehme...
...auch nicht wegen der Gemeinschaft, denn ich habe nicht das Bedürfnis danach, mich vorher oder hinterher mit ganz vielen zu unterhalten. Wenn mich einer anspricht, dann unterhalte ich mich wohl auch mal, aber ich spreche von mir aus praktisch niemanden an, es sei denn, ich muss was klären....
...auch nicht wegen der Lieder, denn der Gesang war mir in den letzten Jahren viel zu lobpreislastig, drei Zeilen 20 mal zu wiederholen ist echt nicht mein Ding....
...sondern eher wegen des Gesamtpakets, des Dazugehöriggefühls.
Was ihn für mich im Grunde entbehrlich macht und das Vermissensgefühl in überschaubarem Rahmen hält.
Außerdem hat es sich als echt nett etabliert, Sonntags länger zu schlafen, in Ruhe und ohne Familienstreit zu frühstücken, zwischendrin mal den Online-Godi zu sehen, der kein Livestream ist und von daher jederzeit abrufbar, auch nach dem Mittagessen oder noch abends statt Fernsehen....

Andererseits ist da so eine dezente, aber hartnäckige Stimme im Hinterkopf, die mich ermahnt, die Disziplin aufrechtzuerhalten und nicht sprichwörtlich zu versumpfen. Auch im Interesse meiner Kinder, die weder Online-Kigo noch sonstwas machen, die sind vollkommen kirchenabstinent und genießen es.... *seufz*

Ich habe schon angekündigt, dass wir auch noch länger nicht zum Godi kommen werden, selbst wenn die Lockerungen voranschreiten.
Mal sehen, wie sich das entwickelt... auch bei mir.....

belanna antworten


Suzanne62
Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @maitje

Heute kam von meinem Verband eine Anweisung, wie ab übernächster Woche Gottesdienst aussehen können: 2 m Absatnd, Masken, nicht singen, nicht miteinander reden.

Das ist bei uns im Erzbistum Köln ganz ähnlich.

Veröffentlicht von: @maitje

Ganz ehrlich - ich vermisse so wenig, dass ich überhaupt keine Lust verspüre an eienm solchen Gotesdienst teilzunehmen.

Natürlich haben wir uns das so nicht ausgesucht. Ich bin in der Zeit nach dem II. Vatikanischen Konzil groß geworden und in den Glauben hineingewachsen und habe das erlebt als eine Zeit, in der in der Kirche ein frischer Wind wehte. Die hl. Messe war keine Einmannshow, sondern ein gemeinsames Feiern mit vielen Mitwirkenden aus der Gemeinde - Ministranten, Lektoren, Kantoren und Kommunionhelfer unter reger Beteiligung der Gemeinde....ich fand und finde es wunderbar und habe das heftig vermisst.
Online-, Fernseh- oder Radiogottesdienste können das gemeinsame Feiern in der Kirche nicht ersetzen, finde ich. Mal abgesehen davon, wie sehr mir der Empfang der Kommunion gefehlt hat...
Deshalb bin ich unendlich dankbar für das, was jetzt möglich ist.
Natürlich ist es gewöhnungsbedürftig. Aber es ist das, was im Moment geht....Teil der "neuen Normalität", mit der wir uns arrangieren müssen bis es einen Impfstoff und/oder ein wirksames Medikament gegen Corona gibt.

suzanne62 antworten
Tinkerbell
Beiträge : 1552

Ich finde die Tendenz traurig
Ich habe das, was du geschrieben hast, nun schon öfter gehört und ich frage mich da zwei Dinge:

1. Warum fehlt es nicht?
Siegt da unser aller Bequemlichkeit? Klar ist das mega gewesen, ohne schlechtes Gewissen sonntags im Schlafanzug und mit dem Frühstücksbrötchen in der Hand einen Livestream zu gucken 😀 Keine Aufgaben in der Gemeinde, man konnte frei aus dem Angebot wählen, einfacher geht es wirklich nicht. Wenn mir Predigt oder Musik nicht gefielen, konnte ich umschalten. Das wird live schwieriger 😉

Ich habe nicht speziell "meinen" Gottesdienst vermisst. Aber ich spüre, warum Paulus sagt, dass wir die Versammlungen nicht schwänzen sollen um stattdessen zuhause die Predigt-Depesche zu lesen: Man verliert das Gemeinschaftsgefühl. Mir fehlt die Gemeinschaft, der Austausch (und mit etwas Abstand darf man sich ja trotzdem unterhalten, am besten dann draußen vor dem Gemeindehaus), dieses Gefühl, nicht alleine als Christ herumzuschwimmen. Keine WhatsApp-Gruppe und kein Fernsehgottesdienst können den realen Kontakt mit all seinen Herausforderungen und Segnungen ersetzen.

2. Wie wirkt das auf andere?
Das bewegt mich momentan sehr. Was wurde nicht anfangs gehadert und gezaudert, bis die Gemeinden ihre Gottesdienste ausfallen ließen. Es gab Demonstrationen, Beschwerden, Klagen. Man zelebrierte das Leiden teilweise schon, betonte, dass die Kirchen überhaupt noch niemals in der Geschichte der Menschheit geschlossen gewesen wären. Wie wichtig sei doch der Gottesdienst für die Christen, man müsse Wege finden, manche trafen sich sogar heimlich oder überlegten, wie man das Ganze unterwandern kann...

Und jetzt, wo es soweit ist, dass man mit Auflagen und Einschränkungen wieder Gottesdienst feiern darf, sieht man plötzlich: Ups, also ganz so wichtig scheint es dann doch nicht zu sein. Zuhause war irgendwie bequemer. Und überhaupt...mit diesen ganzen neuen Regelungen, ach nein, das gefällt nicht, man wartet dann eben noch ein halbes Jahr.

Wie das auf die Menschen um uns wirkt, will man sich gar nicht vorstellen. Die bekamen in den letzten Wochen den Eindruck, es gäbe für Christen momentan nichts wichtigeres als Gottesdienste zu feiern, egal wie. Da trifft sich die Regierung mit Vertretern der Kirchen, um einen Plan auszuarbeiten - hier konnte man eher in den Gottesdienst als in den Zoo oder zum Friseur gehen, das empfinde ich schon als bedeutsam. Aber im Zoo trifft man jetzt mehr Leute als in ihren Gemeinden, habe ich den Eindruck. Auch eine Botschaft an die Welt.

Also nicht falsch verstehen: Ich finde die Auflagen nervig, ganz klar. Spaß ist anders, wobei ich sagen muss, dass unser 15-Mann-Gottesdienst mit anderer Sitzordnung schon besonders war 😀 Da werde ich noch lange dran denken. Aber ich finde es wichtig, den Gottesdienst nicht zu versäumen, soweit es möglich und sinnvoll ist (wer zu einer Hochrisikogruppe gehört, muss sich das natürlich sehr gut überlegen). Wir gehen auch alle einkaufen, wir werden wieder arbeiten gehen, sicherlich nutzen wir bald alle die Chance, mal wieder in einer Eisdiele oder einem Restaurant zu sitzen, uns die Haare schneiden zu lassen oder ins Kino zu gehen, sobald dies wieder erlaubt ist. Corona hin oder her - keiner von uns wird warten, bis ein Impfstoff da ist oder wir so durchseucht sind, dass es dann egal ist. Wir werden die neuen Regeln befolgen, wir tragen Masken, wir halten Abstand, wir warten auf Einkaufswagen, nutzen das angebotene Desinfektionsspray - aber beim Gottesdienst sieht das irgendwie teilweise anders aus.

Insofern denke ich, dass wir als Christen in dieser Zeit sehr aufpassen müssen, dass wir nicht "die erste Liebe verlassen" und träge werden. Manchmal muss man sich aufraffen, auch wenn es gerade doof ist. Was nehmen Christen in anderen Ländern auf sich, um Gemeinschaft zu haben...das ist irre! Es ist beschämend für mich, wenn ich dann darüber jammere, dass ich es ohne Singen bescheuert finde (das fehlt mir extrem). Andere risikieren Leib und Leben, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern, und ich dachte im ersten Moment, als es hier wieder erlaubt war "Also auf der Couch war Gottesdienst auch ganz geil..."

Ich bin nicht so der Typ, der ständig von Angriffen ausgeht und bei allem sagt "Da bin ich versucht worden!", aber ich glaube tatsächlich, dass das momentan ein sehr fruchtbarer Boden für den Widersacher ist. Alle sind psychisch bisschen angeknackst und gestresst, alles ist unsicher geworden, man hat viele Sorgen, Frühjahrsmüdigkeit kommt auch noch hinzu...was liegt da näher, als einfach noch weiterhin sonntags auf der Couch zu bleiben. Aber ich bin überzeugt davon, dass uns das nicht gut tut. Und dass es für viele auch der Punkt werden könnte, wo sie langsam, aber sicher aus der Gemeinde rausrutschen.

Deswegen bin ich gleich wieder voll gestartet, weil ich meine eigene Lahmarschigkeit und Bequemlichkeit kenne...der will ich gar nicht erst eine Chance geben 😉

tinkerbell antworten
40 Antworten
Maitje
 Maitje
(@maitje)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5

In meiner Gemeinde hat sich schon vor Corona eine Krise angebahnt, von daher war es quasi ein Aufatmen für mich erst einmal Pause zu haben. Auf Dauer ist online-Gemeinde für mich auch keine Option. Ich sehe es jetzt als Möglichkeit neu zu starten, auch verschiedenes auszuprobieren. Verfolgte Gemeinde kann auch nicht laut singen - das stimmt - da werde ich mal darüber nachdenken.

maitje antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Das ist ja auch total nachvollziehbar. Ich hoffe, du findest bald was, dass für dich passt 😊

tinkerbell antworten
Maitje
 Maitje
(@maitje)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 5

ich suche eigentlich nichts Neues, ich will mit meiner Gemeinde Neues ausprobieren

maitje antworten
Tinkerbell
(@tinkerbell)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 1552

Noch besser 😊

tinkerbell antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Siegt da unser aller Bequemlichkeit?

Nein. Das sehe ich in meiner Kirche überhaupt nicht. Diejenigen, die weiterhin die Sonntagsmesse nicht in der eigenen Pfarrkirche besuchen, haben dafür gute Gründe, so wie es gute Gründe hat, dass die Sonntagspflicht ausgesetzt bleibt.
Auch wenn wir uns über immer mehr Lockerungen freuen dürfen - und dies ist ja eine davon - sind wir noch lange nicht über den Berg.
Es ist und bleibt ein verdammt gefährliches Virus.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Keine WhatsApp-Gruppe und kein Fernsehgottesdienst können den realen Kontakt mit all seinen Herausforderungen und Segnungen ersetzen.

So geht es mir auch.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Wie wirkt das auf andere?

Das ist mir eigentlich nicht so wichtig.
Aber den Leib Christi wieder empfangen zu können, das ist mir sehr wichtig und ich bin so froh, dass das wieder möglich geworden ist.

Veröffentlicht von: @tinkerbell

Andere risikieren Leib und Leben, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern,

Die neuen Regeln, die sicherlich gewöhnungsbedürftig sind, dienen ja gerade dazu, dass man beim Kirchgang nicht Leib und Leben riskiert.

suzanne62 antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687
Veröffentlicht von: @tinkerbell

Ich bin nicht so der Typ, der ständig von Angriffen ausgeht und bei allem sagt "Da bin ich versucht worden!", aber ich glaube tatsächlich, dass das momentan ein sehr fruchtbarer Boden für den Widersacher ist. Alle sind psychisch bisschen angeknackst und gestresst, alles ist unsicher geworden, man hat viele Sorgen, Frühjahrsmüdigkeit kommt auch noch hinzu...was liegt da näher, als einfach noch weiterhin sonntags auf der Couch zu bleiben.

Ich glaube eher, dass in dieser Zeit ans Licht kommt, wie es wirklich um uns als Gemeinde steht. Was es ist, dass unsere Gemeinde im Innersten zusammenhält? ... Das kann jede/r m.E. nur für seine/ihre Gemeinde fragen.

Meine Vermutung ist, dass nach der Krise auch bei uns im Ort viele Menschen "ausgestiegen" sein werden aus dem Gottesdienst der letzten Jahre: Weil es v.a. eine "gute Gewohnheit" war und weil sie in der Krise die Erfahrung gemacht haben, dass Gott ihnen "auf der Couch" genauso nahe ist wie "in der Kirche". Weil ihnen wirklich nichts fehlt. So, wie die TE schreibt.

Und für die, die der Gottesdienst "mehr" und "anderes" ist, die werden wieder zusammenkommen, weil sie genau das brauchen.

jeddie-x antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @jeddie-x

Meine Vermutung ist, dass nach der Krise auch bei uns im Ort viele Menschen "ausgestiegen" sein werden aus dem Gottesdienst der letzten Jahre: Weil es v.a. eine "gute Gewohnheit" war und weil sie in der Krise die Erfahrung gemacht haben, dass Gott ihnen "auf der Couch" genauso nahe ist wie "in der Kirche". Weil ihnen wirklich nichts fehlt. So, wie die TE schreibt.

Was ich mir hoffe und wünsche und evtl. sogar vorstellen kann ist, dass manche Menschen, die bisher nie Interesse an Kirche hatten, durch die Krise wieder in die Kirche getrieben werden. Johannes Hartl hat in einer seiner Predigten gesagt, dass das Wort "Gebet" seit Beginn der Corona Krise mehr gegoogelt wurde als die Jahre zuvor. Vielleicht treibt die Menschen die Angst in die Kirche und ich hoffe, sie bekommen dort gute Hilfe.

tristesse antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687
Veröffentlicht von: @tristesse

Was ich mir hoffe und wünsche und evtl. sogar vorstellen kann ist, dass manche Menschen, die bisher nie Interesse an Kirche hatten, durch die Krise wieder in die Kirche getrieben werden.

Das ist die andere Seite. Die sehe ich auch.

Ich bin sehr überrascht, was für Menschen sich unseren Online-Bibelgruppen angeschlossen haben. Da entsteht auch eine Gemeinde.

jeddie-x antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @jeddie-x

Ich bin sehr überrascht, was für Menschen sich unseren Online-Bibelgruppen angeschlossen haben. Da entsteht auch eine Gemeinde.

Finde ich sensationell.

Wenn man es dann schafft, aus der virtuellen Welt in die Realität mitzunehmen wäre das optimal 😊

tristesse antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687
Veröffentlicht von: @tristesse

Wenn man es dann schafft, aus der virtuellen Welt in die Realität mitzunehmen wäre das optimal 😊

Ich halte das für die Herausforderung dieser Monate. Bzw: "neuer Wein muss in neue Schläuche". Menschen in eine Gemeinde hinein zu bekommen halte ich persönlich für kaum möglich, jedenfalls bei uns nicht. .... Aber "draussen" miteinander glaubend unterwegs zu sein - dafür sollten wir Formen finden.

jeddie-x antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @jeddie-x

Menschen in eine Gemeinde hinein zu bekommen halte ich persönlich für kaum möglich, jedenfalls bei uns nicht. .... Aber "draussen" miteinander glaubend unterwegs zu sein - dafür sollten wir Formen finden.

Wie du schon richtig sagst, kommt es auf die Gemeinde an. Wir z.B. platzen aus allen Nähten und müssen jetzt anbauen, weil wir die Leute nicht mehr unterbekommen. Und da kommen auch viele Ungläubige dazu, momentan haben wir ca. 20 Taufen im Jahr 😊 Mal gucken wie sich der Gottesdienstbesuch nach Corona wieder einpendelt.

Aber es ist auf jeden Fall richtig, dass man keine Leute gewinnt, wenn man in der Kirche sitzt und wartet, dass sie kommen.

tristesse antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

Hallo!

Veröffentlicht von: @tristesse

Wenn man es dann schafft, aus der virtuellen Welt in die Realität mitzunehmen wäre das optimal 😊

Wieso ist es nicht real, wenn man online zusammen Bibel liest, betet, ...?

Qapla',
Worf

deleted_profile antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @worf

Wieso ist es nicht real, wenn man online zusammen Bibel liest, betet, ...?

Es ist eine andere Art von Realität.

tristesse antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

Moin!

Veröffentlicht von: @tristesse

Es ist eine andere Art von Realität.

Sehe ich auch so. 😊

Deine Formulierung "... aus der virtuellen Welt in die Realitaet mitzunehmen ..." las sich fuer mich allerdings so als hieltest Du Online-Gebete usw. fuer nicht real oder weniger real. Deswegen meine Nachfrage.

Qapla',
Worf

deleted_profile antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306

Wer zwei oder drei meiner Beiträge zum Thema Corona kennt, der weiß schon, dass ich das nicht so meine 😊

tristesse antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15657

Ja, diese Seite sehe ich auch.
Es trennt sich im Grunde die Spreu vom Weizen.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ja, diese Seite sehe ich auch.
Es trennt sich im Grunde die Spreu vom Weizen.

na danke auch 😊 hoffentlich sehen das die Menschen in meiner Gemeinde nicht auch so, nachdem ich fast 2 Jahre nicht im Gottesdienst war...
Spreu..

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @leserin725

hoffentlich sehen das die Menschen in meiner Gemeinde nicht auch so, nachdem ich fast 2 Jahre nicht im Gottesdienst war...
Spreu..

Ich kann mit dieser Denke auch nichts anfangen und bringe das auch nicht zusammen mit meinem Glauben.

suzanne62 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15657

Es hat ja auch mit "deinem Glauben" nichts zu tun. Vielleicht liegt das ja daran. 😊

neubaugoere antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Es hat ja auch mit "deinem Glauben" nichts zu tun. Vielleicht liegt das ja daran.

Ja, das ist sehr gut möglich. In meinem Glauben kommt das halt nicht vor, dass Menschen eingeteilt werden in "Spreu" und "Weizen".
Einer Kirche, die das tut, würde ich nicht mehr angehören wollen.

Wer kann sich denn anmaßen, sich selbst zum "Weizen" und andere Menschen zur "Spreu" zu erklären?

suzanne62 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15657
Veröffentlicht von: @suzanne62
Veröffentlicht von: @suzanne62

Es hat ja auch mit "deinem Glauben" nichts zu tun. Vielleicht liegt das ja daran.

Ja, das ist sehr gut möglich. In meinem Glauben kommt das halt nicht vor, dass Menschen eingeteilt werden in "Spreu" und "Weizen".
Einer Kirche, die das tut, würde ich nicht mehr angehören wollen.

Das hat ja auch nicht "eine Kirche" gesagt, sondern ICH. 😊 Und MIR musst du ja auch nicht "angehören". 😉

neubaugoere antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Das hat ja auch nicht "eine Kirche" gesagt, sondern ICH. 😊

Es ist Jesus selbst, der von Menschen spricht, die gefunden/eingesammelt sind (Weizen, Schafe, Silbergroschen, verlorener Sohn ...). Jesus macht das Fass auf, nicht du.

jeddie-x antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687

Spreu und Weizen

Veröffentlicht von: @suzanne62

Ja, das ist sehr gut möglich. In meinem Glauben kommt das halt nicht vor, dass Menschen eingeteilt werden in "Spreu" und "Weizen".

Weizen = eingesammelt
Spreu = verstreut

Das sind Bilder, die sich durch die ganze Bibel ziehen.

Gott ist derjenige, der sein Volk (ein)sammelt: Wie man Weizen in die Scheune sammelt. Wie ein Hirte seine Schafe sammelt. Wie ein Silbergroschen gesucht und gefunden wird. Wie ein Vater seine verlorene Tochter empfängt usw.

Wie redest du von Menschen, die sich (noch?) nicht haben von Gott sammeln lassen?

Wie liest du Psalm 1? Der Psalmbeter stellt das Bild vom "Baum" und von der "Spreu" einander gegenüber.

Die Bilder sind nicht harmlos, da gebe ich dir recht.
Das liegt aber an Gott und einem Handeln.
Und nicht daran, dass ein Mensch über den andern urteilt.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Wer kann sich denn anmaßen, sich selbst zum "Weizen" und andere Menschen zur "Spreu" zu erklären?

Dass die Gemeinde (!) Gott dafür dankt, dass er sie gerufen und gesammelt hat (wie den Weizen, wie Schafe, wie verlorene Kinder ....), ist Grundlage christlichen Lebens. Das feiern und bekennen wir in jedem Gottesdienst.

jeddie-x antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @jeddie-x

Wie redest du von Menschen, die sich (noch?) nicht haben von Gott sammeln lassen?

Wie soll ich von ihnen reden? Als Mitmenschen, die einer anderen Religion oder Weltanschauung folgen.
Solange sich das, was sie glauben, mit den Werten einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaftsordnung vereinbaren lässt, habe ich damit überhaupt kein Problem.
Es hat mich noch nie um den Schlaf gebracht, dass nicht alle Menschen meiner Umgebung römisch-katholisch sind oder einer anderen christlichen Kirche angehören.
Ansonsten rede ich aber auch gerne mit ihnen auf Augenhöhe - interreligiösen Dialog empfinde ich als sehr bereichernd und habe dadurch schon enorm profitiert.

Veröffentlicht von: @jeddie-x

Wie liest du Psalm 1? Der Psalmbeter stellt das Bild vom "Baum" und von der "Spreu" einander gegenüber.
Die Bilder sind nicht harmlos, da gebe ich dir recht.
Das liegt aber an Gott und einem Handeln.
Und nicht daran, dass ein Mensch über den andern urteilt.

Das ist das Urteil des Psalmisten über die "Spötter" und "Frevler". Das muss man innerhalb des soziokulturellen Kontexts sehen, in dem der Text entstanden ist.

Veröffentlicht von: @jeddie-x

Das feiern und bekennen wir in jedem Gottesdienst.

Diese Sichtweise ist nicht meine. Ich feiere in jedem Gottesdienst, dass Gott alle Menschen liebt und ihr Heil will.

suzanne62 antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687
Veröffentlicht von: @suzanne62

Wie soll ich von ihnen reden? Als Mitmenschen, die einer anderen Religion oder Weltanschauung folgen.
Solange sich das, was sie glauben, mit den Werten einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaftsordnung vereinbaren lässt, habe ich damit überhaupt kein Problem.
Es hat mich noch nie um den Schlaf gebracht, dass nicht alle Menschen meiner Umgebung römisch-katholisch sind oder einer anderen christlichen Kirche angehören.
Ansonsten rede ich aber auch gerne mit ihnen auf Augenhöhe - interreligiösen Dialog empfinde ich als sehr bereichernd und habe dadurch schon enorm profitiert.

Das sehe ich genauso.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Das ist das Urteil des Psalmisten über die "Spötter" und "Frevler". Das muss man innerhalb des soziokulturellen Kontexts sehen, in dem der Text entstanden ist.

Jede Zeit hat ihren Kontext, das ist logisch. Was aber nicht heisst, dass man nicht verstehen kann, was "damals" gemeint war.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Diese Sichtweise ist nicht meine. Ich feiere in jedem Gottesdienst, dass Gott alle Menschen liebt und ihr Heil will.

Ja. Gott liebt alle Menschen und will ihr Heil.

Mein Hinweis war ein anderer: Dass es die biblischen Zeugen und Jesus selbst sind, die die von dir als problematisch empfundene Bildsprache nutzen.

jeddie-x antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @jeddie-x

Dass es die biblischen Zeugen und Jesus selbst sind, die die von dir als problematisch empfundene Bildsprache nutzen.

Ja, und? Nur weil es "biblisch" ist, muss ich es noch lange nicht richtig finden. Ich gebe doch mein Recht auf eine eigene Haltung nicht an der Kirchentür ab.
Und ich bleibe dabei: ich feiere im Gottesdienst nicht meine Zugehörigkeit zu einem kleinen, feinen, auserwählten Elitertrüppchen - zum "Weizen" also.

Veröffentlicht von: @jeddie-x

Ja. Gott liebt alle Menschen und will ihr Heil.

Dieser Gott ist es, den ich feiere.
Ich kann mit dieser Einteilung von Menschen in "Spreu" und "Weizen" nichts anfangen und mag mir so eine Haltung nicht zu eigen machen - ganz egal, wie "biblisch begründet" sie sein mag.

suzanne62 antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687
Veröffentlicht von: @suzanne62

Und ich bleibe dabei: ich feiere im Gottesdienst nicht meine Zugehörigkeit zu einem kleinen, feinen, auserwählten Elitertrüppchen - zum "Weizen" also.

Gott ruft und sammelt Menschen: überall auf der Welt, aus allen Völkern, sozialen Verhältnissen usw. Die nennen sich: seine Gemeinde.

Warum sprichst du von einem "Elitetrüppchen"?

jeddie-x antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 1778

Wer gehört zum Spreu?
Hallo Jeddie

Veröffentlicht von: @jeddie-x

Spreu = verstreut

Was ist denn mit Menschen, die nicht so recht ins Schema passen? Was ist mit solchen, die den (ausgesprochenen oder unausgesprochenen) geforderten Status nicht vorweisen können? Was mit solchen, die sich dem harten Kern, dem Establishment oder Clan einer christlichen Gemeinde nicht anschliessen können oder wollen?

Was ist mit körperlich Beeinträchtigten, Enttäuschten, Soziophoben, psychisch Angeschlagenen, Gemobbten, solchen, denen die christliche Lehre zu eng ist, die keine modernen Lobpreislieder mit englischen Texten mögen oder die mit dem Format von Gottesdiensten nichts anfangen können, weil schlicht und ergreifend zu langweilig?

Sind die aus der Sicht Gottes alle Spreu? Oder anders gefragt, wer genau gehört zum Spreu?

Sind alle, die fest einer Gemeinde angehören der Weizen und alle, bei denen das nicht der Fall ist der Spreu? Ist das so einfach?

Beste Grüsse

Tamaro

tamaro antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687

Ich gebe dir recht. "Verstreut sein" ist nicht deckungsgleich mit "nicht in der Kirche sein".

Wenn Jesus einen Menschen findet, dann sind das auch die, die du aufzählst:

Veröffentlicht von: @tamaro

Was ist mit körperlich Beeinträchtigten, Enttäuschten, Soziophoben, psychisch Angeschlagenen, Gemobbten, solchen, denen die christliche Lehre zu eng ist, die keine modernen Lobpreislieder mit englischen Texten mögen oder die mit dem Format von Gottesdiensten nichts anfangen können, weil schlicht und ergreifend zu langweilig?

Es ist Jesus selbst, der weiss, wer "gefunden" ist.

jeddie-x antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 2683
Veröffentlicht von: @jeddie-x

Weizen = eingesammelt
Spreu = verstreut

Da ist aber ein Denkfehler in der Gleichung.

Weizen /Spreu ist eine qualitative wertung.

eingesammelt /verstreut eine quantitative zustandsbeschreibung.

tatokala antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687
Veröffentlicht von: @tatokala

Da ist aber ein Denkfehler in der Gleichung.

Es ist Bildsprache und du argumentierst mit logischen Schlüssen.

Die Frage ist, was genau Jesus oder Johannes der Täufer oder die Psalmen oder die Offenbarung mit den Bildern von Weizen und Spreu oder Weizen und Unkraut zum Ausdruck bringen wollen. Und was sie nicht zum Ausdruck bringen wollen.

Ich meine, dass offensichtlich ist, dass es um "Ernte" und damit um "Scheidung" geht. Zum Beispiel (Weizen/Unkraut): "Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune." Mt 13,30

Oder (Weizen/Spreu): Er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheue sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. (Mt 3,12)

Es sind nicht Menschen, die heranwachsen als Unkraut oder Weizen. Dann hat man die Bildsprache nicht verstanden. Es ist Gottes Wort, das Gott selbst in seine Welt gesät hat und das er dazu bestimmt hat, Frucht zu bringen. Alles, was Gott tut, ist auf Antwort, Liebe, Resonanz hin angelegt.

jeddie-x antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23305

Interessant.... diese Woche habe ich bei der Bearbeitung des Plattenweges ein Weizenkorn gefunden.

Danke für euer Thema und die Anregung, da mal genauer hinzuschauen.

Wenn ich überlege, dann kommt für mich bei Weizen und Spreu noch eine weitere Sichtweise zum Vorschein:

Spreu ist der trockene Halm , auf dem die Weizenähre sich entwickelte...und wohl auch die Grannen und der Spelz.

Bis zur Reife waren Halm, Grannen und Spelz nötig, sind also nichts Schlechtes und waren auf dem Weg zur Reife des Korns notwendig. Sie sind aber keine Frucht im eigentlichen Sinne und nicht geeignet zum Brotbacken.
Dazu fällt mir Paulus Ausspruch ein: als ich ein Mann wurde, tat ich ab was kindlich war.
Oder auch Phil 1,6 und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.

Weizen und Unkraut kann obigen Sinn auch wiedergeben, denn bestimmte Hilfspflanzen wie Kornblumen helfen dem Weizen gesund zu bleiben, sind aber wiederum nicht zur Brotherstellung geeignet.

Es kommt auf die Art des Unkrautes an, was eine Bedeutungsänderung ergeben kann: Taumel-Lolch, sieht weizenähnlich aus, ist aber giftig.

Im Gleichnis, in dem vom Feind die Rede ist, der zwischen den Weizen gesät hat, wird Bezug auf das Wort genommen. Wieder eine andere Situation.

deborah71 antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687
Veröffentlicht von: @deborah71

Spreu ist der trockene Halm , auf dem die Weizenähre sich entwickelte...und wohl auch die Grannen und der Spelz.

Bis zur Reife waren Halm, Grannen und Spelz nötig, sind also nichts Schlechtes und waren auf dem Weg zur Reife des Korns notwendig. Sie sind aber keine Frucht im eigentlichen Sinne und nicht geeignet zum Brotbacken.

Es ist halt die Frage, ob Jesus in den Gleichnissen diesen Wachstums- und Absonderungsprozess vor Augen hat.

In Johannes 15 - da geht es aber um etwas anderes - spricht Jesus vom Reinigen der Schösse des Weinstocks. Da wird gepflegt und zurückgeschnitten. Das ist aber kein Bild des Gerichts.

Zu deinen Überlegungen vom "Reinigen" gibt es von Tom Wright (das ist der bekannte Nicholas Thomas Wright, wenn er für die "normale Gemeinde" schreibt) gute Beobachtungen in: Von Hoffnung überrascht, 2007, ab 204.

Er stellt die verschiedenen Vorstellungen zusammen, die im christlichen Raum vertreten werden, was das Gericht Gottes betrifft. Eine populäre Vorstellung ist die einer modifizierten Allversöhnung:

«Gott wird nach dem Tod weiterhin allen Menschen die Möglichkeit der Umkehr geben, bis sie schlussendlich in das Angebot seiner Liebe einwilligen.» (210) Wer das Leben anderer Menschen bösartig zerstört und verdorben hat, wird länger brauchen, bis er in der "neuen Schöpfung" ankommt – aber er wird auch ankommen.

jeddie-x antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23305

Mir ging es um die Unterscheidung in den Gleichnissen, ob es um Teile einer Pflanze geht... oder um verschiedene Pflanzen, denn das ist für mich ein starker Einfluß auf eine Auslegung. Bei Gericht bin ich gedanklich noch nicht wirklich.

Oft werden Gleichnisse, weil sie ähnlich scheinen, glatt gebügelt... dabei steckt oft was ganz anderes dahinter.

Heutzutage sind viele nicht mehr im Agrarbereich zu Hause und dann fallen Interpretationen anders aus, als in einer teils nomadischen und teils bäuerlich-sesshaften Gesellschaft.

Veröffentlicht von: @jeddie-x

In Johannes 15 - da geht es aber um etwas anderes - spricht Jesus vom Reinigen der Schösse des Weinstocks. Da wird gepflegt und zurückgeschnitten. Das ist aber kein Bild des Gerichts.

Da ich Weinstöcke habe, ist das sehr anschaulich.... auch das Ausbrechen der unnötigen Schosser und das Hochbinden der Fruchttriebe, damit sie nicht verholzen (airo aufrichten,wegnehmen; kathairo reinigen). Vers 2

Leider erlebe ich immer wieder Deutungen, wo Menschen Angst haben, wenn sie nicht genug Frucht bringen, dass sie herausgebrochen werden aus dem Leib (verloren) und Panik und Leistung oder Depression entwickeln.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ja, diese Seite sehe ich auch.
Es trennt sich im Grunde die Spreu vom Weizen.

So hatte ich das nicht gemeint.

Ich finde diesen Vergleich ausgesprochen unglücklich formuliert 😐

Nur weil ein Christ nicht in die Kirche geht, ist er keine Spreu, die ja laut Gottes Wort wertlos ist. Er ist nur ein Christ, der nicht in eine Gemeinde geht.

Das ist beleidigend, vielleicht besserst Du da noch mal nach.

tristesse antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15657

Ich lass mich auf "lieblos" ein. 😊
eine Krise ist immer eine Situation, wo sich erweist, wie stark da das Fundament ist; und wo einen "nichts hinzieht" - da ist kein Fundament, zumindest kein tragfähiges

Ich hab nichts gegen Christen, die aufgrund bestimmter Situationen (Umzug, Scheidung etc.) mal (!) eine Weile nicht in eine Gemeinde gehen. Ich halte jedoch Christen, die dauerhaft in keine Gemeinde gehen und auch nichts dergleichen leben (Nähe, Kontakte, Austausch, Rechenschaft etc.), für ungesund. Isso. Ob das anderen jetzt gefällt oder nicht.

neubaugoere antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ich lass mich auf "lieblos" ein. 😊

Du, das war kein Vorschlag von mir, der verhandelbar ist.
Isso 😊

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ich lass mich auf "lieblos" ein. 😊
eine Krise ist immer eine Situation, wo sich erweist, wie stark da das Fundament ist; und wo einen "nichts hinzieht" - da ist kein Fundament, zumindest kein tragfähiges

Das kannst du überhaupt nicht beurteilen.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ich halte jedoch Christen, die dauerhaft in keine Gemeinde gehen und auch nichts dergleichen leben (Nähe, Kontakte, Austausch, Rechenschaft etc.), für ungesund. Isso. Ob das anderen jetzt gefällt oder nicht.

Das ist eine herabwürdigende Haltung. Du hast überhaupt kein Recht, über den Gesundheitszustand eines geistlichen Lebens zu urteilen. Und schon gar nicht dann von "Spreu" und "Weizen" zu diskutieren.
Ob Dir meine Haltung gefällt oder nicht, ist mir da wirklich egal.
Isso.

tristesse antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1687
Veröffentlicht von: @tristesse

Das ist eine herabwürdigende Haltung. Du hast überhaupt kein Recht, über den Gesundheitszustand eines geistlichen Lebens zu urteilen. Und schon gar nicht dann von "Spreu" und "Weizen" zu diskutieren.

Hast du versucht, neubaugoeres Beitrag wohlwollend zu lesen? Zu ahnen, was sie wohl meint?

Lass uns doch nicht so schlecht voneinander denken.

jeddie-x antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19306
Veröffentlicht von: @jeddie-x

Hast du versucht, neubaugoeres Beitrag wohlwollend zu lesen? Zu ahnen, was sie wohl meint?

Ich lese grundsätzlich die Beiträge nicht, um Schlechtes bei anderen Usern zu denken.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0

liebe Tinkerbell,

rein von meinem Gefühl her ist es zu Hause schon bequemer. Aber Christ sein soll ja nicht nur mein Gefühl betreffen, sondern auch mein Innerstes, meinen Verstand, meinen Geist.

So bin ich an den vergangenen Sonntag mit meinem Fahrrad trotzdem in meine Kirche gefahren, und gebetet. So kam ich auch mit Menschen die da vorbei liefen in Beziehung, habe zum Gottesdienst eingeladen.

Und ich war so was von überrascht, wie offen ich mit Menschen über den Glauben an Jesus reden konnte...

Nein, Leben in der Gemeinde ist nicht nur Frieden, Freude, Eierkuchen, denn dann wären wir ja schon im Himmel. Auseinandersetzungen, Streitereien gibt es auch unter uns Christen, wir sind nicht besser, aber besser dran heißt es in einem Lied.

Christsein kann auch Kampf, ja auch mal Krampf bedeuten.........

Wir haben alle unsere Probleme in der Corona Krise. Denken anders, unterschiedlich darüber. Und jeder meint, so wie er denkt, ist es richtig. Doch jeder leidet darunter, als Single genau so wie als Familie.

Und auch als Christ kann ich neidisch denken, ja hätte ich jetzt einen Mann oder eine Frau, dann wäre es jetzt für mich leichter.

Doch der oder die andere sagt, oh meine Mann/Frau nervt nur noch in der Krise, da haben es die nicht Verheirateten viel leichter.

Nehmen wir uns in der Krise so an, wie Jesus uns angenommen hat.

Du bist ok., und ich bin ok. Auch wenn wir in manchen Dingen unterschiedlich denken. Und trotzdem sind wir vor Gott wertvoll und angenommen. Und auf das kommt es schließlich an. Auf meine Beziehung zu Gott. Denn die bestimmt auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen, zu unseren Mitchristen.

"Es tut mir leid, ich vergebe dir," schwere Worte, aber wichtige Worte.

Von was leben wir Christen, nur von der Vergebung und Versöhnung Gottes für uns. Das kriegen wir nicht allein hin. Dafür brauchen wir Gott und Seinen guten Heiligen Geist.

liebe Grüße,

Frederick

Anonymous antworten


Tineli
 Tineli
Beiträge : 1380

Im Pyjama auf dem Sofa...
... das hab ich jetzt hier öfter gelesen, aber das passt für mich irgendwie gar nicht.
Ja, auf dem Sofa hab ich auch gesessen, weil man von dort den besten Blick auf den Fernseher hat, auf dem der Livestream lief. Aber es war mir wichtig, es dennoch irgendwie würdig zu begehen. Also vorher anziehen, duschen, frühstücken. Ich bin (wie bei uns üblich) zu den Gebeten aufgestanden. Ich hab versucht, nicht nebenher noch was zu machen (würde ich im realen Gottesdienst auch nicht) - sonst beim Fernsehen stricke ich oft.

Ich vermisse den realen Gottesdienst, ich vermisse die Gemeinschaft, das Singen mit vielen anderen, die Gespräche vor und nach dem Gottesdienst, die gemeinsamen Gebete usw. Ich freue mich, wenn das wieder möglich ist.

Und ich bin unendlich dankbar für all die, die in unserer Gemeinde mit ihren Gaben den Livestream möglich gemacht haben. Und durfte selbst auch schon 2x als Moderatorin mit dabei sein. Auch sehr strange, wenn im Saal gerade mal 7 Leute anwesend sind (Prediger, Moderator, Klavierspieler, Tontechniker, Kameramann, Stream-Spezialist und Regie).

Gruß, Tineli

tineli antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tineli

... das hab ich jetzt hier öfter gelesen, aber das passt für mich irgendwie gar nicht.
Ja, auf dem Sofa hab ich auch gesessen, weil man von dort den besten Blick auf den Fernseher hat, auf dem der Livestream lief. Aber es war mir wichtig, es dennoch irgendwie würdig zu begehen. Also vorher anziehen, duschen, frühstücken. Ich bin (wie bei uns üblich) zu den Gebeten aufgestanden. Ich hab versucht, nicht nebenher noch was zu machen (würde ich im realen Gottesdienst auch nicht) - sonst beim Fernsehen stricke ich oft.

Das was du schreibst ist auch bei mir so. Für mich ist es keine Option im Schlafanzug, ungefrühstückt und ungeduscht den Gottesdienst online zu verfolgen.

Ich bleibe das konsequent, Sonntag 10.00 Uhr ist Gottesdienstzeit, für mich gab es da keine Alternative zu, trotz der Möglichkeit, auch noch später den Gottesdienst zu schauen... und ja genau das schauen ist es, was mich auch stört. Ich konsumiere einen Gottesdienst - irgendwie. Und das möchte ich nicht. Der Gottesdienst muss in irgend einer Form leben.

Das ging schon, aber besonders beim feiern das Abendmahls (ja auch das wurde online gemacht) wurde mir schmerzlich bewusst, wie sehr mir die Gemeinschaft fehlt und das wirkliche dabei sein. Ich lebe alleine und bin daher auch beim Gottesdienst alleine.

In der Karwoche habe ich mich jedoch mit einer Freundin getroffen und wir haben zusammen Abendmahl gefeiert und gebetet. Das war auch sehr schön und intensiv.

Ich weiß noch nicht, wie es bei mir in der Gemeinde weitergeht. Am ersten Sonntag, als die Gottesdienste ausfielen, habe ich mit Freunden noch einen Hausgottesdienst gefeiert. Wir waren zu siebt und es war wunderschön. Jeder hat etwas mitgebracht, alle haben sich daran beteiligt, nichts war abgesprochen... und doch war es so stimmig.

Ich wäre schon dankber, allein in dieser Form wieder Gottesdienst feiern zu können.

Mit den Auflagen hader ich etwas, andereseits sehe ich auch die Notwendigkeit. Aber nicht zu singen, alle sitzen mit Mundschutz womöglich da, wir dürfen uns nicht umarmen und nicht mal die Hand geben. Wir müssen körperlich auf Distanz bleiben.... es ist so schon schwer genug.

Wir werden sehen.

Mir fehlt definitiv etwas. Die Online oder Fernseh Angebote sind keine Option für mich auf Dauer. Dennoch bin ich dankbar, dass es überhaupt diese Möglichkeiten gibt.

Veröffentlicht von: @tineli

Auch sehr strange, wenn im Saal gerade mal 7 Leute anwesend sind (Prediger, Moderator, Klavierspieler, Tontechniker, Kameramann, Stream-Spezialist und Regie).

Aber besser wie alleine zu Hause vor dem Bildschirm 😊

Anonymous antworten
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