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Gemeindeleben in Coronazeiten

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Neubaugöre
Themenstarter
Beiträge : 11890

Hej,

wie geht es euch mit euren Gemeinden oder in euren Gemeinden? Geht alles so weiter wie vorher? Hat sich was verändert im Gemeindeleben, im Miteinander? Oder bekommt ihr sowas eher nicht mit?

In meiner Gemeinde hab ich die Beobachtung gemacht (ist natürlich subjektiv), dass erst gar nichts passierte (was ich aber erwartet hätte), dann - als hätte jemand einen Schalter umgelegt - geht "plötzlich" alles so weiter wie es vorher auch war. - In langen Gesprächen, wenn die Zeit da ist oder wenn es mir überhaupt möglich ist, erfahre ich von einzelnen, wie sie die Pandemie bisher erlebt haben, wie es ihnen geht und wie sich das auf die Gemeinde als "Körper" auswirkt. Mir ist das "komisch", denn eine Krise wie eben die Pandemie (es gibt ja noch viele andere Formen von Krisen) verändert immer Menschen und Situationen. (also ich rede hier nicht über: wir nutzen jetzt einen Desinfektionsmittelständer am Eingang oder sowas als "Veränderung").

Wie laufen die Hauskreise bei euch (oder je nachdem, wie die kleineren Kreise bei euch heißen)? Anders als vorher?
Wie laufen die Gottesdienste?

Wir können ja hin und wieder sog. Präsenzgottesdienste anbieten, doch die werden nicht wirklich "voll", d.h. viele Leute, die immer zur Gemeinde gekommen sind (und auch gehörig sind), bleiben weiterhin fern. Ich will es mal so sagen: ich möchte das eine denken, denke jedoch das andere ... Deswegen frage ich nach, ob es anderen auch so geht. Vielleicht entdecke ich Spuren, wie ich fragen kann, wie ich denken kann, neue Sichtweisen und so ...

die g☕️ere

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61 Antworten
Neubaugöre
Themenstarter
Beiträge : 11890

noch mal ein Gedanke
zu Gemeinde in Coronazeiten und der Entwicklungen innerhalb einer Gemeinde ... hier speziell in meiner.

Ich beobachte gerade in meiner Gemeinde, dass Geschwister sich - trotz Coronaregeln - zusammensetzen, obwohl sie nicht ein Haushalt sind. Aus dem Grunde, weil sie sich sowieso alle zwei Tage treffen und viel Zeit miteinander verbringen. Das nahmen diese zum Anlass, die Gemeindeleitung (ich weiß noch nicht genau, mit wem genau) darüber in Kenntnis zu setzen oder zu bitten (genau weiß ich es noch nicht), dass sie eben aus dem Grund der vielen Zeit, die sie miteinander verbringen, doch ruhig in den Gottesdiensten zusammensitzen können. - Nun weiß ich auch nicht so genau, bei wem das bisher (2x) alles etwas ausgelöst hat (Unmut), bei mir jedenfalls. Nicht unbedingt, weil sie zusammensitzen, also dem gesundheitlichen Aspekt, als vielmehr dem Umstand - so wie ich ihn sehe -, dass sie sich "der Obrigkeit" nicht nur widersetzen (Regeln der Gemeinde, die von staatlicher Seite ja auferlegt wurden), sondern "die Obrigkeit" (also Gemeindeleitung) dazu überreden, dies zu erlauben. - Dann denke ich, was "ihr" Zweien erlaubt, müsst ihr auch allen erlauben. Allen oder niemandem. Und, was mich noch bewegt, ist der Umstand des "überredens" mit menschlich, egoistischen Motiven. Ich finde das "unlauter".

In Gemeinden müssen wir in solchen Zeiten sehr aufpassen, nicht in die vielen ausgelegten Fallen des Feindes zu tappen, die ja alle am Ende Beziehungen zerstören sollen und "die Gemeinde zerstreuen", also auseinanderbringen.

Was denkt ihr?

neubaugoere antworten
7 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047
Veröffentlicht von: @neubaugoere

In Gemeinden müssen wir in solchen Zeiten sehr aufpassen, nicht in die vielen ausgelegten Fallen des Feindes zu tappen, die ja alle am Ende Beziehungen zerstören sollen und "die Gemeinde zerstreuen", also auseinanderbringen.

Du glaubst also, der Feind benutzt Eure Mitglieder, die sich nicht an die Maßnahmen halten dazu, um seine Gemeinde zu spalten?
Da hab ich mal ein ganz großes Fragezeichen zu.

tristesse antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1372

Das war auch bei uns der Fall - und ich finde es ok. Es war ja erlaubt, sich mit einem anderen Haushalt zu treffen, warum sollen die dann im Godi nicht auch nebeneinander sitzen? Manche Singles haben sich zusammen getan und sich als "Haushalt" betrachtet, auch wenn sie eigene Wohnungen hatten. Einfach, um nicht in der Einsamkeit stecken zu bleiben. Und das fand ich gut.

Gruß, Tineli

tineli antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11890

*hm* meine Gemeinde richtet sich nach den Coronaregeln der EKBO, da ist das nicht vorgesehen; aber ich hab es ins Gespräch gebracht und jetzt denken alle mal darüber nach, wie wir das als "Wir" hinkriegen, ohne wen auszuschließen und ohne wem Sonderrechte einzuräumen. - Auch hier sind wir wohl auf Gott angewiesen, dass er hilft, eine gute Hand dafür zu haben.

neubaugoere antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1372

Inzwischen ist es ja - zumindest in Hessen - eh alles nicht mehr erforderlich. Wir müssen uns nicht mal mehr beim Godi registrieren. Es gibt keine Kontaktnachverfolgung mehr.

tineli antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11890
Veröffentlicht von: @tineli

Inzwischen ist es ja - zumindest in Hessen - eh alles nicht mehr erforderlich. Wir müssen uns nicht mal mehr beim Godi registrieren. Es gibt keine Kontaktnachverfolgung mehr.

Also bei uns gibt es die noch. Ich war gestern mal bei einer Besprechung dabei. Unsere Gemeinde hat beschlossen, sich von den Vorgaben der EKBO zu lösen und direkt beim Senat zu schauen. Weiterhin haben wir dann beschlossen, wieder "normale Bestuhlung" anzubieten, lediglich beim Singen noch Masken zu tragen (damit können die meisten gut leben), wir haben registriert, wer geimpft ist - und daraus ergab sich das Meiste davon; denn die vier Hanseln, die nicht geimpft sind, haben nichts dagegen, sich immer testen zu lassen. Wir haben auch immer Tests da, dass die vor Ort gemacht werden können (20 Min. vorher, wir akzeptieren also Schnelltests, solange jemand dabei ist), kann aber auch jeder woanders machen lassen und 'ne Bescheinigung mitbringen.

Ich finde das außerordentlich gut, dass wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben, einen Weg, das "Miteinander" nicht zu verlieren, da haben wir auch den Thron Gottes bestürmt mit. - Jetzt am Sonntag findet der erste halbwegs normale Gottesdienst in unseren eigenen Räumlichkeiten wieder statt. Ich bin leider nicht dabei, weil Paps Geburtstag hat am Sonntag und wir groß Essen gehen. 😊 Viele finden alles wieder irgendwie "normal", ich für mich empfinde das nicht so, es ist nicht wie vorher, es ist anders und es wird anders bleiben, weil wir uns alle verändert haben und sich die Situation auch verändert hat. Aber wir versuchen, uns da durchzuschlagen und achten sehr darauf, eben die Gemeinschaft nicht zu verlieren. Dann suchen wir immer weiter nach Lösungen ...

PS: Gestern die Besprechung fühlte sich soooo gut an, ganz normal, dennoch mit 1m Abstand, miteinander dazusitzen in einer Besprechung, um einen großen Tisch herum mit "Leckereien" und eben uns auszutauschen, zu brainstormen, zu planen.

neubaugoere antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ich beobachte gerade in meiner Gemeinde, dass Geschwister sich - trotz Coronaregeln - zusammensetzen, obwohl sie nicht ein Haushalt sind. Aus dem Grunde, weil sie sich sowieso alle zwei Tage treffen und viel Zeit miteinander verbringen.

Nun weiß ich nicht, wie das bei euch geregelt ist - aber im Erzbistum Köln sind die Ordner nicht dazu angehalten, die Personalausweise der Gottesdienstbesucher zu kontrollieren, können und müssen also nicht überprüfen, ob Leute, die zusammen in einer Kirchenbank sitzen wollen, auch tatsächlich zusammen wohnen.
Von daher müssen sich diejenigen, die als Ehrenamtliche Ordnerdienst machen, das Presbyterium, der Kirchenvorstand und die hauptamtlichen Mitarbeiter keinen Kopf machen. Es ist nicht ihre Verantwortung.
Andererseits verstehe ich auch deinen Unmut: solange man im Gottesdienst keine 3G- oder 2G-Regel anwendet (vor allem letztere erlaubt ja dann doch etwas mehr Entspanntheit und Großzügigkeit), muss man natürlich umso pingeliger auf die Einhaltung von Maskenpflicht und Mindestabstand achten.
Dass die eigenen Gemeinde als Corona-Hotspot durch die Medien geht, darauf können wir ja wirklich alle gut verzichten.
Bei uns werden die Regeln für den Gottesdienst weitgehend respektiert (so weit ich das beurteilen kann - ich muss ja erst mal davon ausgehen, dass die, die mir sagen, dass sie zusammen wohnen, auch tatsächlich zusammen wohnen).
Für alle anderen Veranstaltungen (also z.B. auch das Kirchencafe) gilt 3G - da kommt man ohne negativen Test, Impf- oder Genesungsnachweis nicht rein, aber dafür darf man da auch zusammen sitzen, mit wem man will.

suzanne62 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11890

Ich hab nächste Woche wieder unser "Seniorencafé" (das aber so nicht heißt, weil dann keiner kommen würde 😀 😉). Ich meine, bei uns in der Gemeinde sind alle Senioren geimpft und wenn doch einer kommt, der nicht geimpft ist, hat er sicher nichts gegen einen Test einzuwenden, gleich vor Ort, von mir durchgeführt oder in meinem Beisein selbst. - Ich muss noch mal bei der Leitung nachfragen, ob dann alle "normal" zusammensitzen können. Fenster lasse ich trotzdem auf und Tür, damit ein Luftaustausch gewährleistet ist, wenn schon keine Masken getragen werden ... mit den Abständen bin ich mir auch noch nicht so sicher. Mal sehen. Mich "nervt" es, dass seit über einem Jahr der gewohnte "Kaffeeklatsch", diese gewollt lockere Zeit so "unlocker" eben ist. Aber da müssen wir durch. Die GEmeinschaft darf da nicht drunter leiden. Wir achten sehr aufeinander.

neubaugoere antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Wir sind eine in Ausser - Corona - Zeiten eine Gemeinde mit recht gut besuchten Gottesdienstes am Sonntagmorgen.
Wir wurden wie viele andere Gemeinden in Deutschland und ebenso weltweit auch von den Schutzmaßnahmen regelrecht kalt erwischt und Ende März 2020 so etwas kaltgestellt.
Bei einen durchschnittlichen G.D. -Besuch von 250 bis 300 Gläubigen pro Sonntag war das für sehr viel Menschen ein massiver Einschnitt.

Da wir Gott sei Dank über ein gut ausgebildetes Technikteam und das für Übertragungen Notwendige know how verfügen können, haben wir sofort damit begonnen, unsere Hauptgottesdienste jeden Sonntag idirekt zu übertragen und bei youtube ins Netz zu stellen.
Von Ende August gab es ja wieder Präsenzgottesdienste und unter aller strengster Einhaltung sämtlicher Auslagen durften in unseren 45o Besucher fassenden Kirchenraum insgesamt 73 Menschen mit Maske und auf Abstand direkt am Gottesdienst teilnehmen. Ohne
Singen und laut beten, sowie ohne das mitsprechen von vorgelesenen
Psalmen. Alle Ein- und Ausgangstüren waren immer weit geöffnet,
sodass im frische Luft zugeführt wurden.
Die Gemeinde -Lieder wurden jeweils von einem kleinen Musikteam gesungen und am E-Piano gespielt. Kollekten wurden nicht eingesammelt, sondern es würde darum gebeten, diese direkt auf's
Konto der Gemeinde zu überweisen.

Diese völlig neue Suituation hat ganz natürlich in dem umfangreichen
Gemeindeleben mit Angeboten für alle Altersgruppen für gravierende Einschnitte und leider negative Veränderungen gesorgt!
Die Gemeindchor, der Gospelchor und das für viel Bedürftige in unserem Gemeinde-Umfeld so eminent wichtige Kleiderkammerteam
waren zur Untätigkeit verurteilt.
Ich befürchte sehr, dass diese Pandemie für sehr viele Kirchen-gemeinden einen Menge negative Folgen mit sich gebracht hat.
In einer solchen Situation kann man gewiß nicht alles mit Handy,
e-mail oder facebook ausgleichen. Da wird vieles auf der Strecke bleiben.
Da gibt es richtig viel zu zu! "Packen wir es an!!!"

Anonymous antworten
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