THOW 309: Ruf zum Fasten
1 Sehnsucht nach Durchbruch. 2 Sehnsucht nach Stabilität. 3 Sehnsucht nach Heilung. 4 Wir weinen und klagen, sind nah am Verzagen. 5 Wünschen uns so sehr: Wann greifst du ein, o Herr?!
6 Wir lesen, aber wollen nicht verstehen. 7 Wir wissen, aber wollen uns nicht erinnern. 8 Wir hören, aber verschließen unsere Ohren vor dem, was der Geist der Gemeinde sagt. 9 Denn es steht geschrieben: „Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.“
10 Wenn uns der Geist zum Gebet und zum Fasten sendet – verstocken wir unsere Herzen nicht! 11 „Kommt zu ihm von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen.“ 12 „Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit die Leute sehen, dass sie fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen.“
13 Und „nichts wird uns unmöglich sein“, doch manches geschieht nur „durch Gebet und Fasten.“ 14 Und du, Herr, wirst deine Ohren nicht verschließen, wenn deine Gemeinde so vor dich kommt: In Demut und Ehrfurcht mit Beten, Fasten und Lobpreis. 15 Sela.
Vielleicht betrifft es nur "unseren" THOW-Abend immer mittwochs, vielleicht nur "unsere" Gemeinde - aber wir haben zur Zeit verstärkt den Eindruck, dass der Leib Christi (oder vielleicht nur Teile davon) mit Fasten und Gebet vor Gott auf die Knie gehen sollte.
Wie erlebt ihr das? Wird überhaupt noch gefastet?
Um das mal vor die Klammer zu ziehen. Ist denn die Frage, die es zu beantworten gilt: Was bringt mir Fasten? Oder wäre die Frage nicht viel spannender: Was steckt hinter dem biblischen Prinzip des Fastens? - Wenn Jesus selbst nach der Taufe sich mit 40 Tage Fasten auf seinen Dienst vorbereitete.
Ich versuche mich bei vielen biblischen "Prinzipien" mehr und mehr davon zu lösen mich zu fragen, ob ich es denn verstehe und dann bei Gefallen gern umsetzen möchte. Sondern ich versuche zu begreifen, was für ein Segen dahinter steckt, wenn man den Schatz hebt, der sich dahinter verbirgt. Denn ich glaube fest daran, dass Jesus sich die Entbehrungen erspart hätte, wenn es nicht sehr wichtig gewesen wäre.
Fasten ist für mich fast wie Neuland. Aber ich habe vor einiger Zeit eine Predigt von Andrew Wommack gehört, da führte er aus, dass Fasten den Unglauben reduziert. Und auch dem Körper sagt: Der Geist leitet, nicht das Fleisch.
Heute hatte ich 16 h gefastet - nur am Abend gegessen. Das Wort: Wenn mein Volk sich vor mir demütigt, komme ich ihr Land zu heilen fällt mir dabei ein.
Fasten ist gesund. Vor ein paar Jahren fastete ich jeweils montags, aß auch nur abends - mir hat es gut getan. Dann kam soviel und und ich aß einfach wieder normal. Und ohne Gebet geht sowieso nix. Ich brauch in allem Hilfe, allein bring ich nix auf die Reihe.
manche Sachen brauchen Zeit - und Gott hat Zeite und Orte - siehe Zacharäus. Das Ehepaar war jahrelang kinderlos, viel wurde gebetet. Nachdem sich Zacharäus geheiligt hatte ging er ins Heiligtum und hatte eine Begegnung - er kam raus und war sprachlos. 9 Monate später wurde er Vater.
Es ist Ausharren gefragt. Im Frieden Gottes ist unser Schutzraum. Wichtig ist nicht nur Gebet sondern auch Hören auf Gottes Stimme. Es ist ein Dialog. Gott spricht. Und auf seinem gesprochenem Wort können wir laufen. Es ist die Befähigung Gottes für uns um zu dem Segen zu kommen, den er für uns hat, auf dass wir damit andere segnen können.
Ich mache seit einigen Monaten 16:8 Fasten und versuche mal die Wirkung zu beschreiben, die für mich mehrere Dimensionen umfasst.
Für mich ist die 16stündige Fastenzeit zu einer Zeit der Ruhe, des Friedens, der Pause, des Innehaltens, des Kraftschöpfens und des Gebets geworden - selbst wenn ich in der Zeit noch (etwas) tätig bin. In den 8 Stunden, da ist das Tätig-Sein, die Unruhe, der Ärger, das Schimpfen und das Lachen.
Durch das Fasten bekommt dieser Arbeits-Ruhe-Rhythmus eine ganz andere Präsenz und Bewusstheit, die mir guttut und mich auch in der Hektik des Tages ruhiger agieren lässt. Diese Rhythmen haben bei mir zu einer stärkeren inneren Ruhe, mehr Präsenz und dadurch zu einer kontinuierlicheren Verbindung zu mir selbst und auch zu Gott geführt. Früher ist es mir sehr schwer gefallen, nach der Arbeit abzuschalten und ich habe die ganze Mühe und den Ärger über die Ruhezeiten mitgeschleppt. Durch das Fasten passiert das fast automatisch weniger. Vielleicht geht das in die Richtung: Arbeite und Bete. Und: Esse, wenn Du arbeitest, faste, wenn Du betest/ruhst/Kraft tankst.
Dazu ist zu sagen: Ich habe derzeit das große Glück, mir meinen Arbeitstag so einzurichten, dass ich die Tätigkeiten, die Unruhe und Ärger bringen auf die Zeit zwischen 11 und 18 Uhr legen kann 😉 möge das immer so bleiben.
