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Depressionen

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Nino006
Themenstarter
Beiträge : 2

Hat einer von euch Erfahrungen mit Depressionen?
Ich habe dies das erste mal 17 gehabt und heute bin ich 34. Mit 17 hatte ich zwei missglückte Selbstmordversuche. Die Depression wurden nie behandelt. Seit einem Monat habe ich die das erste mal wieder.
Ich kann mein Leben gerade irgendwie nicht meistern.
Nun war ich das erste mal beim Arzt und habe darüber gesprochen.

Aber heute ist es wieder ganz schlimm

Antwort
22 Antworten
Nino006
Themenstarter
Beiträge : 2

Hallo,
vielen Dank an eure Antworten.
Meine Ärztin hat mir schon einen Termin besorgt bei der Psychiaterin. Irgendwie fühle ich mich jetzt wie ein Freak.
Ich möchte das auch nicht wirklich jemanden erzählen, deshalb hab es hier geschrieben gehabt. Die Anonymität nimmt mir ein wenig die Hemmung.
Ich hab ein Problem damit Menschen zu vertrauen und Schwäche zu zeigen. Liegt vielleicht an meiner Kindheit, die stark von Gewalt geprägt war.
Aber Danke nochmal für eure Antworten

nino006 antworten
9 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17047

Hallo Nino,
danke erst mal für Deine Offenheit und Deine Ehrlichkeit, das ist sehr mutig.

Veröffentlicht von: @nino006

Irgendwie fühle ich mich jetzt wie ein Freak.

Eine Depression ist eine Krankheit, die behandelbar ist, je nach Schwere der Erkrankung kann das dauern und langwierig werden, aber hab keine Angst davor. Alles, was Du jetzt unternimmst dagegen, ist besser als das, was Du vorher hattest, nämlich damit allein fertig werden zu müssen.

Du bist kein Freak, wenn Du zu einem Arzt gehst, wenn Du krank bist. Das machen Millionen anderer Menschen auch jeden Tag. Ich arbeite in einer Apotheke und wenn wir Rezepte für Psychopharmaka auf dem Tisch bekommen ist unser erster Gedanke mit Sicherheit nicht, dass da ein Freak vor uns steht.

Veröffentlicht von: @nino006

Ich möchte das auch nicht wirklich jemanden erzählen, deshalb hab es hier geschrieben gehabt. Die Anonymität nimmt mir ein wenig die Hemmung.
Ich hab ein Problem damit Menschen zu vertrauen und Schwäche zu zeigen. Liegt vielleicht an meiner Kindheit, die stark von Gewalt geprägt war.

Ich finde es gut, dass Du auf Dich acht hast und vorsichtig bist. Ich würde mit der Diagnose auch nicht zu jedem gehen und es allen erzählen, die ich kenne. Aber vielleicht hast Du ein oder zwei wirklich gute Freunde, denen Du vertrauen kannst, die gern von Dir wissen würden, wie es Dir geht. Und die Dir vielleicht auch helfen möchten in diesem Weg aus der Krankheit. Gute Freunde kann auch kein Therapeut ersetzen 😊

Ich bin mit meiner Depression auch sehr lange allein geblieben, bis irgendwann ein sehr guter Freund, der Psychologe ist, erkannt hat, dass ich Hilfe brauche und mich dann an die Hand genommen hat. Es hat etwas gedauert, aber das hat sich wirklich gelohnt. Und ich hab gemerkt, dass Depression nicht mehr so stigmatisiert ist wie noch vor einigen Jahren. Inzwischen verstehen viele diese Krankheit besser als vorher und hat wesentlich mehr an Akzeptanz gewonnen.

Mehr möchte ich hier auch als Betroffene nicht schreiben, aber Du kannst mich auch gern privat anschreiben.

Ich wünsche Dir Gottes Segen,
Trissi

tristesse antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Ich finde es toll, dass du dich äußerst und Kommunikationswege findest.

Veröffentlicht von: @nino006

Meine Ärztin hat mir schon einen Termin besorgt bei der Psychiaterin.

Das ist gut. Ich wünsche dir, dass "die Chemie stimmt".

Veröffentlicht von: @nino006

Ich hab ein Problem damit Menschen zu vertrauen und Schwäche zu zeigen. Liegt vielleicht an meiner Kindheit, die stark von Gewalt geprägt war.

Ich wünsche dir, dass du das in der Therapie gut aufdröseln und Strategien für dich entwickeln kannst.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

lieber Nino,

DU da kann ich dich echt gut verstehen, dass du kein Vertrauen mehr zu Menschen hast. Selbst musste ich in meiner Zeit als Kind, zuhause sehr viel Gewalt erleben.

Mir hilft es zu wissen, das Gott/Jesus so ganz anders ist. Wir dürfen von ihm lernen, weil Er sanftmütig und demütig ist. ER lädt uns nicht zu theoretischem Wissen ein, er selbst ist mit seinem Leben ein Vorbild für ein Leben ohne Gewalt. Unser Leben kann durch die Beschäftigung mit Jesu Wesen und Leben positiv verändert werden. Ohne Druck, ohne Zwang, DU musst.

Denn Er kann Dich auch ganz tief verstehen. ER kennt deine Vergangenheit, aber auch deine Zukunft. Selbst fühle ich mich auch wie ein Jesus Freak.

Und wenn dieser Gott/Jesus dich so von Herzen lieb hat, darfst DU dich selbst annehmen, sein, so wie DU bist. Und nicht so, wie andere Menschen dich haben wollen. Als Kind wurdest du von deinen Eltern abgelehnt, Jesus lehnt dich niemals ab. Auch wenn du einmal einen Fehler machst.

ER weiß, das wir Menschen alles andere als perfekt sind.

Deshalb darfst du alles an dir akzeptieren, annehmen. Dein jetziges Dasein, mit allem was dazu gehört, dein Wesen, sei es zurückhaltend, oder impulsiv, alle Schwächen und Stärken.

Viele Menschen geben sich cool und stark. Aber wenn du genauer hinsiehst, sind sie es gar nicht, sie spielen es dir nur vor. Als ich das begriffen habe, wurde mein Selbstvertrauen und mein Gottvertrauen stärker........

DU darfst deine eigene Unvollkommenheit annehmen, und immer weiter von Jesus lernen...........

DU darfst mit dir befreundet sein, darfst dein bester Freund sein, dich in deinem Körper zuhause fühlen, dich bewegen. Gerade Bewegung in der frischen Luft, tut uns Menschen mit Depression sehr gut....

Mache dich nicht abhängig von irgendwelchen Schönheitesidealen, stehe zu DIR...

Jedes Mal wenn du dich freundlich und nachsichtig anschaust, und dich akzeptierst, stärkst du dein Selbstbild, dein Vertrauen in dich....selbst. Schenke dir selbst ganz viel Wertschätzung und eine liebevolle Annahme.

Und super, dass deine Ärztin einen Termin bei einer Psychiaterin besorgt hat.....................

Aber auch ein Austausch von Menschen die auch an dieser Depri leiden, kann dir sehr helfen..

in guten Gedanken für dich,

im Gebet für dich.

Frederick

Nachtrag vom 21.03.2021 1516
https://www.youtube.com/watch?v=-5Ubb0QhEMk

...ich wünsch dir Gottes Segen, seine Nähe, seine Kraft

Anonymous antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1372

Liebe/r Nino,

es ist gut, dass du dich deiner Ärztin anvertraut hast, und es ist auch gut von der Ärztin, dass sie dich gleich zu einer Psychiaterin weiter überwiesen hat. Du bist kein Freak. Wer Herzprobleme hat, geht zum Kardiologen, und wenn dein Rücken weh tut, gehst du zum Orthopäden. Mit psychischen Problemen geht man eben zum Psychiater. Der ist der Fachmann (die Fachfrau) für solche Erkrankungen.

Veröffentlicht von: @nino006

Ich hab ein Problem damit Menschen zu vertrauen und Schwäche zu zeigen. Liegt vielleicht an meiner Kindheit, die stark von Gewalt geprägt war.

Das ist gut möglich. Es ist auch gut möglich, dass du dann auch eine Trauma-Folge-Störung hast.
Mein Tipp: Such dir doch parallel noch einen Psychotherapeuten, am besten einen, der sich auch mit Depression und/oder Trauma auskennt. Du kannst einfach bei Psychotherapeuten anrufen. Beim ersten Gespräch kannst du dann sehen, ob du eine gute Beziehung zu dem Therapeuten aufbauen kannst, kannst nach seiner Erfahrung mit Depression, mit Gewalt in der Kindheit etc. fragen und sehen, ob du zu ihm/ihr Vertrauen findest. Wenn nicht, kannst du weitere ausprobieren. Die Krankenkasse erwartet nicht, dass du den ersten gut findest!
Leider braucht es dafür viel Durchhaltevermögen, viele Therapeuten sind überlastet und es gibt Wartelisten oder gleich eine Ablehnung. Nimm das nicht persönlich, es liegt am System!
Ich wünsch dir, dass du gute Hilfe findest und vor allem die Kraft, dir diese Hilfe zu suchen. Und ich wünsch dir einen guten Termin bei der Psychiaterin. Wann ist der?
Liebe Grüße
Tineli

tineli antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hey Nino

Veröffentlicht von: @nino006

Irgendwie fühle ich mich jetzt wie ein Freak.

Kann dir da sehr gut nachfühlen, das ging mir auch so, beim ersten Termin damals sowieso. Vielleicht ist das so eine Art "Schutzmechanismus"? Denn wenn man lediglich ein Freak wäre, hätte man ja nicht wirklich ein ernsthaftes Problem, das ärztliche/psychotherapeutische Hilfe "berechtigt". So zumindest war mein Denken.

Tinelis Hinweis oben möchte ich sehr empfehlen. Du erwähnst Gewalt in deiner Kindheit und da kann es wirklich ratsam sein, sich eine/n entsprechend gut ausgebildete/n Psychotherapeut/in zu suchen, die sich nebst Depression auch mit psychischer Traumatisierung auskennt.

Ich wünsche dir einen guten ersten Termin und dass es eine Person ist, bei der du dich gut aufgehoben fühlst. Und wenn nicht, suche jemand weiteres.

Alles Gute dir!
Anonyma

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15610
Veröffentlicht von: @nino006

Meine Ärztin hat mir schon einen Termin besorgt bei der Psychiaterin. Irgendwie fühle ich mich jetzt wie ein Freak.

Wie andere hier schon schrieben: Es handelt sich lediglich um eine (behandelbare!) Krankheit - aber das bist nicht "Du".

Ein "Freak" wärst du dann, wenn du keine Depression hättest, sondern das alles Teil deiner Persönlichkeit wäre.
Gibt ja manchmal so komische Vögel, die etwas seltsam wirken... und wenn die dann sagen: "Ja, so bin ich halt, das ist meine Persönlichkeit!"... nun gut, jedem wie er will.

Aber das trifft auf dich ja nicht zu. Du hast eine Persönlichkeit, und du hast erkannt, dass dir da etwas im Weg steht. Und du gehst dieses Problem jetzt an - weil dieses Problem eben kein Teil von dir ist.

Und das ist dann tatsächlich am Ende nichts Anderes, als wenn sich jemand ein Bein bricht oder der Blinddarm operiert werden muss.
Ist natürlich nicht angenehm, klar... aber es ist machbar, mit etwas Zeit.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

lieber Lucan,

eine Depression ist etwas anderes, als wenn du dir nur ein Bein brichst.

Und es ist auch nicht so einfach machbar, das wäre echt toll, ein
Wunder. Natürlich können die uns geschlagenen Wunden auch wieder heilen, aber nicht so schnell und einfach wie bei einem Knochenbruch.

Eine schwere Kindheit zu verarbeiten ist nicht so einfach. Da haben Menschen , auch ich, oft ein Leben lang darunter zu leiden..

Wenn du durch deine schwere Kindheit einfach kein Selbstvertrauen hast. Dieses Vertrauen zu dir selbst entsteht, wenn Mutter oder Vater angemessen auf unsere Bedürfnisse als Kind eingeht. Ein Kind äußert ein Bedürfnis, eine Not, und Mutter oder Vater handeln entsprechen dem Alter des Kindes.. Sie fühlen mit, zeigen Mitgefühl, helfen das Problem zu lösen, das Kind fühlt sich angenommen und geliebt...

Es fühlt sich wichtig, angenommen, wert geschätzt. Seine Bedürfnisse werden erfüllt, und die Eltern freuen sich mit dem Kind mit...

Das Kind spürt, ich werden angenommen, ernst genommen, akzeptiert , was ich fühle und brauche ist ok. Ich bin in Ordnung.

Die Grundvoraussetzung für ein gesundes Selbstvertrauen ist gelegt.

Leider ist das nicht immer so. Viele Eltern sind überfordert, reagieren gereizt auf die Forderungen ihrer Kinder. Vielleicht haben sie auch zu wenig Liebe erfahren, um sich selbst oder andere Meschen anzunehmen und zu lieben.

Das Kind bekommt ständig Botschaften wie, "Du bist eine Last, DU bist das Allerletzte, aus dir wird nie etwas, Du bist ein Idiot usw........................

Andere Eltern reagieren mal gut auf die Bedürfnisse ihres Kindes, dann wieder nicht. Das Kind wird unsicher............

Ein Therapeut kann da echt helfen, so gut es geht, ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen. Trotzdem, so ganz gelingt das nicht.

Ja Gott kann auch ganz feste helfen. Gott ist Liebe. Er möchte uns mit seiner Liebe und Annahme erfüllen, das wir Liebe für uns selbst, und andere Menschen haben.

Und wir dürfen uns auch hier gute Worte zusprechen. Verletzende Worte sind für uns wie Gift, der unserem Lebensgarten gar nicht gut tut.

Kritik ja, wenn sie uns hilft..........aber Kritik aus Liebe und Annahme gesagt.

liebe Grüße,

Frederick

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15610
Veröffentlicht von: @frederick2

eine Depression ist etwas anderes, als wenn du dir nur ein Bein brichst.

Ja und nein. Ein gebrochenes Bein ohne richtige Behandlung wächst auch nicht richtig zusammen.

Es geht mir auch nicht darum, eine Depression zu verharmlosen, nach dem Motto: "Ist doch bloß ein Schnupfen, stell' dich nicht so an!".

Veröffentlicht von: @frederick2

Ein Therapeut kann da echt helfen, so gut es geht, ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen. Trotzdem, so ganz gelingt das nicht.

Es gibt viele Krankheiten, die sich nicht vollständig heilen lassen... aber man kann mit einer entsprechenden Therapie einigermaßen gut damit leben.

Mein Punkt hier war aber ein anderer: Bei psychischen Erkrankungen kommen viele Leute schnell auf den Trichter "nicht normal" zu sein oder gar "verrückt" oder sonst was.
Das stimmt aber nicht, weil es hier ja um die eigene Persönlichkeit geht.
Und die Depression (Oder andere psychische Erkrankungen) stehen der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit im Wege.
Sie haben aber mit einem selbst, abgesehen natürlich von dem Leiden, das sie verursachen, nichts zu tun. Deswegen macht man ja die Therapie.

Veröffentlicht von: @frederick2

Eine schwere Kindheit zu verarbeiten ist nicht so einfach. Da haben Menschen , auch ich, oft ein Leben lang darunter zu leiden..

Das ist mir klar. Ich habe Jahrzehnte gebraucht, um das ein oder andere hinter mir zu lassen... auch Selbstmordgedanken gehörten da über Jahre dazu. Was da genau der Auslöser war weiss ich bis heute nicht.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

vielen Dank lieber Lucan,

in der Depression wirst du oft in eine Ecke geschoben. Leider ist das oft in christlichen Kreisen so. .....................................................................

Andere Menschen gehen oft entspannter mit depressiven Menschen um. Nein. für mich persönlich hilft mein Glaube in meiner Depression sehr. Die Tatsache, das Gott von mir nur Liebe erwartet. Liebe zu Gott,
Liebe zu mir selbst, und zu anderen Menschen. Dieses Wort ist echt phänomenal, so was von weise, intelligent, heilend......

Meine Erfahrung ist, es in manchen christlichen Gemeinden, zu viel um Leistung geht............................................................................................

Leistung ist nichts negatives, nur wenn die Ansprüche extrem werden. Wer ist der Beste, wer kann die meisten Bibelverse auswendig, wer hat recht, usw..................

Wir Menschen mit Depression versuchen mit zu halten, und stressen uns immer mehr. Wir gönnen uns keine Ruhe, und wenn du wenig Selbstvertrauen hast, musst du dich immer beweisen..............

Wir nehmen nicht mehr wahr, das wir als Mensch mit Depression, doch nicht ganz so belastbar sind. Selbst wenn wir uns mit uns und unserem Leben versöhnen konnten, wir mit der Depression leben können, können wir nicht immer mit halten.

Helfen könnte uns, das wir achtsamer und ehrlicher mit uns selbst umgehen. Die Wahrheit macht uns frei, ja ich stehe zu mir, und Gott steht auch zu mir, auch wenn wir nicht immer ganz so stabil sind.

Das wir unser Innerstes und unseren Körper bewusster wahr nehmen. Dieses oder jenes tut mir gut, ich bin es wert, beachtet zu werden...............................................................................

So können wir uns selbst besser annehmen. Auch die Liebe von Gott besser annehmen.

Wenn wir wahr nehmen was wir brauchen, achtsam und wertschätzend mit uns umgehen, das kann so was befreiend und entlastend sein.

Wenn ich für mich selbst sogen kann, mich auch selbst wertschätzen, nicht mehr alles von anderen Menschen erwarten, enttäuscht zu werden.

Wir sind es wert, das wir uns selbst gut und wertvoll behandeln. Das stärkt unseren Selsbtwert.

Und das ist alles andere als Egoismus.........................................

Jesus hat oft sehr lange Zeit allein in der Wüste gelebt, und kam gestärkt zurück. Und wenn du dich auch als Christ nicht annehmen und wertschätzen kannst, so wie DU bist, kannst DU auch den anderen Menschen in seiner Einzigartigkeit nicht annehmen. Sondern musst ihn immer kritisieren, ihn auseinander nehmen, um besser da zu stehen--

Aber Christus war so ganz anders, der hat sich gebeugt, seinen Jüngern die Füße gewaschen, nicht nur den Kopf.

Und Christus denkt weiter, tiefer, der kann sich voll in uns einfühlen und verstehen, Er geht achtsam und wertschätzen mit uns um.

Natürlich sind wir auch darauf angewiesen, das jemand uns klar die Wahrheit sagt, was ich verändern muss. Christus sagt uns die Wahrheit, aber die Wahrheit in Liebe.

liebe Grüße an dich,

Frederick

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OpaStefan
Beiträge : 968

Hallo Nino,
ich habe seit 2008 mit Depressionen zu kämpfen. Am Anfang nahm ich Antidepressiva und habe parallel dazu in einer Therapeutischen Seelsorge gelernt, damit umzugehen.

Wichtig ist für mich, möglichst frühzeitig die Entwicklung einer Depression zu erkennen und gegen zu steuern. Du bist nicht gezwungen die beginnende Gedankenspirale weiterzudenken und kannst, auch im Namen Jesu, ein Stopzeichen setzen.

Mir hilft es, nachts in Gedanken Lieder zu singen oder in der Bibel zu lesen. Dabei helfen mir die Psalmen sehr, meine Gedanken zu bündeln und zu formulieren.

Auch ich wurde so erzogen, dass man als Mann immer stark sein muss. Eine Öffnung und darüber reden hilft, diesen Druck loszuwerden. Jesus starb für mich - so wertvoll bin ich ihm.

LG OpaStefan

opastefan antworten
franznovak
Beiträge : 5

Auch Charles Spurgeon (Prediger) litt unter Depressionen
Artikelempfehlung:
"Begleiter in der Dunkelheit
Charles Spurgeon – der depressive König der Prediger"

Der weltberühmte Prediger lebte 1834-1892 und ging als öffentliche Vorbildperon ehrlich und offen mit [seinen] Depressionen um:

[...] dass der Glaubensheld ausserdem an der Volkskrankheit Nummer eins litt: an Depressionen.
[...]

Spurgeons Predigten waren berühmt für seine persönlichen Beispiele. Und dazu gehörte für ihn selbstverständlich die Erfahrung der eigenen Verzweiflung. Besonders oft sprach er dabei über Depression ohne erkennbare Ursachen: «Du kannst umgeben sein von allen Annehmlichkeiten des Lebens und dich doch hundeelend fühlen, weil es düsterer als der Tod ist, wenn du niedergeschlagen bist. Auch ohne äusserlichen Grund für deinen Kummer kann der hellste Sonnenschein deine Schwermut nicht lindern, wenn du mutlos bist. Manchmal sind alle Beweise egal und die Freude ist verschwunden. [...] »

[...] – damals war es eine Sensation. Als weltbekannter Prediger hielt er immer wieder fest, dass es nicht immer eine logische Ursache für Depressionen geben muss.
[...]

Der Artikel geht dann darauf ein, dass es für "Depressionen" "kein Patentrezept gibt". Und weiters, dass Depressionen nicht von Bestrafung/Ungnade Gottes kommen oder von zu geringer persönlicher Glaubensanstrengung (zu wenig Gebet, Bibellesen, ...) kommen müssten.

Der Artikel spricht auch dass es trotz Depression[en] "begründete Hoffnung" gibt und [auch] Jesus Christus und der Glaube hilfreich sein kann, wenn man mit Depression[en] lebt.

Quelle und Link zum Artikel:
https://www.livenet.ch/magazin/gesellschaft/ethik/387380-charles_spurgeon_der_depressive_koenig_der_prediger.html
Datum: 10.03.2021

Autor: Hauke Burgarth / Diana Gruver
Quelle: Livenet / Christian Today

Wünsche dir/euch von Herzen ALLES Gute!

franznovak antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

lieber franznovak,

vielen herzlichen Dank für diesen Bericht. Es tut immer gut zu lesen von Menschen, die auch unter dieser Depression gelesen gelitten haben.

Denn oft kommt man sich allein und einsam vor. Viele Menschen können unsere Depression einfach nicht verstehen. Mir würde es wahrscheinlich auch so gehen.

Deshalb hier die Frage, habt ihr Interesse an einem weiteren Austauch über das Thema Depression..

Nicht nur um darüber zu reden, sondern uns da gegenseitig helfen, Mut zusprechen............................

liebe Grüße,

Frederick

Anonymous antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich hatte auch Depressionen von meinem 13. Lebensjahr an. Es gab sehr schlimme Phasen in meinem Leben. Bis 30 war es immer wieder schlimm. Ich bin jetzt über 40 und habe das Problem jetzt fast nicht mehr. Mir hat Sport geholfen und Isolation vermeiden, auch wenn es schwer ist, gerade in dieser Zeit. Ausdauersport wie Joggen, Fahrradfahren hat mir sehr geholfen. Der Körper baut dabei diese negativen Stresshormone ab und schüttet positiv wirkende Hormone aus. Ich bin nicht so der Sportler, aber das war mir egal. Mittlerweile wandere ich ein paar Mal die Woche in der Natur. Mit den Jahren wird es weniger, habe ich den Eindruck. Vielleicht hat das bei mir auch etwas mit Hormonen zu tun, oder mit der Lebenssituation. Versuche auf Dich zu achten und tue das, was Dir gut tut. Nimm dich ein wenig zurück und achte auf Dich. Ich wünsche Dir viel Kraft!

Anonymous antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

lieber anonym,

vielen herzlichen Dank für deine Antwort. Ja mir hilft Sport und Bewegung auch ganz viel. Und mein lieber Hund, ein Dackel. Oft bin ich zu faul am frühen Morgen aufzustehen, gerade wenn es draußen noch kalt ist. Aber Hund möchte ja raus....................................................
Dann wirft der mich aus dem Bett.....Den ersten km geht es noch recht langsam, aber dann.............................................

Also ich hätte nie gedacht, das ein Dackelmix so viel Kraft und Ausdauer hat. So richtig Schwitzen tut echt gut, macht positive Gedanken.

Viel hilft mir auch, das mir mehr und mehr bewusst wird, wie wertvoll ich so bin, sein darf. Diese Frage begleitet uns Menschen bis in den Tod..............

Vor Gott sind wir wertvoll ohne Leistung. Das einzigste was Gott von uns möchte ist Liebe. Liebe von Gott, Liebe zu Gott, Liebe zu mir selbst und meinen Mitmenschen.

Ich muss die Anerkennung nicht ausschließlich in der Gesellschaft suchen, in der ich lebe. Denn das bedeutet eine hohe Abhängigkeit von der Gesellschaft in der wir leben.

Selbst wenn wir Erfolg haben, unsere Leistung bringen können, so kann ich mir dieser Wertschätzung nicht auf Dauer sicher sein..

Denn wie schnell wird man in unsrer Gesellschaft, auch in unsren Kirchen abgelehnt, ausgegrenzt, verachtet, wenn wir nicht mehr so schön sind, depressiv sind, erfolglos...............................

Wenn ich den Anforderungen in der Leistungsgesellschaft nicht mehr gewachsen bin..........

Letzendlich werden wir daran gemessen, auch in mancher christlichen Gemeinde, was kann ich leisten, beruflich und privat, wiviel Macht habe ich, und was kann ich mir alles leisten.........

Eine Krankenschwester, ein einfacher Handwerker, bekommt nicht so viel Wertschätzung und Anerkennung wie einem reichen Manager, einem erfolgreichen Sportler usw..................

Gott ist so was von anders, ER liebt und nimmt uns an, so wie wir sind, was wir haben oder nicht haben.

Gott segne dich,

viele liebe Grüße an dich,

Frederick

Anonymous antworten
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