Benachrichtigungen
Alles löschen

Drehschwindel - hat jemand damit Erfahrung?

Seite 2 / 2

nonconformista
Themenstarter
Beiträge : 160

Hallo zusammen,
als ich mich gestern morgen von der Waagerechten in die Senkrechte begab, also wirklich erst beim Aufrichten, drehte sich alles vor meinen Augen. Ich konnte kaum laufen, es war wirklich beängstigend. Habe mich dann wieder hingelegt, gegen Mittag das Gleiche. Dazu extreme Übelkeit. Irgendwann am Nachmittag nur noch normaler Schwindel, Schwäche und dabei extreme Übelkeit. Bin dann schließlich mit dem Rettungswagen in die Notaufnahme gekommen.
Offenbar handelt es sich "nur" um einen Drehschwindel durch falsche Lagerung, ausgelöst durch verrutschte Kristalle im Ohr.
Heute früh hatte ich totale Angst davor, überhaupt die Augen zu öffnen, aber jetzt ist offenbar alles normal. Nun sagt mir Google, dass das aber immer wieder auftauchen kann, oft über viele Wochen. Ich traue mich aber auch nicht zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt, weil mir YouTube gezeigt hat, dass dort zur Diagnose (ob rechtes oder linkes Ohr oder beidseitig) die Leute zu irgendeiner Seite gekippt werden, was die Schwindelanfälle eben wieder auslöst. Echt, will ich auf gar keinen Fall riskieren.
Ja, was würdet Ihr machen? Abwarten und hoffen, dass es wirklich jetzt von alleine weggegangen ist? Oder den Gang zum Arzt riskieren mit der Möglichkeit, dass der das erneut auslöst und ich mich da über viele Wochen therapieren lassen kann?
Liebe Grüße
non

Antwort
17 Antworten
franan
 franan
Beiträge : 109

Hallo du

Ich kenne das nur zu gut, bin anfällig für dieses Problem. Aber meine Hausärztin hat mir sehr geholfen, mit einem Manöver. Das war zwar im Moment sehr unangenehm, aber danach hatte ich weitgehend Ruhe.

Ich kann seither selber das Manöver durchführen, falls das Phänomen wieder auftritt. Es heisst Epley-Manöver. Es ist wirklich übel, das durchzuführen, und ich mache es nur, wenn ich nicht alleine bin, habe zur Not einen Eimer neben dem Bett stehen, weil es für einen Moment Übelkeit auslösen kann. Aber es hilft wirklich und sehr schnell!

Hab keine Angst vor den Ärzten, geh dahin und lasse dich beraten. Vielleicht kannst du dort ja das Epley-Manöver ansprechen.

Herzliche Grüsse und gute Besserung!
Fran

franan antworten


nonconformista
Themenstarter
Beiträge : 160

Ganz herzlichen Dank...
...für Eure Tipps und Ratschläge! Ich habe jetzt doch am Donnerstag einen Termin beim HNO-Arzt. Bin mal gespannt, was der dazu so sagt...

Liebe Grüße
non

nonconformista antworten
8 Antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1372

Super - und alles Gute für den Arzttermin!
Grüße, Tineli

tineli antworten
nonconformista
(@nonconformista)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 160

... war einfach nur grässlich - das letzte Mal, dass ich bei dem war. Der Arzt hätte mich am liebsten rausgeschmissen, als ich die Drehschwindel-Übungen erwähnte, die man auf YouTube finden kann. Das Letzte, das ich jetzt gebrauchen kann, sind Ärzte, die mir vorschreiben, wo ich mich über was informiere.
Einzig positiv war die Erkenntnis: Es kann wohl kein Lagerungsschwindel sein. Der würde nur ein paar Sekunden anhalten und nicht - wie bei mir geschehen - über 6 - 8 Stunden. Damit rückte der Gott in Weiß aber erst raus, nachdem er mich 15 Minuten lang zur Schnecke gemacht hatte, weil ich mich im Internet informiert habe.
Und eine Diagnose konnte Herr Dr. auch nicht stellen. Ich soll einfach wiederkommen, wenn es noch einmal auftritt. Nur: Wenn es auftritt, kann ich leider nicht kommen, da ich dann weder laufen noch sonst irgendwas machen kann. Hatte er offenbar nicht begriffen, weil ihn das Thema Google und Youtube mehr interessierte als meine Erkrankung.
LG, non

nonconformista antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 982

Ach Mensch, das tut mir Leid. Es deckt sich aber mit meinen Erfahrungen. Schon vor der ganzen C-Krise schienen manche Ärzte extrem unter Druck zu sein. Meine letzte Hausärztin sagte mir mal, bestimmte Sachen könne ich doch googeln - so unterschiedlich ist das. Einerseits wurden immer mehr regelmäßige Routineuntersuchungen gemacht, andererseits gab es keine vernünftigen Gespräche darüber. Alles schnell, schnell und 08/15. Zeit brauchte sie nur in dem Moment, wo sie mich extrem besorgt ansah um mir wieder etwas neues aufzuschwatzen. Als sie mehrmals ein Nein nicht akzeptierte, suchte ich dann eine Alternative.

Mein Rat wäre, sich im Bekanntenkreis nach einem Arzt umhören, der trotz des Drucks noch gut arbeiten kann. Ich habe jetzt so einen gefunden. Dort gehe ich einmal im Quartal hin damit er auch was an mir verdient und habe das Gefühl, wenn ich doch mal ein ernsthaftes Problem habe, wird er mir auch länger zuhören und echt helfen wollen. Er macht sogar Hausbesuche. Ich hoffe, du findest so eine Möglichkeit.

tagesschimmer antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Der Arzt hätte mich am liebsten rausgeschmissen, als ich die Drehschwindel-Übungen erwähnte, die man auf YouTube finden kann.

Das Problem ist, dass die Leute sich über Google und Youtube informieren und dann felsenfest wissen, was sie haben. Ich kann sehr gut verstehen, dass der Arzt da gleich auf der Palme war.

Üblicherweise läuft das so, dass der Patient dem Arzt die Symptome schildert und dann der Arzt den Patienten untersucht. Anschließend erstellt er die Diagnose.

Wenn aber der Patient schon mit der fertigen Diagnose von Dr. Google und Pfleger Youtube kommt, ist von vornherein die Kommunikation schwierig.

Ich spreche hier aus meinem Berufsaöltag.

herbstrose antworten
nonconformista
(@nonconformista)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 160

Ich möchte nicht von einem Arzt behandelt werden, der ein Problem mit informierten Patienten hat und erst recht nicht von jemanden, der sich wie dieser HNO-Arzt überhaupt nicht im Griff hat.

Dass es sich im einen Lagerungsschwindel handeln könnte, lag einfach nahe, da das wohl zu 90% der Fall ist und auch die Ärztin in der Notaufnahme mich auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht hatte. Das ist doch wohl selbstverständlich, dass ich nach so einer dramatischen Geschichte nicht 6 Tage lang Däumchen drehe, sondern mich über das Krankheitsbild und die Therapiemöglichkeiten informiere.

Besonders perfide war, wie er in seiner Gehässigkeit darauf herumhackte, ich hätte mir das alles ausgedacht - weil die Diagnose "Lagerungsschwindel" so nicht explizit im Notarztbericht stand, da waren halt nur die Symptome aufgelistet. Und mir außerdem auch noch Angst einjagte, es könne ja Krebs sein. Dabei hatte das Kopf-CT eindeutig gezeigt, dass ich keine Metastasen habe.

Im Nachhinein wundere ich mich, dass ich mir seine Boshaftigkeiten überhaupt angehört habe und nicht einfach direkt aufgestanden und abgehauen bin. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man von einem Arzt üblicherweise höflich und freundlich behandelt wird und ich mit so etwas überhaupt nicht gerechnet habe. Ich habe mich noch nie von einem Arzt so gedemütigt und schlecht behandelt gefühlt.

Was mir heute noch so durch den Kopf ging: Ich glaube, dass auch unsere FFP2-Masken die Kommunikation auf so eine schiefe Bahn gelenkt haben. Hätte ich seinen Gesichtsausdruck richtig sehen können, seine Mundwinkel erkennen können, dann hätte ich vielleicht gar nicht so unbekümmert davon erzählt, dass ich mir Übungen gegen Schwindel angeschaut habe und jetzt nicht genau wüsste, welche ich machen soll.

nonconformista antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Wie ich schon schrieb, mögen Ärzte es überhaupt nicht, wenn Patienten schon mit einer fertigen Diagnose kommen. (Was anderes ist es, wenn der Hausarzt etwas diagnostiziert und zum Facharzt überweist. Dann steht da selbstverständlich dir Diagnose des Hausarztes drauf.)

Du hättest es vielleicht dabei belassen sollen, dem Arzt deine Syptome zu schildern.

Ja, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sich um einen Lagerungsschwindel handelt, es hätte aber auch etwas völlig anderes sein können.

herbstrose antworten
nonconformista
(@nonconformista)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 160

Du hättest es vielleicht dabei belassen sollen, dem Arzt deine Syptome zu schildern.

Nein. Mein einziger Fehler war, dass ich überhaupt zu diesem Arzt gegangen bin. Ich sehe nicht, was ich hier falsch gemacht haben sollte. Als Patientin darf ich erwarten, dass ein Arzt auf meiner Seite ist, dass er ein offenes Ohr für meine Ängste, Sorgen und Vermutungen hat und auch, dass er versteht, dass ich nach einem so dramatischen Ereignis mir irgendwelche Erklärungen dafür zurechtgelegt habe. Ärzte, die sich in ihrer Eitelkeit gekränkt fühlen, weil Patienten sich auch woanders informieren und ihre Frustration, ihre Verachtung, dermaßen an Hilfesuchende auslassen wie ich das erlebt habe, haben m. E. den falschen Beruf gewählt.

nonconformista antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1372
Veröffentlicht von: @nonconformista

Ärzte, die sich in ihrer Eitelkeit gekränkt fühlen, weil Patienten sich auch woanders informieren und ihre Frustration, ihre Verachtung, dermaßen an Hilfesuchende auslassen wie ich das erlebt habe, haben m. E. den falschen Beruf gewählt.

Ja, das sehe ich genauso wie du.
Was der Patient mitbringen sollte, ist die Bereitschaft, sich vom Arzt aufklären bzw. korrigieren zu lassen. Falls man sich aus dem Netz falsche Informationen geholt hat, kann der Arzt das ja erklären.
Gruß, Tineli

tineli antworten
DerNeinsager
Beiträge : 1449

Ich will keine Angst machen, aber es gibt auch kleine Schlaganfälle welche zum Teil so Symptome haben. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, gehe besser direkt zum Artz, dann auch kein Rätseln mehr!

derneinsager antworten
1 Antwort
nonconformista
(@nonconformista)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 160

Danke für den Tipp! Schlaganfall konnte die Notärztin ausschließen. Nachdem das beim HNO-Arzt so ein Reinfall war, bin ich direkt im Anschluss zu meiner patenten Hausärztin gelaufen und sie wusste sofort, wovon ich sprach. Sie hat nämlich zufällig hin und wieder genau die gleichen Symptome. Es könnte Morbus Menière sein. Ich kann jetzt nur beten, dass es bei diesem einen Anfall bleibt und nicht noch weitere kommen. Dann wäre ich irgendwann taub.

nonconformista antworten


Seite 2 / 2
Teilen: