Selbstbefriedigung
Vor einem Jahrhundert galt Selbstbefriedigung (oder Onanie) als schwere Sünde. Das wurde mit einer einzigen Bibelstelle begründet, jener von Onan, der, anstatt mit seiner Frau ein Kind zu zeugen, seinen Samen auf die Erde fallen ließ. Für mich klingt das eher nach coitus interruptus, aber das nur nebenbei.
Aber auch Ärzte, die es eigentlich besser wissen müßten, sahen Selbstbefriedigung als Ursache von mancherlei Krankheiten an.
Heute wissen wir: Selbstbefriedigung hält uns gesund!
Gibt es eigentlich immer noch Gemeinden, die Selbstbefriedigung als Sünde ansehen? Fällt das gar unter die Rubrik "kein Sex vor der Ehe?"
Veröffentlicht von: @ungehorsamVor einem Jahrhundert galt Selbstbefriedigung (oder Onanie) als schwere Sünde. Das wurde mit einer einzigen Bibelstelle begründet, jener von Onan, der, anstatt mit seiner Frau ein Kind zu zeugen, seinen Samen auf die Erde fallen ließ. Für mich klingt das eher nach coitus interruptus, aber das nur nebenbei.
Aber auch Ärzte, die es eigentlich besser wissen müßten, sahen Selbstbefriedigung als Ursache von mancherlei Krankheiten an.
Heute wissen wir: Selbstbefriedigung hält uns gesund!Gibt es eigentlich immer noch Gemeinden, die Selbstbefriedigung als Sünde ansehen? Fällt das gar unter die Rubrik "kein Sex vor der Ehe?"
Ich kann nicht erkennen, warum Selbstbefriedigung uns gesund halten sollte. Ich teile dein Wissen bzw deinen Glauben also nicht und werde mich nicht selbst befriedigen, um gesund zu bleiben oder um Krankheit zu beseitigen.
Sicherlich gibt es Gemeinden, die Selbstbefriedigung als Sünde ansehen, wie es auch Gemeinden gibt, die die Bibel wortwörtlich glauben.
Selbstbefriedigung ist nicht "Sex vor der Ehe", selbst wenn Selbstbefriedigung vor der Ehe ausgeübt wird. Aber vermutlich war das nicht ernst von dir gemeint.
Wenn jemand von einem starken Libido geplagt wird, welches u.U. nicht von seinem Ehepartner geteilt wird, dann kann Selbstbefriedigung durchaus auch zur Vermeidung von Spannungen in der Ehe beitragen. @Mensch77
@stero
Selbstbefriedigung ist nicht "Sex vor der Ehe", selbst wenn Selbstbefriedigung vor der Ehe ausgeübt wird. Aber vermutlich war das nicht ernst von dir gemeint.
Es gibt Christen, die meinen das durchaus ernst (ich gehöre nicht dazu).
Der Gedanke dahinter ist, dass Sexualität exklusiv mit dem Ehepartner stattzufinden hat. Und nicht mit anderen und auch nicht mit sich selbst.
Veröffentlicht von: @alescha@stero
Selbstbefriedigung ist nicht "Sex vor der Ehe", selbst wenn Selbstbefriedigung vor der Ehe ausgeübt wird. Aber vermutlich war das nicht ernst von dir gemeint.
Es gibt Christen, die meinen das durchaus ernst (ich gehöre nicht dazu).
Der Gedanke dahinter ist, dass Sexualität exklusiv mit dem Ehepartner stattzufinden hat. Und nicht mit anderen und auch nicht mit sich selbst.
Das ist eine interessante Sichtweise. Dann sollten aber auch entsprechende lustvolle Träume zu "Sex vor der Ehe" zählen. Aus psychotherapeutischer Sicht mag man sich gar nicht ausmalen, was das für Folgen haben kann.
@stero
Dann sollten aber auch entsprechende lustvolle Träume zu "Sex vor der Ehe" zählen. Aus psychotherapeutischer Sicht mag man sich gar nicht ausmalen, was das für Folgen haben kann.
In der Tat.
Zumal wenn laut Matthäus 5, 28 der Ehebruch schon beim begehrlichen Blick anfängt, müsste konsequenterweise auch der SvdE beim Kopfkino mit dem Ehepartner/der Ehepartnerin in spe anfangen. Ich habe diesen Aspekt auch schon in einem der früher hier zahlreichen (k)SvdE-Threads angebracht und die These aufgestellt, dass es "kein Sex vor der Ehe" so gesehen eigentlich gar nicht geben kann.
Mit diesem Selbstbefriedigung = Sex vor der Ehe werden den Leuten wieder bloß unnötige Lasten aufgebürdet.
Veröffentlicht von: @alescha@stero
Dann sollten aber auch entsprechende lustvolle Träume zu "Sex vor der Ehe" zählen. Aus psychotherapeutischer Sicht mag man sich gar nicht ausmalen, was das für Folgen haben kann.
In der Tat.
Zumal wenn laut Matthäus 5, 28 der Ehebruch schon beim begehrlichen Blick anfängt, müsste konsequenterweise auch der SvdE beim Kopfkino mit dem Ehepartner/der Ehepartnerin in spe anfangen. Ich habe diesen Aspekt auch schon in einem der früher hier zahlreichen (k)SvdE-Threads angebracht und die These aufgestellt, dass es "kein Sex vor der Ehe" so gesehen eigentlich gar nicht geben kann.
Mit diesem Selbstbefriedigung = Sex vor der Ehe werden den Leuten wieder bloß unnötige Lasten aufgebürdet.
Wobei ich hier schon differenzieren will zwischen Bibelstellen, die vermeintlich Onanie verbieten, und Bibelstellen, die vermeintlich 'Sex vor der Ehe' verbieten und der ggf. nicht-biblischen Interpretation von "Onanie = Sex vor der Ehe".
Ich lasse bewußt offen, ob es entsprechende Stellen in der Bibel gibt ("vermeintlich", "ggf."), weil mir spontan nicht einfällt, wo sie wohl stehen könnten, wenn es sie denn gibt.
Zu Matthaus 5.28 aber Folgendes:
5,28 Ich aber sage euch, daß jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.
Ich interpretiere dies so: "willentlich ansehen, um zu begehren", d.h. nicht flüchtig ansehen und dabei ein Aufflackern von Begehren feststellen, welches als falsch erkannt wird, sondern ganz absichtlich mustern mit lüsternem Blick. Anders läßt sich "Ehebruch ... begangen hat in seinem Herzen" mMn nicht deuten.
@stero
Zu Matthaus 5.28 aber Folgendes:
5,28 Ich aber sage euch, daß jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.
Ich interpretiere dies so: "willentlich ansehen, um zu begehren", d.h. nicht flüchtig ansehen und dabei ein Aufflackern von Begehren feststellen, welches als falsch erkannt wird, sondern ganz absichtlich mustern mit lüsternem Blick. Anders läßt sich "Ehebruch ... begangen hat in seinem Herzen" mMn nicht deuten.
Vollkommen korrekt.
Nur habe ich in den entsprechenden Diskussionen durchaus schon Haltungen mitbekommen wie: Wir verzichten auf Sex vor der Ehe, weil Gott das nicht will, aber wir malen uns schon mal aus, wie toll das dann sein wird, wenn wir erstmal verheiratet sind.
Und das ist durchaus schon analog zu dem oben beschriebenen Ehebruch im Herzen, denn da handelt es sich eben nicht um "ein flüchtig ansehen und dabei ein Aufflackern von Begehren feststellen, welches als falsch erkannt wird" sondern "ich stelle mir vor, was ich dann für tollen Sex mit meiner Verlobten/meinem Verlobten haben werde".
Die haben dann halt statt Ehebruch Sex vor der Ehe in ihrem Herzen.
Aber ich habe da sowieso schon seltsame Ansichten angetroffen. Manche aus der kSvdE-Fraktion machen außer Penetration nämlich schon so ziemlich alles, aber solange er, salopp formuliert, nicht drinsteckt ist es ja kein Sex. Während Petting mit einem anderen als dem Ehepartner ganz sicher schon als Ehebruch gewertet werden würde.
Veröffentlicht von: @aleschaNur habe ich in den entsprechenden Diskussionen durchaus schon Haltungen mitbekommen wie: Wir verzichten auf Sex vor der Ehe, weil Gott das nicht will, aber wir malen uns schon mal aus, wie toll das dann sein wird, wenn wir erstmal verheiratet sind.
Und das ist durchaus schon analog zu dem oben beschriebenen Ehebruch im Herzen, denn da handelt es sich eben nicht um "ein flüchtig ansehen und dabei ein Aufflackern von Begehren feststellen, welches als falsch erkannt wird" sondern "ich stelle mir vor, was ich dann für tollen Sex mit meiner Verlobten/meinem Verlobten haben werde".
Die haben dann halt statt Ehebruch Sex vor der Ehe in ihrem Herzen.
Aber ich habe da sowieso schon seltsame Ansichten angetroffen. Manche aus der kSvdE-Fraktion machen außer Penetration nämlich schon so ziemlich alles, aber solange er, salopp formuliert, nicht drinsteckt ist es ja kein Sex. Während Petting mit einem anderen als dem Ehepartner ganz sicher schon als Ehebruch gewertet werden würde.
Ich seh das so: um 'Sex vor der Ehe' begreifen zu können, benötigt man einen Begriff von 'Ehe', welcher kulturabhängig ist, und einen Begriff von 'Sex', der - wie unsere Konversation zeigt - sehr beliebig sein kann. Natürlich haben es die Traditionen leicht, wenn sie ein "Sakrament der Ehe" festlegen, welches 'Ehe' definiert -> dann ist klar, wann 'Sex vor der Ehe' nur stattfinden kann, aber nicht klar ist weiterhin, was 'Sex vor der Ehe' sein soll, wenn es die Tradition nicht ebenso definiert und damit zur Bibel hinzufügt, was in der Bibel nicht drinsteht (nämlich, was als 'Sex' zu verstehen sei). Die fundamentale Frage ist jedoch immer: Kann die Tradition recht haben, wenn sie etwas definiert, was so in der Bibel nicht drinsteht?
Wenn also 'Sex vor der Ehe' in der Bibel explizit verboten sein sollte (was ich nicht weiß, denn die Ehe könnte laut Bibel ja auch mit dem ersten 'Sex' beginnen, was ein 'Sex vor der Ehe' kategorisch ausschließen würde), und Ehebruch laut Bibel bereits der lüsterne Selbst-Wille eines Verheirateten bzgl. eines anderen Wesens als seines Ehepartners ist, dann wäre 'Sex vor der Ehe' wie du sagst bereits das lüsterne gedankliche Ausmalen zukünftiger körperlicher sexueller Aktivität von Unverheirateten.
Mich würde die biblische Grundlage der diversen 'Sex vor der Ehe'-Ansichten interessieren.
@stero
Wenn also 'Sex vor der Ehe' in der Bibel explizit verboten sein sollte (was ich nicht weiß, denn die Ehe könnte laut Bibel ja auch mit dem ersten 'Sex' beginnen, was ein 'Sex vor der Ehe' kategorisch ausschließen würde)
Beliebtes Argument bei dem Thema. Dagegen spricht aber 2.Mose 22,15-16
Hier ist "zur Frau nehmen" die Folge der sexuellen Handlung, nicht die Handlung selbst. Alternative: Nicht heiraten, aber Brautpreis zahlen.
Mich würde die biblische Grundlage der diversen 'Sex vor der Ehe'-Ansichten interessieren.
Mach einen Thread dazu auf. Hatten wir schon lange nicht mehr. Früher kam bei dem Thema immer Leben in die Bude.
Veröffentlicht von: @alescha@stero
Wenn also 'Sex vor der Ehe' in der Bibel explizit verboten sein sollte (was ich nicht weiß, denn die Ehe könnte laut Bibel ja auch mit dem ersten 'Sex' beginnen, was ein 'Sex vor der Ehe' kategorisch ausschließen würde)
Beliebtes Argument bei dem Thema. Dagegen spricht aber 2.Mose 22,15-16
Hier ist "zur Frau nehmen" die Folge der sexuellen Handlung, nicht die Handlung selbst. Alternative: Nicht heiraten, aber Brautpreis zahlen.
Mich würde die biblische Grundlage der diversen 'Sex vor der Ehe'-Ansichten interessieren.
Mach einen Thread dazu auf. Hatten wir schon lange nicht mehr. Früher kam bei dem Thema immer Leben in die Bude.
Ich verstehe, dass 2.Mose.22,15-16 explizit Sex vor der Ehe zulässt, den die Ehe beginnt ja erst mit Erwerb der Frau durch Bezahlung. Dass der Vater das Heiratsgeld für Jungfrauen (vermutlich höherer Preis) verweigern könnte, scheint nicht möglich.
Da mich das Thema nicht wirklich innerlich bewegt, erscheint mir die Eröffnung eines Threads dazu nicht angemessen.
@stero
Ich verstehe, dass 2.Mose.22,15-16 explizit Sex vor der Ehe zulässt, den die Ehe beginnt ja erst mit Erwerb der Frau durch Bezahlung.
Dass diese Verse in der Lutherbibel unter der Überschrift "Eigentumsvergehen" steht, sagt ja schon aus, wie das einzuordnen ist. Entjungferung = Sachbeschädigung, und zwar für den Vater der Frau.
Veröffentlicht von: @alescha@stero
Ich verstehe, dass 2.Mose.22,15-16 explizit Sex vor der Ehe zulässt, den die Ehe beginnt ja erst mit Erwerb der Frau durch Bezahlung.
Dass diese Verse in der Lutherbibel unter der Überschrift "Eigentumsvergehen" steht, sagt ja schon aus, wie das einzuordnen ist. Entjungferung = Sachbeschädigung, und zwar für den Vater der Frau.
Na ja. Vor allem das AT ist eben zu verstehen als Produkt der damaligen antiken Kultur. Und diese Kultur war relativ nachhaltig bis zur Epoche der europäischen Aufklärung, denn bis dahin konnte die Bibel wortwörtlich verstanden werden ohne den eigenen Gnadenweg zu gefährden. Ich sage damit nicht, dass ein wortwörtliches Verständnis heutzutage den eigenen Gnadenweg gefährden würde, sondern nur, dass ein wortwörtliches Verständnis der Bibel heutzutage sehr schwer nur wird den eigenen Gnadenweg unterstützen können. Letztendlch sage ich allerdings nur, dass jegliches Verständnis der Bibel wenig Relevanz für den eigenen Gnadenweg haben wird.
Hmmh,
Dazu hab ich keine Antwort. Ich weiß nur, das es ohne Gedankenkino nicht geht.
An wen denkst du wenn dir einen runter holst? Fiktive Person? Deine Kollegin? Deine Nachbarin? Die „eine da“ heute im Supermarkt. An wieviele Frauen hast du dich in den Gedanken „ergötzt“? 100? 500? 1000? In den letzten Jahren.
Ich glaub, „diverse „ Gemeinden sollten es ansprechen dürfen. Es soll nicht verboten werden, es soll schützen.
Max
Nachtrag vom 04.01.2020 0017
Für viele Menschen ist SB eine Sucht geworden.
Veröffentlicht von: @ungehorsamDas wurde mit einer einzigen Bibelstelle begründet, jener von Onan, der, anstatt mit seiner Frau ein Kind zu zeugen, seinen Samen auf die Erde fallen ließ. Für mich klingt das eher nach coitus interruptus, aber das nur nebenbei.
Genau - um Sb geht es da überhaupt nicht, sondern um die Schwagerehe. Wird ja auch ganz gut erklärt: wenn ein verheirateter Mann kinderlos starb und einen Bruder hatte, musste dieser die Witwe heiraten. Und das erste Kind aus dieser Verbindung galt dann als des verstorbenen Bruders - es wird ja auch so gesagt, dass er "seinem Bruder Nachkommen verschaffen" sollte. Dazu hatte er aber keine Lust, weshalb er dann selber auch sterben musste....
Veröffentlicht von: @ungehorsamGibt es eigentlich immer noch Gemeinden, die Selbstbefriedigung als Sünde ansehen?
Es gibt unter dem Dach der katholischen Kirche Gruppen, die das immer noch so sehen....vor allem marianische.
Jugendliche und unverheiratete Erwachsene, die sich dem "unbefleckten Herzen Mariens" weihen, verpflichten sich, das bleiben zu lassen.
Veröffentlicht von: @ungehorsamFällt das gar unter die Rubrik "kein Sex vor der Ehe?"
Der katholische Mainstream, so wie ich ihn kenne, lässt sich da keine Vorschriften machen. Schon lange nicht mehr.
Kennst Du wirklich Gemeinden, die das "öffentlich" zum Thema haben?
Ich nicht.
Das frag ich mich auch. Ist wohl mal wieder so ein verallgemeinert Freikirchen-Bashing. Nur weil ein paar Leute es anders sehen wird gleich eine ganze Gruppe mit einbezogen.
Max
Wie aus den Verlautbarungen von SoerenSiegmund ersichtlich, scheint es doch noch individuelle Ansichten darüber zu geben, die vor einhundert Jahren in konservativen Kreisen kursierten. Vielleicht wird es in seiner Gemeinde auch so gelehrt?
Wie du nun darauf kommst, dieser Thread soll auf ein Freikirchen-Bashing hinauslaufen, erschließt sich mir nicht. Magst du mir das ein wenig näher erläutern?
Veröffentlicht von: @ungehorsamWie du nun darauf kommst, dieser Thread soll auf ein Freikirchen-Bashing hinauslaufen, erschließt sich mir nicht.
Mir auch nicht. Ich habe ja noch darauf hingewiesen, dass es katholische Gruppen gibt, die das ähnlich sehen.
nicht "katholische Gruppen", sondern die ganze Katholische Kirche
die Orthodoxe Kirche übrigens auch
Veröffentlicht von: @pankratiussondern die ganze Katholische Kirche
Die "ganze katholische Kirche" würde bedeuten, dass alle katholischen Christen das so sehen. Und das ist nun mal nicht der Fall.
Ich kenne viele Katholiken, die sich da um etwaige Verbote schon lange nicht mehr scheren.
Nach der Logik sind gar keine Aussagen über die Katholische Kirche mehr möglich. Ich kenne auch genug Katholiken, die nicht an Gott glauben.
Ich würde hier halt unterscheiden zwischen dem, was "offizielle Lehre" ist und dem, was dann tatsächlich geglaubt und praktiziert wird.
Nach meiner Erfahrung liegen da mitunter Welten dazwischen.
Aber das kann ich sicher nicht verallgemeinern.
Ich glaube, da handelt es sich um die bekannte "laute Minderheit".
Und was propagiert die "laute Minderheit"?
Bei dieser "lauten Minderheit" liegen imho die beschriebenen großen Differenzen zwischen dem, was die Lehre ist, und zwischen eigenem Glauben und einer Praxis vor.
Aber was sagst du denn dazu, dass scheinbar eine sehr große Mehrheit der Katholiken nicht das umsetzen, was ihre Kirche im Zusammenhang mit Sexualität lehrt?
Dass das, wie du richtig schreibst, nur scheinbar eine Mehrheit ist.
Ich behaupte an dieser Stelle, dass es die Mehrheit ist.
Abseits davon lässt du meine Frage, die durchaus eine Berechtigung hat, völlig außen vor und lenkst ab. Das hast du ja schon mal hier im Thread gemacht.
Also: warum halten sich Katholiken nicht an das Gebot?
Umfrage Kath. Kirche Sexualethik
https://religion.orf.at/stories/2629125/
Danke.
Hat mich mein Eindruck also nicht getäuscht 😊
Selbst wenn diese 'Befragung' in irgendeiner Form innerhalb Deutschlands repräsentativ wäre - was sie nicht ist -, so doch keinesfalls für die Weltkirche.
Aber am deutschen Wesen usw. Hat schon einmal eine Kirchenspaltung hervorgebracht ...
Veröffentlicht von: @pankratiusSelbst wenn diese 'Befragung' in irgendeiner Form innerhalb Deutschlands repräsentativ wäre - was sie nicht ist -, so doch keinesfalls für die Weltkirche.
Weißt Du woher?
Weißt du, was Repräsentativität bedeutet?
Mal wenigstens ne Einführungsvorlesung in Statistik gehabt?
Weißt du, wie die 'Umfrage', auf die der Artikel verweist, 'erhoben' wurde?
Ich weiß es zufällig, weil ich auch daran teilgenommen habe.
Aber wenn man davon ausgeht, eine wie auch immer gestaltete Befragung in Deutschland könne repräsentativ für die Katholische Kirche sein ...
Interessant 😊
Du hast ausser zunehmend persönlichen Seitenhieben keine Antworten auf meine Fragen.
Mag braucht keine Statistik um zu wissen, dass die meisten Katholiken sich nicht wirklich drum kümmern, was ihre Kirche zum Thema Sexualethik sagt.
Da muss man sich einfach nur mit ein paar Katholiken unterhalten.
Pech gehabt!
Veröffentlicht von: @pankratiusAber am deutschen Wesen usw. Hat schon einmal eine Kirchenspaltung hervorgebracht ...
Das waren Ergebnisse dieser Umfrage aus Österreich.
Veröffentlicht von: @pankratiusSelbst wenn diese 'Befragung' in irgendeiner Form innerhalb Deutschlands repräsentativ wäre - was sie nicht ist -, so doch keinesfalls für die Weltkirche.
Auf Grund welches Umfrage Ergebnisses kannst du eine solche Behauptung aufstellen?
Schaust du hier:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/katholische-kirche-man-tut-offiziell-so-als-sei-es-nicht-so.1278.de.html?dram:article_id=276347
Ich verstehe nicht, was du mir mit den Links sagen möchtest.
Zunächst einmal:
Ich lebe in Deutschland und verlinke dewegen Links, die für deutsche Katholiken relevant sind.
Was die Katholiken weltweit in Punkto Sexualethik betrifft, dazu mache ich keine Aussage.
Sie wäre für mich nicht relevant und vermutlich auch nicht nachprüfbar.
Hier eine Passage aus dem Interview mit Alois Glück:
Alois Glück:"
Eine auch von der Kirchenleitung her gesehen menschennähere, situationsnähere Pastoral. Natürlich kann man jetzt nicht per Umfrage gewissermaßen Grundfragen kirchlicher Moral oder der Sexualmoral definieren. Auf der anderen Seite ist aber auch ein eindrucksvolles Zeugnis, dass sehr, sehr viele Menschen, die sich jetzt gemeldet hat, die Glauben leben, die Kirchenbindung haben, gleichzeitig sagen: „Für mein Leben zum Beispiel in unserer Ehe, in unserer Familie ist nicht maßgeblich und kann nicht maßgeblich sein, was offizielle Lehrmeinung unserer Kirche ist!“
2009 bis 2015 Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.
Veröffentlicht von: @irrwisch„Für mein Leben zum Beispiel in unserer Ehe, in unserer Familie ist nicht maßgeblich und kann nicht maßgeblich sein, was offizielle Lehrmeinung unserer Kirche ist!“
Das würde ich auch so unterschreiben.
Und wenn sich jetzt wieder jemand bemüßigt fühlt, zu fragen, warum ich nicht austrete:
Veröffentlicht von: @irrwischsehr viele Menschen, die sich jetzt gemeldet hat, die Glauben leben, die Kirchenbindung haben,
Ich zähle mich zu diesen Menschen dazu.
Keine Antwort, keine Erklärung... das ist gerade sehr dünn, was Du hier ablieferst.
Du bist also tatsächlich der Überzeugung, dass die Mehrheit der Katholiken sich an die Regularien der katholischen Lehre halten:
keine Selbstbefriedigung, keine Verhütung, keinen Sex vor der Ehe, keine aktive Homosexualität, keine Abtreibung?
Ich frag mich gerade, in welchen Universum Du unterwegs bist 😊
Das frag ich mich auch. Ist wohl mal wieder so ein verallgemeinert Freikirchen-Bashing. Nur weil ein paar Leute es anders sehen wird gleich eine ganze Gruppe mit einbezogen.
Ob das Freikirchen-Bashing zum Zweck hat, weiß ich nicht. Ich kann allerdings erzählen, wie ich das Thema erlebt habe. Es ist weder für Freikirchen exemplarisch und auch einige Jahrzehnte her.
Selbstbefriedigung war in der Gemeinde so gut wie kein Thema. In der Jugend war es, wenn es Thema war, eher unpersönlich ein Thema. Ich habe nur einmal erlebt, dass es ein offenes Thema war.
Wir in der Jugend hatten eine Veranstaltung die nannte sich sing and pray. Dort konnte man Gebetsanliege sagen. Eines Abends meinte jemand, er habe ein Problem damit, Selbstbefriedigung zu lassen. Das sprengte mit unterschiedlichen Anschauungen den Abend. Er war Mitglied in einer Gemeinde. Da setzte es sich fort. Es ging ja nicht an der Gemeinde vorbei. Er dachte, wenn er es in Form eines Anliegen vorträgt, wäre sein Problem vorbei. Nun er war nicht irgendjemand in der Gemeinde, sondern hatte eine Bibelschule hinter sich, suchte einen Job und solange es nicht war, hatte er Aufgaben in der Gemeinde übernommen. Das machte es vielleicht schwierig. Zumindest hat er sich den Ältesten gestellt. Ob auf eigene Veranlassung, oder auf Wunsch, weiß ich nicht. An dem Abend kamen alle überein, er muss heiraten. Er heiratete, hatte eine Familie, bei der die Kinder die Scheidung der Eltern erleben durften. Es war in meinen Augen vom Anfang, bis zum Ende ein Desaster. Man kann es allerdings nicht als etwas typisch freikirchliches einordnen. Auch wenn einiges mit dem Thema Moral und Gemeinde flankiert.
Gibt es
Ja, kenn ich. Vor etwas mehr als vier Jahren hatte ich jemanden in meiner Behandlung, der wegen eben dieses Themas in meiner Behandlung war, weil der Prediger seiner Gemeinde regelmäßige "Selbstbefriedigungs-Vermeidungs-Seminare" in der Gemeinde abhielt, und er sich dadurch massiv unter Druck gesetzt fühlte.
Aber natürlich 😊
"Selbstbefriedigungs-Vermeidungs-Seminare"
Scha(n)de!
Wie gut, daß dieser junge Mensch den Weg zu dir gefunden hat!
Kennst Du wirklich Gemeinden, die das "öffentlich" zum Thema haben?
Ich nicht.
Ooooooooh... Ich war mal wo, das war so 2004 rum, da haben mehrere von vorne ihre Sünde bekannt. Das war [del]be[/del]merkenswert 😅😂😂
Veröffentlicht von: @billy-shearsIch war mal wo, das war so 2004 rum, da haben mehrere von vorne ihre Sünde bekannt. Das war bemerkenswert
Echt jetzt? Ist ja widerlich. Wie gebrochen müssen Menschen sein, die so etwas mit sich machen lassen.
War das im frühen Christentum nicht auch üblich, dass man seine Sünden vor der versammelten Gemeinde bekennen musste?
Keine Ahnung, öb das üblich war. Kann sein. Zum Glück ist das aus der Mode gekommen. Sonst würde ich mir eine andere Religion suchen.
Für mich wäre das absolutes No-Go.
Warum? Steht doch schon in der Bibel.
Wo und wie?
Wenn du auf "bekennt einander eure Sünden" anspielst... das geht zusammen mit Mt 18,15 ... erst mal unter vier Augen....
oder in Jakobus beim Heilungsdienst der Ältesten... ist im geschützten Rahmen.
Ich denke, das darauf auch die seelsorgerliche Schweigepflicht und die Unverletzlichkeit des Beichtgeheimnisses beruhen.
Veröffentlicht von: @pankratiusSteht doch schon in der Bibel.
Nur weil etwas in der Bibel steht, ist es ja noch lange nicht gut - oder findest du Polygamie, Todesstrafe und Sklavenhaltung gut?
Gut finde ich hingegen, dass man vom öffentlichen Sündenbekenntnis weg gekommen ist und sich die Einzelbeichte entwickelt hat.
Ebenfalls sehr gut finde ich, dass das Beichtgeheimnis sehr ernst genommen wird.
Wichtig ist mir bei der Entscheidung für (m)eine Religion, dass sie die Menschenwürde - und dazu gehört auch die Privat- und Intimsphäre - achtet.
Eine Religion, die das nicht tut, ist nicht meine.
Die erste Ebene der Sündenerkenntnis und dann das Bekenntnis ist das "Stille Kämmerlein" vor Gott-Vater allein.
Anderes kommt danach, wenn es not-wendig ist.... auch wenn etwas hochkommt in einem Seelsorgegespräch, ist der Vorlauf schon zu Hause passiert in der Entscheidung, ich hole mir Hilfe, ich werde mit etwas nicht fertig.
Es kann auch sein, dass eine Beichte im Beichtstuhl nicht den erhofften Frieden bringt und ein Gespräch notwendig ist, einer Sache erst mal auf den Grund zu gehen....
...oder ein Gespräch mit demjenigen, an dem man sich schuldig geworden wähnt...
auch das sich selbst die Liebe gönnen, sich zu vergeben, wenn man sich selbst etwas nachträgt und gerichtet hält... braucht nicht eine Öffentlichkeit.... es kann aber hilfreich sein, wenn einem ein anderer die Vergebung Gottes zuspricht und man sie an sich weiterreicht..
Veröffentlicht von: @suzanne62Wichtig ist mir bei der Entscheidung für (m)eine Religion, dass sie die Menschenwürde - und dazu gehört auch die Privat- und Intimsphäre - achtet.
jep
Veröffentlicht von: @suzanne62Sonst würde ich mir eine andere Religion suchen.
Religion auf dem Markt der Beliebigkeiten. Passt mir die eine nicht, such ich mir halt die nächste. Was die Wahrheit ist, scheint egal zu sein.
Gott sei Dank bin ich nicht an eine Religion gebunden - sondern habe Jesus gefunden.
Grün
Veröffentlicht von: @turmfalke1Religion auf dem Markt der Beliebigkeiten. Passt mir die eine nicht, such ich mir halt die nächste.
Ich würde es nicht Beliebigkeit nennen.
Aber wo meine Scham-, Ekel- und Peinlichkeitsgrenzen liegen, lasse ich mir weder von der Bibel noch vom Kirchenrecht diktieren.
Und wenn eine Religionsgemeinschaft über diese Grenzen hinwegtrampelt, würde ich sie verlassen.
Nachtrag vom 07.01.2020 1101
Rot
Ich glaube auch nicht, dass eine Religionsgemeinschaft so etwas verlangen kann. Du schriebst aber "Religion wechseln". Eine Religionsgemeinschaft ist m. E. noch etwas anderes.
Veröffentlicht von: @turmfalke1Ich glaube auch nicht, dass eine Religionsgemeinschaft so etwas verlangen kann.
Und das hat ja auch Billy nicht behauptet. Er hat ja nur erzählt, dass es passiert ist.
Ich hatte es von Billy auch nicht so aufgefasst. Deshalb warnte ich eben vor vorschnellem Urteil.
Kennst du diese Menschen? Oder die betreffende Gemeinde? Die Umstände?
Wenn nicht, dann sei bitte vorsichtig mit der Verurteilung anderer und der Aussagen über den Zustand anderer.
Es ist jeden selbst überlassen was er wann wo und wie bekennen wil, da gibt es weder was zu bewerten, noch zu lachen
Vorsicht mit solchen Pauschalurteilen, wo Du weder die Hinter- noch die Beweggründe kennst.
Ich habe hier kein Pauschalurteil gefällt, sondern auf einen Beitrag reagiert.
Veröffentlicht von: @suzanne62Ich habe hier kein Pauschalurteil gefällt, sondern auf einen Beitrag reagiert.
Und selbst da wurde überhaupt nicht von "Verlangen" gesprochen.
Ich zitiere:
"Ooooooooh... Ich war mal wo, das war so 2004 rum, da haben mehrere von vorne ihre Sünde bekannt. Das war bemerkenswert 😅😂😂"
Du weißt weder ob das verlangt wurde, noch ob das in der Gemeinde Usus ist, ob die Menschen zerbrochen waren oder sonst was.j
Also war das ein Pauschalurteil.
Veröffentlicht von: @tristesseDu weißt weder ob das verlangt wurde, noch ob das in der Gemeinde Usus ist, ob die Menschen zerbrochen waren oder sonst was.j
Also war das ein Pauschalurteil.
Ich weißaber von einem Fall, wo es verlangt wurde und kenne weitere Gemeinden, wo das durchaus so gehandhabt wurde.
Zum Beispiel, wenn 2 vor der Ehe schon mit ihrem späteren Partner zusammengewohnt haben.
Da wurde vor der Gemeinde eine Entschuldigung gefordert.
Bei Trasch allerdings nicht.
Darum hab ich ja auch Suzanne kritisiert und nicht dich 😊
Wie lange sind deine Erfahrungen jetzt her? Vor 25 Jahren noch wurde das zum Teil völlig anders gehandhabt als heute. Zu meiner Teenie Zeit hab ich solche Stories auch aus Dritter Hand gehört, selbst aber nicht erlebt.
Ich hab nun mal ein Problem mit pauschalisierenden Vorverurteilungen, vor allem wenn es um die Pflege der eigenen Entrüstung geht. Und über die Zerbrochenheit anderer dabei zu spekulieren finde ich auch nicht in Ordnung.
Veröffentlicht von: @tristesseIch hab nun mal ein Problem mit pauschalisierenden Vorverurteilungen, vor allem wenn es um die Pflege der eigenen Entrüstung geht. Und über die Zerbrochenheit anderer dabei zu spekulieren finde ich auch nicht in Ordnung.
So weit ich gelesen habe hat sie eine Frage gestellt.
Von Pauschalisierung lese ich da nix.
Veröffentlicht von: @irrwischSo weit ich gelesen habe hat sie eine Frage gestellt.
Ja, so war es eigentlich gemeint - freut mich, dass ich mich nicht ganz und gar unverständlich ausgedrückt habe. Mindestens eine Person hat mich ja offensichtlich richtig verstanden.
Veröffentlicht von: @irrwischVon Pauschalisierung lese ich da nix.
Möglicherweise habe ich hier zu sehr von mir auf andere geschlossen: es ist für mich eine absolut unerträgliche Vorstellung, über meine Schlafzimmergeheimnisse vor einer "versammelten Mannschaft" reden zu müssen. Absolutes No-Go, egal, wie viele Bibelstellen oder Absätze im Kirchenrecht man da heranzieht.
Und mir so etwas anhören zu müssen ist fast genauso unerträglich.
Allerdings sehen andere Menschen das wohl lockerer - du erinnerst dich sicher noch an die vielen unsäglichen Nachmittags-Talkshows in den 90ern. Die Kandidaten hat niemand gezwungen, die haben das völlig freiwillig gemacht - und erst recht musste niemand die Zuschauer dazu zwingen, sich das reinzuziehen.
Da kann es schon sein, dass es Gemeinden gibt, die das so abziehen können, ohne dass es zu massenhaften Austritten kommt.
Ist mir letztlich aber auch egal.
Veröffentlicht von: @suzanne62Mindestens eine Person hat mich ja offensichtlich richtig verstanden.
Suzanne, frag mich doch einfach.
Schon wieder gehst Du den Weg über Irrwisch, anstatt mich direkt anzusprechen. Das ist unhöflich und eine ziemlich miese Forenkultur, ich bin nämlich anwesend und langsam nehme Dein Forenverhalten gegen mich persönlich.
Überleg Dir bitte, ob das so in Ordnung ist.
Ansonsten hab ich dazu nichts zu sagen.
Veröffentlicht von: @tristesseDu weißt weder ob das verlangt wurde, noch ob das in der Gemeinde Usus ist, ob die Menschen zerbrochen waren oder sonst was.j
Also war das ein Pauschalurteil.
Genau das war mir auch aufgefallen und hatte mich gestört.
Irrwisch hat beschlossen, es ist keins, Suzanne klärt das nicht persönlich mit mir. Ich lass es jetzt einfach mal so stehen. Das ist mir echt zu dämlich.
Jeder kann doch lesen, was Suzanne geschrieben hat 🙄🙄
Ich habe nichts beschlossen.
Ich weiß darum!
Deswegen habe ich meine Meinung dazu geschrieben.
Mein Wissen dazu weitergegeben.
Je nun, du und eine andere Userin, ihr haltet das für ein Pauschalurteil, Irrwisch und ich sehen das anders.
Dann sind wir uns wohl einig, dass wir uns nicht einig sind....
Ich für meinen Teil sehe keinen Sinn darin, weiter darauf herumzureiten.
Falls es Leute gibt, die es interessiert, können sie ja selber nachlese, wer was wann geschrieben hat und sich, so den Bedarf daran besteht, eine eigene Meinung bilden.
Veröffentlicht von: @suzanne62Ich habe hier kein Pauschalurteil gefällt, sondern auf einen Beitrag reagiert.
Aus meiner Sicht hast du die Behauptung aufgestellt, dass die Menschen gebrochen seien.
Aber du hast es nicht begründet, warum du das so siehst.
Veröffentlicht von: @lombard3Aber du hast es nicht begründet, warum du das so siehst.
Gut, dann werde ich die Begründung hier mal nachreichen - ich bin wohl irrigerweise davon ausgegangen, dass sich das von selbst versteht.
Also: diese Berichten intimster Details aus dem eigenen Privatleben empfinde ich als massiven Angriff auf die Würde und Integrität eines Menschen.
Ich bin davon ausgegangen, dass Menschen mit einem intakten Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl das nicht so ohne weiteres mitmachen würden.
Allerdings gibt es auch Gegenbeispiele - z.B. die Talkshows, die vor 20 Jahren in den Privatsendern gelaufen sind - die zeigen, dass es auch Menschen gibt, die das ganz und gar nicht als Zumutung empfinden und sehr bereitwillig über ihr Privat- und Intimleben berichten.
Veröffentlicht von: @ungehorsamHeute wissen wir: Selbstbefriedigung hält uns gesund!
Da gibt es inzwischen viele medizinische Abhandlungen drüber (Stichwort Prostata).
Aber: Beischlaf ist interessanter
als Onanie - man lernt mehr Leute kennen... 😎
Gilt aber ebenso für Frauen!
Was die Psyche betrifft, bestimmt.
https://www.vice.com/de/article/paeb9k/aerzte-erfanden-den-vibrator-um-hysterische-frauen-nicht-masturbieren-zu-muessen
Gibt es eigentlich immer noch Gemeinden, die Selbstbefriedigung als Sünde ansehen?
Ja, zB die RKK.
Um den Katechismus zu zitieren:
2352 Masturbation ist die absichtliche Erregung der Geschlechtsorgane, mit dem Ziel, geschlechtliche Lust hervorzurufen. „Tatsache ist, daß sowohl das kirchliche Lehramt in seiner langen und stets gleichbleibenden Überlieferung als auch das sittliche Empfinden der Gläubigen niemals gezögert haben, die Masturbation als eine in sich schwere ordnungswidrige Handlung zu brandmarken", weil „der frei gewollte Gebrauch der Geschlechtskraft, aus welchem Motiv er auch immer geschieht, außerhalb der normalen ehelichen Beziehungen seiner Zielsetzung wesentlich widerspricht". Der um ihrer selbst willen gesuchten geschlechtlichen Lust fehlt „die von der sittlichen Ordnung geforderte geschlechtliche Beziehung, jene nämlich, die den vollen Sinn gegenseitiger Hingabe als auch den einer wirklich humanen Zeugung in wirklicher Liebe realisiert" (CDF, Erkl. „Persona humana" 9).
Um ein ausgewogenes Urteil über die sittliche Verantwortung jener, die sich hierin verfehlen, zu bilden und um die Seelsorge danach auszurichten, soll man affektive Unreife, die Macht eingefleischter Gewohnheiten, Angstzustände und weitere psychische oder gesellschaftliche Faktoren berücksichtigen, welche die moralische Schuld vermindern oder sogar aufheben.
http://www.vatican.va/archive/DEU0035/__P8B.HTM
In der Praxis würde ich annehmen, dass das Thema in vielen evangelikalen und pfingstlerischen Kreisen einen höheren Stellenwert einnimmt als in der Katholischen Kirche.
Veröffentlicht von: @ungehorsamGibt es eigentlich immer noch Gemeinden, die Selbstbefriedigung als Sünde ansehen?
Ich würde fast annehmen, dass das weltweit betrachtet für die Mehrheit der Kirchen/Gemeinden bzw. der Gläubigen der Fall ist.
aber auch nur fast ... 😀
Ich würde fast annehmen, dass das weltweit betrachtet für die Mehrheit der Kirchen/Gemeinden bzw. der Gläubigen der Fall ist.
Ist jetzt eine steile These, aber vielleicht erklärt das auch den Unfrieden, den wir in unserer Gesellschaft und global gesehen haben.
Immerhin trägt Masturbation zur Entspannung und Ausgeglichenheit bei.
Naja. Ich bin zum Teil danach einfach ärgerlich, warum es offen gesagt kein Sex mit einer begehrenswerten Partnerin war und bin sogar etwas geknickt oder genervt, so unterschiedlich kann das sein...
warum es offen gesagt kein Sex mit einer begehrenswerten Partnerin war
Dem ist selbstverständlich der Vorzug zu geben, keine Frage.
Es hat eben nicht jeder eine Partnerin zur Verfügung.
Partner haben auch nicht immer gleichzeitig Lust.