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Gott und Jesus

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Wenn Jesus zugleich Gott ist, dann ist Gott am Kreuz gestorben und Jesus hat zu sich selber gerufen.. Mein Gott, warum hast du mich verlassen ?

Ich verstehe das nicht. 

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13 Antworten

Ich würde nicht sagen, "Gott ist am Kreuz gestorben", sondern Gott ist in der Person Jesu Christi Mensch geworden und als solcher gestorben, so wie halt jeder Mensch stirbt. Und als Mensch hat er die Gottverlassenheit empfunden, als er am Kreuz die Sünde der Menschen aufgeladen bekam.

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@sun 

Im ZEN gibt es die sog."KOANS", über die z.T. jahrelang meditiert wird, um "durchzustoßen" zu einer Erkenntnis & Gewissheit, die über alle menschliche Logik und über all die Grenzen unseres "kleinen Verstandes" hinausgeht ... sie kommen uns absurd vor, wie z.B. "Wie klingt das Klatschen der einen Hand?" 😉

Ich beziehe mich darauf, weil die Göttliche Wirklichkeit, wie wir als Christen sie glauben und zu verstehen meinen - das Geheimnis der sog. Trinität - auch so ein "KOAN" ist, an dem unser Verstand sich abarbeiten möchte, es aber nicht erfassen wird.

Theologie- und dogmengeschichtlich kann man sich schlau machen, wie die frühe Kirche (auch kirchenpolitisch) gerungen hat mit dem "wahrer Gott und wahrer Mensch" und der Frage, was "Person", "Substanz" etc. im Blick auf die Christologie & Trinität wohl zu bedeuten hat. Und bis heute gibt es ja theologische Weichenstellungen einer "Christologie von unten" (Jesus von der menschlichen Seite her) und einer "Christologie von oben" (Jesus verstanden als reale Menschwerdung Gottes) ... Schon beim Schreiben jetzt merke ich, da kann man wirklich von einem "christlichen Koan" sprechen, an dem unser kleiner Verstand mit seiner begrenzten Logik nicht dran kommt.

Meinen Konfis habe ich immer einen Verstehenszipfel angeboten: Denkt an das EINE Element Wasser, das wir in den drei Zustandsformen - als flüssig, verdampft und gefroren - erleben ... So dürfen wir den EINEN Gott auch auf dreifache Weise erleben und verstehen ...

Persönlich hilft mir auch ebenfalls der (verstandesmäßg bizarre) Gedanke, dass Gott sich in seiner Menschwerdung und Entäußerung im wahrsten Sinne des Wortes "zerrissen" hat, sich in dieser "Zerrissenheit" zu einem Gegenüber von Schmerz und Leid geworden ist, die "Gespaltenheit" in sich selbst ontologisch zu einer Wirklichkeit seiner selbst geworden ist ... Hot Stuff 😉 ... ein Koan ...

L'Chaim

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@sun 

Ja, nicht einfach zu verstehen, ich kannst leider auch nicht erklären.

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@sun 

Ich denke hier auf der Erde werden wir das alles gar nicht so richtig im Ganzen verstehen können.

Gott wurde in Jesus Mensch und er, Jesus, war mit dem Vater trotz seines  menschlichen Körper eins, weil sie zusammengehörten. Und sicherlich hat er als Mensch auch geschwitzt, nicht unbedingt immer „wie ein Blümchen“ gerochen und hatte Verdauung. Aber seine Seele war rein und sein Wille stimmte mit dem des Vaters überein. 

Am Kreuz, wo er schließlich als untadeliges Opferlamm die Schuld der Menschen, alles schlechte wozu Menschenherzen fähig sind, auf sich nahm, gab es dann diesen Moment der Trennung zwischen ihm und dem Vater.

Weil Gott eben auch heilig ist. Heiligkeit erfordert Ehrfurcht und erträgt keine Unreinheit. Ich denke, in unserer heutigen Zeit ist uns dieser Begriff oft gar nicht mehr so nah.

Wegen der Unvereinbarkeit von Heiligkeit und Schuld hat sich der Vater vom Sohn vorübergehend abgewandt. Weil es mit der Heiligkeit Gottes nicht vereinbar ist. Da gab es diese vorübergehende Trennung.

Für Jesus muss diese Trennung unendlich viel schlimmer zu ertragen gewesen sein, als wir es uns vorstellen können. Eben weil er  so eng mit Gott Vater verbunden war/ist.

Gott hat diesen beladenen Teil von sich selbst nicht aushalten können. Und auch für ihn muss es unvorstellbar hart gewesen sein.
Soweit meine Gedanken zu deiner Frage.

So hat Gott seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einen und einzigartigen Sohn, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat. 

 

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@sun Gott zu verstehen werden wir nie hinbekommen. Aber die Iren haben da eine nette Erklärung die wohl auf den Heiligen Patrick zurückgeht.

Das ist wie ein Kleeblatt, das hat ja drei Blätter und ist doch ein Kleeblatt.

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@sun 

Das ist die Dreieinigkeit, Gott der Vater, hat Gott den Sohn gesandt, dieser ist am Kreuz gestorben und als Gott der Sohn dann auferstanden ist und in den Himmel gefahren ist, hat er Gott den Heiligen Geist gesandt. 

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@sun 

Hier zwei Links zum Thema Christologie und Trinität.

Trinität

Christologie

 

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Hallo Sun,

es gibt sogar ein Meme dazu, dass Gott SICH selber  AN  sich selber opfert um die Menschheit VOR ihm selbst zu retten 😉 !

Das ist nicht zu verstehen.

Aber trotzdem wahr.

Mir gefällt die Kleeblatt-Analogie. 

Dann kannst du sagen: Es gibt einen Teil Gottes, der einen sehr hohen Standard hat (ein Blatt) und um den zu erreichen, hat Gott Jesus (ein Blatt) in die Welt geschickt damit wir von diesem Standard wissen (dass er starb, war unvermeidlich für die damalige Zeit und sicher miteingeplant, deshalb“Opfer“) und das dritte Kleeblatt ist der Heilige Geist, der extra für uns da ist - und um den du bitten musst, um es auch nur ein bisschen verstehen zu können…

Es macht natürlich keinen Sinn, dass Jesus an sich selber schreit…aber Jesus sagte glaube ich nie, dass er der Vater SEI. Er sagte, glaube ich, dass er EINS sei mit ihm. Das ist etwas anderes. Ein Mann und eine Frau sind laut Bibel auch EINS, trotzdem würdest du nicht behaupten, dass sie nicht auch gleichzeitig zwei Individuen sind. BEIDES ist wahr! So crazy das auch sein mag, aber das ist der Grund, warum Jesus TROTZDEM zu Gott schreien konnte…

Sorry, kanns auch nicht besser…aber der HG hilft dir!!!

 

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@sun Was bei Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich! Alles ist 3fach miteinander verflochten, ein 3fach gewebtes Band. Es ist nicht ein 'entweder oder', sondern ein 'sowohl als auch'. Viele Geheimnisse in der Bibel. Der heilige Geist will sie uns offenbaren.

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