Pornografie als Christ
Hi,
ich habe eine Frage mit der ich mich schon lange beschäftige, und zwar ob es als Christ okay ist Pornos zu gucken. Meine Situation ist das seit 3 Jahren in einer Beziehung bin und meine Partnerin nun mal nicht immer so viel Lust hat wie ich was ja auch voll okay ist jeder Mensch ist da halt ein bisschen eigen. Sie meint, dass ich ruhig Pornos gucken kann und sie damit kein Problem hat sonst würde, das für mich auch nicht in Frage kommen. Also habe ich viel recherchiert und im Internet finde ich ganz verschiedene Meinungen dazu. Viele die damit sehr locker um gehen und manche die da sehr streng sind. Da es das früher so noch nicht gab, sind die Bibelstellen, die man dazu findet meistens zu eigentlich anderen Themen. Von vielen hört man das man keine Pornos gucken soll, weil man sich seine Sexualität für seine Partnerin oder Partner aufsparen soll. Bei mir ist das aber nicht so das dieser Porno Konsum und die damit verbundene Selbstbefriedigung dazu führt, dass ich weniger Lust auf meine Partnerin habe. Ich habe auch schon viel gebetet und auch mal eine Zeit ohne Pornos versucht aber irgendwie fehlt mir dann halt was und die Lust verschwindend halt auch nicht so. Ich möchte auch nicht meine Partnerin oder druck setzen oder so weswegen mir die Pornos aus guter Ausgleich erschienen. Der andere Punkt ist, der das man ja keinen anderen Frauen hinterhergucken soll. Jedoch ist das für mich irgendwie was anderes, weil ich das klar trenne. Eher, wenn ich keine Pornos gucke, tue ich das, weil ich dann die ganze Zeit diese Lust verspüre.
Deshalb hatte ich eigentlich für mich das Fazit gezogen, das es so lange es keine Sucht ist, also man jetzt nicht jeden Tag Pornos gucken muss und die Dinge die ich mir da angucke auch nicht frauenverachtend oder so sind okay ist. Ich habe schon viel gebetet dazu aber irgendwie habe ich das gefühlt ich habe bis jetzt noch keine Antwort bekommen.
Was denkt ihr darüber?
Hallo Thomas,
vielen Dank für deine Frage. Dadurch habe ich selbst die Gelegenheit, meine Gedanken diesbezüglich zu ordnen.
Jeder Mensch hat unterschiedlich viel Lust und wenn das nicht mit dem Level des Partners zusammengeht, kann es kompliziert werden…soviel ist klar.
Ich, so wie ich bin, würde mich freuen wie Bolle, wenn mein Mann viel Lust auf mich hätte. Ich persönlich fände es gar nicht so cool, wenn er sich Pornos anschauen würde anstatt zu mir zu kommen. Ok, manchmal gibts keine Gelegenheit aus vielerlei Gründen, aber so grundsätzlich wäre das als Frau für mich ein No-Go und ich würde mich wenig oder zumindest weniger begehrt dadurch fühlen. Müsste ich zwar nicht -hat ja vielleicht gar nichts miteinander zu tun- wäre aber bei mir so. Und wenn man sich als Partner nicht begehrt fühlt, dann zieht das ja einen langen Rattenschwanz hinter sich her, der über die gemeinsame Sexualität hinausgeht.
Nun scheint aber deine Partnerin das anders zu empfinden und es stellt sich für mich die Frage, wie glücklich (oder unglücklich )du damit bist, dass du ihr deine Zuneigung nicht auf diese Weise zeigen kannst, wie du es vielleicht gerne tätest, wenn sie auch dazu bereit wäre.
Und wenn du gut damit leben kannst und sie gut damit leben kann, dass du Pornos schaust, wenn du Lust hast und sie aber nicht, wen soll’s denn dann kümmern? Ich meine, das ist doch eure Sache wie ihr eure Sexualität gestaltet und lebt, Pornos hin oder her, das ist dabei nebensächlich. Denn Fakt ist -und damit meine ich tatsächlich eben einen biblischen Fakt - dass ihr beide eins seid und damit BEIDE dafür verantwortlich, wie ihr euer Zusammenleben gestaltet.
Irgendwo musst du ja mit deiner Lust hin. Ob das jetzt einen Unterschied macht, mit oder ohne Film -ich weiss nicht. Ich würde vorsichtig „Nein“ sagen. Der Film kann doch auch im Kopf stattfinden ohne Bildschirm. Macht das deshalb einen Unterschied? Film bleibt Film. Und dass man einen schauen möchte, hat ja - wenn es nicht zwanghaft ist- erstmal nur mit der eigenen Lust zu tun, die man halt hat. Mir ist nicht klar, wie man diese beeinflusst ohne sie zu unterdrücken. Man kann/muss sie manchmal unterdrücken, dazu muss man als Mensch des 21.Jahrhunderts in der Lage sein. Dass du nicht über deine Partnerin herfällst, wenn sie das nicht will, zeichnet dich als rücksichtsvollen Mann unserer Zeit aus - aber davon geht ja die Lust nicht weg. Und wenn du dich aus diesem Grund nicht von ihr trennen möchtest, wüsste ich als Frau nicht, was gegen Pornos als Kompensationsmechanismus spricht. Also wirklich unter diesem Aspekt gesehen. Und unter der Voraussetzung dass sie ehrlich mit dir ist und es ihr gar nichts ausmacht dass du (im Gegensatz zu ihr) eben was zu kompensieren hast.
Ich glaube nicht, dass es nützlich ist, Pornos per se zu verteufeln. Das sollte man differenzieren.
Grüße, alles Gute und danke für die Frage!
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@jamezz.rg
Das Thema des Umgangs mit und der Bewertung von Pornografie ist tatsächlich nicht einfach und komplex.
Das, was Du schreibst, ist demgegenüber - so empfinde ich es - eine sehr idealisierte und simplifizierte Vorstellung von Sexualität, von höherer Ordnung legitimiert, die aber an den Realitäten, dem Vermögen und den Gegebenheiten menschlichen Lebens scheitert.
Ich versuche mal ein paar Fragmente eines komplexeren Zugangs:
- JA, es gibt im Bereich "Pornografie" eine blühende Industrie und ein Gewerbe, in der Menschen (in der Mehrheit wohl Frauen, aber nicht nur) sich und andere herabwürdigen, Zwang und Gewalt, Menschenhandel und Missbrauch ausgeübt wird - und wie in anderen Bereichen auch, ist dies zu verurteilen, unakzeptabel und eine juristische und gesetzliche Herausforderung ... ABER es gibt auch eine darstellende Pornografie, in der Menschen (auch hier sind Frauen nicht einfach immer nur Opfer, sondern bewusst Agierende, Produzierende, nicht nur Männer bedienende Akteure)
- JA, jedem Menschen ist zu wünschen, dass er/sie eine erfüllte Sexualität in Partnerschaft & Ehe findet und das Ideal von Befriedigung, Selbstbeherrschung und sozial-geschlechtlicher Zuordnung findet ... ABER: Das ist eben nicht die Realität, erotische & sexuelle Anziehung, männliche und weibliche Libido, die Macht und der Trieb sexuellen Begehrens - da sind (wir) Menschen nicht so "Herr und Frau" im eigenen Haus, wie wir es gerne hätten oder es uns als Ideal erstrebenswert erscheint.
- Ich rede damit ausdrücklich NICHT (!) der Verantwortungslosigkeit das Wort, auch nicht einem "Alles ist erlaubt!" und einer Verharmlosung von Sucht, Entfremdung und Herabwürdigung im Bereich der Pornografie - ABER: Es gibt auch Einsamkeit und Unerfülltheit im Leben von Menschen, die eine - wie ich finde: zu relativierende! - Befriedigung ihrer naturgegebenen Bedürfnisse in der Stimulation durch etwas erleben, die ihnen sonst nirgendwo gegeben ist - ohne dass sie sich an anderer Stelle etwas mit Gewalt holen! Es gibt Frauen, die Pornos gucken - auch Paare, die sich dadurch anregen lassen ... Ich höre mal auf mit solchen Aufzählungen - versuche nur ein bisschen Komplexität zum Thema zu erhellen.
- Und Vorbei sind doch bitte die Zeiten, wo ein "Hände über die Decke!" und die Verwerfung, Verteufelung und Bestrafung von Maturbation so grundsätzlich behauptet werden kann.
- Außerdem müsste mal geklärt werden, wie variantenreich der Begriff (und die Vorstellung) von "Pornografie" ist, wenn Menschen dieses Wort benutzen und darauf reagieren - ab wann und wo (bzw. nicht) greift der Begriff? Und wie tarieren wir ihn aus im Verhältnis zu so vielfältig dargestellter/sich darstellender Erotik, sexuellen Annäherungen & Reizen in Bildern, Filmen, Kunst & Performance, , Soft-P, Hard-Core etc. .... Die Darstellung des rein Geschlechtlichen und seines bloßen Vollzugs --- wo ist das "Stop"? Wie ist der Kontext? etc.
Wow ... wirklich keine einfacher Frage ... und ich lege nochmal Wert darauf, dass dies keine pauschale Rechtfertigung oder Gutheißung von etwas ist, was sich auch Übles und Gefahrvolles mit Pornografie verbindet! Aber das gilt auch für andere Bereiche des Lebens, die ambivalent sind, zu Sucht und Entfremdung führen können (jedoch nicht müssen)
Aber hat mich gereizt, wenigsten ein bisschen differenzierter etwas dazu zu schreiben.
L'Chaim
Veröffentlicht von: @sternGott ist heilig, aber nicht prüde. Das ist kein Daumen hoch für Pornos- aber auch keiner runter. Rahab ist als Prostituierte gerettet worden, David hätte von Gott ein paar Extra-Frauen bekommen, nur damit er die Finger von Uriahs Frau lässt…das sind jetzt nur zwei Beispiele, dass Gott nicht unbedingt auf dein Sexleben schaut, wenn er dich anguckt. Bitte, ich will keine Lanze für Pornos brechen, aber man kann sich selbst nicht heiligsprechen, nur weil man keine schaut und man ist vielleicht sehr geliebt, obwohl man es tut.
Hallo @Stern
Danke für deinen Beitrag.🙏
Der Vers in 2. Samuel 12,8 wird oft falsch verstanden. Ich empfehle dir solche Verse im Kontext anzuschauen um sie verstehen zu können. Gott sagt da nicht: „Ich hätte dir noch mehr Frauen gegeben“, um Polygamie gutzuheißen – sondern um David seine Schuld umso klarer vor Augen zu führen.
Es ist ein Vorwurf: „Ich habe dir alles gegeben. Wenn dir wirklich etwas gefehlt hätte, hättest du zu mir kommen können. Aber du hast lieber gesündigt.“
Das ist alles andere als Lockerheit – das ist eine ernsthafte Anklage. David hat aus Gier gehandelt, nicht aus Mangel. Und Gott reagiert mit Gericht, nicht mit Verständnis.
Auch Rahab wurde nicht gerettet, weil ihr Lebensstil in Ordnung war, sondern weil sie umkehrte und Gott vertraute. Beides sind also keine Rechtfertigungen, sondern Belege dafür, wie ernst Gott Sünde nimmt und wie sehr er echte Umkehr erwartet.
Gottes Gnade ist groß – aber sie wirkt in der Wahrheit. Und darum bleibe ich dabei: Pornografie zu verharmlosen, ist nicht Gnade, sondern Verführung.
@david Ich melde mich noch einmal, nachdem es nun einige Beiträge mehr gegeben hat.
Überwiegend gibt es doch eine klare Ablehnung, ohne Ausnahmen oder spezielle Situationen zuzulassen.
Das mag richtig sein. Paulus erkennt das Drängen, den Geschlechtstrieb zu leben an, als er sagt, dass wer sich nicht enthalten kann, Heiraten soll. Allerdings ist oft damit nicht das Problem gelöst, denn durch die klare Ablehnung der Sexualität über Jahrhunderte, ist der Geschlechtstrieb in vielen verkümmert. Wir sind ein taubes Volk geworden und immer mehr Menschen haben kein Bedürfnis nach Sex - oft ohne dies vor der Ehe zu wissen.
Wir haben also Menschen, die trotz Heirat mit einem unbefriedigten Bedürfnis leben, was für diese Menschen ein Problem darstellt. Die Mönche haben gegen diese Problematik viel Bier getrunken. Aber ob das die Lösung ist?
Ja, Pornografie ist ein schlechter Weg und es schwebt auch die Problematik im Raum, davon abhängig zu werden und dann in eine destruktiven Strudel gezogen zu werden.
Aber denen, die meinen den Stab über einen Menschen brechen zu können, mögen hier noch einmal in die Liste aus Galater 5 zu schauen:
18 Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. 19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, 21 Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. 22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz.
Pornografie würde ich eher als Unreinheit denn als Unzucht betrachten. Unzucht kann es nur geben, wo Sperma von Mann zu Frau fließt - ohne dies kann niemand in unguter Weise "züchten". Es gibt ja noch nicht einmal einen direkten Kontakt zwischen Betrachter und Betrachteter! Eine Unreinheit stellt es aber zweifelsohne dar.
Aber schauen wir weiter in der Liste: Ist da irgendwer in okkultem Handeln verstrickt? Nun er ist dem Hurenbock oder der Hure gleich! Lebt da jemand mit Feindschaft im Herzen? Ein Problem gleichen Ausmaßes! Hat sich da jemand Götzen angelegt? Muss keine Buddhafigur sein - flottes Auto reicht vielleicht schon. Neigt da jemand zum zanken, zur Zweitracht oder gar zum Zorn? Jedem, der da ein Aspekt aus der Liste in seinem Leben finden kann, möge sich enthalten, wenn es darum geht, den ersten Stein zu werfen!
Aber wir haben hier nicht nur eine Blacklist, sondern auch eine Whitelist: Habe ich es mit einem Menschen zu tun, der aus Herzen lieben kann? Ein Mensch, der sich von Herzen freuen kann - vielleicht auch, wenn die Umstände nicht so sind, dass man das erwarten darf? Ist da ein Mensch, der geduldig ist, freundlich gegen jeden, von dem Güte ausgeht und der jedem Menschen wohlwollend begegnet? Ein Mensch, der Treu ist, in seinen Beziehungen und Aufgaben immer verlässlich? Wer könnte es auch nur wagen, einen Stein gegen so einen Menschen zu erheben - auch wenn an seinem Leben ein Makel aus der Blacklist gefunden werden kann?
Überhaupt glaube ich, dass es ein Problem mit der Pornografie gibt, das gerne übersehen wird: Ja, für den, der sie nutzt, ist das kein guter Weg. Es mag eine Sünde sein - aber eine Sünde, die das Blut Christi abzuwaschen vermag.
Wirklich fatal wird die Pornografie aber nur, wenn ein Mensch sich dazu hinreißen lässt, einem Menschen, der bei der Nutzung von pornografischen Inhalten erwischt wurde, zu verurteilen. Denn selbst wenn er nicht okkult unterwegs ist, niemals in Zorn agiert oder unfreundlich ist - er ist ein Sünder denn es heißt:
Römer 3: 12 Alle sind sie abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.
Wer meint, Gesetzesübertretungen können immer noch mit einem Fluch belegt werden, können Grund sein, Menschen zu verfolgen - der wird zum Schalksknecht, zum Menschen, dem selber vergeben wurde, der aber Vergebung bei Anderen nicht zulassen mag. Er wird sich für seine Sünden verantworten müssen und die Chancen, das große Ziel zu erreichen werden gegen Null gehen. Hier ist ein Punkt, wo Pornografie in eine fatale Situation führen kann.
Heiligung ist sicher ein guter Weg. Aber wir dürfen den nicht überbewerten.
Historisch haben wir in den USA eine Hippiebewegung zu der Parallel auch die Bewegung der Jesus People sich entwickelte. Diese Menschen waren insbesondere durch ihre Liebe geprägt - die Liebe zu Gott aber auch die Liebe zum Nächsten (womit das höchste Gebot im Fokus stand). Und da mag es zu Situationen gekommen sein, die kritische Betrachter als Unzucht sahen. Bill Hybels entstammt z.B. dieser Bewegung und er musste vorzeitig in Rente gehen, weil ihm körperliche Beziehungen zu Frauen zur Last gelegt wurden. Dabei möchte ich betonen, dass es da wohl keinen Sex gegeben hat sondern nur Zärtlichkeiten.
Jedenfalls waren die Jesus People der Law and Order Fraktion in Kirche und Politik ein Dorn im Auge. Und so hat es wohl von der Politik ein Angebot an die Kirchen und geistlichen Eliten gegen, sie mit Geld zu unterstützen, wenn sie einen Weg predigen würden, der sich von dem Weg der Jesus People abgrenzen würde. Dir Kirchen konnten da frei wählen, was sie in den Fokus setzten wollten und sie wählten "Heiligung".
Diese Welle der Heiligungsthematik gab es dann tatsächlich und es wurde auch viel mediales Material (Bücher etc.) zu dieser Thematik geschrieben und vertrieben. Wenn man im Nachhinein schaut, dann habe eher die Jesus People Spuren hinterlassen - nicht aber die Heiligungsbewegung. Es war das eine ziemlich fruchtlose geistige Periode - was auch mit den Umständen ihrer Entstehung zu tun haben kann. Es kann Gott nicht gefallen haben, seine Kinder als Gegenstand politischer Agitation wiedergefunden zu haben.
Für mich ist das Evangelium kein Freibrief zu sündigen. Aber es ist ein Freibrief in Gemeinschaft mit Gott zu leben und sich nicht vor dem Fluch des Gesetzes fürchten zu müssen, wenn man mal etwas ungutes tut.
Ob das betrachten von Pornografie jetzt wirklich Sünde ist, weiß ich nicht wirklich, weil da ja keine reale Beziehung eingegangen wird. Aber es ist das ganz sicher eine fleischliche Sache, die nicht förderlich für die Gemeinschaft mit Gott ist.
Im römischen Reich gab es massenhaft pornografische Darstellungen auf Gefäßen etc. Da waren die Römer wirklich hemmungslos unterwegs. Finden wir eine Warnung dazu in der Bibel? Die Warnungen, die ich sehe, beziehen sich immer auf reale Kontakte, weil hier wirklicher Schaden lauert.
Insofern: Überleg es Dir gut, ob Du pornografische Inhalte schauen möchtest. Besser ist es, die Augen davon zu lassen.
Aber wenn Du daran denkst, einen Menschen der Pornografie konsumiert zu verurteilen: Lass das unbedingt! Du gefährdest damit Deine Seligkeit und ewige Perspektive massiv!
@david Im Angesicht der sexuellen Revolution, denke ich, ist es kaum mehr blose "Meinung", was Pornografie mit der Menschheit gemacht hat. In den 1915igern angefangen in Nachtclubs und Spirituosen Bars, ist dieses menschenverachtende Geschäft aufgestanden um die Geschlechter mit Schmutz zu bewerfen.
D.H Lawrenc, Phoenix: „Pornograpie ist der Versuch, das Geschlecht zu beleidigen und mit Schmutz zu bewerfen.
[Fremdsprachige Links gestrichen. Bitte beachte, dass dieses Forum deutschsprachig ist. Und auch für deutschsprachige Links gilt, dass einen Hinweis geben muss, worum es in dem Link geht. MfG fr:-)sch80-mod]
Es ist heuchlerisch gegen die Pornografie zu wettern, als wäre man unbestechlich oder erhaben. Aber die Argumente gegen Pornografie und deren Industrie sind valide. Noch dazu ist es eine sexuelle Revolution, die sich über Jahrhunderte aufgebäumt hat. Es ist eine Frage der Weitsichtigkeit. Willst du die Sexuallisierung von deinen Kindern vorrantreiben (Kinderehe, gesetzliche sexuelle "Freiheit"[ungehemmte anarchie]) oder Prostitution bekämpfen? Die Grenzen werden immer weiter verschoben. Der Finger wird schon zur Hand. Schau dir "Only Fans" an.
Pornos sind einfach nur lächerliche Männerphantasien, die mit der Realität nun so rein gar nichts zu tun haben. Was man nicht kuckt, findet halt im Kopf statt. Geht auch und ist viel unschädlicher für Frauen.
Aus meiner Sicht - nein ist gar nicht gut. Ich Orientiere mich an meiner Kirche, Römisch Katholisch.
Zum anderen sei doch froh daß es überhaupt ab und zu stattfindet. Andere haben gar nichts. Ich würde die reine "Häufigkeit" sofort sogar rückwirkend tauschen:).
.....
Hallo @AWHler
Danke für deine Gedanken. Aber ich muss ganz klar sagen: Pornografie ist für einen Christen niemals akzeptabel – ganz egal, wie differenziert man es betrachten will.
Das Thema ist nicht kompliziert, sondern geistlich klar. Wir sind keine Menschen, die dem Zeitgeist hinterherlaufen, sondern Jünger, die sich nach dem Heiligen Geist sehnen und Gott in Wahrheit folgen wollen.
Pornografie widerspricht fundamental dem, was Gott über Sexualität offenbart hat. Sie ist eine Sünde, die den Menschen entwürdigt, das Herz verfinstert und die wahre Liebe zerstört.
Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Pornos zu schauen – auch keine scheinbar „harmlose“ Form oder „natürliche“ Bedürfnisse, die das legitimieren könnten.
Der liberale Umgang mit Pornografie ist Ausdruck einer Welt, die sich von Gottes Heiligkeit entfernt. Als Christen sind wir dazu berufen, uns davon zu trennen und heilig zu leben – nicht Kompromisse mit der Sünde zu machen.
@jamezz.rg
Danke wiederum für Deine schnelle Reaktion.
" ... ganz egal, wie differenziert man es betrachten will", schreibst Du - und genau da unterscheiden wir uns, denn ich habe einerseits nicht einfach "Pornografie" gerechtfertigt und gutgeheißen - und Du bist andererseits an keiner Stelle auf meine Konkretionen, Gedanken oder Rückfragen eingegangen.
Das akzeptiere ich, mach hier in der Antwort keine neues Fass auf 😉 und lasse Dir Deine eigenen Klarheiten und Gewissheiten, die ich so nicht teilen kann.
L'Chaim