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Warum der alte Bund nur mit Israel. Und warum kam Jesus nur dort hin?

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Den alten Bund hat Gott nur mit Israel und Juden geschlossen. Warum hat sich Gott Christen nach nur in diesem kleinen Land gezeigt? Und andere überließ er Göttervorstellungen und Co.?
Und warum zeigte sich Jesus vorerst nur dort? Und die anderen waren nur "kleine Hunde"?

Wenn wir doch alles Gottes Kinder sind, warum war Gottes Wirken tausende Jahre nur auf einem kleinen Fleck auf der Erde?

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Antwort
12 Antworten

@gnadengeschenk

Warum hat sich Gott Christen nach nur in diesem kleinen Land gezeigt? Und andere überließ er Göttervorstellungen und Co.?

Weil Christen es so in der Bibel lesen 😉 Apg 14,15-17.

Was die Motive Gottes angeht: Das wird nicht ausdrücklich gesagt, da kann niemand beanspruchen, sie vollständig zu kennen. Aber das hat was mit Gottes Plan zu tun. Den erkennen wir (stückweise) in der Bibel, und er umfasste eben eine zeit, in der das Volk Israel auf das Kommen des Messias vorbereitet wurde. Und dann, nach Jesu Auferweckung, gabs den Auftrag, in die ganze Welt zu gehen, und unter Verfolgung das Evangelium zu verkünden.

Wenn wir doch alles Gottes Kinder sind

Sind wir das? Nach Jh 1,12-13 wird man Kind Gottes, indem man Jesus aufnimmt.

Da bleiben sicher noch Fragen offen (die ich wie gesagt auch nur teilweise beantworten könnte), das ist eigentlich ein Diskussionsthema. Vielleicht stellst du die Frage noch mal unter Theologie oder so.

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@gnadengeschenk 

Mein natürlicher Verstand sagt mir, dass ein großer Plan mit kleinen ersten Schritten begonnen werden muss. Der große Plan ist Gottes Vorsehung für das Universum, inkl. der Menschheit, und der kleine Schritt ist - was die Menschheit betrifft - der alte Bund. Dann sagt mir mein natürlicher Verstand noch viel mehr, was aber alles nur zu Widersprüchen führt bzgl. dem, was sonst so über Gott ausgesagt wird und deshalb belasse ich es dabei.

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Es ist schwierig, wenn Fragen offenbleiben, wenn keine Antworten da sind. Das ist ein Spannungsfeld, das wir aushalten müssen. Meine Gedanken gehen in Richtung "als die Zeit erfüllt war ...". Wir leben noch in der Zeit. Bei Gott gibt es keine Zeit. Gott sieht vom Ziel her. Der Mensch an sich eher nicht, es sei denn, er hat Hilfestellung durch den Heiligen Geist, dann kann auch er vom Ziel her sehen. Jesus HAT gehandelt, er HAT seine Menschen erlöst und bietet sich an. Er HAT den Sieg über den Tod am Kreuz errungen. Es IST alles am Kreuz vollbracht. Nur wir leben noch "in der Zeit", sehen noch nicht, was Jesus, was der Vater schon sieht. Wie sagt die Schrift?

2Petr 3,8 Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.

Sir 18,10 Wie ein Tropfen Wasser im Meer und wie ein Körnlein Sand, so gering sind des Menschen Jahre gegen einen Tag der Ewigkeit.

Niemand weiß im Ganzen, wen Gott erwählt hat. Niemand weiß im Ganzen, wem er sich offenbaren will und wem er sich offenbart hat. Niemand weiß ... ja, das gilt es auszuhalten, Dinge nicht zu wissen, aber IHM zu vertrauen, dass er alles wohl machen wird, dass es in seinen Händen richtig ist, denn er hat gesiegt, er hat geschaffen, der hat Auswege gefunden, er hat Lösungen geschaffen, er liebt, er bietet sich an, er geht nach, er hat alles im Blick, er hält alles in seinen Händen ...

Was möchtest du denn eigentlich wissen? Wonach sehnst du dich eigentlich? Was steckt hinter deinem "energischen Auftreten"? Wohin soll dich die Frage oder eine eventuelle Antwort führen? Was ist es, wonach du suchst?

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Warum alles ist, wie es ist? Bei manchen Fragen merke ich, dass sie mich nicht weiterbringen. Dann nehme ich es als gegeben hin, ziehe meine Schlüsse und komme eben nicht bis auf den Grund. Deine Fragen gehören für mich dazu. Ich ergänze sie um drei Fragen (und habe auch darauf keine Antwort): 1) Warum hat Gott die Menschen so geschaffen, wie sie sind? 2) Ich glaube und verstehe „das Konzept“ von Erlösung durch Christi Tod und Auferstehung am Kreuz, weiß um vorherige Opferkultur und frage mich dennoch, warum das genauso hat sein müssen? 3) Warum braucht es die Erde überhaupt als „Zwischenstation“?

Es ist, wie es ist: Gott ist Schöpfer, Herr über Raum und Zeit. Im Ganzen können wir Seine Wege nicht fassen. Gott hat ein Volk auserwählt. Er ist gleichzeitig Gott über alle Völker. Er offenbart sich individuell, wie Er will und ist gleichzeitig von jedem zu finden, der Ihn sucht. Gott kam in Jesus als Mensch zur Welt. Er ist Retter für alle und leibhaftig präsent war Er nur in kurzer Zeit und auf begrenztem Raum.

Was ziehe ich daraus für Schlüsse: Gott macht sich konkret und fassbar - individuell. Wir haben Spuren Gottes in der Welt, denen wir folgen können. Er ist präsent. Warum wir es so oft nicht sind? Warum viele Ihn nicht wahrnehmen? Ich denke, es liegt nicht an Gottes gewählter Form (wie Bund mit Israel oder wie Jesu Erscheinen), wie Er uns Menschen begegnet. Es liegt am Wesen des Menschen, unserer Berufung und unserer Freiheit. Das ist eine sensationelle („irre“) Mischung - viel Potential in jegliche Richtung. Wir Menschen sind darin herausgefordert zu wachsen, in der Erkenntnis Gottes und in einem Leben als Seine Ebenbilder. Wir gehen dabei sehr unterschiedliche Wege, scheinbar auch extreme Umwege. Gott hat alles gegeben, dass wir in diesem Leben bereit werden dürfen für die Ewigkeit. Da werden wir ALLES verstehen, wenn es uns noch wichtig ist. Aktuell - im Hier und Jetzt wie auch im Vergangenen und Zukünftigen - ist Er IN ALLEM mit uns allen (auch wenn ich vieles nicht verstehe). Das ist für mich entscheidend - nicht die Formen, die Gott wählt. 

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@gnadengeschenk Wir haben ein Beispiel von Gottes Umgang mit diesem Volk, eigentlich dieser Familie, das für uns nachvollziehbar ist. Gott macht die Dinge ja oft so fühlbar und klar, dass es auch ganz schlichte Gemüter nachvollziehen können. 

Liest du aber, was David so geschrieben und gesungen hat (andere natürlich auch), dann ist es wunderbar, welche Erkenntnis von Gnade für alle Völker, Vergebung von Übertretungen und Leben im Geist damals schon zugänglich war. 1. Chr. 16,7 ff: Das (lange) Lob- und Danklied Davids nach Einsetzung der Dienste vor der Lade beginnt so: Dankt dem Herrn, ruft seinen Namen an. Macht unter den Völkern seinen Namen bekannt!

Oder Jesaja 56, wo es um Fremdlinge und Verschnittene ging, steht kurz danach: Mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden. 

Die Geschichte von Ruth (eine moabitische Stammutter Davids, die ins Volk Gottes aufgenommen wurde - auch das war möglich) zeigt, dass die Praxis zwar nicht üblich war, aber doch die Freiheit bestand, als Nichtjüdin nach Israel zu kommen. 

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Ich frage noch einmal energischer:
Wir reden über die Großteil der Menschheit und tausende von Jahre. Urvölker, Indianer, Asiaten...Das sind Billionen von Menschen...warum zeigte sich unser Vater nicht denen? Und überließ sie eigenen Götzenbildern?

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@gnadengeschenk Es war Gottes souveräne Entscheidung, sich dieses Volk auszuwählen. D.h. im Grunde genommen hat Gott sich Persönlichkeiten, Abraham, Jakob, ausgewählt, weil diese ihm gehorsam waren und ihm vertrauten - ja sogar (Jakob) dazu bereit waren, mit Gott um seinen Segen zu kämpfen. Aus diesen Persönlichkeiten hat Gott dann das große Volk werden lassen.

Wenn wir vom alten Bund sprechen, dann müssen wir eigentlich definieren, welcher Bund gemeint ist - denn im alten Testament gibt es einige Bündnisse zwischen Gott und den Menschen: Noah, Abraham, Mose etc.

Die Problematik der Pharisäer ergab sich ja aus dem Bund mit Mose. Die Gesetzlichkeit wurde missbraucht, um aus Gottes Gnadengabe eine Pflicht für Gott zu machen. Klar, dass das nicht ging. Und so sandte dann Jesus als Retter, als der schon lange zuvor verheißene Messias zu seinem Volk.

Aber sein Volk wollte seinen Messias nicht annehmen. Dass sie ihn töteten, war Teil des Plans, denn nur so konnte der Menschheit das perfekte Opfer für jegliche Schuld geschenkt werden. Dass sie ihn dann trotzdem nicht annahmen, ist die Tragik des jüdischen Volkes. Jesus erkannte schon auf leiblich auf Erden, dass es ein Problem mit seinem angestammten Volk geben würde - und Begegnungen mit Heiden ließen ihn nach und nach immer mehr erkennen, dass auch in den Völkern richtig gute Menschen zu finden waren. Und so wurde dann das Heilsangebot auf die ganze Menschheit erweitert.

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@Gnadengeschenk

Jetzt haben wir das technische Problem, dass im Q&A keine Diskussionen möglich sind. 😉

Magst du das Thema noch einmal in einem anderen Teil des Forums eröffnen?

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@gnadengeschenk Jesus war das Zentrum. Es ging doch darum das er kommen kann.

In der Tradition oder alten kirchlichen Sicht musste er dazu auch ein heiliges Umfeld haben, in das er geboren werden konnte. Das bedeutet es, wenn man hier sagt von etwas unreinem kann nichts reines kommen. Das wäre in einem Land wo Götzendienst Volksreligion ist, nicht möglich.

Das Israel nicht die ganze Welt sein konnte, das entspricht einfach dem Wesen dieser Welt. Das meiste war Gottlos. Das Reich Gottes wird später alles auch durchmengen, das war im alten Bund so nicht möglich - wie hätte man in der Antike das auch organisieren sollen? Der alte Bund funktionierte ja über einen Staat oder eine Art Nation 

 

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