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Warum hat Gott die Welt SO geschaffen?

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Antwort

Liebe Christen bzw. Theologen!

Ich hätte da eine Frage, die mich schon sehr lange beschäftigt, ich hoffe ich bin hier richtig und jemand wird sie beantworten (können).

1. der christl. Gott ist allmächtig und allwissend, und kennt daher die Zukunft.

2. warum hat Gott die Welt so erschaffen, wie sie nun einmal ist, so voller Leid, Unwissen und Ungerechtigkeiten?

3. warum hat Gott eine Welt erschaffen, von der er schon bei der Schöpfung wusste, dass er sie erlösen muss?

4. warum hat Gott die Welt so erschaffen, dass der Großteil der Menschen in einer Hölle auf ewige Zeiten gequält wird?

Kurzum, warum hat er die Welt und die Menschen nicht BESSER erschaffen?

Ich verstehe das nicht.

Ich habe diese Frage schon vielen Christen gestellt, ein schlüssige Antwort war leider nicht darunter.
(Oft wird mit dem freien Willen des Menschen argumentiert; das greift aber m.M.n. zu kurz, denn der Allwissende weiß ja, wie sich die Menschen entscheiden, und trotzdem hat er die Welt SO geschaffen.)

Danke für eure Mühe!

19 Antworten
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@kahei2 

 

Deine Frage in Puunkt 2 ist falsch gestellt und somit nicht beantwortbar. Schlag die Bibel bei 1. Mose 1 auf und lies die ersten beiden Kapitel. So hat Gott die Welt erschaffen und nicht so, wie sie jetzt ist. 


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@ arcangel , aus irgendeinem Grund gibt es bei dir kein Antwort- Button, aber beim Eröffnungs- Threadtext kann ich antworten anklicken, deshalb mache ich das so.

Zitat von dir:

"wie kommst du darauf, die antworten laufen alle auf das selbe hinaus, das problem mit kahai ist das ihn die antwort nicht befriedigt. tuff luck sage ich da nur."

Noch hat er ja nichts dazu gesagt 😉 

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@kahei2 Punkte 1 würde ich nicht als Faktum aufstellen. Traditionell wird es so gelehrt, aber die Aussagen an sich sind bereits Paradox, so dass alle weitere, dass darauf abgeleitet wird, ebenso paradox ist.

Ich denke nicht, dass es eine ewige Hölle geben wird.


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@kahei2 Einstein kommt nach seinem Tod in den Himmel und trifft Gott. Gott fragt ihn "Welchen Wunsch hast du?" Einstein: "Ich habe so lange geforscht und sie nicht herausbekommen. Gott, sage mir bitte die Weltformel!"

Gott fängt an eine sehr lange Formel aufzusagen.

Als er fertig ist, sagt Einstein:"Diese Formel ist ja voller Fehler!"

Da seufzt Gott und sagt: "Ich weiß!"

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@Amalia,

Dieser Thread steht in "Q&A". Da stellt einer eine Frage. Auf diese kann geantwortet werden. Diskussionen untereinander sind nicht möglich.


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@kahei2

Veröffentlicht von: @kahei2

1. der christl. Gott ist allmächtig und allwissend, und kennt daher die Zukunft.

Was nicht bedeutet, daß Gott uns nicht eine gewisse Autonomie geben würde.
Ansonsten wären wir keine Menschen.
Steine ohne Willen gibt es da draußen im All schon genug. Aber besonderst wertvoll sind wir, weil wir ein Ich haben.

Veröffentlicht von: @kahei2

2. warum hat Gott die Welt so erschaffen, wie sie nun einmal ist, so voller Leid, Unwissen und Ungerechtigkeiten?

Siehe oben:
Nur wer die Freiheit hat, sich falsch zu verhalten, kann sich auch bewusst dafür entscheiden, sich richtig zu verhalten.
Wer rein theoretisch auch böse sein kann, kann auch aus eigenem Willen gut sein.

Warum aber in der Welt gerade aktuell so viel böses ist, hängt mit vielen teils sehr alten Problemen zusammen.
Aktuell z.B. führt ein bitterarmer Petrostaat Krieg, und zwar auch deswegen, weil die westlichen Demokratien nicht aufmerksam genug waren, als dort die angefangene Demokratisierung entgleist und wieder Stück für Stück in eine Diktatur umgeschlagen ist. Und jetzt blökt armen Dorfbewohnern nurnoch den ganzen Tag das Staatsfernsehen mit all seinem Hass um die Ohren.
Andere verhalten sich heute noch gierig, weil sie von einer brutalokapitalistischen Wirtschaftsdoktrin der 1990er und 19980er hier im Westen geprägt sind.
Untersuchungen haben gezeigt, daß matriarchale Gesellschaftsordnungen friedlicher sind. Das Patriarchat ist also auch eine Fehlentwicklung.

Veröffentlicht von: @kahei2

3. warum hat Gott eine Welt erschaffen, von der er schon bei der Schöpfung wusste, dass er sie erlösen muss?

Wie gesagt: Ohne die Fähigkeit, böses zu tun haben wir auch nicht die Fähigkeit, aus eigenem Willen gutes zu tun.
Böse sein zu können gehört zu uns.
Aber Gott ist damit auch ein Risiko eingegangen. Die Bibel erzählt eigentlich durchweg von sehr brutalen Zeiten, von einer Welt, in der das Recht des Stärkeren galt und immer wieder ganze Großfamilien und kleine Völker massakriert wurden. Daß die Dinge entgleisen können, das Risiko hat Gott in Kauf genommen.

Veröffentlicht von: @kahei2

4. warum hat Gott die Welt so erschaffen, dass der Großteil der Menschen in einer Hölle auf ewige Zeiten gequält wird?

HEIßES Eisen.
Wer behauptet, daß der Großteil der Menschheit in der Hölle auf ewige Zeiten gequält wird, wer legt da die Kriterien fest?
Wenn man sagt: Nur wer an Jesus Christus glaubt, kommt nicht in die Hölle: An welchen Jesus Christus genau? Im Christentum selbst gibt es Abstufungen, für manche muss er unbedingt von einer Jungfrau geboren worden sein, in früheren Zeiten hat man sich Jesus oft als Heerführer vorgestellt, oder als letztendlichen Richter. In Lateinamerika beten die Menschen lieber zu Maria, weil sie sich von ihr besser verstanden fühlen.
Und wer bnehauptet, daß Gott das Gute im Menschen, das wozu Menschen außerhalb dieses engen Kriteriums, verschwenden will? Wer behauptet, daß Gott nicht das Gute in einem Menschen sieht?

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@kahei2 Wenn Du genauer hinschaust ( Gen 1 + 2 ) hat Gott die Welt nicht so erschaffen .

Bis zum Sündenfall sah die Welt ganz anders aus . Alle lebten in Frieden zusammen .

Und Gott sah , das es gut war ....

Seine Grundidee sah also ganz anders aus .

Erst als Adam und Eva anfingen sich von Gott ab zu wenden trotz Gottes Warnung ! kamen die Dinge in die Schieflage wie wir sie heute kennen .

Wir machen aus dem Sündenfall mehr oder weniger einen Witz mit dem Apfel .

Dadurch , das sich Adam und Eva von Gott ab wendeten , wurde ihr Wesen in Gottes Augen so , das sich Gott von ihnen abwandte .

Sorry. Leider haben wir einen freien Willen den Gott akzeptiert . Er akzeptiert also , wenn wir ohne ihn leben wollen . So zusagen unser Leben das wir selbständig leben wollen . Studiert man die "Männer und Frauen Gottes" ist eins offensichtlich . Sie hörten auf die Stimme Gottes . Dadurch war Gott bereit mit ihnen zu gehen und sich ihnen zu offenbaren . Die "Spielregeln" gibt er also vor . Ich bin mir sicher , das Adam und Eva "ihr eigenes Ding" gedreht haben . 

Zweitens sollte man wissen , das wir "nicht gut" sind . Gott ist gut . Leider erfährt man diese Güte , zumindest auf Dauer , erst dann , wenn man sein Leben auf ihn ausrichtet . Viele jubeln über den Vers aus Psalm 23 . "Der Herr ist mein Hirte..." und wundern sich , warum er doch so viel böse Dinge zu läßt . "Der Herr ist ..." Wessen Herr ? Man kann es natürlich einfach übergehen , das mit dem Herrn . Gott liebt mich und er MUSS doch eingreifen ?! Anscheinend MUSS er gar nicht . Für mich gilt eine einfache Faustformel . Habe ich das Sagen in meinem Leben habe ich mich auch um alles zu kümmern und bin mein eigener Herr . Hat Vor- und Nachteile . Ich kann z. B. mein Leben selbst bestimmen . So erging es jedenfalls dem verlorenen Sohn .

Wann wird also der Psalm 23 Realität ? Wenn er mein Herr . Dazu muß man wissen , das ein Hirte im Prinzip auch ein Herr über die Schafe ist , der ihren Weg vorgibt . Sind schon tolle Sachen und gleichzeitig erschreckendes was da im Ps. 23 steht .

Gruß

Praktiker


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@kahei2 Du fragst, warum Gott die Menschen so erschaffen hat (unperfekt, ungerecht, erlösungsbedürftig ...).

Schließt du dich bei dieser Frage selber mit ein?

Von mir weiß ich, dass ich dem Idealbild eines perfekten Menschen nicht entspreche; ich habe neben Talenten, Stärken etc. auch Fehler, Schwächen, lade Schuld auf mich und sage dann: der Umstand, diese Person hat schuld, dass es nicht besser gelaufen ist. Da sind wir dann schon bei Kain und Abel, 

und manchmal frage ich mich, wie die Welt aussehen würde, wenn sie immer im paradiesischen Zustand wäre Wo wäre da Säen, Wo wäre da Säen, Wachsen und Ernten, der Kreislauft der Natur, die auch den Tod kennt, das Neuwerden, die Jahreszeiten.

Es ist verdammt schwer, an den Warumfragen hängen zu bleiben.

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Veröffentlicht von: @bepe0905

Gott als Ladenbesitzer und Verkäufer

sehr schön! merke ich mir.


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Moin Kahei!

Du hast Deine Q&A-Frage ja am 1. April geschrieben und da entsprechende Fragen schon öfter hier unter den unterschiedlichsten Überschriften diskutiert wurden und Du an vielen dieser Diskussionen beteiligt warst, frage ich mich, ob das vielleicht ein April-Scherz-Thread sein könnte. Naja, da hier nicht diskutiert, sondern immer nur auf die Ausgangsfrage geantwortet werden kann, kann ich mir Meta-Überlegungen ja sparen.

Deine Fragen können nicht sinnvoll und konsistent beantwortet werden. Sie laufen eigentlich auf das altbekannte Theorizee-Problem hinaus, welches von noch keinem Theologen überzeugend beantwortet werden konnte. Auch nicht - bevor hier jemand damit kommen sollte... 😉 - von Leibniz, dessen Theodicee meiner Ansicht nach auf einen, wenngleich brillanten Zirkelschluss hinausläuft.

Auf Deine Frage

Kurzum, warum hat er die Welt und die Menschen nicht BESSER erschaffen?

wird demgemäß geantwortet, dass wir in der besten aller möglichen Welten lebten, diese Welt und die Menschen also nicht besser sein könnten (diese Behauptung wird aus den Attributierungen Gottes allerdings erst gefolgert - das meine ich mit der Zirkelschlüssigkeit).

Üblicherweise wird gegen die kalte Logik der Theodizee-Problematik das Kaninchen namens "Freier Wille" aus dem Hut gezaubert. Die Absolutheit, mit der im ersten Schritt Gottes Eigenschaften behauptet werden (allmächtig, allwissend, allliebend), wird damit dann wieder einkassiert, die Allmächtigkeit Gottes per menschlicher Willensfreiheit zurechtgestutzt.  Die "freie" Willensentscheidung der Menschen ist unter philosophischem Aspekt schon ziemlich fragwürdig (Schopenhauer hat dazu das Wesentliche in seiner Preisschrift gesagt) und neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften deuten ja auch stark in die Richtung der vollständigen Determiniertheit menschlicher Entscheidungsvorgänge. Unter der Voraussetzung eines allmächtigen Gottes ist sie ein logischer Widerspruch. Wer also sagt: "Gott ist allmächtig und die Menschen haben einen freien Willen!" behauptet Widersprüchliches. Es ergibt dann wenig Sinn, weiterzufragen, denn wenn ein unaufgelöster Widerspruch als Prämisse für Folgeschlüsse verwendet wird, enthalten diese Folgeschlüsse ihn weiterhin: trash in --> trash out.

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