Gemüsebrühe
Es entbrennt jedes Mal ein Glaubenskrieg zwischen meiner Frau und mir, wenn es um Gemüsebrühe geht. Sie schwört auf "Gefro", das angeblich gesündere Würzprodukte hat als die üblichen Supermarktfirmnen. Ich mache sie lieber aus Gemüse bzw. Gemüseresten selbst.
Die von mir gemachte Brühe ist natürlich nicht so würzig wie das Konzentrat der Firma. Und sie herzustellen ist schon einige Arbeit. Am Ende muss sie dann doch wieder fremd-gewürzt werden. Fragt sich also tatsächlich, ob sich der Aufwand lohnt. Abgesehen davon, dass so weniger Lebensmittel weggeworfen werden.
Wie haltet oder seht Ihr das?
Der Aufwand lohnt sich m. E. immer. Es ist gesund, ohne schädliche Inhaltsstoffe und kann nach eigenem Belieben gewürzt werden. Geschmacklich deutlich besser, als Fertigprodukte.
Ich habe diese Woche eine Knochenbrühe hergestellt. Vier Tage im Slowcooker vor sich hin köcheln lassen. War kein großer Aufwand, doch im Ergebnis genial. Für die nächsten Wochen ist der Bedarf gedeckt.
Was die Gemüsebrühe angeht, gibt es für mich drei Varianten. Einmal trockne ich Gemüse auf Rohkostbasis und male es dann zu Pulver. Würze es nach meinem Bedarf und habe so meist für ein Jahr ein Suppenpulver. Verwende es auch als Würzmischung, wie es beliebt.
Die Gemüsepaste hat Rogy ja schon beschrieben. Das mache ich genauso.
Die dritte Variante ist eine richtige Brühe im Slowcooker über 24 Std. bei 70° herstellen. Kurz aufkochen und in Gläser abfüllen. Alternativ auch einfrieren.
Bei mir wird so kein Gemüse mehr weg geworfen. Jetzt kommt ja die Spargelzeit. Den Spargelverschnitt trocknen, anschließend mahlen und das Pulver zum würzen für Suppen und Soßen verwenden. Hab das schon mit Käsepops gemahlen und damit dann eine schöne Spargelsuppe gemacht. Mit Pilzen funktioniert das auch.
Veröffentlicht von: @queequegFragt sich also tatsächlich, ob sich der Aufwand lohnt.
Das ist kein Aufwand, sondern Passion.......... 😉
Lieben Gruß
Ahischa
Veröffentlicht von: @ahischaDer Aufwand lohnt sich m. E. immer.
Na ja, ich habe auch mehr Zeit dazu als meine Frau, weil ich das nur hobbymäßig mache.
Schwierigkeiten habe ich dabei nur bei Gemüsebrühe. Knochen- oder Fleischbrühen gelingen mir deutlich besser. Klar, da sind ja auch wesentlich mehr Geschmacksstoffe drin und ich röste sie auch vorher.
Gemüse dörren und dann als Pulver nehmen, kenne ich auch. Das war bisher auch ganz gut. Deutlich besser als die flüssige Brühe.
Die Paste ist mir unheimlich. Das habe ich noch nicht gemacht.
Veröffentlicht von: @queequegKlar, da sind ja auch wesentlich mehr Geschmacksstoffe drin und ich röste sie auch vorher.
Die Knochen...? Wie röstest du die und warum?
Veröffentlicht von: @queequegDie Paste ist mir unheimlich. Das habe ich noch nicht gemacht.
Unheimlich, echt jetzt.....? 😀 😀 😀
Hie mal ein tolles Rezept dafür. Geht auch ohne Thermomix. Ich mache mir da auch regelmäßig eine Knobipaste, wenn ich mal nicht so viel Zeit zum Schnippeln habe.
Lieben Gruß
Ahischa
Veröffentlicht von: @ahischaDie Knochen...? Wie röstest du die und warum?
Die kommen auf ein Backblech in den Ofen. Wegen des Röstaromas mache ich das. Danach kommen sie in einen großen Topf und werden mit etwas Wurzelgemüse sehr lange gekocht. Ich orientiere mich dabei an Carsten Dorhs: https://youtu.be/-N1RFY4WUcY
Veröffentlicht von: @ahischaUnheimlich, echt jetzt.....? 😀 😀 😀
Nein, ich habe es einfach noch nicht ausprobiert und ich traue den Angaben über die Haltbarkeit nicht so sehr.
Liebe Grüße
Queequeg
Danke! 😊
Aber, im Video verwendet der Koch auch Sellerie. Meiner Meinung nach gibt dieser einen starken Eigengeschmack. Hast du das Rezept genau wie im Video ausprobiert?
Ja, so ziemlich. Aber das Gemüse - auch Sellerie - schmeckt nicht durch.
Wobei ich Sellerie sehr gerne mag.
Bei den Brühen habe ich bislang meist gleiche Gewichtsanteile von Möhren, Pastinak, Sellerie und Lauch und die doppelte Menge Zwiebeln genommen. Bei Fleisch oder Knochenbrühe natürlich entsprechend weniger als bei Gemüsebrühe, aber etwa im gleichen Verhältnis.
Einmal habe ich einfach alle Reste genommen, die eingefroren waren, inklusive Fenchel. Aber das hatte überhaupt nicht geschmeckt.
Veröffentlicht von: @queequegJa, so ziemlich. Aber das Gemüse - auch Sellerie - schmeckt nicht durch.
Wobei ich Sellerie sehr gerne mag.
Ok. Danke auch dafür 😊
Oh, ja! Ich mage Sellerie ja auch. Habe aber gelernt, daß man möglichst so kochen sollte, daß nichts heraus sticht. Man sollte nicht erkennen können, was alles drin ist. Leuchtet mir auch ein.
Veröffentlicht von: @queequegEinmal habe ich einfach alle Reste genommen, die eingefroren waren, inklusive Fenchel. Aber das hatte überhaupt nicht geschmeckt.
Wovon die "Reste"?
P.S.: Habe durch dein Video herumgestöbert und ein einfaches Brotbacken Rezept ohne Kneten entdeckt 😀
Lieben Gruß!
Jour
Veröffentlicht von: @jourWovon die "Reste"?
Von Gemüse, das irgendwann gebraucht wurde. Also die Reste von dem nicht benötigten rohen Gemüse und ggf. die Schälabfälle, die ich einfriere. Das Prblem dabei ist nur, dass die dann ziemlich labbrig werden und dann tatsächlich nur noch zum Verkochen geeignet sind.
Ich mache das inzwischen so, dass ich jeweils 50 g Portionen von Möhren, Pastinak, Sellerie und Lauch und 100 g Zwiebeln einfriere, die ich dann so zusammenstellen kann, wie ich sie brauche.
Letzhin habe ich auch Kokosmilch und Chilli eingefroren, weil sie übrig waren.
So, wie Lucan auch schon erwähnt hat, friere ich auch das Kochwasser von Gemüse oder Gehacktesbällchen ein. Letzteres hat meine Frau dann für ein Wirsinggericht benutzt. ES war ungemein lecker. Den Rest der Gehacktes-Brühe hab ich dann abends als Bouillon getrunken. Auch ganz toll.
Auch lieben Gruß
Queequeg
Veröffentlicht von: @queequegVeröffentlicht von: @queequegWovon die "Reste"?
Von Gemüse, das irgendwann gebraucht wurde. Also die Reste von dem nicht benötigten rohen Gemüse und ggf. die Schälabfälle, die ich einfriere. Das Prblem dabei ist nur, dass die dann ziemlich labbrig werden und dann tatsächlich nur noch zum Verkochen geeignet sind.
Stimmt. Das ist auch meine Erfahrung.
Veröffentlicht von: @queequegIch mache das inzwischen so, dass ich jeweils 50 g Portionen von Möhren, Pastinak, Sellerie und Lauch und 100 g Zwiebeln einfriere, die ich dann so zusammenstellen kann, wie ich sie brauche.
Sehr gut!
Veröffentlicht von: @queequegSo, wie Lucan auch schon erwähnt hat, friere ich auch das Kochwasser von Gemüse oder Gehacktesbällchen ein. Letzteres hat meine Frau dann für ein Wirsinggericht benutzt. ES war ungemein lecker. Den Rest der Gehacktes-Brühe hab ich dann abends als Bouillon getrunken. Auch ganz toll.
Ja 😊 Solche Sachen mache ich auch.
Sind ein echter Genuß, Tage später und auch wenn man keine Zeit oder Lust hat zu Kochen.
Danke für das Teilen!
Gesegneten Sonntag
J😊ur
Veröffentlicht von: @queequegIch orientiere mich dabei an Carsten Dorhs:
Danke für das Video. Das erklärt es schön. Das wird eine schöne Soße sein.
Bei der Knochenheilsuppe geht es darum, die Mineralstoffe aus der Knochensubstanz zu lösen, was durch das lange Kochen bei niedriger Hitze und die Zugabe von Apfelessig geschieht.
Veröffentlicht von: @queequegNein, ich habe es einfach noch nicht ausprobiert und ich traue den Angaben über die Haltbarkeit nicht so sehr.
Wenn das Ganze aufgekocht und heiß in Gläser abgefüllt, sofort verschlossen wird, ist das wie mit allem anderen Eingekochten. Es ist haltbar.
Lieben Gruß
Ahischa