AfD will Kirchenasy...
 
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AfD will Kirchenasyl angreifen.

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Herbert52
Themenstarter
Beiträge : 244

Das aktuelle AfD Regierungsprogramm für Sachens der AfD zeigt nun deutlicher als jemals zuvor, wohin sie wirklich steuern will.

Unter II.Einwanderung und Remigration heißt es gleich am Anfang:

„Das Kirchenasyl verstößt gegen geltendes Recht. Es zielt darauf ab, Abschiebungsfristen verstreichen zu lassen und dadurch eine Abschiebung dauerhaft zu verhindern. Im Jahre 2024 scheiterten in Sachsen-Anhalt 48 geplante Abschiebungen am Kirchenasyl. Eine AfD-geführte Landesregierung wird in Zusammenarbeit mit den Ausländer- und Polizeibehörden dafür sorgen, dass alle Kirchenasylanten schnellstmöglich aus Sachsen-Anhalt abgeschoben werden.

Eine AfD-Landesregierung wird in jedem dieser Fälle prüfen lassen, ob das Vermitteln oder Gewähren des Kirchenasyls den Anfangsverdacht der Anstiftung oder Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt – nach § 95 Absatz 1 Nr. 2 Aufenthaltsgesetz, § 26f. Strafgesetzbuch – erfüllt. Wenn Abschiebefristen durch Kirchenasyl verstreichen, wird die Landesregierung prüfen, ob die verantwortlichen Kirchengemeinden für die daraus resultierenden Folgekosten dauerhaft in die finanzielle Verantwortung genommen werden können“.

Es handelt sich dabei um einen klaren Angriff auf die moralischen Werte und ethischen Verpflichtungen, die sich aus dem christlichen Glauben ergeben und von den Gemeinden als Versammlung mündige Bürger praktiziert werden, die sich auch von den ´Altparteien` in den praktischen Kosenquenzen  Praxis ihres Glaubens nicht beirren lassen. (mehr dazu unter https://kirchenasyl.de/bedrohter-schutzraum-kirchenasyl/ ). Genau was ja auch die AfD für sich in Anspruch nimmt (sich von den ´Altparteien` nicht bevormunden lassen). Der mündige Bürger ist für die AfD aber nur der, der ihren ideologischen Grundlagen folgt, die anderen sind linksidologisch verseucht. 

Der Grünenpolitiker Giegold bekräftigt dagegen in einem Interview für ´Domradio` am 08.08.2025 : „…  Denn es sind die Kirchen, die dem Staat helfen, seine eigenen Werte und Recht zu achten. Nicht die Kirchen brechen das Recht, sondern der Staat versagt an seinen Außengrenzen und bei der Einhaltung des Asylrechts an seinen eigenen Rechtsprinzipien. (Quelle): https://www.domradio.de/artikel/politiker-giegold-verteidigt-kirchenasyl-als-beitrag-zum-rechtsfrieden

 

Das gesamte Regierungsprogramm der AfD für Sachsen lässt zusehends besser erkennen, wohin die ´Denke` der AfD zielt. Die obigen Aussagen zum Kirchenasyl stehen im direkte Zusammenhang mit der Ankündigung: „Eine AfD-geführte Landesregierung wird eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung des gegenwärtig geltenden Asyl-Grundrechts und seiner Umwandlung in ein staatlicherseits gewährtes Gnadenrecht einleiten. Wir müssen frei sein, entscheiden zu können, welchen Personen wir nach Maßgabe unseres politischen Interesses Asyl gewähren.“ (fett von mir)

Das war schon eine von den Nazis praktizierte Technik, die Verbindlichkeit positiven Rechts einzudämmen und unter dem Begriff der ´Gnade` Willkürherrschaft zu rechtfertigen. Dazu passt auch „Eine AfD-geführte Landesregierung wird der Asyl- und Integrationsindustrie in Sachsen-Anhalt den Geldhahn zudrehen. Die dadurch eingesparten Steuergelder sollen zum Wohle der einheimischen Bevölkerung verwendet werden“

Auch dass ein bewährte Nazistrategie, Menschen gegeneinander auszuspielen. Früher waren es die Juden, die der ´einheimischen Bevölkerung` das Brot von Tisch geklaut haben, heute sind es die Migranten. Mir ist vollkommen klar, dass die Gemeinden stark belastet sind und das es Geld kostet, Asyl zu gewähren und dass das Geld an anderer Stellen fehlt. Aber wenn dem nicht so wäre, wäre ja auch keine Barmherzigkeit und Nächstenliebe nicht nur nicht nötig, sondern auch erst gar nicht möglich. Es ist also mehr als scheinheilig sich christlich zu nennen und dem Tenor der AfD auch nur ansatzweise zuzustimmen. Was heißt denn das Kreuz Jesu auf sich nehmen? Doch bereitwillig – aus Liebe – weil man dem Anderen das gleich Gute wünscht / gönnt wie für sich selbst - eigene Mühen und unter Wohlstandeinbußen Asyl zu gewähren. Jesus war darin immer ganz klar: Mann kann nicht zwei Herren dienen. Entweder ich mache mir die Argumentation der AfD zu eigen und betrachte Migranten als Bedrohung / Kostenfaktor oder als Herausforderung  /  Erprobung des Ernstfalls von Nächstenliebe wie Gott sie will.

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Meriadoc
Beiträge : 990

@herbert 

 

Mach dir keine Sorgen. Manch Poulistische parteien in Europa haben ein kurzes Leben.

 

Und alles kann die AfD nicht durchsetzten. Was meinste was hier los ist..............

 

JKede Stadtr wird sich aufregen wenn es um die Endlagerung geht, oder CO Ausstoss von Kohlekraftwerke  und Smog.

meriadoc antworten
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Herbert52
(@herbert)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 244

@meriadoc 

Bis zu einem gewissen Grad teile ich Deinen Optismus. Aber gerade beim Kirchenasyl kann man schon beobachten das die Argumentation der AfD die öffentliche Diskussion beeinflusst.Und es sind ja heute die verschiedenen von Landräten und Lokalpolitikern unter Druck gesetzten Ämter, die das Kirchenasyl aushebeln.

Und ... Kirchenasyl ist ja nur ein Thema. Ich habe das Programm zum großen Teil gelesen und habe bei mir bemerkt, dass manche Argumente auf den ersten Blick ´vernünftig` erscheinen. Aber dass ist ja genau, wie die AfD verfängt. Etwas was Bedenkenswertes wird mit der zunehmenden Ausweitung der Propaganda mit bislang nicht Sagbaren verquickt.

Deine Beruhigung nehme gern zur Kenntnis, wenn sie nicht dazu dient, die Wachsamkeit (denken an die Jungfrauen mit der Leuchte) zu vernachlässigen.

 

herbert antworten


Katechon
Beiträge : 139

Beim Thema Kirchenasyl bin ich der Auffassung, dass den jeweiligen Kirchengemeinden das Recht einem Bittsteller Asyl zu gewähren nicht genommen werden darf. Jedoch bin ich ebenso der Auffassung, dass die im Kirchenasyl verbrachte Zeit dem Bittsteller nicht ermöglichen darf Fristen auszusitzen und verstreichen zu lassen um geltendes Recht auszuhebeln.

Kurzum, es bedarf einer Novellierung des Asylrechts dahingehend, dass Zeiten im Kirchenasyl nicht auf Fristabläufe angerechnet werden sondern als Auszeit zu erkennen sind.

Fazit: Während des Kirchenasyls wird die Uhr angehalten und nach Verlassen des Asyls wieder in Funktion gesetzt. Wie lange der Bittsteller Asyl erhält, wann und wie er es verwirkt, die Last der Kosten des Asyls und der Versorgung des Bezogenen liegt alleinig in der Verantwortung der Kirche(ngemeinde). Verlässt der Bittsteller das Kirchenasyl, unterliegt er unmittelbar wieder ›der weltlichen Macht‹ die ihn nach weltlichem Recht und Gesetz zu behandeln hat.

Gib Gott was Gottes ist und dem Kaiser was des Kaisers ist.

katechon antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29395

@katechon 

Kurzum, es bedarf einer Novellierung des Asylrechts dahingehend, dass Zeiten im Kirchenasyl nicht auf Fristabläufe angerechnet werden sondern als Auszeit zu erkennen sind.

Es gibt gar keine gesetzliche Grundlage für das Kirchenasyl.

Das Ganze beruht auf Tradition und persönlichen Absprachen.

 

 

lucan-7 antworten
Katechon
(@katechon)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 139

@lucan-7 Ich bezog mich auf das staatliche Asylrecht, damit Zeiten (die der Asylsuchende im Kirchenasyl verbringt) nicht auf Fristen im staatlichen Asylverfahren angerechnet / einbezogen werden.

Der Asylsuchende könnte damit Fristen in seinem (staatlichen) Asylverfahren nicht ›im Kirchenasyl aussitzen‹ weil ›die Uhr angehalten werden würde‹, sobald er in einer Kirche Asyl finden würde. 

Ich hoffe mich jetzt präziser ausgedrückt zu haben und entschuldige mich für das entstandene Missverständnis. 

katechon antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29395

@katechon 

Ich bezog mich auf das staatliche Asylrecht, damit Zeiten (die der Asylsuchende im Kirchenasyl verbringt) nicht auf Fristen im staatlichen Asylverfahren angerechnet / einbezogen werden.

Da man jetzt keine Regelung hat wird man wohl kaum eine schaffen wollen.

Denn die nächste logische Konsequenz wäre dann Kirchenasyl in Moscheen.

Und das würde dann so schnell aus den Fugen geraten dass das sicher niemand hier will... es ist ja so schon kompliziert (und ungerecht) genug.

 

lucan-7 antworten
Katechon
(@katechon)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 139

@lucan-7 Man kann es ganz allgemein formulieren … 

›Asylbewerber, begehrst Du während einem laufenden staatlichen Asylverfahren in einer nichtstaatlichen Institution weitergehendes Asyl, so bleibt die gesetzliche Grundlage für das laufende staatliche Verfahren davon unberührt und wird temporär ausgesetzt.

 

Egal ob Asyl in einer Kirche, Synagoge, Moschee oder X(*) …

 

(*) mit X = Institution | Einrichtung | Verein nach Deiner (@lucan-7) Wahl.

katechon antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29395

@katechon 

so bleibt die gesetzliche Grundlage für das laufende staatliche Verfahren davon unberührt und wird temporär ausgesetzt.

Mich irritiert die Formulierung "bleibt ausgesetzt"... letztlich ist das Kirchenasyl doch vor dem Gesetz völlig irrelevant...?

 

lucan-7 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1200

@lucan-7 

Es gibt keine gesetzliche, wohl aber eine vertragliche Grundlage für Kirchenasyl. Diese wurde 2015 zwischen dem BAMF und den beiden großen christlichen Kirchen geschlossen. Ist leicht zu ergooglen, man kommt dann aufs PDF (deshalb kann ich es nicht verlinken).

Das Problem ist, dass die Kirchen in den meisten Fällen des Kirchenasyls diese Vereinbarung gebrochen haben, da Dublinfälle ausgenommen waren, diese aber den Großteil der Kirchenasyl Fälle ausmachen.

VG

Chey

chey antworten
Mr.K
 Mr.K
Beiträge : 290

@herbert 

Ich möchte der AfD an dieser Stelle ausdrücklich nicht die Position unterstellen, sie wolle den Rechtsstaat abschaffen. Aber beim Kirchenasyl berührt sie ein Prinzip, das erheblich älter ist als unser heutiger Rechtsstaat. Überspitzt könnte man sagen, dass der Rechtsstaat hier gegen Kirchenrecht verstößt - aber das wäre zu weit gegriffen...

Die Vorstellung, dass ein Mensch, der verfolgt wird oder sich in existenzieller Not befindet, an einem bestimmten Ort Schutz finden kann, damit nicht einfach die weltliche Macht über ihn hinweggeht, ist keine Erfindung irgendwelcher moderner „Migrationsaktivisten“. Sie ist Jahrhunderte, ja Jahrtausende älter als die Bundesrepublik.

Das Kirchenasyl ist deshalb historisch interessant, weil hier eine uralte christliche Tradition mit dem modernen Rechtsstaat kollidiert: Darf es Situationen geben, in denen eine Gemeinschaft sagt: „Bis hierhin und nicht weiter. Diesen Menschen liefern wir nicht einfach aus, bevor nicht noch einmal hingeschaut wurde“?

Man kann diese Frage mit „Nein“ beantworten. Man kann auch darüber diskutieren, ob Kirchenasyl heute noch sinnvoll und in welchem Umfang es gerechtfertigt ist.

Was ich allerdings für bemerkenswert halte, ist die Konsequenz, mit der die AfD offenbar nicht nur gegen einzelne Fälle von Kirchenasyl vorgehen möchte, sondern die Kirchen selbst unter strafrechtlichen und finanziellen Druck setzen will, wenn sie einen solchen Schutz gewähren.

Denn damit wird nicht einfach eine migrationspolitische Position vertreten.

Hier wird eine sehr alte gesellschaftliche Funktion der Kirche grundsätzlich infrage gestellt: die Funktion, gegenüber der staatlichen Macht einen Schutzraum für den Einzelnen zu bilden.

Und genau deshalb würde ich bei diesem Thema sehr vorsichtig mit der Formulierung „Kirchenasyl verstößt gegen geltendes Recht“ umgehen.

Denn das ist zwar eine Aussage über geltendes Recht.

Aber es beantwortet noch lange nicht die viel ältere Frage:

Was soll eine christliche Gemeinschaft tun, wenn sie davon überzeugt ist, dass die Anwendung des geltenden Rechts in einem konkreten Fall einem Menschen Unrecht zufügen könnte?

Die christliche Antwort darauf war historisch niemals besonders kompliziert:

Man hilft dem Menschen.

Nicht, weil man sich selbst für den Staat hält.

Nicht, weil man das Recht grundsätzlich verachtet.

Sondern weil der Mensch vor dem Gesetz kommt.

Und genau an diesem Punkt würde ich die AfD tatsächlich sehr ernst nehmen.

Nicht, weil sie „Nazi-Methoden“ anwende. Diese Gleichsetzung halte ich für historisch viel zu billig.

Sondern weil hier eine politische Vorstellung sichtbar wird, die mir wesentlich grundsätzlicher Sorgen macht:

**Der Staat soll offenbar immer stärker bestimmen können, wem Schutz gewährt wird und wem nicht.**

Das ist eine Frage, über die Christen meines Erachtens sehr viel grundsätzlicher nachdenken sollten als darüber, welcher Partei sie gerade politisch zustimmen.

Denn das Kreuz ist nun einmal kein staatliches Hoheitszeichen.

Und die Geschichte des Christentums beginnt auch nicht damit, dass Jesus den Menschen erklärte, sie sollten sich gefälligst an die jeweils geltenden Verwaltungsbestimmungen halten.

mr-k antworten
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Katechon
(@katechon)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 139

@mr-k Danke für Deine sehr differenzierten und sachgerechten Darlegungen. Ich stimme größtenteils zu.

Die Bundesrepublik nimmt für sich in Anspruch säkular (wenn auch nicht explizit laizistisch) zu sein … und das ist auch gut so. Ich bin froh, dass wir nicht in einem ›Kirchenstaat‹ leben und ich glaube als Christ an Gott Vater, seinen Sohn Jesus und den Heiligen Geist. Nicht an die ›Institution Kirche‹.

Das Dilemma zwischen Kirche und Staat ist nicht neu … wie Du treffend feststelltest … und für mich ist in diesem Dilemma der Glaube wichtiger als die ›Institution Kirche‹. Wie ich eingangs bereits schrieb, ich rede nicht der Abschaffung oder Beschneidung des Rechtes der Kirche Asyl zu gewähren das Wort, ich befürworte jedoch den Primat des Staates. 

Ist eine Kirche(ngemeinde) der Meinung einem Schutzsuchenden Asyl gewähren zu müssen darf damit der Rechtsstaat nicht ausgehebelt bzw. unterlaufen werden. Der Primat des Staates muss weiterhin Vorrang und Geltung haben. Das Kirchenasyl darf dazu dienen ein Moratorium des (weltlichen) Asylverfahren zu ermöglichen, es darf es aber nicht aushebeln. Darum mein Vortrag des Gedankens eines Pausierens des staatlichen Asylverfahrens während des kirchlichen Asyls. 

Verlässt ein Schutzbegehrender das Kirchenasyl muss sein staatliches Asylverfahren dort fortgesetzt werden, wo es durch den Eintritt ins Kirchenasyl unterbrochen wurde. Durch das Kirchenasyl darf die Rechtsstaatlichkeit nicht konterkariert werden.

 

katechon antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1200

@mr-k 

Wenn es denn so wäre, würde ich Dir zustimmen.

Das, was Du beschreibst, gibt es genau so in Deutschland.  Es wurde 2015 zwischen dem zuständigen Ministerium und den beiden großen Kirchen vereinbart.

Fälle, wo die Kirchen der Ansicht sind, dass Unrecht passiert ist, werden während des Kirchenasyls noch mal genau geprüft.  Danach erkennen die Kirchen die staatliche Entscheidung an.

Nur hat das mit dem tatsächlichen Kirchenasyl nichts zu tun. Kirchenasyl wurde hauptsächlich ( ich meine zu über 90 %) dazu genutzt, die frühere Dublinvereinbarung auszuhebeln.  Diese Fälle waren aber ausgeschlossen.

Kirchenasyl sollte erreichen, dass Asylsuchende, die in anderen EU-Ländern ihr Asylverfahren haben müssten, durch Verstreichen der 6 Monatsfrist hier das Asylverfahren  durchlaufen können.

Das ist aus mehreren Gründen problematisch 

Es ist purer Zufall, welcher Asylsuchende hier dieses "Sonderrecht" erhält. Das hat mit Recht dann aber nichts mehr zu tun.

Die Kirchen tragen nur für max. 6 Monste die Kosten. Anschließend muss der Steuerzahler diese tragen, für die er eigentlich nicht zuständig wäre. 

Es geht nicht primär um den Schutz vor Verfolgung, denn es droht keine Abschiebung in das Herkunftslsnd sondern in ein anderes EU-Land.

 

Und generell: Es gibt viele alte Rechte von Kirchen, Jahrhunderte alt. Bei den Missbrauchsskandalen haben wir davon auch etwas gesehen, nämlich die eigene Gerichtsbarkeit, die die Täter schützte. Oder das eigene Arbeitsrecht, was munter diskriminiert.

Nein, wir sind ein Rechtsstaat und der gilt auch für Kirchen. Leider noch nicht immer, aber daran sollte jeder arbeiten.

Und wenn die AfD sagt, Wasser ist nass, wird es dadurch nicht trocken.

VG

Chey

 

chey antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 290

@chey 

Das, was Du beschreibst, gibt es genau so in Deutschland.  Es wurde 2015 zwischen dem zuständigen Ministerium und den beiden großen Kirchen vereinbart.

 

Sorry, dass ist so nicht ganz korrekt.  Karl der Große gewährte den unterworfenen Sachsen 782 Kirchenasyl unter Bewahrung der sächsischen Sitte einer Unantastbarkeit in heiligen Hainen. Auf einer Synode in Rom wurde 1059 der Friedensbereich der großen Kirchen auf 60 Schritte und der kleinen Kirchen auf 30 Schritte um das Kirchenportal herum festgelegt. Das Konzil von Clermont beschloss 1095 sogar, das kirchliche Asylrecht auf die Umgebungen von Wegkreuzen auszudehnen. Die historische Rechtssprechung kennt also den Begriff Kirchenasyl länger, als es die Bundesrepublik Deutschland gibt, und nur, weil es 2015 eine neue Übereinkunft zwischen den Kirchen und der BRD gab heisst es noch lange nicht, dass der Begriff des Kirchenasyls nicht historisch ist.

Und wenn die AfD sagt, Wasser ist nass, wird es dadurch nicht trocken.

Die Afd würde so etwas nie behaupten. Sie würde wenn dann den Begriff Voda verwenden.

mr-k antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1200

@mr-k 

Nicht alles, was historisch ist, gilt heute noch. Was in den meisten Fällen auch gut so ist.

VG

Chey

PS: Und bei der AfD wären die Migranten Schuld, dass Wasser nass ist.

chey antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@chey Und bei der AfD wären die Migranten Schuld, dass Wasser nass ist.

Das wäre mir neu, dass die AgD Migranten was Gutes abgewinnen könnte. 😉

jack-black antworten
Katechon
(@katechon)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 139
Veröffentlicht von: @chey

Und wenn die AfD sagt, Wasser ist nass, wird es dadurch nicht trocken.

Hier verhält es sich wie mit den kaputten Uhren … sie zeigen 2x am Tag trotzdem die richtige Uhrzeit an. Man mag über die AfD denken wie man will, gerne auch spötteln, aber vor lauter ›Brandmauer‹ sollte man den Blick für die Realität(en) im Land nicht verlieren.

Matthäus 7,5

 

katechon antworten
Herbert52
(@herbert)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 244

@katechon 

@ Katechon

Hier verhält es sich wie mit den kaputten Uhren … sie zeigen 2x am Tag trotzdem die richtige Uhrzeit an.

Ich finde Dein Beispiel ist ein gute Gelegenheit mal den Realitätsbegriff der durchschimmert zu hinterfragen. Tatsächlich zeigt die Uhr nicht 2xmal am Tag die richtig Uhrzeit an. Die Uhr ist völlig passiv und zeigt gar nichts. Wenn, dann bildet sie etwas ab, nämlich etwas über ihren inneren Zustand. Und der lautet: ´Ich bin defekt`.

Wer zweimal am Tag an der kaputten Uhr eine richtige Uhrzeit (was übrigens nur gingen wenn sie 12/12 anzeigt) meint ablesen zu können, ist blind für die Realität, grob oberflächlich und fahrlässig. Um behaupten zu können, dass die kaputte Uhr zweimal die richtige Uhrzeit anzeigt, muss man die richtige Zeit erst einmal kennen. Zweitens, wodurch definiert sich die Richtigkeit einer Uhrzeit? Doch erst durch ihre Relevanz für das wirkliche Leben. Solange die Uhr an der Wand hängt, ist es so völlig irrelevantm was sie anzeigt oder nicht.   

Übertragen auf die AfD „sollte man den Blick für die Realität(en) im Land nicht verlieren.“ Was heißt das denn? Wenn sie zweimal am Tag etwas richtiges sagt, bedeutet es keineswegs, dass sie nicht innerlich verdammt kaputt ist. sondern sie sagt erstmal nur etwas über den Betrachter aus, der sich vom bloßen Schein blenden lässt und nicht den Bezug zu Realität bzw. was wichtiger ist, zur Wirklichkeit sucht. 

Bei dem Angriff auf das Kirchenasyl geht es der AfD keineswegs um Rechtsfragen, so wie es hier diskutiert worden ist. Sondern es geht ihr darum, ohne Schranken ihre Ziele umzusetzen. Ein wesentliches Merkmal ihrer faschistischen DNA zeigt sich gerade in ihrer ´Gesetzlosigkeit`. So will sie unter den herrschenden Umständen z.B. die Schulpflicht aufheben (vgl. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/afd-programm-schulpflicht-100.html )

Warum will sie das? Weil sie meint, das staatliche Bildungssystem käme seinen Pflichten nicht nach. Da mag sie mal für eine Millisekunde die ´richtige Uhrzeit` angezeigt haben. Aber will sie die Uhr = Schule reparieren. Auf keinen Fall. Der wahre Grund ist, dass sie die Jugend separieren, dem Einfluss ´linker und grüner` Pädagoge entziehen und dem ungeschütztem ideologischen Einfluss der Eltern aussetzen will, die sie mit ihren Wahlversprechen ködern kann. Hat sie dann die Mehrheit im Staat und alle linken bzw. grüne Lehrer entweder durch entsprechendes Recht geknebelt oder aus dem Schuldienst entfernt, gibt es mit Sicherheit wieder eine hundertprozentige Schulpflicht, um die Jugend systematisch in den Griff zu bekommen.

Wer glaubt, die AfD habe auch was Gutes, der sollte mal das Uhrwerk genauer untersuchen und sich nicht von dem blöden Satz abspeisen lassen, der hier die Diskussion angeregt hat. Oder von dem anderen Satz: auch andere Uhren gehen nicht immer genau.

herbert antworten
Katechon
(@katechon)
Beigetreten : Vor 1 Woche

Beiträge : 139

@herbert

» Gut gebrüllt, Löwe! «

(Aus: » ›Ein Sommernachtstraum‹ oder ›Viel Rauch um Nichts!‹ « von William Shakespeare)

katechon antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

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@herbert 

Deiner Analyse der AfD stimme ich zu.

Hier aber ging die Argumentation etwas anders. Die AfD will ja nicht nur Kirchenasyl abschaffen sondern auch an die staatliche Finanzierung der beiden großen Kirchen ran. Und hier war schon teilweise aus den Reihen der Kirchen zu hören,  dass es damit quasi zu einer rechtsextremen Forderung wird, die ein Demokrat folglich nicht stellen darf.

Aber etwas wird eben nicht deshalb falsch  nur weil es auch die AfD fordert.

Das merkt man auch am bekannten Wahlomat. Bei mir ist die AfD immer weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Dennoch steht da immer noch ca. 20 Prozent Übereinstimmung. Ich denke, das wird bei jedem Demokraten so sein. 0 Prozent wird wohl keiner haben.

VG

Chey

chey antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

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@herbert 

Ein wesentliches Merkmal ihrer faschistischen DNA zeigt sich gerade in ihrer ´Gesetzlosigkeit`. So will sie unter den herrschenden Umständen z.B. die Schulpflicht aufheben 

Die Aufhebung oder Lockerung der Schulpflicht wäre für min. 15% der Kinder ein Segen. Das ist auch nicht faschistisch oder rechstextrem. Sämtliche totalitären Systeme in Deutschland hatten Schulpflicht.

Der wahre Grund ist, dass sie die Jugend separieren, dem Einfluss ´linker und grüner` Pädagoge entziehen und dem ungeschütztem ideologischen Einfluss der Eltern aussetzen will, die sie mit ihren Wahlversprechen ködern kann. Hat sie dann die Mehrheit im Staat und alle linken bzw. grüne Lehrer entweder durch entsprechendes Recht geknebelt oder aus dem Schuldienst entfernt, gibt es mit Sicherheit wieder eine hundertprozentige Schulpflicht, um die Jugend systematisch in den Griff zu bekommen.

Als ob ein Lehrer heutzutage noch irgendwie ein politisches Vorbild wäre. Der Einfluss der Eltern ist sowieso höher.
Die DDR hat 40 Jahre lang versucht seine Bürger auch mittels der Schule auf Linie zu bringen. Hat nicht funktioniert.  

 

derelch antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1200

@derelch 

Schulpflicht hat nichts mit totalitär oder nichttotalitär zu tun. Es gibt Diktaturen und Demokratien mit und ohne Schulpflicht. Da hast Du Recht.

Das es auch ohne strenge Schulpflicht geht, hat die Coronazeit gezeigt. Allerdings zeigte sie auch einige Schwächen und Probleme des Homeschoolings auf.

Leider ist es so, dass oft gerade die Gruppen, die am lautesten für Homeschooling werben,  die sind, die am ungeeignetsten dafür sind. Nämlich die, die ihre Kinder extrem einseitig indoktrinieren wollen, oft aus religiösen, teilweise auch aus (extrem) politischen Gründen.

Diejenigen, die das vernünftig gestalten könnten, finden im heutigen deutschen Schulsystem ihre Lösung im Privatschulwesen, das ja einen enormen Spielraum lässt, wie Unterricht gestaltet wird.

VG

Chey

chey antworten
DerElch
(@derelch)
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Beiträge : 2120

@chey 

Das es auch ohne strenge Schulpflicht geht, hat die Coronazeit gezeigt. Allerdings zeigte sie auch einige Schwächen und Probleme des Homeschoolings auf.

Also die Coronamassnahmen hatten mit Homeschooling genau garnichts zu tun. 😀 

Leider ist es so, dass oft gerade die Gruppen, die am lautesten für Homeschooling werben, die sind, die am ungeeignetsten dafür sind. Nämlich die, die ihre Kinder extrem einseitig indoktrinieren wollen, oft aus religiösen, teilweise auch aus (extrem) politischen Gründen.

Wer seine Kinder indoktrinieren will, indoktriniert sie. Schule hin oder her. 

Diejenigen, die das vernünftig gestalten könnten, finden im heutigen deutschen Schulsystem ihre Lösung im Privatschulwesen, das ja einen enormen Spielraum lässt, wie Unterricht gestaltet wird.

Leider nein. Auch da braucht man grosses Glück. Die Lehrer in den Privatschulen haben tendenziell die gleiche Ausblidung wie die in Regelschulen und der Lehrplan ist auch nicht anders. Es gibt Kinder (und zwar nicht wenig), die nicht ins System passen und in einer Regelschule einfach nur leiden.  

derelch antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4812
Veröffentlicht von: @derelch

Diejenigen, die das vernünftig gestalten könnten, finden im heutigen deutschen Schulsystem ihre Lösung im Privatschulwesen, das ja einen enormen Spielraum lässt, wie Unterricht gestaltet wird.

Leider nein. Auch da braucht man grosses Glück. Die Lehrer in den Privatschulen haben tendenziell die gleiche Ausblidung wie die in Regelschulen und der Lehrplan ist auch nicht anders.

Zudem ist es auch eine finanzielle Frage. Privatschulen kosten ja durchaus auch Geld. 

Es gibt Kinder (und zwar nicht wenig), die nicht ins System passen und in einer Regelschule einfach nur leiden.  

So ist es. 

chai antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1200

@chai 

Privatschulen sind oft nicht so teuer wie man denkt. In Hamburg fängt das bei Kath. Privatschulen  bei ca. 75 EUR im Monat an.

Private Ersatzschulen werden ja größtenteils auch staatlich finanziert.

VG

Chey

chey antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4812

@chey Die (christliche) Privatschule meiner Tochter war deutlich teurer. 

Da ging's auch nicht primär um die christliche Schule, sondern weil sie eben aufgrund verschiedener Umstände nicht auf der Schule am Ort bleiben konnte. 
Und dann wurde noch Beteiligung der Eltern an diversen Arbeitseinsätzen erwartet. 

chai antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1200

@chai 

Das ist bei den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich,  weil Ersatzschulen auch unterschiedlich hoch gefördert werden je nach Bundesland. 

In Hamburg ist sowohl ein Mindestbeitrag vorgeschrieben wie auch die maximale Höhe beschränkt.

Besondere Schulen wie die internationale Schule fallen da meines Wissens aber nicht drunter.

Ja, der Elterneinsatz wird bei manchen Schulen erwartet,  z.b. bei den Waldorfschulen. Aber auch hier nicht bei allen Privatschulen.

Ich würde eben nur empfehlen, sich zu erkundigen, wie es bei Schulen,  die in Frage kämen, genau ist und nicht gleich denken, dass es viel zu teuer ist.

VG

Chey

chey antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 3 Monaten

Beiträge : 1200

@derelch 

Die Schule kann der Indoktrination dieser Eltern zumindest etwas entgegen setzen.

Bezüglich Privatschulen ist die Bandbreite höher als Du denkst. Natürlich muss letztlich der vorgeschriebene Lehrstoff vermittelt werden und das ust ja auch richtig so und wäre ja auch bei Homeschooling nicht anders.

Aber die pädagogischen Ansätze sind teilweise extrem. Bei der Hamburger sog. Nenaschule (von der Sängerin mit gegründet) entscheiden die Kinder frei und selbst  was sie wann lernen. Klingt merkwürdig, funktioniert aber.

Oder schau Dir die Waldorfschulen an.

VG

Chey

chey antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@chey 

Die Schule kann der Indoktrination dieser Eltern zumindest etwas entgegen setzen.

Denke nicht. 

Bezüglich Privatschulen ist die Bandbreite höher als Du denkst.

Du weisst ja garnicht, was ich denke. Eine gute Privatschule, die 200km entfernt ist, nützt genau garnichts. Muss ja auch technisch machbar sein und nicht nur finanziell.

Natürlich muss letztlich der vorgeschriebene Lehrstoff vermittelt werden und das ust ja auch richtig so

Ja von mir aus. Auch wenn 70% des Lehrstoffs völlig nutzlos oder längst bekannt ist.

Problem ist aber eher das wie und wann dieser Stoff vermittelt wird. Individualisiertes Lernen bekommt man auch nur an den wenigsten Privatschulen. 

(Ich hab vor nem 3/4 Jahr mal Lehrmittel Mathe 2. Klasse in die Finger bekommen. Kotzen könnte ich, wenn ich diesen Quatsch sehe. Für einige mag das passen, aber andere langweilt man zu Tode mit den Endloswiederholungen und lässt sie trotzdem nicht einfach 20 Seiten überblättern.)

derelch antworten
Herbert52
(@herbert)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 244

@derelch 

Welchen Einfluss Lehrer noch haben kann ich natürlich nicht sagen, ich gebe ja nur die Argumentation der Afd wieder.

Die von mir gemeinte Gesetzlosigkeit meint nicht, dass es kein positives Recht gebe, sondern das diese je nach Bedarf der Nazis geändert wird. Heute keine Schulpflicht, morgen außer schule alle noch in HJ oder BDM. Darauf wird es hinauslaufen, wenn man nicht rechtzeitig Einhalt gebietet.

herbert antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@herbert 

Heute keine Schulpflicht, morgen außer schule alle noch in HJ oder BDM. Darauf wird es hinauslaufen, wenn man nicht rechtzeitig Einhalt gebietet.

Dem gebietet man nicht Einhalt, wenn man die Schulpflicht glorifiziert, sondern indem man nicht AfD wählt. 

derelch antworten


Katechon
Beiträge : 139
Veröffentlicht von: @chey

Aber etwas wird eben nicht deshalb falsch  nur weil es auch die AfD fordert.

Das ist genau auch mein Denkansatz. An diesem Deinen Satz gibt es imho auch keine Missverständlichkeit, man sollte auch nicht (wieder imho) über ihn spotten.

katechon antworten
Herbert52
Themenstarter
Beiträge : 244
Veröffentlicht von: @derelch

Es gibt Kinder (und zwar nicht wenig), die nicht ins System passen und in einer Regelschule einfach nur leiden.  

... stimmt sogar sehr. Aber warum ist das so? Und glaubst du, dass die Eltern dieser Kinder besser Erzieher und Lehrer wären?

herbert antworten
1 Antwort
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2120

@herbert 

... stimmt sogar sehr. Aber warum ist das so? Und glaubst du, dass die Eltern dieser Kinder besser Erzieher und Lehrer wären?

Manchmal sind tatsächlich Eltern die besseren Lehrer. Manche beschäftigen sich nämlich mit dem Umstand, weshalb ihre Kinder so sind wie sie sind und schaffen eine entsprechende Lernumgebung. Aber natürlich können und machen das nicht alle. 

Wenn Lehrer das tun ist es eine Ausnahme. Das ganze Thema Neurodivergenz ist für viele Lehrer ein völlige Blackbox, null Ahnung. Das ginge ja noch, aber es fehlt auch der Wille das zu ändern und das ist nicht akzeptabel. Man kann diese Kinder nicht in gleicher Weise beschulen wie neurotypische Kinder und schon garnicht in Klassenverbänden von 25 Kindern.

derelch antworten


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