Christsein & Fluche...
 
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Christsein & Fluchen

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CoffeeandBible
Themenstarter
Beiträge : 80

Hallo zusammen,

ein sehr unangenehmes & unschönes Thema, aber ich habe mir da schon häufig Gedanken über das Thema im Allgemeinen gemacht.

Viele Schimpftiraden & "Flüche", vor allem in bestimmten Teilen Deutschlands, schließen ja oftmals den Namen Gottes mit ein... Exemplarisches Beispiel "Himmelherrgott nochmal" oder Ähnliches, teilweise noch viel Schlimmeres... 

Als ich neu zum Glauben gekommen bin, ist mir erst richtig aufgefallen, wie unschön das Ganze wirklich ist. Jedoch kommt es vor allem in meinem Umfeld doch öfters vor... 

Ist das für euch eine "normale" Sünde oder eine besonders schwere Sünde?

Auf der einen Seite kann man ja klar argumentieren: Missbrauch des Namens Gottes.. 

Auf der anderen Seite hinterfragen manche Menschen ja vielleicht auch gar nicht, was sie im Affekt, in einer wütenden Stimmung etc. da wirklich von sich geben...

Habt ihr bereits auch Erfahrungen mit dem Thema gemacht?

Freue mich auf Antworten 

Antwort
57 Antworten
CoffeeandBible
Themenstarter
Beiträge : 80
Veröffentlicht von: @mulle1979

Damals fand ich es natürlich spießig von ihr, jetzt (mit 44) muss ich aber sagen, dass es komplett das Gesamtbild eines Menschen verändert, wenn man ständig flucht, Schimpfworte nutzt oder jedes 2. Wort Scheiße ist.

So wie ein körperlich ungepflegtes Erscheinungsbild, macht das meiner Meinung nach ein seelisch-emotional ungepflegtes Außenbild. Es lässt einen irgendwie schlecht dastehen, falls ihr nachvollziehen könnt, was ich meine.

Ja, da stimme ich zu.

Ich muss allerdings dazu sagen, dass es zumindest bei mir so ist, dass ich solche Wörter wie "Shit" oder "Sch*****" eigentlich überhaupt nicht verwenden möchte, aber im Affekt sind die manchmal leider viel zu schnell rausgerutscht 🙁  das ist das eigentliche Problem an der Sache, finde ich..

 

Veröffentlicht von: @mulle1979

Sunshine-Positivity

Musste gerade über den Begriff lachen, weil er so treffend ist 

coffeeandbible antworten


CoffeeandBible
Themenstarter
Beiträge : 80

Vielen Dank schon einmal für eure Antworten.

Bzgl. den "Regionen Deutschlands" wollte ich da jetzt kein Fass aufmachen 😉 Mir ist nur aufgefallen, dass es da evtl. leichte Unterschiede geben könnte, aber für die Quintessenz des Themas ist es sowieso recht irrelevant...

Das meiner Meinung nach schlimmste Fluchwort, das mir in dem Zusammenhang einfällt, fängt mit "Heiland" an, ihr wisst vielleicht, welches ich meine... Und leider habe ich gerade das schon so häufig gehört 🙁 Da finde ich "Mein Gott" oder so sogar noch absolut harmlos dagegen..

Meine Mutter, eine tiefgläubige Christin, hat bei besagtem Fluchwort, wenn das mal in der Vergangenheit bei der Verwandschaft oder sonst wo gefallen ist, übrigens immer ganz extrem die Krise bekommen.. Teilweise hat sie sogar angefangen zu weinen..

Daher hatte ich immer das Gefühl, so etwas sei die Maximalform von Sünde.

Ein "Scheiße" ist z.B. auch nicht so schön, ganz klar. Jedoch beschmutzt das - für mein persönliches Empfinden - halt nicht so direkt den Namen Gottes 

 

coffeeandbible antworten
3 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 17053

@coffeeandbible 

hallo,

ja es gilt auf unsere Worte zu achten. Worte können heilen, aber auch verletzen............

Und die Wahrheit zu sagen, kommt auch zunächst nicht immer gut an......

Hinterher kann es aber auch helfen....

Ein unbedachtes Wort kann das Leben von Menschen prägen, aber auch zerstören-

Doch auch das Umgekehrte kann der Fall sein. Ein ermutigendes Wort kann stärken und

Wunder wirken.

Nicht umsonst sagt uns die Bibel, das wir achtsam mit unseren Worten umgehen sollen. Gott

möchte nicht, dass wir an der Zerstörung von Menschen mitwirken. Er zeigt und deutlich,

das es nicht egal ist, wie wir über uns selbst, andere Menschen reden..

Oft verhindern wir unbewusst Gottes Segenswirken. Durch verurteilendes , verächtliches

Denken und Reden, setzen wir den Segensabsichten Gottes...Fluch entgegen. Das soll nicht

sein. Das was wir reden sollte ein Segen sein für den, der es hört. Das können auch mal

ehrliche Worte sein.

Worte haben Macht. Echt gesehen zu werden, wertschätzende Worte zu erhalten, ist für viele

Menschen tief berührend. Es gibt nicht nur ein Hunger nach dem täglichen Brot,

sondern auch ein Hunger nach ehrlichen, nicht manipulierenden Worten..

Leben ist Beziehung, und die meisten Probleme haben mit unseren Beziehungen zu tun.

Auch mit unbedachten Worten..

Selbst schaue ich heute mehr auf das, wer was sagt. Versuche herauszufinden, warum ein

Mensch solche Worte sagt, aus Spaß, ernst, um zu verletzen.......

 

liebe Grüße,

 

https://www.youtube.com/watch?v=Rd95_jRWijA&pp=ygUbZ2liIG1pciBkaWUgcmljaHRpZ2VuIHdvcnRl

 

"gib mir die richtigen Worte, gib mir den richtigen T o n........"

 

 

deleted_profile antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1348

@hundemann 

Ein unbedachtes Wort kann das Leben von Menschen prägen, aber auch zerstören-

Ja das ist leider so.

Worte können einen Mitmenschen tief in der Seele treffen.

"Doch auch das Umgekehrte kann der Fall sein. Ein ermutigendes Wort kann stärken und

Wunder wirken." 

 

Das sollte uns jeden Tag bewusst sein.

gorch-fock antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@coffeeandbible 

Ein interessanter Ansatz ... bei mir kommt nämlich an: Solch unschöne Worte, die den Namen Gottes als Wort enthalten, aber eben gar nicht zum Adressaten haben, weil im Grunde "hohl", nicht gefüllt, sind eigentlich genau deshalb "Beschmutzung" des Namens Gottes, weil sie nichts zum Inhalt haben, jedoch seinen Namen beinhalten.

Hab ich das richtig erfaßt? - Woanders las ich grad "Worte haben Macht" - Ja. Und einerseits möchte ich das in eine bestimmte Richtung fast schreien, weil Worte eben Macht haben und in Jesus Namen gesprochen (und im Glauben), bewirken sie etwas, weil sie Macht haben und das so viele noch nicht sehen. Andererseits geht es dabei eben auch um Dinge, die wir anderen sagen, die wir oft ohne nachzudenken sagen, die wir vielleicht oft ohne Liebe sagen, weil wir uns erst einmal selbst "dienen" wollen (Genugtuung etc.). Wir wissen, dass Worte Macht haben, nämlich "zu verletzen", "zu entwürdigen", zu zerstören ... = Worte haben Macht. Eine schöne "Demonstration" im Grunde in die eine Richtung, der auch so gut wie alle zustimmen, weil sie auf dieser Seite auch schon standen und wissen, dass Worte die Macht haben können, eben zu verletzen (als Beispiel). - Die gleiche Macht könnten wir eben auch im anderen Sinne einsetzen ... (in meinem Kopf gehts grad bunt zu) ... zumal Gott durch ein Wort geschaffen hat und wir die gleiche Schöpferkraft innehaben ... 

Krass ... *selbstübergeraschtist*

neubaugoere antworten
neubaugoere
Beiträge : 15053

"Inspiriert" von diesem Beitrag <-- *klick* von deborah71 suche ich nach "Ersatzwörtern", z.B. für "verdammt", das ich zwar eher scherzhaft einsetze, es aber austauschen möchte. - Nun kam mir von meiner Oma (ihres Zeichens Maßschneiderin) "verflixt und zugenäht" in den Sinn. - Was denkt ihr? Wäre das was? 

Ich suche Ersatzwörter. Es darf hier jeder helfen. 🙂 Ich bin da nicht undankbar.

neubaugoere antworten
22 Antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1348

@neubaugoere 

"Verflixt und Zugenäht "

Kenne ich auch noch von früher her.

gorch-fock antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@neubaugoere 

Manchmal staunt unsereine, was sich so hinter altbekannten Redewendungen verbirgt.

https://gfds.de/verflixt-und-zugenaeht/

 

Ich fang mal an in meinem Gehirnskastel zu kramen, was da so an unverfänglichen emotionalen Ausrufen zum Vorschein kommt.

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

Hilfsmittel Emotionsrad in Farbe

Nicht jeder Ausruf passt ja zu jeder Situation bzw. angestoßenem Gefühl.

In einer Datei bin ich mal einige Farben durchgegangen und habe mir notiert, was ich so sage.

Bei wütend fällt mir auf, dass ich selten so richtig wütend bin. Was gar nicht vorkommt ist negative Selbstbetitelung.

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@neubaugoere 

Anstelle von "verdammt" wäre meine erste Wahl wohl " oooh neeee!"  Ich gehe da von der Vorstellung aus, dass mir etwas mißlungen ist oder ich etwas nicht beeinflussen konnte.

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

 Ja, ist es denn Menschenmöglich?  und Platt: Hau kann't wal angaahn (Wie kann's wohl  zustande kommen/passieren) und "Mist" taucht auch ab und zu auf oder "Das war jetzt nicht im Sinne des Erfinders" 😉

 

deborah71 antworten
PeterPaletti
(@peterpaletti)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 1315

@neubaugoere Eine Freundin von mir hat, wenn sie geflucht hat, immer "Radieschen" gesagt. 

D.h. als Fluch kann man im Prinzip jedes Wort verwenden. Es reicht ja, wenn es einem persönlich weiterhilft und muss nicht sozusagen allgemein anerkannt sein. 

 

 

peterpaletti antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@peterpaletti 

Oh prima. Sowas könnte meins werden, kleiner Scherzkeks, wie ich auch bin. 😀 Jetzt suche ich was Ein- oder Zweisilbiges ... *denk* ... "Seife" ... "Tontopf" ... mal sehen, was ich in mein Brain einprogrammieren kann. 😀 😉

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@neubaugoere 

Dabei fluchst du aber immer noch. Nur verdeckter.

Wie wär's mit: "Segen drauf"

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@deborah71 Wenn ich jetzt "ja super" sagen würde, tät ich lügen. In meiner Denke ist das noch nicht drin, wenn mir was schiefläuft, aus den Händen fällt oder nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, "Segen drauf" sagen zu können. Wieso auch? Ich will ja Ärger ausdrücken ...

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@neubaugoere 

Nach dem Ärger Ausdrücken einen Schritt weiter zu gehen halte ich für nützlich, damit man nicht im Ärgergefühl hängen bleibt und das sich summieren kann.

Du kannst dem Ärger doch auch eindeutige Worte geben: Das ärgert mich jetzt.  Dann ist ein Fluchwort überflüssig.

 

 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@deborah71 *schmunzel*

Ja, ich gestehe, da bin ich "faul", "Das ärgert mich jetzt." sind vier Worte - ein "Ärgerwort" ist eben nur eins. 😉 😀 

Für mich geht's nicht einfach "nur" darum, ein Wort zu tauschen. Hier spielt meine ganze Persönlichkeit rein. Über die derben Worte hab ich eben immer Aufmerksamkeit erregt, hatte die Aufmerksamkeit ... *ichgestehe* ... da muss was passieren und es wird auch passieren, aber nicht von 0 auf 100 ... es ist ein Prozess, wer hätte das gedacht. 😉 Aber ich bin voller Hoffnung. 🙂

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@neubaugoere 

Ja, es ist ein Prozess. Ich war auch nicht von jetzt auf gleich an dem Punkt, an dem ich jetzt bin.

Hab noch ein paar Ärgerkürzel gefunden:

- ärgerlich

- hmmmmpf

- grmmml

- gnagnagna

- ääääächt getz?!  (echt jetzt???)

😆

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@deborah71 😀

Ja "grmpf" mach ich auch öfter 😀 ... oder sag: oooh maaaaaan .... oder: maannnnoooooo. Aber da ist eben noch Luft nach oben ... 😉 - da fällt mir glatt noch eine ältere Schwester ein (jetzt wohl 87 oder 88), die sagte ab und an: "in Ehrlichkeit?" - und eigentlich hat sie das von einem ihrer Söhne damals übernommen, als der noch klein war ... *schmunzel* ... ich werde mal den Kindern zuhören, vielleicht haben die was für mich. 😉

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@neubaugoere 

Von Kindern kann man einiges lernen. Gute Idee 🙂

Damals beim Schlagfertigkeitstraining mit Matthias Pöhm war das Ziel, 5 Antworten zu finden, die zu einem passen und die unterschiedlich sind, je nach Stellung der übergriffigen Person zu einem.

So ähnlich stelle ich mir das bei Gefühlsäusserungen vor. Es muss zu mir passen, den Druck reduzieren ohne jemandem zu schaden, den Blick auf Lösungsorientierung freigeben und sich nicht zu Selbstärgern oder zu lange  im Ärgerpool zu verweilen.

Ärger ist für mich ein Postbote, der die Botschaft bringt: hat was nicht geklappt, unangenehm, Lösung suchen. Mehr Aufgabe hat Ärger bei mir nicht.

Was mich am meisten ausbremst ist, wenn ich nicht gemerkt habe, dass ich als Verursacher von Ärger mir selbst nicht vergeben habe. Damit halte ich mich in einem Gefühlsgefängnis fest. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich den Mechanismus kapiert hatte... aber jetzt hat er weniger Chancen bei mir.

deborah71 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 17053

@neubaugoere 

liebe neubaugere,

jetzt mache ich mal  auf Bibellehrer. Hebräer  4 Vers 12.

Gottes Worte sind nicht nur süß....sie haben Auswirkungen. Schärfer

als ein zweischneidiges Schwert. Sie durchdringen unsere geheimasten Gedanken,

sie trennen das was von Gott kommt, was von mir kommt.

Und diese Warnung ist finde ich gut, gerade auch in der Seelsorge.

Selbst bin ich mehr der harmonische Typ.....

Aber ich brauche auch die Wahrheit Gottes, und das Er mal stop! sagt,

wenn ich falsch liege. Oder das wir zu anderen Menschen stop sagen,

wenn sie kurz vor einem Abgrund stehen, und ein Schritt weiter............

Oder wenn wir klar sagen, ohne die Bekehrung zu Gott, gibt es kein

ewiges Leben.....................

https://www.youtube.com/watch?v=68Kb8fs8spk&pp=ygUzQmV6aWVodW5nc3NvbmcgY2hyaXN0bGljaCBkZWluZSBMaWViZSBow7ZydCBuaWUgYXVm

 

liebe Grüße,

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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 17053

https://www.youtube.com/watch?v=Wv3PlWhsXC8&pp=ygUmbGViZW5kaWcgdW5kIHNjaMOkcmZlciBzaWVnZnJpZWQgZmlldHo%3D

oh, das war das falsche Video.......

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Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1801

@neubaugoere 

Finde das total spannend, was dir gerade so gezeigt wird, wo noch 'Hunger' und 'Durst' ist. Und wir wissen ja, wer den stillen kann... und stillen wird. 😉 

Gott ist echt Klasse!

goldapfel antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4179

@deborah71 Aber zuerst sollte man den Ärger auch mal ausdrücken dürfen und diesen schritt nicht überspringen. Das kann auch dazu führen, dass man den Ärger runterschluckt und das ist auf Dauer auch nicht gut.

Und so ein lautes Schimpfwort eignet sich doch gut um Frust/Ärger/Wut loszuwerden. Da gibt es sogar Studien zu, was das bewirkt und welche Laute sich am besten für Schimpfwörter eignen. Bin gerade zu faul, die Studien zu googlen.

Ich unterscheide beim Schimpfen/fluchen immer sehr, wie angepisst ich bin. Was in so ziemlich jeder Situation geht ist "Sch****!" , wobei ich zeitweise dazu übergegangen war nur noch "Mist!" zu sagen. Gerade wechselt es sich wieder ab.

channuschka antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@channuschka 

Zum Beitrag

Auf welchen meiner Beiträge reagierst du denn jetzt? 

In einem ist eine Liste von Unmutsgeräuschen.....   allerdings fehlt da noch 'Der Kampfschrei der sibirischen Waldameise', wie wir das zu Hause intern nennen:

"waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah"

Mist steht auch irgendwo....

Prozess, etwas passendes für sich zu finden...  habe ich auch erwähnt....

 

 

deborah71 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 4179

@deborah71 

Nach dem Ärger Ausdrücken einen Schritt weiter zu gehen halte ich für nützlich, damit man nicht im Ärgergefühl hängen bleibt und das sich summieren kann.

Du kannst dem Ärger doch auch eindeutige Worte geben: Das ärgert mich jetzt. Dann ist ein Fluchwort überflüssig.

Darauf hab ich mich bezogen, als ich meinte, man muss den Ärger erstmal richtig ausdrücken. "Das ärgert mich jetzt" lässt die Aggression außenvor. So ähnlich bin ich erzogen worden, Wut oder Ärger zeigen, ist unangebracht. Man sollte ihn vernünftig äußern. Gut - hat jetzt nicht viel gebracht, dass meine Eltern diesen Wunsch geäußert haben. Gerade als wir alle im Teenageralter waren, aber es ist hängen geblieben. Und das schlechte Gewissen, wenn man den Anspruch nicht erfüllt.

Von daher finde ich ein deftiges Wort um seinen Ärger auszudrücken, nicht schlimm. Den Namen Gottes kann man ja problemlos dabei weglassen. Wobei ich es manchmal doch nutze, aber eher, wenn ich genervt bin - und da ist  ein "Herrgott nochmal!" bei mir meistens auch das Gefühls eines Hilfeschreis nachoben.

Womit ich immer wieder kämpfe ist das Wort "verdammt". Eigentlich möchte ich es nicht nutzen, aber es gibt so Phasen, da denke ich es zumindest oft. Und gerade bin ich am überlegen, ob ich es so schlimm finde, etwas verdammen bedeutet ja nicht unbedingt verfluchen, sondern eben auch verurteilen, aus der Gemeinschaft ausschließen und so. Und solange ich es nicht gegen Menschen ausspreche, sondern bezogen auf Situationen oder Gegenstände... Da bin ich aber nicht durch mit der Überlegung. Die hab ich gerade erst angefangen. und gerade bei so Dingen, wie Wörter, die ich benutzen will, bzw. nicht benutzen will hab ich in den letzten sagen wir mal 25 Jahren doch häufiger mal meine Meinung geändert. So streng wie in meinen Teenie-Jahren bin ich da bei weitem nicht mehr 🙂

 

channuschka antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@channuschka 

Das ist schön, dass du weiter deine persönliche Ausdruckweise finden willst, die dir und der Gefühls- und Sachlage gerecht wird.

 

Für die meisten Situationen und Gefühle habe ich meine persönliche Ausdrucksweise. Das heißt jetzt nicht, dass da nicht noch Luft nach oben ist. 😉

 

Im Barnabasseminar (Seelsorge) hatten wir zur Aufgabe, ein Gefühlstagebuch über jeden einzelnen Seminartag zu führen. Das war sehr aufschlußreich. Meine Sätze begannen meist mit : Ich denke, das ..........war angenehm, lustig, .....was auch immer. Mein Hirn stand mit deutlich im Weg und oft musste ich Gefühlsworte suchen.

Die zweite Aufgabe war die Zeichnung von zwei Baumästen. An den einen sollten positive Gefühlsworte und an den anderen negativ empfundene Gefühlsworte. Da zeigte sich bei vielen ein deutliches Ungleichgewicht. Es waren kaum positive Gefühlsworte im Speicher. Das hat uns schon ins Nachdenken und Sammeln von positiven Gefühlsworten gebracht und unseren Gefühlen nachzuspüren.

Diese beiden Aufgaben waren für unsere Seminargruppe herausfordend und förderlich.

deborah71 antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1348

@neubaugoere 

"Wenn ich jetzt "ja super" sagen würde, tät ich lügen" 

Früher habe ich das auch mal öfters vor Ärger gesagt und habe dann hinter erklärt das dies von mir ironisch gemeint war. Also das ganze Gegenteil.

gorch-fock antworten


GoodFruit
Beiträge : 2515

@coffeeandbible Ich denke, dass diese normalen Alltagsflüche, die oft gar nicht mehr als solche wahrgenommen werden, nicht mehr als eine Achtlosigkeit, eine Dummheit, sind. Denen, die da so fluchen, ist sicher oft gar nicht bewusst, was sie da tun. Helfen tut es ihnen sicher nicht. Es könnte aber zum Anlass werden, sich mal für sich bewusst zu machen, was der, dessen Namen ich da in ungutem Kontext nutze, für mich getan hat und ob es nicht dran wäre, sich nach einer adäquaten Beziehung nach dieser wichtigen Persönlichkeit auszustrecken.

Flüche sind aber dennoch ein wichtiges Thema. Mose legt verbunden mit dem Befolgen bzw. Nicht-Befolgen der Gesetze, die er dem Volk von Gott gegeben hat, Segen und Fluch auf das Volk siehe dazu 5. Mose 30.

Dieser Abschnitt wurde irgendwann zum Lieblingsabschnitt, zum Lieblingswerkzeug Satans - indem er Menschen ihre Vergehen nachwies und die dann mit einem Fluch verband. Dabei war er mit den Anklagen oft kreativ und erweiterte einfach Gesetze oder deutete sie frei nach aktuellem Bedarf einfach um. Er ist halt Betrüger und die machen das wohl so.

An diese Stelle kommt jetzt das Kreuz und das Opfer Christi als befreiender heilsgeschichtlicher Wendepunkt: Wir sind nicht länger durch das Befolgen von Gesetzen gerecht, sondern von dem, der uns von den Flüchen und Strafen in Verbindung mit möglichen Gesetzesübertritten mit seinem eigenen Blut freigekauft hat. Dies ist für mich der Kern des Evangeliums und es ist wichtig, sich dieses Umstands jederzeit im Glauben bewusst zu sein, weil ich damit jegliche satanische Angriffe in heiße Luft, in Bedeutungslosigkeit, verwandeln kann.

Obwohl diese Zusammenhänge jedem Christen klar sein sollten, versucht es Satan immer wieder, auch Christen auf diese Weise mit Dreck zu beschmeißen, zu verfluchen. An sich wäre es zentrale Aufgabe von biblischer Lehre, diesen Mechanismus abzustellen.

Segen wie auch Flüche funktionieren. Der Christ hat die Möglichkeit zu segnen und darf sicher reichlich davon Gebrauch machen. Gottes Segen, Gottes Schutz, Gottes Führung in etwas oder jemanden hineinzusprechen ist nie verkehrt.

Jesus hat uns vorgemacht, wie fluchen funktioniert - in Markus 11 lesen wir, wie Jesus einen Feigenbaum verflucht - und am nächsten Tag ist er verdorrt. Das ist aber wohl eine Waffe, die nur in äußerster Not einzusetzen ist und die ich schwerlich mit dem Gebot der Feindesliebe zusammenbringen kann. Trotzdem ist es wichtig für einen Christen, um die Existenz von Flüchen zu wissen und diese erkennen und dann abzulehnen und brechen zu können. Unerkannt können sie zu echten Problemen führen und hier braucht jeder Christ sicher die massive Hilfe des Heiligen Geistes, um da gewarnt, geführt und angeleitet zu werden.

Flüche brechen mache ich so, dass ich zunächst einmal Gott den von mir erkannten Umstand darlege und ihn bitte, diese zu prüfen - und dass ich vor Gott dann diesen Umstand für mich oder für mich und die meinen zunächst ablehne und dann im Namen von Jesus, dem Nazarener, breche. Dann ist der Spuk vorbei. Flüche können aber auch zu dem, der sie über andere ausspricht, zurückkehren und wenn mir mal das Verflucht-werden zu lästig wird, dann bitte ich meinen Vater im Himmel, generell eine Fluchumkehr zu erbitten und damit zu aktivieren.

Wir finden einen solchen Mechanismus beschrieben in 1 Mose 27, 29:

 29 Völker sollen dir dienen, und Stämme sollen dir zu Füßen fallen. Sei ein Herr über deine Brüder, und deiner Mutter Söhne sollen dir zu Füßen fallen. Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet!

Es ist dies der Segen, mit dem Isaak seinen Sohn Esau segnen wollte - den aber Jakob sich trickreich erschleicht. Auch Christen können einen solchen Segen von ihrem Vater im Himmel erbitten - des bin ich mir zumindest sicher.

Ich habe hier von bedeutsamen Aspekten des Segnens wie des Fluchens gesprochen. In so einem Kontext eingesetzte Flüche wie auch Segnungen sind sicher sowohl für den Fluchenden oder dem Segnenden auf der einen, als auch für den Verfluchten und dem Gesegneten von großer Bedeutung - möglicherweise mit heilsgeschichtlicher Dimension. Wer sich hier zum Werkzeug Satans machen lässt, wird sein Leben zerstören - und wer bereitwillig zum Werkzeug Gottes wird, dem wird es zu geistlichem Wachstum und Lohn im Himmel werden. Wir haben als biblisches Beispiel für Weisheit im Umgang mit diesen Dingen die Geschichte von Bileam, der von Balak beauftragt wurde, das jüdische Volk zu fluchen. Er konnte es nicht tun, weil Gott ihn daran gehindert hat (und hier kam dann der sprechende Esel als Werkzeug Gottes zum Einsatz). In so einem Kontext sind Flüche sehr bedeutsam und haben ihre Konsequenzen.

Die bedachtlos gesprochenen Flüche halte ich mehr für Dummheiten. Satan könnte sie nutzen, um dem unbedachten Flucher daraus einen Strick zu drehen - in seiner anklagenden und fluchenden Art. Ein Christ sollte da nicht anklagen. Aber er darf gerne aufklären und der achtlos fluchenden Person denjenigen vorstellen, dessen Namen er da so unbedacht im Munde führt.

goodfruit antworten
Gorch-Fock
Beiträge : 1348

Ooooohhh

 

"Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt " 

 

Kenne ich aus noch zum Schimpfen 

gorch-fock antworten
2 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@gorch-fock 😱 😀 

Hund in Pfanne ist auch nicht unbedingt ein Bild, welches ich behalten wollen würde ... 🐕🥘

neubaugoere antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 17053

@gorch-fock 

hallo, ich kann nicht alles ändern was meinem Hund und mir widerfährt. Aber "Hund in der Pfanne" ist

ja echt das Allerletzte, echt!!!!!!!!Mit etwas Übung kann das jeder: Andere fertig machen uns sich selbst

groß feiern. .......

Mein Hund Max ist ein Held!!!!!!!!!!!!!Er macht mir und anderen Menschen Mut zum Leben!!!!!

Obwohl er aus dem Tierheim kommt und keine gute Vergangenheit hatte...........

😀 😀 😀 😀 😀  Hund und ich wir zwei, sind die beste Partei........................

und Hund ist der beste Beziehungsberater..................................................................

 

liebe, ..................Grüße,

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Gorch-Fock
Beiträge : 1348

gorch-fock antworten
4 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@gorch-fock 

Wie meinst du diesen Vers in Bezug zum Threadthema?

deborah71 antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 1348

@deborah71 

Ich habe festgestellt das wir hier voneinander sehr viel Lernen.

Ich bin ja auch vom Fluchen bzw Schimpfen nicht gefeit.

Und hier lerne ich über so einiges bewusst nachzudenken

 

gorch-fock antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@gorch-fock 

ah...ja, so wird es transparent.

Jakobus ist da ja voll radikal und fragt nach der Quelle, die die Wörter speist...

 

deborah71 antworten
Channuschka-Mod
Moderator
(@channuschka-mod)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 641

@gorch-fock Lieber Gorch-Fock,

Zum allerletzten Mal: Gib bitte eine Quelle an. 

Das gilt für alle hier hinein kopierten Texte, Bilder und sonstiges auf dem ein copy-right liegt.

Lg,

Channuschka-Mod

channuschka-mod antworten
Seite 2 / 2
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