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Das Abendmahl - Kern des Bündnisses mit Gott, Kraftspendend

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GoodFruit
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Hallo Community,

I) Was ist das Mahl?

Das Abendmahl ist in meinen Augen der Kern unserer Beziehung zu Jesus, die dieser in Johannes 17 formuliert hat.

Dort lesen wir, dass wir, die Menschen, von Gott in Jesu Hand gegeben sind:

6 Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. 7 Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. 8 Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie glauben, dass du mich gesandt hast.

Jesus bittet für uns, dass wir vor dem Hass der Welt bewahrt werden und er gibt zugleich den Auftrag zur Mission:

14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. 15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. 16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. 17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. 18 Wie du mich gesandt hast in die Welt, so habe auch ich sie in die Welt gesandt.

Jesus heiligt sich für uns und durch diese Heiligung Jesu, erfahren, diejenigen, die ihm nachfolgen, ebenfalls Heiligung:

19 Ich heilige mich selbst für sie, auf dass auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. 20 Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, 21 dass sie alle eins seien.

Hier erfahren wir, wie innig die Beziehung zwischen Jesus und dem Vater ist und dass unsere Beziehung zu Jesus von gleicher Gestalt sein soll:

Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. 22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, auf dass sie eins seien, wie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.

Es gibt einen Ort bzw. ein Sakrament, wo dieses Einswerden geschieht: das Abendmahl.

Wir sind dabei in z.B. Matthäus 26:

Hier der Kontext des Abendmahls und der Bezug, welches Ereignis dem Abendmahl, das den neuen Bund stiftet, im alten Bund entspricht:

18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern. 19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm.

Die Einsetzungsworte für dieses Bündnis sind folgende:

26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. 27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; 28 das ist mein Blut des Bundes[1], das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.

Wir nehmen im Abendmahl Jesus in Leib und Blut durch Brot und Wein in uns auf.

Dabei geschieht einiges:

1) In Johannes 17 spricht Jesus von der Einheit, die wir in ihm sind und wie wir in ihm sein sollen und er in uns. In Brot und Wein kommt Jesus nach meinem Abendmahlsverständnis selber leiblich in mich hinein. Er ist in mir und ich in ihm - damit agiert dann auch nicht mehr GoodFruit, sondern der Löwe von Juda in mir. Und meine Erwartung ist die, das von dem Menschensohn in mir, Wunder ausgehen können, wie sie auch von Jesus auf Erden ausgegangen sind - und sogar größere, wie es uns der Herr in Johannes 14, 12verheißen hat.

2) Das Blut Jesu wurde vergossen zur Vergebung der Sünden. Damit erfahre ich durchdringende Heiligung, wenn ich aus dem Kelch trinke. Der Wein, der doch Jesu Blut ist, wäscht mich rein.

Es kommt noch ein dritter Punkt hinzu - und dazu - und dem finden wir bei der Beschreibung der Einsetzung des Passahfestes in 2. Mose 12.

Die Situation ist die, dass Mose mit dem Volk aus Ägypten ausziehen will. Gott hat bereits 9 Plagen geschickt, um den Pharao davon zu überzeugen, dass es eine gute Idee, wäre das jüdische Volk ziehen zu lassen. Aber wollte nicht. So kam es dann zur letzten großen Plage, bei dem in jedem Haus die männliche Erstgeburt zu Tode kam. 

Das jüdische Volk wurde aber davor bewahrt, indem sie Blut vom Passahlamm (wo im neuen Bund Jesus die Entsprechung ist) and die Türpfosten strichen und so der Todesengel vorüberging, ohne in diesem Haus Schaden zu setzen.

Die Juden hatten sich reisefertig gemacht, sie feierten zusammen das Passahfest, schlachteten das Lamm, strichen das Blut an die Pfosten und aßen das Passahlamm ganz auf - dazu gab es ungesäuerte Brote (weshalb mir für das Abendmahl ungesäuerte Brote deutlich lieber sind, als solche mit Sauerteig).

3) Jetzt zu Punkt 3: Das Blut des Lammes überwindet den Tod! Und so kräftigt uns Christen auch das Abendmahl

Ich kann berichten, dass ich jedesmal, nachdem ich das Mahl gefeiert habe, mich deutlich gestärkt wurde. Das ist körperlich wie geistlich.

 

II) Das Mahl wird angegriffen

Nun, ich erlebe in diesen Tagen, wie das Mahl angegriffen wird. Das, was den Christen zum Christen macht, das, was den Christen zurüstet, ihm Kraft und Leben gibt, wird beschmutzt, verwässert und belastet.

Wir haben hier auf Jesus.de noch diesen langen Thread, in dem die unsägliche Darstellung des Abendmahls durch die Drag-Queens, wo sie statt Brot und Wein ein DJ Pult servierten. Ich denke, dass wir das lange genug durchgekaut haben und dieser Thread soll das alles nicht aufwärmen.

Aber ich bin durch die Sache sensibilisiert.

Und dann lese ich so einen Zeitungsartikel:

https://www.ruhr24.de/politik/krebsrisiko-karl-lauterbach-twitter-x-warnung-wein-alkohol-politik-gesundheitsminister-93243046.html

Karl Lauterbach behauptet darin, dass schon ein Glas Wein krebserregend sei!

Weil Herr Lauterbach ja Wissenschaftler ist, gibt er auch den Bezug, auf den er die Aussage stützt:

https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2822215

Das ist ein interessanter Artikel. Es wurde eine große britische Datensammlung zu Gesundheit und Ernährungsverhalten verwendet, um Todesursachen in Zusammenhang mit Weinkonsum zu untersuchen.

Die Statistik ist aus Daten generiert, die nicht zu diesem Zweck gesammelt wurden, aber mit den Einschränkungen, die solche Ansätze mit sich bringen (vor allem Bias, wer sich überhaupt an solchen Datensammlungen beteiligt und welche Ehrlichkeit an den Tag gelegt wird), ist sie sicher verwendbar. Es ist das wirklich eine extrem große Datensammlung.

Die Kontrollgruppe war eine Gruppe, die maximal ein glas Wein im Monat trinkt - was eine Aussage, dass schon das erste Glas eine Gefahr ist, problematisch werden lässt.

Dann werden einige weitere Faktoren wie sozioökonomische Faktoren und Art und Weise des Weinkonsums hinzugezogen. Außerdem werden Klassen in leichte, mittelstarke und starke Weintrinker gebildet.

Am Ende zeigt sich, dass das Risiko für Personen, die so gut wie ausschließlich Wein als alkoholisches Getränk zu sich nehmen und/oder den Wein nur zu Mahlzeiten zu sich nehmen, gering ist - bzw. sogar gesund (Hazard-Ratio kleiner 1, aber nicht signifikant).

Von der Aussage des Ministers bleibt nach Lektüre des Artikels also nicht viel über - aber er hat mal Angst verbreitet.

Zurück zum Abendmahl eine Frage von mir:

Würde Euch eine ministeriale Warnung, wonach der Wein, den ihr im Abendmahl als Blut des Herrn zu Euch nehmt, einen unguten Beigeschmack geben?

Ich bin davon überzeugt, dass es bei unserem Vater im Himmel nicht gut kommt, wenn wir seine größte Gabe und sein wertvollstes Geschenk mit dem mulmigen Gefühl, es könnte uns Schaden zufügen, zu uns nehmen.

Ich will Herrn Lauterbach nicht bewusst einen Angriff auf das Abendmahl unterstellen - aber von der Wirkung her, könnte er so etwas erreicht haben.

Mich macht so etwas ganz wild! Ich liebe es nicht, wenn mit wissenschaftlichen Aussagen lax umgegangen wird - aber das würde mich noch gar nicht mal so stören, weil man das inzwischen gewohnt ist.

Ich störe mich aber extrem daran, wenn Belastungen auf das Abendmahl gelegt werden.

Könnt ihr mir da folgen?

Was tun?

Ich weiß nicht, wo Herr Lauterbach geistlich steht. Ich weiß nicht, ob er Christ ist, Atheist oder sonst was. Ich glaube wirklich nicht, dass er das Abendmahl im Hinterkopf hatte, als er nach groben Überfliegen des Artikels das Twitterposting absetzte - aber ich fände es wichtig, dass in einem christlichen Land und grade in Zeiten einer Diskussion um das Abendmahl, solche Dinger nicht unreflektiert rausgehauen werden.

Ich meine, dass wir in der Gesellschaft vermehrt über christliche Inhalte reden sollte, die Zusammenhänge erklären und deutlich machen und auch aufzeigen, wo besonders sensible Bereiche sind, die mit Vorsicht behandelt werden sollten. Dabei geht es mir noch gar nicht einmal um das Missionieren - also das Gewinnen von Christen, von geretteten Menschen. Es geht mir vor allem um Kenntnis christlicher Zusammenhänge, die das Zusammenleben von Christen und Atheisten erleichtern. Gerne können wir uns auch mit moslemischen Inhalten beschäftigen.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der die Menschen Achtung voreinander haben, Rücksicht nehmen - auch in Fragen mit religiösem Inhalt.

Liebe Grüße

GoodFruit

 

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@goodfruit 

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der die Menschen Achtung voreinander haben, Rücksicht nehmen - auch in Fragen mit religiösem Inhalt.

Ich denke, das wünschen sich alle Menschen guten Willens.

Mich wundert allerdings die von Dir zum Ausdruck gebrachte Hypersensibilität in Bezug auf weltliche Äußerungen oder Darbietungen, die vielleicht irgendetwas mit dem Abendmahl zu tun haben könnten. Ich will das nicht klein reden, aber in meiner Vorstellungswelt ist es so, dass Christen eigentlich von anderen Dingen betrübt sein sollten: Kriege, Menschenrechtsverletzungen, Missbrauchsfälle, Umweltzerstörung, etc. Und der Glaube (auch das Abendmahl) sollte eigentlich die Kraft geben, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten gegen diese Dinge aufzustehen und zumindest ein Statement zu setzen. So ist zumindest meine Idealvorstellung. Das ist es dann auch, wo ich Glaubwürdigkeit im christlichen Glauben erkenne.

Also insgesamt ergibt sich durch das, was Du hier schreibst, ein sehr schwaches Bild des christlichen Glaubens. Du reihst Dich ein in die Reihen derer, die sich durch Meinungsäußerungen, künstlerische Darstellungen und sonstige öffentliche Äußerungen in ihrer Identität angegriffen fühlen, was ja gerade sehr dem Zeitgeist entspricht. So zumindest erscheint es mir. Wie siehst Du das im Abgleich mit dem, was zum Beispiel die frühen Christen an Drangsal erleben mussten und wie sie sich dazu verhalten haben?

Wie gesagt, ich will Deine Verletzungen (Du schreibst von Wunden) nicht klein reden. Ich bin selbst ein hochsensibler Mensch. Aber vielleicht findest Du durch Deinen Glauben einen Weg diese Schwäche in Stärke zu verwandeln, ohne dass dabei die Liebe abhanden kommt.

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GoodFruit
(@goodfruit)
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@suchender_2-1 Also insgesamt ergibt sich durch das, was Du hier schreibst, ein sehr schwaches Bild des christlichen Glaubens. Du reihst Dich ein in die Reihen derer, die sich durch Meinungsäußerungen, künstlerische Darstellungen und sonstige öffentliche Äußerungen in ihrer Identität angegriffen fühlen, was ja gerade sehr dem Zeitgeist entspricht.

Ich fühle mich als Christ angegriffen. Ich persönlich kann damit umgehen. Aber, da ich selber einmal sehr unter Ängsten gelitten habe, könnte ich mir vorstellen, dass es Menschen gibt, die da Probleme bekommen. Und das darf nicht sein.

Wenn es da irgendeinen wissenschaftlichen Hinweis gäbe, der verlässlich die Aussage des Bundesgesundheitsministers stützen würde - dann wäre das etwas anderes für mich. Ich habe gestern sehr viel Zeit auf Google Scholar verbracht und in etwa die ersten 20 Suchseiten zum Thema Wein und Gesundheit durchforstet.

Da wurden alle möglichen gesundheitsförderlichen Mechanismen insbesondere von Rotwein analysiert und beschrieben. Es fanden sich günstige Hazardrations für eine Vielzahl von Erkrankungen in Bezug auf Rotweinkonsum. Man sollte wohl unter 2 Gläser je Tag bleiben, 5 Gläser die Woche scheint ein Optimum zu sein.

Der Artikel, der vom Bundesgesundheitsministerium genannt wurde, ist in Bezug auf generelle Aussagen zum Effekt von Rotweinkonsum problematisch. Es ist das eine Analyse einer riesigen Datenbank. Bei Analysen in so einem Kontext besteht eine große Gefahr, dass unbeachtete mit Weinkonsum oft einhergehende gesundheitsschädliche Ernährungsweisen oder Verhaltensweisen einhergehen und man im Ergebnis eigentlich keine Aussage über den Weinkonsum macht, sondern über die mit ihm einhergehende Verhaltensweise.

Klar, ist Alkohol zunächst einmal ein Gift. Aber die Dosis macht ja bekanntlich das Gift. Rotwein hat eine Vielzahl an Inhaltsstoffen, die als ausgesprochen gesund oder die Gesundheit schützend gelten. Ich hatte mal eine Kollegin, die zuvor an der Sache gearbeitet hatte und in ihrer Arbeitsgruppe versucht hatte, gesundheitsförderliche Moleküle aus dem Wein zu extrahieren und dann in Kapselform anzubieten. Man findet da ja einiges auf dem Gebiet der Nahrungsergänzungsmittel. Was sie aber gefunden hat war, dass des immer der Rotwein in seiner ursprünglichen Form war, der die günstigen Effekte machte - die extrahierten Stoffe kamen nie an die günstige Wirkung des Weins heran. Der Wein selber ist also das ideale Medium, um die Bioverfügbarkeit seiner Inhaltsstoffe zu garantieren.

Zurück zur Statistik der Datenbank: Wir hatten festgestellt, dass man in so einer Datenbank Abhängigkeiten ermitteln kann: wer dies oder jenes macht, bekommt diese oder jene Probleme ...

Nun kann es aber sein (und in der Regel ist das so), dass einzelne Faktoren von Cofaktoren begleitet sind, dass es andere Dinge gibt, die absolut parallel mit dem Weinkonsum ein Ergebnis anzeigen.

Beim Wein gibt es einen Faktor, der leicht nachzuvollziehen ist und der so heftige Gesundheitsprobleme macht, dass da nur wenige Fälle in den Daten dabei sein müssen, um die Aussage komplett zu drehen.

Trinken Alkoholiker gelegentlich Wein? Klar doch! Die trinken alles Mögliche! Und wenn sie Wein trinken, dann sind sie in der Weintrinkerstatistik mit drin.

Alkoholiker trinken aber auch harte Sachen, wo es leicht nachvollziehbar ist, dass die Krebs erregen. Sie haben außerdem einen ungesunden Lebenswandel, oft ihr Leben nicht im Griff. All das wirkt sich extrem ungünstig auf die Statistik aus.

Die vom Minister zitierte Studie versucht hier, diese Fälle herauszufiltern.

Sie untersucht zum Beispiel Leute, bei denen der Alkoholkonsum zu über 80% aus Wein besteht oder in einem anderen Ansatz Menschen, die Wein nur zum Essen zu sich nehmen. In beiden Fällen dürftest Du die Alkoholiker deutlich herausgefiltert haben. Und genau das passiert - und siehe da; die krebserregende Wirkung des Weins ist hier nicht mehr nachweisbar. Die Hazardratios sind außer für extrem starken Weinkonsum sogar deutlich kleiner als 1, was auf eher gesundheitsförderliche Effekte hinweist. Allerdings sind diese Effekte nicht statistisch signifikant.

Das ist die Situation und ich frage mich, wie man da zu solchen Aussagen kommen kann.

Eine solche Aussage wirkt aber gleich vielfach:

- Viele Menschen werden die Finger vom Wein lassen, wodurch die gesundheitsförderlichen Wirkungen dann eben auch wegfallen. Aber grade in der post-Covid Zeit wird hier eine Chance vertan. Man hört immer wieder von plötzlichen Todesfällen, insbesondere Sportler kollabieren heute häufiger tot auf dem Platz, als man das früher gehört hat. Es scheint so zu sein, dass da etwas in den Adern verklumpt. Und gerade hier kann Rotwein schützend wirken. Zumindest gibt es Inhaltsstoffe, die den Blutfluss fördern und ein Verklumpen von Molekülen im Blut verhindern.

- Die Winzer verlieren grundlos ihren Markt. Ein wirtschaftliches Problem, insbesondere in der ländlichen Region.

- Eine Aussage wie XXX mach Krebs, kann sogar als Fluch wirkend die behauptete Aussage in der Realität nach sich ziehen. Die Menschen schlucken den Wein herunter, denken, dass sie nun Krebs bekommen - und dann bekommen sie ihn tatsächlich. Die berühmte selbsterfüllende Prophezeiung gibt es als psychologischen Effekt wirklich. In solchen Fällen bitte unbedingt den Fluch brechen, indem man den Fluch benennt, ihn ablehnt für sich und die Seinen und dann im Namen Jesus von Nazareth brechen. Futsch ist die Wirkung!

Ich habe das schon mal pauschal für alle Menschen getan. Der Bundesgesundheitsminister muss sich da also keinen Kopf mehr machen ...

Aber falls man in solche Denkschleifen hineingerät: unbedingt umgehend abschneiden!

Und dann ist da natürlich wirklich die Sache mit dem Abendmahl. Du trinkst das Blut Christi und dann hoffe ich sehr, dass Du das tust ohne auch nur einen Hauch von negativer Erwartung!

LG

GoodFruit

 

 

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@goodfruit 

Ich fühle mich als Christ angegriffen. Ich persönlich kann damit umgehen. Aber, da ich selber einmal sehr unter Ängsten gelitten habe, könnte ich mir vorstellen, dass es Menschen gibt, die da Probleme bekommen. Und das darf nicht sein.

Ich würde es so sehen: Menschen, die sich von solchen Äußerungen wie denen von Herrn Lauterbach beeinflussen lassen, kannst Du sowieso nicht helfen. Da nützen auch Deine Recherchen und Analysen nichts. Wenn jemand so ängstlich und unsicher ist, braucht es vielleicht eine Therapie, oder die Kraft des Glaubens oder sonst etwas, was über das Rationale hinausgeht, um ihnen die Angst zu nehmen. Das kannst Du ja wahrscheinlich aus eigener Erfahrung bestätigen, oder täusche ich mich da?

Zu dem Thema, ob Alkohol nun in Maßen gesundheitsförderlich oder gesundheitsschädlich ist und ähnlichen Themen steht gefühlt jeden Tag etwa anderes in irgendeiner Zeitung oder auf einer Nachrichten-Seite. Ich denke, das Ziel sollte es sein so etwas gar nicht mehr zu beachten und sich auf die wirklich wichtigen Themen zu konzentrieren. Für einen Christen (eigentlich für jeden Menschen) sollte außerdem klar sein, dass Gesundheit nicht das Wichtigste im Leben ist. Wir werden alle irgendwann krank werden und sterben. Eigentlich eine Trivialität. Viele der Menschen, die wir heute verehren, weil sie Großes geleistet haben, haben auf ihre persönliche Gesundheit relativ wenig Wert gelegt. Zumindest nicht in dem Sinne, dass sie darüber nachgedacht hätten, ob sie sich beim Essen, beim Alkoholkonsum oder beim Rauchen einschränken sollten statt einfach ihrer Lust zu frönen. Mir fallen da zum Beispiel Albert Einstein und Hannah Arendt ein, von denen es zu diesem Thema auch entsprechende Zitate gibt.

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GoodFruit
(@goodfruit)
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@suchender_2-1 Wenn jemand so ängstlich und unsicher ist, braucht es vielleicht eine Therapie, oder die Kraft des Glaubens oder sonst etwas, was über das Rationale hinausgeht, um ihnen die Angst zu nehmen. Das kannst Du ja wahrscheinlich aus eigener Erfahrung bestätigen, oder täusche ich mich da?

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Menschen, die tendenziell ängstlich sind, sich eher von angstmachenden Meldungen in Aufregung versetzen lassen und dann sich nicht nur zu unnötiger Vorsicht manipulieren lassen, sondern auch die Angst ihr Immunsystem negativ beeinflusst und sie damit generell anfälliger werden für Erkrankungen aller Art.

Wenn es natürlich neue besorgniserregende Erkenntnisse gibt, dann darf man die schon kommunizieren.

Hier aber war es ja so, dass eine Studie herangezogen wurde, die trotz des Malus einer Datenbankanalyse hinreichend differenziert betrachtet hat, dass es gelang, den krankhaften Trinker, dem natürlich ein erhöhtes Gesundheitsrisiko allein solch von seiner Lebensweise teilhaftig ist, von einem Genusstrinker zu trennen. Das gelang darüber, dass man einmal nach Menschen schaute, bei denen mindestens zu 80% der Alkoholgenuss aus Wein bestand und zum anderen auf Menschen, die Wein ausschließlich zum Essen zu sich genommen haben. Da nämlich war das erhöhte Risiko futsch!

In der Statistik ist es immer eine große Gefahr, dass einem ungute Begleiteffekte, die die wahren Verursacher der Probleme sind, in die gewünschte Betrachtung hineinfunken.

Es gibt da eine ganz klassische Studie, die zur Veranschaulichung solcher Effekte immer gerne herangezogen wird. Man hat vor vielen Jahren mal untersucht, ob Kaffee der Tee gesundheitsschädlicher ist. Dazu hat man vor allem in einem Unternehmen die Menschen untersucht und ihren Gesundheitszustand in Zusammenhang mit dem Genuss von Tee oder Kaffee gebracht. Das Problem, war, dass die Kaffeetrinker die Malocher waren, die unter härtesten Bedingungen ihre Arbeit taten und die Teetrinker waren zumeist feiner Herrschaften in den Büros Residenzen der Chefs. Klar, dass bei so einer Studie nur Unfug herauskommen konnte!

Das ist natürlich im Umfeld von Untersuchungen in Bezug auf die krankmachende Wirkung von alkoholischen Getränken auch eine große Gefahr. Alkohol kann süchtig machen und Menschen, die da hineingeraten sind, die trinken alles Mögliche - eben auch Wein und notfalls auch mal abgestandenes Wasser aus der Blumenvase.

Wo Du so eine "Bombe" in den Daten hast, musst Du Dir was überlegen, wie Du die sauber isoliert bekommst. Und das hat man in dieser Studie getan - mit dem entwarnenden Ergebnis.

Wie man daher diese Studie heranziehen kann und dann behauptet, dass man nun endlich mal sauber statistisch gearbeitet hätte (das hat man!) und daher weiß, dass Wein Krebs erregt (das Gegenteil ist der Fall!), ist mir ein Rätsel.

Und jetzt schaue man mal, wohin so eine Aussage führt: Menschen, die mal ein Glas Wein in Gesellschaft getrunken haben, machen sich hinterher Gedanken. Das kann den ganzen Hypochondrischen Wahn auslösen - mit all seinen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit generell.

Und wenn dann jemand vor dem Altar steht und sich überlegt, ob er sich jetzt ne Krebserkrankung einfängt - dann ist ein Worst Case dieser unnötigen und unbegründeten Panikmache erreicht.

Herr Lauterbach beansprucht für sich, vom Fach zu sein, Wissenschaftler zu sein. Da er zudem auch noch Gesundheitsminister ist, hat er enorme Breitenwirkung - und wenn man dann aus der Hüfte schießt und einfach mal so was raushaut, was kein wirkliches Fundament hat, dann halte ich das für verantwortungslos.

 

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@goodfruit 

Bekommen trockene Alkoholiker nicht Traubensaft? ...und Jugendliche unter 16 Jahren auch?

Bei uns Katholiken gibt es bei der normalen sonntäglichen Eucharistiefeier nur Brot in Form von Hostien. Nur der Priester trinkt Wein...

Für mich persönlich ist das symbolisch, um die Gemeinschaft mit Jesus und untereinander zu stärken. Ich glaube nicht an die Wandlung.

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GoodFruit
(@goodfruit)
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@monifere Der Traubensaft ist oft, vielleicht sogar immer, zumindest als Option mit dabei. Manchmal gibt es wohl auch nur Traubensaft.

Das Abendmahlsverständnis ist theologisch stark umstritten und da gibt es verschiedene Perspektiven. Da ich in keiner Kirche mehr bin, muss ich mir auch keine Gedanken mehr darüber machen, ob mein Abendmahlsverständnis nun denn mit meiner Gemeinschaft übereinstimmt oder nicht.

In den evangelischen Gemeinschaften, in denen ich zuletzt unterwegs war, war es Brauch, das die Gruppe, die sich für das Mahl im Halbkreis vor dem Altar versammelt hatte, nach dem Mahl an den Händen fasste und dann bekam man noch einen Segenspruch vom Pfarrer zugesprochen. Als meine behinderte Tochter konfirmiert wurde, hat die Pfarrerin darauf gedrungen, dass man sich dafür nicht bei den Händen fasste. Ich weiß jetzt aber nicht, wen im Kreis die Pfarrerin da im Grunde nicht in einer engeren Gemeinschaft wollte. Vielleicht war ich es, mit einem für ihre Denke falsches Abendmahlsverständnis, vielleicht wollte sie meine Tochter nicht in der Gemeinschaft wissen. Vielleicht war es aber auch jemand anders in diesem Kreis.

Da, wo Gemeinschaft geschmiedet wird, kann auch schnell Trennung deutlich gemacht werden.

Das Mahl wird ja auch Gemeinschaftsmahl genannt. Die Kirche hat es gerne benutzt, um hier deutlich zu machen, dass Menschen nicht zu der Gemeinschaft gehörten. Ich kann das akzeptieren, auch wenn ich es in vielen Fällen als geistlichen Missbrauch betrachte, dass auf diese Weise Druck ausgeübt wird.

Ich jedenfalls kann das Gemeinschaftsmahl auch nur in Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist feiern. Brot und Wein kann ich überall kaufen - und was ich damit mache, kann mir bislang noch keiner vorschreiben.

Ich achte das Mahl sehr und habe es oft schon als wirkliche Stärkung erlebt.

Was die Wandlung angeht, so gehe ich davon aus, dass Brot und Wein in dem Moment der Verwendung im Abendmahl zu Leib Christi und Blut Christi werden. So jedenfalls ist mein Bild davon, wenn ich es zu mir nehme. Dafür braucht dann kein Glöckchen zu bimmeln. Das passiert ganz einfach durch den zweckbestimmten Gebrauch. Mir ist diese Sicht wichtig und mein Eindruck ist auch, dass so eine Sicht für die geistige Dimension im Mahl wichtig ist, dass das Mahl mir nur so zur unvorstellbar mächtigen Kraftquelle wird.

goodfruit antworten
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