Ein Atheist fragt n...
 
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Ein Atheist fragt nach Gott...

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venator
Themenstarter
Beiträge : 36

Hallo zusammen!

Ich bin neu hier im Forum und in gewisser Weise auch neu in Glaubensfragen. Mein bisheriges Erwachsenenleben bin ich Atheist gewesen. In der Auseinandersetzung mit Fragen von Werten, Ethik und Kultur lese ich die Bibel inzwischen mit anderen Augen und habe ein gänzliches anderes Verständnis von christlicher und jüdischer Weltanschauung entwickelt. Vor diesem Hintergrund ist mein Atheismus deutlich in den Hintergrund getreten - genau genommen bin ich nicht einmal sicher, ob ich mich noch als Atheist bezeichnen kann. Ich ringe derzeit darum, mich stärker auf religiöse Perspektiven einzulassen. Mein Ansatz ist hierbei sehr rational. Die christliche Metaphysik hingegen ist für mich schwer fassbar.

Daher meine Frage: Was genau meint Ihr - sehr persönlich - als Christen, wenn ihr sagt "Ich glaube."?

Ich erhoffe mir von Euren Antworten ein besseres Verständnis und neue Denkansätze in meiner eigenen Auseinandersetzung mit dieser Frage.

Danke Euch bereits im Vorfeld

Venator

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45 Antworten
2 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18344
Veröffentlicht von: @venator

Hallo zusammen!

Ich bin neu hier im Forum und in gewisser Weise auch neu in Glaubensfragen. Mein bisheriges Erwachsenenleben bin ich Atheist gewesen. In der Auseinandersetzung mit Fragen von Werten, Ethik und Kultur lese ich die Bibel inzwischen mit anderen Augen und habe ein gänzliches anderes Verständnis von christlicher und jüdischer Weltanschauung entwickelt. Vor diesem Hintergrund ist mein Atheismus deutlich in den Hintergrund getreten - genau genommen bin ich nicht einmal sicher, ob ich mich noch als Atheist bezeichnen kann. Ich ringe derzeit darum, mich stärker auf religiöse Perspektiven einzulassen. Mein Ansatz ist hierbei sehr rational. Die christliche Metaphysik hingegen ist für mich schwer fassbar.

Daher meine Frage: Was genau meint Ihr - sehr persönlich - als Christen, wenn ihr sagt "Ich glaube."?

Ich erhoffe mir von Euren Antworten ein besseres Verständnis und neue Denkansätze in meiner eigenen Auseinandersetzung mit dieser Frage.

Danke Euch bereits im Vorfeld

Venator

Hej du 🙂

ich schrieb gerade in einem anderen Zusammenhang, dass ich viele, viele Jahre damit aufwuchs, alle Gläubigen (egal, woran) für Vollidioten zu erklären, die allein nicht lebensfähig wären. Für mich gab es keine Übernatürlichkeit, nichts außerhalb meines eigenen "Reiches".

Eines Tage fiel mir "plötzlich" auf, dass ich die Heilige Schrift für wahr hielt, die ich vorher als totalen Humbug einordnete. Und bis heute blieb, dass ich glaube, was sie uns erzählt. Ich halte es für wahr, was geschrieben steht über Gott, seinen Sohn Jesus Christus, dessen Erlösungstat (unsere Errettung) am Kreuz und den somit freigemachten Weg zu Gott, dem Vater. Es gibt dieses Reich Gottes, das mitten unter uns ist, also nahe herbeigekommen, und noch nicht vollendet.

Natürlich weiß ich heute, dass auch das nicht "einfach so" passierte. Der Schrift nach zog mich der Vater. Er war es auch, der in meiner ersten Zeit des "Durchblickhabenwollens" direkt ins Herz sprach (für mich hörbar), dass es ihm nicht so wichtig ist, ob ich dies alles verstehe. Ihm ist wichtig, dass ich seinen Sohn in meinem Herzen trage.

Auch in einer Art Sprichwort fand ich mich und mein Erleben wieder: "Es gibt Millionen Wege zu Jesus Christus; aber nur einen zu Gott." Ich begegnete einen Menschen, der mir von seinem Gott erzählte, seinem Alltag und seinem Erleben mit ihm. Und auch danach war es immer noch "sein Gott", hatte mit mir nichts zu tun. Aufgrund eines übernatürlichen Erlebnisses, das mir Angst machte, rief ich seinen Namen an, weil mir dieser Mensch das mal mitgab als Rat. Und ich rief ihn an, diesen Jesus Christus und bat ihn, mir zu helfen. Er half, sofort. Und ich erlebte meine eigene Umpflanzung in den neuen Weinstock. Das wusste ich in dem Augenblick natürlich nicht, ich fand es im späteren Bibelstudium. Da fand ich einige Situationen, in denen ich mein eigenes Leben wie in einem Spiegel sah und sehe.

Ich glaube der Schrift und an den liebenden Vater, von dem sie erzählt, an den liebenden Sohn, der sein Leben gab für mich. Heute sage ich, dass ich den Sinn meines Lebens gefunden habe: Ich darf Gott kennen.

Friede mit dir.

neubaugoere antworten
venator
(@venator)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 36
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Eines Tage fiel mir "plötzlich" auf, dass ich die Heilige Schrift für wahr hielt [...]

Interessant - bei mir ist es nicht unähnlich. Geändert hat sich auf jeden Fall mein Verständnis für den Kontext. Um die Weisheit der Schrift auch in aktuellen Bezügen zu verstehen, braucht es allerdings keinen Glauben an Gott. Mit einer Ausnahme: Was ist das Fundament der Werte ohne Gott? Zugegeben, dies ist mehr ein Argument der Nützlichkeit, als des Glaubens. Du verstehst mein Dilemma...

venator antworten
venator
Themenstarter
Beiträge : 36

Vielen Dank Euch allen erstmal für Eure interessanten Antworten. Seht mir bitte nach, wenn die Frage bereits unschaft gestellt war. Ich versuche mich in Schritten dem Thema zu nähern. Dabei geht es mir um etwas, das der Definition des Wortes "Glauben" im christlichen Verständnis am nächsten kommt. Weniger ging es in meiner Frage um den Inhalt des Glaubes oder nach dem Grund des Glaubens. Dass sich diese Bereiche schwer trennen lassen, ist mir klar.

Erlaubt mir den Versuch, die Kernstücke des Glaubensbegriffs aus Euren Antworten zu destillieren:

  • Die Heilige Schrift für wahr halten
  • Vertrauen haben (insbesondere auf das Wirken Gottes)
  • Das Gegenteil von Zweifeln
  • Den Gesetzen Gottes folgen

Habe ich dies so richtig aufgenommen? Ich ringe noch um die Frage, wie einem dies gelingen kann.

Ein kleines Fenster für Euch in meine Gedankenwelt:

Ein Bekannter hat mir seinen Glauben mit dem Begriff des sich fallenlassens beschrieben. Demnach genügt das Vertrauen, sich - bildlich gesprochen - in die Arme Gottes fallenzulassen.

Exakt hier setzt mein Problem an. Dies ist mir über Jahrzente nicht gelungen. Umgekehrt: Erst eine sehr bewusste und für mich schwierige Auseinandersetzung mit manchen der Themen haben mich dem Christentum näher gebracht. Für mich gleicht der Weg zum Glauben ehr, sich mit den Armen an einem Seil hochzuziehen - aktives Tun und Anstrengung, nicht Fallenlassen. Daher ist mein Verhältnis zu den Elementen "Vertrauen" und "Zweifel" wohlmöglich recht unterschiedlich zu manchen von Euch.

Könnt Ihr mir einen Rat geben, wie man Glauben in dem obig verstandenen Sinn als aktives Tun verfolgen kann?

venator antworten
15 Antworten
Wasilis
(@wasilis)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 520

@venator Lieber @Venator.

Ich schätze dich als Mensch der sich nicht auf das etablierte großen Wert legt. Glauben ist ein allgemeiner Begriff und in deinem Fall würde ich es ausklammern. Jeder Mensch entwickelt sich ein anderes Verhältnis zu seinem Glauben, wenn er überhaupt an Gott glaubt, was heute seltener geworden ist. Wenn du aber den Gott als den Schöpfer dieser Welt anerkennst, dann hast du das wichtigste gemacht um ein gutes Leben auf der Erde zu führen. Und das erreichst du indem du versuchst zu leben wie Gott es will. Du hast die Werkzeuge dafür vom Gott erhalten. Wenn du diese Werkzeuge im Leben mehr anwendest als die, die das Böse uns gelernt hat, dann hast du im Leben den Geist Gottes in sich, der Dich in Deiner Schritten hilft. Weg von Philosophischen Gedanken weg von Auseinandersetzungen über Bibel-Texte. Machen was dein Gewissen dir empfiehlt.  

wasilis antworten
venator
(@venator)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 36
Veröffentlicht von: @wasilis

Ich schätze dich als Mensch der sich nicht auf das etablierte großen Wert legt. [...]

Tatsächlich bin ich ein recht traditionell denkender Typ.

 

[...] Wenn du aber den Gott als den Schöpfer dieser Welt anerkennst, dann hast du das wichtigste gemacht um ein gutes Leben auf der Erde zu führen. Und das erreichst du indem du versuchst zu leben wie Gott es will. Du hast die Werkzeuge dafür vom Gott erhalten. Wenn du diese Werkzeuge im Leben mehr anwendest als die, die das Böse uns gelernt hat, dann hast du im Leben den Geist Gottes in sich, der Dich in Deiner Schritten hilft. Weg von Philosophischen Gedanken weg von Auseinandersetzungen über Bibel-Texte. Machen was dein Gewissen dir empfiehlt.  

Interessanter Gedankenpunkt, Wasilis, danke dafür. Ich übersetze das etwas pointiert mit: "Gläubig ist, wer gläubige Dinge tut." Dies entspricht meinem bisherigen Ansatz, mich dem Glauben zu nähern - verkürzt gesagt: Das Vorhaben, das Richtige zu tun.

Ich bringe aber gerade diesen Gedanken schwer in Einklang mit meinem (zugegeben lückenhaften) Verständnis der christlichen Lehre. Dort habe ich immer zentral die Frage des richtigen Glaubens gesehen, erst sekundär die des richtigen Handelns. So habe ich auch Dein Zitat am Montag Joh. 3,5 "Wasser und Geist" verstanden. War mein Verständnis am Ende falsch?

venator antworten
Wasilis
(@wasilis)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 520

@venator

Ich glaube ja, denn Glauben ist undefinierbar, vor allem nicht messbar. Niemand kann behaupten dass er genug Glauben hat. Weil er kein Messinstrument dafür hat. Nur Jesus kann über unseren Glauben an Ihn, beurteilen.

Im Gegenteil dazu Handeln ist definierbar und messbar. Das Kontrollinstrument sitzt tief in unseren Herzen und gibt uns Alarm wenn wir eine falsche Entscheidung getroffen haben. Dieses Instrument hat jeder in sich und hat einen Namen: Gewissen. Nur muss man dieses Instrument aktivieren, funktionstüchtig machen.  

Hast du Auswahl bei deiner Entscheidungen getroffen, dann lebst du ein Leben voller gewissenhaften Handlungen. Dann lebst du gut.          Hast du bei deiner Entscheidungen dem Zufall es überlassen, dann lebst du ein Leben des gewissenlosen Erschaffens. Dann lebst du nicht gut.

Über „Wasser und Geist“ spricht man wenn jemand den Willen hat geistig, d.h. im Sinne Gottes sich zu verändern. Er lässt sich Taufen wenn er noch nicht getauft wurde, auch als klein Kind nicht. Der Begriff „neugeboren zu sein“ hängt mit den Fortschritten die jeder, während seines Lebens macht.

 

 

wasilis antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27308

@wasilis 

Zum Beitrag

Die Bibel gibt einige Punkte zur Definition von Glauben und der Sichtbarwerdung von Glauben her:

Hebräer 11, 1 Was ist also der Glaube? Er ist die Grundlage unserer Hoffnung, ein Überführtsein von Wirklichkeiten, die man nicht sieht.

Hebr 11,6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen.

1Joh 3,23 Und das ist das Gebot, das er uns gab: Er will, dass wir an seinen Sohn, an Jesus Christus, glauben und einander lieben.

 

 

deborah71 antworten
venator
(@venator)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 36
Veröffentlicht von: @deborah71

 

Hebr 11,6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen. 

Bei dem Wort "suchen" hat sich bei mir etwas Nebel gelichtet. Überspitzt gesagt versuche ich zu verstehen, wie man glaubt. Da die Mehrheit der Definitionen das Wort aus sich selbst heraus zu erklären versuchen, kam ich bisher nicht weiter - zu fremd ist mir das Konzept.

"Suchen" verstehe ich hier als ein aktives Tun, ein Ringen und Bemühen um Verständnis und den ernsthaften Willen, Gottes Erwartungen zu erfüllen. Interessanterweise trägt das Erfüllen dieser Erwartungen diese Belohnung bereits jetzt oder zukünftig in sich. Gott suchen lese ich hier aber auch so, dass es ein Weg ohne definitives Ziel ist, denn wer könnte behauptet, Gott gefunden (lies: begriffen) zu haben.

Habe ich Dich so richtig verstanden?

-v

venator antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27308

@venator 

Zum Beitrag

"Suchen" verstehe ich hier als ein aktives Tun,..

Ja...und zwar, ihn kennenlernen zu wollen, ihn zu erfahren, ihn ansprechen (glauben, dass er ist). Gott, ich will dich finden, ich will dich erkennen, ich will in eine Beziehung mit dir kommen, begegne mir in meinem Inneren. Denn irgendwie scheinst du zumindest zu ahnen, dass es ihn gibt, formuliere ich vorsichtig.

Gott suchen lese ich hier aber auch so, dass es ein Weg ohne definitives Ziel ist, denn wer könnte behauptet, Gott gefunden (lies: begriffen) zu haben.

Das Ziel ist die Beziehung, die auf Erkennen im Herzen, im Innersten beruht. Ja, es gibt Gott und er ist mir wohlgesonnen, er mag mich und will mit mir zusammen sein.

Ich deute dein Wort "begriffen" als einen Ausdruck der Wahrnehmung im Verstand. Der Verstand hält für wahr, Fakten über jemanden. Das Herz (nicht die Pumpe) ist der Ort der Begegnung mit Gott.
Wenn ich dich hier falsch verstanden habe, dann sag es mir gleich.

deborah71 antworten
venator
(@venator)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 36

@deborah71 

Ich bin nicht sicher, Deborah. Ist es denn nach Deinem Verständnis möglich, Gott zu begreifen? Oder anders: Wenn glauben "Suchen" bedeutet, gibt es ein "Finden"?

venator antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27308

@venator 

Zum Beitrag

Es gibt ein Finden. Das ist zugesagt. Ich zitiere nochmal:

Hebr 11,6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen. 

Wenn du jemanden suchen willst, dann glaubst du ja, dass es ihn gibt. Du weißt nur noch nicht wie und wo du ihm begegnen kannst. Die Belohnung für das Suchen ist das Finden.

Gott ist kein Lehrsatz, kein Gesetz, kein Schriftstück, sondern ein Gegenüber, der gefunden werden will. Und er ist uns entgegengekommen in der Person Jesus Christus. Jesus sagt, Wer mich sieht, sieht den Vater.
Betrachtet man also das Leben Jesu in der Bibel, dann kann man eine Vorstellung davon erhalten, wie der Vater ist und dass er wohlwollend ist.

Jesus ist für unser Getrenntsein von Gott-Vater gestorben, damit wir mit Gott-Vater wieder in eine lebendige Verbindung kommen können.

 

deborah71 antworten
venator
(@venator)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 36

@deborah71 

Und ich dachte, ich hätte etwas verstanden... Ich bin aber wieder da, wo ich angefangen habe. 😉 Danke dennoch, Deborah!

venator antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27308

@venator 

Zum Beitrag

Es geht um Beziehung von Anfang an und nicht um Leistung. Es geht um ein Geschenk zu empfangen und nicht um eine Sache durch gutes Verhalten zu verdienen.

Das ist oft ein ungewohnter und schwieriger Gedanke in einer Leistungsgesellschaft. Das Machen ist von klein auf eintrainiert. Das einfach Sein dürfen, um unseres Seins willen geliebt werden, das ist so komplett anders...und sehr entspannend und entlastend.

🙂

 

deborah71 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 5280

@venator

Ich bin da etwas anderer Meinung als Deborah, wenn auch nicht gänzlich.

Das "suchen" bleibt eine lebenslange Aufgabe. Ein "Finden" gibt es nur bedingt. Ich habe die feste Überzeugung, dass es Gott gibt und ich unterhalte mich mit ihm (bete) und ich hab sein Wirken erlebt.

Trotzallem habe ich ihn nicht in allen seinen Fassetten entdeckt und werde es auch nie tun. Damit endet das "Suchen" also nie. Denn in seiner Gänze habe ich Gott nicht gefunden.

channuschka antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27308

@channuschka 

Zum Beitrag

Haben wir wirklich eine unterschiedliche Meinung? 🙂 

Ich drücke es  für mich  anders aus: Nach dem Finden würde ich die folgende Zeit bis in die sichtbare Gegenwart  als Ihn immer besser kennenlernen beschreiben.

 

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27308

@venator 

Zum Beitrag

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder....sagt Jesus an einer Stelle... und ich greife hier deine Erwähnung des sich Fallenlassens auf: Es gibt Eltern, die oft und sicher das "ich fang dich auf" Spiel mit ihren Kindern spielen. Schon mit dem  Baby und Kleinkind gespielt und immer aufgefangen bringt es ein Urvertrauen und eine vertrauende Bindung an die Eltern.

Wie sicher Eltern sind für ein Kleinkind hat einen prägenden Einfluss darauf, ob der spätere Erwachsene leichter Vertrauen kann oder alles in der Prüfbox Verstand hängen bleibt und damit der Weg zum Herzen mit Hindernissen verbaut ist.

Menschen sind so gestrickt, dass sie von ihrer Eltern - und sonstigen wichtigen Personen her (Lehrer, Pastoren) auf Gott schliessen. Sitzt da in einem Winkel des Herzens eine unbereinigte schlechte Erfahrung, ein Vertrauensbruch, dann funkt sie im entscheidenden Moment dazwischen mit Angst "Was ist, wenn Gott so ist, wie..... xyz)?!"

Jesus bietet da einen Ansatz zum Herauskommen aus der Angst-Kontroll-Falle mit seinem Vorbild und seinen Worten: Wer mich sieht, sieht den Vater. Sich mit Jesus zu beschäftigen und durch Ihn das Wesen des Vaters sehen kann ein Wegbereiter aus der Angst sein.

Jesus und der Vater haben eine ausreichende Geduld, einen an den Punkt zu führen, an dem man bereit ist, die Angst loszulassen und in eine heile Beziehung zu kommen. Ich habe es erlebt....  und jetzt ist es gut und meine Vergangenheit beherrscht mich nicht mehr.

deborah71 antworten
venator
(@venator)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 36
Veröffentlicht von: @deborah71

Jesus und der Vater haben eine ausreichende Geduld, einen an den Punkt zu führen, an dem man bereit ist, die Angst loszulassen und in eine heile Beziehung zu kommen. Ich habe es erlebt....  und jetzt ist es gut und meine Vergangenheit beherrscht mich nicht mehr.

Das freut mich sehr zu hören, Deborah. Ich wünsche Dir, dass Du diese Last nun gänzlich hinter Dir gelassen hast.

Bei mir ist es genau umgekehrt: Altlasten und Vertrauensthemen dieser Art habe ich nicht. Bildlich gesprochen endet bei mir aber das Fallen lassen in diesem Sinne dort, wo ich vorher schon gewesen bin, nämlich fest auf dem Erdboden. Meiner Suche nach Glauben hat dies bisher nicht weitergeholfen. Dies ist Sinn und Hintergrund meiner Frage.

venator antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27308

@venator 

Zum Beitrag

Sehr gut, dass du diesen genannten Punkt ausschließen kannst, mit dem viele zu tun haben.
Meine Belastung ist weg... danke für deine fürsorgliche Frage. 🙂

Hast du ein Hobby, in dem du Raum und Zeit vergessen kannst? Das ist auch eine Art sich fallen lassen, sich hineingeben und der ständig prüfenden Verstandesmaschine eine Pause zu gönnen.

Zum Stichwort "Erdboden": könnte es dir helfen, einen Vers im NT, der dich  anspricht, zu nehmen und danach zu handeln und zu erleben, dass er genau das hervorbringt, was er verheißt und einen Rückschluß auf den himmlischen Autor hinter dem Schreiber geben kann? Auch so kann ein Weg der Vertrauensbildung gehen.

Muss aber alles nicht so kompliziert sein. "Gott, ich will dich kennenlernen."  Schlicht und ergreifend und doch herausfordernd.

deborah71 antworten


Hadassa
Beiträge : 1

@venator Guten Tag 

"Ich glaube" bedeutet einfach ich bekenne Jesus Christi ist mein Herr und mein Retter dadurch, dass Er sein leben am Golgotha Kreuz für mich gegeben hat. Das sie sich nicht mehr als Atheist bezeichnen können und haben viele Frage über Glaube in Jesus ist die Manifestation der Berufung von Jesus in ihrem Leben. Ich würde ihnen empfehlen  Apostelgeschichte kapitel 8 verse 1 bis 4 und Apostelgeschichte kapitel 9 verse 1 bis 31 zu lesen.

Herr Jesus segene sie

hadassa antworten
lhoovpee
Beiträge : 3456

@venator 

Ganz unabhängig vom christlichen Glauben: Ich muss da immer an das Lied "Ich glaube" von Ohrbooten denken 😀 

Eine christliche Sicht ist hier zu lesen:

Glaube - Bibelwissenschaft

Glaube, glauben - Bibelwissenschaft

Ich denke je nach Kontext wird der Begriff verschieden genutzt. 

  1. Glaube als Vertrauen auf Jesus/Gott,
  2. Glaube als Hoffnung auf Himmel/Gerechtigkeit,
  3. Glaube als Bekenntnis zu Jesus/Gott,
  4. Glaube als Glaubensinhalt, sprich einer bestimmte Lehre oder eines Glaubensbekenntnis,
  5. Glaube als Handlung gegenüber Jesus/Gott,
  6. Glaube als Handlung Jesu/Gotts in uns,
  7. Glaube als Abgrenzung von anderen Lehren/Religionen (z.B. Formulierungen wie "die wahren Gläubigen" oder "Wir, die wahrlich glauben, ...").
lhoovpee antworten


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