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Geistlicher Long Covid

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo liebe Mitgeschwister,

"Long Covid" hat sich in der Medizin als Begriff etabliert, der beschreibt, dass eine Corona Erkrankung trotz Genesung gesundheitlich noch beeinträchtigend ist.

Ich erlebe gerade bei mir, dass die lange Corona Zeit mit mir als Christin etwas gemacht hat, was ich als "Spätfolgen" zunehmend erkenne.

18 Monate hab ich Abend für Abend isoliert auf der Couch verbracht. Es gab wenig Kontakte und auch wenn ich als systemrelevant in meinem Job jeden Tag vor die Tür musste, blieb alles andere liegen: persönliche Kontakte, Gottesdienst vor Ort, Hauskreis, Ausflüge... das alles war nicht mehr möglich und so sass ich zuhause und beschäftigte mich selbst.

Jetzt bin ich geimpft und versuche, den gewohnten Alltag wieder aufzunehmen, aber alles, was ich bisher wie selbstverständlich gemacht hab, nervt mich nun und wird zu einer Hürde. Ich muss Termine wahrnehmen, meine Freunde treffen, in der Gemeinde meine Aufgaben erledigen (nicht wirklich zeitaufwändig und kompliziert), wieder "da" sein, dabei würde ich am liebsten auf dem Sofa sitzen bleiben.

Ich hab die Freude an meinem früheren Leben verloren, hätte die aber gern zurück.

Wie macht Ihr das? Wie findet Ihr in die Post-Corona-Zeit zurück? Was hat Euch geholfen? Auch geistlich, wie motiviert Euch der Heilige Geist, wieder ins Reich Gottes einzusteigen?

Freu mich über eine konstruktiven Austausch und möchte auch ganz bewußt bitten, dass sich hier Nichtchristen raushalten, das ist ein Problem, was eine geistliche Komponente hat und da denke ich brauch ich keine "allgemeinen" Ratschläge.

Falles jemand so gar nicht lassen kann, kann er mir gern eine PN schicken.

Danke!

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31 Antworten
Herbstrose
Beiträge : 14194

alles, was ich bisher wie selbstverständlich gemacht hab, nervt mich nun und wird zu einer Hürde. Ich muss Termine wahrnehmen, meine Freunde treffen, in der Gemeinde meine Aufgaben erledigen (nicht wirklich zeitaufwändig und kompliziert), wieder "da" sein, dabei würde ich am liebsten auf dem Sofa sitzen bleiben.

Das klingt für mich schon ziemlich depri. Ich "muss" meine Freunde treffen?

Ich treffe meine Freunde, weil sie mir wichtig sind, nicht weil ich muss.

herbstrose antworten
2 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Siehe den eben verfassten Beitrag.

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14194

Ich schenke dir gern meine Überstunden.

herbstrose antworten


Clay
 Clay
Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @anonyma-71a823f50

18 Monate hab ich Abend für Abend isoliert auf der Couch verbracht. Es gab wenig Kontakte und auch wenn ich als systemrelevant in meinem Job jeden Tag vor die Tür musste, blieb alles andere liegen: persönliche Kontakte, Gottesdienst vor Ort, Hauskreis, Ausflüge... das alles war nicht mehr möglich und so sass ich zuhause und beschäftigte mich selbst.

Schade, offenbar hast Du die Möglichkeiten nicht genutzt, die es trotz Covid gab. Aber das ist Schnee von gestern.

Veröffentlicht von: @anonyma-71a823f50

Ich hab die Freude an meinem früheren Leben verloren, hätte die aber gern zurück.

Wenn wir auf Umstände und Probleme sehen, zieht uns das immer weiter runter. Warum tun wir das dann?

Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber vielleicht hilft es Dir:
Ich sehe in der Bibel viele Beispiele dafür, vor allem in den Psalmen, dass Menschen zunächst ihre Situation beklagen, aber dann ihre Blickrichtung ändern und auf Gott schauen.
Wenn wir also sagen oder beten: "Mir geht es dreckig ..." oder "Ich habe das oder das Problem ..." usw., dann muss irgendwann kommen: "... aber dein Wort sagt ..."
Es ist unsere Entscheidung, worauf wir blicken wollen.

Und um Missverständnissen vorzubeugen: es geht nicht darum, Stimmungen, Probleme, Nöte, usw. zu negieren, sondern sich bewusst zu machen, dass Gott größer ist als das, indem wir Ihn um seiner selbst und um seiner Taten willen loben und anbeten und Ihm für all das Gute danken, was Er uns gegeben hat und immer wieder gibt.
Alter Spruch meiner Mutter: 'Danken schützt vor Wanken, Loben zieht nach oben'.

Der andere Punkt ist, dass wir alle als Kinder Gottes eine Berufung von Gott und einen Auftrag haben. Wenn wir darin leben, hat Er uns versprochen, sich um unsere Bedürfnisse und Belange zu kümmern (vgl. Mat 6,23-34). Meine Erfahrung ist, dass Er das auch tut und dass dies mit sehr viel Freude und Segen von Gott verbunden ist.

LG.
Clay

clay antworten
Suzanne62
Beiträge : 7630
Veröffentlicht von: @anonyma-71a823f50

persönliche Kontakte, Gottesdienst vor Ort, Hauskreis, Ausflüge... das alles war nicht mehr möglich und so sass ich zuhause und beschäftigte mich selbst.

Aber Präsenzgottesdienste waren doch schon seit Mai 2020 wieder erlaubt und sind seither nicht wieder verboten worden. Und auch persönliche Kontakte waren nie gänzlich verboten - und sich draußen zu treffen war ja auch einigermaßen ungefährlich.....
Aber vieles andere fiel ja tatsächlich flach und hat auch mir gefehlt. Vieles, was wertvolle Ressourcen zur Bewätltigung des Alltags waren, wurde einem weggenommen.

Veröffentlicht von: @anonyma-71a823f50

Wie macht Ihr das? Wie findet Ihr in die Post-Corona-Zeit zurück? Was hat Euch geholfen?

Ich bin einfach nur froh über alles, was wieder möglich ist - manchmal wünsche ich mir allerdings ganz heftig, wir hätten endlich auch hier in Deutschland endlich unseren "Freedom Day" und könnten zur vollen Normalität zurück......Von "Post-Corona"-Zeit kann man leider noch nicht sprechen.
Aber nun ja, immerhin ist vieles wieder möglich und Lockdown-Maßnahmen gegen Geimpfte wird es wohl nicht geben - sollte das noch mal versucht werden, würde das wohl keinen Bestand vor Gericht haben.

Veröffentlicht von: @anonyma-71a823f50

dabei würde ich am liebsten auf dem Sofa sitzen bleiben.

Ich glaube, viele Menschen hat dieser lange, verdammte Lockdown seelisch ermüdet und ausgelaugt.
Vielleicht ist es dann gut, es einfach ein wenig langsamer angehen zu lassen und zu schauen, was dir im Moment gut tut.
Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass du deine Lebensfreude zurückgewinnst.

suzanne62 antworten


sa.br
 sa.br
Beiträge : 483

Liebe Ano,

ich will dir nur kurz schildern, wie es sich bei mir in den Lock-Downen letztes Jahr entwickelt hat. Monatelang war ich schon relativ isoliert, insofern, dass ich nur einzelne Freundinnen, hauptsächlich zum Spaziergang getroffen habe. Mir hat lange gefehlt, zum Shoppen wieder in Geschäfte gehen zu können. Dann war ich einmal sehr froh, dass ich eine Freundin zum Spaziergang nicht treffen konnte, da sie eine "Erkältung" hatte, was sich später als Corona-Erkrankung herausstellte. Aber meiner Impfung im Juli '20 habe ich mich dann wieder mehr unter Leute getraut.
In verschiedenster Hinsicht hat mich diese lange, überwiegende Einsamkeit (wobei ich hier zu Hause noch meinen Mann habe, um mit ihm zu sprechen) traurig gemacht und genervt. - Jetzt dagegen habe ich wieder viel mehr Termine, wodurch ich schon manchmal überfordert bin. Und ich muss mich wohl noch wieder daran gewöhnen.

sa-br antworten
Erica Lamb
Beiträge : 2
Für mich selbst möchte ich geeignet sein zu unterscheiden, wo ich mit klarem Herzen Wirkungen lasse und wo der Grund dafür mein Unmut/Unwohlsein ist.
erica-lamb antworten
1 Antwort
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17978

@erica-lamb 

Häh?

tristesse antworten


Erica Lamb
Beiträge : 2

Ich habe ein Chronic Fatigue Syndrom aufgrund von Long Covid. Die normale Medizin hat mir überhaupt nicht geholfen.... Nur mein Glaube an Gott und alternative Behandlungen mit legalen Heilmitteln. Das ist in Deutschland legal. Jede spezialisierte Website wie [Link gestrichen, da die Seite nur für Ü18 ist und wir auch jüngere User haben. Liebe Grüße, Channuschka-Mod] wird dir das erklären. Zuerst hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich dachte, das sei gegen meinen Glauben. Aber es hat mir wirklich sehr geholfen. Diese anderen Behandlungen und mein Glaube haben mich diese Probleme besiegen lassen. Es ist schwer, aus dem Loch herauszukommen, das muss ich zugeben. Man braucht Zeit.

erica-lamb antworten
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