Gottes Stimme hören...
 
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Gottes Stimme hören?

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Flutterby
Themenstarter
Beiträge : 164

Hallo zusammen,

als "Neu-Bekehrter" würde es mich interessieren, wie Ihr Gottes Stimme wahrnehmt.

Direkt gehört habe ich Gottes Stimme bisher noch nicht, aber er scheint sich bei mir in Träumen (allerdings eher selten) und neuerdings auch durch die Bibel bemerkbar zu machen. Und zwar entweder dadurch, dass mir dieselbe Bibelstelle wiederholt über unterschiedliche "Kanäle" begegnet, z.B. zuerst in einer Bibel-App, dann 3 Minuten später in einer gedruckten Bibel, die ich an einer "zufälligen Stelle" geöffnet hatte. Oder dadurch, dass ich nach einem Gebet mit einem Anliegen oder einer Frage die Bibel ebenfalls an einer "zufälligen Stelle" öffne und mein Blick oder mein Finger wie von selbst auf einen Vers oder einen Abschnitt fällt, der "wie die Faust aufs Auge" als Antwort zu dem Anliegen oder der Frage passt. Kann so etwas sein?

Wie erlebt Ihr das "Sprechen Gottes"?

Viele Grüße,
Stefan

Antwort
119 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Das Sprechen Gottes ist ein Ausdruck der Gottesbeziehung.
Besonderes Augenmerk sollte Mensch nicht darauf legen.

Gehört wird auf allen "Kanälen"!.
Akkustisch, emotional, über die Schrift, in Bildern und Träumen, Zeichen und Wundern.

Veröffentlicht von: @flutterby

Wie erlebt Ihr das "Sprechen Gottes"?

Nüchtern und Gefasst. Liebevoll und Gütig!
Kristian Ch.

Anonymous antworten
1 Antwort
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Du erstaunst mich jetzt mit dieser Antwort.

Und weshalb stellst du dann immer wieder diese "Warum" fragen?

😊

Max

Anonymous antworten


Neubaugöre
Beiträge : 11874

Moin,

schön, dass auch Du eine persönliche Beziehung eingegangen bist. Gott spricht mit jedem so, wie es mit demjenigen "passt"; quasi nach Gaben und Fähigkeiten, die hat ja auch Er in uns gelegt. Ich bin zb ein visueller Typ, mit mir spricht Gott häufig über Bilder und Visionen, über Farben und Gerüche, aber auch direkt durch sein Wort. Zu den Bildern/Visionen via Farben ... erhalte ich manchmal eine Auslegung/Bedeutung, manchmal nicht. Das "bebete" ich dann eine Weile ... (ich red also immer wieder mit Gott drüber)

Deine Erzählung erinnert mich an ein Gespräch mit Gott, als ich wissen wollte, ob ich die mir angebotene Arbeit nun nehmen solle oder nicht, denn ich war ohne Arbeit, hätte aber genauso viel verdient wie ich Arbeitslosengeld erhalten hatte. Ich war unsicher. Also fragte ich Gott, hatte eine Bibel in der Hand und witzelte eigentlich nur so rum, wollte Gott "ausprobieren", glaubte nicht wirklich, dass er mir auf diese Weise antworten würde und kann das auch nicht "wiederholen" - ich würde die Bibel aufschlagen und an der Stelle, wo ich sie aufschlage, sollte etwas für mich stehen, was für meine Entscheidung hilfreich ist. Ich schlug sie auf. Und für mich stand da lesbar in großen Buchstaben: "Nimm die Arbeit." Ich war entsprechend perplex. 😀 In diesem einen Moment haben wir so miteinander gesprochen. Danach nicht wieder. Ich hörte Gott direkt, ich bin inspiriert in der Art, wie Du sie erlebt hast und ich wie ich eingangs schon erwähnte. Rede mit Gott, wie Eure Kommunikation aussieht. Sie ist ganz auf Dich zugeschnitten und wie keine andere. Vergleichen ist also nicht. 😉

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
Suzanne62
Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @flutterby

Kann so etwas sein?

Kenne ich so nicht, würde ich aber nicht ausschließen.

Veröffentlicht von: @flutterby

Wie erlebt Ihr das "Sprechen Gottes"?

Ich begegne ihm in der Kirche im Wort (Schriftlesung und Predgt) und im Sakrament - wenn ich in der Kommunion den Leib Christi in mich aufnehme. Viel näher kann Gott uns Menschen gar nicht kommen.
Berichte darüber, dass man tatsächlich akustisch Gott reden hört, würde ich mit viel Vorsicht genießen. Nicht, dass ich kategorisch ausschließen würde, dass das vorkommen kann. Es hat in der Kirchengeschichte Mystiker gegeben, die so etwas tatsächlich erlebt haben.
Es hat aber auch immer wieder Wichtigtuer gegeben, die sich derlei aus den Fingern gesogen haben, um toll dazustehen.
Ein wichtiger Indikator, um zu beurteilen, ob es echt ist oder nicht, ist das Verhalten derjenigen, die so etwas von sich erzählen.
Eine echte religiöse Erfahrung macht einen Menschen demütiger.
Wenn sie dagegen dazu führt, dass jemand sich anderen Gläubigen haushoch überlegen fühlt und er meint, diejenigen, die seine supertollen Erfahrungen nicht gemacht haben, geringschätzig und verächtlich behandeln zu dürfen, nun, dann ist es schlicht heiße Luft.

suzanne62 antworten
4 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hi Suzanne,

was ist eine "religiöse" Erfahrung?

Max

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @meriadoc

was ist eine "religiöse" Erfahrung?

Wenn du sie machst, wirst du es wissen.

suzanne62 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Aber ich habe eine Erfahrung...aber "religiös"

Religiös ist für mich negativ behaftet. Jesus hat uns doch von solch Dingen eigentlich befreit. Oder nicht?

Aber bitte, erkläre es mir doch...oder nenne ein Beispiel.

Max

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @meriadoc

Religiös ist für mich negativ behaftet. J

Warum? Das Christentum ist doch auch eine Religion.

Veröffentlicht von: @meriadoc

nenne ein Beispiel.

Ich kann mit so etwas nicht aufwarten. Lies dich doch weiter durch den Thread, da findest du einige Beispiele für religiöse Erfahrungen. Du selber hast doch auch von einer erzählt - du hast doch beschrieben, du hättest Gottes Stimme "gehört". das sollte doch eigentlich genügen.

suzanne62 antworten


Distelnick
Beiträge : 1335

Uh... Gute Frage.
2-3x im Leben hatte ich Träume... Oder Wachträume/Visionen.
Meistens aber, wenn ich Gott eine Frage stelle, a) antwortet er nicht (dann klärt sich das auf andere Weise, oder die Frage war unwichtig, oder ich darf selbst entscheiden)
b) mir begegnet eine Antwort irgendwo, gesprochen oder geschrieben, die mich TRIFFT.
Ich gehe so einmal im Jahr zu Strassenexerzitien, das sind so Exerzitien, wo man nach einer Andacht morgens auf die Straßen der Stadt losgeschickt wird. Und dann geht man durch die Stadt und sucht "den brennenden Dornbusch". Also einen heiligen Ort, wo Gott zu einem spricht. Das sind immer sehr intime Wochen, wo Gott sehr intensiv zu mir spricht. An Orten, wo man es nicht vermutet, z. B. Flughäfen, Mülldeponien, Obdachlosencafes oder sogar im Puff... *Lach*...
Mir hat er auf dem Flughafen Tegel mal einen Tag eine Standpauke gehalten, das mir die Ohren klingelte. Ich begegnete dort einem Herrn der mit mir allein auf der Besucherterrasse war und mich plötzlich anquatschte, und mir alles übers Fliegen erzählte. Ich war erst genervt, aber dachte mir:" Hör zu, das ist kein Zufall." Letztlich ging es um Vertrauen (ich bin ein Schisser beim Fliegen) und dann kapiert ich, es ist mit dem Glauben, wie mit dem Fliegen, man muss sich dem Piloten anvertrauen... Dann wies mich der Herr auf die schwarz-weiß karierten Autos hin und sagte: Die heißen "Follow me".
Folge mir nach...
Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Mensch oder ein Engel war, da auf der Besucherterrasse. Und schlussendlich stand auf dem Boden gesprayt:" Just fly."
Man muss die inneren Ohren aufsperren, dann hört man ihn.
😉

Nachtrag vom 23.05.2019 0009
Es ist natürlich kein Automatismus. Ich stelle Gott die Exerzitien Woche zur Verfügung, und er kann zu mir reden, oder auch nicht... Allerdings hab ich noch nie erlebt, das ich nichts mit ihm erlebt hab.... Und sei es, das ich mich unter seinen Flügeln ausruhen dürfte, und die brennenden Dornbuesche der Anderen bestaunen durfte.

distelnick antworten
4 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

Danke für das Bild vom brennenden Dornbusch. Es verbindet sich für mich mit den Flammen des Heiligen Geistes an Pfingsten und die Flamme im Herzen. 😊

Ein sehr schöner Eindruck zum Tagesbeginn 😊

deborah71 antworten
Distelnick
(@distelnick)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1335

Ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen. 😊
War der Pater Christian Herwartz, der die Leute nach den brennenden Dornbüschen suchen lässt...
Also nach Gottes Stimme im Alltäglich Gewohntem.

distelnick antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16208

Ohne dein Mitteilen hätte ich es wohl nicht erfahren, welche Anregung der Pater gegeben hat. 😊

deborah71 antworten
Distelnick
(@distelnick)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1335

Nun, da hast du freilich recht.
Gern geschehen.
Ich fand es auch schön, nochmal nachzudenken über die Eingangsfrage und mich zu erinnern... 😊

distelnick antworten
Clay
 Clay
Beiträge : 1328

Ein Beispiel:
Einmal habe ich eine Seniorin im Seniorenheim besucht, weil sie Geburtstag hatte. Ihre Tochter mit Mann waren da. Wir redeten über die Fotos an der Wand. Als ich nach der Fotografie eines jungen Mannes fragte, trat Schweigen ein. Dann sagte die Tochter: "Das ist unser Sohn." Wieder Schweigen. Ich betete, dass Gott mir ein Wort für sie gibt, weil ich merkte, dass ein Geheimnis dahintersteckte. Dann sagte die Tochter: "Er hat sich vor 2 Monaten das Leben genommen." Ich fragte Gott, was ich ihr sagen soll, und sofort kam die Antwort, die ich an die Tochter weitergab: "Sie sind nicht schuld am Tod ihres Sohnes!" Es zeigte sich, dass sich Vorwürfe gemacht und die Schuld bei sich und ihrem Mann gesucht hatte. Das Wort von Gott nahm ihnen eine große Last.

LG.
Clay

clay antworten


Buecherwand
Beiträge : 151

Selbstverständlich ist es durchaus möglich, dass Gott auf diese Art mit dir kommuniziert - Gott ist schließlich alles möglich.

Aber da ist auch ein erhebliches Maß an Kritikfähigkeit vonnöten. So etwas kann auch ohne Gottes Zutun einfach mal geschehen. Und dann ist es durchaus möglich, dass eine bestimmte Stelle, die zu passen scheint gar nicht passt.

Pfingstler würden wohl auch Satan zutrauen auf diese Art zu wirken und legen deshalb ebenfalls großen Wert darauf, dass die Gläubigen (selbst)kritisch mit solchen Phänomenen umgehen.

buecherwand antworten
4 Antworten
Flutterby
(@flutterby)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 164
Veröffentlicht von: @buecherwand

Selbstverständlich ist es durchaus möglich, dass Gott auf diese Art mit dir kommuniziert - Gott ist schließlich alles möglich.

Klar ist ihm alles möglich; ich hatte eher gemeint, ob das eine "übliche" Kommunikationsmethode ist...

Veröffentlicht von: @buecherwand

Aber da ist auch ein erhebliches Maß an Kritikfähigkeit vonnöten. So etwas kann auch ohne Gottes Zutun einfach mal geschehen. Und dann ist es durchaus möglich, dass eine bestimmte Stelle, die zu passen scheint gar nicht passt.

Natürlich sollte man nicht jeden Zufall gleich als "Zeichen" deuten, aber wenn sich solche Fälle häufen?

Beispiel 1: Ich lese im Leseplan einer Bibel-App die Verse Johannes 21, 15-17, der. Danach hatte ich noch etwas Zeit, bevor ich zur Arbeit musste, und nahm daher noch eine gedruckte Bibel zur Hand, schlug sie einfach irgendwo auf, und mein Finger wanderte fast wie von alleine zu genau diesem Vers. Huch, dachte ich, genau das habe ich doch erst eben vor 3 Minuten in der App gelesen. Zuerst hielt ich das nur für ein Zeichen von Gott, der mir so vielleicht zeigen wollte, dass er Anteil nimmt an meinem Leben. Anfangs kam ich gar nicht auf die Idee, die Bibelstelle inhaltlich auf mich zu beziehen, aber es gab mir keine Ruhe, und einige Tage später fiel mir dann ein, dass ich tatsächlich des öfteren gesagt habe: "Jesus, ich liebe dich!", z.B. wenn ich im Radio oder sonstwo berührende Berichte darüber gehört oder gelesen habe, wie Jesus auch heute noch Menschen begegnet, was für sie dann immer sehr heilsam, berührend und letztlich auch lebensverändernd ist. "Ich liebe dich" sagt sich natürlich leicht, aber wie standhaft wäre man im Zweifelsfall? Petrus hatte Jesus zuvor ja auch dreimal verleugtet, als es "brenzlig" für ihn wurde...

Oder Beispiel 2: Ich las einen Internet-Artikel, in dem vor „Charismatik“ gewarnt wurde. Dies sei eine ganz gefährliche Verführung des Teufels, auf die vor allem „Ex-Esoteriker“ hereinfallen würden, weil es hier vor allem darum ginge, etwas zu „spüren“ und etwas Übersinnliches zu erleben. Auch gebe es heute keine Geistesgaben mehr, da nur die Apostel diese Gaben bekommen hätten, und auch nur für die verlorenen Schafe Israels seien sie gedacht gewesen, etc.
Das hatte mich ziemlich verunsichert, weil ich doch bisher in zwei eher charismatisch ausgerichteten Gemeinden war. Ich bekam Zweifel und fragte mich, ob ich hier nicht tatsächlich wieder einer geschickten Verführung auf den Leim gegangen war – denn das wäre das Letzte, was ich wollte – und betete zu Jesus, er möge mir in dieser Frage Klarheit verschaffen. Nach dem Gebet nahm ich, einem Impuls folgend, die Lutherbibel zur Hand und schlug diese an einer beliebigen Stelle auf. Mein Blick fiel sofort auf die mir merkwürdig erscheinende Überschrift „Der fremde Wundertäter“ bei Markus 9, Vers 38:

Johannes sprach zu ihm [Jesus]: Meister, wir sahen einen, der trieb Dämonen in deinem Namen aus, und wir verboten's ihm, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.

Bäng! Das passte ja wie die Faust aufs Auge als Antwort auf meine Frage, denn in dem Artikel hieß es ja, die Geistesgaben hätten nur den Aposteln gegolten; hier ist jedoch von einem Mann die Rede, der eindeutig nicht zu den Aposteln gehörte und dessen Tun dennoch von Jesus gutgeheißen wurde.
Trotz der eindeutigen Antwort in Form von Markus 9, 38-40 auf meine Bitte um Gewissheit und Klarheit bezüglich Charismatik schlichen sich aber doch noch leise Zweifel ein: Wurde ich dabei wirklich von Gott geführt, oder konnte es auch sein, dass uns der Satan Bibelstellen zeigt, um uns in die Irre führen? Wie als Antwort darauf kam am nächsten Morgen im Leseplan der YouVersion-App das Thema „über die Notwendigkeit, Gott zu vertrauen“. Auszug aus dem Andachtstext:

Das erste Element ist Vertrauen und bedeutet, dass Sie Gott vertrauen, indem Sie ihn bei seinem Wort nehmen. Selbst wenn es so scheint, als wäre es nicht wahr, nehmen Sie ihn beim Wort. Wenn wir Gott beim Wort nehmen, wird er uns durch unser Leben führen und uns sicher über die Ziellinie bringen.

Gleich dreimal wird hier darauf hingewiesen, Gottes Wort zu vertrauen, was mit mehreren Bibelstellen untermauert wurde. Somit war für mich klar, dass das Wort Jesu, das ich in Markus 9, 38-40 gelesen hatte, tatsächlich Gültigkeit hat.
Und um noch eins draufzusetzen, kam das Thema "Im Namen Jesu Wunder tun" am nächsten Tag auch noch im Hauskreis zur Sprache. Bevor wir dort mit dem Bibelstudium begannen, berichtete jeder von seinen gerade aktuellen Themen. Ich gab die am Tag zuvor erlebte Geschichte, wie ich zu der Bibelstelle Markus 9, 38-40 geführt worden war, zum Zeugnis. Die Leiterin des Hauskreises meinte daraufhin, dass das ja wunderbar zu dem heutigen Thema in der Apostelgeschichte passen würde. Dort hatten wir letzte Woche das Kapitel 18 abgeschlossen und begannen daher heute mit Kapitel 19, wo Paulus gerade in Ephesus war und dort Menschen taufte, predigte und Wunder vollbrachte. Ab Vers 13 gibt es eine recht lustig zu lesende Geschichte von "Geisterbeschwörern", die "im Namen Jesu" Geister austrieben, was ihnen allerdings nicht immer gelang:

Im ganzen Land gab es jüdische Geisterbeschwörer, die umherzogen und böse Geister austrieben. Einige von ihnen versuchten, Dämonen dadurch auszutreiben, dass sie über den Besessenen den Namen von Jesus, dem Herrn, aussprachen. Sie sagten: »Wir beschwören euch bei dem Jesus, den Paulus verkündet!« Das taten auch die sieben Söhne eines gewissen Skevas. Er gehörte zu den obersten jüdischen Priestern. Doch der Dämon verhöhnte sie: »Jesus kenne ich und Paulus auch. Aber wer seid ihr?« Dann stürzte sich der Besessene auf sie, warf sie zu Boden und überwältigte sie, so dass sie schließlich alle nackt und verwundet aus dem Haus fliehen mussten.

Zuerst hatten wir uns gefragt, ob das nicht im Widerspruch zu dem oben zitierten Vers in Markus 9 ("Niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.") stand. Konnte es sein, dass doch nicht jeder, der kein Apostel ist, die Vollmacht hat, im Namen Jesu wunder zu tun, und dass die „Charismatik-Kritiker“ doch recht hatten? Wir erkannten jedoch bald, dass es sich bei den in der Apostelgeschichte genannten „Beschwörern“ natürlich nicht um von Jesus bevollmächtigte Personen handelte, sondern um Scharlatane, die den Namen Jesu für ihre eigenen Zwecke missbrauchten.

Das soll mal reichen für's erste; es gab noch weitere solcher Geschichten, wo ich den Eindruck hatte, dass ich durch die Bibel "Zeichen" und auch konkrete Antworten von Gott erhielt.

flutterby antworten
Clay
 Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1328
Veröffentlicht von: @buecherwand

Aber da ist auch ein erhebliches Maß an Kritikfähigkeit vonnöten. So etwas kann auch ohne Gottes Zutun einfach mal geschehen. Und dann ist es durchaus möglich, dass eine bestimmte Stelle, die zu passen scheint gar nicht passt.

Veröffentlicht von: @buecherwand

Pfingstler würden wohl auch Satan zutrauen auf diese Art zu wirken und legen deshalb ebenfalls großen Wert darauf, dass die Gläubigen (selbst)kritisch mit solchen Phänomenen umgehen.

Ich hoffe nicht nur Pfingstler, denn Satan hat schon immer Gottes Wirken kopiert, z.B. bei den ersten Plagen in Ägypten.
Auch wir reagieren oft seelisch oder emotional und verwechseln das mit dem Wirken des Heiligen Geistes.
Deshalb weißt Paulus des Öfteren darauf hin, zu prüfen und die Geister zu unterscheiden.
Aber warum die Angst? Haben wir so wenig Zutrauen zu unserem Vater im Himmel, dass Er weiß, wie Er uns erreicht; wie Er uns die Antwort auf unsere Fragen geben muss, damit sie bei uns ankommt?
Ich habe früher dagegen geredet, weil ich es selbst nicht erlebte und es mir deshalb suspekt war.

Gottes Reden ist auch heute - wie zu allen Zeiten, da Er unveränderlich ist - sehr vielfältig, und Er redet nicht nur durch die Bibel. Diese Vielfältigkeit ist normal. Wenn wir sein Reden auf die Bibel reduzieren, hören wir es oft nicht oder verstehen es nicht als sein Reden.

Da ich so belehrt worden war, dass Gott heute nur noch durch die Bibel reden würde, konnte mich Gott nicht bewahren:
Ich wollte aus einer gewissen Höhe herunterspringen und hörte akustisch laut Gottes Stimme: "Spring nicht!" Sie war so laut, dass ich dachte, der Mitarbeiter habe sie auch gehört. Da ich sie damals aber nicht als Stimme Gottes einordnen konnte, sprang ich doch und zertrümmerte mir das rechte Fersenbein. Trotzdem sagte Gott nicht: "Selber schuld; ich hab dich ja gewarnt", sondern sorgte für die vollständige Wiederherstellung. Dazu gehörte, dass der falsche Gips entfernt und durch einen flugtauglichen ersetzt wurde. Bevor das nicht geschehen war, hatte ich keinen Anschlussflug bekommen. Im Krankenhaus sagte der Arzt, dass der Fuß bei der OP versteift werden müsste, aber Gott antwortete mir auf meine Frage hin, dass der Fuß wieder geheilt sein würde. Er verhinderte, dass der Arzt den Fuß versteifte, usw.

LG.
Clay

clay antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11874

Ich liebe es,
von diesem großartigen liebenden und fürsorgenden Gott zu hören.

neubaugoere antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 635

Hallo Clay

Veröffentlicht von: @clay

Auch wir reagieren oft seelisch oder emotional und verwechseln das mit dem Wirken des Heiligen Geistes.
Deshalb weißt Paulus des Öfteren darauf hin, zu prüfen und die Geister zu unterscheiden.
Aber warum die Angst? Haben wir so wenig Zutrauen zu unserem Vater im Himmel, dass Er weiß, wie Er uns erreicht; wie Er uns die Antwort auf unsere Fragen geben muss, damit sie bei uns ankommt?
.

Paulus weiss wovon er spricht. Er stand ja sicherlich nicht unter Einfluss des Hl.Geistes als er Befolger und Verbreiter Jesus Christus verfolgte gar versuchte die durch ihn entstandene Gemeinde Gottes zu zerstören. Er machte bewundernswerte Fortschritte, nurmehr dem zum Heil zur Heiligung führenden Geist gehorsam zu werden und bleiben.

Veröffentlicht von: @clay

Gottes Reden ist auch heute - wie zu allen Zeiten, da Er unveränderlich ist - sehr vielfältig, und Er redet nicht nur durch die Bibel. Diese Vielfältigkeit ist normal. Wenn wir sein Reden auf die Bibel reduzieren, hören wir es oft nicht oder verstehen es nicht als sein Reden.

In der Bibel sind zwar sehr hilfreiche Anleitungen Jesu Christi und später seiner Jünger und Apostel, sich dem Geist Gottes so zu öffnen, dass man wahrhaftig erkennt, wann und wo er wem die Möglichkeit bietet sich als beherzter irdischer Mitarbeiter zu erweisen, etwas Himmel, Reich Gottes auf Erden erfahrbar zu machen.

Veröffentlicht von: @clay

Da ich so belehrt worden war, dass Gott heute nur noch durch die Bibel reden würde, konnte mich Gott nicht bewahren:
.

Mir ist aufgefallen, dass nicht selten langjährige Gemeindeglieder, die eine solcher Irrlehre zum Opfer gefallen sind, vor lauter Hoffnung, durch intensives Bibelstudium, mit oder ohne Bibelleseplan würde Gott mit ihnen reden, Gottes Werben um ihre Aufmerksamkeit, wenn er im Alltag ihnen mit Liedern oder anderweitig hilfreichen "Botschaften" hilfreich zu erfülltem Leben in Christus verhelfen will.

In einem meiner Gedichte, (Mit Gottes Hilfe den inneren Frieden finden) die ich anfangs meiner segensreichen Jüngerschaft Jesu Christi eingegeben bekam kommen ja wohl passende Worte zum Thema vor:

Gott sendet Dir Zeichen an manchen Orten
Durch Menschen, Lieder, geschriebenen Worten
Um Dir zu helfen, fällt IHM so manches ein
Auch gute Ideen können ein Zeichen sein
Ab sofort solltest du nun nicht mehr wanken
Doch für jede Hilfe vergiss nicht, Gott zu danken

lg lulute

luxlucetintenebris antworten
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