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Jesus als Befreier

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Stern
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Themenstarter
Beiträge : 2133

Guten Morgen,

beim Scrollen in den Sozialen Medien hab ich ein Video gesehen von einer Gottesanbeterin, die mit Wasser überschüttet wurde um einen Parasiten aus ihr „auszutreiben“.

Das hat mich sosehr an Jesus erinnert (Wasser von oben = Heiliger Geist), mit dem wir überschüttet werden müssen, damit die Sünde? das Böse? aus uns rauskommt….und wir einfach nur wir selbst sind, so wie Gott uns gedacht hat. 

Dieser Parasit hat tatsächlich das Verhalten und die Aktionen dieser Gottesanbeterin kontrolliert…und wieder musste ich an uns Menschen denken, die als „Sklave der Sünde“ leben- im Prinzip ohne etwas daran ändern zu können…wäre da nicht Jesus!

Ja…wollte ich nur mal gesagt habe 😁

PS. Und tatsächlich hat es mich auch daran denken lassen, dass wir dadurch wirklich niemanden mehr verurteilen können, der dieses „Böse“ noch in sich hat/trägt….

 

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103 Antworten
Deborah71
Beiträge : 28361

@stern 

Krasse Assotiation, aber in sich weitgehend stimmig. 

Die alte Natur stirbt und der Parasit hat keine Anhaftung mehr. Denn an der neuen Schöpfung in Christus findet er keinen Anhalt mehr. 

 

Irgendwie erinnert mich das Beispiel vage an die Befreiung des Gerasener von Legion. Diese Truppe stürzte die Schweine in den See und diese  ertranken, obwohl Schweine schwimmen können. 

 

deborah71 antworten
89 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Ja, das stimmt, das ist schon so wie Besessenheit. Ich musste aber auch an die Erbsünde denken. Etwas, gegen das wir völlig machtlos sind und keinen Einfluss darauf haben.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

An Erbsünde glaube ich nicht wirklich. Clay hat mir da mal eine Abhandlung drüber geschickt, aber so komplett durchgedrungen bin ich durch dieses Thema nicht. Die Ansichten sind ja durch die verschiedenen Denominationen hindurch unterschiedlich. 

 

Hast du Clay noch gekannt?

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@deborah71 *denk*

Ist "Erbsünde" im Grunde nicht genau dieses "einer übertrat/misstraute und sodann die ganze Menschheit mit ihm/nach ihm .... und die Erlösung dann: einer für alle?

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@neubaugoere 

Die Kirchen sind sich scheints selbst nicht einig, was sie darunter verstehen.  Ich hab mal den Artikel bei wikipedia dazu gelsen.... so richtig schlau bin ich daraus nicht geworden. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Erbs%C3%BCnde

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@deborah71 

Ja, die Trennung von Gott (Sünde) ... durch einen hervorgerufen (geerbt) und durch einen überwunden ...

neubaugoere antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4352

@neubaugoere Dachte ich eigentlich auch. Zumindest das Prinzip.

Deswegen verwundert mich dieser Einwand schon etwas.

tatokala antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@tatokala 

Jeder steht woanders auf dem gemeinsamen Weg ... hat andere Erkenntnisse ...

neubaugoere antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4352

@neubaugoere Naja, ein paar übergeordnete Definitionen gibt es schon. Über die man sich einig sein kann/sollte.

Oder eben auch nicht.

tatokala antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@tatokala 

Was sind schon Definitionen ... wer sagt, welche die richtigen sind?

Ich hab die Erbsünde in den ersten 10-15 Jahren auch nicht verstanden. Vielleicht gerade, weil "jeder" was anderes sagt. Unterschiedliche Wortwahlen können mich irritieren. Jeder legt etwas anderes in diesen Begriff ...

🤷‍♀️

 

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@neubaugoere 

Der erste Adam und der zweite Adam.....  klare Darstellungen. 

Der erste hat die Menschheit zu Fall gebracht, der zweite hat den Erlösungsweg eröffnet, dass wir im Glauben eine neue Natur werden. 

Das bringe ich nicht mit dem Wort Erbsünde zusammen. Es ist mir zu abstrakt. Da kommt nur: Hä? Rembrandt? Was meinen sie? 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@deborah71 

Ah ... ja, okay. Bei mir geht mittlerweile ne Tür auf beim ersten Adam, der die Sünde "über die Welt brachte" ... die nachfolgenden Menschen haben diese dann eben "geerbt", weil sie - so sagt die Bibel - "unter die Sünde geboren" wurden/werden ... im anderen Reich eben ... nicht in Gottes Himmelsreich, sondern im Reich der Sünde ...

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@neubaugoere 

Das ist mir eine verständlichere Ausdruckweise. Aber das 'pling'-Wort ist noch nicht sichtbar für mich. 

 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@deborah71 🤷‍♀️

Manchmal helfen ja "Tu-Wörter" 🤭 ... die Menschheit nach dem ersten Adam hat die Sünde (Trennung von Gott) "übernommen".

*pling-Versuchstartet*

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@neubaugoere 

🤣Der Inhalt deiner Rede ist klar.

Aber das  Wort "Erbsünde"  ist für mich leer. Ähnlich wie in der Computersprache. Da sind Begriffe, die haben keinen Inhalt für mich. Mein Mann verzweifelt fast darüber. "Ruf mal das und das auf"... "Was ist das? Kann man das essen? Wo ist das, wo muss ich klicken?"  Absolut Null Kennung auf den Wörtern. 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@deborah71 🤭

Lässt sich das überhaupt füllen ... dieses leere Wort?

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@neubaugoere 

Ich hab keine Ahnung. Geht wohl nur über Offenbarung. 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4079
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@deborah71 🤭

Lässt sich das überhaupt füllen ... dieses leere Wort?

Ist es denn schlimm, wenn es ungefüllt bleibt?

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@chai 

Nein. Ich würd's nur gerne auf Reihe kriegen. 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4079

@deborah71 Vielleicht ist das gar nicht notwendig?

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@chai 

Wäre zu überlegen. 

Was aber notwendig war, war die Suche nach einer Zeitleiste der Reihenfolge der biblischen Personen und ich habe eine Zeitleiste gefunden, die mir hilft, die Abfolge der Personen nicht durcheinander zu würfeln. 

Ich bin so zeitlos glücklich, dass ich mir aufschreiben muss, in welchem Jahr ich wo auf Reisen war (oder andere wichtige Eckpunkte). Bei mir ist vorwiegend JETZT!  

Dein Aufmerksammachen  bei Joseph hat mich in die Hufe gebracht, eine Zeitleiste parat zu haben. 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4079

@deborah71 Mir erscheint das recht mühsam.
Ich bin nicht so der Forscher- und Aufschreibtyp und begnüge mich gern mit Basis-Wissen.

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Hast du Clay noch gekannt?

Jemand hier aus dem Forum? Nein, sagt mir nichts.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Ja, hier aus dem Forum. Ein älterer Bruder, der in der Altenarbeit gedient hat. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

An Erbsünde glaube ich nicht wirklich

Das finde ich persönlich jetzt nicht schlimm, es ist ja eigentlich auch kein Begriff aus der Bibel.

Das einzige, wo Jesus in diese Richtung Bezug nimmt ist, wenn er sagt: Keiner ist gut ausser Gott allein. Oder aber auch: keiner kommt zum Vater es sei denn durch mich. 

Ich habe mich früher immer an dieser Ausschließlichkeit Jesu gestört - aber andererseits sind wir Menschen nicht gerade mit umfassendem Weitblick und Überblick gesegnet und ich habe das mittlerweile akzeptiert.

Was mir an dem Konzept der Erbsünde gefällt ist, dass es mir die  Vergebung erleichtert. Wenn ich davon ausgehe, dass jeder Mensch für seine Taten die volle Verantwortung trägt, dann gibt es in meinem Kopf oder Herz Leute, die ich weniger mag, weil ich ihre Taten schlimmer finde. Wenn ich das abstrahiere auf den Einfluss der Erbsünde bzw. auf den Einfluss des Teufels auf den Menschen, dann bin ich eher bereit, den Menschen hinter der Sünde zu sehen.

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Danke für deinen persönlichen Bericht. Der berührt mich irgendwie. 

Meine Vergebungsstelle ist aus Mt 18..... aus einer Predigt hatte ich mitgenommen: 

Aus dem riesigen Schatz der Vergebung Gottes kann ich nehmen und weiterreichen. Ich muss mir Vergebung für andere nicht aus den Rippen quetschen und auch nicht auf vergebungsbereite Gefühle warten. 

Wie Gott mir, so ich dem Nächsten und auch mir.  

Das finde ich sehr entspannend. 

 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Wie Gott mir, so ich dem Nächsten und auch mir.  

Ja, im Prinzip schon.

Aber diese Ungeheuerlichkeit der Vergebung aller meiner Sünden erstmal selbst zu erfassen und zuzulassen ist für manche (mich zB) gar nicht so einfach und immer noch ein Prozess. Weshalb mich Jesus Aufruf zur Vergebung immer in eine Zwickmühle bzw. in die Enge getrieben hat- obwohl ich sie verstanden und für gut befunden habe und ihr auch gerne nachgekommen wäre…nur um festzustellen, dass ich es nicht kann. Insofern ist deine Entspannung bewundernswert.

Zwickmühle war es für mich deshalb: entweder ich mache was Gott will oder ich mache was ich will- es gab keine Lösung, die sowohl mir als auch Gott gerecht geworden wäre. Und das ist wenn die Sünde ins Spiel kommt anders (egal jetzt ob ererbt oder nicht): dann gibt es da einfach einen Menschen, der nichts dafür kann, dass er böse ist (Einfluss der Sünde) und genauso wenig dafür kann, wenn er gut ist (Einfluss Gottes/Jesus).

Das finde ich tatsächlich auch entspannend und spannend gleichzeitig, weil es eine neue Sicht eröffnet 😍🙂.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Es gibt noch mehr Interessantes im Bereich Vergebung.

Kürzlich hatten wir in einer zoom-Lehre aus Israel das Thema Vergebung und mehrere Schriftstellen näher beleuchtet. Was sehr überraschend war, war die Ausarbeitung, dass es drei Ebenen der Vergebung gibt: die persönliche Ebene, die Gruppenebene und eine rechtliche Ebene. Ich habe nicht schlecht gestaunt. Es war aus den Bibelstellen heraus sehr einleuchtend. 

Einen Anklang daran findet man auch in Mt 18: Einzelgespräch, Ältestengespräch, Gemeindegespräch. 

 

Meine persönliche Sicht ist bei Vergebung neben dem freien Nehmen und Weitergeben von einem heilenden Blickwinkel geprägt: einen Splitter aus dem Herzen ziehen lassen von Gott, dass das Herz wieder heilt und neu begegnungsfähig wird, wo möglich. Das kann schnell gehen, kann aber auch ein längerer Prozess sein, der evtl sogar therapeutische Begleitung benötigen könnte. 

Gott sagt: Die Rache ist mein, Ich will vergelten. 

Das Wort 'vergelten' kann den Verursacher in die Hand Gottes geben; es kann aber auch Wiedergutmachung und Heilung von Gott her bedeuten, etwas was ein Verursacher nicht kann und auf das man umsonst warten würde. 

 

deborah71 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

…von einem heilenden Blickwinkel geprägt…

Das ist der springende Punkt: will ich den, der mich verletzt hat, heil sehen?

Und oft genug lautet die Antwort: nein, will ich nicht.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@stern 

Es geht um deine Heilung. 

deborah71 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Es geht um deine Heilung. 

Beim Vergeben?

Ah, ich glaube ich weiss was du meintest: wenn ich verletzt bin, geht es um meine Heilung.

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Ja. Genau. 

deborah71 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Ja, das stimmt. Das ist ein wertvoller Gedanke für mich, es vereinfacht vieles. 

Das Problem, das ich (und vielleicht noch andere) habe, ist dass man scheinbar einen Schuldigen hat, der für die Verletzung verantwortlich ist. Und dann verknüpft man die Heilung mit Wiedergutmachung (egal auf welcher Ebene) seitens des Schuldigen. Erfolgt dies nicht, hat man noch ein Problem ausser der Verletzung, nämlich dass man denkt, dass der andere einem was schuldet. Damit kommt man in einen Teufelskreis, der Vergebung erst zulässt, wenn Wiedergutmachung erfolgte, was aber nicht passiert….

Es ist so wie du es vor ein paar Posts schon sagtest: erst wenn man die Heilung und die Vergebung bei Gott sucht und bekommt, hat man auch das Vermögen oder die Kraft selbst Schuld zu vergeben. 

Die Schuld des Schuldigen festhalten zu wollen, das meinte ich vorhin mit „den anderen nicht heil sehen wollen“. „Heil“ im Sinne von ohne Schuld.

 

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@stern 

Gute Gedanken.... denk weiter.... 

Ich biete dir noch ein zusätzliches Beispiel: 

Wenn du einen Splitter im Finger hast und du ziehst ihn nicht heraus bzw lässt ihn nicht von Gott herausziehen auf das Signal hin: mach das bitte (=ich vergebe dem und dem, das und das)...  wem schadet der Splitter? Was verhindert er?  

deborah71 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

wem schadet der Splitter? Was verhindert er?  

Du willst mir sagen, dass er mir selbst schadet, das hab ich verstanden.

Aber selbst wenn man das weiss, hat man nicht unbedingt die Kraft und den Willen, sich um den Splitter zu kümmern. Das ist doof, klar. Doof, wenn wir die ganze Zeit nur damit beschäftigt sind, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen anstatt ihn zu entfernen. Wir leiden, haben Schmerzen und können sonst nichts machen.

Trotzdem handeln wir manchmal so. Was nicht heissen soll, dass das gut ist.

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 28361

@stern 

Ich wechsel fliessend zwischen dem Beispiel und dem geistlichen Erleben bei der nachfolgenden Erklärung. 

Der Schmerz geht erst aus dem Finger, wenn der Splitter raus ist. Da ist eine Hemmschwelle, weil man den Schmerz fürchtet, wenn man den Splitter berührt. Das Ziehen kann weh tun und der darunter gespeicherte Schmerz kann sich entladen. Sobald der Schmerz abgeweint ist (wenn das zu dieser Verletzung gehört), dann erst beruhigen sich die Gefühle. 

Man kann den Heiligen Geist um eine örtliche Narkose am Finger bitten. Man kann den Vater wie Jesus bitten: Vater vergib ihm/ihr, denn er/sie wusste nicht, was er/sie tat. Lehre mich Vergebung und gib mir die Bereitschaft dazu. 

Es ist oft ein Prozess, bis sich die Erwartung zum Willen von Schmerzbefreiung prägt und das Wohlbefinden nach der Vergebung eine stärkere Stimme hat, als die Angst vor dem Splitterziehen. 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@stern @deborah71 ... ich möchte ergänzen:

Und niemand muss diese Dinge allein tun/durchleben, er darf sich Hilfe holen: eine nahe Schwester/einen nahen Bruder, den Pastor oder Seelsorger - eben eine Person des Vertrauens, der die Geschichte/n und "mich" kennt.

neubaugoere antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Man kann den Vater wie Jesus bitten: Vater vergib ihm/ihr, denn er/sie wusste nicht, was er/sie tat

Wenn ich das beten kann, dann habe ich bereits vergeben.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@stern 

Das ist bei mir mal so mal so. Wenn es um traumatische Erinnerungen geht, kann es für mich voranstehen und ich kann folgen. 

deborah71 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Das ist bei mir mal so mal so. Wenn es um traumatische Erinnerungen geht, kann es für mich voranstehen und ich kann folgen. 

Wenn ich was ich bete selbst nicht glaube, ja, selbst nicht will…dann kannst du dir ausmalen, wieviel heilende Wirkung dieses Gebet hat.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@stern 

Was erwartest du von deinem Thread? 

deborah71 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

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@deborah71 

Was erwartest du von deinem Thread? 

Puh..😅 gar nichts, ehrlich gesagt. Das hatte mit der Gottesanbeterin und meiner Assoziation angefangen, die ich einfach nur mit euch teilen wollte und wir sind dann beim Vergeben gelandet… 🤔😅

Ich kann mich nicht erinnern etwas dabei erwartet zu haben…wobei ich von dir trotzdem reich beschenkt wurde mit deinem Hinweis, dass die Heilung für meine Verletzung sei.

Dass ich Vergebung trotzdem nochmal anders wahrnehme wie du scheint dich aber irgendwie zu frustrieren, kann das sein?

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@stern 

Nein. 

Ich habe die Rückfrage gestellt, weil du zum Nichtwollen zurückgekehrt bist. 

deborah71 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

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@deborah71 

Ich habe die Rückfrage gestellt, weil du zum Nichtwollen zurückgekehrt bist. 

Achso! Na dann…🙂lag ich zum Glück daneben.

Nein, ich wollte gar nichts erreichen…nur mein Unvermögen darstellen, trotz des Wissens das Vergebung notwendig ist, ich es oft trotzdem nicht kann, weil man den anderen nicht schuldlos sehen will. In dem Moment, wo man das möchte, kann man oder hat man auch schon vergeben. Und daran habe ich zu knabbern…an dieser Spannung, an dem Widerstand den ich gegen dieVergebung habe.

(Du hattest zwischendurch meinen Blick auf die eigene Heilung gelenkt als Voraussetzung, das fand ich hilfreich, weil es den anderen erstmal aussen vor lässt und man sich mit dieser Spannung  gar nicht befasst.)

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@stern 

So langsam kommen wir dem Ausräumen der Hindernisse näher. Das ist jetzt alles noch der Bereich zwischen Gott und dir. 

Eines ist schonmal weg...nämlich die Vorstellung, dass Vergebung dem anderen helfen würde, aber nicht dir. 

Vergebung aussprechen (willentlich, und manchmal auch zwischen zusammengebissenen Zähnen  hindurch; Zürnet, aber sündiget nicht = den Zorn anerkennen, ihn aber weder reinfressen noch rauspoltern Eph 4, 26) zieht den Splitter aus deinem Herzen und löst dich vom Verletzer. Die Schuld des Verletzers ist dann seine Sache vor Gott, nicht mehr deine. Du stehst nicht mehr zwischen Gott und dem Verletzer. Der Verletzer steht nicht mehr zwischen Gott und dir. 

Ich habe nochmal einen Blick auf das Beispiel Gottesanbeterin geworfen: in ihr frisst etwas....  Übertragen: Unvergebenheit und Bitterkeit fressen innerlich auf. Unverg./ Bitterkeit ernährt sich von Unverg./Bitterkeit. Diese Haltung produziert immer weiter Bitterkeit und zieht Ereignisse an, die Bitterkeit nähren. Braucht kein Mensch....

Du  hattest das Wasser mit dem Heiligen Geist in Verbindung gebracht.... und das Wort Befreiung im Spiel. Durchspült werden vom Heiligen Geist, dass der Parasit Bitterkeit ausgeschwemmt wird. In der Kraft des Heiligen Geistes Vergebung aussprechen, ungeachtet der Gefühle, die hindern wollen. 

Phil 2,12 und 13 sprechen (mir) Mut zu, Gott um das Wollen und Vollbringen zu bitten... Vielleicht sprechen dich diese Verse auch an. Es geht um dein Heilwerden und Freisein. 

NeÜ  12 Weil das so ist, meine Lieben – ihr wart ‹Christus› ja immer gehorsam, nicht nur als ich bei euch war, sondern gerade auch in meiner Abwesenheit – vollendet euer eigenes Heil mit Ehrfurcht und Gewissenhaftigkeit!
13 Denn Gott bewirkt den Wunsch in euch, ihm zu gehorchen, und gibt euch auch die Kraft, zu tun, was ihm gefällt.

Inzwischen denke ich, dass du so ein krasses video-Beispiel sehen solltest, um nicht in eine Falle der Bitterkeit zu gelangen. 

 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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@deborah71 @stern

Veröffentlicht von: @deborah71

Vergebung aussprechen (willentlich, und manchmal auch zwischen zusammengebissenen Zähnen  hindurch; Zürnet, aber sündiget nicht = den Zorn anerkennen, ihn aber weder reinfressen noch rauspoltern Eph 4, 26) zieht den Splitter aus deinem Herzen und löst dich vom Verletzer. Die Schuld des Verletzers ist dann seine Sache vor Gott, nicht mehr deine. Du stehst nicht mehr zwischen Gott und dem Verletzer. Der Verletzer steht nicht mehr zwischen Gott und dir. 

Auch für mich hilfreich. Ich würde das Bild gern "vervollständigen":

Der Verletzer steht nicht mehr zwischen Gott und dir, weil GOTT himself jetzt zwischen dem Verletzer und dir steht. Hope, this helps nicht nur mir. 🙂

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@neubaugoere 

Den dritten Blickwinkel merk ich mir. Der ist gut...Den kann ich gerade auch gebrauchen. Danke für die Ergänzung.  🙂 

deborah71 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

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@neubaugoere 

Der Verletzer steht nicht mehr zwischen Gott und dir, weil GOTT himself jetzt zwischen dem Verletzer und dir steht. Hope, this helps nicht nur mir. 🙂

Yes, it has getan! 👍🏻

stern antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Eines ist schonmal weg...nämlich die Vorstellung, dass Vergebung dem anderen helfen würde, aber nicht dir. 

Das ist ein Missverständnis. Das habe ich nicht gemeint, dass meine Vergebung den anderen „heil“ macht oder dem anderen hilft (letzendlich vielleicht schon, wer weiss, aber darum gings nicht), sondern dass solange ich den anderen nicht als heil sehen möchte, ich nicht in einem Zustand bin, der Vergebung zulassen würde und dadurch selbst nicht heil werden kann. Weil ich die Vergebung dem anderen nicht zusprechen kann bekomme ich sie selbst nicht. 

So meinte ich das: ich kann ohne Vergebung selbst nicht heil werden.

Der Verletzer steht nicht mehr zwischen Gott und dir. 

Ja…genau. Besser gesagt, mein Groll steht nicht mehr zwischen Gott und mir.

Unvergebenheit und Bitterkeit fressen innerlich auf.

Ja. Genau deshalb muss man ihn loswerden, den Groll.

In der Kraft des Heiligen Geistes Vergebung aussprechen, ungeachtet der Gefühle, die hindern wollen. 

Und da gehe ich jetzt mit dir auseinander: denn alleine durch aussprechen, dass ich dem anderen vergebe, hab ich es ja noch nicht wirklich gemacht. Ich habe noch keinen Heiligen Geist bekommen, der mir die Wahrheit zeigt und mich erst dazu befähigt mich für die Vergebung zu öffnen.

Aussprechen eines Zustandes, um den ich nicht in meinem Herzen auch tatsächlich vorher bitten kann dass er eintreten möge, gleicht für mich - sorry-  einer Vergewaltigung meiner Seele. 

Ich muss diesen neuen Zustand wollen mit jeder Faser meines Herzens. Naja, ich zumindest. 

Denn Gott bewirkt den Wunsch in euch, ihm zu gehorchen, und gibt euch auch die Kraft, zu tun, was ihm gefällt.

Ja, uneingeschränkt. Gott sei Dank!

Inzwischen denke ich, dass du so ein krasses video-Beispiel sehen solltest, um nicht in eine Falle der Bitterkeit zu gelangen. 

Ganz bestimmt! Auch diesen Thread zu eröffnen habe ich nur aufgrund eines Drängens gemacht, das ich gefühlt habe. (Wenn ich alles mit euch teilen würde, was mir so durch den Kopf geht, wäret ihr  ja zugeschüttet mit Threads!)

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Zum Beitrag

Danke, dass du das Mißverständnis aufgeklärt hast. 

Deborah71: In der Kraft des Heiligen Geistes Vergebung aussprechen, ungeachtet der Gefühle, die hindern wollen. 

Stern: Und da gehe ich jetzt mit dir auseinander: denn alleine durch aussprechen, dass ich dem anderen vergebe, hab ich es ja noch nicht wirklich gemacht.

Du lässt ihn los damit durch willentliches Aussprechen. Vergeben ist kein Gefühl, das erst da sein müsste. Durch die Übersetzung in Mt 18 "wenn ihr nicht von Herzen vergebt" laufen viele in die Gefühlsfalle, dass sie sich erst freundlich vergebend fühlen müssten. Das ist ein Irrtum. Es geht um eine Entscheidung und um diese Entscheidung willentlich umzusetzen. DAS entmachtet den Groll. Auch den Groll auf sich selbst, dass man die Verletzung nicht hat verhindern können, dass man sich nicht selbst Heilung und Erstattung bewirken kann. 

Ich habe noch keinen Heiligen Geist bekommen, der mir die Wahrheit zeigt und mich erst dazu befähigt mich für die Vergebung zu öffnen.

Er arbeitet doch gerade an dir. Er kommt nicht unbedingt mit "wuuuuuuuuuusch" und "nun, mach hinne". Dieses innere Drängen, da endlich aufzuräumen.... das bist du nicht alleine. 😉 

 

deborah71 antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Er arbeitet doch gerade an dir

Sicher, das tut er.

Ich bezog das auf das Aussprechen ohne es auch so zu meinen….das Aussprechen sind nur leere Worte, ohne Substanz dahinter (Heiliger Geist!) der macht dass ich sie sagen will.

Es geht um eine Entscheidung und um diese Entscheidung willentlich umzusetzen. DAS entmachtet den Groll.

Das weiss ich nicht. Ich würde sagen, Liebe und Mitgefühl oder Barmherzigkeit entmachten den Groll, nicht eine Entscheidung.

Auch den Groll auf sich selbst, dass man die Verletzung nicht hat verhindern können, dass man sich nicht selbst Heilung und Erstattung bewirken kann. 

Ja klar. Es gibt keinen Unterschied zwischen mir und dem anderen - also, ich meine, es ist egal wem man zu verzeihen hat…

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Beim Aussprechen ist die Substanz des Gehorsams dahinter, die die Heilungskraft des Heiligen Geistes freisetzt. 

Gott sprach und es geschah. Du sprichst willentlich und es passiert etwas, du kommst weiter. Vergebung aussprechen ist praktizierte Liebe. Es ist barmherzig gegen sich selbst, dass man sich nicht verletzt hält und auch noch ständig auf dem Splitter herumdrückt und sich selbst Schmerzen zufügt. Da brauchst du nämlich keinen Verletzer mehr. Da beginnst du selbst seine Rolle zu übernehmen. 

 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

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@deborah71 

Beim Aussprechen ist die Substanz des Gehorsams dahinter, die die Heilungskraft des Heiligen Geistes freisetzt. 

Die Substanz des Gehorsams ist für mich im Tun nicht im Sprechen. Wenn ich sage, meine Wohnung ist aufgeräumt, dann kann ich das noch hundert mal sagen ohne dass sich irgendwas in meiner Wohnung ändert. Erst wenn ich anfange zu tun was ich sage, ist meine Wohnung dann auch tatsächlich sichtbar aufgeräumt.

„Denn das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft“

1.Kor 4,20

Auch wenn Gott gesprochen hat und es dann wurde: er wollte was er sprach. Er musste nicht erst durch Worte seinen Willen davon überzeugen.

Analog dazu muss ich wollen was ich sage. Allein vom Sagen ohne es auch zu wollen passiert gar nichts.

Vergebung aussprechen ist praktizierte Liebe

Dazu würde ich sagen:

Vergeben ist wahre Liebe.

Wenn du aussprechen kannst und gleichzeitig auch willst, dass Gott dem anderen völlig vergibt, dann hast du ja selbst bereits vergeben- sonst könntest du das nicht wollen.

Es ist barmherzig gegen sich selbst, dass man sich nicht verletzt hält und auch noch ständig auf dem Splitter herumdrückt und sich selbst Schmerzen zufügt. Da brauchst du nämlich keinen Verletzer mehr. Da beginnst du selbst seine Rolle zu übernehmen. 

Das ist natürlich wahr. Und wichtig es zu bemerken und zu respektieren aus Liebe zu sich selbst.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@stern 

Sprechen ist eine Tätigkeit.  

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

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@deborah71 

Sprechen ist eine Tätigkeit.

Ja.

Wenn ich in meinem Wohnzimmer sitze und Licht haben will, muss ich zum Lichtschalter laufen und ihn anknipsen wenn ich keine smarte Beleuchtung mit Stimmerkennung habe. Ich kann unendlich viele Male sagen, dass Licht werden soll - wenn nicht gerade Tagesanbruch ist, wird nichts passieren, bevor ich nichts tue.

Nicht immer ist sprechen ausreichend.

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@stern 

Mit dem willentlich Sprechen kannst du dein Seelenwohnzimmer aufräumen und das Licht der Wahrheit anknipsen. 

Psalm 119,105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.

Psalm 43, 3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, / dass sie mich leiten, / mich bringen zu deinem heiligen Berg, / zu den Orten deiner Gegenwart;
4 dass ich komme zu Gottes Altar, / zum Gott meiner jubelnden Freude / und dich mit Zitherspiel preise, Gott, mein Gott!
5 Was bist du so verwirrt, meine Seele, / was stöhnst du in mir? / Hoffe auf Gott! / Denn ich werde ihn noch preisen, / ihn, meine Hilfe und meinen Gott!

 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Mit dem willentlich Sprechen kannst du dein Seelenwohnzimmer aufräumen und das Licht der Wahrheit anknipsen. 

Nun gut. Ich mag dir da nicht immerzu widersprechen.

 

Nur ist das schon sehr auf das Metaphorische begrenzt und würde ich tatsächlich Licht im Wohnzimmer haben wollen, würde ich dadurch immer noch im Dunkeln sitzen.

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@stern 

Einiges aus unseren Erklärungen hat dich wohl erreicht. Dadurch ist Veränderung möglich, wenn es sackt, sich sortiert und die Wirkung der Wahrheiten sich entwickelt. 🙂

deborah71 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

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@stern 

Liebe Stern,

ich hänge mich jetzt mal hier an, ohne im Detail alles verfolgt zu haben.

Meine Gedanken dazu:

Du weißt ja, was Jesus übers Vergeben sagt. 
In vielen Bereichen scheinst du sehr straight, was das Befolgen von Geboten bzw. Gebote selbst angeht. In dem Punkt „Vergebung“ tust du dich schwerer.

Deine Geschichte kenne ich nicht wirklich, aber mein Eindruck ist, dass du noch an deinen Verletzungen festhältst. Die Gründe dafür kennst nur du und auch Gott kennt sie.
Vielleicht ein Mangel, nicht genug gesehen worden zu sein oder nicht genug geachtet?
Vielleicht schon ganz früh oder auch von deinem näher stehenden Umfeld nicht wahrgenommen, was dir passiert ist?
Eine tatsächliche oder auch eine tief empfundene Ungerechtigkeit? Frühe Erfahrungen, dass deine Grenzen überschritten wurden?

Es wird dir aber in der Hinsicht auf Dauer nicht besser gehen, wenn du versuchst, dein Recht selbst von anderen einzufordern, erwartest, dass andere deine Verletzung(en) anerkennen, deinen Mangel stillen. 

Die Wunden kann nur Jesus heilen, nur der Vater kann das Loch füllen. Mit Seiner Liebe. Dich dort in die Freiheit führen. 

Manchmal sind Glaubensschritte/„Gehorsamsschritte“ im Vertrauen auf Jesus, „auf dein Wort hin, Herr…“, nötig. Überwinden. Manchmal nur einmal, manchmal immer wieder. Bis auch das Gefühl irgendwann da ist.

Nicht zu wollen kenne ich grundsätzlich sehr gut. Und ich bin froh in meiner „Anfangszeit“ mal gehört zu haben „Ich will, dass ich will“

Bei mir wurde schon mal „Ich will, dass ich will, dass ich will“ daraus. Weil ich grundsätzlich mit Gott sein wollte, glaubte und immer noch glaube, dass Er größer ist, ich aber eben auch ziemlich dickköpfig sein kann. Er jedoch ist größer als mein Herz und meine Verletzungen. Er kann mich verändern. Das Vertrauen darauf ist ganz tief in mir verankert.
Und es wurde nicht enttäuscht.

Natürlich zwingt Er nicht, aber weist schon darauf hin, wenn da etwas ist, was mit Ihm bearbeitet werden darf.

Kurz nachdem mein Geschiedener sich damals entschied, das zu tun was er tat, stieß ich auf die Bücher von Corrie ten Boom und ich wusste in mir, dass ich vergeben musste. Dass es keinen anderen Weg für mich und meine Familie gab, da einigermaßen gut durch zu kommen. 
Manches Mal habe ich nur innerlich ausgesprochen, gefühlt habe ich da ohnehin noch sehr wenig, aber mein Handeln und meine Worte waren leider nicht unbedingt immer von Vergebung geprägt. Das  hat schon ziemlich lange gedauert, auch weil da noch viel viel tiefere Wunden hinter steckten und ich für meine Kinder und noch jemand anderen mit „funktionieren“ musste und durch die Trennung mit allen anstehenden Folgen auch ständig neue Probleme und damit auch Verletzungspotential dazu kamen.

Aber letztlich war die grundsätzliche Richtung richtig. Und wir sind auch einigermaßen gut durchgekommen mit Gottes Hilfe.
Die tiefen Wunden sind inzwischen ziemlich ziemlich heil geworden. Ich habe über die Jahre erlebt, dass kurze Zeit nach bewusstem Vergeben ein Schuldiger auf mich zukam und mich um Entschuldigung bat.
Ich habe, nachdem ich vergeben hatte, Freiheit im Umgang mit einem anderen Schuldiger erlebt, die Angst war weg und ich merkte, wie Liebe zu ihm in mir wuchs. 

Fast jedes Vergeben hat mich Tränen und/oder Überwindung gekostet. Loslassen und nicht mehr fest halten. Und über die Jahre kam ein zunehmendes Bewusstsein, dass Vergebung auch ein umfassendes Handeln beinhaltet. Und mich das erkennen zu lassen, mich da zu überführen und mir da durch zu helfen, hat Gott mit seinem Geist bewirkt. Und ich kann/will es manchmal immer noch nicht so umsetzen, wie ich Jesu Anspruch verstehe. Und dennoch will ich daran festhalten und mich darin üben. Das ist halt die Spannung aus „alter“ Goldapfel und „neuer“ Goldapfel.

Noch bin ich halt nicht am Ziel.

Aber ich weiß, dass Jesus für mich ist. 
Und Er ist auch für dich.

 

 

ga2 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@ga2 

Vieles von dem was du schreibst, trifft zu und kann ich so unterschreiben. Das ist alles ähnlich zu meinem Erleben. Auch im persönlichen Bereich.

 

Es wird dir aber in der Hinsicht auf Dauer nicht besser gehen, wenn du versuchst, dein Recht selbst von anderen einzufordern, erwartest, dass andere deine Verletzung(en) anerkennen, deinen Mangel stillen

Diese Lektion habe ich auch gelernt. Nach Jahren zwar erst, aber egal. Das ist eben auch die alte Natur: Du bist verletzt? Kämpfen bis zum Sieg oder Rückzug!

Jetzt weiss ich: Ich bin verletzt? Ich kümmmer mich um meine Verletzung. Fertig. 

Manchmal sind Glaubensschritte/„Gehorsamsschritte“ im Vertrauen auf Jesus, „auf dein Wort hin, Herr…“, nötig. Überwinden. Manchmal nur einmal, manchmal immer wieder. Bis auch das Gefühl irgendwann da ist.

Nicht zu wollen kenne ich grundsätzlich sehr gut. Und ich bin froh in meiner „Anfangszeit“ mal gehört zu haben „Ich will, dass ich will“

Bei mir wurde schon mal „Ich will, dass ich will, dass ich will“ daraus

Das kann ich alles gut verstehen. Aber ich finde das nicht mehr erstrebenswert, das so zu versuchen. 

Denn obwohl mir die Vergebung einleuchtet und ich gerne auch machen will, was Jesus sagt, muss ich nach so langer Zeit einfach sagen: sorry, so geht das aber nicht. Es fühlt sich an, als würde man mit einem Auto fliegen wollen. 

Und dann baut man sich eine Rampe, damit das klappt…nur um nach ein paar Metern festzustellen, dass man wieder auf dem Boden gelandet ist. Dieses Spiel lässt sich endlos wiederholen- denn man hat ja auch immer wieder ein Erfolgserlebnis. Aber man übersieht dabei, dass es mit dem Auto niemals so klappen wird wie mit einem Flugzeug.

So…und mittlerweile hab ich keine Lust mehr es mit dem Auto zu probieren. Und es macht auch keinen Sinn: denn das neue Leben bekommen wir von oben geschenkt, und damit können wir dann vergeben/fliegen.

Wir versuchen aber mit unserer alten Natur zu vergeben. Wie denn, wenn wir neurobiologisch auf Angriff und Flucht programmiert sind? Da ist gar kein Vergebensprogramm eingebaut…

Erst müssen wir eine neue geistige Schöpfung werden, damit wir vergeben können. 

 Wer in Jesus ist, ist eine neue Schöpfung. (2.Korinther 5,17.)

Und diese neue Schöpfung, die kann vergeben. Es liegt in ihrer Natur sozusagen.
Weil sie gar nicht mehr in dem alten Modus arbeitet. Tatsächlich werde ich also erst vergeben können, wenn Gott mich geistig soweit umgewandelt hat, dass ich es auch kann. Im Grunde genommen, muss ich also Gott vertrauen, dass er gute Arbeit leistet bei meiner Wiedergeburt 🙂.

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@stern 

Zum Beitrag

Wir versuchen aber mit unserer alten Natur zu vergeben. Wie denn, wenn wir neurobiologisch auf Angriff und Flucht programmiert sind? Da ist gar kein Vergebensprogramm eingebaut…

Interessantes Argument. Bist du sicher, dass es stimmt? 

Ich hab mal über Vergebung im Islam nachgelesen und die Bibel hat das Thema auch im jüdischen Glauben. 
Selbst Atheisten und Agnostiker können vergeben, haben aber keine Vergebung von Gott her. 

Vergebung ist mMn für Christen ein Bundesrecht;  dass Vergebung zwischen Nichtchristen wirkt, rechne ich unter Gnade. 

Vergebung ist in der Psychologie auch ein Thema, mit dem sich ein Wikiartikel ausführlich befasst: https://de.wikipedia.org/wiki/Vergebung_(Psychologie)

 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Interessantes Argument. Bist du sicher, dass es stimmt? 

Hm. Sicher ….das ist natürlich ein gehaltvolles Wort. Nein. Sicher bin ich mir nicht, aber es ist meine Erfahrung.

Dass Menschen vergeben können (Menschen allgemein, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit)das halte ich für wahr. Allerdings glaube ich, dass dann bereits die Liebe Gottes in ihrem Herzen wirkt bzw. sie sie wirken lassen können. Ebenfalls unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit. Das Herz des Menschen kann sich Gott zuwenden und die Liebe Gottes zulassen- das ist meine persönliche Überzeugung. 

Und diese Überzeugung kann man jetzt als unchristlich bezeichnen/definieren…aber damit kann ich leben.

Danke für den Wiki-Artikel, fand ich sehr interessant.

stern antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1431

@stern 

Wir versuchen aber mit unserer alten Natur zu vergeben. Wie denn, wenn wir neurobiologisch auf Angriff und Flucht programmiert sind? Da ist gar kein Vergebensprogramm eingebaut…

Erst müssen wir eine neue geistige Schöpfung werden, damit wir vergeben können. 

Versuch bitte mal, das konsequent logisch weiter zu denken bzw. auf andere neurobiologische Erkenntnisse zu übertragen. Denn das müsste in dem Fall da dann ja auch gelten. Ich denke auch an sowas wie zB (sexuelle) Treue.

Jesu Forderungen sind klar. Das Vater Unser ist klar.

Bitte missbrauche nicht das geistliche Geschenk der Wiedergeburt als Rechtfertigung um nicht zu vergeben. 
Auch wenn du resigniert hast, enttäuscht und/oder verletzt bist, weil du Änderung erwartest beim anderen, die aber nicht geschieht.

Und wie man dir früher schon mal geschrieben hatte (wenn ich mich recht erinnere): Vergebung ist keine offene Tür mit der Aufforderung „Tu mir weiterhin weh!“ für den Schuldiger.

Vergebung bedeutet, die Angelegenheit des Verletzt worden seins in die Hände Gottes abzugeben, loszulassen und auf dem Recht, den Anderen bestraft sehen zu wollen, zu verzichten. Unabhängig davon, ob er Einsicht zeigt und Buße tut oder nicht.

Lass deine Wunden heilen. Gib sie Jesus dem Heiland und Arzt und lerne zu vertrauen, dass der Vater für dich sorgen kann. In allen Bereichen.

Shalom dir! 

ga2 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@ga2 

Shalom dir auch ❤️

Bitte missbrauche nicht das geistliche Geschenk der Wiedergeburt als Rechtfertigung um nicht zu vergeben. 

Das mache ich nicht. Ich sage nur, dass du erst als wiedergeborener Mensch aus der tiefe Deines Herzens vergeben kannst. Weil der Heilige Geist dahin die Liebe Gottes ausgeschüttet hat. Und erst wenn du den Heiligen Geist hast und er das gemacht hat, bist du wiedergeboren...das ist kein Missbrauch, sondern meine Erfahrung als Mensch und als Jünger Jesu.

Vergebung bedeutet, die Angelegenheit des Verletzt worden seins in die Hände Gottes abzugeben, loszulassen und auf dem Recht, den Anderen bestraft sehen zu wollen, zu verzichten. Unabhängig davon, ob er Einsicht zeigt und Buße tut oder nicht.

Genau. Aber das -den anderen schuldlos und unbestraft sehen zu wollen- kann ich erst im neuen Bund mit Jesus. Wenn ich im alten Bund noch feststecke, dann will ich Gerechtigkeit durch Strafe oder Wiedergutmachung. Erst im/durch den neuen Bund kann ich das loslassen und etwas in mir wirken lassen, das grösser ist als ich selbst, das ich aber dann in mir trage: nämlich die Liebe Gottes.

Vielleicht schaust du auch mal, was ich an Deborah geschrieben habe…eventuell kannst du ja nachvollziehen, dass das kein Missbrauch ist, sondern nur meine Erfahrung als Mensch und Jünger Jesu. Das ist meiner Meinung nach eine konsequente Weiterdenke in Bezug auf die alte Natur und die neue Natur.

Jesus lässt durch seine Gebote (zB verschärfte Gesetze des AT, man kann eineFrau nicht mal begehrlich anschauen, ohne die Ehe gebrochen zu haben) ein Bild entstehen von einem idealen Menschen. Das steht als Ziel vor unseren Augen. Und glaub mir, ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch, wenn ich ein Ziel habe, dann will ich das erreichen. Ich habe mich jetzt also seit mindestens 20 Jahren wirklich bemüht, es zu erreichen. Es ist ohne Jesus bzw. den Heiligen Geist nicht zu schaffen. Und selbst dann, wenn wir ihn schon in uns haben und er schon wirkt, müssen wir noch hunderte Male um Vergebung bitten, weil wir diesem hohen Standard nicht gerecht geworden sind. Aber wenn wir die Vergebung auch  weitergeben, die wir selbst empfangen für unser Unvollkommensein, dann handeln wir bereits im neuen Bund.

Was ist also, wenn ich mich der Vergebung verweigere? Dann bin ich noch im alten Bund, dann stecke ich da noch fest.

Lass deine Wunden heilen. Gib sie Jesus dem Heiland und Arzt und lerne zu vertrauen, dass der Vater für dich sorgen kann. In allen Bereichen

Das mach ich sehr gerne.

 

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@stern 

Zum Beitrag

Das steht als Ziel vor unseren Augen. Und glaub mir, ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch, wenn ich ein Ziel habe, dann will ich das erreichen. Ich habe mich jetzt also seit mindestens 20 Jahren wirklich bemüht, es zu erreichen. Es ist ohne Jesus bzw. den Heiligen Geist nicht zu schaffen. Und selbst dann, wenn wir ihn schon in uns haben und er schon wirkt, müssen wir noch hunderte Male um Vergebung bitten, weil wir diesem hohen Standard nicht gerecht geworden sind.

Nicht unser, sondern dein Ziel. Es klingt so, als ob du etwas erreichen willst, das du nur als Geschenk empfangen kannst. Das bedeutet, dass du deinen Ehrgeiz, vollkommen fehlerfrei zu werden, in den Tod ans Kreuz geben solltest, sonst ist es dein Ruhm und nicht der Ruhm des HERRN. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

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@deborah71 

Das bedeutet, dass du deinen Ehrgeiz, vollkommen fehlerfrei zu werden, in den Tod ans Kreuz geben solltest, sonst ist es dein Ruhm und nicht der Ruhm des HERRN. 

Das mein ich ja. Ich kann das gar nicht erreichen…die Liebe Gottes in mir, die allein kann das. Deshalb brauch ich mich gar nicht anzustrengen mit meinem Ehrgeiz es gut machen zu wollen, die Gebote Jesu befolgen zu wollen….ohne die Liebe Gottes in mir werde ich zwangsläufig scheitern, egal wie sehr ich es versuche.

….„ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Joh 15,5)

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Zum Beitrag

Möglicherweise ordnest du das Wort "vollkommen" falsch ein. 

Vollkommen = gereift

Vollkommen = entspannt in Seiner Liebe. Seiner Liebe völlig vertrauend 

nicht perfekt. Perfekt ist nur Gott. 

Der vollkommene Gehorsam Jesu hat uns das Erbe Abrahams = Segen eröffnet. 

Jesus ist genug. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

nicht perfekt. Perfekt ist nur Gott. 

Ja. Ich habe dummerweise die Gebote Jesu immer als Handlungsaufforderung an mich als Person verstanden, die ich zu leisten habe. Erst jetzt verstehe ich, dass erst die Liebe Gottes mich dazu befähigt, sie auch zu halten.

 

 

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

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@stern 

So isses. 

Als ich Joh 19,18 las vom Kreuz und Jesus mir sagte: "Das bin ich!" war diese Begegnung von einer überwältigend reinen Liebe begleitet. 

Nachdem alle mich immer nur  bestimmen, rumkommandieren, ausnutzen und sonstiges wollten... hat ER da mein Herz gewonnen. Sein Leben für mein Leben. Erkauft, erlöst, vergeben, und die Gewissheit, dass ER seine Autorität und Macht niemals mißbrauchen würde. 

Er hat mir geholfen, meine menschliche Begrenztheit anzunehmen in dem Wissen, dass ich jederzeit jeden Fehler bekennen kann, vergeben bekomme und mit Dank dies empfangen kann, frei weiterleben. 1. Joh 1,9. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

war diese Begegnung von einer überwältigend reinen Liebe begleitet. 

Da kannst du dich glücklich schätzen, davon etwas offenbart bekommen zu haben.

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Dir steht es auch offen.... und ich wünsche dir, dass du es bald erlebst, für dich persönlich passend. 

Gott ist ein sich offenbarender Gott. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Alles ist mir übergeben von meinem Vater, und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will

Math 11,27

Da bin ich entspannt- weil ich darauf keinen Einfluss habe. 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Du kannst bitten. 

Du kannst einladen.

Du kannst die Herzenstür öffnen, wenn du sein Klopfen und seine Stimme hörst. 

deborah71 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@deborah71 

Du kannst bitten. 

Du kannst einladen.

Klar.

Du kannst die Herzenstür öffnen, wenn du sein Klopfen und seine Stimme hörst. 

Ja, auch klar.

Aber wann er klopft, darauf habe ich keinen Einfluss, das meinte ich. Und ob er bei mir auf die gleiche Art klopft wie bei dir, ist auch fraglich.

Ich bekomme gefühlt viele Offenbarungen über Gott, wenn ich die Bibel lese oder eine gute Predigt zu einem Gleichnis höre. Dann merke ich, wie Lichter aufgehen und Wahrheit sich ausbreitet. Und das sind eigentlich immer Momente, die ich geschenkt bekomme, ich kann sie nicht willentlich herbeiführen.

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@stern 

Ich schrieb ja schon, dass du für dich passende Offenbarungserlebnisse bekommst. Kein Mensch ist gleich und an der gleichen Stelle im Leben. 

Worte. die aufleuchten, helfen...  Jesus, das Licht (Joh1) einladen und aufnehmen ist nochmal eine andere Ebene. 

 

 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4079
Veröffentlicht von: @deborah71

Er hat mir geholfen, meine menschliche Begrenztheit anzunehmen ... 

Das ist gar nicht so einfach, aber wenn das gelungen ist, dann kann man sich auch mit sich selber aussöhnen. 

... in dem Wissen, dass ich jederzeit jeden Fehler bekennen kann, vergeben bekomme und mit Dank dies empfangen kann, frei weiterleben. 

Und es nimmt auch den Druck, 'fehlerfrei' sein zu müssen. 
(Das ist ein Ideal, das wir als Menschen eh nie erreichen werden)

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@chai 

Zum Beitrag

Und es nimmt auch den Druck, 'fehlerfrei' sein zu müssen.
(Das ist ein Ideal, das wir als Menschen eh nie erreichen werden)

Was ich damals gebetet habe (Perfektionismus geknackt) und die Vergebung Gottes an mich weitergereicht habe. Zu diesem Gebet gehörte das Stehen vor einem Spiegel und mir selbst in die Augen zu schauen und keinesfallsnieundnimmernicht dem Blick auszuweichen. Das war nicht einfach. Ich sah die Wut auf mich selbst in meinen Augen.... boah, war das krass. Den ersten Satz konnte ich nur Wort - Pause - Wort - Pause...... sprechen und dann kam der gebunkerte Schmerz in einem Tränenstrom heraus. Hat etwas gedauert, bis Satz zwei und drei möglich waren. 

Ich vergebe mir alles, was ich jemals falsch gemacht habe. 
Ich erlaube mir, Fehler zu machen, um daraus zu lernen.
Ich gehe mir selbst aus dem Nacken. 

Fehler mache ich immer noch nicht gerne, aber der Druck ist runter und dadurch mache ich weniger Fehler. Ich konnte auch den falschen IchBin-Baustein des vorgeburtlichen Traumas  beseitigen, der so lautete: "Ich bin ein Fehler, und Fehler beseitigt man." 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4079
Veröffentlicht von: @deborah71

Fehler mache ich immer noch nicht gerne, aber der Druck ist runter und dadurch mache ich weniger Fehler.

Ja, so denke ich auch.
Es ist ja nicht so, dass man weniger falsch macht, nur weil man versucht, alles 'richtig' oder fehlerfrei zu machen. 
Man verkrampft nur (so lese ich auch einige Beiträge hier) und verliert seine Leichtigkeit.
Und ohne diese wird das Leben ... einfach schwer. 

Ich konnte auch den falschen IchBin-Baustein des vorgeburtlichen Traumas beseitigen, der so lautete: "Ich bin ein Fehler, und Fehler beseitigt man." 

Das ist natürlich besonders krass. 
Aber auch ohne diese Geschichte kriegen manche Kinder nur zu hören, wann und wo sie was falsch machen. 
Da werden falsche Weichen gestellt, wenn man hauptsächlich weiß, was man nicht oder nicht richtig kann. 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@chai 

Bin völlig deiner Meinung. 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4079
Veröffentlicht von: @stern

Und glaub mir, ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch, wenn ich ein Ziel habe, dann will ich das erreichen. 

Vielleicht ist das Dein Problem. 

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@chai 

Vielleicht ist das Dein Problem. 

Ich denke wie viele Eigenschaften ist das Fluch und Segen gleichzeitig. 

Was ich damit sagen wollte: insofern ich es in der Hand habe, erreiche ich meine Ziele für gewöhnlich. Aber hier, beim Vergeben, nicht: ich hatte viel Übungsmaterial zum Vergeben und es hat überhaupt nichts gebracht, ich habe mich gefühlt wie in einer Dauerschleife….und täglich grüsst das Murmeltier….nächste Runde…

Bis mir aufgegangen ist, dass erst die Veränderung kommt- und dann das Vergeben. Nicht umgekehrt.

 

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@stern - zum Beitrag:

Veröffentlicht von: @stern

Was ich damit sagen wollte: insofern ich es in der Hand habe, erreiche ich meine Ziele für gewöhnlich. Aber hier, beim Vergeben, nicht: ich hatte viel Übungsmaterial zum Vergeben und es hat überhaupt nichts gebracht, ich habe mich gefühlt wie in einer Dauerschleife….und täglich grüsst das Murmeltier….nächste Runde…

Hast du SEINE Vergebung für dich/dir gegenüber wirklich bis ins tiefste Mark verstanden und angenommen? Verzeih mir diese Art von Frage. Ich frage so, weil ich glaube, dass es SEINE Kraft und Liebe der Vergebung für mich ist, die mich befähigt, denen zu vergeben, die sich an mir vergingen. "Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern" Es ist seine Kraft. Es ist seine Liebe. Nicht die, die wir gemeinhin denken, selbst zu haben. Woher sollte die kommen? Wir wissen aus der Schrift, dass der Mensch von natur aus nicht gut ist. Das Gute kommt durch Gott in ihn, wird von Gott ge-/bewirkt. Und auf wen, auf welche Stimme höre ich hier? Auf meine Erfahrung? Humanismus? Oder glaube ich Gottes Wort?

Nicht ICH "mache" die Dinge ... also nicht aus eigenem Antrieb, nicht aus eigener Kraft ...

Vorschlag: Herr, ich will vergeben, ich will loslassen, ich will nicht mehr gebunden sein; aber ich kann nicht. Hilf mir, denn es ist dein guter Weg und ich will ihn gehen, ich brauche dich dafür.

Ich hab grad einen guten Leseplan, der mich sehr herausfordert ... in der YouVersion-BibelApp: "All the Feels: Take Charge of Your Feelings (Instead of the Other Way Around)" => "Die Welt der Gefühle: Kontrolliere deine Gefühle (anstatt sie dich)" - Vielleicht auch was für dich? Heute las ich: "Unsere Gefühle folgen unserem Fokus." <- herausfordernder Gedanke. Ich weiß, er ist richtig. Und mein Innerstes ist in Aufruhr ...

neubaugoere antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@neubaugoere 

Verzeih mir diese Art von Frage

Alles gut. Man merkt ob jemand einfach nur fragt oder ob jemand einem ans Bein treten will. 🙂

Ich frage so, weil ich glaube, dass es SEINE Kraft und Liebe der Vergebung für mich ist, die mich befähigt, denen zu vergeben, die sich an mir vergingen

Das sehe ich genauso. Deswegen sagte ich ja: erst kommt die Veränderung, dann die Vergebung.

Wir wissen aus der Schrift, dass der Mensch von natur aus nicht gut ist.

Ja. Da aber Jesus sagte, wir sollen vergeben, hab ich das halt mal tüchtig probiert….mit wirklich wenig Erfolg. Ich habe das nicht kapiert, dass ich erst „in ihm“ sein muss, bevor ich das kann.

Erstmal muss ich die Liebe zulassen, meine neue Art. In dieser neuen Schöpfung kann ich dann vergeben. Ich glaube nicht, dass das vorher geht.

Vorher ist es dann einfach nur ein ständiger Kampf. Ich bin wütend über erlittenes Unrecht und soll vergeben- das geht nicht. Aber als brave Christin probiert man das trotzdem, egal wie aussichtslos das ist. 🙂

Vielleicht auch was für dich?

Ich schaue es mir mal an.

 

 

 

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4079
Veröffentlicht von: @stern

@deborah71 

Das ist bei mir mal so mal so. Wenn es um traumatische Erinnerungen geht, kann es für mich voranstehen und ich kann folgen. 

Wenn ich was ich bete selbst nicht glaube, ja, selbst nicht will…dann kannst du dir ausmalen, wieviel heilende Wirkung dieses Gebet hat.

Und genau das kannst Du Gott doch genau so sagen. 
'Gott, ich hab keine Lust / Kraft zum Vergeben, aber DU kannst es tun ...'

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@chai 

Gott, ich hab keine Lust / Kraft zum Vergeben

Stimmt…das hab ich auch schon so gesagt, aber…

aber DU kannst es tun ...'

das ist für mich irgendwie nicht verständlich, denn in meinen Gedanken hat ER ja eh kein Problem mit dem anderen Mensch, er liebt ihn ja genauso wie mich und hat ihm schon vergeben. Ich bin ja diejenige, die sich weigert, nicht ER. 

stern antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 105

@stern 

Sicher hast du damit recht, dass Gott Menschen, die wir selbst als sehr problematisch sehen oder als „schuldig“ betrachten, mit Seinem eigenen gnadenvollen Blick betrachtet/betrachten kann (wenn Er will). Ob Er wirklich mit allen gnädig ist, wissen wir übrigens nicht.

Wir dürfen und müssen uns aber an Ihn wenden, wenn wir in irgendeiner Not sind, ob physisch oder psychisch. Zur psychischen Not gehört sicher auch, jemanden nicht vergeben zu können. Hier wird Gott helfen. Wir dürfen Ihn fragen, dieser Person an unserer Stelle zu vergeben. Indem wir das fragen, haben wir selber schon einen grossen Schritt in Richtung Vergebung gemacht und das dürfte einmal reichen.

Wir dürfen uns beklagen, wie auch in den Klagepsalmen. Er ist uns eine Zuflucht, immer wieder…

rosanne antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@rosanne 

Ob Er wirklich mit allen gnädig ist, wissen wir übrigens nicht.

Nun, er will zumindest dass alle gerettet werden.

Wir dürfen Ihn fragen, dieser Person an unserer Stelle zu vergeben. Indem wir das fragen, haben wir selber schon einen grossen Schritt in Richtung Vergebung gemacht und das dürfte einmal reichen.

Das mag sein. Aber es entbindet mich nicht davon, selbst auch irgendwann diesen Schritt zu gehen. Ich kann es hinausschieben und in die Zukunft verlagern, weil ich gerade nicht kann- aber ich komme da nicht drum herum.

 

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4079
Veröffentlicht von: @stern

@chai ... Ich bin ja diejenige, die sich weigert, nicht ER. 

Du bist ja auch nicht Gott. Aber Du kannst ihn um Hilfe bitten. 
Manchmal hilft er Dir ja auch, Deinen Blickwinkel zu ändern. 

Ansonsten hat @Rosanne gute Worte gefunden, da brauch ich nichts wiederholen. 

chai antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 2133

@chai 

Manchmal hilft er Dir ja auch, Deinen Blickwinkel zu ändern. 

Das wird er müssen…irgendwas wird er bei mir ändern müssen, damit ich sas kann. Deshalb meinte ich ja auch, dass ich den Gedanken der Erbsünde für mich dabei als hilfreich empfinde.

stern antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@chai 

Veröffentlicht von: @chai
Veröffentlicht von: @stern

@deborah71 

Das ist bei mir mal so mal so. Wenn es um traumatische Erinnerungen geht, kann es für mich voranstehen und ich kann folgen. 

Wenn ich was ich bete selbst nicht glaube, ja, selbst nicht will…dann kannst du dir ausmalen, wieviel heilende Wirkung dieses Gebet hat.

Und genau das kannst Du Gott doch genau so sagen. 
'Gott, ich hab keine Lust / Kraft zum Vergeben, aber DU kannst es tun ...'

Wobei "keine Lust" und "keine Kraft" zwei völlig unterschiedliche Dinge sind, die anders "bearbeitet" werden und andere Auswirkungen haben ... Gott hat ihnen vergeben. Es geht ja hier nicht um die Beziehung des anderen zu Gott, sondern um "meine" eigene zu mir und zum anderen ...

neubaugoere antworten


Chai
 Chai
Beiträge : 4079

Ich hab noch lang nicht alle Beiträge nachgelesen.
D.h. ich hab gefühlt 100 Benachrichtigungen zum Thema 'Jesus als Beifahrer'...

(Ich kann lesen und ich weiß, dass da 'Befreier' steht - aber der Verleser hält sich hartnäckig. 🤓 )

chai antworten
2 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 28361

@chai 

Beifahrer.....   herrlich 🤣 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18821

@chai  🤣 

Hat definitiv auch seine "Berechtigung", sofern jemand der Frage nachgeht: Bist du Beifahrer deines "Lebensautos" oder ist es Jesus? 😉

neubaugoere antworten
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