Lebendige Beziehung zu Jesus - Zur Diskussion gemacht. Wunsch eines Users.
Hi,
ich wurde per PN gebeten dieses Thema zur Diskussion zu machen. Das Thema gefällt einem User sehr.
Also hier nochmal den ganzen Text. Zur Diskussion freigegeben.
Habe es etwas revidiert.
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Hi,
irgendwo in einem Thema kam das kurz.
"Lebendige" Beziehung zu Jesus.
Ich habe das mal in einer KI eingegeben: Lebendige Beziehung zu Jesus möglich?
Hier eine Antwort. .
Argumente, warum eine persönliche Beziehung infrage gestellt wird:
- Fehlen im biblischen Zeugnis: Kritiker weisen darauf hin, dass die Formulierung „persönliche Beziehung zu Jesus“ nicht in der Bibel vorkommt.
- Gemeinschaft statt Privatheit: Biblisch sei die Beziehung zu Jesus primär communal (gemeinschaftlich) als Teil des Leibes Christi (der Kirche), nicht eine private, isolierte Beziehung zwischen "mir und Jesus".
- Kritik an emotionaler Überhöhung: Der Fokus auf "Fühlen" oder "Erleben" wird oft als "evangelikale Sprechweise" (evo-speak) kritisiert, die den Blick auf den historisch-theologischen Christus verstellt.
- Gefahr der Werkegerechtigkeit: Die Vorstellung, man müsse eine Beziehung selbst "entwickeln" oder "pflegen", kann als ein unterschwelliges Werkegerechtigkeits-Konzept empfunden werden, das die Heilszusage auf menschliche Leistung reduziert.
- Fehlende physische Präsenz: Theologen weisen darauf hin, dass Jesus nicht physisch anwesend ist, was eine direkte, "kumpelhafte" Beziehung problematisch macht.
- Gott als Person: Die theologische Basis ist, dass Gott kein unpersönliches Wesen, sondern ein persönlicher Gott ist, der sich als Liebe und Geschenk offenbart.
- Leben in der Nachfolge: Eine Beziehung zu Jesus wird als lebensnotwendig dargestellt, um Kraft zu finden und das Leben zu bewältigen, oft beschrieben durch Gebet und das Lesen der Bibel.
- Gemeinschaft als Ort der Begegnung: Eine lebendige Beziehung wird durch Gemeinschaft mit anderen Gläubigen (Gemeinde) und das Wirken des Heiligen Geistes ermöglicht.
- Intimität: Anhänger einer persönlichen Beziehung betonen, dass Jesus der "Bräutigam" der Kirche ist, was eine tiefe, persönliche Liebe impliziert.
Ob eine lebendige Beziehung möglich ist, wird unterschiedlich beantwortet. Während die einen sie als notwendigen Kern des Glaubens sehen, betrachten andere sie als ein modisches, individualistisches Konzept, das den gemeinschaftlichen Charakter des christlichen Glaubens verfehlt. Beide Seiten stimmen jedoch oft überein, dass eine Beziehung zu Gott zentral ist, unterscheiden sich aber in der Art der Umsetzung (persönlich-emotional vs. kirchlich-sakramental).
Dann hole ich mal meinen Beitrag aus Q&A hier herüber:
Warum denkst du, eine lebendige, persönliche Beziehung zu Jesus zu haben?
Weil Seine wahrnehmbare Gegenwart plötzlich und überraschend während des Bibellesens unsichtbar da war und ER mich ansprach über die Bibelstelle Joh 19,18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. : "DAS Bin ICH" war deutlich in meinen Gedanken. Meine Antwort war: Ja. HERR. .... Es war sofort sonnenklar, dass ER mich mit Seinem Blut freigekauft hat und Seine Autorität und Führung niemals mißbrauchen wird. ................und ab da bin ich im Gespräch mit Ihm und lerne von Ihm (Jüngerschaft/Azubi).
Zu den KI-Punkten der Befürwortung einer persönlichen Beziehung möchte ich noch hinzufügen:
Gemeinschaft nicht nur in der Gemeinde, sondern beständig im Herzen von Geist zu Geist.
1. Ich dachte, ich hätte mit der Bekehrung sofort eine Beziehung.Leider stimmte das nicht. Immer wieder hörte ich, das sich das entwickeln muss. Entwickeln durch viel Bibellesen, viel Beten und stillem zeit usw. Für mich war das oft sehr nur anstrengend. Fazit, bis heute nur Worte und Gedanken.
Das tue ich dann auch mal:
Als ich Jesus Christus anrief in einer Notsituation, antwortete er und erneuerte mich von innen. Ich darf ihn kennen, mit ihm reden, darf zuhören und mein Leben mit ihm teilen (er möchte das sogar). Er ist mir dadurch Hilfe und Unterstützung, Freund und Bruder, Vater und Retter in einem. - Im weiteren Verlauf meines Lebens veränderte er mein Wesen. Dafür gibt es Zeugen. - Wenn ich frage, erhalte ich Antworten.
Von meinem ersten Pastor übernahm ich ein "Wort":
"Erdachtes mag zu Denken geben. Doch nur Erlebtes kann beleben." ... Leben ... lebendig ... wie "füllst" du das Wort "lebendig" in deiner Frage? (ich schließe mich der ersten Frage vom AWHler an) Für mich steckt das Leben - Christi Leben - im Wort "lebendig" und so beurteile ich mit dieser Sicht die Dinge, die ich sehe und die mir begegnen. Weil im Erlebten mit Christus eben Christus steckt, der das Leben ist (Weg, Wahreit und eben auch Leben).
Auch hier nochmal von mir selbst (Danke, Neubaugoere!) ... Ich war es übrigens der User mit der Bitte (siehe Ausgangsposting von Meriadoc)
Zunächst mal DANKE für dieses Thema und diesen Thread.
Absehbar ist, dass es nun Postings geben wird, die die Frage nach einer "persönlichen Beziehung zu Jesus" (bzw. die Möglichkeit ) glasklar bejahen, bezeugen und beschreiben ... und es wird nicht an neutestamentlichen Belegen dazu fehlen.
Was ich als Erstes dazu schreibe: Wer den Glauben für sich so erlebt, versteht, emotional und gedanklich "darin aufgeht", ihn so bezeugt und damit/dadurch Kraft, Trost und Gewissheit erlebt, der hat - und das ist mir jetzt wichtig! - ANTEIL AN der Realität und Wirk-lichkeit, die GOTT IN CHRISTUS für die Welt und die Menschen ist.
Mein ABER besteht nun darin - und auch das ist mir wichtig, dass es kein Widerspruch dazu ist und das eben Beschriebene nicht weniger wahr macht! -, dass diese Art gelebten, verstandenen und in Sprache & Vorstellung geformten Glaubens EINE (de facto pietistisch-evangelikale, u.U. charismatische, größtenteils freikirchliche) WEISE ist ---- neben der es auch andere Glaubensweisen (in Form, Sprache & Vorstellung) gibt, die EBENFALLS "eine persönliche Beziehung zu Jesus" (als Christus) leben und praktizieren.
Allein die Formulierung macht's nicht eindeutig, sondern eröffnet mMn viele Facetten möglicher gläubiger und persönlicher Beziehungen zu IHM. Und da wird's nun in der Tat spannend ... ich tippe es nur kurz an, mit ein paar Streiflichtern:
Auch ein gläubiger Katholik hat seine persönliche Beziehung zu Jesus Christus, wenn er ihn in der Eucharistie empfängt, vor dem Tabernakel kniet und ihn durch und mit Maria, den Heiligen und seiiner Kirche verehrt, ihn anbetet und in Bezug auf ihn seinen katholisch gefärbten Glauben lebt.
Auch Jemand, der sich in christlicher Meditation, Kontemplation, im Herzengebet oder einem "Jesus-Mantra" übt, hat eine sehr innigliche, mystisch gefärbte, in seiner spirituellen Praxis erlebte "persönliche Beziehung zu Jesus" als Erlöser und Immanuel.
Und im theologischen und kirchlichen Bereich, der "liberaler" (als pietistisch-evangelikale FRömmigkeit es akzeptieren kann) den Glauben lebt, verkündigt, versteht, sind Menschen auf ihre Art & Weise u.U. SEHR "in persönlicher Beziehung zu Jesus", weil er ihr lebendiger, motivierender, herzensberührender Bezug ist, mit dem sie unterwegs sind.
....
Mit diesen Ausführungen gehe ich nicht ein auf Infragestellungen, die den christlichen Glauben (bzw. Gott, Religion & Spiritualität) grund-sätzlich in Frage stellen, sondern nur auf die Möglichkeit, eben diesen Glauben vielfältig und facettenreich als "persönliche Beziehung zu Jesus" zu leben und zu erleben.
Und ich gehe auch nicht ein auf die Tatsache, dass viele Christen ihre Glaubensanfänge im evangelikal-pietistisch vermittelten Bezugsrahhmen begonnen haben/beginnen, aber nach eine Zeit zu kämpfen haben mit dieser Form, mit ihren Zweifel und auch ihren Enttäuschungen. Nicht wenige möchten vielleicht "Weiter Glauben" (m doppelten Sinne) und das ist dann ein ganz eigenes Thema ...
L'Chaim
'Lebendige Beziehung zu Jesus' ist genauso eine Formulierung wie 'praktizierender Christ'.
Jedes versteht irgendwie was anderes drunter.
Nach meinem Verständnis ist das Gegenteil einer 'lebendigen Beziehung' eine tote (oder eben gar keine) Beziehung.
Ich finde es eigentlich bemerkenswert, dass Jesus selbst nie von einer lebendigen Beziehung zu ihm gesprochen hat, sondern von tun, hören, essen, sehen, bleiben…also im Grunde einer Tätigkeit oder einer Sinneswahrnehmung verbunden mit Gehorsam.
“bleibt in mir“
“glaubt an mich“
„tut was ich sage“
“wer mich sieht, sieht den Vater“
“meine Schafe hören meine Stimme“
“liebt einander“
“vergebt euren Schuldigern“
Deswegen gestaltet sich diese Beziehung so unterschiedlich, je nachdem auf welchem Kanal man ihn am besten wahrnimmt.