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Jesus: ein jüdischer Messias

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Loewentier
Themenstarter
Beiträge : 352

Erstmal: Willkommen in meinem Thema.

Wem folgen Christen nach?

Jesus lebte zu biblischen Zeiten in einem jüdischen Staat.
Er wurde von jüdischen Eltern in einer jüdischen Stadt (Bethlehem) geboren.
Er lebte selbst als Jude und hielt sich in den jüdischen Institutionen auf (Tempel/Synagogen).
Er sprach zuerst zu den Juden.
Und um es kurz zu machen: er versprach eines Tages wieder in Jerusalem, auf dem Zionsberg, zu erscheinen.

Heute, nach 2000 Jahren, gibt es wieder einen jüdischen Staat.

Fazit vorerst: Christen folgen einem jüdischen Messias nach und lesen ein bzw. zwei jüdische Bücher (AT und NT). Christen nennen wir uns bloß, weil die ersten Jünger (wohlgemerkt Juden) ihn den Christus (griechisch: Χριστός
Christós = "der Gesalbte") nannten.

Die christlichen Wurzeln sind also durch und durch jüdisch.

Das Problem ist nur: Christen beschäftigen sich kaum oder gar nicht mit eben diesen Wurzeln. Sollte man aber.

Denn hier steht:

Röm 11,18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.

Wie stehst du zu den Juden (damals wie heute)? Und zum Staat Israel.
Geht es in den heutigen Gemeinden noch um Israel? Was für ein Urteil sprechen wir über dieses Volk und passt das zu wahrer Jesusnachfolge?

LT

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67 Antworten
Salvatore23
Beiträge : 35

Hier meine persönlichen Gedanken dazu:

Veröffentlicht von: @loewentier

Jesus lebte zu biblischen Zeiten in einem jüdischen Staat.
Er wurde von jüdischen Eltern in einer jüdischen Stadt (Bethlehem) geboren.
Er lebte selbst als Jude und hielt sich in den jüdischen Institutionen auf (Tempel/Synagogen).
Er sprach zuerst zu den Juden.
.

Sicher lebte Jesus Christus in einem jüdischen Staat. Und weil er erkannte, dass da so einiges bislang falsch gelehrt und dem jüdischen Volk somit unerträgliche Lasten aufgebürdet wurde, beschloss er im Auftrag dessen der wahrahftiger Gott ist und nicht nur behauptete es zu sein, das damalige Judentum zu reformieren.

Doch weil die religiösen Machthaber ihm dies vermiesten ergab sich nun halt eine neue Religion, das Christentum.

Wer sich zu Jesus und seinen Lehren bekannte, die er gelegentlich in Synagogen predigte, wurde aus der Synagoge verbannt. Einstige Juden, die aus innerer Überzeugung zum neu entstandenen Christentum konvertierte und nach Jesus Kreuzigung und Auferstehung Jesus Christus Lehren verbreiteten wurden verfolgt.

1. Thess 2,13 Darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Wort Gottes, der in euch wirkt, die ihr glaubt.
14 Denn ihr, Brüder und Schwestern, seid Nachfolger geworden der Gemeinden Gottes in Judäa, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von ihren erlitten haben, den Juden,
15 die den Herrn Jesus getötet haben und die Propheten und die uns verfolgt haben und die Gott nicht gefallen und allen Menschen feind sind,

Veröffentlicht von: @loewentier

Die christlichen Wurzeln sind also durch und durch jüdisch.

Sehe ich nicht so. Jesus war wohl Jude, aber wurde von den jüdischen religiösen Machthabern verworfen. Das von ihm offenbarte "Gottesbild" war auch nicht jüdisch geprägt, sondern himmlisch 😉

Veröffentlicht von: @loewentier

Das Problem ist nur: Christen beschäftigen sich kaum oder gar nicht mit eben diesen Wurzeln. Sollte man aber.

Das Judentum ist aus meiner Sicht eine eigene Religion, wie Buddhismus, Hinduismus, Islam. Mich interessiert sicher so nebenbei, wer was glaubt vertritt. Doch ich bin überzeugter Schweizer Christ und sehe das Judentum nicht als Wurzel meines Glaubens, sondern Jesus von Nazareth.

Veröffentlicht von: @loewentier

Wie stehst du zu den Juden (damals wie heute)? Und zum Staat Israel.
Geht es in den heutigen Gemeinden noch um Israel? Was für ein Urteil sprechen wir über dieses Volk und passt das zu wahrer Jesusnachfolge?

Ich fände eine friedliche Zweistaatenregelung wennschon gerecht. Denn wir Schweizer hätten auch keine Freude, wenn plötzlich die Nachkömmlinge der Habsburger kämen und uns vertreiben wollten, weil mal geschichtlich gesehen, unser Teil der Schweiz ihnen gehört hat.
Hätte das damalige Judentum Jesus längst fällig gewesenen Glaubensreformen offiziell angenommen, statt sie als volksschädigend zu verwerfen, so hätten wir meine Meinung nach, wohl keinen dauerhaften Nahostkonflikt, so auch kein Christentum, womöglich auch keinen Islam.

Salve Salvatore
Ich begreife nicht, dass es christliche Gemeinden gibt, die alles was die israelitische Regierung verbockt nicht objektiv betrachten, sondern immer für alles gleich den Palästinensern die Schuld geben. Beiderlei Regierungen sind keine Heiligen.

salvatore23 antworten
24 Antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352

Zu: Reform
Hallo Salvatore23,

danke für deine persönlichen Gedanken. Dann versuche ich mal mit meinen eigenen persönlichen Gedanken darauf zu antworten 😊

Veröffentlicht von: @salvatore23

dass da so einiges bislang falsch gelehrt und dem jüdischen Volk somit unerträgliche Lasten aufgebürdet wurde, beschloss er im Auftrag dessen der wahrahftiger Gott ist und nicht nur behauptete es zu sein, das damalige Judentum zu reformieren.

Von der Bibel her lese ich nichts von einer Reform des Judentums. Denn was beinhaltet denn das Judentum? Es ist vom Ursprung her auf das mosaische Gesetz gegründet. Und dieses Gesetz erfüllte Jesus.

Mt 5,17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Ich stimme dir aber wegen der unerträglichen Lasten durchaus zu. Jüdische Gelehrte haben nicht selten noch viel mehr Regeln zum eigentlichen Gesetz dazu geschrieben, wahrscheinlich aus Angst, dass jemand Gottes Gesetz übertreten könnte.
Ich würde aber nicht Reform des Judentums sagen, sondern: Richtigstellung. Back to the roots...also: zurück zu den Wurzeln, zum *eigentlichen Judentum* wie Gott es sich gedacht hatte.

LT

loewentier antworten
Salvatore23
(@salvatore23)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 35
Veröffentlicht von: @loewentier

Von der Bibel her lese ich nichts von einer Reform des Judentums. Denn was beinhaltet denn das Judentum? Es ist vom Ursprung her auf das mosaische Gesetz gegründet. Und dieses Gesetz erfüllte Jesus.

Jesus kam nicht solche Gesetze Mose zu erfüllen, welche zur Übertretung der 10 Gebote, noch genauer, mit gelebter Liebe zu Gott dem Nächsten und sich unvereinbar waren.

Jesus war gegen Steinigung, verhinderte ja eine, schickte die Schriftgelehrten die ja dem mosasichen Opferkult unterworfen waren zu lernen, was das genau bedeutete dass Gott keinen Wohlgefallen an Opfern habe, und Vergeltungen im Sinne von wie du mir so ich dir im Bösen Sinn erfüllte Jesus auch nicht, riet strikte davon ab.

Und zudem war er sicher auch gegen Todesstrafen dafür wenn am Sabbat Gutes getan wurde, wie er selber sagte.

Mk 3,4 Und er sprach zu ihnen: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes tun oder Böses tun, Leben retten oder töten? Sie aber schwiegen still.

Zu Mose Zeiten musste sogar am Sabbat getötet werden, was ja sicherlich ein schwerwiegenderes Handeln war als nur gerade Holz aufzulesen

.4 Mose 15,35 Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor dem Lager.36 Da führte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigte ihn, sodass er starb, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

Von Jesus lernten dann auch die Jünger, was dem Willen des wahrhaftigen Gottes entsprach, der sich in und aus Jesus Christus offenbarte. Schon schlimm, dass man noch immer nicht erkannt hat, was Jesus darunter verstand, er sei gekommen das Gesetz (gemeint waren die Gebote, die schon vor dem Sinai bekannt waren.

Veröffentlicht von: @loewentier

Mt 5,17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Paulus erklärt Dir hier ja ganz genau, was unter Erfüllung der Gesetze im Sinne Jesus Christus zu verstehen ist was seit wohl den letzten 1700 Jahren falsch interpretiert weitergelehrt wurde, obwohl es offensichtlich was Jesus damit auf den Tisch legte.

Röm 13,10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
Gal 5,14 Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt (3. Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«

Jakobus legt noch einen drauf. Lese und staune, was sie von Jesus gelernt und weitergelehrt haben. Und das vor 2000 Jahren.

Jak 2,8 Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift : »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, so tut ihr recht;

So einfach, mein Lieber. Doch das kapiert man offenbar nur, wenn man sich vom kirchenseite eingeführten Dogmenwahn nicht infiziert ist und Jesus Christus auch glaubt und umsetzt was er lehrte.¨

Veröffentlicht von: @loewentier

Ich stimme dir aber wegen der unerträglichen Lasten durchaus zu. Jüdische Gelehrte haben nicht selten noch viel mehr Regeln zum eigentlichen Gesetz dazu geschrieben, wahrscheinlich aus Angst, dass jemand Gottes Gesetz übertreten könnte.
Ich würde aber nicht Reform des Judentums sagen, sondern: Richtigstellung. Back to the roots...also: zurück zu den Wurzeln, zum *eigentlichen Judentum* wie Gott es sich gedacht hatte.

Back to the roots....finde ich sehr gut für die gesamte Christenheit weltweit. Bin ich auch längst dafür. Aber der Heilsplan Gottes begann am Jordan mit dem Beginn der Aufklärungskampagne Jesus Christus über wahrhaftigen Gottesglauben und dementsprechendes glaubwürdig gottgefälliges, sinnerfülltes Leben.

Was verstehst Du untereighentlichen Judentum, wie Gott es sich gedacht habe? Ich weiss nur, dass Juden vieles änderten was in der Torah an abscheulichen Gottlosgkeiten gefordert wurde (was Jesus Christus richtigstellen wollte, auch wenn ihn das ja das Leben kurzfristig, also für 3 Tage kostete.

Salve Salvatore

salvatore23 antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @salvatore23

Jesus kam nicht solche Gesetze Mose zu erfüllen, welche zur Übertretung der 10 Gebote, noch genauer, mit gelebter Liebe zu Gott dem Nächsten und sich unvereinbar waren.

Jesus ist der zweiter Adam. Der, der so lebte, wie Gott es sich für einen Menschen gewünscht hatte. Darum *erfüllte* er auch alles, was seine Person und seine Aufgabe betraf. Er kam aber nicht, um zu richten, sondern zu retten, ja. Denn in Jesus erfüllte sich die Liebe zu uns Menschen. Jesus hatte NICHT dieses harte Herz, wie alle vor und nach ihm. Er machte den großen Unterschied. Doch: er ist der einzige, der das Recht in vollem Umfang anwenden könnte und kann. Damit würde er das Gesetzt nicht übertreten, sondern erfüllen. Beim ersten Kommen Jesu hat er auf dieses Gericht verzichtet und hat sich selbst dem Gericht übergeben. Da er aber aus dieser ganzen Sache als Sieger hervorging, erfüllt er auch beim zweiten Kommen zurecht seine Aufgabe. Die Geschichte mit dieser sündigen Welt ist ja noch nicht am Ende. Die Rettung ist jetzt noch greifbar. Doch wenn Jesus noch einmal wiederkommt, dann wird sich auch das erfüllen, was geschrieben steht: Die vielen hat er zu sich gezogen. Aber die Vielen sind nicht alle. Denn das ist auch Gottes Liebe, Erfüllung und Gerechtigkeit: Alle, die zu ihm gehören, gehen in die ewige Gemeinschaft mit Gott ein. Aber andere haben ihm bis dahin nicht gehört. Diese bleiben dann im Gericht und von Gott getrennt. Jesus hätte alle Menschen sofort richten können. Aber er hat auf viele seiner Rechte verzichtet, um die Vielen zu retten. Er denkt eben nicht kurzsichtig, sondern bis zum Ende der Welt. Jesus ist zwar im Moment bei seinem Vater im Himmel, aber die Geschichte, die er damals begonnen hat, läuft ja noch.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Jesus war gegen Steinigung, verhinderte ja eine, schickte die Schriftgelehrten die ja dem mosasichen Opferkult unterworfen waren zu lernen, was das genau bedeutete dass Gott keinen Wohlgefallen an Opfern habe, und Vergeltungen im Sinne von wie du mir so ich dir im Bösen Sinn erfüllte Jesus auch nicht, riet strikte davon ab.

Richtig. Aber das Gesetz ist dennoch nicht umsonst da. An diesem Gesetz sollen alle Menschen sehen, dass sie ohne Gott keine Rettung erfahren können. Menschen, die über andere Menschen richten, sind es selbst wert gerichtet zu werden. Es bedürfte eigentlich für jeden Richter einen Richter über den Richter über den Richter usw. weil niemand tatsächlich immer gerecht handelt. Zudem sind die Gesetze wegen "der Hartherzigkeit" ausgesprochen, um das tägliche Miteinander zu regeln wie z.B. in der Geschichte des Scheidebriefes. Das Gesetz ist also für uns Menschen da, ein Richtwert, ein Wegweiser, eine unsichtbare Grenze, ein Rahmen, auch Abschreckung vielleicht, damit wir in unserem Bestreben, Böses zu tun, nicht ausufern. Aber: An der Übertretung sehen wir, wie groß die Gnade Gottes ist, weil Gott bis zum letzten Atemzug noch Vergebungsbereit ist und auch dann noch Menschen annimmt, wenn wir 99 Jahre ohne ihn gelebt habe und im 100. endlich zu IHM finden.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Und zudem war er sicher auch gegen Todesstrafen dafür wenn am Sabbat Gutes getan wurde, wie er selber sagte.

Man darf nicht vergessen, dass Jesus eben diese Hartherzigkeit/Unbarmherzigkeit angeprangert hat. Nicht das Gesetz; sondern, dass die Menschen es nur allzu gerne haben ausführen wollen, statt der sündigen Person aus dem Dreck zu helfen. Jesus wollte, das wir nicht aufs Äußere schauen und damit ein schnelles Urteil fällen. JA, die Pharisäer waren im Recht, als sie die Ehebrecherin vor ihn zerrten. Aber sie mussten letztlich einsehen, dass niemand ohne Sünde ist (die Ältesten zuerst) Wenn ein Sünder einen Sünder richten möchte, dann muss er seine Sünde eigentlich selbst bekennen. Wie gesagt: Jesus ist der eigentliche Richter, der OHNE Sünde, der also volles Recht hat, zu verurteilen. Aber er hat kein Interesse am Tod des Gottlosen, sondern dass der Gottlose von seinen Wegen, die ins Verderben führen, gerettet werde. Darum geht der Herr jedem Menschen so lange nach, bis es kein Zurück mehr gibt. Denn ohne Jesus bleibt doch auch dies gültig, dass der Sünde Sold der ewige Tod bleibt.

LT

loewentier antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352

Zu: neue Religion

Veröffentlicht von: @salvatore23

Doch weil die religiösen Machthaber ihm dies vermiesten ergab sich nun halt eine neue Religion, das Christentum.

Ich sehe das anders. Jesus hat keine Religion gegründet. Er hat gezeigt, *wie der Vater ist* und sein Auftrag war in erster Linie, für sein Volk und die Welt zu sterben. Er sagte aber auch, dass sein Kommen zur Entzweiung führen werde, weil die einen ihn annehmen, die anderen ihn ablehnen würden. Sicher, der religiösen Machthaber sind stark im Fokus der "Miesmacher", trotzdem wissen wir, dass auch einige von ihnen zum Umdenken gelangten (z.B. Nikodemus) Schließlich musste man Angst haben, aus den Synagogen ausgeschlossen zu werden, wenn man dem "neuen Weg" folgte.

Joh.1

11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben,

Das heißt, er ist für alle gekommen, inklusive der Gelehrten und derjenigen aus dem Volk(!) die später "Kreuzige ihn!" schrien.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Wer sich zu Jesus und seinen Lehren bekannte, die er gelegentlich in Synagogen predigte, wurde aus der Synagoge verbannt. Einstige Juden, die aus innerer Überzeugung zum neu entstandenen Christentum konvertierte und nach Jesus Kreuzigung und Auferstehung Jesus Christus Lehren verbreiteten wurden verfolgt.

Ich denke, es ist nicht richtig, dass es anfangs "Christentum" hieß. Und es ist auch falsch, dass jemand konvertierte. Dieses Problem und Missverständnis gibt es übrigens bis in unsere heutige Zeit, etwa in Bezug zu den messianischen Juden. Die Jünger Jesu waren Juden und blieben Juden. Sie waren zu keinem Zeitpunkt Christen. Hätte man die damaligen Juden (also Jesu Nachvolger) nicht aus den Synagogen verbannt, würde es heute noch ein Nebeneinander geben. Schließlich hielten sich alle an dieselben Rituale und lasen aus demselben Buch bzw. glaubten an den Gott Israels, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Messianische Juden, also Juden, die heute an Jesus glauben stehen praktisch auch immer zwischen den Stühlen. Christen nennen sie Juden, Juden nennen sie Christen. Sie selbst sagen, dass sie Juden seien. Aber weil sie in Jesus den versprochenen Messias sehen, gelten sie allgemein als Sekte oder Gefahr für das traditionelle Judentum.

Wir können also festhalten: Es stimmt, was Jesus sagte; es kam zu Entzweiungen um seines Namens willen. Einerseits, weil Juden den neuen Weg kategorisch ablehnten, andererseits weil Christen geschichtlich gesehen viel dafür getan haben, dass Juden auch später nichts mit Christen gemein hätten.

LT

loewentier antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7628
Veröffentlicht von: @loewentier

Ich sehe das anders. Jesus hat keine Religion gegründet.

Ich denke auch nicht, dass Jesus eine neue Religion gegründet hat oder dass er jemals die Absicht gehabt hätte, das zu tun.
Er und seine Jünger haben sich ihr Leben lang als Juden gesehen und als solche gelebt.
Dennoch lese ich die Apostelgeschichte und die neutestamentlichen Briefe auch so, dass sie die Entwicklung des Christentums von einer Sekte innerhalb des Judentums hin zu einer eigenständigen Religion dokumentieren.
Es sind heute zwei verschiedene Religionen, und das würde ich im Dialog mit dem Judentum auch immer anerkennen.
Bei aller Wertschätzung der Gemeinsamkeiten halte ich es aber auch für einen Ausdruck von Respekt, wenn man sich eben nicht gegenseitig einzugemeinden versucht, sondern die Eigenständigkeit des jeweils anderen anerkennt.

suzanne62 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Hallo Suzanne, das sehe ich ebenso wie du.
Ich spekuliere mal, daß die Jesusnachfolger aus den Synagogen vertrieben wurden und sich so die neue Religion formte.
Eine Parallele sehe ich in der Reformation: Luther wollte ja die katholische Kirche reformieren, eine eigenständige Kirche hatte er nicht im Sinn. Das ergab sich später eben so.

ungehorsam antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Ich spekuliere mal, daß die Jesusnachfolger aus den Synagogen vertrieben wurden und sich so die neue Religion formte.

Das ist, wie du schreibst, eine reine Spekulation. Eine neue Religion wurde meines Erachtens nie gebildet (aber sehr wohl gab es Anfechtungen durch Verführer die etwas anderes lehrten als Jesus ursprünglich). Jesus hatte angekündigt, das es wegen ihm Entzweiungen geben wird. Schließlich hat er gesagt, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben sei. Wer ihm nachfolgt, müsse auch sein Kreuz auf sich nehmen. Und das hieß auch, woanders rauszufliegen, wo man Jesu Lehre ablehnte.

LT

loewentier antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 635

Hallo Loewentier

Veröffentlicht von: @loewentier

Das ist, wie du schreibst, eine reine Spekulation. Eine neue Religion wurde meines Erachtens nie gebildet (aber sehr wohl gab es Anfechtungen durch Verführer die etwas anderes lehrten als Jesus ursprünglich). Jesus hatte angekündigt, das es wegen ihm Entzweiungen geben wird. Schließlich hat er gesagt, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben sei. Wer ihm nachfolgt, müsse auch sein Kreuz auf sich nehmen. Und das hieß auch, woanders rauszufliegen, wo man Jesu Lehre ablehnte.

Klar gab es mit Jesus Beginn der Aufklärung, wie der eine Gott ist und was bei ihm in Wahrheit zählt Entzweiungen innerhalb von Familien.

Wer ihm glaubte und dazu stand stiess ja sicher auf Unverstand bei denen, die sich von jahrhunderte lang geforderter kaltherziger AT-Gesetzlichkeit nicht lösen konnten.

Da die AT-Gesetzeslehrer die Lehren Jesus Christus verwarfen, statt zu erkennen, dass der allein wahre Gott ihnen hiermit Hand anbot sie von jahrhundertelanger ihnen mittels Mose aufgebürdeten Sündenknechtschaft zu erlösen, entstand nun mal eine neue Religion für jene jüdischen Glaubensgeschwister, die Jesus vollkommen glaubten und ihm nachfolgten und sich so mit dem Vater im Himmel versöhnen liessen, durch künftig nurmehr gelebte Liebe, Verzicht auf alles was damit unvereinbar war.(erbarmungslose Steinigungen, Verbrennungen, Ausrottungen, statt Möglichkeit der Umkehr zu bieten.)

Veröffentlicht von: @loewentier
Veröffentlicht von: @###user_nicename###

Ich spekuliere mal, daß die Jesusnachfolger aus den Synagogen vertrieben wurden und sich so die neue Religion formte.

Ungehorsam hat richtig erkannt,:

Joh 9,22 Das sagten seine Eltern, denn sie fürchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon geeinigt: Wenn jemand ihn als den Christus bekennt, der soll aus der Synagoge ausgestoßen werden.

Wir sehen ja im NT, wie Jesus Christus Anhänger stets verfolgt wurden. wie Jesus ihnen voraussagte, dass es so sein wird.

Paulus ist ja ein Paradebeispiel. Er war jüdischer Schriftgelehrter und warb ja nach seiner Erleuchtung sehr für das Reich Gottes, das Gott mittels seinem Sohn auf Erden forcieren wollte. Zuvor verfolgte er all jene die Jesus Lehren glaubten und verbreiteten.

lg lulute

Veröffentlicht von: @loewentier

(aber sehr wohl gab es Anfechtungen durch Verführer die etwas anderes lehrten als Jesus ursprünglich)

Wie ist der Satz zu verstehen? Jesus begann mit der Erkenntnisgabe des Willens seines Vaters im Himmel, der allein wahrer Gott ist, auch von Israel am Jordan, wo Johannes die Taufe zur Vergebung von Sünden anbot.

luxlucetintenebris antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

(aber sehr wohl gab es Anfechtungen durch Verführer die etwas anderes lehrten als Jesus ursprünglich)

Wie ist der Satz zu verstehen? Jesus begann mit der Erkenntnisgabe des Willens seines Vaters im Himmel, der allein wahrer Gott ist, auch von Israel am Jordan, wo Johannes die Taufe zur Vergebung von Sünden anbot.

Die Briefe sind voll von solchen Hinweisen und Details, dass es Lehrer gab (Irrlehrer), die die Gnadenlehre Jesu wieder zunichte machen wollten, indem sie den Nachfolgern wieder unerträgliche Lasten aufluden. So nach der Art wie in Luthers Zeiten, wo man mit Ablässen den Himmel versprach, ohne käme man in die Hölle usw.

LT

loewentier antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @suzanne62

Dennoch lese ich die Apostelgeschichte und die neutestamentlichen Briefe auch so, dass sie die Entwicklung des Christentums von einer Sekte innerhalb des Judentums hin zu einer eigenständigen Religion dokumentieren.

Ich weiß nicht, ob ich dich gerade richtig verstehe. Das Christentum habe sich deiner Meinung nach aus einer jüdischen Sekte entwickelt?

Wenn ich das alles lese: Apg, Briefe, komme ich zu dem Eindruck, dass vor Verführung gewarnt wurde, denn es gab viele, die innerhalb der Gemeinde Verwirrung stifteten mit ganz anderen Regeln und Gesetzen oder Verhaltensweisen oder die, die sich selbst als den Messias präsentierten. Die Gemeinde war immer durch solche Dinge angefochten (und ist es bis heute) Und sicher ist auch, dass sich vom echten Weg einige Sekten abgespalten haben. Jesus hat auf die Frage, wann das Ende der Zeit kommt, den Jüngern vor allem geantwortet: "Schaut, das euch niemand verführt, denn es werden viele in meinem Namen kommen..."

Veröffentlicht von: @suzanne62

Es sind heute zwei verschiedene Religionen, und das würde ich im Dialog mit dem Judentum auch immer anerkennen.

Hm, das glaube ich persönlich eher nicht. Sicher, nach außen hin ja. Aber nach innen ist es doch derselbe Gott. So sehe ich das. Juden glauben an den kommenden Messias, ich glaube, das er schon da war (und nochmal kommt). Juden glauben, das Gott die Erde geschaffen hat, das glaube ich auch. Juden glauben an Mose und diese ganzen Gestalten aus dem AT, das glaube ich 1:1 auch. Ich meine; an was wird Gott uns letztlich messen? An eingehaltenen Ritualen? Wohl kaum. Kleidervorschriften? Auch nicht. Juden wissen so wie ich, was Gott im AT liebt, und was er bevorzugt. Das man IHM vertraut und sich auf IHN verlässt.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Bei aller Wertschätzung der Gemeinsamkeiten halte ich es aber auch für einen Ausdruck von Respekt, wenn man sich eben nicht gegenseitig einzugemeinden versucht, sondern die Eigenständigkeit des jeweils anderen anerkennt.

Ich denke, dass diese unterschiedlichen Verzweigungen auch von Gott gewollt sind. Aus ein und demselben Baumstumpf wuchsen zwei neue Triebe: Juden und Christen. Ich denke nicht, das wir uns eingemeinden müssen, aber für mich ist es wichtig zu wissen, dass die EINE Wurzel uns Leben eingehaucht hat. Die Geschichte vom verlorenen Sohn zeigt es mir. Der eine blieb immer nahe bei Gott, der andere war weit entfernt, kam aber wieder zurück zum Vater. Wer auch immer als älterer oder jüngerer Bruder gemeint ist (z.B. Judentum als ältere "Geschichte" und "Christentum" als jüngere Geschichte). Die Geschichte zeigt: Der Vater hat ZWEI Söhne. Und ZWEI Söhne sind am Ende wieder gemeinsam beim Vater. Auch wenn die Söhne so ganz unterschiedlich sind oder reagieren. Denn: Sie haben ganz unterschiedlich gelebt. Aber Gott wartet geduldig, während wir den einen Teil schon aufgegeben haben und nicht mehr dran glauben, das was Gutes draus wird.

LT

loewentier antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7628
Veröffentlicht von: @loewentier

Ich weiß nicht, ob ich dich gerade richtig verstehe. Das Christentum habe sich deiner Meinung nach aus einer jüdischen Sekte entwickelt?

Ich weiß ja nicht, wie du das Wort "Sekte" definierst - es hat ja mitunter einen deutlich negativen Beiklang.
Tatsächlich bedeutet es aber einfach, dass sich eine kleine Gruppe von einer bereits bestehenden größeren abspaltet oder auch von ihr ausgeschlossen wird.
Das hat es in der Religionsgeschichte immer mal wieder gegeben - so haben sich die Alewiten vom Islam abgespalten - und so sehe ich das auch in Bezug auf das Judentum und das Christentum.

Veröffentlicht von: @loewentier

Aber Gott wartet geduldig, während wir den einen Teil schon aufgegeben haben und nicht mehr dran glauben, das was Gutes draus wird.

Das verstehe ich nicht wirklich: wenn ich darauf verzichte, jemanden einzugemeinden und zu meiner Religion zu bekehren, gebe ich ihn damit doch nicht auf.
Selbstverständlich glaube ich daran, dass jeder Mensch von Gott gewollt und gesehen ist, egal, welcher Ethnie und welcher Religion er angehört.

suzanne62 antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352

Was eine Sekte ist
Hallo Suzanne62,

Ich definiere das Wort "Sekte" nicht ausschließlich als Abspaltung. Sonst wäre ja die bunte Christenheit nicht der "Leib Christi" (und für mich auch die Juden) Strömungen gab und gibt es immer wieder. Ich persönlich sehe das als Gottes Plan und Gnade an, weil sonst die auch sehr unterschiedlichen Menschen dieser Erde nicht zu dem einen Ziel kommen würden und könnten. Also: Viele Wege, weil wir so unterschiedlich sind; aber EIN Ziel.

Aber eine Sekte ist für mich mehr als eine einfache Abspaltung oder Strömung. Denn sie ist nicht mehr zielführend.

Ich habe hier eine Seite gefunden, die typische Merkmale einer Sekte auflistet:

"Aus der vergleichenden Betrachtung von Gemeinschaften, die einen im Vergleich mit anderen hohen Prozentsatz von Aussteigern produzieren, welche die Gemeinschaft als sektenhaft erlebt haben, können Merkmale potenziell als Sekte wirkender Organisationen (sog. Sektenmerkmale) gewonnen werden, z.B.

1) Eine Führungspersönlichkeit, deren Aussagen nicht hinterfragbar sind und der allfällige Verehrung zukommt.
2) Regulationen für viele Bereiche des Lebens.
3) Ein (institutionalisierter oder informeller) Kontrollmechanismus zur Ueberwachung des Verhaltens der einzelnen Mitglieder.
4) Ein Elitebewusstsein der Organisation.
5) Eine Innen-Aussen-Spaltung mit Abwertung der Aussenwelt, eine systematische Abwertung des bisherigen Lebens.
6) Endogamie, d.h. ein Verbot oder die Aechtung von Liebesbezie-hungen zu Aussenstehenden.
7) Hohe zeitliche Inaspruchnahme der Mitglieder.
8) Z. T. auch weitgehende Indienstnahme der finanziellen Ressourcen der Mitglieder u.a.m.

Zur schnellen Prüfung der Sektenhaftigkeit von Gemeinschaften haben sich folgende drei Merkmale bewährt, die gemeinsam gegeben sein müssen, um bei einer Gemeinschaft hohe Sektenhaftigkeit erwarten zu lassen:

1) eine Führung, die von den Mitgliedern nie kritisiert wird
2) Regulationen für alle Bereiche des Lebens
3) Kontrolle der Beachtung dieser Regeln entweder formell oder informell."

aus: http://www.relinfo.ch/sekten/definition.html

Wenn ich da an das denke, was über die Irrlehren bereits zu biblischen Zeiten geschrieben wurde, kann man diese Messlatte da sehr schön anlegen. Auch damals gab es schon Personen, die von Jesus und seinen Worten ablenkten und die Aufmerksamkeit auf ihre eigene Person und Worte lenkten.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Das verstehe ich nicht wirklich: wenn ich darauf verzichte, jemanden einzugemeinden und zu meiner Religion zu bekehren, gebe ich ihn damit doch nicht auf.
Selbstverständlich glaube ich daran, dass jeder Mensch von Gott gewollt und gesehen ist, egal, welcher Ethnie und welcher Religion er angehört.

Nein, es geht mir auch nie um Eingemeindung hier auf der Erde. Aber: Im weitesten Sinne glaube ich das wir in unserer *Unterschiedlichkeit* in Gottes Augen bereits #eine Gemeinde# sind bzw. im Himmel werden wir durch die Tore mit den Namen der Apostel (stehen für das gewachsene Christentum) und den Namen der zwölf Stämme Israels gehen. Wir werden ZUSAMMEN dort sein. Juden wie Christen. Wie ich schon sagte: EINE Wurzel, aber zwei Triebe, die an dieser Wurzel gewachsen sind.

Was ich nicht verstehe, warum Christen da oft nichts mit zu tun haben wollen. Wir lesen in unserer Bibel alle diese Geschichten über und wegen Israel. Hier geht es nicht um irgendeine Religion oder Ethnie. Es geht um Gottes Geschichte mit dieser Welt. Und diese schreibt er in der Bibel offensichtlich #mit den Juden#. Doch Christen lesen die Bibel anscheinend völlig losgelöst von dieser Erkenntnis oder messen dieser Tatsache keine besondere Bedeutung zu.

LT

loewentier antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7628
Veröffentlicht von: @loewentier

Aber eine Sekte ist für mich mehr als eine einfache Abspaltung oder Strömung. Denn sie ist nicht mehr zielführend.Ich habe hier eine Seite gefunden, die typische Merkmale einer Sekte auflistet:

Ich habe hier das Wort "Sekte" bewusst in seiner ursprüngliche Bedeutung benutzt. Dass sich eine andere, deutlich negativ wertende Bedeutung eingebürgert hat, ist mir durchaus bewusst und eine Besonderheit im deutschen Sprachraum. In anderen Sprachen, z.B. der englischen, ist man da präziser und nennt solche Gruppen "destruktive Kulte".
Ich halte also das frühe Christentum für eine Sekte in dem Sinne, dass es sich um eine Abspaltung vom Judentum handelt, aber selbstverständlich nicht für einen destruktiven Kult (auch wenn es, nebenbei bemerkt, innerhalb des Christentums Formen destruktiver Religiosität gab und gibt).

Veröffentlicht von: @loewentier

Was ich nicht verstehe, warum Christen da oft nichts mit zu tun haben wollen. Wir lesen in unserer Bibel alle diese Geschichten über und wegen Israel. H

Erlebst du das so oder hast du das so erlebt? Ich kenne das so eigentlich nicht.
Bei alttestamentlichen Texten finde ich es immer wieder sehr erhellend, auch jüdische Exegeten heranzuziehen. Vom christlich-jüdischen Dialog, wie er an meinem Wohnort stattfindet, habe ich schon sehr viel profitiert.

suzanne62 antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352

Ich denke wir sollten verständlich miteinander reden. Das Wort "Sekte" hat heutzutage einen negativen Touch und deshalb würde ich es in diesem Zusammenhang nicht verwenden. Mit "Abspaltung" kann ich leben.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Erlebst du das so oder hast du das so erlebt? Ich kenne das so eigentlich nicht.
Bei alttestamentlichen Texten finde ich es immer wieder sehr erhellend, auch jüdische Exegeten heranzuziehen. Vom christlich-jüdischen Dialog, wie er an meinem Wohnort stattfindet, habe ich schon sehr viel profitiert.

Das freut mich zu lesen, dass es dir offenbar so nicht geht. Für mich ist es jedoch zunehmend offensichtlich, dass sich nur wenige Christen im positiven Sinne um Israel kümmern bzw. bemühen. Privat habe ich es jetzt in drei verschiedenen Gemeinden erlebt, dass Israel kein Thema war bzw. lediglich verschwindend kleine Randgruppenein wenig Interesse zeigten. Das Gros der Gemeinde scheint damit nicht wirklich umgehen zu können oder auch nicht zu wollen. Ich nehme mal an es liegt daran, dass das heutige Israel medial kritisiert wird, das es ein Politikum ist oder die jahrtausendealte Trennung zwischen Juden und Christen einfach nicht von heute auf morgen gekittet werden kann. Juden haben Christen ausgegrenzt, und Christen haben Juden ausgegrenzt. Versöhnung gibt es schon hier und da und das macht Hoffnung.

Ich habe mich auch neulich mit einer israelische Jüdin geschrieben. Sie schrieb: "Es ist mir nach wie vor ein Rätsel wie es möglich sein kann, dass an Yeshua Gläubige Christen nichts mit Israel anfangen können. Ich werde das nie verstehen.."

LT

loewentier antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
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Veröffentlicht von: @loewentier

Ich denke wir sollten verständlich miteinander reden.

Ich gebrauche Worte gerne in ihrer eigentlichen Bedeutung.

Veröffentlicht von: @loewentier

Das Wort "Sekte" hat heutzutage einen negativen Touch

Mag sein, dass einige unbedarfte Medienvertreter einen Beitrag dazu geleistet haben, dass es in diesen Touch bekommen hat. Unter Religionswissenschaftlern und Theologen hat es aber nie diese abwertende Bedeutung gehabt.

Veröffentlicht von: @loewentier

Ich nehme mal an es liegt daran, dass das heutige Israel medial kritisiert wird, das es ein Politikum ist oder die jahrtausendealte Trennung zwischen Juden und Christen einfach nicht von heute auf morgen gekittet werden kann.

Es wäre sicher schon viel gewonnen, wenn man die jüdische Religionsgemeinschaft und den Staat Israel klar voneinander getrennt betrachtet.
Menschen jüdischen Glaubens leben in vielen Teilen der Welt.
Da wir mit ihnen das AT/den Tanach als Glaubensgrundlage teilen, kommt dem Dialog mit ihnen eine besondere Bedeutung zu.
Der Staat Israel ist ein säkularer Staat wie andere auch und kann selbstverständlich auch für seine Politik kritisiert werden - was ja nicht heißt, dass man damit sein Existenzrecht in Frage stellen würde, aber eben auch nicht ausschließt, dass man hin und wieder Partei ergreift für die Palästinenser.

Veröffentlicht von: @loewentier

Privat habe ich es jetzt in drei verschiedenen Gemeinden erlebt, dass Israel kein Thema war bzw. lediglich verschwindend kleine Randgruppenein wenig Interesse zeigten.

Was genau stellst du dir denn vor? Inwiefern bzw. bei welchen Gelegenheiten sollte denn Israel "Thema" werden in den Gemeinden?
Und nur zum besseren Verständnis: wenn du über "Israel" sprichst, meinst du dann den Staat Israel oder die jüdische Religion?
Das sollte man noch aus einem weiteren Grund trennen: man kann israelischer Staatsbürger sein, ohne Jude zu sein.
Jude ist, wer entweder Kind einer jüdischen Mutter ist oder wer aus einer anderen Religion zum Judentum konvertiert ist.
Für die weitere Diskussion wäre es hilfreich zu wissen, was genau du meinst.

suzanne62 antworten
Loewentier
(@loewentier)
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Trennung

Veröffentlicht von: @suzanne62

Es wäre sicher schon viel gewonnen, wenn man die jüdische Religionsgemeinschaft und den Staat Israel klar voneinander getrennt betrachtet.

Das kann ich nicht mehr. Wenn du, okay. Und es geht vielen so. Aber die Juden von Israel trennen, das ist für mich, wie wenn man die Suppe vom Teller trennt. Nur kurz: Juden haben eine sehr lange Geschichte an diesem Ort. Sie waren zu damaliger Zeit ein Staat, und heute hat sich wieder einer gebildet. Entweder waren sie im Land oder vertrieben. Aber immer sagt die Bibel: Vertreibung UND Rückkehr! UND: Gott war es, der die Vertreibungen zuließ. Und nur Gott kann es sein, der die Rückkehr wahr werden lässt- ohne Gottes Zutun geht das gar nicht, denn es ist GOTTES LAND wie in der Bibel steht. Für mich ist das ein Wunder! Letztens habe ich mir erst die Geschichte durchgelesen, wie Israel überhaupt ein neuer Staat werden konnte. Das war sowas von unwahrscheinlich, ausgerechnet die damalige UdSSR hat dafür gestimmt. Niemand hat damit gerechnet (und pardon: niemand rechnet heute mehr damit, dass Russland proisraelisch regiert) Gott lenkt also die Völker, wenn er seinen Plan ausführt. Er macht es so, wie wir es gar nicht denken: Die Engländer haben viel spekuliert und haben verloren. Eigentlich dachten sie, sie könnten ihr Mandat im ehemaligen Palästina wieder aufnehmen. Mit der russischen Mehrheit hatte wirklich niemand gerechnet! Das war das erste und das letzte Mal, das die Vereinten Nationen sich für die Schaffung einer jüdischen Heimstadt am historischen Ort eingesetzt haben. Heute, wo islamische Nationen die Vereinten Nationen unterwandern, schwindet die Wahrscheinlichkeit, das von dieser Organisation noch jemals etwas Gutes an Israel gerichtet wird. Vielleicht ist diese Organisation auch eine prophetische Erfüllung, das einmal alle Nationen gegen Israel ziehen werden. Sozusagen: Erst Geburtshelfer, dann Abtreiber.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Menschen jüdischen Glaubens leben in vielen Teilen der Welt.
Da wir mit ihnen das AT/den Tanach als Glaubensgrundlage teilen, kommt dem Dialog mit ihnen eine besondere Bedeutung zu.

Ja, aber! Die Bibel sagt, dass die Juden aus aller Welt zurückkehren. Und das tun sie. Es gibt heute schon Länder, wo es kaum noch Juden gibt, weil fast alle in Israel sind! Natürlich geht das schneller aus Ländern, wo sie ohnehin verfolgt und ausgegrenzt werden oder weniger Rechte haben und langsamer in Ländern, wo Wohlstand und Integration noch gut ist. Trotzdem: eine der letzten gemeldeten Alijas hatte auch amerikanische (USA) Juden an Bord. Denn der Antisemitismus lebt immer weiter auf, gerade auch in den Ländern, wo man sich sicher wähnt. Es wird zunehmend rauer. In Berlin, so höre ich, trauen sich Juden auch nicht mehr abends auf die Straße.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Der Staat Israel ist ein säkularer Staat wie andere auch und kann selbstverständlich auch für seine Politik kritisiert werden - was ja nicht heißt, dass man damit sein Existenzrecht in Frage stellen würde, aber eben auch nicht ausschließt, dass man hin und wieder Partei ergreift für die Palästinenser.

Lies die Bibel! Nichts anderes wollte Israel zu biblischen Zeiten immer sein. Schon in der Wüste tanzten sie ums goldene Kalb und wollten wie die anderen Völker sein. Oder bei Königs Sauls Herrschaft: sie wollten einen König und nicht mehr Gott als ihren König haben. Genau genommen war Israel schon IMMER mehr ein säkularer Staat und wollte keine Extrawurst sein. Dieses Denken spiegelt sich bis heute in den Köpfen von vielen Juden wider: Warum macht die Welt so ein großes Theater um uns? Wir haben eine Demokratie, wie wollen mit anderen Ländern handeln, wir wollen Frieden und in Ruhe wohnen. Es gab und gibt Juden, die wollen gar nicht Jude sein oder nicht zu diesem Volk gehören. Sie würden gerne diese "Last" das auserwählte Volk zu sein, an der nächsten Garderobe anhängen und nie wieder dran gehen. Doch egal was sie in der Vergangenheit taten oder bis heute tun: es steht nun mal in ihrem Buch, wer sie sein sollen und das es GOTT gesagt hat. Und das allein genügt, das es gültig bleibt, gesehen wird, im Kopf bleibt.

Und wie ich jemanden schon mal schrieb wegen dieser Hesekielstelle mit dem Knochenfeld: Auch heute sehe wir das Volk Israel wieder lebendig, die Knochen sind zusammengerückt, es ist wieder Fleisch drauf, die Wüste blüht wieder und es scheint alles seinen Gang zu gehen, was ein Volk so macht. ABER das ist noch nicht der endgültige Zustand. Noch nie hat Israel, national gesehen, die Ausgießung des Heiligen Geistes erlebt. Dem Zustand nach waren sie, sind sie bis heute, ein Volk wie jedes andere. Aber nach dem Stand (den Gott ihnen anvertraut hat) sind sie sein auserwähltes Volk. Da kommt also noch was. Und wenn wir die Hesekielstelle weiterlesen, wissen wir auch was: Gott haucht seinen Geist in dieses Volk, das sie ERKENNEN werden, wer er ist und wie er ist. Wir sind aber noch nicht an dieser Stelle angekommen, sondern die Alijahs sind noch immer im Gange (die totgeglaubten Körperteile Israels aus aller Welt rücken noch immer zusammen) Es kommen und gehen noch Juden, bis alle, die Gott da haben will, da sind und die Zeiten der Heiden zuende sind.

Dann werden 10 Nichtjuden EINEN aus dem Volk der Juden ergreifen und sagen: "Wir wollen mit dir gehen, denn wir sehen, dass der HERR mit dir ist" ich weiß jetzt nicht wo das in der Bibel steht.

Das alles, ist die Vorbereitungszeit auf Gottes Werk für diese Welt. Denn Israel wird zum Segen werden. Heute schon z.B. im wirtschaftlichen Sinne, dann auch im geistlichen Sinn.

Wer glaubt, dass immer schon alles da war und man nur noch ins Geschehen reinspringen muss, irrt. Gott liebt es, dass sich Dinge entwickeln, das sehen wir am Schöpfungsbericht: erst zum Schluss wird der Mensch in den vorbereiteten Lebensraum hineingesetzt. Erst musste alles fertig sein, die Grundvoraussetzungen. Oder das Bild der Wehen einer Frau: Das Baby ist nicht gleich geburtsreif, sondern muss 9 Monate im Mutterleib reifen. Und dann auch: ohne (normalerweise) Wehen kommt das Baby auch nicht auf die Welt.

Darum frage dich, lieber Leser, liebe Leserin, was sind die Geburtswehen für Israel und das jüdische Volk, für das #auserwählte Volk# Glaubst du Gottes Wort, an dem wir sehr schön ablesen können, was Gott für Israel plant?

Für mich waren die Geburtswehen die Vertreibung, der Holocaust, die Briten, die Vereinten Nationen- also mehr oder weniger freiwillige Helfer, dass Juden wieder eine Nation werden konnten. Und bis heute sind es zunehmend auch die islamischen und kommunistischen Staaten, die Juden dazu bewegen, das Land Richtung Israel zu verlassen. Aber auch die Staaten, die weder heiß noch kalt sind, wo das Klima gegen Juden weder gut noch böse zu bezeichnen ist, sondern eher Gleichgültigkeit zunimmt. Das sind unsere westlichen und europäischen Staaten. Und auch die ständige Bedrohung im Nahen Osten von Iran und Irak, Syrien, Jordanien, Gaza usw. Die biblisch "alten Feinde" im neuen Gewand. Nichts hat sich wirklich geändert, außer, dass die Juden nun tatsächlich bei dieser Rückkehr aus den vielen Ländern kommen (wie es die Bibel beschreibt) und nicht mehr nur aus Babylonien oder einer Nation.

Und da sind wir heute. Die Juden kehren heim. Und das Säbelrasseln ist laut, die iranische Atombombe eine zunehmende Bedrohung in der Region. Wir leben in einer sehr spannenden Zeit, denke ich. Israel gibt es jetzt seit 70 Jahren wieder. Wird Gott es zulassen, dass die Nationen drum herum, Israel zerstören? Gott sagt: Israel sei der Taumelbecher der Nationen. Und man würde sich dran wundreißen. Das passiert doch vor unseren Augen. Obwohl Israel schon mehrfach dem Tode preisgegeben war (und das gleich nach dem Holocaust) lebt es immer noch. Obwohl die Waffen bald noch schlimmer und weiter reichen werden....? Ich bin gespannt, wie Gott seinen Finger drauf halten wird.

Gott, beschütze dein Volk. Ich glaube, es ist uns zum Segen, aber viele sehen es nicht. Eine Vorstellung wie es denn dann sein soll, hat aber dann auch keiner. Du hast gesagt, dass du dein Volk zurückbringst in ihr Land. Lass das doch vor allem noch mehr Christen sehen. Denn Israel braucht jedes Gebet und jede Hilfe. Lass es doch nicht nur so ein paar Wenige sein, wie während des Holocaust, die Juden versteckt und gerettet haben aber der Rest hat weggeschaut und wollte es nicht wissen oder sehen. Und jetzt sehen wir wieder etwas, aber es wird allzu oft nicht erkannt, was du vor unseren Augen tust. Lass uns nicht beschämt werden, wenn sich alles erfüllt, was du vor hast, aber wir haben es nicht geglaubt. Was ist bloß mit uns los? Warum glauben so wenige noch an deine Verheißungen und warum verlassen so viele den guten Weg deiner Wahrheit? Herr, erbarme dich über uns.

Amen.

loewentier antworten
Loewentier
(@loewentier)
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Zu: Verworfen
Ich schrieb:

Die christlichen Wurzeln sind also durch und durch jüdisch.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Sehe ich nicht so. Jesus war wohl Jude, aber wurde von den jüdischen religiösen Machthabern verworfen. Das von ihm offenbarte "Gottesbild" war auch nicht jüdisch geprägt, sondern himmlisch 😉

Jesus wurde zwar von den damaligen Verantwortlichen verworfen, jedoch bleibt die Heilsgeschichte dennoch eng mit dem Judentum verwoben. Jesus sagte selbst im Gespräch mit der Samariterin am Brunnen:

Johannes 4
22 Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir aber wissen, was wir anbeten; #denn das Heil kommt von den Juden#.

Wenn ich die Bibel betrachte, reden unzählig viele Bibelstellen davon, dass Gott Geschichte mit den Juden schreibt UND das diese Geschichte mit den Juden zum Heil für alle Nationen wird. Denn: Wenn das Heil von den Juden kommt, dann werden alle durch sie Anteil am göttlichen Plan haben.

LT

loewentier antworten
Loewentier
(@loewentier)
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Zu: Religion wie jede andere?!

Veröffentlicht von: @salvatore23

Das Judentum ist aus meiner Sicht eine eigene Religion, wie Buddhismus, Hinduismus, Islam. Mich interessiert sicher so nebenbei, wer was glaubt vertritt. Doch ich bin überzeugter Schweizer Christ und sehe das Judentum nicht als Wurzel meines Glaubens, sondern Jesus von Nazareth.

Überzeugungen können ja bekanntlich sehr voneinander abweichen, auch wenn man gemeinsam überzeugt von Christus ist. Ich sehe das Judentum als Wurzel für meinen Glaube an. Ohne das Judentum wäre ich heute ja nicht gläubig, denn es waren Juden, die die ersten Missionen unternahmen.

Ja, Jesus kam zu seinem Volk, auch wenn sie ihn bis heute noch größtenteils ablehnen. Die Bibel sagt, dass diese Ablehnung wegen uns (Nichtjuden) selbst geschieht:

Röm 11,25 Ich will euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist.

Um unseretwillen, weil Gottes Plan viel größer ist, als wir meinen, sind die Juden noch nicht "dran". Erst muss die sogenannte Vollzahl der Nichtjuden zu Gottes Gemeinde dazu kommen. Alle, die noch gerettet werden.

Es gibt auch diese Verheißung und Prophezeiung, die sich noch nicht erfüllt hat: Sacharja 12

1 Ausspruch. Das Wort des HERRN über Israel. Der Spruch des HERRN, der den Himmel ausgespannt, die Erde gegründet und den Geist des Menschen in dessen Innern geformt hat: 2 #Seht, ich mache Jerusalem zur Schale des Taumelns für alle Völker ringsum#. - Und auch gegen Juda wird sie sein bei der Belagerung Jerusalems. - 3 #An jenem Tag wird es sein, da mache ich Jerusalem für alle Völker zum Stein#, #den man hochstemmen will#: Jeder, der ihn hebt, wird schwer zerschunden. - #Alle Völker der Erde werden sich gegen es versammeln#. 4 An jenem Tag - Spruch des HERRN - schlage ich jedes Pferd mit Panik und seinen Reiter mit Wahnsinn. - Über dem Haus Juda aber halte ich meine Augen offen, während ich alle Pferde der Völker mit Blindheit schlage. 5 Dann werden die Stammesführer Judas in ihrem Herzen sagen: Die Einwohner Jerusalems sind für mich Stärke durch den HERRN der Heerscharen, ihren Gott. 6 An jenem Tag mache ich Judas Stammesführer gleich einem Feuerbecken im Holzhaufen und gleich einer Brandfackel in den Garben. Sie fressen alle Völker ringsum, zur Rechten und zur Linken. Jerusalem aber wird weiterhin an seinem Ort bleiben, in Jerusalem. 7 #Dann wird der HERR zuerst die Zelte Judas retten#, #damit der Stolz des Hauses David und der Stolz der Einwohner Jerusalems nicht zu groß wird gegenüber Juda#. 8 An jenem Tag beschirmt der HERR die Einwohner Jerusalems und selbst der von ihnen, der strauchelt, wird an jenem Tag wie David sein und das Haus David wie Gott, wie der Engel des HERRN vor ihnen. 9 An jenem Tag wird es sein, da werde ich danach trachten, alle Völker zu vernichten, die gegen Jerusalem anrücken. 10 #Doch über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich einen Geist des Mitleids und des flehentlichen Bittens ausgießen#. #Und sie werden auf mich blicken, auf ihn, den sie durchbohrt haben#. #Sie werden um ihn klagen, wie bei der Klage um den Einzigen#; #sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint#.1 11 An jenem Tag wird die Klage in Jerusalem so groß sein wie die Klage um Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo. 12 Das Land wird trauern, jede Sippe für sich: die Sippe des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich; die Sippe des Hauses Natan für sich und ihre Frauen für sich; 13 die Sippe des Hauses Levi für sich und ihre Frauen für sich; die Sippe des Schimi für sich und ihre Frauen für sich; 14 alle übrig gebliebenen Sippen, jede Sippe für sich und ihre Frauen für sich.

Jerusalem ist schon jetzt ein "Taumelbecher" für die Nationen und die Völker ringsum machen auch heute keinen Hehl daraus, Israel auszurotten (allen voran Iran, das frühere Persien). Und weil Nationen mehr und mehr das Interesse pflegen, das Problem "Jerusalem" zu beseitigen, reden sämtliche Medien und Politiker aller Nationen schon jetzt gegen Israel, nicht nur das der Antisemitismus oder wie er sich auch tarnt als Antijudaismus oder Antizionismus, letztlich folgt es demselben Ziel: Gegen Gottes Erbstück:

Joel 4

1 Denn #siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Geschick Judas und Jerusalems wenden werde#, 2 #dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat hinabführen#. #Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel#, #das sie unter die Nationen zerstreut haben#. #Und mein Land haben sie geteilt# 3 #und über mein Volk das Los geworfen#;

Was lese ich hier also? Gab es jemals eine Zeit, in der #alle Nationen# gegen Israel zogen? Nein, es war immer eine Nation: Ägypten, oder Assyrien, das persische Reich, das römische Reich, das babylonische Reich. Aber niemals alle Nationen. Das aber zeichnet sich heute immer mehr ab, denn die vielen Nationen haben sich zusammen geschlossen, in der UNO, in der EU oder was sonst noch so kommen mag. Und ich lese: es ist Gottes Land, und es ist Gottes Volk.

Darum meine Frage: Kann man als Christ noch ruhig bleiben, wenn man das alles beherzigt? Wer sind diese, die das Land teilen wollen a la 2-Staatenlösung usw.? Wer sie auch seien, sie scheinen es nicht im Sinne Gottes zu tun.

Haben wir als Christen wirklich eine Chance gegen Gottes Plan zu arbeiten? Ich glaube kaum. Darum ist für mich das Volk der Juden tatsächlich das von Gott auserwählte Volk und es hat was mit unserer Zeit und dieser Welt zu tun und ich meine sogar auch mit dem persönlichen Glaube, ob wir für Israel stehen oder gleichgültig sind.

Kürzlich las ich von Ludwig Schneider das Büchlein: "Israel als Herausforderung für Christen". Er beschrieb einen Baum, der glaube vor dem Israelischen Parlament steht. Es war nur noch der Baumstumpf übrig. Aber es sprossen zwei neue Triebe heraus und wuchsen nebeneinander. Er deutete es prophetisch auf das Judentum und das Christentum. Beides würde von der EINEN WURZEL gespeist.

Und ist es nicht so: Einst werden wir alle ins himmlische Jerusalem einziehen. Warum Jerusalem und nicht Hongkong oder Berlin? Und warum um alles in der Welt stehen auf den 12 Perlentoren sowohl die Namen der 12 Apostel als auch die 12 Stämme Israels? Mein Fazit: Juden und Christen gehören tatsächlich zusammen.

Warum trennen wir noch immer? Ich weiß: Israel ist verstockt und kann nicht. Aber offenbar gilt das auf der anderen Seite ähnlich: Die Christenheit ist ebenso verstockt und alle werden am selben Tag zur Erkenntnis kommen?

In Sacharja 8 heißt es nämlich:

20 So spricht der Herr, der Herrscher der Welt: »Viele Völker und die Bewohner großer Städte werden sich aufmachen, 21 sie werden sich gegenseitig aufsuchen und sagen: ›Kommt, wir wollen zum Herrn gehen, dem Herrscher der Welt, um seinen Segen zu erbitten und bei ihm Hilfe zu suchen! Ich jedenfalls werde hingehen.‹ 22 Und so werden große und starke Völker nach Jerusalem kommen, um beim Herrn, dem Herrscher der Welt, Hilfe zu suchen und seinen Segen zu erbitten.« 23 So spricht der Herr, der Herrscher der Welt: »#Zu jener Zeit wird man es erleben, dass zehn Männer aus Völkern mit ganz verschiedenen Sprachen sich an einen Juden hängen#, #seinen Gewandzipfel ergreifen und sagen#: ›#Lasst uns mit euch nach Jerusalem ziehen#! #Wir haben gehört, dass Gott auf eurer Seite steht#.‹«

Wow! Gott sagt hier also: Das die Weisung also von so einem Juden ausgeht, es wird also einen Tag geben, wo die Nationen nicht mehr versuchen Juden zu bekehren, sondern wo Nationen sich zum älteren Bruder (den Juden) hinwenden, um die Heilsgeschichte Gottes besser zu verstehen oder weil Gott jetzt wieder in seinem Eigentum sichtbar zu erkennen ist.

LT

loewentier antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

So, du meinst also, eine über 2000 Jahre alte Prophetie sieht heutige Ereignisse voraus?

Alles, was die Propheten des AT zu sagen hatten, war an das Volk ihrer Zeit gerichtet. Übertreibungen gehörten immer dazu.

ungehorsam antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @ungehorsam

So, du meinst also, eine über 2000 Jahre alte Prophetie sieht heutige Ereignisse voraus?

Nicht nur heutige, sondern auch zukünftige. Ich glaube an einen großen Gott. 😉

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Alles, was die Propheten des AT zu sagen hatten, war an das Volk ihrer Zeit gerichtet.

Ich sehe das anders. Es war zuerst an das Volk der Juden gerichtet. Aber Gottes Wort hat sich nicht in Israel erschöpft, sondern betraf dann (Gott sei Dank) auch die Nichtjuden und alle Nationen der Erde. Schon zu Abraham sagte Gott, dass in ihm (und in seinen Nachkommen) Segen für die Völker liegen würde. Die Bibel dreht sich übrigens keineswegs um Juden oder Israel allein. Alles ist immer mit dem Weltgeschehen verknüpft, denn Israel wurde deshalb erwählt, weil es einen #Auftrag in und für die Welt hat# Es ist Gottes Uhrzeiger. An Israel können wir eigentlich sehen, wie spät es schon ist. Denn wie alttestamentliche Propheten beschreiben, sind wir in der Zeit, dass Israel aus #allen Nationen# vor unseren Augen heimkehrt. Ohne diese Heimkehr, können sich auch alle anderen zukünftigen Prophetien nicht erfüllen.

LT

loewentier antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Hier verwechselst du Prophetie mit Hellseherei.

ungehorsam antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Hier verwechselst du Prophetie mit Hellseherei.

Da muss ich passen. Mit Hellseherei habe ich mich nie im Leben beschäftigt. Lies du mal die Prophezeiungen über Israel. Man kann es nur annehmen oder ablehnen. Wenn die Bibel nicht recht hat, wird nie etwas davon geschehen, geschah nie etwas in diese Richtung. Dem ist aber nicht so.

LT

loewentier antworten
Salvatore23
(@salvatore23)
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Beiträge : 35
Veröffentlicht von: @loewentier

Ohne das Judentum wäre ich heute ja nicht gläubig, denn es waren Juden, die die ersten Missionen unternahmen.

Ja, es waren einstige Juden, welche Jesus Christus Lehren in Umlauf brachten, also demzufolge Mitbegründer des Christentums waren, die dann von jüdischen Schriftgelehrten ebenso verfolgt wurden, wie der Jude Jesus zuvor, weil schon seine Gotteslehre nicht mit der von ihnen Geglaubten im Einklang war.

Hier mal einer der vielen Belege, dass es aus Sicht des wahrhaftigen Gottes wohl 5 vor 12 war, die Juden über wahren Gottesglauben aufzuklären. Wozu dieser ja nach einigen Propheten, die ebenfalls verfolgt und umgebracht wurden dann seinen Sohn sandte.
http://www.heinz-werner-kubitza.de/wp-content/uploads/Glaubenswahn-Inhaltsverzeichnis.pdf

Ich denke, Du kennst das Gleichnis von den bösen Weingärtnern?

Und Paulus Worte scheinen Dir wohl auch geläufig zu sein.1

Thess.2,14 Denn ihr, Brüder und Schwestern, seid Nachfolger geworden der Gemeinden Gottes in Judäa, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von ihren erlitten haben, den Juden,
15 die den Herrn Jesus getötet haben und die Propheten und die uns verfolgt haben und die Gott nicht gefallen und allen Menschen feind sind,

Den einfachen Juden erging es ja eigentlich wie den Muslimen in islamistisch konservativen Kreisen danach, respektive bis heute: Konvertieren zu einem andern Glauben wurde mit dem Tode bestraft.

Veröffentlicht von: @loewentier

Haben wir als Christen wirklich eine Chance gegen Gottes Plan zu arbeiten? Ich glaube kaum. Darum ist für mich das Volk der Juden tatsächlich das von Gott auserwählte Volk und es hat was mit unserer Zeit und dieser Welt zu tun und ich meine sogar auch mit dem persönlichen Glaube, ob wir für Israel stehen oder gleichgültig sind.

Du scheinst zu vergessen, dass die biblische Geschichte Israels und überhaupt sich im Mittelmeerraum abspielte. Was sich in Israel, respektive in Nahost abspielt halte ich absolut nicht als im Sinne des wahrhaftigen Gottes.

Veröffentlicht von: @loewentier

Wow! Gott sagt hier also: Das die Weisung also von so einem Juden ausgeht, es wird also einen Tag geben, wo die Nationen nicht mehr versuchen Juden zu bekehren, sondern wo Nationen sich zum älteren Bruder (den Juden) hinwenden, um die Heilsgeschichte Gottes besser zu verstehen oder weil Gott jetzt wieder in seinem Eigentum sichtbar zu erkennen ist.

Wieso Juden bekehren? Die haben ihren Gott und ihren Glauben, sollen sie damit glücklich, selig werden.

Ich bin Christ und dazu noch Schweizer. Ich respektiere den Glauben aller, ob und was sie glauben. Für mich, respektive mein Glaubensleben zählt nun mal nur, was Jesus Christus als Weg zur Wahrheit und zu Gott dem himmlischen Vater führt. Jesu ist für mich der Weg die Wahrheit und das Leben und nicht das Judentum oder sonst eine Religion.

Salve Salvatore

Der eigentliche Heilsplan Gottes mit dem damaligen jüdischen Volk war doch, ihnen sein WORT durch seinen Sohn zu vermitteln. Gott, also der Wahaftige natürlich, sandt Jesus nicht um die Welt zu richten sondern zu suchen und selig zu machen was Verloren war.

Hast Du Dich noch nie gefragt, warum Jesus einige seiner jüdischen Glaubensgeschwister als Verlorene Schafe des Hauses Israes bezeichnete?

Der Heilsplan Gottes findet dort in Menschen statt, wo Jesus und Liebe für solche nicht nur 2 Wörter mit je 5 Buchstaben sind, sondern Beide in ihr Leben vollkommen integriert werden. Das Reich Gottes ist inwendig und das überall wo die von Jesus vermittelte Liebe Früchte trägt.

salvatore23 antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @salvatore23

Ja, es waren einstige Juden, welche Jesus Christus Lehren in Umlauf brachten, also demzufolge Mitbegründer des Christentums waren, die dann von jüdischen Schriftgelehrten ebenso verfolgt wurden, wie der Jude Jesus zuvor, weil schon seine Gotteslehre nicht mit der von ihnen Geglaubten im Einklang war.

Die Seinen nahmen ihn nicht auf, ja. Und den eigenen Status aufgeben, darauf war wohl kein Schriftgelehrter vorbereitet (Hätten Sie das in solcher Position getan?). Sie hatten ein ganz anderes Bild vom Messias (bis heute) dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass diese Ablehnung seitens der jüdischen Leute, eine Chance für die Heiden wurde. Einerseits klagt Jesus über die Ablehnung, andererseits haut das Gott nicht vom Thron (er weiß ja alles schon vorher) und nutzt diese Verstockungs Israels zur Missionierung der Heiden, #bis die Zahl der Heiden voll ist# dann ist Israel erst dran. So, wie sie 40 Jahre durch die Wüste laufen mussten, damit eine neue Generation heranwachsen konnte, die glaubt(!) müssen Juden bis heute unter dieser Verstockung sein, bis alle Heiden glauben, die Gott sich aus allen Nationen errettet.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Ich denke, Du kennst das Gleichnis von den bösen Weingärtnern?

Ich finde wir sind alle wie diese bösen Weingärtner, wenn wir nicht glauben, was Gott uns in seinem Wort erzählt. Wer weiß, vielleicht schmeißen wir die Vorstellung von einem modernen Israel aus politischen Motiven weit hinter uns, bis wir bemerken, dass Gott schon immer mit einem politischen Israel zu tun hatte (der erste König Saul usw.) Zudem: Paulus schrieb, dass wir uns nicht darüber freuen sollen, dass manche Zweige aus dem edlen Ölbaum des Herrn herausgebrochen wurden, damit wilde Zweige (Heiden) hineingepropft werden können. Dem Herrn ist nämlich nichts unmöglich. Er kann auch die wieder einpfropfen, die heute noch ausgebrochen sind. Und ich glaube, er ist stetig dabei.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Den einfachen Juden erging es ja eigentlich wie den Muslimen in islamistisch konservativen Kreisen danach, respektive bis heute: Konvertieren zu einem andern Glauben wurde mit dem Tode bestraft.

Nun, die Angst, dass der jüdische Charakter durch fremde Einflüsse ausgelöscht wird, ist bis heute in Israel sehr lebendig. Es ist auch irgendwo verständlich: sie dachten ja wirklich, dass ihre Entscheidung richtig gewesen wäre, sie waren die Führer Israels und mussten das Volk schützen. Und natürlich vor Götzendienst, vor dem sie von allen Propheten doch immer gewarnt wurden. Ich möchte damit wirklich vorsichtig sein. Da kommt einer und sagt, er sei der Sohn Gottes. JA, er weist sich aus, aber ist der Ausweis auch echt, verstehst du? Ich denke, einige Schrifthelehrte haben auch heimlich geglaubt, aber eine Entscheidung musste getroffen werden. Und die lautete: NEIN.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Du scheinst zu vergessen, dass die biblische Geschichte Israels und überhaupt sich im Mittelmeerraum abspielte. Was sich in Israel, respektive in Nahost abspielt halte ich absolut nicht als im Sinne des wahrhaftigen Gottes.

Ich verstehe nicht, was du meinst. Man gräbt z.B. immer wieder historische Tatsachen aus, die auf dem heutigen Gebiet Israels liegen.
Es ist schade, dass du dieses Gebiet anscheinend nicht als Gottes Wille anerkennen kannst, trotzdem doch sämtliche Städte in der Bibel namentlich genannt wurden!

LT

loewentier antworten


Suzanne62
Beiträge : 7628
Veröffentlicht von: @loewentier

Wie stehst du zu den Juden (damals wie heute)?

Generell finde ich interreligiösen Dialog sehr wichtig - er erweitert den eigenen Horizont und fördert ein friedliches Miteinander.
Dem Dialog mit dem Judentum kommt da m.E. noch mal eine besondere Bedeutung zu.

Veröffentlicht von: @loewentier

Und zum Staat Israel.

Das würde ich nicht vermischen mit der Frage, wie hier lebende Christen und Juden miteinander umgehen.
Am Existenzrecht des Staates Israel kann es für mich keinen Zweifel geben. Das bedeutet aber nicht, dass seine Politik niemals kritisiert werden darf.

Veröffentlicht von: @loewentier

Geht es in den heutigen Gemeinden noch um Israel?

Die Frage verstehe ich nicht. In welcher Hinsicht sollte es in einer christlichen Gemeinde um Israel gehen?
Von meiner Gemeinde kann ich sagen, dass wir ein gutes Verhältnis zur Jüdischen Kultusgemeinde, die in unserer Nachbarschaft liegt, haben.

Veröffentlicht von: @loewentier

Was für ein Urteil sprechen wir über dieses Volk und passt das zu wahrer Jesusnachfolge?

Da verstehe ich nun erst recht nicht, was du meinst.
Zunächst mal sehe ich das Judentum nicht als "Volk", sondern als Religionsgemeinschaft - und über eine Religionsgemeinschaft "ein Urteil zu sprechen" kommt mir doch gar nicht zu.
Es gibt unter Juden sympathische Mitmenschen sowie solche, denen ich lieber weiträumig aus dem Weg gehe. Genauso wie unter Christen, Buddhisten, Muslimen, Hindus und nichtreligiösen Menschen. Wobei ich nicht verkenne, dass Juden, die sich in der Öffentlichkeit als solche zu erkennen geben (etwa durch das Tragen einer Kippa) in letzter Zeit leider wieder besonderen Anfeindungen ausgesetzt sind.

Veröffentlicht von: @loewentier

passt das zu wahrer Jesusnachfolge?

Das ist eher eine Frage, die ich mir im Umgang mit allen meinen Mitmenschen stelle und stellen muss.

suzanne62 antworten
13 Antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352

Interreligiöse Dialoge

Veröffentlicht von: @suzanne62

Generell finde ich interreligiösen Dialog sehr wichtig - er erweitert den eigenen Horizont und fördert ein friedliches Miteinander.

Ich möchte für mich hier eine Unterscheidung einbringen. Ein interreligiöser Dialog ist für mich nicht das, was mir die Bibel empfiehlt. Ja, wir sollen mit der Welt reden und sie auch Gott anbefehlen. Aber viele versuchen nun auch zu vermischen und alles für gleich gültig zu erklären, weil so angeblich Friede einziehen können. So wird das mit den drei großen Religionen schon lange versucht. Ich halte das nicht für richtig und bin auch wenig davon überzeugt, dass dies jemals Frieden bedeuten könnte. Heute morgen bin ich auch mit einem seltsamen Gedanken aufgewacht, dass der Mensch sich immer wieder mit denen zusammen tut, die eine ganz andere Vorstellung von der Schaffung von Frieden haben. Da gibt es leider keine Einheit zwischen Koran und Bibel. Aber die liberale Theologie scheint es zu schaffen, einen sogenannten Chrislam voranzutreiben. https://www.gotquestions.org/Deutsch/Chrislam.html

Das erinnert mich stark an den letzten Band der Chroniken von Narnia. Aslan, der Löwe (Sinnbild für Jesus) wird mit Tash (Sinnbild eines fremden Götzen) verbunden. Heraus kommt dann: Tashlan.

Ich denke also nicht, dass es zu einem friedlichen Miteinander durch Religionsvermischung kommen wird, denn es wird nicht aneinander haften bleiben wie die Zehen der Figur aus Nebukadnezars Traum: Tönerne und eiserene Zehen. Aber letztlich wird die Menschheit genau das versuchen, weil sie keine andere Möglichkeit sehen (wenn sie den biblischen Gott nicht als Einzigen anerkennen können oder wollen).

Aber das nur als Exkurs. Juden und Christen sind für mich nicht wirklich zwei Religionsgruppen, weil sie dieselbe Wurzel haben. Das sie sich bis heute weniger berühren, hat geschichtliche Gründe. Wie ich schon sagte: beide, Juden und Christen haben sich in der Frühgeschichte das Leben schwer gemacht. Jesus sagte es selbst: es wird zu Entzweiungen kommen. Und dennoch wachsen beide als Abspaltung an derselben Wurzel. Aber eben nur Juden und Christen und nicht auch noch Moslems, Buddhisten usw. Einst werden also Juden und Christen selbst erkennen, dass sie am selben Baum wachsen. Wie der verlorene Sohn und der älteste Sohn denselben Vater hatten.

Veröffentlicht von: @suzanne62

Am Existenzrecht des Staates Israel kann es für mich keinen Zweifel geben. Das bedeutet aber nicht, dass seine Politik niemals kritisiert werden darf.

Es ist richtig, dass Kritik zugelassen ist. Biblisch gesehen wurde Israel immer kritisch gesehen. Besonders von den Nachbarvölkern. Aber das Existenzrecht Israels #wird# angefochten. Besonders von den muslimischen Nationen, aber leider auch von vielen Christen im Land Israel als auch außerhalb von Israel. Christen scheinen mehr Interesse zu haben, auf der Seite der Muslime zu stehen, als auf der Seite Israels, das muss ich immer wieder feststellen. Und auch sogenannte christliche Länder liebäugeln lieber mit den islamischen Staaten als mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Da frage ich mich schon manchmal warum? Geht es um die eigenen Interessen? Geld? Öl? Wirtschaft? Jedenfalls scheint Israel ein Land zu sein, gegen das mehr Resolutionen (von der UNO) als gegen jedes andere Land abgeschlossen werden. Kein anderes Land steht so häufig am Pranger und kaum einer tut etwas dagegen. Israel ist also schon jetzt der #Taumelbecher# für die Nationen. Anders kann ich mir das nicht erklären. Und Christen schweigen dazu.

LT

loewentier antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Aber die liberale Theologie scheint es zu schaffen, einen sogenannten Chrislam voranzutreiben.

Nur weil liberale Theologen mit Muslimen reden, bedeutet das nicht die Schaffung eines Chrislam. Das will kein Christ (auch kein liberaler) und die Muslime erst recht nicht. Solche Fakenews passen aber gut ins Feindbild liberale Theologie.
Ich darf doch an das Achte Gebot erinnern??

ungehorsam antworten
Loewentier
(@loewentier)
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Veröffentlicht von: @ungehorsam

Nur weil liberale Theologen mit Muslimen reden, bedeutet das nicht die Schaffung eines Chrislam. Das will kein Christ (auch kein liberaler) und die Muslime erst recht nicht. Solche Fakenews passen aber gut ins Feindbild liberale Theologie.
Ich darf doch an das Achte Gebot erinnern??

Das stimmt so nicht. Aber ich akzeptiere es als deine Wahrnehmung. Meine unterscheidet sich insofern von deiner, weil ich schon einige Zeit die liberale Theologie rund um Siegfried Zimmer und Worthaus regelrecht studiere und beobachte (da sie sich wie keine andere so stark ausbreitet und von vielen Christen wohlwollend angesehen wird). Diese Art von liberaler Theologie schafft sehr wohl grundlegende biblische Wahrheiten ab und zwar scheibchenweise. Dazu passt auch sehr gut, mit Muslimen konform zu werden. Im Grunde geht es darum, das, was stört (in Koran und Bibel) ad Acta zu legen und sich nur auf das schöne, menschlich verständliche einzuschießen. Ob man es wollte oder nicht; dadurch entsteht eine völlig neue Art des Glaubens bzw. Religion. Das sind leider keine Fakenews, auch wenn es noch nicht für alle offensichtlich ist.
Die Bibel sagt es hier sehr deutlich, wie es kommen wird:

2. Thess. 2

Der Widersacher Christi
1 Was aber das Kommen unseres Herrn Jesus Christus angeht und unsre Versammlung bei ihm, so bitten wir euch,
2 dass ihr nicht so schnell wankend werdet in eurem Sinn und dass ihr euch nicht erschrecken lasst, weder durch eine Weissagung noch durch ein Wort noch durch einen Brief, die von uns sein sollen und behaupten, der Tag des Herrn sei schon da.
3 Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; #denn zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch des Frevels offenbart werden#, der Sohn des Verderbens.
4 Er ist der Widersacher, #der sich erhebt über alles, was Gott oder Heiligtum heißt#, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott.
5 Erinnert ihr euch nicht, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war?
6 Und jetzt wisst ihr, was ihn noch aufhält, bis er offenbart wird zu seiner Zeit.
7 #Denn das Geheimnis des Frevels ist bereits wirksam; nur muss der, der es jetzt aufhält, erst hinweggetan werden;#

Jesu Wahrheit muss erst weggetan werden, bevor es richtig offenbar wird, was es ist. Die Kreuze werden abgehängt. Die Sühnelehre wird abgeschafft. Israel ist nicht das auserwählte Volk. Alle kommen in den Himmel, Gott kann und wird niemanden richten usw. Das sind alles Schritte, die genau dorthin führen, wohin der Widersacher sich am wohlsten fühlt: Der Mensch ist selbst Gott und entscheidet, was gut und böse ist.

LT

loewentier antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Die Baha'i-Religion ist, wenn ich es richtig verstehe, eine Synthese aus Christentum, Islam, Judentum und Buddhismus. Sie ist aber nur eine Randerscheinung und so wird es auch mit den Bestrebungen rund um Zimmer/Worthaus auch sein, von denen ich übrigens noch nie gehört habe. Also, habe keine Angst vor Vereinnahmung und schärfe dein christliches Profil!

ungehorsam antworten
Loewentier
(@loewentier)
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Veröffentlicht von: @ungehorsam

Die Baha'i-Religion ist, wenn ich es richtig verstehe, eine Synthese aus Christentum, Islam, Judentum und Buddhismus. Sie ist aber nur eine Randerscheinung und so wird es auch mit den Bestrebungen rund um Zimmer/Worthaus auch sein, von denen ich übrigens noch nie gehört habe. Also, habe keine Angst vor Vereinnahmung und schärfe dein christliches Profil!

Die Bibel lehrt uns etwas anders:

Wir sollen wachsam sein!
Wir sollen uns nicht verführen lassen!

Wer glaubt er stehe, soll zusehen, dass er nicht falle!

Wenn es möglich wäre, würden auch die Gläubigen verführt werden.

Es geht mir nicht um Angst. Aber Wachsamkeit ist wichtig. Ja, du magst von Zimmer und Co. nichts gehört haben. Die Beschäftigung damit hat mich aber staunen lassen, wieviele sich ihn oder andere Referenten einladen, auf welchen Homepages es plötzlich dieses Gedankengut gut und wo sie überall schon auf Konferenzen oder Events waren. Das ging bzw. geht ratzfatz; sprich: schnell! Sehr schnell. Vielleicht ist das hier in unserer Region der Motor, anderswo wird vielleicht etwas anderes verbreitet. Aber das Ziel ist wohl immer dasselbe: weg von den biblischen Grundsätzen, hin zu einem Glaube/einer Relgion oder auch Weltgemeinschaft, in der jeder alles tolerieren kann und nichts Anstößiges mehr vorhanden ist. Das schöne Ziel ist nichts anderes als: Friede und Sicherheit in der Welt.

Doch in der Bibel werden wir klar gewarnt:

1. Thess 5,3

Der Tag des Herrn
1 Von den Zeiten aber und Stunden, Brüder und Schwestern, ist es nicht nötig, euch zu schreiben;
2 denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht.
3 #Wenn sie sagen: »Friede und Sicherheit«, dann überfällt sie schnell das Verderben wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entrinnen.#

Bis zum Tag des Herrn wird also der Menschheit Bestreben sein, Friede und Sicherheit zu schaffen. Ein hohes und erstrebsames Ziel. Doch wenn die Bibel sagt, dass sie jedoch das Verderben erreichen werden, muss dieser Friede und diese Sicherheit doch eher sehr trügerisch sein. Für mich bedeutet das zum jetztigen Zeitpunkt: Die Grundlage, auf dem das Ganze aufgebaut werden soll, ist nicht fest, wacklig, einsturzgefährdet. Die Bibel sagt ja auch, dass es zum großen Abfall kommen wird, das in vielen Menschen die Liebe erkaltet, das man sich nach Lehrern und Lehren sehnt, nach denen einem die Ohren jucken (die man lieber hört als die reine Wahrheit). Abfall (Abfallen vom Glauben) kann, wie es schon sagt, nur bei den Gläubigen passieren. Das heißt für mich: die z.B. liberale Theologie sorgt dafür, dass Grundlagen der Bibel verlassen werden. = die Menschen glauben, dass sie eine bessere Lehre als die frühere gefunden hätten = sie verführen noch andere zu dieser Art des Glaubens. Aber irgendwann kracht dieses Ding in sich zusammen, weil es nicht (mehr) tragfähig ist. Der Grund, warum das Ganze nicht tragfähig sein wird, liegt meines Erachtens darin, dass Jesus nicht mehr für das Heil zuständig ist, sondern der Mensch selbst. Wenn Jesus also nicht mehr für meine Sünden zuständig ist, dann bin ich es. Oder: es gibt keine Sünden, alles ist normal und führt keineswegs von Gott weg! Der Stein des Anstoßes (Jesu Sterben für diese Welt) ist jedenfalls ein wichtiges Detail in diesem Ansinnen, die Welt zu einem angeblichen Frieden und Sicherheit zu führen. Genauso soll es übrigens auch mit den anstößigen Suren im Koran geschehen. Auch dieses Buch müsse letztlich geläutert werden, bis nur noch das übrig bleibt, was sich unserer Vernunft erschließt.

LT

loewentier antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
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Ein wenig mehr Gelassenheit würde dir guttun. Wenn du dich zu intensiv mit solchem Schwachsinn beschäftigst, bekommt es Macht über dich, und am Ende siehst du dich nur von Feinden umzingelt.
Beschäftige dich lieber mit etwas, was dich aufrichtet.

ungehorsam antworten
Loewentier
(@loewentier)
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Veröffentlicht von: @ungehorsam

Ein wenig mehr Gelassenheit würde dir guttun. Wenn du dich zu intensiv mit solchem Schwachsinn beschäftigst, bekommt es Macht über dich, und am Ende siehst du dich nur von Feinden umzingelt.
Beschäftige dich lieber mit etwas, was dich aufrichtet.

Darauf kann ich nur antworten: Wir Christen (auch ich) besitzen zuviel von dieser sogenannten Gelassenheit. Das ich daraus manchmal "aufwache" ist eher selten. Denn zu unschön und unbequem ist es da hin zu schauen, wo die Dinge aus dem Ruder laufen.
Du nennst es Schwachsinn, ich nenne es die Realität. Und auch wenn du es nicht glauben magst: In dieser Welt SIND wir von Feinden umzingelt, nämlich Gottes Feinden, seien es die bösen Mächte oder die, die sich von den bösen Mächten beeinflussen oder sogar leiten lassen. Das kann jeder in der Bibel erkennen, wenn er nur wollte. Die Sache Gottes war und ist nie unangefochten. Das ist biblisch gesehen die Wahrheit gewesen und das ist auch heute noch die Wahrheit. Aber es gibt Kirchen und Gemeinden, Christen auf dieser Erde, die das alles wegdiskutieren, dass die Menschen, die Gott führt, bewahrt und leitet, wie Schafe unter Wölfen sind.

Matthäus 10

Die Ansage kommender Verfolgungen

16 #Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe#. #Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben#.
17 Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch den Gerichten überantworten und werden euch geißeln in ihren Synagogen.
18 #Und man wird euch vor Statthalter und Könige führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis.#
19 Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.
20 Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet.
21 #Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater das Kind#, #und die Kinder werden sich empören gegen ihre Eltern und werden sie zu Tode bringen#.
22 #Und ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig.#

Ich denke, wir sollten wissen, welches Geistes Kind wir sind und uns nicht wundern, wenn die Kinder des anderen Geistes, gegen die Kinder Gottes streiten werden. Und so sehe ich das übrigens auch mit Israel und den Juden. Denn zu ihnen ist dieses Wort ergangen. Jedoch sind wir auch zum selben Reich Gottes hinzugefügt worden wie sie, darum gilt auch Christen dieses Wort. Die fanatischen Muslime haben diesen Zusammenhang bereits lange verstanden. Sie sagen:

„Am Schabbat töten wir die Juden und am Sonntag die Christen!“

dazu:

https://groups.google.com/forum/#!topic/de.soc.politik.misc/adUabDepWEs

LT

LT

loewentier antworten
luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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Hallo Loewentier
Es gibt schon einen wesentlichen Unterschied von damals bis heute.
In Matthäus 10.16 - 22 erklärte Jesus, welchen Gefahren sich die damaligen treuen Verbreiter seiner Gottes-, Glaubens-, Verhaltens- und Vergebungslehre (zum gelingenden Aufbau Reiches Gottes in und um sich) aussetzen werden.

Und es kam ja dann auch so, wie Jesus Christus voraussagte: Woher kam die Gefahr? Wer verfolgte Verbreiter der wahren Worte Gottes aus dem Mund seines Sohnes?

Muslime gab es damals ja noch nicht. Und da ich regelmässig mit Migrantinnen aus allen Religionen zusammenkomme, auch mit Männern aus der ortsansässigen Moschee und einer Vertreterin des Judentums in einer interreligiösen Projektgruppe , kann ich Dir versichern, dass Jesus Verhaltenslehren überall sehr geschätzt und das Leben nach der Goldenen Regeln bei allen als selbstverständlich gilt.

Veröffentlicht von: @loewentier

Und so sehe ich das übrigens auch mit Israel und den Juden. Denn zu ihnen ist dieses Wort ergangen. Jedoch sind wir auch zum selben Reich Gottes hinzugefügt worden wie sie, darum gilt auch Christen dieses Wort.

Also zu und nach Jesus Christus Verbreitung WORTE GOTTES, Anleitung zur Realisierung Reiches Gottes, dem Vater im Himmel, haben nur die einfachen Juden IHM geglaubt, was ihnen dann seitens der vehementen AT-Gesetzesvertreter ja zum Verhängnis wurde. Wer sich zu Jesus bekannte, wurde aus den Synagogen verbannt, gesteinigt und auch sonst verfolgt (siehe Paulus, der sich erst nach seiner Bekehrung aufmachte, um Anleitungen in Christi Sinn für die Ausbreitung Reiches Gottes mündlich oder schriftlich weiterzuleiten.

Das Reich Gottes ist unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Du kennst ja sicher das Gleichnis der bösen Weingärtner, die nebst den Knechten auch den Sohn des Weinbergsbesitzers töteten. Da geht es auch ums Reich Gottes durch entsprechendes Bringen der -geistlichen Früchte hierfür)

Matth.2140 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er mit diesen Weingärtnern tun?
41 Sie sprachen zu ihm: Er wird den Bösen ein böses Ende bereiten und seinen Weinberg andern Weingärtnern verpachten, die ihm die Früchte zur rechten Zeit geben.
42 Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift (Psalm 118,22-23): »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und er ist ein Wunder vor unsern Augen«?
43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt.

Jesus sagte ja auch, dass nicht alle in den Himmel kommen, die zu ihm sagen werden Herr, Herr, sondern die tun den Willen Gottes, seines Vaters im Himmel.
Das ist dann doch unabhängig davon, ob diese sich als Juden, Christen, Muslime, Atheisten, Buddhisten, Hinduisten, bezeichnen.

Kol. 3..8 Nun aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde;
9 belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen
10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.
11 Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus.
12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld;
13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!
14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.

Also wird doch immer wieder auf die gelebte Liebe unter allen Geschöpfen Gottes Wert gelegt. Die gelebte aufrichtige und tätige Liebe ist doch das A und O von gelebtem wahrem Menschsein und verhilft zum Reich Gottes auf Erden. Ob in Judäa, Galiläa, überall hin hat Gott seinen Sohn gesandt Menschen vom Sündigen gegen die Liebe Gottes abzubringen, um dadurch dem Evangelium Reiches Gottes dienstbar zu sein.

Lk 4,43 Er sprach aber zu ihnen: Ich muss auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt.

Evangelium vom Reich Gottes....kam Jesus zu predigen, was ihm ja bekanntlich das Leben kostete. Wieso predigt man die Kreuzigung als Evangelium Jesu? Gott vergibt doch Allen Sündern, wenn sie bereuen und davon abkehren und dadurch am Bau Gottes Reiches in und um sich Mitarbeiter werden und bleiben.

Römer 14.17 Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.18 Wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet.
19 Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander.

Also, Friede sei mit und in Dir (und wachsende bis vollkommene Liebe) , Loewentier, und dies alle Zeit. Shalom und lg lulute

luxlucetintenebris antworten
Loewentier
(@loewentier)
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Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Und es kam ja dann auch so, wie Jesus Christus voraussagte: Woher kam die Gefahr? Wer verfolgte Verbreiter der wahren Worte Gottes aus dem Mund seines Sohnes?

Da kann man nur sagen: ALLE, die nicht für dieses WORT standen. Deshalb:

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Muslime gab es damals ja noch nicht. Und da ich regelmässig mit Migrantinnen aus allen Religionen zusammenkomme, auch mit Männern aus der ortsansässigen Moschee und einer Vertreterin des Judentums in einer interreligiösen Projektgruppe , kann ich Dir versichern, dass Jesus Verhaltenslehren überall sehr geschätzt und das Leben nach der Goldenen Regeln bei allen als selbstverständlich gilt.

...ist es egal, wie sich die Verfolger nennen oder nannten. Es reicht, wenn derselbe antigöttliche Geist in ihnen am Wirken ist. Ja, selbst Christen haben ja verfolgt und getötet oder ließen das Töten und Verfolgen zu, im Sinne eben dieses Geistes.

Denn: Epheser 6

12 Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut4, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen5 Mächte der Bosheit in der Himmelswelt

Richtig; im tiefsten Inneren sollte ein gesunder Menschenverstand so funktionieren, dass wir uns Frieden und Liebe untereinander wünschen. Das gilt sicherlich für die Menschheit allgemein, egal welcher Nationalität oder Religion wir angehören. Aber leider sind die Wege, auf welchen dieser Friede und diese Liebe erreicht werden sollen in vielen Köpfen und Gruppen sehr unterschiedlich, ja stehen manchmal sogar konträr zueinander. Weswegen man allgemein vom Islam annehmen kann, weil es so oder ähnlich immer wieder ausgesprochen wird, dass Friede nur sein könne, wenn die ganze Welt vom Islam beherrscht werden würde. Allerdings geben sich sämtliche islamische Staaten keinerlei Mühe zu verbergen, wie die Herrschaft des Islam tatsächlich aussieht. Das sollte man nicht aus dem Auge verlieren. Zudem steht die Herrschaft Jesu im Islam nicht im Rampenlicht. So schön auch im Koran Jesu Auftreten und seine Lehren und sein Heilungsdienst hin und wieder erwähnt werden; Jesus ist und bleibt dort nur eine Randleuchte, ein Meister seiner Zeit, jedoch mit kaum Auswirkungen in Verkündigung und Verhalten unter den Muslimen. Letztlich sind doch alle, die an Jesus glauben, doch die "Ungläubigen" und werden in Staaten, wo der Islam vorherrscht, drangsaliert, verfolgt oder getötet. Und wehe, wenn jemand vom Islam zum Christentum konvertiert, man hat dann das Recht, auszuschließen und sogar umzubringen. Mir ist aufgefallen, dass im Koran häufig steht: "Allah liebt nicht...." und dann sämtliche Dinge, die er nicht liebt. Da frage ich mich häufig: Wen oder was liebt er überhaupt? Es wird hier und da vom gnädigen Allah zitiert, aber Gnade ist nicht gleichzusetzen mit Liebe. Mein Mann hat mich ja auch nicht aus Gnade geheiratet, sondern aus Liebe! Jedenfalls, wenn ich in die Welt schaue, was bei den Muslimen so los ist, kann ich nicht mehr beruhigt werden. Der Islam ist für mich keine Versicherung auf ein gutes Leben. Du magst hier in Deutschland gute Erfahrungen machen, weil der Islam nicht herrscht. Und auch ich kenne freundliche Muslime, die an nichts Böses denken und einfach leben wollen. Aber das Böse kommt, sollte der Islam herrschen. Denn das Vorbild ist Mohammed, an ihm wird alles ausgerichtet, was auf dieser Erde zu tun ist und wie man regieren soll. Das merken hier und da selbst die Muslime selbst, die von ihren eigenen Glaubensgenossen als "zu liberal" hingestellt werden. Oder denken wir einfach an den Streit zwischen Sunniten und Schiiten. Jesus spielt da nicht wirklich eine Rolle. Und die scheinbare Selbstverständlichkeit der goldenen Regeln, ist dann schnell vergessen.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Also zu und nach Jesus Christus Verbreitung WORTE GOTTES, Anleitung zur Realisierung Reiches Gottes, dem Vater im Himmel, haben nur die einfachen Juden IHM geglaubt, was ihnen dann seitens der vehementen AT-Gesetzesvertreter ja zum Verhängnis wurde.

Nein. Auch einige Schriftgelehrte glaubten. Nikodemus war laut Jesus "nicht mehr weit vom Reich Gottes entfernt". Aber sein heimlicher Besuch nachts bei Jesus macht die Sache offensichtlich: Kein Schriftgelehrter, dem Zweifel an der Anti-Jesus-Haltung kam, wollte riskieren, dabei erwischt werden, Jesus mehr zu glauben, als dem allgemeinen Mainstream. Wir können also annehmen, dass die Wenigkeit, die wir darüber in der Bibel finden, ein Hinweis darauf ist, dass diese Geschichten nicht aufgeschrieben stehen, weil niemand sich aus Angst "outete" Nikodemus steht also als Beispiel für die Schriftgelehrten als nicht-einfache-Juden. Mir fällt allerdings noch Gamaliel ein, der als späterer Hinweis gelten könnte, als Paulus im Namen Jesus unterwegs war. Genau wissen wir es nicht.
Und dann ist da noch Josef von Arimathäa, der Pilatus bat, Jesus vom Kreuz nehmen und begraben zu dürfen. Er war angesehenes Mitglied des Sanhedrin, also wahrscheinlich ein Richter und wohlhabend. Aber auch bei ihm die Botschaft: er versuchte es geheim zu halten, aus Angst vor den Juden. Hat wohl nicht ganz geklappt...

Jesu Botschaft macht also letztlich vor niemanden Halt. Auch die obere Schicht der Juden wurde berührt, es ist schwer für einen Reichen/Angesehenen, aber Jesus sagte: Bei Gott ist nichts unmöglich.

zu:

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Du kennst ja sicher das Gleichnis der bösen Weingärtner, die nebst den Knechten auch den Sohn des Weinbergsbesitzers töteten. Da geht es auch ums Reich Gottes durch entsprechendes Bringen der -geistlichen Früchte hierfür)

und:

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt.

Mt.21

Ah, das ist wahrscheinlich die Stelle, von der Menschen behaupten, Gott habe hier seinen Bund mit Israel gebrochen und auf die Heidenvölker gelegt. Doch das meint es gerade NICHT. Man muss nämlich sämtliche Bibelstellen zu dieser Problematik nebeneinander legen!

1. Gott hält sich ewig an seinen Bund. Menschen mögen Bünde brechen. Gott nicht.

2. Das Reich wurde "eine Zeit lang" von ihnen genommen. Bzw. wir leben noch mitten in dieser Zeit, denn wenn man Paulus versteht, dann sagt er, dass einige "Zweige aus dem edlen Ölbaum" ausgebrochen werden um "unseretwillen" (den Heidenvölkern) damit auch die "Schafe aus dem anderen Stall" (Nichtjuden) einst in Gottes Herrlichkeit eingehen können. Jesus sagte, auch sie müsse er noch hinzufügen. Dazu passt, dass einem "Teil Israel Verstockung zuteil wurde" und das nur ein "kleiner Rest" übrig blieb, die noch dem Herrn glaubten (und bis heute glauben) = messianische Juden.

3. Die Verheißung ist bei dem Ende der Weingärtner noch nicht zu Ende. Ja, Jesus verfluchte die Pharisäer (also praktisch: die religiösen Führer des jüdischen Volkes) Und deshalb ist es bis heute auch so schwierig. Die meisten Juden kann man doch eher als säkular bezeichnen. Und was Gott sagt, tritt auch immer ein, aber es hat eine andere Zukunft, als wir annehmen. Denn Gott wartet bis die "Vollzahl der Heiden" zu seinem Reich hinzugefügt wurden, also praktisch bis zum letzten Tag seiner Gnadenzeit. Wer jetzt in der Bibel weiter liest, bemerkt, dass es fast unmöglich erscheint, dass Gott sein Volk noch ein letztes Mal sammeln will, um sein Volk zu der einen Erkenntnis zu führen, dass ER ihr HERR ist.

Sach 12

9 Und zu der Zeit werde ich darauf bedacht sein, alle Völker zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind.
10 #Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets#. #Und sie werden mich ansehen#, #den sie durchbohrt haben#, #und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um das einzige Kind#, #und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen#.
11 Zu der Zeit wird große Klage sein in Jerusalem, wie die um Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo war.
12 Und das Land wird klagen, ein jedes Geschlecht für sich: das Geschlecht des Hauses David für sich und die Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Nathan für sich und die Frauen für sich,
13 das Geschlecht des Hauses Levi für sich und die Frauen für sich, das Geschlecht Schimis für sich und die Frauen für sich;
14 so auch alle andern übrig gebliebenen Geschlechter, ein jedes für sich und die Frauen für sich.

Solches gab es noch nicht in der gesamten Geschichte Israel. Und deshalb ist das noch #Zukunftsmusik# Wenn man dann (in Sacharja) weiter liest, wird man sehen, dass es eine schwere Zeit für Israel werden wird. Aber am Ende wird Gott ein geläutertes Volk Israel vorliegen.

Mal ganz ehrlich! Wir sprechen oft so abfällig über das sogenannte "Auserwählte Volk". Sind wir nicht alle Gottes Volk, fragte mich mal eine Bekannte. Aber nicht #so wie Israel#. Denn von Israel verlangt Gott #absolute Reinheit# und #absoluten Gehorsam# und #absolute Gottesfurcht#. Das ist eine erhebliche Last und Aufgabe! Eigentlich kann ich fast froh sein, dass ich nicht unter dieser Knute Gottes stehe wie Israel. Aber erst, wenn Gott sich solch ein Israel zubereitet hat, vollzieht sich Gottes Plan für diese Welt. Wie es scheint, werden noch viele an dieser Aufgabe zugrunde gehen. Nicht wirklich ein schöner Gedanke. Darum kann ich Israel nur segnen, dass viele Jesus erkennen werden. Und anerkennen. Sie sollen das Volk sein, das Gott absolut wohlgefällt. Wie kann das gehen, fragen wir uns? Gott kann es...

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Jesus sagte ja auch, dass nicht alle in den Himmel kommen, die zu ihm sagen werden Herr, Herr, sondern die tun den Willen Gottes, seines Vaters im Himmel.
Das ist dann doch unabhängig davon, ob diese sich als Juden, Christen, Muslime, Atheisten, Buddhisten, Hinduisten, bezeichnen.

Das stimmt. Diesen Maßstab legt er an die gesamte Welt. Eine lebendige Beziehung zu Gott, ist nicht durch fromme Floskeln zu bewerkstelligen. Aber das sind die Heidenvölker. Und ihnen fällt laut Bibel eine andere Rolle zu, als Israel. Der Maßstab, den Gott an Israel legt, ist NICHT der Maßstab, mit denen die Völker gemessen werden. Und das ist übrigens auch wieder die Gnade Gottes, denn sonst würde der Himmel wohl so ziemlich leer bleiben. Damit meine ich wie oben schon beschrieben: Israel muss ganz heil und rein werden, damit praktisch "die ganze Welt zur Erkenntnis des Herrn" kommen kann. Angefangen bei Israel selbst. Aber für die Welt gilt:

Offb. 22

11 Wer Böses tut, der tue weiterhin Böses, und wer unrein ist, der sei weiterhin unrein; aber wer gerecht ist, der übe weiterhin Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der sei weiterhin heilig.
12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie sein Werk ist.

Die Welt "darf" sozusagen selbst entscheiden, welchen Weg sie geht. Israel nicht. Ich drücke es mal drastisch aus: Israel #muss# den richtigen Weg gehen. Damit sich alles erfüllt, was Gott gesagt hat. Unter diesem Aspekt versteht man vielleicht auch mehr, warum die Welt theoretisch und praktisch gegen Israel reagiert und agiert. Denn der Widersacher Gottes weiß um diese Sache, dass Israel der Zeiger auf Gottes Uhr ist. Darum ist es nicht verwunderlich, wenn er alles daran setzt, Israel aus dem Weg zu räumen. Mit Diskredition, mit Lügen und Halbwahrheiten, mit Boykott, mit Anklage, mit Resolution, mit Teilungsplänen, mit falschen Beobachtern und Berichterstattern, mit Raketen und Kriegen, feindlichen Bündnissen usw.

Israel hat einen schweren Stand. Und noch doppelt, weil es noch nicht im Gesamten zum Herrn zurückgekehrt ist.

Aber Sacharja 8 macht mir immer wieder Mut:

22 So werden viele Völker und mächtige Nationen kommen, den HERRN Zebaoth in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen.
23 So spricht der HERR Zebaoth: Zu jener Zeit werden zehn Männer aus allen Sprachen der Völker einen jüdischen Mann beim Zipfel seines Gewandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.

Ich sehe jetzt schon, dass Gott mit Israel ist, obwohl die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, die aus vielen Ländern heimkehren, sich nicht so einig sind. Im Moment eint sie die gemeinsame jüdische Heimstätte, der Ort ihrer Vorväter, der Ort, den Gott ihnen seit Abraham versprochen hatte. Und trotz der widrigen Umstände, wie sie manchmal ins Land kamen und dass die Feinde ringsum schon mehrfach versucht haben, jüdische Präsenz zu beenden, hält Gott seine Hand drüber und wacht über dieses Volk. Denn es muss geschehen, was der Mund des Herrn gesagt hat.

LT

LT

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luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
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Beiträge : 635

Hallo Loewentier

Veröffentlicht von: @loewentier

Die Bibel sagt ja auch, dass es zum großen Abfall kommen wird, das in vielen Menschen die Liebe erkaltet, das man sich nach Lehrern und Lehren sehnt, nach denen einem die Ohren jucken (die man lieber hört als die reine Wahrheit). Abfall (Abfallen vom Glauben) kann, wie es schon sagt, nur bei den Gläubigen passieren. Das heißt für mich: die z.B. liberale Theologie sorgt dafür, dass Grundlagen der Bibel verlassen werden. = die Menschen glauben, dass sie eine bessere Lehre als die frühere gefunden hätten = sie verführen noch andere zu dieser Art des Glaubens. Aber irgendwann kracht dieses Ding in sich zusammen, weil es nicht (mehr) tragfähig ist. Der Grund, warum das Ganze nicht tragfähig sein wird, liegt meines Erachtens darin, dass Jesus nicht mehr für das Heil zuständig ist, sondern der Mensch selbst. Wenn Jesus also nicht mehr für meine Sünden zuständig ist, dann bin ich es. Oder: es gibt keine Sünden, alles ist normal und führt keineswegs von Gott weg! Der Stein des Anstoßes (Jesu Sterben

Jesus kam damals, also vor 2000 Jahren um sich für allumfassend gelebte Liebe zu Gott dem Nächsten und sich einzusetzen. Diesbezüglich lehrte er und lebte vor, was hierfür künftig zu tun und zu lassen ist.
Jesus nahm seine Mittlerrolle zwischen dem einen wahren Gott, dem Vater im Himmel und der Menschheit sehr sehr ernst. Dies auch wenn er dafür verfolgt wurde, gar mit dem Leben bezahlte.
Die damaligen Jünger und Apostel setzten sich dann auch wiederum unter lebensbedrohlichen Umständen für den Weg aus allfälliger Sündenknechtschaft zu inniger Gottverbundenheit (Gott ist Liebe) ein.

Aufrichtig gelebte allumfassende Liebe, war und ist der Schlüssel zum Himmel zu inniger Gottverbundheit, allmähliche bis vollkommene Erlösung vom Einfluss Gottes Widersacher = Heilsplan Gottes mit dem Volk Israel und der gesamten Menschheit.

Jesus lehrte, dass an diesen beiden Geboten (Liebe zu Gott dem Nächsten und sich selbst )das ganze Gesetz und die Propheten hängen.
Paulus ermahnte auch überall, nurmehr Liebe zu leben: Wer liebt tut dem Nächsten nichts Böses, somit ist die Liebe die Erfüllung der Gesetze.
Petrus lehrte deshalb klar: Abkehr von ALLER Bosheit. Dies wohl klar auch um die Liebe unter den Menschen zu mehren.

Jetzt erkläre Du mir mal, warum Jesus und seine Jünger und Apostel von den damaligen religiösen Machthabern, allen voran Hohepriester Kaiphas verfolgt und gesteinigt wurden, wenn sie sich doch für Gottes Heilsplan einsetzten, dem Einfluss des Verführers zu Gottlosigkeiten allmählich bis vollkommen eine Ende zu setzen?

Dasselbe Verfolgungsprozedere setzte sich dann ja fort, als Kirchenobere sich das Christentum mit ihren jesusfernen Glaubensdogmen zu eigen machten und wiederum Gläubige, welche Jesus Christus die Treue halten und sich NICHT unterjochen lassen wollten der Ketzerei beschuldigt und verbrannt wurden.

Nun schau dich mal um. In welcher Kirche oder Freikirche wird denn das Dranbleiben an Jesus Christus ihm vom Vater im Himmel eingegebenen Wegweisungen zu inniger, bleibender Gottverbundheit gelehrt? Ich lese auch hier immer nur, dass es angeblich unmöglich sei, künftig ein sündenfreies Leben in der Liebe Gottes zu führen.

Steht zwar nirgends in der Bibel, hat womöglich irgendwann einmal jemand in Umlauf gebracht, der meinte, wenn er es nicht schaffen würde, sei es eh unmöglich. Gott hilft beim Wollen und Vollbringen. Denn Gott, dem Himmlischen Vater war und ist daran gelegen, dass Kaltherzigkeit ein Ende bereitet wird und seine Geschöpfe sich endlich für die gelebte Liebe untereinander entscheiden, damit das Reich Gottes wie im Himmel so auch auf Erden eine Chance erhält.

Wie lautet denn Gottes Wille, sein Heilsplan mit der Menschheitf? (nurmehr LIEBE zu leben)Jesus Christus lehrte und lebte vor und gebot seinen Jüngern die Frohe Botschaft bezüglich Reich Gottes durch Abkehr der Sünder vom Sündigen in Umlauf zu bringen.

Weder Jesus Christus noch Paulus, so auch nicht Jakobus oder Petrus, Johannes lehrten, dass es unmöglich sei aufzuhören der Sündenknechtschaft zu unterliegen. Im Gegenteil, sie pochten darauf nurmehr Gott zu dienen, was durch nurmehr gelebte Liebe, vollkommener Verzicht auf jegliche Kaltherzigkeit erreicht werden kann.

lg lulute

luxlucetintenebris antworten
Anonymous
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Gut ich komm aus einer anderen christlichen Ecke, aber das hier, 2 x von dir erwähnt , kann ich voll zustimmen.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

und seine Geschöpfe sich endlich für die gelebte Liebe untereinander entscheiden, damit das Reich Gottes wie im Himmel so auch auf Erden eine Chance erhält.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Im Gegenteil, sie pochten darauf nurmehr Gott zu dienen, was durch nurmehr gelebte Liebe, vollkommener Verzicht auf jegliche Kaltherzigkeit erreicht werden kann

zwei mal der Fakt der gelebten Liebe von dir explizit erwähnt!
Da bin ich sowas von voll bei dir lieber lulute, das glaubst du gar nicht.
Hat der Herr uns schon zu Wesen der völlig freien Liebe und dem Willen dazu auf einem Planeten, den wir uns untertan machen dürfen, gesetzt, so wird Er auch was mit uns vorhaben.

Die Bibel strotzt doch gerade davon voll, wenn es um Gleichnisse geht in der der Gläubige, der Knecht, der Sohn, ja wir angespornt werden aus den Talenten, Cents und Pfründen die wir mitbekommen haben etwas zu machen!

Wie kann ich es dem liebenden Vater beweisen das ich einen Willen hab der frei ist, aber auf IHN zeigt mit all seiner geringen Willenskraft.

Durch Gebote und warten auf Gnade?

Solange ein Gebet nicht wirklich aus dem Herzen kommt, und es gibt derer viele die nur aus dem Plappermaul ersprießen, ist es nichts wert.

Und Gnade?! Darauf hoffen als einzigen Antrieb meines Glaubens!? Möglich! Auf jeden Fall!! Da alles was wir hier tun, entscheiden oder mit uns gemacht wird, auf Gottes Gnade beruht. Die ist also sowieso immer da in unserem Leben. Braucht nicht extra hervorgekramt werden.
Ist Fundament unseres Daseins!

Aber durch Übung! Durch Tat! Durch Teamarbeit! Denn Christen sind im Team besser. Dadurch macht ein Geschöpf seinem Schöpfer eine Freude. Dadurch wird der Sohn zum zurückgekehrtem Sohn. Draus wird aus einem faulen Knecht ein guter und daraus wird aus einen Berufenem ein Auserwählter.
Wir sollen mal so werden wie ER! Schöpfer unser eigenen Welt. Und Mitarbeiter an der großen Schöpfung die nie still steht.

Da wär es doch mal ganz angebracht, in aller unserer Raffinesse, Klugheit, Intellekt und Liebe zum Herrn, bereits hier auf Erden schon mal schöpferisch tätig zu werden.

Mein Ding ist da ja immer noch ein gemeinsames Buchprojekt!
Warum?
Weil gemeinsam nicht einsam macht und wo zwei in Seinem Namen......

Und weil Buch als Projekt groß genug ist um es von zu Hause aus am PC zu stemmen und es ein großes Publikum ansprechen kann, wenn es gleich in rechte Bahnen gelenkt wird.

Gruß

plusmehr

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luxlucetintenebris
(@luxlucetintenebris)
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Hallo plusmehr, egal aus welcher christlichen Ecke man kommt oder sich zugehörig fühlt....die welche Jesus Christus im Herzen haben, das von ihm Gelehrte in ihrem Leben integrieren, was ER ans Herz legte zu tun, respektive zu lassen, sind sich doch EINS im Geist/Herzen. 😊

Veröffentlicht von: @plusmehr

Gut ich komm aus einer anderen christlichen Ecke, aber das hier, 2 x von dir erwähnt , kann ich voll zustimmen.

Ich las voller Freude, was Du so treffend geschrieben hast. Christsein ist nach meinem Empfinden keine rein theoretische (alltägliches Bibelstudium) sondern und insbesondere eine praktische Angelegenheit.
Es erfüllt doch immer mit inniger Freude und Dankbarkeit, wenn man gewiss ist, dass man wieder die von Gott gebotene Möglichkeit, gabengemäss zu helfen -ohne Ansehen der Person- erkannt und umgesetzt hat.

Veröffentlicht von: @plusmehr

Die Bibel strotzt doch gerade davon voll, wenn es um Gleichnisse geht in der der Gläubige, der Knecht, der Sohn, ja wir angespornt werden aus den Talenten, Cents und Pfründen die wir mitbekommen haben etwas zu machen!

Kennst Du das Buch von Graham Gordon: Das habt ihr mir getan: Engagiertes Christsein in einer unfairen Welt?

Er ruft darin die Christenheit auf, das ihnen Mögliche zu tun, um am Reich Gottes in und um sich mitzuwirken. Eph.2.10 und 2. Tim.3.17zeigen ja, dass Gott uns befähigen will, unseren Gaben gemäss nurmehr Gutes zu tun. Er hilft beim Wollen und vollbringen.
Das erlebe ich seit Jahren auf vielfältige Weise.

Veröffentlicht von: @plusmehr

Hat der Herr uns schon zu Wesen der völlig freien Liebe und dem Willen dazu auf einem Planeten, den wir uns untertan machen dürfen, gesetzt, so wird Er auch was mit uns vorhaben.

Veröffentlicht von: @plusmehr

Da wär es doch mal ganz angebracht, in aller unserer Raffinesse, Klugheit, Intellekt und Liebe zum Herrn, bereits hier auf Erden schon mal schöpferisch tätig zu werden.

Wenn nicht hier wo dann?

Veröffentlicht von: @plusmehr

Mein Ding ist da ja immer noch ein gemeinsames Buchprojekt!
Warum?
Weil gemeinsam nicht einsam macht und wo zwei in Seinem Namen......

Oh, auch ich bekomme immer wieder Impulse, meine gewachsenen Erkenntnisse zu einem Christsein in Christi Sinn niederzuschreiben.

Denn mein Leben hat sich grundlegend zum vollkommen Guten verändert, seit ich mich vor Jahrzehnten entschieden habe, mich voll auf die Denk-, Verhaltens- und Vergebungsanweisungen Jesus Christus einzustellen.

Veröffentlicht von: @plusmehr

Solange ein Gebet nicht wirklich aus dem Herzen kommt, und es gibt derer viele die nur aus dem Plappermaul ersprießen, ist es nichts wert.

Ich bete morgens darum, dass ich erkenne, ob und wo Gott mich jeweils aktuell einsetzen will um den von ihm ausgesuchten Menschen durch mich seine Liebe und Fürsorge erfahrbar zu machen.

Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden hat für mich folgende Bedeutung:
Dein Reich kommt dann, wenn Dein Wille wie im Himmel so auf Erden geschieht. oder: Wenn Dein Wille, wie im Himmel so auf Erden geschieht, kommt Dein Reich.

Und wie lautet der Wille unseres Vaters im Himmel, gemäss Jesus Christus unserem Herrn? Liebe Gott von ganzem Herzen und den Nächsten so wie Dich. Begegne und behandle alle Menschen so, wie Du es Dir von ihnen wünschst (wie wenn Jesus vor Dir stehen und Dich um Hilfe bitten würde) Vergelte nicht Böses mit Bösem (bleib gelassen, wenn ein Werkzeug des Teufels Dich in Rage bringen, dich von der gelebten, tätigen göttlichen Liebe, in die Finsternis zurückholen will )
Lk 6,28 segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen.
So das wärs bis hier. Dein Beitrag hat mich jedenfalls sehr gefreut und ich bin sicher Jesus Christus und den Vater im Himmel sicherlich genau so oder gar mehr 😊

Herzliche Grüsse lulute

luxlucetintenebris antworten
Loewentier
(@loewentier)
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Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Weder Jesus Christus noch Paulus, so auch nicht Jakobus oder Petrus, Johannes lehrten, dass es unmöglich sei aufzuhören der Sündenknechtschaft zu unterliegen. Im Gegenteil, sie pochten darauf nurmehr Gott zu dienen, was durch nurmehr gelebte Liebe, vollkommener Verzicht auf jegliche Kaltherzigkeit erreicht werden kann.

Ja, ich denke das wird nicht machbar sein, sich gänzlich der Sünde zu entziehen. Denn wir leben noch in einer Welt die als "gefallen" betitelt werden kann. Wir beschäftigen uns mit Personen, die selbst unter dem "Fall" leiden, wir reden wie "Gefallene" und wir handeln wie "Gefallene" und um uns herum sind lauter Dinge, die ebenso "gefallen sind" wie zum Beispiel die Schöpfung.

Das Wunderbare aber ist, dass Jesus uns immer wieder die Kraft gibt, wieder das zu sagen und zu tun, was Gott gefällt. Durch seine Hilfe: den Heiligen Geist. Das ist Gottes Werk und Gnade. Gelebte Liebe kann ich nicht selbst machen, sondern nur mit seiner Hilfe erleben. Darum bin ich vorsichtig, wenn Christen sich zu sehr in Aktionismus begeben, so schnell ist die Liebe aufgebraucht, war man im eigenen Auftrag unterwegs? Jedenfalls halte ich es für hier unrealistisch völlig auf etwas verzichten zu können. Das mag eine Weile funktionieren, aber dann ist Finito. Menschen auf dieser Erde, also ich meine gläubige, sind nicht dauer gefüllt von Gott, so gerne Gott das auch sehen würde, wir sind einfach schwache Gefäße, immer noch vom Fall Gezeichnete. Darum denke ich, dass es wie mit einem Auto ist. Manchmal sind wir ganz voll getankt. Manchmal sind wir nur noch halb voll, manchmal vergessen wir auch gleich aufzutanken, manchmal riskieren wir es auch völlig leer zu sein. Manchmal merken wir gar nicht, dass wir eine neue Füllung bräuchten und versuchen so lange wie möglich weiter zu fahren. Und doch weiß Gott das alles, seine Gnade ist täglich neu. Das ist meiner Meinung nach die Realität; das wir nicht jeden Tag gleich bereit sein können, obwohl der Heilige Geist uns täglich ausstatten möchte. Aber:

Ps 116,6 Der HERR behütet die Unmündigen; wenn ich schwach bin, so hilft er mir.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Ich lese auch hier immer nur, dass es angeblich unmöglich sei, künftig ein sündenfreies Leben in der Liebe Gottes zu führen.

Die Gnade ist täglich neu (auf dieser Erde). Hast du dich nie gefragt, warum wir immer noch Gnade brauchen? Wir sind hier noch auf dieser Erde und uns umgibt noch nicht die reine Herrlichkeit, die wir bei Gott haben sollen. Wenn du das Wort "künftig" gebrauchst, dann bezieht sich das für mich auf die neue Welt Gottes, die einmal kommen soll, wo es keine Tränen und kein Leid mehr geben wird. Aber alles hier ist noch Stückwerk:

1Kor 13,12 #Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht#. #Jetzt erkenne ich stückweise#; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Wozu brauchen wir Glaube und Hoffnung? Ja, weil wir noch nicht alles sehen oder haben und nicht alles erleben, oder auch tun. Aber ohne die Liebe geht es nicht, richtig. Daran sollen durchaus die Gläubigen erkannt werden. Das ist auch gleichzeitig der größte Vorwurf an die Gläubigen. Und dennoch: Gott nennt uns seine Kinder, auch wenn wir nicht immer an der Hartherzigkeit vorbeischrammen. Denn die reine Liebe, die besitzt nur einer: GOTT selbst in Jesus. Darum müssen wir auch immer wieder an dieser Stelle auftanken, um Vergebung bitten, und den Weg mit Jesus weitergehen. Ich glaube, anders geht es nicht.

Veröffentlicht von: @luxlucetintenebris

Jetzt erkläre Du mir mal, warum Jesus und seine Jünger und Apostel von den damaligen religiösen Machthabern, allen voran Hohepriester Kaiphas verfolgt und gesteinigt wurden, wenn sie sich doch für Gottes Heilsplan einsetzten, dem Einfluss des Verführers zu Gottlosigkeiten allmählich bis vollkommen eine Ende zu setzen?

Ich kann da nicht viel erklären. Aber ich erinnere an Zeiten bei uns Christen selbst, als Schlagzeug und Tanzen im Gottesdienst verboten waren, weil es angeblich teuflisch war. So will ich sagen: solche Entscheidungen gegen das, was Gott tun will, geschehen immer wieder durch diese Enge in unseren Köpfen und Herzen. Die damaligen Pharisäer haben ja meines Erachtens sehr genau geprüft, ob das der Messias sein könnte. Aber laut Jesus haben sie ihre eigene Schriftbezeugung, wie der Messias kommen werde, nicht wirklich verstanden. Bis heute haben Juden mit Jesaja 53 Probleme, deuten es anders oder umgehen es. Andererseits heißt es ja auch, dass sie neidisch waren, dass die Massen mehr Jesus als ihnen in den Synagogen zugehört haben. Der eigene Status kann also durchaus auch ein Hindernis sein, Gottgewolltes anzunehmen. Wie dem auch sei; wichtig ist, zu verstehen, dass die damaligen jüdischen Führer die Meinung vertraten, dass der Messias ganz anders sein müsse. Und zwar so, wie wir uns das zweite Kommen Jesu vorstellen: In Macht und Herrlichkeit, die Feinde besiegend und Israel zu neuer Königsherrschaft bringend. Ja, das wird eines Tages wirklich geschehen. Jedoch müssen sie vorher noch erkennen, dass ihr Messias bereits da war und das er beim ersten Mal nicht als Herrscher kommen musste, sondern als Diener und Erlöser. Siehe Jesaja 53.

LT

loewentier antworten
Anonymous
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Veröffentlicht von: @loewentier

Jesus lebte zu biblischen Zeiten in einem jüdischen Staat.

eigentlich nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misches_Reich

Aber: Ja, Jesus war Jude. Ja, die allerersten Christen waren letzlich eine jüdische Sekte. Große Teile unserer Bibel wurde von Juden für Juden geschrieben. Das sollten wir beim Lesen berücksichtigen.
Gerade was die Bildsprache um Exil, Befreiung, Vergebung der Sünden, Himmelreich, Reich Gottes und so angeht, finden sich vor diesem kulturellen plötzlich tiefe Bedeutungen und viel setzt sich ein bisschen anders zusammen, als zumindest ich das immer wieder gehört habe.
Und auch ja, wir können am Umgang der Juden mit der Bibel viel lernen. Auch was Streitkultur angeht. Ja, da sollten wir uns damit beschäftigen.

Liebe Grüße
kueken

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Anonymous
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Der damalige "Jesuanische" Paradigmenwechsel war ja mitunter daß es nicht mehr auf die jüdisch-traditionellen Bräuche mehr an kam, um als "Zweig des Ölbaums" zu gelten.

Auch nicht mehr auf die Bluts-Abstammung. Man musste nicht mehr als ethnischer Jude geboren sein... das spielte keine Rolle mehr.

Selbst sogar nicht mal mehr die als hoch und heilig geltenden ur-jüdisch-typischen mosaischen Gesetze spielten keine spezielle Rolle mehr.

Diese wurden zusammengefasst mit der "goldene Regel" bzw. der Nächstenliebe.

Beschneidung? Kein "muss" mehr... um "zum Volk Gottes" zu gehören.

Mosaische Speisevorschriften? "Nicht was in den Mund hineingeht verunreinigt den Menschen... " ( die goldene Regel bzw. die Nächstenliebe.

Tieropfer? Nicht mehr Notwendig. Jesus verkörperte die Versöhnung der Sünden.

Nicht nur für die Juden... sondern für die ganze Welt. Jeder aus allen Nationen und Religionen war eingeladen die mesianischen, allgemein gültigen Gebote zu halten: Die Goldene Regel und die Nächstenliebe.

"Und er selbst ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. Daran merken wir, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten." (1 Jo 2,2)

Jesus löste die Propheten und die Gesetze aber nicht auf. Er erfüllte sie so, wie sie im Kern gemeint waren.

Er sah über alles was Irrlevant, verzerrt und verfälscht war hinweg (daher der Endlose Streit mit den Pharisäern und Schriftgelehrten zB... da diese "Mücken aussiebten aber dabei Kamele verschluckten") und zeigte auf den eigentlichen Kern.

Dieser Kern war und ist Göttlich, Allgemein und Universell.

Der Kern nicht nur von Jesus und den Propheten- Lehren... sondern der Kern von jeden Menschen, ist weder jemals "jüdisch"... noch "römisch"... noch "griechisch" etc... gewesen.

Sondern Göttlich.

So auch die Lehren Jesus.

Seine Lehren kamen direkt von Gott.

Gewidmet an alle Menschen.

Juden sowie Nicht-Juden.

Nationalität, Religonszugehörigkeit, Blutsabstammung, Ethnie etc... spielte keine Rolle mehr bei der Frage wer zur Familie Gottes gehört.

Sondern nur noch, wer bereit den Weg von Jesus nachzufolgen. Das war (und ist immer noch) der Weg der Friedens, der Vergebung, der Nächstenliebe und der Gotteserkenntnis... sowohl im Glauben als auch im Werk.

Wer auch immer diesen Weg mitging, der zählt(e) von da ab zum auserwählten Volk Gottes, zur Familie Gottes, zu "den Heiligen", zum Zweig am Ölbaum.

Diese waren (und sind) auf den direkten Weg in das Himmelreich.

Anonymous antworten
Ungehorsam
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Verhältnis zu Juden und zum Staat Israel
Jesus war Jude, ebenso wie die ersten Apostel. Christliche Theologie basiert auf der jüdischen Religion. Das ist das, was uns mit dem Judentum verbindet. Ich persönlich respektiere und achte die jüdische Religiösität, die sich dennoch (ähnlich wie bei uns Christen) in unterschiedlichen Weisen äußert - von erzkonservativen bis zu liberalen Gemeinden.

Dem Staat Israel gebührt mein Respekt, daß er sich in feindlicher Umgebung so gut behaupten kann und wirtschaftlich so gut floriert.
Alle Interessen zu vereinen, scheint trotz allem einigermaßen zu funktionieren. Interessant, daß die ultraorthodoxen Juden den Staat ablehnen.
Aber: es ist kein Gottesstaat. Ich wüßte nicht, daß wie auch immer geartete Verheißungen auf diesem Staat liegen sollten. Für Israel ist das Völkerrecht ebenso bindend wie für alle anderen Staaten. Und wenn Israel dagegen verstößt, sollte das benannt werden.

ungehorsam antworten
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Loewentier
(@loewentier)
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Veröffentlicht von: @ungehorsam

Dem Staat Israel gebührt mein Respekt, daß er sich in feindlicher Umgebung so gut behaupten kann und wirtschaftlich so gut floriert.
Alle Interessen zu vereinen, scheint trotz allem einigermaßen zu funktionieren. Interessant, daß die ultraorthodoxen Juden den Staat ablehnen.
Aber: es ist kein Gottesstaat. Ich wüßte nicht, daß wie auch immer geartete Verheißungen auf diesem Staat liegen sollten. Für Israel ist das Völkerrecht ebenso bindend wie für alle anderen Staaten. Und wenn Israel dagegen verstößt, sollte das benannt werden.

Ja, das kann man wohl nicht genug wiederholen: Israel lebt in #absolut feindlicher Umgebung#. Aber ganz so neu ist das auch nicht. Israel hat schon zu biblischen Zeiten eben diese Feinde um sich herum gehabt. Nur hießen sie: Assyrien, Persien, Babylon...auf demselben Gebiet wird heute wieder mit den Säbeln gerasselt. Sogar die "Philister" sind heute wieder mit von der Partie (als Palästinenser) auch wenn sie wohl nicht die direkten Nachfahren sind. Also: Neu ist das nicht. Israel musste schon immer auf seine Grenzen aufpassen und baute sich schon immer "Mauern" gegen Feinde. Neu ist aber, dass der Rest der Welt auch immer mehr gegen Israel schreibt, redet, handelt usw. Es ist buchstäblich am Voranschreiten, dass es dann tatsächlich alle Nationen sein werden. Paradox dabei: Am Ende dieses Streitens gegen Israel hat Gott immer noch #Segen für die Völker# vorgesehen. Trotz dem diese Nationen nicht am Gericht vorbeigehen können, folgt dann z.B. bei Ägypten eine Segensphase. Wer die Bibel genau kennt, sieht auch, dass das Gebiet von Gaza zu einem Stamm von Israel (!) wird. Noch kaum zu glauben. Aber wenn man sieht, wie satt die Gazaner die Hamas haben, vielleicht doch denkbar. Sogar Assur nennt Gott "seiner Hände Werk"

Jesaja 19

23 Zu der Zeit wird eine Straße Ägypten mit Assyrien verbinden. Die Assyrer und die Ägypter werden sich gegenseitig besuchen und gemeinsam werden sie den Herrn verehren. 24 Dann wird Israel der Dritte im Bunde sein, zusammen mit Ägypten und Assyrien – ein Segen für die ganze Erde. 25 Der Herr, der Herrscher der Welt, wird sie segnen mit den Worten: »Gesegnet ist Ägypten, mein Volk! Gesegnet ist Assyrien, das ich geschaffen habe! Gesegnet ist Israel, mein Eigentum!«

Was ist ein Gottesstaat? Wenn Gott sagt: das ist mein Land, dann können auch wir sprechen: Israel ist Gottes Land. Und doch: es liegen viele Verheißungen auf diesem Land. In Hesekiel lesen wir, wie die verstreuten Knochen (Israel war ja "tot") sich wieder zusammenfügen. Dann wächst Fleisch und Sehnen, aber der Geist des Herrn ist noch nicht hineingeblasen. Alles geht immer der #Reihenfolge nach# . Wir sehen jetzt, dass das "totgeglaubte" Israel sich wieder sammelt, und diese Sammlung ist noch im Gang und noch nicht abgeschlossen. Aber den Geist, den gibts erst zum Schluss. Wollen wir Christen das nicht begreifen? Wir glauben immer noch, dass alles zu gleicher Zeit geschehen müsse, um Israel anerkennen zu können. Dabei ist es ja noch nicht mal in unserer eigenen kleinen Glaubenswelt so, dass alles gleichzeitig geschieht. Ich denke viele Christen sind ebenso verstockt in der Sache Israel als Gottes Werk zu entdecken wie Israel seinen Messias zu entdecken. Aber irgendwann kommt alles zusammen und ist Zeit zu sehen. Vielleicht werden dann auch wir weinen über unserer eigene Verstockung und nicht nur die Juden, wenn sie den "Durchbohrten" anerkennen und verstehen, dass der Messias längst da war. Nur so kann es ja kommen, wie in Joel und Sacharja geweissagt, dass Nichtjuden und Juden zusammen den Herrn nachfolgen. Jetzt kocht noch jeder sein eigenes Süppchen.

LT

loewentier antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Dein Jesaja-Zitat hat weder etwas mit der Gegenwart noch mit der Zukunft zu tun, sondern mit der Vergangenheit.

Sicher hat Israel Feinde, viele Feinde. Aber ebenso hat Israel viele Freunde, und dazu zähle ich neben den USA auch unser Deutschland sowie alle unsere europäischen Nachbarn.

ungehorsam antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Dein Jesaja-Zitat hat weder etwas mit der Gegenwart noch mit der Zukunft zu tun, sondern mit der Vergangenheit.

Ich stimme dir nicht zu. Diese Dinge sind noch nicht geschehen. Es gab noch keine Zeit, in der Ägypten und Assur gemeinsam mit Israel den Herrn angebetet haben. Schon weil die anderen Länder damals andere Götter verehrten und heute sind das muslimische Länder. Also da muss noch was geschehen, dass ein MUSLIM den Gott Israels anbetet.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Sicher hat Israel Feinde, viele Feinde. Aber ebenso hat Israel viele Freunde, und dazu zähle ich neben den USA auch unser Deutschland sowie alle unsere europäischen Nachbarn.

Ja, die sogenannten Freunde, die nicht zur Stelle sind, wenn Israel tatsächlich ernsthaft Hilfe gebraucht hat. Israel hat bisher alle Kriege ohne diese Herrschaften meistern müssen und sogar noch Schwierigkeiten mit der Verteidigung bekommen, weil Waffenembargos verhängt wurden. Wo waren Deutschland und USA, als es ernst wurde? Es erinnert so ein bisschen an biblische Zeiten, als Ägypten versprach im Kriegsfall einzugreifen, dann aber nicht erschien.
Ich denke es ist Gnade, so, wie es noch ist, dass Deutschland, USA und andere Länder es wagen freundlich mit Israel zu sein. Und ich bete auch, dass das noch eine ganze Weile so bleibt. Aber auf der anderen Seite interessieren sich gerade die beiden genannten Länder eher für ihre eigenen Interessen. Zudem darf man ja die muslimische Gesellschaft nicht zu sehr verärgern, wenn man zu pro Israel ist. Also, mir kann keiner was vormachen. So richtige Freunde- darunter stelle ich mir was viel ernsthafteres vor. Trotzdem können wir einigermaßen froh sein, dass von den USA und Deutschland dennoch noch Hilfe an Israel fließt. Jedoch eben nicht im Großen Stil.
Ich finde es auch schön, dass immer mehr Länder ihre Botschaft nach Jerusalem verlagern, auch hier erfüllt sich eine Verheißung, dass die Nationen nach Jerusalem ziehen werden (auch wenn im Moment noch aus politischem Interesse).

LT

loewentier antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

immer mehr Länder ihre Botschaft nach Jerusalem verlagern,

reiner Symbolismus, ohne jeglichen politischen Nutzen.

ungehorsam antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7628
Veröffentlicht von: @ungehorsam

reiner Symbolismus, ohne jeglichen politischen Nutzen.

Schlimmer noch: dadurch wird noch mal extra Öl ins Feuer gegossen.

suzanne62 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ja, wahrscheinlich ist das die Absicht dahinter. Anders kann ich mir das nicht erklären.

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo Ungehorsam

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Interessant, daß die ultraorthodoxen Juden den Staat ablehnen.

Diejenigen ultraorthodoxen Strömungen die den heutigen Staat Israel ablehnen (nicht alle Ultraorthodoxen lehnen ihn ab) begründen das damit daß - gemäß ihrer Deutung der Tora - nur der kommende Messias einen jüdischen Staat Israel wieder aufrufen und gründen kann... und wird. Solange müssen sie im Exil darauf warten.

Und da ja der Messias aus ihrer Sicht noch nicht gekommen ist, nur dieser aber das Recht hat das zu tun, anerkennen sie den heutigen Staat Israel nicht an... da er eben nicht vom Messias gegründet wurde.

lg

Anonymous antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @anst

Und da ja der Messias aus ihrer Sicht noch nicht gekommen ist, nur dieser aber das Recht hat das zu tun, anerkennen sie den heutigen Staat Israel nicht an... da er eben nicht vom Messias gegründet wurde.

Solche Menschen gab und gibt es immer. Und: Wie sollen sie auch erkennen, dass es längst der Messias ist, der diesen Staat wieder belebt hat? In ihren Augen war Jesus nicht der Messias. Wie können sie diese Bibelstelle (Hesekiel) vom sich zusammen fügenden Knochenfeld als dieses Entstehen von Israel entdecken, wenn sie noch nicht vom Geist Gottes ergriffen sind? Es wird nicht funktionieren. Die Bibel sagt deutlich: Ein Teil von Israel ist Verstockung widerfahren (um der Heiden willen) und weil die Zeit noch nicht erfüllt ist.

Trotzdem interessant, dass viele von ihnen im Staat Israel ganz gut wohnen 😊

LT

loewentier antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1315
Veröffentlicht von: @anst

Und da ja der Messias aus ihrer Sicht noch nicht gekommen ist, nur dieser aber das Recht hat das zu tun, anerkennen sie den heutigen Staat Israel nicht an... da er eben nicht vom Messias gegründet wurde.

Aber die Sozialleistungen dieses - von ihnen abgelehnten Staates - und die Sicherheit, die er ihnen gibt, das nehmen sie gerne in Anspruch. 🤓
Glaubwürdig (aus religiöser Sicht) und liebenswerter (aus menschlicher Sicht) macht sie das in meinen Augen nicht 😕

Dschordsch

bepe0905 antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352

Gott erwählte dieses Volk
Um es glaubwürdig und liebenswert erscheinen zu lassen???

Auch hier traf Gott ganz andere Entscheidungen, als wir Menschen es erwarten würden. Liebe Mitchristen, wir glauben- wenn schon denn schon- an einen Gott, den wir kaum begreifen können, der uns verspricht, dass sein Opfer ausreicht um erlöst zu sein und der uns in Aussicht stellt zu sehen "was kein Auge jemals zuvor gesehen hat" und zu hören "was kein Ohr jemals zuvor gehört hat." Ist es da so unwahrscheinlich, dass die Wege, die er mit den Juden ging und geht, ebenso schwer zu begreifen sind? Ich denke, wir können schon eine Menge verstehen, ich würde sagen: Note ausreichend. Aber niemals lässt Gott sich ganz in die Karten sehen, bis diese Erdenzeit um ist. Zudem seine Gedanken auch höher sind, als die unsrigen. Trotzdem finde ich es schon wunderbar, was ich begreifen kann:

Mit Erstaunen stelle ich fest:

- ein kleines Volk hat er sich erwählt

- ein halsstarriges Volk hat er sich erwählt

- ein verachtetes Volk hat er sich erwählt

-- Nachzulesen irgendwo in der Bibel. Leider keine Zeit es selbst zu suchen.

Und es reicht, dass ER, Gott, seine Liebe zu diesem Volk ausdrückt. Niemand liebt dieses Volk mehr als Gott selbst. Darum möchte ich dies beachten und achten.

LT

loewentier antworten
Salvatore23
(@salvatore23)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 35
Veröffentlicht von: @ungehorsam

esus war Jude, ebenso wie die ersten Apostel. Christliche Theologie basiert auf der jüdischen Religion. Das ist das, was uns mit dem Judentum verbindet.

Also ich wüsst nicht wirklich was uns mit jüdischer Tradition verbindet. Wir Christen haben weder Speise- noch Beschneidungsvorschriften. So haben wir auch nicht die gleichen Feste. Solcherlei hat sogar der Exjude Paulus fürs Christentum als ungültig erklärt

Ich finde jede Religion hat ihre Glaubensinhalte. Seien es Juden, Hindus, Muslime, oder Buddhisten oder wie sie alle heissen. Ich respektiere dies, mag es aber nicht, wenn man Jesus Christus Vorgaben für ein gelebtes Christentum dermassen in den Hintergrund stellt.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Aber: es ist kein Gottesstaat. Ich wüßte nicht, daß wie auch immer geartete Verheißungen auf diesem Staat liegen sollten. Für Israel ist das Völkerrecht ebenso bindend wie für alle anderen Staaten. Und wenn Israel dagegen verstößt, sollte das benannt werden.

Wenn man sich in evangelikal fundamentalistischen Gemeinden umhört, dann kann sich Israel alle Verstösse gegen Menschenrechte Waffenruhe, Abkommen über Baustopps leisten.

Immer wird in solchen Gemenden die Schuld an Eskalationen den Palästinensern zugeschrieben auch wenn es nicht immer wirklich der Fall ist.

Wir hätten es auch nicht gerade gern, wenn wir aus unserem Land vertrieben würden wenn da jemand käme um geschichtlich ältere Rechte an Teilen unserer Schweiz geltend zu machen.

Salve Salvatore

salvatore23 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Solcherlei hat sogar der Exjude Paulus fürs Christentum als ungültig erklärt

Jein. Die Zehn Gebote sind auch für Christen bindend. Nur das Zweite Gebot (Bilderverbot) wurde herausgenommen. Aber so viel ich weiß, hat die reformierte Tradition nach Zwingli und Calvin das Zweite Gebot wieder aufgenommen.

ungehorsam antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7628
Veröffentlicht von: @salvatore23

Immer wird in solchen Gemenden die Schuld an Eskalationen den Palästinensern zugeschrieben auch wenn es nicht immer wirklich der Fall ist.

Wenn man sich vor Augen führt, dass es unter den Palästinensern ja auch Christen gibt, wird das vollends absurd.
Das Existenzrecht des Staates Israel anzuerkennen ist eine Sache - aber das muss ja nicht bedeuten, dass alles, was dieser Staat tut und entscheidet, immer richtig sein muss.

suzanne62 antworten
Loewentier
(@loewentier)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 352
Veröffentlicht von: @salvatore23

Also ich wüsst nicht wirklich was uns mit jüdischer Tradition verbindet. Wir Christen haben weder Speise- noch Beschneidungsvorschriften. So haben wir auch nicht die gleichen Feste. Solcherlei hat sogar der Exjude Paulus fürs Christentum als ungültig erklärt

Das würde ich so nicht unterstreichen. Einiges, was wir heute als Christen feiern, erinnert an das Judentum: Pessach und Ostern, Schawuoth und Pfingsten, Rosh Hashana und Neujahr)

http://www.segne-israel.de/artikel/a_feste.htm

Bezeichnend auch Folgendes auf der selben Seite:

"Im Jahr 2000 fielen ausnahmsweise Ostern und Pessach zusammen - das geschieht sonst nicht häufig (Juden haben einen Mondkalender, Christen einen Sonnenkalender).
#Ursprünglich lagen jedoch der Termin des Oster- und Pessach-Festes zusammen#, #sie wurden aber von der Kirche auseinandergelegt#, #um jede Erinnerung an die jüdischen Wurzeln auszumerzen.# Beim Konzil von Nicäa 325 wurde das Osterfest vom jüdischen Passah-Termin auf den Sonntag nach Passah gelegt. #"Denn es wäre ausser jedem Maßstab ungebührlich#, #wenn wir in dem heiligsten aller Feste den Gewohnheiten der Juden nachfolgten.# #Lasst uns nichts gemeinsam haben mit dem abscheulichen Volk.#" (Aus dem Brief von Kaiser Konstantin, zit. in Eusebius, Vita Const., Lib. III 18-20 ).
Es ist jedoch so, dass die jüdischen Feste viel mit den christlichen zu tun haben"

Paulus war übrigens nie ein Exjude. Er wurde höchstens von bösen Zungen so bezeichnet. Zudem ist es nach wie vor für viele (Juden wie Nichtjuden) unbegreiflich, Jesus nachzufolgen und trotzdem Jude zu sein (heute: Messianische Juden/Judenchristen). Denn man muss nicht seine Religion wechseln, um dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu dienen. Das ist natürlich besonders in meinen Augen ein Paradox, weil Jesusgläubige ja für sich persönlich gesehen immer noch an denselben Gott (der Juden) glauben. In den Augen traditioneller Juden jedoch nicht, weil sie das mit dem Messias sehr wohl anders verstehen (aber das verzeiht ihnen sogar Gott). Ihr Tag wird noch kommen. Aber dann, oho- dann wird sich das völlig drehen, wenn sie ihren Messias erkannt haben, dann werden sie alles viel besser verstehen als irgendein Christ auf der gesamten Welt. Weil sie das Erstlingsvolk sind, weil sie ihren Ursprung und ihre Aufgabe in dieser Welt endlich annehmen und verstehen und nicht mehr sagen: Wir wollen wie die anderen Völker sein. Man kann also eine Berufung haben, jedoch noch kaum oder wenig drin leben.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Ich finde jede Religion hat ihre Glaubensinhalte. Seien es Juden, Hindus, Muslime, oder Buddhisten oder wie sie alle heissen. Ich respektiere dies, mag es aber nicht, wenn man Jesus Christus Vorgaben für ein gelebtes Christentum dermassen in den Hintergrund stellt.

Religion ist für mich etwas von Menschen Erdachtes. Überall finden wir sicherlich Hinweise auf einen gemeinsamen Ursprung. Das Böse und das Gute. Ein Ziel, worauf man hin lebt. Eine Macht oder ein Wesen, das über den Menschen steht. Drumherum haben wir Menschen Regeln, Rituale und Traditionen gestrickt, die durchaus verschieden sein können. Etwas, woran man sich festhalten möchte und die Hoffnung, dass es trägt, wenn es drauf ankommt. Letztlich kommt es aber auf all das nicht an, sondern um die Beziehung zum lebendigen Gott, dem Ursprung all unserer Vorstellungen.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Wenn man sich in evangelikal fundamentalistischen Gemeinden umhört, dann kann sich Israel alle Verstösse gegen Menschenrechte Waffenruhe, Abkommen über Baustopps leisten.

Ich finde es kommt drauf an, wie man sich informiert, und nicht auf evangelikale Meinungen. Ich lese regelmäßig auch die "andere Seite der Medaille" und komme häufig zu einem ganz anderen Schluss. Das die Weltgemeinschaft nahezu gegen Israel oder wenigstens gleichgültig eingestellt ist, sieht und hört man ja sehr regelmäßig. Leider werden aber Dinge immer wieder unzureichend in den Medien dargestellt und manchmal schlicht und ergreifend einfach falsch. Interessant ist dabei, dass die Verletzung der Menschenrechte auf Seite der Palästinenser häufig nicht mal in einem Wort erwähnt wird. Vielmehr wird angenommen, dass ihre Handlungen als reine Verteidigung gelten. Dem ist jedoch nicht so. Es gibt zwar hier und da bei der öffentlichen Presse Hinweise, die zeigen, dass Israel wie jedes andere Land es getan hätte, gehandelt hat- jedoch ist die Hauptströmung immer noch anti Israel eingestellt. Ich las kürzlich eine Aussage von einem ehemaligen britischen Delegierten um die Zeit 1947. Er sagte in etwa: "Es ist schrecklich mit den arabischen/palästinensischen Führern in einem Raum zu sitzen, sie anzuhören. Alle überbieten sich in extremeren Drohungen, falls Israel ein Staat werden sollte. Es ist eine klare Kriegsdrohung. Jedoch müssen wir, um die Ruhe zu wahren, genau diese Leute im Zaum halten, denn sie sind eine große Gemeinschaft im Gegensatz zum jüdischen Volk." Das heißt: Lieber lässt man das kleine jüdische Volk über die Klinge springen, als sich mit 57 islamischen Staaten anzulegen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass auch heute noch genau diese Schiene gefahren wird.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Immer wird in solchen Gemenden die Schuld an Eskalationen den Palästinensern zugeschrieben auch wenn es nicht immer wirklich der Fall ist.

Naja, informiere dich mal allein über die Hamas und deren Charta. Oder den Iran und ihr Ansinnen in Bezug auf Israel. Was wollen die ganzen anderen Gruppen wie Hisbollah, IS und Co? Sicher nicht Liebäugeln mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Ich denke jedoch nicht, dass DIE Palästinenser schuld sind, oder DIE Araber oder DIE Iraner. Diese Nationen sind es eigentlich leid und müde, kriegerische Auseinandersetzungen fortzuführen. Sie leiden schon genug unter ihrem eigenen Regime. Das Problem sind die Kriegstreiber, Ayatollahs, Scheichs oder auch Imame, die sich von irgendwas oder irgendwem instrumentalisieren lassen, den Hass auf Israel voranzutreiben, wachzuhalten. Sie sind es in meinen Augen, die Generationen erschaffen, die wiederum mit den Säbel rasseln, gegen alles, was nicht islamisch ist, und gegen alles, was Israel heißt. Zudem werden Menschen künstlich im Flüchtlingsstatus gehalten, so dass es ein Leichtes ist, eine große unzufriedene Gruppe Menschen zu haben, die bereitwillig annimmt, was man ihnen bietet. Hauptsache, sie spielen beim Israelhassen ihre Rolle, schmeißen fleißig weiter als "David" Steine auf "Goliath" um in der Opferrolle zu bleiben. Es gibt ein Mordsgeschrei, wenn palästinensische Opfer zu beklagen sind, wenn Israel sich wieder mal verteidigt hat. Aber nicht oder kaum erwähnt wird, dass die Opfer absichtlich in Gebiete geschickt wurden, wo sie den sichern Tod finden mussten (menschliche Schutzschilde) oder es waren radikalisierte Menschen, die leider selbst zu Terroristen wurden. Israel hatte und hat bis heute kein Problem damit, zusammen mit Palästinensern oder Arabern zu leben. Von wegen Apartheid! Im Staat Israel ist es sehr wohl möglich Seite an Seite zu leben zu arbeiten oder sogar zusammen in der Armee zu dienen. Aber die Stimmen, dass es nicht sein darf, was bereits gelebt wird, werden immer wieder gehört oder erhört. Wieder ein Überfall auf ein jüdisches Auto. Wieder ein Messer im Rücken. Einfach so! Ich sage dir: Israel ist sicherlich auch keine reine Weste, es sind Menschen und keine Halbgötter. Aber ja; für die Eskalation sind am wenigsten die Juden schuld. Ihre Schuld besteht darin (in den Augen der muslimischen Führer) das sie überhaupt existieren. Sie wollten Israel von Anfang an "ins Meer treiben" oder von der "Landkarte tilgen". Und das wollen sie bis heute.

Und das klingt ähnlich wie:

Psalm 83

1 Ein Psalmlied Asafs. 2 Gott, schweige doch nicht! Gott, bleib nicht so still und ruhig! 3 Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt. 4 Sie machen listige Anschläge wider dein Volk und halten Rat wider die, die bei dir sich bergen. 5 »Wohlan!«, sprechen sie. »Lasst uns sie ausrotten, / dass sie kein Volk mehr seien und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!« 6 Ja, sie haben einmütig beraten und haben einen Bund wider dich gemacht: 7 #die Zelte Edoms und die Ismaeliter#, #Moab und die Hagariter#, 8 #Gebal, Ammon und Amalek#, die #Philister mit denen von Tyrus#; 9 auch #Assur# hat sich zu ihnen geschlagen, sie helfen den Söhnen Lot.

Hier werden die Völker erwähnt, auf deren Gebiet auch heute noch gegen Israel geredet und gehandelt wird!!!

Oder Jeremia 48:

Der Stolz Moabs ist dahin, in Heschbon ersann man sein Verderben: »Kommt, wir wollen sie ausrotten, dass sie kein Volk mehr seien.« Auch du, Madmen, musst vernichtet werden; das Schwert wird hinter dir her sein.

Es ist so typisch. Dasselbe Anliegen haben schon unzählige Völker bis heute gehabt. Das sie kein Volk mehr seien! Gott hat sein Volk vertrieben, aber die Völker, die Israel lediglich *schlagen/erziehen* sollten wollten noch mehr: sie #zerschlagen# im Sinne von vernichten. Und denke man an Hitler und den Holocaust, auch unter deutsch-österreichischer Denke sollte die Vernichtung ausgeführt werden. Derselbe Geist in unterschiedlichen Machtzentren dieser Welt! Und heute wieder vor allem rund um Israel selbst, zusammen mit den Vereinten Nationen.

Veröffentlicht von: @salvatore23

Wir hätten es auch nicht gerade gern, wenn wir aus unserem Land vertrieben würden wenn da jemand käme um geschichtlich ältere Rechte an Teilen unserer Schweiz geltend zu machen.

Es geht ja auch nicht um jedes Land dieser Erde, wo dieses so geschehen sollte, sondern um EIN EINZIGES, welches sich Gott erwählte. Dabei denke bitte an diese Bibelstelle:

1. Mose 15
13 Da sprach der HERR zu Abram: Das sollst du wissen, dass deine Nachkommen Fremdlinge sein werden in einem Lande#, das nicht das ihre ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und unterdrücken vierhundert Jahre. 14 Aber ich will das Volk richten, dem sie dienen müssen. Danach werden sie ausziehen mit großem Gut. 15 Und du sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden. 16 Sie aber sollen erst nach vier Menschenaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll. 17 Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da war ein rauchender Ofen, und eine brennende Fackel fuhr zwischen den Stücken hin. 18 #An dem Tage schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach#: #Deinen Nachkommen gebe ich dies Land von dem Strom Ägyptens an bis an den großen Strom#, #den Euphrat#: 19 #die Keniter, die Kenasiter, die Kadmoniter#, 20 #die Hetiter, die Perisiter, die Refaïter#, 21 #die Amoriter, die Kanaaniter#, #die Girgaschiter, die Jebusiter#.

Großreich Israel sah demnach eigentlich so aus:

Zudem sagt Gott auch irgendwo, dass die Völker, die er dann vertreiben ließ, das Land unrein gemacht hätten (Unzucht/Götzendienst) und an anderer Stelle heißt es sogar, dass es SEIN- also Gottes Land- sei. Also auch die Juden sind da sozusagen "Gäste" weswegen er sie auch vertreibt, als sie selbst das tun, was die Völker vorher getan haben. Von der Schweiz wird solches sicherlich nicht gesagt. Nein, hier geht es nur um jenes Gebiet, welches in der Bibel erwähnt wird. Glauben wir es? Oder wir glauben es nicht! Doch eines ist sicher: Gottes Geschichte mit dem Volk der Juden war nie zu Ende. Und was ich heute wieder sehen kann, lässt erahnen, dass die Geschichte mit den Juden zu jeder Zeit am Laufen war. Sein Land ist das Land, in das sie auch zurückkehren müssen und werden. Und Jesus kommt ein zweites Mal wieder, und zwar in SEIN Land. Nicht in die Schweiz, nicht nach Deutschland, nicht in die USA, Brasilien oder Kenia. Nach Israel!

Lies doch mal Sacharja 14! Das alles muss sich noch erfüllen!

Jerusalem und die Völkerwelt am Tage des Herrn
1 Siehe, es kommt für den HERRN der Tag, dass man in deiner Mitte austeilen wird, was man dir geraubt hat.
2 #Denn ich werde alle Völker sammeln zum Kampf gegen Jerusalem#. Und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden. Und die Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt werden, aber das übrige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden.
3 #Und der HERR wird ausziehen und kämpfen gegen diese Völker#, wie er zu kämpfen pflegt am Tage der Schlacht.
4 #Und an jenem Tag werden seine Füße auf dem Ölberg stehen#, der vor Jerusalem liegt nach Osten hin. #Und der Ölberg wird sich in seiner Mitte spalten vom Osten bis zum Westen zu einem sehr weiten Tal#, sodass die eine Hälfte des Berges nach Norden und die andere nach Süden weichen wird.
5 Und ihr werdet fliehen in das Tal zwischen meinen Bergen, denn das Tal zwischen den Bergen reicht nahe heran an Azal. Und ihr werdet fliehen, wie ihr vorzeiten geflohen seid vor dem Erdbeben zur Zeit Usijas, des Königs von Juda. #Da wird dann kommen der HERR, mein Gott, und alle Heiligen mit ihm.#
6 Und an jenem Tag wird kein Licht sein, sondern Kälte und Frost.
7 Und es wird ein einziger Tag sein – er ist dem HERRN bekannt! –, es wird nicht Tag und Nacht sein, und auch um den Abend wird es licht sein.

Jesus kommt nach Jerusalem wieder! Also muss auch sein Volk dort sein:

Sacharja 12

Klage über den Durchbohrten
9 #Und zu der Zeit werde ich darauf bedacht sein, alle Völker zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind#.
10 #Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets#. #Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben#, #und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um das einzige Kind#, #und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen.#
11 Zu der Zeit wird große Klage sein in Jerusalem, wie die um Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo war.
12 #Und das Land wird klagen, ein jedes Geschlecht für sich#: das Geschlecht des Hauses David für sich und die Frauen für sich, das Geschlecht des Hauses Nathan für sich und die Frauen für sich,
13 das Geschlecht des Hauses Levi für sich und die Frauen für sich, das Geschlecht Schimis für sich und die Frauen für sich;
14 so auch alle andern übrig gebliebenen Geschlechter, ein jedes für sich und die Frauen für sich.

Fakt ist: Das Haus David wird in Israel sein! Die Juden werden ihren Messias IN JERUSALEM erkennen. Und es wird ein gemeinsames Erwachen aus dieser bisherigen Verstocktheit gegen Jesus geben. Das wird, wie es sich hier liest, sehr wahrscheinlich kein wirklich freudiger Moment werden. Es wird große Trauer und Klage herrschen über all diese Zeit der Ablehnung gegen alles und jedes, was sich mit Jesus befasste. Die plötzliche Erkenntnis, dass Jesus der Messias war und ist, kann dann noch kein Grund zum Feiern sein. Alles braucht eben bekanntlich seine Zeit.

LT

loewentier antworten


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