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Mickey Beisenherz und der Jesus-Oreo

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tristesse
Themenstarter
Beiträge : 17999

Hallo, liebe Community,
folgenden Text veröffentlichte gestern der Kolumnist und Autor Mickey Beisenherz auf seinem öffentlichen Facebook-Account:

"Absurde Situation in der Kirche gestern:
Kommunion.
Nachdem der Pfarrer seinen Stand Up beendet hat, stellen sich alle in die Schlange, um sich treu eine Hostie abzuholen.
Tochter (3) beobachtet die Szenerie.
Sie kennt Warteschlangen nicht von der Kirche, sondern nur von richtig guten Sachen, möchte sich also auch anstellen.
Ich entcoole mich und tu ihr den Gefallen.

Nach fünf Minuten Anstehen sind wir an der Reihe, auch so einen Jesus-Oreo zu bekommen. Ich erkläre der Kleinen, wie man die Hände korrekt ineinander legt.
Is ja auch ma schön, das Prozedere.
Als sie vor dem Pfarrer steht und brav eine Kuhle mit ihren Händchen bildet, blickt dieser sie gütig lächelnd an und erklärt ihr, dass sie leider noch zu klein sei.
Heute nur für Stammgäste.
Und Tüss.
Mittelschwere Verstörung. Im selben Moment bekomme ich, hinter, über ihr als Member natürlich eine dieser Oblaten, nehme sie-
und reiche sie direkt an meine Kleine weiter.

Jetzt ist wiederum der Pastor verstört.
Er insistiert wie der Kassenwart vom SPD Ortsverein-
„Ja, aber eigentlich ist das nicht für...!“- und guckt mich an, als hätte ich gerade Micaela Schäfer in Dienstkleidung zum Altar geführt.
Mit einem lapidaren „ja, komm, is gut“ wimmle ich ihn zornig blickend ab, animiere meine Tochter zum Verzehr der Hostie und gehe mit ihr Richtung Bank, lasse den Filialleiter Gottes konsterniert stehen.
Vermutlich musste er danach eh neu hochgefahren werden.

Super Idee, MC Pope:
Wenn der Club sowieso schon abnehmende Besucherzahlen hat, dann sorge ich dafür, dass für potenzielle Neukunden das Erlebnis Kirche gleich mal mit einer saftigen Enttäuschung beginnt. Weil ich den Kopf nicht aus meinem Bürokratenarsch kriege und stattdessen lieber eine Dreijährige ohne diese dröge Oblate wegschicke, weil der Vorgang im meiner Systemgastronomie nicht verwaltet werden kann.
Blöd, wenn man seinen eigenen dreiviertelstündigen Vortrag über Gemeinschaft und bedingungslose Güte komplett auf Autopilot hält.
Jämmerlich.
Es bleibt dabei:
Jesus. Guter Mann- aber leider Maskottchen einer seltsamen Behörde.
#Bürokratholiken"
Quelle: https://www.facebook.com/micky.beisenherz

Was haltet Ihr davon?

Ich hab mich in die anschließende Diskussion eingeklinkt und versucht zu vermitteln, dass eine Kircheninstitution nicht mal eben ihre Regeln zu den Sakramenten ändern kann, nur weil Herr Beisenherz gerade Bock auf Kirchentourismus hat und sein Kind nicht enttäuschen will. Mir persönlich fehlte hier der Respekt vor der Kirche und ihren Gepflogenheiten.

Andere User meinten, es müsse erlaubt sein, die Kirche auch öffentlich in der Form zu kritisieren.

Die Diskussion verlief wie so üblich in solchen Netzwerken lebhaft, aber es waren doch vermehrt User unterwegs, die das Verhalten von Mickey kritisierten.

Wie ist das bei Euch?
Habt Ihr Verständnis für die Mickeys Position oder verletzen solchen Aktionen Eure religiösen Gefühle?

Ich hab bewußt das Forum "Jesus nachfolgen" gewählt, weil das für mich ein Thema ist, was ich gern mit Christen diskutieren möchte.

Gruss Trissi

Antwort
141 Antworten
Zaphod
 Zaphod
Beiträge : 459

Hmmm...sehe das grundsätzlich so, also nicht nur bei religiösen Dingen, dass wenn ich in einen "Verein" gehe (und wenn es nur zu Besuch ist) mich an die dortigen Gepflogenheiten anzupassen habe. Aus Respekt.

zaphod antworten
4 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999

Was mich an der Sache irritiert ist nicht die Tatsache, dass Mickey sein Kind zum Abendmahl lassen wollte, sondern die Respektlosigkeit, die er an den Tag legt.

Ist ja nicht schlimm, wenn man was falsch macht, gerade wenn man fremd ist. Aber die Wortwahl: Jesus - Oreo, MC Pope, etc lassen einfach ne gewisse Achtung vermissen. Und es interssiert ihn ja überhaupt nicht, was der Priester sagt. Stattdessen stellt er ihn ja noch bloß, indem er seiner Tochter einfach seine Hostie weiter reicht.

Man kann ja auch so handeln, aber sich dann noch öffentlich mit seiner Ignoranz zu brüsten war dann bei der Moment bei mir, wo ich mich gerührt hab. Dabei bin ich ja gar nicht mal katholisch 😊

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Der Mann ist nicht fremd. Er ist katholisch aufgewachsen. Er weiss ja sogar, dass und wie man „die Hände korrekt ineinander legt“.

Das ist das erste, was man in der Erstkommunionvorbereitung lernt: Wer wie und wann den Leib Christi empfangen darf.

Er schwadroniert nur gerne darüber, wie elendiglich verkommen seine katholische Kirche ist, hat dann aber doch nicht den Mumm, auszutreten.

https://www.stern.de/kultur/micky-beisenherz/micky-beisenherz-ueber-die-katholische-kirche---austreten-oder-bleiben--8665666.html

Anonymous antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1067

Ach so einer ist das. Solche Leute gibts. Wenn jemand sich toll darin findet und auch noch Geld damit verdient, andere runterzumachen, gebe ich mich nicht viel damit ab.

Vernünftige Menschen erkennen auch, dass mit diesen Typen etwas nicht in Ordnung ist, auch wenn sie keine Christen sind. Da investiere ich lieber meine Zeit in solche Menschen.

Wäre ich Pfarrer dieses Mannes, würde ich mich verpflichtet fühlen seine Glaubensgrundlagen zu prüfen. Den kann man doch nicht unkommentiert in der Kirche lassen. Sonst würde sich die Kirche tatsächlich so verhalten wie die überforderten Teenyeltern, die einfach keine Werte vorleben und keine Grenzen setzen.

tagesschimmer antworten
Zaphod
 Zaphod
(@zaphod)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 459
Veröffentlicht von: @tristesse

Und es interssiert ihn ja überhaupt nicht, was der Priester sagt. Stattdessen stellt er ihn ja noch bloß, indem er seiner Tochter einfach seine Hostie weiter reicht.

Das ist auch für mich pure Respektlosigkeit...wird leider immer mehr zur Mode 🙄

zaphod antworten


Deborah71
Beiträge : 17888
Veröffentlicht von: @tristesse

Was haltet Ihr davon?

Ich bin versucht, mich sehr undamenhaft auszudrücken. Mal sehen, ob ich es doch damenhaft hinbekomme. 😀

Er wirkt wie ein nörgelndes Vereinsmitglied mit Null Ahnung und davon ne ganze Masse, will aber auch mal was sagen.
Der Text rangiert bei mir nicht unter Satire, sondern unter spätpubertäre Zuckungen.

Hier fehlt nicht nur der Respekt vor der Kirche, sondern auch vor Jesu Opfer am Kreuz.

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich hab bewußt das Forum "Jesus nachfolgen" gewählt, weil das für mich ein Thema ist, was ich gern mit Christen diskutieren möchte.

Gut gewählt. 😊

lg
Deborah

deborah71 antworten
2 Antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @deborah71

Der Text rangiert bei mir nicht unter Satire, sondern unter spätpubertäre Zuckungen.

So kann man es auch sagen.
Oder: mir ist das einfach zu blöd, um mich drüber aufzuregen. Wenn das jetzt nicht gar zu undamenhaft war.

suzanne62 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17888
Veröffentlicht von: @suzanne62

Wenn das jetzt nicht gar zu undamenhaft war.

*grins* vorbidlich bei dir geblieben *Daumen hoch* 😀

deborah71 antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 1067

Tja, dieses respektlose Verhalten, was soll man dazu sagen. Bei dem Kind wird hoffentlich hängenbleiben, dass der Papa sich irgendwie gewaltig geirrt hat, wenn er meint, in einem sehr wichtigen und andächtigen Moment die Grundlagen der Kirche verstehen zu wollen und das in Form eines übergeschnappten Teenagers.

Kinder haben ein gutes Gespür dafür. Offensichtlich will ihm der Papa unbedingt Rebellion gegen die Kirche beibringen. Warten wir ab, ob es Rebellion gegen eine respektlose Haltung gegenüber dem Glauben wird. 😉 Sie sei gesegnet.

Ich freue mich, wenn man in einer guten Weise darüber sprechen kann und ich hoffe, deine Beiträge dort tragen ein wenig dazu bei.

Einen Teilaspekt der Verwirrung, die da aufgetreten ist, schreibe ich auch dem Pfarrer zu. Ich gehe mal davon aus, dass er vorher nicht deutlich gemacht hat, was es heißt, die Hostie zu nehmen und welche Voraussetzungen es gibt.

tagesschimmer antworten
5 Antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Ich gehe mal davon aus, dass er vorher nicht deutlich gemacht hat, was es heißt, die Hostie zu nehmen und welche Voraussetzungen es gibt.

Normalerweise wird bei den Besuchern der Heiligen Messe vorausgesetzt, dass sie das wissen, das wird nicht in jeder Sonntagsmesse immer wieder extra gesagt, wer zur Kommunion zugelassen wird und wer nicht.
Nur in Messen, in denen nerfahrungsgemäß viele "Fremde" oder Entfremdete anwesend sind (z.B. Hochzeiten, Taufen, Erstkommunionfeiern o.ä.) wird etwas dazu gesagt.

suzanne62 antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1067
Veröffentlicht von: @suzanne62

Normalerweise

Dann läuft es leider normalerweise in katholischen Kirchen nicht gut. Natürlich kann man annehmen, dass Fremde ahnen, dass da etwas besonderes geschieht, an dem nicht jeder teilnehmen soll, aber besser ist es, offen darüber zu sprechen. Immerhin war die Gemeinde so groß, dass die Leute anstanden und das ganze fand in einer schönen Kirche statt. Da wird öfter mal ein Unwissender dabei sein.

Ich selbst mag es auch, wenn nochmal auf den Sinn des Abendmahls eingegangen wird. Bei uns wird immer betont, dass man auch sitzen bleiben kann. Sonst würden sicher einige nur aus Herdentrieb mitmachen.

tagesschimmer antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Die Leute „stehen immer an“ bei der katholischen Eucharistie, weil sie nämlich in zwei Reihen nach vorne gehen, wo der Priester und ein Kommunionhelfer jeweils rechts bzw. links die Hostie austeilt (ggf. gibt es auch noch mehr Reihen und noch mehr Austeilende).

Das ist alles Quatsch, dieser Mann ist so weltgewandt und so viel rumgekommen, der weiss ganz genau, wie Eucharistie in der katholischen Kirche abläuft.

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @janemarple

Das ist alles Quatsch, dieser Mann ist so weltgewandt und so viel rumgekommen, der weiss ganz genau, wie Eucharistie in der katholischen Kirche abläuft.

Das ist richtig. Wer katholisch sozialisiert wurde, weiß das.
Und der Gottesdienst ist eben nicht der Religionsunterricht. Im Gottesdienst wird zelebriert, da ist eigentlich nicht der Ort und die Zeit, etwas zu erklären.
Dass der Priester das dennoch tut bei Gelegenheiten, zu denen viele Unkundige dabei sind, liegt weniger daran, dass man "Unberechtigte" von der Kommunion fernhalten möchte sondern daran, dass die Leute sich willkommen und nicht ganz und gar blöd fühlen sollen.

suzanne62 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999

Bei uns wird jedes Mal kurz erklärt, warum wir Abendmahl feiern. Und es wird den Eltern überlassen, ab wann ihre Kinder teilnehmen dürfen, aber ich hab bei uns auch noch nie gesehen, dass Jemand in dem Alter teilgenommen hat.

tristesse antworten


Sternenbluete
Beiträge : 860
Veröffentlicht von: @tristesse

Blöd, wenn man seinen eigenen dreiviertelstündigen Vortrag über Gemeinschaft und bedingungslose Güte komplett auf Autopilot hält.
Jämmerlich.

blöd, wenn man nicht in der Lage ist den Pfarrer nach dem Gottesdienst zu fragen, warum er so gehandelt hat.

sternenbluete antworten
billy-shears
Beiträge : 1612

Judas Ischariot und der Jesus-Oreo

Was haltet Ihr davon?

Wenn Christus seinem Verräter das Abendmahl nicht verwehrt, warum sollte es jemand Kindern verwehren über die Christus sagte: "Lasst die Kinder zu mir kommen! Wehrt ihnen nicht! Denn solchen gehört das Reich Gottes." (Mk 10,14).

Aber es gibt Kirchen denen sind ihre Traditionen, selbst wenn sie auf Missverständnissen fußen, viel viel lieber...

billy-shears antworten
55 Antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @billy-shears

"Lasst die Kinder zu mir kommen!

Daraus folgt ja nicht zwingend, dass Kinder ohne jegliche Vorbereitung zur Kommunion zugelassen werden müssen.
Wenn bei uns kleine Kinder, die noch keine Erstkommunion hatten, mit ihren Eltern zusammen nach vorn zum Kommunionempfang gehen, bekommen sie ein "Kreuzchen": der Priester oder Kommunionhelfer zeichnet dem Kind ein Kreuz auf die Stirn und sagt "Jesus segnet dich."

suzanne62 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Daraus folgt ja nicht zwingend, dass Kinder ohne jegliche Vorbereitung zur Kommunion zugelassen werden müssen.

Woraus folgt denn, dass sie nicht zugelassen werden dürfen?

billy-shears antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @billy-shears

Woraus folgt denn, dass sie nicht zugelassen werden dürfen?

Das habe ich nicht behauptet - nur, dass sie nicht zwingend zugelassen werden müssen.
Das wird von den verschiedenen Kirchen auch sehr unterschiedlich geregelt - in den evangelischen Landeskirchen wird man in der Regel ab der Konfirmation, also ab 14 Jahren zum Abendmahl zugelassen, bei uns mit der Erstkommunion, für die es kein einheitlich vorgeschriebenes Alter gibt, die aber meist im Alter von 9 oder 10 Jahren stattfindet, während in den orthodoxen Kirchen alle Sakramente der Eingliederung gleichzeitig erfolgen. Wie das in den diversen Freikirchen gehandhabt wird, weiß ich nicht, da aber - so weit ich weiß - drei Mitglieder von Freikirchen hier mitschreiben, werden die sich sicher gerne dazu äußern, wenn Bedarf besteht.
Jedenfalls denke ich, dass eine Kirche das Recht und auch gute Gründe hat, hier eine Regelung zu treffen.

suzanne62 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Das wird von den verschiedenen Kirchen auch sehr unterschiedlich geregelt

Die Kirchen regeln, aber Jesus hat längst seine Meinung gesagt. Und selbst Judas war beim Abendmahl dabei.

billy-shears antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @billy-shears

Und selbst Judas war beim Abendmahl dabei.

Das ist unter Exegeten nicht eindeutig klar.
Die Beschreibung bei Johannes legt evtl. nahe, dass Judas noch vor dem letzten Becher Wein, dem, mit dem Jesus das Abendmahl einsetzte, den Raum verlassen hat.
Auch die Beschreibungen bei Matthäus und Markus legen das nahe.

Joh 13:26-30 Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald! Aber niemand am Tisch wußte, wozu er ihm das sagte. Einige meinten, weil Judas den Beutel hatte, spräche Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest nötig haben!, oder daß er den Armen etwas geben sollte. Als er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht.

pinia antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Das ist unter Exegeten nicht eindeutig klar.

Welche Exegeten sind das?

Die Beschreibung bei Johannes legt evtl. nahe, dass Judas noch vor dem letzten Becher Wein, dem, mit dem Jesus das Abendmahl einsetzte, den Raum verlassen hat.

Es gibt bei Joh keine Beschreibung vom Abendmahl. Bei Lk ist Judas eindeutig dabei.

Wo wär denn auch die Symbolik hin, wenn Jesus den Neuen Bund nicht mit den Zwölf, die für die zwölf Stämme Israels stehen, sondern nur mit Elfen geschlossen hätte?

Judas war dabei.

billy-shears antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6322

Kinder beim Abendmahl

Veröffentlicht von: @suzanne62

in den evangelischen Landeskirchen wird man in der Regel ab der Konfirmation, also ab 14 Jahren zum Abendmahl zugelassen

Das war früher so. Zumindest in meiner Landeskirche sind auch Kinder vor der Konfirmation zum Abendmahl zugelassen:

Auch Kinder feiern das Abendmahl mit. Was noch vor wenigen Jahren die Ausnahme in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg war, ist mittlerweile zur Regel geworden. Wer getauft ist, gehört zur Kirche. Und wer zur Kirche gehört, ist eingeladen, das Abendmahl mit zu feiern. Das gilt für Groß und Klein.

Und das war auch viele lange Jahrhunderte in der Kirchengeschichte selbstverständlich. Dort wo wir in der frühen Kirche etwas über die Taufe von Kindern hören, ist es die Regel, dass diese Kinder auch das Abendmahl empfangen. Der Kirchenvater Augustin schreibt über die Kinderkommunion: „Es sind Kinder, aber sie werden zu Gliedern von Christus. Es sind Kinder, aber sie empfangen seine Sakramente. Es sind Kinder, aber sie werden zu seinen Tischgenossen, damit sie das Leben haben.“

Erst im Hochmittelalter (1215) führte eine wachsende Scheu vor der Heiligkeit des Abendmahls zur Einführung einer Altersgrenze für die bis dahin teilnehmenden Kinder.

Im Reformationszeitalter lassen dann zwar weder die Bekenntnistexte noch die neuen Kirchenordnungen eine Bindung der Abendmahlszulassung an ein bestimmtes Lebensalter erkennen. Aber in vielen evangelischen Gebieten bürgerte sich mit der Einführung der Konfirmation das entsprechende Alter als Mindestalter für die Abendmahlsteilnahme ein.

Nachdem diese zwangsläufige Verbindung von Konfirmation und Abendmahl in den letzten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts immer wieder in Frage gestellt wurde, hat die Synode der württembergischen Landeskirche im Jahr 2000 schließlich eine Neufassung der Abendmahls- und Konfirmationsordnung einstimmig beschlossen. Danach sind auch noch nicht konfirmierte Kinder und Jugendliche zur Teilnahme am Abendmahl eingeladen. Sie sollen ihrem Alter gemäß darauf vorbereitet werden.

https://www.elk-wue.de/glauben/gottesdienst-feiern/abendmahl

alescha antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635

Highlight Erstkommunion

Veröffentlicht von: @alescha

Das war früher so. Zumindest in meiner Landeskirche sind auch Kinder vor der Konfirmation zum Abendmahl zugelassen:

Auch Kinder feiern das Abendmahl mit. Was noch vor wenigen Jahren die Ausnahme in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg war, ist mittlerweile zur Regel geworden. Wer getauft ist, gehört zur Kirche. Und wer zur Kirche gehört, ist eingeladen, das Abendmahl mit zu feiern. Das gilt für Groß und Klein.

Danke für die Info.

Gibt es denn irgendeine Art von Vorbereitung auf die erste Teilnahme am Abendmahl - un wenn ja, erfolgt die im Kindergottesdienst, im Reli-Unterricht oder durch die Eltern?

Bei uns gibt es ja, wie schon erwähnt, einen vorbereitenden Unterricht für die Erstkommunion, und davor (also vor der EK) - so kenne ich es jedenfalls noch - geht man zum ersten Mal beichten. Auch das ist ja ein Meilenstein auf dem Weg in ein Leben als erwachsener Christ: mir wird bewusst, dass ich Verantwortung für mein Tun und Lassen übernehmen muss.

Die Erstkommunion selbst ist dann auch ein solcher Meilenstein und ein Highlight im Leben eines katholisch sozialisierten Menschen, das die meisten, die es erlebt haben, wohl nicht missen möchten. Auch das ist mit ein Grund, warum ich es gut finde, dass man nicht "einfach so" zur Kommunion zugelassen wird. Es wäre schade, wenn diese schönen Traditionen verloren gingen.

suzanne62 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6322
Veröffentlicht von: @suzanne62

Reli-Unterricht

Müßte ich meinen Ältesten mal fragen. Der hat schon am Abendmahl teilgenommen.

Veröffentlicht von: @suzanne62

so kenne ich es jedenfalls noch - geht man zum ersten Mal beichten

Gut, die Beichte gibt es in der Form ja in der evang. Kirche nicht. Vor dem Abendmahl folgt das Sündenbekenntnis und die Lossprechung von den Sünden.
(Und ja, die evang. Kirche kennt auch die Beichte "unter vier Augen" - Beichtformeln finden sich im Gesangsbuch. Bei uns muß das allerdings nicht zwingend der Pfarrer/die Pfarrerin sein.)

alescha antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @billy-shears

Daraus folgt ja nicht zwingend, dass Kinder ohne jegliche Vorbereitung zur Kommunion zugelassen werden müssen.

Woraus folgt denn, dass sie nicht zugelassen werden dürfen?

Das eine sind die Regeln der Kirche / Freikirche, wen sie zum Abendmahl zulässt, ob sie einen offenen oder geschlossenen Abendmahlstisch hat, also alle Glaubenden einlädt, oder nur Glieder der eigenen Gemeinde / des Gemeindeverbandes, evtl. sogar erst nach vorheriger Anmeldung.
Das andere ist eine Warnung in der Bibel:
1 Kor. 11,28-29 heißt es: Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch. Denn wer so ißt und trinkt, daß er den Leib des Herrn nicht achtet, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht.
Aus diesem "prüfe sich selbst" folgt, dass der Zulassung zum Abendmahl eine entsprechende Vorbereitung / Unterweisung vorausgeht. So ist es zumindest im Blick auf die Konfirmation in den ev. Landeskirchen und auch in ev. Freikirchen. Die Teilnehmer am Abendmahl sollen wissen, was sie da tun, was es bedeutet. In den ev. Landeskirchen gibt es die Möglichkeit der Abendmahlszulassung ab der 3. Klasse, aber auch hier geht eine spezielle Abendmahlsunterweisung (sog. Konfi 3) voraus.

In der katholischen Kirche bedeutet die Eucharistie ja noch mehr, Brot und Wein werden in der Wandlung zu Leib und Blut Christi. Da gebietet schon die Ehrfurcht, dass man würdig damit umgeht und es bewusst nimmt. Auch dazu ist eine entsprechende Unterweisung erforderlich. Ebenso die entsprechende Vorbereitung auf die und in der Beichte.

Abendmahl nach lutherischem Verständnis und Eucharistie sind ja nicht einfach "ich esse ne Hostie und trinke nen Schluck Wein", sondern sie sind ein Sakrament, eine heilige Handlung. Der Glaubende bekommt Teil an Jesu Leib und Blut, erfährt ganz sinnlich Sündenvergebung und Vergewisserung des Heils.

Nach reformiertem Verständnis ist das Abendmahl "nur" symbolisch zu verstehen, aber auch hier ist eine entsprechende innere Haltung wichtig, eine Würdigung von Brot und Wein und des damit verbundenen Opfertodes Jesu.

Ich hoffe es ist etwas klarer geworden, weshalb Kirchen / Gemeinden aus der Bedeutung des Abendmahls heraus und infolge der Warnung von Paulus die erstmalige Zulassung zum Abendmahl an vorherigen Unterricht knüpfen (müssen). Damit nehmen sie letztlich sich selbst und ihr Verständnis, sowie das Wort der Bibel ernst.

pinia antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

ein sehr guter Beitrag, Daumen hoch von mir

Anonymous antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Das eine sind die Regeln der Kirche

Eben.

Das andere ist eine Warnung in der Bibel:
1 Kor. 11,28-29 heißt es: Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch. Denn wer so ißt und trinkt, daß er den Leib des Herrn nicht achtet, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht.
Aus diesem "prüfe sich selbst" folgt, dass der Zulassung zum Abendmahl eine entsprechende Vorbereitung / Unterweisung vorausgeht.

Kontext:
"20 Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahls; 21 denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg und dann hungert der eine, während der andere betrunken ist. 22 Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? Oder verachtet ihr die Kirche Gottes? Wollt ihr jene demütigen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch etwa loben? In diesem Fall kann ich euch nicht loben."

Das ist kein ein Verhalten dass man Kindern erst abgewöhnen muss, sondern Erwachsenen. Jesus meinte das wohl wirklich wörtlich als er sagte "Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." (Mk 10,15).

billy-shears antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @billy-shears

Jesus meinte das wohl wirklich wörtlich als er sagte "Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." (Mk 10,15).

Das meinte er sicher wörtlich, bezog es aber nicht aufs Abendmahl, sondern auf den Glauben.

Und was das Prüfen im Blick aufs Abendmahl angeht:
1 Corinthians 11:27-31 Wer nun unwürdig von dem Brot ißt oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch. Denn wer so ißt und trinkt, daß er den Leib des Herrn nicht achtet, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht. Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen. Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet.

Es geht um würdig und unwürdig, ums Achten des Leibes Christi. Ein Mensch, sei er Kind oder Erwachsener, der die Bedeutung des Leibes Christi, die Bedeutung des Abendmahls nicht kennt, der kann es nicht achten. Dabei geht es nicht um eine intellektuelle Durchdringung oder theologische Reflektion. Ein geistig behinderter Mensch z.B. wird das Abendmahl nicht theologisch reflektieren können, aber wenn er es mit kindlichem Vertrauen empfängt als Leib und Blut seines Heilands, (der für ihn und zu seinem Heil gestorben ist), dann achtet er es.

pinia antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612
Veröffentlicht von: @pinia
Veröffentlicht von: @pinia

Jesus meinte das wohl wirklich wörtlich als er sagte "Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." (Mk 10,15).

Das meinte er sicher wörtlich, bezog es aber nicht aufs Abendmahl, sondern auf den Glauben.

Kontext beachten, von Glaube ist dort nicht die Rede, sondern vom Reich Gottes. Was meinst Du, gehört der Neue Bund zum Reich Gottes?

Veröffentlicht von: @pinia

Und was das Prüfen im Blick aufs Abendmahl angeht:
1 Corinthians 11:27-31 Wer nun unwürdig von dem Brot ißt oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst

Aha: Der Mensch prüfe aber sich selbst. Wieso nimmt sich dann jemand das Recht heraus andere zu prüfen und zu beurteilen? Anderen das Abendmahl zu verwehren?

Veröffentlicht von: @pinia

Es geht [...] ums Achten des Leibes Christi.

Nicht gerade etwas wofür Judas Ischariot bekannt ist, nicht wahr? 😉

Veröffentlicht von: @pinia

Es geht um würdig und unwürdig

Nein. Es geht dem Paulus nicht um die Frage ob jemand würdig (genug) ist am Abendmahl teilzunehmen, er verurteilt diejenigen, die es in unwürdiger Weise tun, er verurteilt diejenigen, die den Leib Christi verachten. Es ist ihm wichtig, dass alledas Abendmahl gemeinsam zu sich nehmen (V.20-21), und nicht dass die einen sich vorher daheim den Bauch vollschlagen und betrunken zum Gottesdienst kommen. Sind das etwa Vorwürfe die wir gegenüber Kindern haben?

Veröffentlicht von: @pinia

Ein Mensch, sei er Kind oder Erwachsener, der die Bedeutung des Leibes Christi, die Bedeutung des Abendmahls nicht kennt, der kann es nicht achten.

Nein. Es geht Paulus hier nicht um die Fähigkeit die Bedeutung des Leibes Christi zu kennen, sondern er verurteilt die Verachtung des Leibes Christi. Ein enormer Unterschied. Daher stimme ich dir auch beim folgenden unbedingt zu:

Veröffentlicht von: @pinia

Dabei geht es nicht um eine intellektuelle Durchdringung oder theologische Reflektion. Ein geistig behinderter Mensch z.B. wird das Abendmahl nicht theologisch reflektieren können, aber wenn er es mit kindlichem Vertrauen empfängt als Leib und Blut seines Heilands, (der für ihn und zu seinem Heil gestorben ist), dann achtet er es.

Da sind wir einer Meinung. Wieso dann also einem Kind das Abendmahl verwehren?

billy-shears antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 3744
Veröffentlicht von: @billy-shears

Kontext beachten, von Glaube ist dort nicht die Rede, sondern vom Reich Gottes. Was meinst Du, gehört der Neue Bund zum Reich Gottes?

Könntest Du erklären, wie genau Du das meinst? Ich habe den Vers nämlich bisher mit Glauben assoziiert.

speedysweety antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999

Auf welchem "Missverständnis" fußt denn das Abendmahl? Was siehst du denn darin? Und warum sollte man es deiner Meinung nach feiern, wenn es ja eh egal ist, wer es nimmt? Darf in deiner Gemeinde jeder einfach so zum Abendmahl?

tristesse antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12694

Ich denke, er sagte, dass in manchen Kirchen die Traditionen auf Missverständnissen beruhen ... *anmerk*

neubaugoere antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999

Wenn damit die Eucharistie nicht gemeint sein soll, versteh ich den Bezug zum Thema nicht?

tristesse antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Ich denke, er sagte, dass in manchen Kirchen die Traditionen auf Missverständnissen beruhen ...

Richtig. Und zwar dass die Kirche die Teilnehmer am Abendmahl prüfen oder gar erst zulassen müsse. So war's beim Original:

Mk 14,17 "Als es Abend wurde, kam Jesus mit den Zwölf.
18 Während sie nun zu Tisch waren und aßen, sagte Jesus: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern, einer, der mit mir isst.
19 Da wurden sie traurig und einer nach dem andern fragte ihn: Doch nicht etwa ich?"

Jeder Einzelne der Zwölf hielt es für möglich, dass sie Jesus noch in derselben Nacht verraten und ausliefern. Ganz großartige Jungs, würde mich echt interessieren ob sie von den Kirchen da überhaupt zugelassen worden wären...

billy-shears antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999

Und das rechtfertigt jetzt, dass jeder zum Abendmahl gehen kann, auch wenn er überhaupt keinen Bezug zum Glauben und der Kirche hat?!

Finde ich das Kind mit dem Bade auszuschütten.

tristesse antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Und das rechtfertigt jetzt, dass jeder zum Abendmahl gehen kann, auch wenn er überhaupt keinen Bezug zum Glauben und der Kirche hat?!

Was rechtfertigt denn deiner Meinung nach jemandem, der zum Abendmahl will, ihm dies zu verwehren und warum?

(Hab nicht den ganzen Thread gelesen, falls du das schon irgendwo geschrieben hast.)

billy-shears antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999

Ist das dein Ernst?!

Wahrscheinlich hast du Pinias Beiträge nicht gelesen, hol das bitte nach, die waren sehr hilfreich.

Ich versteh nicht, warum man einem ordinierten Priester das Recht absprechen sollte zu entscheiden, dass ein 3 jähriges Kind, deren Vater vermutlich nicht als regelmäßiger Kirchgänger bekannt ist, nicht einnehmen sollte.

Natürlich kann er das beurteilen und entscheiden. Es ist seine Gemeinde.

tristesse antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612
Veröffentlicht von: @tristesse

Ist das dein Ernst?!

Aber sicher.

Veröffentlicht von: @tristesse

Wahrscheinlich hast du Pinias Beiträge nicht gelesen

Hast Du meine Antworten auf ihre Beiträge denn gelesen? Du kannst da erkennen, dass ich ihre Sichtweise in Frage stelle.

Daher ist die Frage mein Ernst: Was rechtfertigt denn deiner Meinung nach jemandem, der zum Abendmahl will, ihm dies zu verwehren und warum?

billy-shears antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

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Wer für die Austeilung des Abendmahls verantwortlich ist, hat auch die Verantwortung jemanden auszuschließen. Also in diesem Fall der Priester.
Schrieb ich ja auch bereits.

tristesse antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

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Veröffentlicht von: @tristesse

Wer für die Austeilung des Abendmahls verantwortlich ist, hat auch die Verantwortung jemanden auszuschließen. Also in diesem Fall der Priester.

Mit welcher Begründung?

billy-shears antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

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Er ist der Apostel.
Da muss man nicht nach einer Autoritätsbegründung fragen.

tristesse antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Er ist der Apostel.
Da muss man nicht nach einer Autoritätsbegründung fragen.

Das ist alles? Das ist deine Begründung? Isso?

Au weh..

billy-shears antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999

Reicht völlig aus, wenn man sich nicht total ahnungslos stellt und tut als sei man gerade erst aus einem Nest gefallen und das erste mal was von Kirche und Gemeinde gehört.

Wenn der, der das Abendmahl vorne austeilt, von seiner Leitung dafür eingesetzt ist, es zu verteilen, dann hat er auch das Hausrecht, es jemandem zu verweigern.

Und ich halte Dich nicht für so naiv, dass Du glaubst, ein dreijähriges Kind könnte das Abendmahl erfassen und würdig einnehmen, wie es die Bibel sagt.

Ich finde Dein Ruf nach einer "Begründung" einfach nur lahm.

tristesse antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Reicht völlig aus, wenn man sich nicht total ahnungslos stellt und tut als sei man gerade erst aus einem Nest gefallen und das erste mal was von Kirche und Gemeinde gehört.

Ja, es reicht völlig aus, wenn man Regeln und Traditionen von Kirchen über das stellt, was uns die Kirche überliefert. Nur, dass du so traditionalistisch bist überrascht mich..

billy-shears antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999

Bin ich nicht, da kennst du mich schon ganz gut

Aber ich muss auch nicht jemandem lang und breit erklären, was passiert, wenn jemand von seinem Hausrecht Gebrauch macht.

tristesse antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Aber ich muss auch nicht jemandem lang und breit erklären, was passiert, wenn jemand von seinem Hausrecht Gebrauch macht.

Richtig. Die einzige Begründung einem Kind das Abendmahl zu verweigern ist das Hausrecht. Anhand der biblischen Überlieferung ist dies nicht möglich, eher im Gegenteil.

billy-shears antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999

Du kannst das Gegenteil biblisch doch auch nicht begründen 😊

Wer kommt den hier jetzt mit "Isso"., hm?

tristesse antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612
Veröffentlicht von: @tristesse

Du kannst das Gegenteil biblisch doch auch nicht begründen 😊

Ich habe dargelegt, dass es nach der biblischen Überlieferung keine Gründe gibt jemandem das Abendmahl zu verweigern.

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17888

hmm.... die Stelle mit dem unwürdig ist noch nicht vom Tisch, da es entscheidend ist, worauf sich das unwürdig bezieht.

Das hatten ich letztes Jahr oder so mal angefragt... ist unwürdig an der Stelle ein Adjektiv oder ein Adverb. Das gibt nämlich eine Bedeutungsverschiebung.

Das getaufte Kind ist nicht unwürdig (unwürdig als adjektiv auf das Kind bezogen).
Die Einnahme der Hostie dagegen kann unwürdig (adverb) sein, wenn man sie für einen normalen Eßgegenstand hält. Und da das Kind noch nicht in der Lage ist, die Bedeutung der Hostie von einem Oreo zu unterscheiden, ist sie für das Kind ein normaler Eßgegenstand. Von daher kann man die Teilnahme ablehnen.

deborah71 antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612
Veröffentlicht von: @deborah71

Das getaufte Kind ist nicht unwürdig (unwürdig als adjektiv auf das Kind bezogen).
Die Einnahme der Hostie dagegen kann unwürdig (adverb) sein, wenn man sie für einen normalen Eßgegenstand hält. Und da das Kind noch nicht in der Lage ist, die Bedeutung der Hostie von einem Oreo zu unterscheiden, ist sie für das Kind ein normaler Eßgegenstand. Von daher kann man die Teilnahme ablehnen.

schau mal [url= https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12642695]hier[/url].

billy-shears antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17888

Das verlinkte post sehe ich nicht als Antwort auf meinen sprachlich begründeten Einwand an. 😊

deborah71 antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 1325

Inhaltlich möchte ich dir zustimmen.

An einer Stelle trotzdem eine kleine Anmerkung:

Veröffentlicht von: @deborah71

Die Einnahme der Hostie dagegen kann unwürdig (adverb) sein

Es handelt sich hierbei nicht um ein Adverb, sondern um ein Adjektiv im adverbialen Gebrauch (bei "Das Kind nimmt die Hostie unwürdig ein.") bzw. im prädikativen Gebrauch (bei "Die Einnahme der Hostie ist unwürdig.")

Im Gegensatz dazu wäre dein Beispiel "Das Kind ist (nicht) unwürdig." ein Adjektiv im prädikativen Gebrauch und "das unwürdige Kind" ein Adjektiv im attributiven Gebrauch.

Man muss aufpassen, Grammatiken anderer Sprachen nicht eins zu eins auf das Deutsche zu übertragen. Wo im Lateinischen und im Englischen Adverbien notwendig sind, werden im Deutschen eben doch Adjektive, wenngleich in adverbialer Anwendung, genutzt.

pankratius antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17888
Veröffentlicht von: @pankratius

Inhaltlich möchte ich dir zustimmen.

Danke, dann konnte ich es einigermaßen verständlich wiedergeben. 😊

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999
Veröffentlicht von: @billy-shears

Ich habe dargelegt, dass es nach der biblischen Überlieferung keine Gründe gibt jemandem das Abendmahl zu verweigern.

Das stimmt so nun auch nicht 😊
Paulus ist da sehr eindeutig.

1. Korinther 11, 23-26
Man kann sich schuldig machen, wenn man unwürdig zum Abendmahl tritt. Dem sollte zu seinem Schutz das Abendmahl verweigert werden. Und wenn ein Vater, der scheinbar keine Ahnung hat, was das Abendmahl bedeutet, seinem Kind einfach so die Oblate gibt, obwohl der Priester ihn aufmerksam gemacht hat, dass das Kind zu jung ist, kann man das nicht als würdig bezeichnen. Für keinen der beiden.

Du ziehst es Dir aber echt an Haaren her, nur um Recht zu behalten.

tristesse antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2610

Moin.

Ich wäre gedanklich bei dir (und das, wo meine Gemeinde, in deren Leitungsgremium ich bin, tatsächlich Brot und Wein erst an Konfirmierte austeilt und vorher "nur" Segen und Bibelwort gibt - wobei die so liebevoll gespendet werden, dass ich manchmal gerne eines dieser Kinder wäre), wenn es sich um eine dreijährige handeln würde, deren Liebe zu Jesus bekannt ist und sie "in die Schlange" oder "in den Kreis" treibt. Dann würde ich, sinnvolle Regeln hin oder her, den Pastor und die Eltern und das Kind zu einem Gespräch holen - und wenn das Kind irgendwas in Richtung: "Ich hab Jesus lieb" sagt, würde ich versuchen, eine Ausnahmeregelung für zukünftige Abendmahlsfeiern zu erwirken. Imerhin lassen wir ja auch Menschen mit geistiger Behinderung (nach dem Konfi-Unterricht) zum Abendmahl zu, die zum Teil kaum sprachfähig sind. Sie haben von Gott, von Jesus gehört, sie zeigen Zustimmung - passt.

Hier in dem Beispiel, über das wir reden, ging es darum, dass "es da, wo Leute Schlange stehen, was cooles gibt - einen (wie auch immer gearteten) Oreo", den das Kind "auch wollte". Als sie sah, dass es trockenes Esspapier war, wollte sie ihn nicht mehr. Das ist nicht "Da wurden Kinder zu ihm gebracht, dass er die Hände auf sie legte und betete."(Denn DIESE Situation ist es, in die Jesus seine Worte spricht), sondern das ist "Papa, auch haben, HABEN!! - ach nee, bäh, doch nicht!"

Wenn da ein Kind kommt, um Gemeinschaft mit den Gläubigen und Christus zu haben, um den Segen zu empfangen, der in Brot und Wein liegt, um die Liebe Gottes zu spüren, ... kann man über alles reden. Man muss nicht alles erlauben. "OREO AUCH HABEN!" ist definitiv ein Grund, einem Kind das Abendmahl zu verweigern.

Gruß und Segen
lubov

lubov antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @tristesse

Reicht völlig aus, wenn man sich nicht total ahnungslos stellt und tut als sei man gerade erst aus einem Nest gefallen und das erste mal was von Kirche und Gemeinde gehört.

Richtig. Und wenn Micky Beisenherz katholisch ist, müsste er wissen, dass es so etwas wie die Erstkommunion und einen darauf vorbereitenden Unterricht gibt. Sieht auch für mich so aus, als sei es lediglich darum gegangen, die doofe Kirche mal so richtig vorzuführen.

suzanne62 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Zumal er mit jedem Satz bemüht ist, seine Verachtung zu zeigen:

"Nachdem der Pfarrer seinen Stand Up beendet hat" => Was der Pfarrer macht, ist offenbar Commedy.

"Sie kennt Warteschlangen nicht von der Kirche, sondern nur von richtig guten Sachen" => für so einen Mist gibt es in der normalen Welt gar keine Warteschlangen

"Ich entcoole mich und tu ihr den Gefallen." => Die Eucharistie ist für mich so bedeutungslos, dass ich nur meiner Tochter zuliebe gehe

etc.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Eine Begründung (die hier wohl nicht zutrifft, aber grundsätzlich plausibel ist), könnte lauten: Nicht getauft. Nach Paulus ist das Abendmahl die Gemeinschaft des Leibes Christi und in diesen Leib wird man nach Paulus hineingetauft, also kann man an der Gemeinschaft des Leibes nicht teilhaben, ohne in den Leib hineingetauft zu sein. Schon die Didache macht die Taufe zur Voraussetzung für die Teilnahme am Abendmahl, deutet also offensichtlich das Verhältnis von Taufe und Abendmahl in diesem Sinne.

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billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612

Eine Begründung (die hier wohl nicht zutrifft, aber grundsätzlich plausibel ist), könnte lauten: Nicht getauft.

Warum verweigert dann eine Kirche, die Neugeborene tauft, getauften Kindern das Abendmahl?

Nach Paulus ist das Abendmahl die Gemeinschaft des Leibes Christi und in diesen Leib wird man nach Paulus hineingetauft

Ich denke nicht, dass das die Aussageabsicht von 1Kor 12,13 ist. Aber das wäre wohl ein eigenes Thema (gehören ungetaufte Gläubige zum Leib Christi?) zu dem man viel schreiben kann.

billy-shears antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @billy-shears

Warum verweigert dann eine Kirche, die Neugeborene tauft, getauften Kindern das Abendmahl?

Ich finde es in dieser Sache auch theologisch plausibler, wie die Ostkirchen auch kleine Kinder, wenn sie getauft sind, zum Abendmahl zuzulassen. Ich glaube aber, der Punkt von Tristesse ist gar nicht, ob die Praxis der katholischen Kirche theologisch richtig ist, sondern nur, ob sie das Recht hat, die Frage, ab wann man zum Abendmahl zu gelassen ist, so zu entscheiden, wie sie nun mal entschieden hat.

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billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1612
Veröffentlicht von: @moorwackler

Ich glaube aber, der Punkt von Tristesse ist gar nicht, ob die Praxis der katholischen Kirche theologisch richtig ist, sondern nur, ob sie das Recht hat, die Frage, ab wann man zum Abendmahl zu gelassen ist, so zu entscheiden, wie sie nun mal entschieden hat.

Nein, nicht einmal diese Frage scheint hier irgendwen zu interessieren: "Isso, war schon immer so, Punkt" ist das einzige Argument was hier vorgebracht wurde.

Wenn ich mir diesen Thread so anschaue, sind die einzigen Vorwürfe die hier gegen den mir völlig unbekannten Beisenherz vorgebracht werden, dass er sich nicht an die Hausregeln gehalten hat und sich respektlos ausgedrückt hat. Das finde ich schon ziemlich armselig, denn er spricht einen eigentlicht tiefgreifenden Punkt an.

billy-shears antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @billy-shears

Wenn ich mir diesen Thread so anschaue, sind die einzigen Vorwürfe die hier gegen den mir völlig unbekannten Beisenherz vorgebracht werden, dass er sich nicht an die Hausregeln gehalten hat und sich respektlos ausgedrückt hat. Das finde ich schon ziemlich armselig, denn er spricht einen eigentlicht tiefgreifenden Punkt an.

Das ist halt das Problem, wenn man es nicht hinkriegt, etwas zu kritisieren, ohne dabei unanständig und respektlos zu werden. Dann wird der Kritik kein Gehör geschenkt. Und der mir ebenfalls völlig unbekannte Beisenherz hat seine Kritik so unanständig und respektlos vorgebracht (und dabei noch sein Kind instrumentalisiert), dass ich durchaus nachvollziehen kann, wenn man sagt: Wir sind gerne bereit, sachlich über die Frage, ob Kinder das Abendmahl einnehmen dürfen, zu sprechen. Aber nicht so.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17999
Veröffentlicht von: @billy-shears

Nein, nicht einmal diese Frage scheint hier irgendwen zu interessieren: "Isso, war schon immer so, Punkt" ist das einzige Argument was hier vorgebracht wurde.

Stimmt nicht.
Aber Du hast ja nicht alle Beiträge gelesen, ich hab jede Menge dazugesagt, warum ich der Meinung bin, dass der Priester Recht hat.

Dann lies bitte erst mal alles, bevor Du hier Usern vorwirfst, sie hätten keine Argumente gebracht 🙄🙄🙄

tristesse antworten
Pinia
 Pinia
(@pinia)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1375
Veröffentlicht von: @billy-shears

Nein, nicht einmal diese Frage scheint hier irgendwen zu interessieren: "Isso, war schon immer so, Punkt" ist das einzige Argument was hier vorgebracht wurde.

Das stimmt einfach nicht!
Aber mir scheint, du bist auf dem Auge blind und liest nur, was du möchtest. - Ich habe momentan weder die Zeit noch Lust mich auf ein unter dieser Voraussetzung fruchtloses Pingpong-Spiel mit Bibelstellen und Argumenten einzulassen, daher habe ich auch oben nichts mehr dazu gesagt.

Viele Kirchen und Gemeinden haben auf der Basis ihres Verständnisses der einschlägigen Bibelstellen Ordnungen für die Verwaltung der Sakramente erstellt, weil im Leib Christi alles ehrbar und ordentlich zugehen soll.
Priester / Pfarrer / Gemeindeleiter sind verantwortlich für die Gemeinde und für die Verwaltung der Sakramente. Und wenn einer von ihnen meint sich schuldig zu machen, wenn er das Abendmahl jemandem unberechtigt gibt, dann handelt er seinem Gewissen gemäß. Das ist zu respektieren, denn was gegen das Gewissen geschieht, ist Sünde.

Andere christliche Gruppen handhaben es völlig anders, manchen scheint jegliches Verständnis für Ordnungen im Blick auf Gottesdienst und Sakramente zu fehlen.

Je nachdem, wo jemand zum Gottesdienst hingeht, sollte er die entsprechenden Regeln/Ordnungen/Gepflogenheiten respektieren. Wenn er sie nicht für biblisch hält, oder sie ihm aus anderen/persönlichen Gründen nicht passen, sollte er die Konsequenzen ziehen indem er entweder gleich gar nicht hingeht, oder nicht mehr dort hingeht. Ich würde z.B. sowohl extrem charismatische Gottesdienste als auch Versammlungen der Jesus Freaks meiden, weil ich von vornherein weiß, dass ich mich in Gedanken und vermutlich danach in Worten, versündigen würde. Müsste ich aus Liebe zu einem Verwandten/Freund dennoch teilnehmen, würde ich mich über die Gepflogenheiten erkundigen und die Veranstaltung in ihrer Andersartigkeit "ertragen"/teilnehmen.

Ansonsten halte ich es bei nicht heilsentscheidenden Fragen und u.a. bei Mitteldingen mit Paulus:
Röm 14:5 Ein jeder sei in seiner Meinung gewiß.
Röm14:12 So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.

pinia antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @moorwackler

Eine Begründung (die hier wohl nicht zutrifft, aber grundsätzlich plausibel ist), könnte lauten: Nicht getauft.

Es geht hier wohl um die Firmung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung
Die wird in der katholischen Kirche glaube ich so mit 9 oder 10 gespendet.
In der orthodoxen Kirche wird die Firmung zusammen mit der Taufe vorgenommen, mein 2 jähriger Sohn kann die Eucharistie empfangen.

Anonymous antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1634

Mit 9 oder 10 geht man in der RKK das erste Mal zur Heiligen Kommunion, nennt man dann auch Erstkommunion.
Mit 14 steht dann die Firmung an, von firmare - stärken - der Firmling soll seine Zugehörigkeit zur Kirche bekräftigen und die Kirche stärkt ihn per Zeremonie in seinem Glauben....

belanna antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @belanna

Mit 9 oder 10 geht man in der RKK das erste Mal zur Heiligen Kommunion, nennt man dann auch Erstkommunion.
Mit 14 steht dann die Firmung an, von firmare - stärken - der Firmling soll seine Zugehörigkeit zur Kirche bekräftigen und die Kirche stärkt ihn per Zeremonie in seinem Glauben....

Ich dachte immer das läge an der Firmung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Firmung

In der orthodoxen Kirche können Kinder die Eucharistie empfangen und zwar alle getauften (bei der Taufe wird auch gefirmt)

Anonymous antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7635
Veröffentlicht von: @skeptischerchrist

In der orthodoxen Kirche können Kinder die Eucharistie empfangen und zwar alle getauften (bei der Taufe wird auch gefirmt)

Das ist richtig - bei meinen beiden jüngeren Neffen (beide griechisch-orthodox wie ihr Vater) ist das auch so.
Aber bei uns findet die Erstkommunion meist im Grundschulalter statt (in unserer Gemeinde im Alter von neun Jahren) und die Firmung im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter - in unserer Gemeinde muss man bei der Anmeldung midestens 15 Jahre alt sein. Manche der Firmlinge sind aber auch schon erwachsen und studieren bereits. Wichtig ist, dass man sich für die Firmvorbereitung selbst anmelden muss, während zur Erstkommunionvorbereitung noch die Eltern ihre Kinder anmelden.

suzanne62 antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1634
Veröffentlicht von: @billy-shears

Was rechtfertigt denn deiner Meinung nach jemandem, der zum Abendmahl will, ihm dies zu verwehren und warum?

Die Motivation hinter dem Willen des anderen.

Der wollte doch nicht zum Abendmahl um des Abendmahls willen, sondern der wollte zum Abendmahl, um die Neugier eines kleinen Kindes zu befriedigen (mich würde interessieren, ob er das Kind auch rauchen und Schnaps trinken lässt, wenn die das gerne mal probieren möchte....).

Jedenfalls ist diese Motivation nichts, was sich unter "würdig" fassen ließe, und das sollte der Priester schon zumindest hinterfragen dürfen, doch.

belanna antworten
ReinesWasser
(@reineswasser)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @billy-shears

Wenn Christus seinem Verräter das Abendmahl nicht verwehrt, warum sollte es jemand Kindern verwehren über die Christus sagte: "Lasst die Kinder zu mir kommen! Wehrt ihnen nicht! Denn solchen gehört das Reich Gottes." (Mk 10,14).

aber ist es in jesus sinne so ein abendmahl heute auch noch abzuhalten?
jesus war mit seinen jüngern zusammen als er dieses tat, tat er das sonst noch wo mit anderen?

Veröffentlicht von: @billy-shears

Aber es gibt Kirchen denen sind ihre Traditionen, selbst wenn sie auf Missverständnissen fußen, viel viel lieber...

traditionen ist auch schon in vielen kirchen das man gleiche geschlechter in die ehe führt, frau heirater frau, und mann einen mann ^^ was die bibel dazu sagt ist da nebensache man ist ja tolerant ^^
es gibt dinge da ist so eine toleranz leider nicht angebracht, und sollte nicht verbreitet werden, aber auch nicht mit gewalt beändet werden.
was würde ein gott dazu sagen das mann und mann, frau und frau sex haben und dann auch noch heiraten möchten, denke gottes meinung dazu ist klar frau und mann gehört eine ehe?
und wenn eine kirche frau und frei traut, oder mann und mann, arbeitet diese im grunde gegen gottes gewolltem.
wie soll man da noch so eine kirche ernst nehmen die im grunde für einen gott arbeitet?

reineswasser antworten


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