Römer 7
Hallo Geschwister,
ich wende mich bewußt an die gläubige Community:
Ich bin neulich mal wieder auf Rämer 7 gestoßen:
Ab Vers 15:
"Ich begreife mich selbst nicht, denn ich möchte von ganzem Herzen tun, was gut ist, und tue es doch nicht. Stattdessen tue ich das, was ich eigentlich hasse. Ich weiß, dass mein Handeln falsch ist, und gebe damit zu, dass das Gesetz gut ist. Aber ich kann mir selbst nicht helfen, weil die Sünde in mir mich zum Bösen verleitet.
Ich weiß, dass ich durch und durch verdorben bin, soweit es meine menschliche Natur betrifft. Denn immer wieder nehme ich mir das Gute vor, aber es gelingt mir nicht, es zu verwirklichen. Wenn ich Gutes tun will, tue ich es nicht. Und wenn ich versuche, das Böse zu vermeiden, tue ich es doch. Aber wenn ich tue, was ich nicht will, dann tue nicht ich es, sondern die Sünde in mir. Es ist anscheinend wie ein inneres Gesetz in meinem Leben, dass ich, wenn ich das Gute will, unweigerlich das Böse tue.
Ich liebe Gottes Gesetz von ganzem Herzen. Doch in mir wirkt ein anderes Gesetz, das gegen meine Vernunft kämpft. Dieses Gesetz gewinnt die Oberhand und macht mich zum Sklaven der Sünde, die immer noch in mir ist. Was bin ich doch für ein elender Mensch! Wer wird mich von diesem Leben befreien, das von der Sünde beherrscht wird! Gott sei Dank: Jesus Christus, unser Herr! Fest steht: Meiner Vernunft nach möchte ich dem Gesetz Gottes gehorchen, aber meiner menschlichen Natur nach bin ich ein Sklave der Sünde.
Was bedeuten Euch die Worte von Paulus? Wie geht Ihr als Christen im Alltag mit diesem Dilemma um?
Tris
Nun Römer 7 sollte nicht zum Fatalismus führen.
Der Mensch trainiert sich im Laufe seines Lebens viele Verhaltensweisen an, die dann auch Zeit brauchen, damit sie wieder abgelegt werden können.
Ich halte es daher für sinnvoll sich selbst erst einmal besser kennen zu lernen und zu fragen, wo kommt dieses, mein ungutes Verhalten eigentlich her? Wo habe ich das gelernt? Welche Emotionen kommen in mir hoch und wie wurde in meiner Kindheit und Jugend damit umgegangen? Welche Vorbilder hatte ich und wie haben diese reagiert?
Als Christ kann man auch den heiligen Geist und andere Christen um Unterstützung bei der Suche bitten.
Und was man gelernt hat, kann man auch anders lernen. Das braucht allerdings Zeit.
Ein Perspektivenwechsel ist wichtig:
Nicht mein Mangel steht im Mittelpunkt (drehe mich um mich selbst), sondern Jesus.
Aus psychologischer Sicht ist hier Impulskontrolle wichtig.
Erkennen, was bei mir bestimmte Reaktionen auslöst und zu bestimmten Kurzschlusshandlungen führt.
Lernen nicht jedem Impuls sofort nachzugeben und einfach mal die Spannung aushalten (wo kommt die Spannung her? Was sagt sie über mich selbst aus?).
Meine Reaktion erst durch einen Filter jagen - was hier bei j.de steht, bevor man einen Beitrag veröffentlicht (Matthäus 7, 1. Korinther 13).
Emotionen also nicht ungehindert Raum lassen, sondern mit Verstand, Geist, Wahrheit und Liebe prüfen.
Diese WWJD-Armbänder vor ein paar Jahren fand ich relativ hilfreich. Zwar sind wir nicht Jesus, aber wenn wir nach ihm fragen, werden wir m.E. immer besser reagieren, als wenn wir einfach unserem ersten Impuls folgen.
Das, was du schreibst, möchte ich nicht in komplette Abrede stellen.
ABER Jesus kann helfen, sofort und spontan und endgültig.
ER braucht dafür keine Vorbedingungen durch den Menschen und ich habe Menschen erlebt - ihr Zeugnis gehört, sie aber auch persönlich erlebt - die "von heute auf morgen" bzw. "von jetzt auf gleich" ungute Verhaltensweisen ablegten (Alkoholismus, Zigarettensucht extremerer Art, usw.) - mit "nur" einem ersthaften Gebet in Jesu Namen.
Veröffentlicht von: @groffinNicht mein Mangel steht im Mittelpunkt (drehe mich um mich selbst), sondern Jesus.
Genau, und ich finde auch, dass wir oder viele da in einem Lernprozeß leben immerzu.
Doch wie gesagt kann Jesus auch anders.
Das wollte ich nur ergänzen.
Impulskontrolle geht oft nicht (nur) durch Erkennen und ändern wollen, das ist soviel "um mich selbst drehen", das kann Jesus adhoc erledigen.
Wie gesagt, KANN. Das scheint für jeden Christen durchaus ein unterschiedlicher Prozeß sein zu können.
Und es soll nicht widerlegen oder außer Kraft setzen, was Du schriebst.
Es soll bekräftigen, dass Jesus der Herr und Alleskönner ist, der da mehr Möglichkeiten hat als wir Menschen.
Liebe Grüße
Karibu
Veröffentlicht von: @groffinZwar sind wir nicht Jesus, aber wenn wir nach ihm fragen, werden wir m.E. immer besser reagieren, als wenn wir einfach unserem ersten Impuls folgen.
genau so, und Beten in dem Moment (natürlich sonst auch).
Veröffentlicht von: @karibu20Das, was du schreibst, möchte ich nicht in komplette Abrede stellen.
gut. 😉
Veröffentlicht von: @karibu20ABER Jesus kann helfen, sofort und spontan und endgültig.
Keine Frage. Die Hoffnung dürfen wir immer haben.
ABER: selbst ein Paulus schreibt dass er immer wieder mit seinen alten Verhaltensweisen zu kämpfen hat. Viele Christen haben also das Dilemma, dass sie einerseits Veränderung für ihr Leben wünschen, sie aber nicht so schnell geschenkt wird, wie sie wollen.
So habe ich das Anliegen des Threads verstanden.
Erste Erkenntnis:
Ich muss mich nicht als schlechter Christ fühlen, weil ich immer noch auf dem Weg zur Veränderung bin - auch wenn es länger dauert als ich es mir wünsche. Die Sehnsucht nach Veränderung sollte nicht zu Vorwürfen gegenüber Gott oder gar Zweifel an seiner Liebe führen, sondern mich weiter in der Beziehung wachsen lassen.
Gott liebt uns nicht, weil wir irgendwie besser sind als andere:
Epheser 2,8
Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft — Gott hat es geschenkt —, nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann.
Zweite Erkenntnis:
Philipper 2, 13
Und doch ist es Gott allein, der beides in euch bewirkt: Er schenkt euch den Willen und die Kraft, ihn auch so auszuführen, wie es ihm gefällt.
Der Wille und die Kraft zur Veränderung kommt von Gott. Das "Ausführen" liegt in unserer Hand. Als Christ darf ich mich beschenken lassen, aber Passivität ist keine Option.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Danke dafür.
Und Grün.
liebe Grüße
Karibu
Diese Stelle erinnert mich daran, dass auch Gläubige das Evangelium brauchen. Man denkt ja manchmal, das Evangelium ist nur dazu da, dass Sünder sich bekehren.
Ich muss (besser: sollte) es in meinem Leben auch jeden Tag anwenden, weil ich jeden Tag sündige und sei es "nur" in Gedanken. Anwenden im Sinne von: bekennen, mir die Vergebung bewusst machen und umkehren.
Die Stelle zeigt mir auch, dass ich nicht aus allen Wolken fallen muss, wenn ich gesündigt habe. Ich bin immer noch zu jeder Sünde fähig und absolut auf Gnade angewiesen. Aus mir selbst heraus bin ich auch nach 20 Jahren Glaubensleben kein guter Mensch geworden.
Hallo Tris.,
danke für diese Bibelstelle, in welcher ich mich voll wiederfinde. Wie gehe ich damit um? Ich muss Jesus für mich kämpfen lassen.
Das erste, was man tun sollte, ist sich von Jesus trösten lassen. Er liebt mich trotzdem und er wird den Sieg davon tragen.
Wenn er aber mein Heiland ist, dann wird er die unguten Dinge in mir angehen, aber nach seiner Agenda. Er bestimmt, was zuerst dran kommt. Die Fehler und Handlungsweisen, die mich vielleicht am meisten plagen, die will er vielleicht als letztes beseitigen.
Da er der Herr sein soll, bleibt mir nur die Rolle des Gotteskindes. Man soll seine Hoffnung und seine Freude aus Gott ziehen. Und unverwandt auf ihn schauen. Dann wird man irgendwann die Wege des Bösen in mir verstehen und es wird abfallen wie eine verrostete Kette.
Gott ist zuständig für das Wollen wie das Vollbringen. Also will ich mich in diesen Kreislauf einfügen. Offen sein für die guten Impulse, die er in mich legt. Und nach der Tat alles wieder an ihn abgeben, was gelungen ist und was nicht gelungen ist. Neuer Tag, neues Glück. Es besteht wieder die Chance von Gott die guten Impulse aufzunehmen zu leben und alles wieder abzugeben.
Veröffentlicht von: @jadwinIch muss Jesus für mich kämpfen lassen.
Das erste, was man tun sollte, ist sich von Jesus trösten lassen. Er liebt mich trotzdem und er wird den Sieg davon tragen.
Balsam, danke dafür.
Veröffentlicht von: @jadwinDie Fehler und Handlungsweisen, die mich vielleicht am meisten plagen, die will er vielleicht als letztes beseitigen.
Irgendwie schreit da alles in mir "nein nein nein, mein Jesus lässt keinen so lange leiden".
Aber mein eigenes Leben und auch manche Schilderungen anderer sagen da leider etwas Anderes.
Als "ob ich die bittere Pille schlucken muss.2.
Und doch, Jesus auch da die Verantwortung zu geben und zu sagen "den Fehler (Sünde?) wollte ER noch nicht beseitigen (es geht da nicht gerade um nur ein paar Jahre oder so), das ist (wäre?) mir neu.
Hm.
Wenn wir IHM die Verantwortung für unser Leben geben, scheint es einerseits konsequent zu sein das so zu sehen und zu sagen.
Normalerweise hört / liest / denkt man (ich) eher, dass man selber "es noch nicht geschafft hat", sich "immer wieder von dieser Sünde überrollen lässt", es "entweder doch keine Sünde ist und man sich irrt" oder aber Jesus nicht genug im eigenen Leben die Verantwortung und Herrschaft überlassen hat (was auch immer das heißt, und wie auch immer man das tut).
Wie bereits erwähnt, wenn solche Gedanken hochkommen, dann hilft es mir am ehesten "schnell" zu sagen "ist vor Gott neue Sünde, schnell bekennen und in Jesu Namen vergeben lassen" (was der Gedanke an das "schon wieder" leider sehr blockieren und daher verhindern könnte und kann). Damit es gar nicht erst Fuß fassen kann in meinem Leben in negativer Weise.
Veröffentlicht von: @jadwinUnd nach der Tat alles wieder an ihn abgeben, was gelungen ist und was nicht gelungen ist. Neuer Tag, neues Glück. Es besteht wieder die Chance von Gott die guten Impulse aufzunehmen zu leben und alles wieder abzugeben.
Für mich eine ungewohnte Sprache ehrlich gesagt.
"Sünde bekennen, Fehler abgeben, usw." klingt mir geläufiger (was mit Sicherheit dem eigenen Leben und eigenen Bibeln und Büchern "geschuldet" ist). Ebenso ist das Wort "Impulse", auch wenn schon sehr bekannnt, etwas, was im Zusammenhang mit "aufnehmen" so neuartig leicht klingt.
Damit meine ich nicht, Gott will dass wir uns das Leben schwer machen. Mehr auf IHN schauen und weniger auf "was ist Sünde" achten kann wichtig und befreiend sein.
"Impulse aufnehmen" ist mir nur zu viel Eigeniniative.
Nicht aus Faulheit, sondern wer ER - wie Du ja selber schreibst - für das Wollen und Vollbringen zuständig / verantwortlich ist.
Schwer auszudrücken.
Aktiv Seine Impulse aufnehmen, wie geht das?
So im Nachdenken darüber fiel mir eben ein, dass es das gesamte Leben "gut füllen", "den richtigen Hund füttern" bedeuten könnte?
Das ist aktiv und passiv zugleich.
Das Leben geht eigene Wege, die Impulse und Kontakte die man hat und aufnimmt, das sucht man sich ja nicht gerade immer aus.
Bah, ich habe gerade das Gefühl nicht annähernd ausgedrückt zu haben was ich empfinde und meine beim Lesen und Nachdenken.
Liebe Grüße
Karibu
Veröffentlicht von: @karibu20Aktiv Seine Impulse aufnehmen, wie geht das?
Gute Frage.
Ich denke, das geschieht auf vielfältige Weise.
M.E. brauchen wir dazu erstmal eine innere Grundhaltung. Die Erwartung, dass Gott überhaupt zu uns spricht.
Wie das dann geschieht, kann total unterschiedlich sein.
Die einen bekommen Impulse durch eine Predigt oder Andacht.
Andere in ihrer täglichen Bibellese (nachfragen: was willst Du mir heute sagen?)
Andere über Liedtexte und Lobpreis.
Wieder andere indem sie Bilder malen oder durch Träume.
Auch der eine oder andere Beitrag hier, hat mir schon einen Impuls gegeben.
Die Liste lässt sich sicher weiter fortsetzen.
Eigeninitiative ist dabei durchaus angebracht. Sich also bewusst für Gott und sein Reden zu öffnen und aktiv zuhören (siehe z.B. Samuel).
Gruß,
Groffin
Danke Dir.
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Es ist vielleicht einfacher, wenn ich innerlich zurückrudere und nicht meine, entweder 100 % oder ich lasse es.
Es gibt ein dazwischen.
Veröffentlicht von: @groffinAuch der eine oder andere Beitrag hier, hat mir schon einen Impuls gegeben.
Das ist seit meinen Neueinstieg hier enorm, und ich irgendwie hoffe ich es bleibt so. "Hoffe", weil ich meine Zeit hier dann selbstinitiert und verantwortlich einteilen muss.
Für mich bedeutet das vor allem bestimmten Threads und leider zumindest zur Zeit auch bestimmten Usern fern zu bleiben (das ist nun nicht böse gemeint, es betrifft mehr und meine Unzulänglichkeiten in Reaktionen und Schreibweisen, als diese User).
Wenn mir das nicht gelingt, ich hier suchtmäßig nur rumhänge, aus Langeweile (die ich als Hausfrau nicht unbedingt rechtfertigen kann ...) zu viel und lange dran bin und in den (für mich persönlich) falschen weil gerade so aktiven Threads mitschreibe,
dann wird das wieder nichts.
Doch ich habe die Tage gemerkt, dass mir dann auch positive - nun "Impulse" genannte " - Beiträge vor allem mit ihren Bibelversen und guten Hinweisen für mein Christenleben - entgehen würden.
liebe Grüße
Karibu
Wie lebe ich Christsein.
Das ist ein interessantes Thema, weil es hier um die Grundlage der Nachfolge geht. - Eigentlich geht es um nichts anderes.
Eine wichtige Frage für mich war und ist, welche Erwartungen Gott an mich stellt. Im Wesentlichen geht es im Evangelium eigentlich nur um das Vertrauen.
Dort, wo ich einen Anspruch Gottes an mich erkenne, ist die Bereitschaft anzuerkennen, dass ich ein Sünder durch und durch bin, also lerne, ehrlich zu sein und die Wahrheit über mich zu akzeptieren.
Wie anders sollte sonst Jesus mein Retter sein, wenn es noch irgendwelche gute, damit meine ich heilige Anlagen bei mir vorhanden sind. Die gibt es nämlich nicht.
Alles was ich tue, denke oder rede, ist beeinflust von meinem Wesen, Grundeinstellung und auch von meiner Motivation. Dagegen kann ich nichts/wenig unternehmen.
Deswegen halte ich jede Aktion zur Milderung dieser Ausgangslage nur für frommes Getue, dass das Kernproblem meines Lebens verdeckt.
Meine Lösung wird mehr und mehr das, was die Bibel im NT vorschlägt,
sich Gott vollständig zur Verfügung zu stellen und das Leben aus Gottes Hand zu nehmen - das Gute und das weniger Gute - in der Hoffnung, dass Jesus mich, so wie er versprochen hat, zum Vater führt.
Dieses Vertrauen führt bei mir dazu, dass ich gelassen, positiv und voller Hoffnung in die Zukunft sehe. Meine ganze Erwartung richte ich auf Jesus, weil ich keinen altenativen Weg erkennen kann.
Das Neue, was Jesus versprochen hat, kann nur von ihm kommen, da nützt keine Aktivität von mir. Und das Neue ist auch das Heilige, was Gott allein erschafft. Und das Heilige verhält sich so, wie Gott es will.
Am alten Menschen rumdoktern führt zu frommer Leistung aber nicht zu einem heiligen Leben.
Auch diesen Beitrag würde ich mit mehreren Sternen empfehlen, wenn ich könnte.
Danke, Bruder. 😊
P.S. Ich sehe auch keinen anderen Weg als du - und aus denselben Gründen.
Hallo Karibu,
Veröffentlicht von: @karibu20Bah, ich habe gerade das Gefühl nicht annähernd ausgedrückt zu haben was ich empfinde und meine beim Lesen und Nachdenken.
Oh, das Gefühl kenne ich gut.
Veröffentlicht von: @karibu20Und doch, Jesus auch da die Verantwortung zu geben und zu sagen "den Fehler (Sünde?) wollte ER noch nicht beseitigen (es geht da nicht gerade um nur ein paar Jahre oder so), das ist (wäre?) mir neu.
Hm.
Nun zuerst einmal bin ich ja schuld, dass ich so bin wie ich bin. Wenn aber Jesus mein Heiland ist und ich verschiedene Leiden habe, so bestimmt er in welcher Reihenfolge und auf welche Art geheilt werden.
Das hat nichts mit Passivität meinerseits zu tun. Im Gebet gehe ich ihn ja an, wegen meiner Leiden und wegen denen, die mich am meisten zu drücken scheinen, natürlich am meisten. Er weiß aber besser, auf welche Weise er mich erlösen will, sein Plan ist perfekt, nur erkennt man ihn leider oft nicht und kann nur vertrauen.
Veröffentlicht von: @karibu20Für mich eine ungewohnte Sprache ehrlich gesagt.
Ich sage, wir müssen alles abgeben, das gute wie das ungute. Wir müssen uns Gott öffnen, damit er uns führen kann. Dann erreichen uns seine Impulse. Und dann wird was draus, wir vermasseln es, oder es gelingt aus anderen Gründen nicht. Damit der Fluss nicht unterbrochen wird, wir leben aus den Gedanken Gottes, müssen wir alles wieder zu ihm zurückfließen lassen. Das Gute, das war er in uns. Nicht, dass wir uns ob der guten Tat erheben und hochmütig werden. Was wir vermasselt haben, das müssen wir ihm bekennen und auch an ihn abgeben. Was undurchsichtig ist, ober wir es vermasselt haben oder ob es nicht sein sollte, geben wir ihm auch wieder zurück. Er ist das Alpha und das Omega.
Gott ist nur im Augenblick zu erfahren. Nicht in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit. Wenn wir immer alles abgeben, binden wir uns nicht und sind damit offen für sein unmittelbares wirken. Nämlich jetzt!
Wann will er Kontakt zu uns haben - jetzt. Wann will er uns seine Liebe schenken - jetzt. Wann will er uns erlösen - jetzt (zumindest ein Stück weit). Wir sind aber mit einem Großteil unserer Gedanken in der Vergangenheit, mit der wir hadern, oder in der Zukunft die wir unbedingt planen müssen, weil sonst wird sie ja nicht schön.
Das kommt aus meiner Sicht alles aus der Furcht, die die Erbsünde ausgelöst hat. Die Furcht, es könnte etwas geschehen, oder vielleicht sogar schon geschehen sein, was nicht wieder gut zu machen ist.
Aber Jesus kann alles wieder gut machen, hier seelisch, drüben vollständig. Es gibt keinen Grund mehr für Angst. Ich muss nichts sein. Ich muss auch nichts vorweisen können. Jetzt mit Gott leben und alle Früchte die guten wie die schlechten wieder an ihn abgeben um immer offen zu sein, noch mehr mit ihm erleben zu können.
Veröffentlicht von: @tristesseWas bedeuten Euch die Worte von Paulus? Wie geht Ihr als Christen im Alltag mit diesem Dilemma um?
Ich wurde als Kind in der Familie und Gemeinde so erzogen, dass Gebote und vor allem Verbote im Vordergrund standen. Ich erlebte dann, dass ausgerechnet diejenigen, die so sehr auf die Einhaltung der Verbote bedacht waren,'schwere' Sünden (Ehebruch, Missbrauch, usw.) begingen. Wie konnte das sein?
Später ist mir das gedämmert:
Wer sich ständig damit beschäftigt, was er nicht tun darf, um nicht zu sündigen, ist wie einer, der abnehmen will und ständig ins Kochbuch schaut, was er alles nicht essen darf. Da ist der Rückfall vorprogrammiert.
Daraus habe ich für mich den Schluss gezogen, dass ich mich nicht darauf fokussieren darf, was ich nicht tun will/soll, sondern darauf, was Gott für mich will, denn Er will nur Gutes für mich.
Durch die Beschäftigung mit meinem Papa im Himmel wächst meine Liebe zu Ihm und ich sündige immer weniger, weil ich Ihn liebe und mich nicht mit dem beschäftige, was mich zur Sünde verleiten könnte.
Es ist nicht verwunderlich, dass gerade die 'Gesetzeshüter' oft durch Lieblosigkeit auffallen: Beten und Bibellesen ist Pflichtprogramm und nicht der Austausch zweier Liebenden und die Beachtung der Gebote wichtiger als der Mensch und die Bestrafung wichtiger als die Wiederherstellung des Menschen, der gesündigt hat.
Gott denkt da anders, denn die Strafen im mosaischen Gesetz galten nur für den unbußfertigen Sünder, und Jesus handelte entsprechend anders, z.B. als Er die Ehebrecherin nicht steinigte, was Er nach dem Gesetz hätte tun müssen, sondern ihr den Ehebruch vergab: "... sündige in Zukunft nicht mehr (begehe in Zukunft keinen Ehebruch mehr)."
LG.
Clay
Ja genau: Denk jetzt mal nicht an einen lila Elefanten...
obwohl Du betonst, nicht auf das was verboten ist zu schauen sondern lieber auf das Erstrebenswerte, zitierst Du Jesus - als ER nicht sagte "Gehe hin und sei in Zukunft einem einzigen Mann treu", sondern wo er sagte "gehe hin und sündige hinfort nicht mehr".
Der Fokus auf "nicht mehr diese Sünde tun" war aber nicht das, was Du aussagen wolltest.
ER aber legt in dieser Stelle den Fokus auf "sündige nicht mehr", was den Blick darauf lenkt, was man nicht mehr darf.
ER sagt nicht "schaue in Zukunft auf mich und tue das Gute" - was in anderen Bibelstellen ausgesagt wird.
Det fiel mir uff'
Veröffentlicht von: @karibu20obwohl Du betonst, nicht auf das was verboten ist zu schauen sondern lieber auf das Erstrebenswerte, zitierst Du Jesus - als ER nicht sagte "Gehe hin und sei in Zukunft einem einzigen Mann treu", sondern wo er sagte "gehe hin und sündige hinfort nicht mehr".
Der Fokus auf "nicht mehr diese Sünde tun" war aber nicht das, was Du aussagen wolltest.
ER aber legt in dieser Stelle den Fokus auf "sündige nicht mehr", was den Blick darauf lenkt, was man nicht mehr darf.
ER sagt nicht "schaue in Zukunft auf mich und tue das Gute" - was in anderen Bibelstellen ausgesagt wird.
Ich habe interpretiert, zugegeben, denn für mich macht die pauschale Aussage: "sündige hinfort nicht mehr" wenig Sinn, weil wir nicht sündlos sein können, wohl aber diese Sünde, bei der ich ertappt worden bin, zukünftig lassen sollte.
Wenn wir gesündigt haben und das bereuen, dann ist die weitere Vorgehensweise: Gott bekennen, Vergebung annehmen und die Sünde zukünftig lassen. Letzteres wird oft vergessen, weil man ja wieder um Vergebung bitten kann ...
Jesus sagt nicht "Schaue auf mich ...", aber meine persönliche Erfahrung zeigt, dass wir eher wieder sündigen, wenn wir ständig auf das sehen, was wir nicht tun dürfen und wollen. Wenn wir uns aber mit dem Vater im Himmel und mit Jesus beschäftigen, wer und wie Gott ist, werden wir Ihn immer mehr lieben und aus dieser Liebe heraus weniger sündigen.
Ich wollte im Übrigen am Beispiel der Ehebrecherin aussagen, dass Gott immer vergeben und wiederherstellen will, und die Strafen, die im Gesetz vorgesehen waren, nur bei dem unbußfertigen Gesetzesübertreter angewandt wurden.
LG.
Clay
Dein post passt hier nicht wirklich im Anschluß, weil du es in einem anderen Thread schon in etwa so gepostet hast mit einem anderen Ansatz.
Wenn du morgen vllt nochmal in Ruhe liest, was ich wirklich geschrieben habe, wäre das sehr freundlich von dir.
Ich versteh nicht was du deborah hier vorwirfst?