Selbstvertrauen
Ich mache mal ein persönliches Thema auf. Ich habe seit Kindheit ein schwaches "Selbst"vertrauen. In der Kindheit Scham erlebt. Kein Urvertrauen gelernt.
Als junger Erwachsener habe ich psychologische Rategeber gelesen mit den heute üblichen Überzeugung: Es fehlt uns an Selbstachtung, es geht uns schlecht, wenn wir gering von uns denken. Wir sollen ein schwaches Selbstwertgefühl mit hohem austauschen! Wir sollen uns groß fühlen und selbst lieben. Wir sollen die besten Freunde von uns selbst sein.
Diese einfachen Tipps und Anleitungen änderten aber wenig. Als ich vor 10 Jahren zum Glauben fand änderte sich dann viel für mich. Weil ich Gott spürte, erlebte ich eine tiefe Liebe. Ich denke ihr wisst was ich meine 🙂 Aber das ist keine Selbstliebe. Es ist viel tiefer und bedeutender.
Dennoch zweifele ich auch heute schnell an mir. Ich durchschaue vielen Menschen mit starken Selbstbewusstsein als zu unkritisch, selbstherrlich und fühle mich trotzdem klein vor ihnen.
Bei Paulus lese ich eine Demut, die anders ist als man sie heute versteht. Die weder von Selbsthass noch Selbstliebe bestimmt wird. Sie urteilt nicht und lässt sich von Kritik nicht einschüchtern. Sie kratzt nicht an seinem Selbst.
Diese Demut klingt etwas wie das Loslassen im Buddhismus. Aber wir Christen glauben an eine Seele. Es ist kein Loslassen von einer angeblichen Illusion eines Ichs. Aber trotzdem ist es keine Selbstliebe. Wir sind ein Ich und wir sind geliebt. Und aus dieser Liebe lassen wir uns nicht von Urteilen stören. Doch die Wiedergeburt als Christ ist für mich kein Fingerschnips. Es ist bei mir ein Weg...
Wie steht ihr zu Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstliebe. Spüren diese Christen, weil sie nicht aus einem kleinen Ich leben, sondern einem Selbst das in Beziehung mit Jesus steht? Oder ist das Selbst immer schlecht? Ein Ego?
Veröffentlicht von: @leibesglieder
Wie steht ihr zu Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstliebe. Spüren diese Christen, weil sie nicht aus einem kleinen Ich leben, sondern einem Selbst das in Beziehung mit Jesus steht? Oder ist das Selbst immer schlecht? Ein Ego?
Den eigenen Egoismus gilt es zu nach und nach zu erkennen und zu überwinden. Den lange Weg dorthin, wird in der biblischen Imagination angesprochen und beschrieben, das geschieht, wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dann gebe zum Rock auch noch den Mantel hinzu. (Mt. 5, 40)
@van-hagen Ja, die Bergpredigt ist da sehr deutlich. Aber siehst du es dann anders als die anderen Antworten, die Selbstliebe und Selbstbewusstsein für Christen wichtig finden?
Veröffentlicht von: @leibesglieder@van-hagen Ja, die Bergpredigt ist da sehr deutlich. Aber siehst du es dann anders als die anderen Antworten, die Selbstliebe und Selbstbewusstsein für Christen wichtig finden?
Die Stimme des Selbstbewusstseins wird immer wacher, die angebliche Schlichtheit des Mann aus Nazareth verliert zunehmend an Bedeutung, denn es gehen in dieser Richtung Veränderungen in der Gesellschaft vor - nur, wie löst sich damit in Verbindung das Abgeben des Mantels auch noch zum Rock dazu ?
Nehmen wir einmal die Legende vom Heiligen Martin zuvor, der hoch zu Ross seinen roten Mantel für den Bettler teilt. Dem Heiligen Martin mangelt es dabei, hoch zu Ross bleibend, nicht an Selbstbewusstsein. Solche Legenden sind imaginativ in Sinnbilder eingekleidet und sprechen geistige Kräfte an. Die Bibel spricht daher keinen physisch armen Bettler an, dem kalt im Winter ist, der vielleicht die Wärme des Mantels bräuchte, denn das Bild des Winters zeigt in einem imaginativen Bild, arm im Geiste zu sein, wo die Kälte herrscht und bittet um Geist. Dafür steht der Mantel, der physisch die Umhüllung des Körpers bedeutet, welches er auch im geistigen Sinne als Umhüllung an Bedeutung beibehält, er ist geistig also Schutzhülle des Inneren, der seelischen Empfindungen, Eindrücke und die Kraft zum Leben, aber er ist als Beschützer auch der Verwandler und Veredler des Inneren. Der Mantel steht für das Bewusstsein seiner selbst, für sein eigenes Selbst- oder Ich-Bewusstsein, das die Bibel in ihrer spirituellen Fachsprache als Ich bin bezeichnet wird.
Die Teilung des Mantels als Halbierung ist ja nur physisch möglich, nicht aber geistig. Sein Ich-Bewusstsein kann nicht zur Hälfte abgeben werden. Bei Mt. 5, 40 bedeutet es daher nicht, seinen Mantel ganz abgeben zu sollen, sondern dafür sorgen zu sollen, dass ein eigener erhalten wird.
Solche Legenden sind imaginativ in Sinnbilder eingekleidet und sprechen geistige Kräfte an. Die Bibel spricht daher keinen physisch armen Bettler an, dem kalt im Winter ist, der vielleicht die Wärme des Mantels bräuchte, denn das Bild des Winters zeigt in einem imaginativen Bild, arm im Geiste zu sein, wo die Kälte herrscht und bittet um Geist.
Kann man so sehen 🧐 - muss man aber nicht 🤔
Dafür steht der Mantel, der physisch die Umhüllung des Körpers bedeutet, welches er auch im geistigen Sinne als Umhüllung an Bedeutung beibehält, er ist geistig also Schutzhülle des Inneren, der seelischen Empfindungen, Eindrücke und die Kraft zum Leben, aber er ist als Beschützer auch der Verwandler und Veredler des Inneren. Der Mantel steht für das Bewusstsein seiner selbst, für sein eigenes Selbst- oder Ich-Bewusstsein, das die Bibel in ihrer spirituellen Fachsprache als Ich bin bezeichnet wird.
Kann man auch so sehen 🧐 - muss man aber ebenfalls nicht 🤔
Bei Mt. 5, 40 bedeutet es daher nicht, seinen Mantel ganz abgeben zu sollen, sondern dafür sorgen zu sollen, dass ein eigener erhalten wird.
... dass ein eigener Teil (für einen selbst) erhalten wird...
Aha - soviel Selbstliebe darf also lt. Matthäus doch sein 😨
Und damit sind wir wieder - trotz aller schönen Bilder, Imaginationen und Vergleiche - bei der Aufforderung "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" 😇 😇 😇 😍 😍 😍
Veröffentlicht von: @bepe0905
Bei Mt. 5, 40 bedeutet es daher nicht, seinen Mantel ganz abgeben zu sollen, sondern dafür sorgen zu sollen, dass ein eigener erhalten wird.
... dass ein eigener Teil (für einen selbst) erhalten wird...
Aha - soviel Selbstliebe darf also lt. Matthäus doch sein 😨
So interpretiert man es, wenn die Fachsprache spiritueller Texte nicht ihnen gemäß, sondern quantifizierend (im modernen mathematischen Sinne) gelesen werden.
So interpretiert man es, wenn die Fachsprache spiritueller Texte nicht ihnen gemäß, sondern quantifizierend (im modernen mathematischen Sinne) gelesen werden.
Sorry - aber bei dem, was du hier als "Fachsprache spiritueller Texte" und als "quantifizierende Textauslegung im modernen mathematischen Sinne" bezeichnest, sehe ich als ziemlich "esoterisches Geschwurbel" (wie ich bereits an anderer Stelle schrieb).
Ja - man kann in alte Texte viel hineininterpretieren (was manchmal durchaus OK ist) und man kann ihnen dadurch einen besonderen spirituellen Anstrich geben. Und zwar auch dort, wo keiner vorhanden ist und der Text in aller Klarheit für sich selbst spricht!
Und klar - manche Texte haben tatsächlich eine mehrfache Aussage, eine konkrete für den jeweiligen Fall und eine weitere, die eher allgemein gilt und Raum und Zeit überdauert.
Aber dieser Text im Matthäusevangelium ruft schlicht, einfach, eigentlich klar und deutlich auf, Übles nicht mit Üblem zu vergelten. Er fordert Leser bzw. Hörer zur Bereitschaft zum friedlichen Miteinander auf, wobei sogar persönliche Vorleistungen erwartet werden. Und dies in einer klaren Sprache, die für jedermann und -frau verständlich ist, auch wenn manche "Fachleute" damit vielleicht Probleme haben:
38 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Auge um Auge, Zahn um Zahn.« 39 Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. 40 Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. 41 Und wenn dich jemand eine Meile nötigt, so geh mit ihm zwei. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.
Veröffentlicht von: @bepe0905So interpretiert man es, wenn die Fachsprache spiritueller Texte nicht ihnen gemäß, sondern quantifizierend (im modernen mathematischen Sinne) gelesen werden.
Sorry - aber bei dem, was du hier als "Fachsprache spiritueller Texte" und als "quantifizierende Textauslegung im modernen mathematischen Sinne" bezeichnest, sehe ich als ziemlich "esoterisches Geschwurbel" (wie ich bereits an anderer Stelle schrieb).
Das ist kein Dialog, sondern eine Abwertung. Ein Dialog würde damit beginnen, zunächst sich selber danach zu fragen, was eine Quantifizierung denn eigentlich bedeutet und dann kann beim anderen nachgefragt werden. Stattdessen lässt deine Ausdrucksweise Bescheidenheit nicht erkennen, die es aufbringt, sich auch irren zu können und die bisherige Meinung zu verbessern, dafür aber zeigt sie eine beleidigte und besserwisserische, über den Mund fahrende Haltung.
Veröffentlicht von: @van-hagenEin Dialog würde damit beginnen, zunächst sich selber danach zu fragen, was eine Quantifizierung denn eigentlich bedeutet und dann kann beim anderen nachgefragt werden.
Du könntest auch einfach verraten, was Du mit dieser 'Quantifizierung' meinst.
Und soweit ich mich erinnere, wurdest Du auch danach gefragt.
Ja, so mag das nun mal sein und so kann man das empfinden - damit muss man hier fertig werden.
Aber zur Sache: Man muss nicht unbedingt einen Dialog suchen, um hier mitzuschreiben.
Auch der einfache Austausch unterschiedlicher Meinungen und Erkenntnisse ist möglich, für manche der stilleren Mittleser auch interessant, hilfreich, spannend oder manchmal sogar erheiternd.
Bescheidenheit habe ich hinsichtlich meiner Aussagen eigentlich nur selten für mich in Anspruch genommen. Denn wenn ich eine klare (und biblisch begründete) Meinung habe, dann sage ich sie auch. Auch dann, wenn Andere dies vielleicht als Angriff auf ihre Meinung fühlen. Soll aber aus meiner Sicht weder eine Beleidigung noch Abwertung sein - allenfalls eine Abgrenzung!
Und besserwisserisch? Etwas flapsig könnte ich dir antworten "Wer kann, der kann halt!"
Aber eher freundschaftlich empfehle ich dir, doch mal deine eigenen Texte dahingehend zu lesen. Als intelligenter Mensch, der du zu sein scheinst, strotzt dein Duktus geradezu vor Begriffen, die es manchen Leuten schwer machen, dir zu folgen und dich zu verstehen. Ja, manche deiner Sätze klingen schon etwas besserwisserisch und abgehoben. Und ich glaube nicht, dass du das nötig hast.
LiGrü
Dschordsch
Veröffentlicht von: @bepe0905Solche Legenden sind imaginativ in Sinnbilder eingekleidet und sprechen geistige Kräfte an. Die Bibel spricht daher keinen physisch armen Bettler an, dem kalt im Winter ist, der vielleicht die Wärme des Mantels bräuchte, denn das Bild des Winters zeigt in einem imaginativen Bild, arm im Geiste zu sein, wo die Kälte herrscht und bittet um Geist.
Kann man so sehen 🧐 - muss man aber nicht 🤔
Dafür steht der Mantel, der physisch die Umhüllung des Körpers bedeutet, welches er auch im geistigen Sinne als Umhüllung an Bedeutung beibehält, er ist geistig also Schutzhülle des Inneren, der seelischen Empfindungen, Eindrücke und die Kraft zum Leben, aber er ist als Beschützer auch der Verwandler und Veredler des Inneren. Der Mantel steht für das Bewusstsein seiner selbst, für sein eigenes Selbst- oder Ich-Bewusstsein, das die Bibel in ihrer spirituellen Fachsprache als Ich bin bezeichnet wird.
Kann man auch so sehen 🧐 - muss man aber ebenfalls nicht 🤔
Bei Mt. 5, 40 bedeutet es daher nicht, seinen Mantel ganz abgeben zu sollen, sondern dafür sorgen zu sollen, dass ein eigener erhalten wird.
... dass ein eigener Teil (für einen selbst) erhalten wird...
Aha - soviel Selbstliebe darf also lt. Matthäus doch sein 😨
Und damit sind wir wieder - trotz aller schönen Bilder, Imaginationen und Vergleiche - bei der Aufforderung "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" 😇 😇 😇 😍 😍 😍
Na, "quantifizierend" ist doch ein bekanntes Wort - oder nicht? Es ist ein Spiel mit den Bedeutungen, die ihnen gegeben werden. Diese habe ich als diese eine Idee vorgegeben. Gibt man sie ihnen quantifizierend oder sinnbildlich? Quantifizierend ist doch leicht, oder nicht? Man gibt die Hälfte und erfriert mit - Wie sähe es speziell in diesem Beispiel sinnbildlich aus?
Veröffentlicht von: @leibesglieder@van-hagen Ja, die Bergpredigt ist da sehr deutlich. Aber siehst du es dann anders als die anderen Antworten, die Selbstliebe und Selbstbewusstsein für Christen wichtig finden?
Sehen das andere denn nicht auch für andere?
"Womit das Herz voll ist, geht's in die Tastatur über"😀
@leibesglieder @kassiaaloe @neubaugoere
Ich finde die letzten Beiträge toll.
Will noch etwas zu "Selbstwahrnehmung" ergänzen:
Durch den "Bruch" haben wir erst das Wissen um uns selbst bekommen. Davor waren A&E nackt und die hatten das nicht wahrgenommen. Ihr Blick war auf Gott und seine Schöpfung gerichtet. Durch den "Bruch" nehmen wir uns nun war, schauen auf uns und sind verletzlich geworden.
Wenn ich den Fokus weg von mir nehme "Selbstbewusst" und mich allein auf Gott orientiere "Gottbewusst", dann haben z.B. die Anfeindungen, Kommentare über mich und mein Aussehen,.. kein Gewicht mehr. Die bestimmen einfach nicht mehr meinen Wert, meine Bestimmung, meine Identität...
Kann ich das aus meiner Kraft? Gott sei dank nicht! Dann könnte ich mir ja wieder "selbstbewusst" darauf was einbilden...
Der Heiliger Geist verändert uns. Er stellt die Beziehung/Wahrnehmung, dass vor dem "Bruch" da war, wieder her. Deswegen geht es nicht durch, ich verbesserte mich..., sondern alleine durch die Wiedergeburt und "Jesu ähnlicher" werden... Er macht alles Neu. (Gnade)
Der Heilige Geist hat es bei Paulus schon sehr weit gebracht, so das er ein Hohelied auf das Leid schreiben konnte. Bei mir hat er noch einiges zu "schleifen/formen". Aber ich bin guter Dinge, dass ER das Werk in mir auch zur Vollendung bringt.(Glaube)
Veröffentlicht von: @jaschaDurch den "Bruch" haben wir erst das Wissen um uns selbst bekommen. Davor waren A&E nackt und die hatten das nicht wahrgenommen. Ihr Blick war auf Gott und seine Schöpfung gerichtet. Durch den "Bruch" nehmen wir uns nun war, schauen auf uns und sind verletzlich geworden.
Das ist eine interessante Interpretation. Adam und Eva konnten so von Gut und Böse unterscheiden, sie urteilen. Und der Drang danach...das ist mehr Fluch als Segen und deshalb der Fall. Aber das Selbst erkennen? Adam erkannte dass er nackt war. Also kam dadurch auch die Scham. Von daher kann man es auch wie du interpretieren...mit der Scham das Erkennen des Selbst?
Veröffentlicht von: @jaschaKann ich das aus meiner Kraft? Gott sei dank nicht
Na ja wie gesagt machen das die Buddhisten auch als Befreiung vom Ego. Übrig bleibt aber Leere. Nicht umsonst streiten sie eine Seele in uns ab. Von daher verstehe ich als Christ genau was du meinst und gehe voll mit dir mit!
Veröffentlicht von: @jaschaDeswegen geht es nicht durch, ich verbesserte mich..., sondern alleine durch die Wiedergeburt und "Jesu ähnlicher" werden... Er macht alles Neu. (Gnade)
Ja und ich merke immer dass das nicht sofort geht und auf Wiedergeburt langsames Aufwachsen folgt 😉
Veröffentlicht von: @jaschaBei mir hat er noch einiges zu "schleifen/formen".
🙂
Vielleicht wurde das auch schon in den anderen Antworten genannt, aber Selbstvertrauen als Christ heisst ja im Prinzip, auf Jesus vertrauen.
Das „bleibt in mir“ ist vielleicht ( oder eher sicher) durchaus wörtlich zu verstehen. Und damit ist ja mein Selbst gleichzeitig auch Jesus Selbst.
öhm....dein Selbst ist von oben geboren, aber nicht Jesus(Gott) geworden.
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“
Welches Leben fliesst durch mich?
Ich bin trotzdem immer noch die Person, als die ich geboren wurde, klar.
Die Rebe und der Weinstock sind nicht getrennt.
Ich bin trotzdem immer noch die Person, als die ich geboren wurde, klar.
Und damit geschieht Teamwork zwischen Jesus bzw. dem Heiligen Geist und dir. Das ist eine andere Ausgangslage, als dieser mißverständliche Satz von dir: "Und damit ist ja mein Selbst gleichzeitig auch Jesus Selbst."
Mit so kleinen Formulierungsungenauigkeiten schleichen sich gerne Irrtümer in die Überzeugung, die dann unbedacht weitergegeben werden.
Mit so kleinen Formulierungsungenauigkeiten schleichen sich gerne Irrtümer in die Überzeugung, die dann unbedacht weitergegeben werden
Ich glaube, ich lege einen anderen Fokus bei der Aussage wie du es tust.
Es geht mir nicht darum, dass ich ich bin und Jesus Jesus. Das ist klar. Sondern um das „in Christus sein“…und da teilen wir dasselbe Sein/ Leben - da sind wir beide, du und ich, nicht mehr getrennt voneinander, obwohl wir unterschiedlich sind.
…um das „in Christus sein“…und da teilen wir dasselbe Sein/ Leben - da sind wir beide, du und ich, nicht mehr getrennt voneinander, obwohl wir unterschiedlich sind.
Genau, wenn wir in Christus (verwurzelt) sind, sind wir ein Teil des Leibes, Familie im Geist.
Die Rebe und der Weinstock sind nicht getrennt.
Durch diese Formulierung kann sich eine Be-Wertung einschleichen, die die Rebe dem Weinstock gleichsetzt und ich denke, das ist das Problem, das einige hier haben. So eine Aussage füttert schnell den menschlichen Stolz, „etwas zu sein“ und kann zum Hochmut verführen und man vergisst, dass Christus Haupt und Grundlage ist. Als Folge lebt und handelt man dann aus sich selbst heraus.
Vielleicht kannst du die Bedenken so besser nachvollziehen?
Eine Rebe ist doch nichts ohne den Weinstock. Sie braucht die Wurzeln.
Der Weinstock lebt aber auch ohne Reben weiter.
Wenn eine Rebe abgetrennt wird und keine Wurzeln behält, stirbt sie.
Vielleicht kannst du die Bedenken so besser nachvollziehen?
Es ist nicht so, dass ich sie nicht nachvollziehen kann….darum geht es mir nur nicht…
Gerade weil diese Abhängigkeit von dem Weinstock besteht und nicht von sich aus besteht, kann ich Selbstvertrauen haben…
„In Jesus Bleiben“ bedeutet nicht, das „mein Selbst“ dadurch „Jesus selbst“ ist, der Satz ist wirklich schnell falsch zu verstehen.
Und wegen des Weinstocks: Nur durch die Verbindung zum Weinstock erhält die Rebe Nahrung und Kraft.
„In Jesus bleiben“ bedeutet „in ständiger Verbindung, im Glauben und im Vertrauen mit Jesus zu leben“.
Meintest du es so?
Und wegen des Weinstocks: Nur durch die Verbindung zum Weinstock erhält die Rebe Nahrung und Kraft.
Genau. Aber diese Nahrung und Kraft: wessen ist sie denn? Die der Rebe? Nein….
„In Jesus bleiben“ bedeutet „in ständiger Verbindung, im Glauben und im Vertrauen mit Jesus zu leben“.
Meintest du es so?
Ich lebe nicht nur mit Jesus, sondern durch ihn….so verstehe ich das Weinstockbild
@stern Die Lebenskraft kommt vom Weinstock.
Ich habe immer Mühe gehabt, mir bildlich und gefühlsmässig vorzustellen, wie man durch jemanden leben kann. Ich weiss, dass diese Redewendung in der Bibel vorkommt, ich kann es mir aber irgendwie nicht vorstellen, was das bedeutet.
Ich kann mir nur vorstellen, dass Jesus‘ Kraft durch mich fliesst, eben wie die Kraft durch die Wurzeln und den Weinstock in die Reben hineinfliesst bzw. durch die Reben fliesst.
Veröffentlicht von: @rosanne@stern Die Lebenskraft kommt vom Weinstock.
Ich habe immer Mühe gehabt, mir bildlich und gefühlsmässig vorzustellen, wie man durch jemanden leben kann. Ich weiss, dass diese Redewendung in der Bibel vorkommt, ich kann es mir aber irgendwie nicht vorstellen, was das bedeutet.
Ich kann mir nur vorstellen, dass Jesus‘ Kraft durch mich fliesst, eben wie die Kraft durch die Wurzeln und den Weinstock in die Reben hineinfliesst bzw. durch die Reben fliesst.
Jesus war ein Mensch, dessen Kraft war allein seine. In Jesu Körper trat mit der Jordantaufe der Christus ein, der damit als Christus Jesus die Regie übernommen hatte. Der eine Punkt nun ist der, dass die Kraft, die von dem Körper ausging, die des Christus war. Der zweite Punkt ist, dass mit Golgatha das Ich bin in der Menschen Seele geistig eingefüllt worden ist. Seitdem hat der Mensch ein vollendetes Ich, das sich nun seiner selbst bewusst ist, während es in der Zeit des Alten Testaments in Vorbereitung war.
Wenn bei Johannes gesagt wird: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh. 14, 6), dann ist mit "Ich bin" keine Person gemeint, was aber naive Autoritätshörigkeit so sieht. Das "Ich bin" ist eine in alle Menschen eingesenkte Kraft des Bewusstseins über sich selbst!
"Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; ..." (Joh. 15,5), darf nicht persönlich interpretiert werden, indem der Aussagende tüchtig angebetet und bejubelt werden soll und dergleichen. In sich selbst sein, bringt allein die reiche Frucht!
Jesus war ein Mensch, dessen Kraft war allein seine.
Nein, denn Jesus wurde vom Heiligen Geist gezeugt.
Wahrer Gott und wahrer Mensch.
Seitdem hat der Mensch ein vollendetes Ich, das sich nun seiner selbst bewusst ist, während es in der Zeit des Alten Testaments in Vorbereitung war.
Mit welchen Bibelstellen willst du das untermauern?
In sich selbst sein, bringt allein die reiche Frucht!
Wie kommst du bloß auf sowas?
Der Mensch kann sich nicht selbst erlösen.
Er braucht Erlösung.
In sich selbst zu sein löst nicht das Problem der Schuld.
Der User hat für diesen Beitrag eine GK bekommen.Grund: Sonderlehren und Abwertung anderer Christen/christlicher Kirchen.VG, Channuschka-Mod
Veröffentlicht von: @ga2Jesus war ein Mensch, dessen Kraft war allein seine.
Nein, denn Jesus wurde vom Heiligen Geist gezeugt.
Wahrer Gott und wahrer Mensch.
An Jesus lag die Besonderheit, den Christus, den Sohn Gottes, empfangen zu können. Dazu konnte er an diesem Punkt kein normaler Mensch sein. Er ist der "Menschensohn", auf dessen eine Bedeutung von zweien ich hier eingehe: Der Menschensohn ist ein Würdentitel, der nicht einfach meint, von zwei menschlichen Eltern abzustammen, sondern aus einer aus der Menschheit entnommenen Essenz. Die damit verbundenen geistigen Vorgänge sind sehr gut bekannt - nur der Kirche nicht!
Veröffentlicht von: @ga2
Seitdem hat der Mensch ein vollendetes Ich, das sich nun seiner selbst bewusst ist, während es in der Zeit des Alten Testaments in Vorbereitung war.
Mit welchen Bibelstellen willst du das untermauern?
Damit habe ich schon angefangen. Die alten Überlieferungen verwenden eine spirituelle Sprache, die nicht verstanden werden kann mit dem, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Es ist zudem eine Sache des Bewusstseins, wie gelesen wird. Wird autoritätshörig oder mit Selbstbewusstsein gelesen? Die Autoritätshörigkeit sucht lieber danach, sich zu unterstellen, Schutz zu suchen, entwickelt kein Selbstbewusstsein und strebt danach, mit seinem gewachsenen Schnabel zu lesen, während das Bedürfnis nach Selbstbewusstsein danach sucht, wie es sich entwickeln kann. Liest man mit Autoritätshörigkeit "Ich bin der Weg, ...", dann glaubt sie, es würde der Aussagende sich persönlich mit "Ich bin" meinen und damit über sich allein sprechen und sich selbst darstellen. Das Bedürfnis nach Entwicklung seiner selbst liest die Aussage "Ich bin" nicht als eine persönliche, sondern als eine überpersönliche. Es erkennt, dass ein metaphorischer Eigenvergleich anwendet wird.
Veröffentlicht von: @ga2In sich selbst sein, bringt allein die reiche Frucht!
Wie kommst du bloß auf sowas?
Durch mein selbstständiges Denken!
Veröffentlicht von: @ga2In sich selbst zu sein löst nicht das Problem der Schuld.
Wenn ich nicht ich bin, kann ich auch nichts lösen, dann wird durch Schicksalsführung gelöst. Das eine schließt das andere aber nicht aus. Nur als bewusster Mensch kann ich Irrtümer und Lügen erkennen, sonst wird die Schicksalsführung so gelenkt, dass ausgeglichen wird, was mit Leid in Verbindung stehen kann. Das Leid macht wach und bewusst und gleicht damit einen Mangel im Bewusstsein aus!
Also bist du letztlich dein eigener Gott. Gruselig.
Ich - mich - meiner - mir, Herr segne diese vier? Oder in deinem Fall ich segne diese vier?
van-Hagen: In sich selbst sein, bringt allein die reiche Frucht!
GA2: Wie kommst du bloß auf sowas?
Van-Hagen: Durch mein selbstständiges Denken!
Es gibt da einen Spruch, der mir hier passend erscheint:
Der Mensch dachte und Gott lachte.
Ich empfehle dir, dein „selbstständiges Denken“ im Bibelstudium ehrlich prüfen zu lassen.
Sonst gibt es vielleicht am Ende Trauer und Tränen wegen Zielverfehlung. Noch ist Zeit.
Aus der Verbindung mit Jesus leben, auf seine Stimme hören, ihm (immer mehr) Raum geben im eigenen Leben.
Ich finde das Wissen, in Jesus verwurzelt zu sein auch entlastend. Ich muss mich nicht länger abrackern und das Leben alleine wuppen.
Jesus in mir und durch mich.
@ga2 Wie hörst du seine Stimme? Ich finde es immer so interessant wenn das Leute sagen. gebet ist oft für mich noch ein voller Monolog. Ja, in der Stillen Zeit sprechen mich Worte an, ich versuche Impulse in mir zu hören, vom heiligen Geist erfüllt. Und doch...so so schwer noch
Wie ich Seine Stimme höre?
Unterschiedlich.
Manchmal Impulse zum Handeln, manchmal auch neue Gedanken in einer Zeit der Not, wenn ich mich dann innerlich „ganz nackich“ vor ihm mache in meiner Hilflosigkeit, weil ich ja eigentlich gar nicht so damit umgehen will, aber da selbst nicht rauskomme.
In Zeiten des „Entfernens“ singt sein Geist in mir plötzlich penetrant geistliche Lieder 😉, seltener habe ich auch mal eine tiefe innere Gewissheit, aber er spricht auch durch Träume oder durch andere Menschen.
Während der Bibellese höre ich ihn nur, wenn ich „frei genug“ bin.
Handeln gegen seinen Willen und der Versuch es zu verbergen oder runterzuspielen stören jedoch meine Wahrnehmungsfähigkeit.
Wenn ich in meinem Alltag das Gespräch mit ihm suche, in seiner Nähe bleibe, ist es deutlich besser, da höre ich besser.
Schwierig wird es, wenn ich behaupte, ihn hören zu wollen, aber nicht dementsprechend handeln will, wenn er dann spricht.
Aber Er vergibt gerne, wenn ich ihn bitte.
Joh 15
1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.
5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.
Der Weinstock kann ohne Reben existieren, die Rebe aber nicht ohne Weinstock. Eine Rebe wird kein Weinstock, nur weil sie aus dem Weinstock entspringt und an ihm bleibt.
Die "natürliche" Lebenskraft kommt aus dem Menschsein, in das der Atem Gottes seit Adam gehaucht wurde.
Die "übernatürliche" Kraft des Weinstocks ist der Heilige Geist, der befähigt die Frucht und Gaben des Heiligen Geistes hervorzubringen.
Joh 7,37 Am letzten Tag, dem Höhepunkt des Festes, stellte sich Jesus ‹vor die Menge› hin und rief: „Wenn jemand Durst hat, soll er zu mir kommen und trinken! 38 Wer an mich glaubt, ‹für den gilt› was die Schrift gesagt hat: Aus ihm heraus werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“[2]
39 Er meinte damit den Geist, den die erhalten sollten, die an ihn glauben würden. Der Heilige Geist war ja noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht in Gottes Herrlichkeit zurückgekehrt war.
Die "natürliche" Lebenskraft kommt aus dem Menschsein, in das der Atem Gottes seit Adam gehaucht wurde.
Die "übernatürliche" Kraft des Weinstocks ist der Heilige Geist, der befähigt die Frucht und Gaben des Heiligen Geistes hervorzubringen.
Danke für die gute Erklärung (und die dazugehörigen passenden Stellen).
Ja, so meinte ich das, denn dieser Geist ist derselbe Geist, der in Jesus war.
jep, der Heilige Geist, von dem Gott zu Paulus sagt: Meine Kraft ist im Schwachen mächtig.
Es gibt vieles, wozu wir befähigt sind, aber es herrscht strenge Arbeitsteilung: wir sollen nicht versuchen etwas aus eigener Kraft zu bewerkstelligen, das in die Kraft, Autorität und Kompetenz des Heiligen Geistes gehört.
Veröffentlicht von: @deborah71Der Weinstock kann ohne Reben existieren, die Rebe aber nicht ohne Weinstock.
Eine Rebe wird kein Weinstock, nur weil sie aus dem Weinstock entspringt und an ihm bleibt.
So isses.
Der Weinstock kann ohne Reben existieren, die Rebe aber nicht ohne Weinstock.
Eine Rebe wird kein Weinstock, nur weil sie aus dem Weinstock entspringt und an ihm bleibt.So isses.
Nicht ganz. Denn auch eine Rebe, wenn sie nicht komplett zurückgeschnitten wird, verholzt genauso wie der Weinstock und bringt dann ihrerseits im zweiten Jahr frische Reben hervor. Es gibt keine Trennung zwischen Weinstock und Reben, wenn man das Ergebnis (Früchte) betrachtet.
Eine verholzte Rebe ist immer noch nur eine Rebe.
Das macht ja nichts. Ich störe mich an dem Wort „nur“…denn durch sie wirkt dieselbe Kraft, die durch den Weinstock geht….
Selbstvertrauen als Christ heisst ja im Prinzip, auf Jesus vertrauen.
Das „bleibt in mir“ ist vielleicht ( oder eher sicher) durchaus wörtlich zu verstehen. Und damit ist ja mein Selbst gleichzeitig auch Jesus Selbst.
Ich sehe nicht, wo ich mich gottgleich mache dadurch dass ich sage, dass Jesus die Kraft ist, auf die ich (in mir) vertraue. Aber klar, kann man so verstehen.
Ich störe mich an dem Wort „nur“
Verstehe ich. Tut dem eigenen Stolz nicht gut.
Aber es geht dabei nicht darum, uns „klein zu halten“ oder so, sondern darum Gottes Autorität und Schöpfungsordnung anzuerkennen. Und unsere eigenen Grenzen.
In der Bibel steht einiges über den Töpfer und den Ton, Herr und Diener.
Das kann manchmal schwierig sein das auszuhalten, vor allem, wenn das eigene Selbst früher kleingehalten wurde.
Aber auch das darf man Jesus bekennen und hinlegen.
Verstehe ich. Tut dem eigenen Stolz nicht gut.
Das Wort nur drückt für mich nicht das richtige Verhältnis aus.
Das ist als würdest du beim Körper sagen: das ist nur ein Finger, er ist nicht so viel wert wie der Körper.
Technisch gesehen : ja stimmt…er hat kein Herz, kein Gehirn und kein Leben ohne den Körper an sich.
Aber gleichzeitig ist er Teil dieses Gebildes und deshalb finde ich „nur“ nicht angemessen….nicht weil der Finger gern mehr wäre als nur ein Finger.
Und wenn der Finger sagt: mein Selbstvertrauen kommt daher, dass ich zu diesem Körper gehöre, dann überhebt er sich nicht und hält sich auch nicht für zu wichtig, sondern ihm ist der Wert des Körpers bewusst.
Veröffentlicht von: @sternDas Wort nur drückt für mich nicht das richtige Verhältnis aus.
Das ist als würdest du beim Körper sagen: das ist nur ein Finger, er ist nicht so viel wert wie der Körper.
Es ist aber sicher auch nicht richtig, dem Finger zu sagen, er wäre 'Stern' oder 'Chai' oder 'Goldapfel'.
Veröffentlicht von: @sternEs ist aber sicher auch nicht richtig, dem Finger zu sagen, er wäre 'Stern' oder 'Chai' oder 'Goldapfel'.
Das verstehe ich nicht, was du damit meinst…ich meine, so heissen wir halt 🤷♀️
Mein Finger heißt Finger und nicht Chai. Mein Finger ist an mir, aber er ist nicht ich.
Mein Finger heißt Finger und nicht Chai. Mein Finger ist an mir, aber er ist nicht ich.
Oh, ok…
Kann es sein, dass wir mit den Analogien verrutscht sind?
Also in meiner Analogie ist Rebe=Finger=Stern
Weinstock=Körper=Leib Christi
Also am Weinstock (Körper) gibt es Reben (Finger) und die heissen Stern oder Chai oder Deborah
Aber mein Finger heisst nicht Stern und führt auch kein Eigenleben…sondern er ist Stern, zusammen mit den anderen Fingern von Stern …
Veröffentlicht von: @sternMein Finger heißt Finger und nicht Chai. Mein Finger ist an mir, aber er ist nicht ich.
Oh, ok…
Kann es sein, dass wir mit den Analogien verrutscht sind?
Also in meiner Analogie ist Rebe=Finger=Stern
Weinstock=Körper=Leib Christi
Also am Weinstock (Körper) gibt es Reben (Finger) und die heissen Stern oder Chai oder Deborah
Aber mein Finger heisst nicht Stern und führt auch kein Eigenleben…sondern er ist Stern, zusammen mit den anderen Fingern von Stern …
Mein Finger heißt 'Finger von Chai' und nicht 'Chai'.
Und rein theoretisch ist Chai auch noch Chai, wenn der Finger fehlt.
Veröffentlicht von: @sternMein Finger heißt 'Finger von Chai' und nicht 'Chai'.
„Finger von Chai“ heisst nicht Chai…aber er ist Chai. Er hat kein Eigenleben.
Nee, mein Finger ist nicht Chai. Er ist mein Finger.
Aber an diesem Punkt steigt mein Finger jetzt aus - nicht dass er noch eingebildet wird.
Aber an diesem Punkt steigt mein Finger jetzt aus - nicht dass er noch eingebildet wird.
Dass man zu Jesus gehört und das erkennt, ist nicht eingebildet sein. Es macht demütig, eben weil man „als Finger allein“ gar kein Eigenleben besitzt.
(Und das sage ich jetzt nicht um das letzte Wort zu haben.Ich will gar nicht mir dir rumstreiten.)
In hundert Jahren nicht.
Mag sein, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe, aber wenn Jesus sagt:
-ich der Weinstock/ ihr die Rebe
-ohne mich könnt ihr gar nichts tun
-Der HG wird von dem Meinen nehmen und es euch offenbaren. (Joh 16,14)
-bleibt in mir
- Der Jünger ist nicht über seinem Meister; jeder aber, der vollendet ist, wird so sein wie sein Meister.
(Luk 6,40)
dann heißt das für mich soviel, wie dass seine Essenz- sein Selbst- in mir lebt, durch mich, mit mir, ich in ihm…etwas von ihm in mir.
Veröffentlicht von: @stern... dann heißt das für mich soviel, wie dass seine Essenz- sein Selbst- in mir lebt, durch mich, mit mir, ich in ihm…etwas von ihm in mir.
Was nichts daran ändert, dass Dein Selbst nicht Jesus ist.
Was nichts daran ändert, dass Dein Selbst nicht Jesus ist.
Ich bin genauso wenig oder viel Jesus wie Du.Aber du und ich werden genauso aus derselben Quelle gespeist, auf die ich mich berufe um Selbstvertrauen zu haben. Und darum ging es ja im Thema.
Veröffentlicht von: @sternWas nichts daran ändert, dass Dein Selbst nicht Jesus ist.
Ich bin genauso wenig oder viel Jesus wie Du. Aber du und ich werden genauso aus derselben Quelle gespeist, auf die ich mich berufe um Selbstvertrauen zu haben. Und darum ging es ja im Thema.
Mein Toaster wird aus der selben Quelle gespeist wie meine Spülmaschine.
Aber beide sind sie keine Steckdose.
Aber beide sind sie keine Steckdose.
Aber durch beide fliesst der gleiche Strom, ohne den weder das eine noch das andere funktioniert.
Und in Bezug auf das Thema: ich vertraue auf den Strom, nicht auf das was ich bin (Waschmaschine).
Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich ein kleines Selbstwertgefühl habe. Was nicht bedeutet, dass ich mit mir in allem zufrieden bin, oder das es nicht Dinge gibt, die mich an mir selbst verunsichern.
Ich sehe die Mechanismen, die den Selbstwert mindern bei meiner Frau, interessant wie man dies bei anderen leichter beobachten und analysieren kann als bei einem selbst. Und was ihren Selbstwert zerstört ist die Interaktion mit anderen. Ein Kommentar, ein Handeln, dass sie dann irgendwie so hin konstruiert, als ob es eine Kritik an ihr gewesen wäre, sie ist sich diesen Mechanismen mittlerweile selbst bewusst, aber irgendwie ist sie denen dann doch irgendwie ausgeliefert.
Ich hab dann bei mir geschaut wie ich mit solchen Momenten umgehe und die gibt es auch bei meinen Interaktionen mit Menschen zur Genüge. Und der Unterschied zwischen meiner Frau, die jeden Kommentar jede Handlung in ihrem Kopf nochmals durchspielt und analysiert, ist der, dass ich eine selektive Gleichgültigkeit entwickelt habe. Gewisse Interaktionen, auch wenn sie im Moment verletzend sind, werden ignoriert. Ich gebe ihnen einfach keinen Raum. Ich operiere unter dem Motto; "Nimm niemals Mutwillen an, wenn Faulheit oder Ignoranz eine ausreichende Erklärung sind".
Dadurch werden aus entwertenden Kommentaren keine Aussage über mich, sondern eine Aussage über den anderen.
Selbstbewusstsein, und Selbstvertrauen, beruht darauf wie man die eigene Leistung im Vergleich zu anderen einschätzt. Und dazu muss man mit sich ehrlich sein, in dem, was man kann und in dem, was man nicht kann und auch was andere können oder nicht können. Viele übertünchen ihr mangel an Kompetenz mit Selbstbewussten auftreten, davon darf man sich nicht einschüchtern lasse.
Selbstliebe hingegen ist etwas das man unabhängig von menschlicher Interaktion kultivieren soll/kann/muss.
Eine Anleitung wie man Liebe und damit auch Selbstliebe kultivieren kann hat Petrus geliefert.
2.Petrus 1,3 In seiner göttlichen Macht hat er uns alles geschenkt, was wir zu einem Leben in liebevoller Ehrfurcht vor Gott brauchen. Er hat uns den erkennen lassen, der uns durch ‹seine› eigene Herrlichkeit und Wundermacht berufen hat.
4 So hat er uns das Größte und Wertvollste überhaupt geschenkt: Er hat versprochen, dass ihr Anteil an seiner göttlichen Natur bekommt. Denn ihr seid ja schon dem Verderben entkommen, dem diese Welt durch ihre Leidenschaften verfallen ist.
5 Deshalb müsst ihr nun auch allen Fleiß daransetzen, eurem Glauben ein vorbildliches Leben beizufügen und diesem Leben die Erkenntnis.
6 Der Erkenntnis muss die Selbstbeherrschung folgen, der Selbstbeherrschung die Geduld und der Geduld die liebevolle Ehrfurcht vor Gott.
7 Diese Ehrfurcht wiederum führt zur geschwisterlichen Liebe und aus der geschwisterlichen Liebe die Liebe überhaupt.
8 Je mehr ihr in dieser Hinsicht vorankommt, desto mehr wird sich das auswirken und Frucht bringen, und ihr werdet unseren Herrn Jesus Christus immer besser erkennen.
Das ist ein Feedback Loop, es gibt jeden Tag Gelegenheiten, wo ich ein oder mehrere dieser Punkte üben kann. Dabei geht es nicht darum, perfekt zu werden, sondern es geht um das Wachstum an und für sich. Es ist besser man versag und fällt ein Leben lang, als das man einfach liegen bleibt. Gott hat mir alles geschenkt, was ich für ein Leben in liebevoller Ehrfurcht vor ihm brauche, trotz und vor allem und gerade weil ich immer wieder versage. Mein Versagen ist ein Feature not a Bug (theologische nicht ganz korrekt aber für das Leben hier auf der Erde leider eine Tatsache), das komplette Debugging geschieht erst nach der Auferstehung.