Vom Zweifeln, Hoffen und Glauben
Hallo,
ich versuche, meine Frage kurz zu formulieren. Bitte verzeiht mir, wenn mein Anliegen nicht ganz klar ist.
Seit fast dreu Jahren suche ich Gott intensiver, wobei er mich schon seit meiner Kinder in gewisser Weise immer begleitet hat. Ich bin in zum ersten Mal in eine freikirchliche Gemeinde gegangen, habe regelmäßig gebetet und in der Bibel gelesen. Ich hatte das Gefühl, dass ich Gott besonders nahe bin.. Ich habe um eine Erfüllung mit dem Heiligen Geist gebetet / auch andere für mich. Irgendwie hatte ich das Gefühl, kurz vor einem Durchbruch mit Gott zu stehen.
Dann sind zwei Sachen passiert: Ich habe bei jedem Besuch eines Gottesdienstes geglaubt, dass es heute passieren wird; dass ich eine Art Berührung von Jesus erfahre und mir die Augen geöffnet werden (der Schleier von meinen Augen genommen wird). Umso öfter dies nicht passiert, umso größer ist meine Enttäuschung geworden.. Mein Glaube wurde langsam weniger. Das Zweite war, dass ich zwei Gebete hatte, die mir enorm wichtig waren / sind und in diesen Bereich ist es immer weiter bergab gegangen. Auch dies hat meine Zweifel immer größer gemacht.
Warum erfahren andere Jesus, wenn sie ihn aus tiefstem Herzen darum bitten? Ist alles nur Wunschdenken? Oder will Gott alle anderen, und mich will er nicht, und daher offenbart er sich mir nicht?
Ich danke euch, für eure Antworten!
Liebe Grüße
Loslassen
Veröffentlicht von: @neubaugoereUnd dann kam ein Moment (dem ging sicherlich auch noch einiges voraus), wo ich diesen Gott, von dem mir ein junger Mann berichtete (wie der so ist und wie er mit ihm lebt und so), anrief und er auch noch antwortete. Und er antwortete nicht einfach nur, Nein. Er nahm mich und pflanzte mich ein in den neuen Weinstock. Ich durfte genau das e-r-l-e-b-e-n. Er nahm alles "Dunkle", alle Unsicherheit, alle Fragen aus mir heraus und schenkte mir im gleichen Moment seinen übernatürlichen Frieden, den die Bibel beschreibt als einen, der unser Denken übersteigt. Ja, diesen Frieden gebe ich euch - sagt Gott. Und Ja, er gibt ihn. Und Ja, das ist erlebbar. Wie genau das erlebbar ist, ist für jeden wohl unterschiedlich.
Ich danke dir! Deine Zeilen haben mich sehr berührt... Darauf warte ich; ich meine, es ist dieser Friede, dieses Ankommen bei ihm, nach dem mein Herz sich sehnt.
Veröffentlicht von: @frosch80-modBepe "denkt", dass es im Rahmen von "Jesuserfahrungen bei manchen, die davon berichten, tatsächlich eher ein Wunschdenken ist, das über Autosuggestion bis zur glatten Selbsttäuschung [gehen kann]". Ob diese Überlegung für loslassen hilfreich ist, weiß ich nicht. Es KANN sein, dass du damit sogar Recht hast, dass der Gedanke für loslassen (und deine Diskussion hier mit Bepe) nichts bringt. Es KANN aber auch sein, dass gerade die Gedanken von Bepe ein wertvoller Anstoß für loslassen sind. Ich mag das nicht beurteilen. Ich KANN das auch gar nicht beurteilen. Der Wert des Forums liegt ja gerade darin, dass unterschiedliche Christen (hier sind wir ja in Jesus nachfolgen) mit ganz unterschiedlichen Hintergründen unterschiedliche Aspekte einbringen. Wie der "konkrete Wert" von Bepes Gedanken ist, könnte sich eventuell aus weiteren Dialogen mit loslassen ergeben.
Ich fand Bepes Herangehensweise durchaus interessant, wobei ich eben hoffe, dass die Zeugnisse anderer über solche Erlebnisse mit Gott nicht nur bzw. gar keine Selbsttäuschungen sind, sondern wirklich so "übernatürlich" sind. Wenn Gott allmächtig ist, warum sollte es dann nicht so sein? (Ich hänge halt noch bei dem Punkt, wo ich hoffe, dass Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Nachdem ich das aber persönlich noch nicht so erfahren habe, bleibe ich bei dem hängen, was andere mit Jesus erlebt habe.) Mich haben Bepes Gedanken etwas entmutigt, aber mit seiner Erklärung, wie persönlich er Gott und Jesus erlebt, konnte ich viel anfangen 🙂
@loslassen Hallo du, magst du mal erzählen, WARUM du willst, dass sich Gott dir offenbart?
Hi 🙂 Das kann ich ganz kurz beantworten: Ich brauche diese persönliche Erfahrung mit ihm, um zu glauben.
Ich möchte glauben, dass alles wahr ist. Ich möchte an einen übernatürlichen Gott glauben. Ich möchte, dass das Leben mehr ist als das, was man bis jetzt wissenschaftlich bewiesen hat.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du glaubst? Und darf ich fragen, warum?
@loslassen Hab noch eine Frage: Diese Sehnsucht von dir, Gott zu erfahren, bei IHM anzukommen, kommt die eigentlich von dir oder hat Gott sie in dich hineingelegt?
Als Kind hab ich gefragt, ob es Gott gibt und woran man das erkennt. Später hab ich nicht an IHN geglaubt, noch später hab ich geglaubt, dass ich es nicht weiß und es als Möglichkeit in Betracht gezogen. Dann hab ich einmal von tiefstem Herzen zur Liebe gebetet. So in der Richtung: Bitte wenn es DICH gibt, ZEIG DICH MIR, weil sonst hat nichts mehr einen Sinn, dann will ich nicht mehr!
Einige Monate später hatte ich heftigste Erfahrungen. Dann hab ich geglaubt. Ich hatte geglaubt, dass ich jetzt weiß.
Jetzt glaube ich, dass ich glaube, weil ich nicht weiß.