werden wie die Kind...
 
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werden wie die Kinder....wie geht das..

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Themenstarter
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https://www.youtube.com/watch?v=FxFDAIvzOw8&pp=ygUpd2VubiBpaHIgbmljaHQgd2VyZGV0IHdpZSBkaWUgS2luZGVyIGxpZWQ%3D

 

Jesus sagt, wenn wir nicht werden wie die Kinder, werden wir nicht in Reich Gottes kommen...Wie wird man wieder wie ein Kind ? Wie kann ich 

Christus immer mehr vertrauen, los lassen...........(Matthäus 18 Vers 3)

Gerade wenn wir nicht immer gute Erfahrungen in christlichen Gemeinden gemacht haben. 

Wenn es nur um Macht geht, besser sein, mehr wissen......

 

 

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Queequeg
Beiträge : 7591

@hundemann 

"Die Perspektive der «Kleinen»

Da fragen die Jünger ihren Meister, was Größe sei unter den Augen Gottes, und die Antwort lautet: Schaut, ein Kind (18,2)! Jesus nimmt es und stellt es in ihr Zentrum, in den Mittelpunkt von allem, wie wenn die gesamte Welt sich drehen sollte um dieses Kleine. - Was ist bei einem Kind derart groß, daß es unter den Augen Gottes nach Jesu Meinung für das Kostbarste von allem gilt, so sehr, daß Jesus an dieser Stelle sagen kann: «Wenn ihr euch nicht umstellt und werdet wie die Kinder, nein, niemals habt ihr teil am Königtum Gottes.»? Man muß genau hinhören, was für eine Vision von Menschsein Jesus da vorschwebt.

Ein … Kind soll der Maßstab sein, der alles andere für ungültig erklärt! Wenn man wissen will, was ein Mensch wert ist, will Jesus offenbar sagen, so muß man in seine Augen schauen, die Spiegel seiner Seele sind, so muß man in sein Herz schauen, welches der Spiegel des Himmels selber ist - wenn es nicht sturmgepeitscht von Angst verwüstet ist. Wenn man die Größe eines Menschen ermessen will, so muß man ihn in seiner Ausgeliefertheit und «Kindlichkeit» betrachten …, und man muß in seiner Armseligkeit etwas wiederfinden von  einem Königskind, einem kleinen Prinzen. … es ist etwas von den Sternen Gekommenes, das, wenn es unver­fälscht mit seinen großen Augen die Welt anschaut, lauter wunderbare Fragen an die sogenannten «großen» Leute zu richten weiß; vor allem diese: Worin sie eigentlich so groß sind, die «großen Leute»?

Kann es sein, daß Menschen «groß» sind, nur indem sie andere unter ihre Füße treten? Es gibt Menschen, die auf eine Weise «erwachsen» sind, daß sie Kinder kaum in ihrer Nähe dulden. Sie können nur leben mit dem, was sie selbst sind, und sie selber sind Überlebte, vorschnell Gereifte, so etwas wie wurmstichige Äpfel, die vor der Zeit sich röten, ehe sie inwendig zersetzt, faul und ungenießbar, jedoch immer schön aussehend, vom Stamm fallen. Kinder freilich kann man nicht täuschen; wenn sie in die Augen von «Erwachsenen» schauen, wissen sie sehr genau, was sie vor sich haben. Eben deshalb wohl meint Jesus, dies sei das Allergrößte im Leben: so wahr zu bleiben, daß es den Augen eines kleinen Kindes standhält, indem man die eigene «Kleinheit» nicht verleugnet und das Vertrauen aufbringt, mit ihr leben zu dürfen.

Das Unerhörte ist, daß man ein Kind liebhaben muß einfach dafür, daß es da ist. Jeden Erwachsenen wird man darauf befragen, weswegen man ihn wert­schätzt, welche Eigenschaften man an ihm bevorzugt, was man mit ihm anfan­gen kann - mit anderen Worten, wie man ihn in dem Räderwerk bestimmter wünschenswerter Funktionen so einsetzen kann, daß alles sich wie gewünscht abspult. Ein Kind hingegen hat noch nichts, es kann noch nichts, es ist noch nichts, es weiß noch nichts - und es ist trotzdem voller Weisheit! Es lehrt jeden Erwachsenen etwas über die Grundlagen des menschlichen Daseins: Man muß einen anderen Menschen liebhaben einfach für seine Existenz. Einfach durch die Tatsache seines Daseins kann ein Kind der reine Sonnenschein und das größte Glück seiner Eltern sein. Es vermag Freude zu schenken durch sein Lachen, Glück durch sein Lallen, Heiterkeit und Gelöstheit durch sein Spielen. Es mag daneben gewiß auch eine Menge an Unruhe und Ärger bereiten, es mag seine Eltern ungezählte unruhige Nächte bescheren, doch all das übertönt nicht, was es auch tut: es enthüllt eine Dimension des Lebens, die den Erwachsenen oft verloren gegangen ist."

Eugen Drewermann, "Das Matthäus-Evangelium, Bilder der Erfüllung, Die Perspektive der Kleinen, Mt 18,1-14

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CoffeeandBible
Beiträge : 325

"Wie die Kinder zu werden" bedeutet ja vor allem auch, die Welt mit offenen Augen zu sehen, auch die kleinen Dinge zu bewundern, zu staunen...

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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

https://www.youtube.com/watch?v=09BWzyAEqqM&pp=ygUZc3RhdW5lbiB3aWUgZWluIEtpbmQgbGllZA%3D%3D

staunen.............Raimund Kreidl

 

Danke CoffeeandBible, ja mal wieder staunen, die Welt mit offenen Augen sehen, bewundern......natürlich...

Von Kindern (und Tieren) können wir das lernen. Wie die mit ihren Bedürfnissen umgehen.

"jetzt habe ich Hunger, jetzt will ich spielen.......

Wäre in uns Menschen nicht der Wunsch nach Beziehung, wären wir einsam, und könnten vieles

nicht erreichen, was nur zusammen geht.

"Du ich bin jetzt dein Freund", das sagen Kinder  ganz offen.

Da bin ich als erwachsener Mensch mit meinen ganzen Lebenserfahrungen nicht mehr so offen.

Aber Gott hat in uns den Wunsch nach Beziehung hineingelegt.

Hätten die Menschen keine Sehnsucht nach Beziehung, Liebe, und auch Sexualität, wäre die

Menschheit schon ausgestorben. Kinder sind auch eine Hoffnung für unsere Welt.

Habe auch schon gehört, in diese schlimme Welt kann man keine Kinder mehr setzen.......

Für Kinder sind Bedürfnisse kein Zeichen von Schwäche. Kinder schämen sich nicht für ihre

Bedürfnisse. Wenn ich als "älterer Mann" krank werde, auf Hilfe angewiesen bin......tue ich

mich da schon schwerer als  ein kleines Kind.

Aber zur Schönheit unseres Lebens gehört doch auch, das wir einander helfen, brauchen.....

 

liebe Grüße,

 

 

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Chai
 Chai
Beiträge : 4814

Wichtig - ein Kind weiß (sollte wissen), dass es immer geliebt ist - auch dann, wenn es sich daneben benimmt. 
Und ich hab bei meinen bockigen Kindern mal den klugen Satz gehört, dass sie sich an der Stelle daneben benehmen, wo sie sich sicher fühlen können.

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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

Danke Chai, 

das erinnert mich an meine Beziehung zu Gott dem Vater. Oft weiß ich im Kopf, das Gott mich liebt.

Aber bis es in meinem Herzen lebt. 

Auf meinem Weg mit Gott gibt es Höhen, aber auch Tiefen. Beglückende, aber auch schmerzliche

Erfahrungen. So wie mit meinen Kindern, viele glückliche Erfahrungen, aber auch schmerzhafte.

Und umgekehrt. 

Lange Zeit war mein Glaube auch angstbesetzt und leistungsorientiert. Und oft habe ich von meinen

Kindern mehr Leistung in der Schule gefordert.

Bemühen um Gott und Menschen zu gefallen....

Kinder haben auch eine tiefe Sehnsucht nach Beziehung, Liebe, Annahme....

Und letztendlich tat es meinen Kindern am meisten gut, wenn ich sie so liebe und annehme wie

sie sind. Nicht wie ich sie haben möchte.

Mir tut es auch gut, wenn Gott mich in Seiner Liebe annimmt, so wie ich bin.

Das kann so entspannend sein, und vieles in mir lösen. Neuen Mut und neue Hoffnung 

schenken.

Gott liebt uns so wie wir sind. Nicht weil ich immer gut und liebevoll bin

sondern weil Gottes Wesen Liebe ist.

Wenn meine Kinder mich mit Vater anreden gefällt es mir, und wenn sie dann noch dankbar sind und

mich loben. So gefällt es auch Gott dem Vater, wenn wie dankbar sind und Ihn loben......

 

liebe Grüße,

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Themenstarter
Beiträge : 30188

Also, ich habe heute gerade wieder mit 71 Jahren miterlebt, wie wunderbar das blinde Vertrauen ist, welches ich als Kind auch besaß.

Ich schaute von einer Brücke herab auf einen kleinen Verbindungsfluss zwischen zwei Seen.

Es kam ein Stand-up-Paddler durch diesen Fluss und vor ihm auf dem schmalen, wackligen Brett saß - völlig in Gedanken versunken - ein kleines Mädchen von vielleicht 3 Jahren und sortierte die vor ihr liegenden Steinchen. 

Mein Gedanke: "Mehr Frieden durch Vertrauen geht nicht". 😊 

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Turmfalke1
Beiträge : 4393

@hundemann 

Ich musste dazu an eine kleine Geschichte denken, die ich mal gelesen habe, die ich aber nur sinnentsprechend wiedergeben kann, da ich das Original nicht mehr vorliegen habe:

In einer Familie mit einem Kind war ein Gast zu Besuch, und die Eltern unterhielten sich mit ihm während des Mittagessens über die gegenwärtige politische Lage und darüber, dass mit größeren Veränderungen zu rechnen sei, wo man nicht weiß, wie sie sich genau auswirken.
Das Kinder bemerkte den sorgenvollen Unterton, legte den Löffel zur Seite und frage: "Mama, wenn sich die Dinge ändern, bleibst Du dann trotzdem noch meine Mama?" "Aber natürlich, mein Kind." "Und Du Papa, bleibst Du weiter mein Papa?" "Aber selbstverständlich." "Na dann ist ja alles in Ordnung." Das Kind nahm seinen Löffel und aß weiter.

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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

Danke Turmfalke,

oh es ist schön, wenn Kinder Vertrauen zu den Eltern haben. Und wenn wir erwachsene Menschen,

auch einmal wieder Kind werden dürfen. Einfach mal wieder Quatsch machen dürfen,

als Gottes geliebte Kinder.

Jetzt werde ich Opa und bin von "Profis" umgeben. Meine liebe  Frau war früher Kinderkrankenschwester,

eine Tochter von mir ist studierte Erzieherin...........

Und jetzt wird schon fleißig gestrickt, gehäkelt, geplant.........oh Mann, äh Frau........

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Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4393

@hundemann 

Na da wünsche ich mal viel Spaß. 😀

turmfalke1 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@hundemann Opa sein ist schön - Oma sein auch 😊

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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

oh vielen Dank. Das macht mir jetzt echt Mut....... 😀 

 

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Queequeg
Beiträge : 7591

@hundemann 

Nicht wie die Kinder, aber wie Erwachsene, die Kinder sein durften:

Toccata und Fuge in d-moll

https://youtu.be/yCnVJNxKR9s?si=1Z27IwztDlgwLU9I

Ein unglaubliches Stück von Bach - sowieso. Und von Helmut Walcha gespielt ein Genuss. Aber dieses Arrangement hier sprengt bei mir alle Grenzen - es ist fantastisch.

Ich höre in dem ersten Teil - Toccata -, bestimmt durch das Schlagzeug, den Menschen in seiner Not, seinem Elend und seinen Hoffnungen, die in alle Richtungen gehen, auch in den Himmel. Der kommt ihm sozusagen mit seiner Orgel entgegen und spricht ihn mit einer seltsamen Mischung aus Strenge und Freude und Weite an und lädt ihn ein, zu kommen. Aber der Mensch kommt nirgendwo an und versinkt resigniert in Dunkelheit. Man glaubt schon, alles ist zu Ende und es gibt nichts mehr.

Aber dann im zweiten Teil - Fuge - spielt der Himmel nochmal seinen ganzen Glanz, seine Fröhlichkeit und Freude über das Gespräch zwischen ihm, der Orgel, und dem Menschen, das Schlagzeug, auf.

Ab 4.20 höre ich Menschen - schon nicht mehr zweifelnd, aber doch fragend - sich dem Himmel entgegen strecken - immer höher in immer enger werdenden Spiralen. Und ganz unglaublich sanft und zärtlich antwortet ihm der Himmel, „ja, ich bin da, komm nur“.

Und dann bei 5.20 ist der Mensch angekommen und der ganze Himmel ist außer sich vor Freude. Und Himmel und Mensch spielen die gleiche Musik. Wobei ab 6.10 der Himmel dem Menschen erklärt, was es mit ihm selbst und dem Menschen auf sich hat, während der Mensch sich mit seinem Schlagzeug auf dessen Rhythmus einschwingt.

Dann sprudelt es förmlich aus ihm heraus, so dass man Angst um seine Instrumente bekommen könnte. Aber sie halten dem Stand, es ist ja auch kein Druck, der auf sie ausgeübt wird, sondern ganz im Gegenteil, eine große Befreiung.

Und dann ertönt wieder der Himmel, als Antwort auf das, was das Schlagzeug vorher gesprochen hat.

Im gleichen Moment hören beide auf, weil alles gesagt wurde, und es endet wie eine Bestätigung all dessen mit dem Schlag auf einen großen Gong.

Wie gesagt, großartig.

queequeg antworten
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Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

Hinzu gehört unbedingt auch nooch, wie der Schlagzeuger sich bei 7.10 lauthals freut.

queequeg antworten
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