Wie man im Geist wa...
 
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Wie man im Geist wandelt?

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Seidenlaubenvogel
Themenstarter
Beiträge : 1510

Hallo ihr alle,

bin eben in einem benachbarten Thread auf diese Frage gestoßen und gebe sie hier an euch weiter:

Wie man im Geist wandelt? Was verstehst du darunter? (Wie) gelingt dir das?

https://forum.jesus.de/community/jesus-nachfolgen/wer-bin-ich-in-jesus-christus/#post-341412

Praktiker am 11. März 2023 7:30

Auf guten Austausch!

LG Seidenlaubenvogel

Antwort
56 Antworten
Simba
 Simba
Beiträge : 76
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wie man im Geist wandelt?

Sich in einer bestimmten Gesinnung bewegen/sich diese zu Herzen nehmen.

In der Bibel gemeint ist die Gesinnung Jesu und der gemeinsame Sinn unter Geschwistern:

[2. Kor 12,18] Ich habe Titus gebeten und den Bruder mit ihm gesandt; hat Titus euch etwa übervorteilt? Sind wir nicht in demselben Geist gewandelt? Nicht in denselben Fußstapfen [= Jesu] ?

Der Geist ist im Neuen Testament der, der die Erkenntnis schenkt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, und der uns lehrt und hilft auf unserem Weg. In diesem Geist "wandeln" meint dann eben, sich dementsprechend durchs Leben zu bewegen und den Menschen zu begegnen.

 

simba antworten
19 Antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@simba 

"... sich dementsprechend durchs Leben zu bewegen und den Menschen zu begegnen."

Gibt es manchmal, nach meiner Erfahrung aber eher selten.

So ganz verwunderlich ist das aber nicht. So ziemlich alle Vorstellungen oder Vorschriften scheitern, wenn sie als moralischer Imperativ gefordert werden. Wenn überhaupt, halten sich die Menschen nur eine sehr begrenzte Zeit daran.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@queequeg 

So ziemlich alle Vorstellungen oder Vorschriften scheitern, wenn sie als moralischer Imperativ gefordert werden.

Und weil das so ist, legte Jesus sehr viel Wert darauf, dass die Jünger den Heiligen Geist zu Pfingsten empfingen, damit sie nicht aus eigener Kraft etwas versuchen würden, das nicht aus eigener Kraft auf Dauer geht. Und dass diese Krafterfüllung an jeden Gläubigen weitergegeben werden soll.

Paulus erwähnt das an mehreren Stellen, dass es eben die agape-Liebe Gottes ist, die durch den Heiligen Geist gebracht wird und durch den Gläubigen wirken soll.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@deborah71 

Dann haben alle Menschen - und vor allem auch die, um sie herum - keine Chance, die nix mit dem heiligen Geist zu tun haben. So kann es aber nicht sein.

Es kommt ja auch nicht primär auf ein Tun an, das dann so oder so beurteilt werden kann, sondern auf das authentische Sein. Wenn sich ein Mensch durch seinen ganzen neurotischen Schutt gebaggert hat und am Ende vor sich selbst steht, dann ist das keine Frage mehr. Dann braucht er keine von außen an ihn herangetragenen Maßstäbe mehr, weil er von sich aus - aus seinem eigenen Sein heraus - dem anderen Menschen liebevoll begegnet.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@queequeg 

Nicht "keine Chance", sondern nicht diese Chance. Wie sollen sie denn Christ sein ohne Christus? Wie sollen sie in der Kraft des Heiligen Geistes dasselbe tun, was Jesus tat in der Kraft des Heiligen Geistes?

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@deborah71 

Na ja, wenn sie nix mit dem heiligen Geist zu tun haben, dann verstehen sie sich in der Regel auch nicht als Christen. Aber sie können dennoch - offenbar ohne den heiligen Geist - anderen Menschen in einer Art begegnen, wie es hier angesprochen wurde.

Einer der in diesem Sinne authentischsten Menschen, den ich gekannt habe, war ein bekennender Kommunist, der Dir ohne zu zögern sein letztes Hemd gegeben hätte, wenn Du es gebraucht hättest. Er hatte mit religiösem Glauben absolut nichts zu tun.

Er konnte ungemein lachen, aber - für einen Mann in den 50-er und 60-er Jahren völlig untypisch - auch genauso weinen. Und er hat mich damals als Kind so ernst genommen, wie sonst kaum einer. Als ich ihm Jahre später begegnet bin - er war da Krankenpfleger in der Klinik, in der ich gearbeitet habe - war genau so wie damals. Er hatte sich nicht geändert und war auch zu den Patienten ungemein liebevoll.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@queequeg 

Klar kann er liebevoll im Sinne von Philia sein. Aber....

... konnte er Menschen die Hände auflegen und diese wurden geheilt? Hatte er ein brennendes Verlangen andere zu Jesus zu bringen, dass sie ewiges Leben erhelten? usw....?

Es geht nicht zuerst um gutes Verhalten, sondern um Sein. Steht weiter oben in einem Post von dir. Von Oben geboren werden ist eine totale Veränderung im Sein, die sich dann ins Tun ausbreitet bzw. ausbreiten soll.

Kein Mensch kann sich  selbst von Oben die Neugeburt  angedeihen zu lassen. Das ist ein Vorrecht Gottes und nur in Seiner Macht.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@deborah71 

"Es geht nicht zuerst um gutes Verhalten, sondern um Sein."

So ist es. Aber um anderen Menschen liebevoll zu begegnen, dazu musste er nicht "wiedergeboren" werden, er war einfach so.

"Von Oben geboren werden ist eine totale Veränderung im Sein, die sich dann ins Tun ausbreitet"

Das hab ich nur eben selten erlebt. Das Gegenteil davon aber ungemein oft.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 22241

@queequeg 

Deborah71:"Von Oben geboren werden ist eine totale Veränderung im Sein, die sich dann ins Tun ausbreitet"

Queequeg: Das hab ich nur eben selten erlebt. Das Gegenteil davon aber ungemein oft.

Von der Veränderung würde ich gerne mehr sehen, mehr Menschen sehen, die aus ihrem von oben geborenen Geist leben, durch die die Kraft wieder fliesst für diejenigen, die von dieser Kraft berührt werden sollen.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@deborah71 

Ob ich da gerne mehr von sehen würde, ist mir sehr fraglich - eben weil ich damit durchaus keine guten Erfahrungen gemacht habe. Die meisten Menschen, die von sich sagten, in diesem Sinn neugeboren zu sein und deshalb quasi den Auftrag hatten, andere an ihrem Glück teilhaben zu lassen und sie zu Jesus und dem ewigen Leben führen zu sollen, zeichneten sich durch rigide Intoleranz und alles andere als liebevollen Umgang aus. Ich kann mich eigentlich nur an einen Mann erinnern, der das "Neugeboren-sein" für sich in Anspruch nahm und zu den Menschen um ihn herum wirklich liebevoll war. Aber das war er eigentlich schon vorher, so dass ich keine sonderliche Veränderung festgestellt habe.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@queequeg 

Von diesen Menschen deiner schlechten Erfahrungen spreche ich nicht.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@deborah71 

Mir fällt ein, dass ich noch einer Frau begegnet bin, die wegen einer chronischen Erkrankung jahrelang immer wieder für Wochen oder Monaten in Kliniken war.  Sie war wohl ihr Leben lang überzeugt atheistisch unterwegs, bis sie bei einem ihrer Aufenthalte dann tatsächlich so etwas wie "neugeboren" wurde.

Ich hab keine Ahnung, ob sie das selbst so formuliert hätte, aber der Krankenhauspfarrer, mit dem sie sehr viel geredet hatte, wohl eher nicht. Ich kannte ihn und fand ihn sehr sympathisch.

In jedem Fall ist sie wohl für viele andere Patienten sehr hilfreich geworden, während sie vorher wohl eher nörgelig war und mit ihrem Schicksal gehadert hatte.

queequeg antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

Mir fallen jetzt dazu noch ein paar interessante Details ein. Ich hatte nicht viel mit ihr zu tun nur konsiliarisch neurologische Untersuchungen und habe sie 3 oder viermal gesehen und natürlich mit ihr gesprochen.

Sie war wohl begeisterte BdM-lerin, auch lange Jahre nach dem Krieg noch und daher immer noch mit der Nazi-Ideologie verbunden. Nazis haben, wie man weiß Bonhoeffer ermordet. So war das wohl auch bis zu ihrer "Bekehrung". Wie und warum die stattgefunden hat - keine Ahnung.

Ich hab sie bei den paar Visiten als im besten Sinne weich und offenherzig empfunden, nix mehr mit "hart wie Kruppstahl" usw. wie sie offenbar früher sein wollte.

Ein paar Jahre später habe ich dann von dem Krankenhauspfarrer, dass sie gestorben war und zu ihrer Trauerfeier das Lied mit dem Text von Bonhoeffer "Von guten Mächten wunderbar geborgen" erbeten hatte, was dann auch gesungen wurde.

Das ist wirklich eine ultimative Ironie, dass sie, die so lange Jahre Anhängerin von Bonhoeffers Mördern war, bei ihrem Begräbnis genau das Lied von ihm haben wollte.

Das ist aber auch wirklich die eindrücklichste Erfahrung die ich in dieser Fragestellung gemacht habe.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@queequeg 

Du kennst die komplette Redewendung um "hart wie Kruppstahl" und woher sie kommt? Es sind vier Forderungen, die da aufgestellt wurden.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@deborah71 

Sicher kenn ich die.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@queequeg 

Die werfen hie und da immer noch ihre Schatten.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@deborah71 

Allerdings. Um so bemerkenswerter finde ich die Entwicklung dieser Frau.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@queequeg 

Für mich  verorte ich das unter: Jesus macht frei und gibt ein weiches Herz.

 

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@deborah71 

Und warum macht er das bei ihr und nicht bei Putin, Xi Jinping oder Bolsanaro?

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 22241

@queequeg 

Das weiß ich nicht. Da musst du ihn selbst fragen.

 

deborah71 antworten


Simba
 Simba
Beiträge : 76
Veröffentlicht von: @queequeg

Gibt es manchmal, nach meiner Erfahrung aber eher selten.

Ich sprach nicht davon, wie oft es das gibt (oder man meint, dass es das gibt), sondern wollte auf die Frage erklären, was das meint/ bedeutet/ bedeuten soll. 

Humanistische Werte verlieren auch nichts dadurch, dass viele Menschen sich nicht daran halten. Ferner sehe ich "Wandeln im Geiste" auch nicht als Imperativ.

LG

simba antworten
3 Antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@simba 

"was das meint/ bedeutet/ bedeuten soll."

Ja, aber es ist doch verwunderlich, dass man da, wo so viel davon geredet wird, so wenig davon findet.

queequeg antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1510

@queequeg Ja, das ist es. Und gleichzeitig ist es ein Trost, das Gott dennoch zu uns hält. Ja, wir wachsen - auch wenn wenig davon zu sehen ist. So kümmerlich es sein mag, es hilft bestenfalls, sich nicht zu überheben. Das andere dürfen wir aber auch nicht vergessen - so oft sehen wir vorrangig, was nicht ist oder was besser sein könnte/ müsste… und übersehen dabei, inwieweit wir bereits in Gottes Liebe leben.

seidenlaubenvogel antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@seidenlaubenvogel 

"so oft sehen wir vorrangig, was nicht ist oder was besser sein könnte/ müsste… und übersehen dabei, inwieweit wir bereits in Gottes Liebe leben"

Ja, ich hab vorige Woche beim Augenarzt so einen Mann erlebt, der nur über alles mögliche schimpfte. Da hab ich mir auch gedacht, wie der mit solch einer Einstellung zum Leben gesund werden kann. Ist doch gar nicht möglich, weil er wie ein Hamster in seinem RAd der Unzufriedenheit läuft und keinen Millimeter weiter kommt.

queequeg antworten
Simba
 Simba
Beiträge : 76
Veröffentlicht von: @queequeg

Ja, aber es ist doch verwunderlich, dass man da, wo so viel davon geredet wird, so wenig davon findet.

Das ist eigentlich überhaupt nicht verwunderlich, sondern das ist der Mensch. Was gibt es, das noch nicht von Menschen missbraucht oder verhunzt wurde? Es ist auch letztlich unwichtig, Wo Wieviele Wieviel davon reden; mag ja dann immerhin ne nette Predigt werden. Ich will´s gerne vorleben und das immer mehr lernen.

 

simba antworten
1 Antwort
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 5490

@simba 

"Es ist auch letztlich unwichtig, "

Nein, das ist es nicht. In der Zeit, als ich noch berufstätig war, hat sich bei einer Reihe von Menschen die Notwendigkeit gezeigt, dass sie sich aus einer Gemeinde, in der viel von Liebe zum Nächsten die Rede, aber wenig spürbar war, lösen mussten oder umgekehrt eine Gemeinde gesucht wurde, die das wirklich auch vertrat.

Ich hatte damals die besten Erfahrungen mit einer methodistischen Gemeinde gemacht. 

queequeg antworten


Simba
 Simba
Beiträge : 76
Veröffentlicht von: @queequeg

Nein, das ist es nicht. In der Zeit, als ich noch berufstätig war, hat sich bei einer Reihe von Menschen die Notwendigkeit gezeigt, dass sie sich aus einer Gemeinde, in der viel von Liebe zum Nächsten die Rede, aber wenig spürbar war, lösen mussten

Ja, das ist bitter. Dann muss man sich davon lösen, das stimmt.

 

simba antworten
Evana2
 Evana2
Beiträge : 427

@seidenlaubenvogel 

Hallo Seidenlaubenvogel

Im Geist wandeln: bedeutet für mich in der Agape-Liebe wandeln. Womit oder wie kann ich anderen eine Freude
machen? Wo und wie kann die Liebe, die ich von Gott bekomme zu anderen durchfließen? 
Ich bleibe in der Verbindung mit Gottes Geist durch singen von Glaubensliedern, durch Danken, Loben,
Anbeten, Fürbitten und lasse mich nicht durch anderes ärgern oder aus der Ruhe bringen.

Wie gelingt mir das?

In dem ich mich nicht mehr vom Fernseher, Nachrichten oder anderen Medien ablenken/beeinflussen lasse,
die mich in eine Richtung oder zu Ärger provozieren wollen. Vielem, was Ärger hervorruft, aus dem Weg gehe.
Und auch bestimmten Menschen, die Negativ gepolt sind, aus dem Weg gehe.

Lieben Gruß
Evana

evana2 antworten
3 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@evana2 

Hallo Evana,

klingt gut; ich frage mich dann in der Folge, ob das wirklich Gottes Ziel sein kann, allem aus dem Weg zu gehen, statt es zu überwinden. Denn wir sollen doch mit seiner Kraft überwinden. - Vielleicht ist es ein Weg der Heilung, das mag sein, dann ist es für eine Zeit ganz sicher ganz gut so. Kann ich mir jedenfalls vorstellen. Doch für immer?

Oder übersehe ich etwas?

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 427

@neubaugoere 

Hallo Neubaugoere,

Menschen aus dem Weg gehen, wenn sie unbelehrbar und aggressiv sind.
Böses durch Liebe überwinden: vergeben und segnen

Konfrontieren wie Jesus es tat bei den Pharisäern und Schriftgelehrten.
Soweit bin ich noch nicht. 

Nach den stressigen 3 Jahren (2020 - 2022) in denen ich an Wölfe geraten bin
(aufbrausende und streitsüchtige Chefin 2020+2021) und die Maßnahme letztes
Jahr (dominante Frauen, Machtmissbrauch)
bin ich froh, dass ich dieses erste Vierteljahr mal in Ruhe leben kann.

Aber es hat mich sehr verändert und reifen lassen.

Dieses Jahr bin ich an eine Christin geraten, die ganz heilig tut, aber bei der es
immer wieder zu Vulkanausbrüchen kommt. Sie ärgert sich über mein Verhalten,
weil ich z. B. nicht in der Kirche sichtbar vor dem Altar mich hinkniee und bete,
Sie lässt dann dem Teufel Raum sie zu beherrschen und fängt dann
an zu fluchen.

Jesus hat mir da schon klare Wegweisung gegeben:
Mach dir wegen ... keine Sorgen. So darf sie nicht mit dir umgehen. Auch wenn 
es für die Kirche ist, hat sie kein Recht, dich auszunutzen: deine Zeit, deine Kraft
und dein Geld einzufordern.
Du unterstehst meinem Wort und meiner Führung. Was ich sage, gilt.
Gerade im Geistlichen wird sehr viel manipuliert. Dem widerstehe.
Achte auf dich, auf deine Bedürfnisse und auf meine Liebe zu dir, denn du bist mir
wichtig. Ich liebe dich. Dein Jesus (23.03.23 um 4:34 Tagebucheintragung)

Aber auch sie hat mich weitergebracht in meiner Entwicklung. Mal sehen, wie dieses
2. Vierteljahr wird.

Sie brachte mich dazu, mit ihr vor der Kamera zu stehen und meine
von Gott gegebenen Lieder einem Fernseh- und Radiopublikum zu präsentieren.
Letzten Sonntag (26.03.23) saß ich dann mit meiner Mutter vor dem Fernseher
und schaute mir eine Aufzeichnung an.
Schon komisch, sich selbst im Fernsehen zu sehen und zu hören.

Lieben Gruß
Evana

evana2 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15053

@evana2 

Hej du,

Konfrontieren wie Jesus es tat bei den Pharisäern und Schriftgelehrten.
Soweit bin ich noch nicht. 

Ich denke nicht, dass es quasi für jeden unbedingt auf dem Weg liegt, dass es unbedingt jeder "können muss". Jeder hat seine ganz eigenen Herausforderungen, die ihn eben heraus-fordern aus seiner jetzigen Situation, aus der Komfortzone. Und diese Heraus-Forderungen haben immer mit unserem (Vor-)Leben zu tun ... 

Ich rede z.B. mittlerweile ganz frei über die Arbeit und Zugehörigkeit meiner Gemeinde, bei Terminplanungen z.B., dass ich eben sage, nee, da kann ich nicht, da hab ich ein Gebetstreffen in der Gemeinde oder nee, da möchte ich zum Gottesdienst gehen. Bisher ist das noch niemandem unangenehm aufgestoßen, es gab bisher - wenn - nette Nachfragen, die aber bisher nicht in die sogenannte Tiefe gingen. Das hätte ich früher nie getan. 

Toll, wenn dich deine persönlichen Heraus-Forderungen reifen lassen. 🙂 Dazu sind sie ja irgendwie auch da ... 😉

Grüßle

neubaugoere antworten


Praktiker
Beiträge : 706

@seidenlaubenvogel Wer A sagt muß auch B sagen . Im Geist wandeln .

Ich werde dazu etwas weiter ausholen müßen . Nämlich bei Adam und Eva . Sie lebten im Geist als sie im Garten Eden lebten . Als Gott sagte , ihr werdet sterben glaube ich , das damit zuerst der Geist in ihnen gestorben ist . Es fand auch eine interessante Änderung ihrer Wahrnehmung statt obwohl sich ja äußerlich nichts geändert hatte . Sie lebten danach genau wie wir , wenn wir geboren werden . 

Dann kam Jesus und lehrte das man nicht ins Reich Gottes kommen kann , wenn man nicht von neuem geboren wird . Damit ist der Geist gemeint . Jetzt ist die Situation folgende . Wir haben bis dahin ( wenn wir von neuem geboren werden ) unsere natürliche Wahrnehmung gekannt . Jetzt haben wir einen neuen Part in uns den wir nicht kennen . Fangen wir an mit Jesus zu gehen wird dieser Part stärker und stärker . Das ist zumindest von Gott so gedacht . " Der Mensch lebt nicht vom Brot allein , sondern von einem jeglichen Wort was aus dem Mund Gottes kommt ." Handeln wir nach dem Wort wird unser Geist stärker .

Für mich der zweite Kernvers , im Geist zu wandeln , ist : "Werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes .." Mein Sinn war vorher ganz natürlich auf mein Gefühl , Wille und Verstand ( Charakter ) ausgerichet und das waren meine Triebfedern etwas zu tun .

Jetzt werde ich aufgefordert auf meinen Geist zu reagieren , und mit ihm zu agieren . Ihm Raum zu geben . Ich verneine im Prinzip meinen natürlichen Menschen . Wie sollte man auch 2 Herren dienen ?

Das Wort trennt Seele und Geist ist da ein wichtiges Bauteil . Wenn ich die beiden nicht in mir trennen kann , bzw. unterscheiden kann , wie soll ich mich nach meinem Geist richten können ? In der Praxis führt das dazu , das Jesus in mir wächst und ich abnehme . Anders ausgedrückt , ich verliere mein Leben weil ich zulasse , das er es lebt . Dann wandle ich in den Werken , die er vorbereitet hat und nicht in meinen eigenen . 

Das war jetzt ein bißchen Hard Core . Man kann das alles wissen aber tuen ist noch was ganz anderes .

Leider ist es weniger der Umgang mit Gaben oder Dienstgaben sondern es ist das ganze Leben .

Gruß

Praktiker

praktiker antworten
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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1510

@praktiker

Was ich immer mehr denke… Was wir Menschen zusammentragen, ist wertvoll. Nur - geht es um Erkenntnis? Geht es vorrangig um Denken und Worte? Gott kennt uns durch und durch. Er ist unser Schöpfer, Er weiß um alles in uns. Nur Er kann unser Herz ergründen. Letztendlich kann es nur um Haltung und Bewusstsein geben, dass Er in uns bildet, das Er uns schenkt. Kommt es auf all unsere Erkenntnisse an? Wie wertvoll und wichtig sie (für uns/ für andere) auch sind? Ich denke nicht. Glaube ist nicht(!) so kompliziert/ verkopft/ überfrachtet/ gebaut bzw. muss es nicht sein. Glaube ist einfach. Glaube lerne ich nicht wie einen Schulstoff. Glaube muss ich nicht sezieren. Glaube geht von selbst mit Leben Hand in Hand. Auch wenn das nicht für jeden gleich greifbar ist und wir uns in der Erkenntnis darüber unterscheiden.

Unser Glaube inkl die Beschäftigung mit dem Wort Gottes ist ein Versuch, etwas fassbar zu machen, was wir denkend nicht allumfassend greifen können. Gottes Offenbarung - wir machen sozusagen eine Art Studium daraus. Ja, das ist von Wert - keine Frage. Ich schätze das auch sehr. So wichtig Verkündigung und Austausch ist, es kommt darauf aber nicht (vorrangig) an. Entscheidender ist, was und wie wir leben. Vergessen dürfen wir auch nicht: Wir nähern uns in Erkenntnis/ Glaube/ Leben (Umsetzung) immer nur an - Stichwort „Stückwerk“. (Christliche) Erkenntnis mit allem „Überbau“ - ja ich freue mich daran, schätze ihn, ziehe daraus Gewinn. Nur ich bin dankbar, dass sie mir in ihrer Komplexität nicht Stütze sein muss.

Ankommen tut es auf etwas viel Simpleres: Ich bin, ich lebe und ich vertraue (Gott) - ohne zu verstehen. Das ist genug. 

seidenlaubenvogel antworten
Seite 2 / 2
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