Wie steht Jesus zum Selbstmord?
Wie steht Jesus zum Selbstmord?
@geo Selbstmord ist ja, vom Teufel besiegt zu werden. Ich denke, Jesus hat Verständnis für diese Schwäche, weil der Teufel ja viel stärker ist als wir.
@tatokala Weil es niemals Gott ist, der unsere Traurigkeit, unsere Angst, unsere Verzweiflung, unseren Tod will. Dafür hat er uns ja zum Trost sein Wort gegeben.
Ohne diesen Trost aber ist es schwer, dem Bösen zu widerstehen.
@plueschmors
"Weil es niemals Gott ist, der ..., unseren Tod will."
Da erzählen einige Geschichten der Bibel anderes.
@plueschmors
Die Vernichtung der Armee des Pharaos, den Mann samt Frau, die miteinander Sex hatten und natürlich die große Sintflut. Gibt vielleicht noch mehr, die mir jetzt nicht einfallen.
@queequeg Mit "unseren" meine ich nicht irgendwelche Gottlosen oder Unchristen, sondern natürlich Gottes Kinder. Sollte eigentlich selbstverständlich sein.
@plueschmors Was sagt man z.B. einem Jochen Klepper, der mit seiner Frau in den Tod ging?
@chai Wie ich oben geschrieben habe: Ich denke, Gott wird die besonderen Umstände bei seiner Bewertung berücksichtigen.
@plueschmors Davon geh ich auch aus. So eine Entscheidung trifft man nicht leichtfertig.
@chai Leben wir dem Herrn, so leben wir. Sterben wir dem Herrn, so sterben wir. Also ist es egal, ob wir für den Herrn leben oder sterben. Ist das Hingeben dem Herrn leichtfertig (ich nehme nicht nur deinen Finger, sondern deine ganze Hand)? Also wenn ich mich nicht für Jesus entschieden hätte, würde ich z.B. vielleicht heute noch leben? Was soll ich tun?
@plueschmors
Für einen Menschen ja, für Gott kaum.
@plueschmors
Menschen werden fast immer denen, die ihnen nicht freundlich gegenüber stehen, selbst mit Ablehnung begegnen. Das ist m.E. für Gott nicht denkbar.
@queequeg "Da erzählen einige Geschichten der Bibel anderes"...
😉
@plueschmors
Was meinst Du jetzt?
@queequeg Naja, was mit Gottes Feinden passiert und auf etwa jeder dritten Seite der Bibel beschrieben ist, hast Du ja oben selbst schon beispielhaft erwähnt.
Oder meinst Du eher in Richtung "Menschen begegnen ihren Feinden zwar mit Ablehnung, Gott den seinen aber mit Vernichtung"?
Also einen Selbstmörder würde ich aber auch nicht gerade als Gottes Feind bezeichnen. Aus meiner Sicht schlicht überwältigt vom Bösen, so wie wir ja auch hier und da überwältigt werden aus Schwäche und nicht widerstehen können.
@geo ich würde davon abraten.
Aus meiner katholischer Sicht ist es gefährlich für die Seele das auszuführen
Aus Christlicher Sicht allgemein ohne Amtsgewalt der Kirche ist es auf jeden Fall ein Unkalkulierbares Risiko. Das Problem ist schlichtweg nach dieser Sünde gibt es keine zweite Chance auf der Erde mehr.
Allerdings möchte ich als Mensch keinen Verurteilen der das aus Not und Deppresion heraus, getan hat.
@kappa Ich meine so: Es geht um das Zulassen von menschlichen Törichtheiten (Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun). Was sie tun, für wen, für was? Wenn ich Jesus nachfolgen will, dann müsste ich ja mich selbst verachten und meine Schuld auf mich nehmen. Und da sage ich ganz ehrlich: Kann ich nicht. Entweder habe ich die Heilsbotschaft falsch verstanden oder ich bin nur ein Mensch unter vielen, die Jesus nicht verstehen. Ja, ich kann seine Lehren leben, ich kann nach christlichen Werten streben aber nie so wie Jesus, dies vermag ich nicht. Wieso hat er sich ermorden lassen?
Jesus hat "dazu" nichts gesagt ... sondern Menschen zum Leben ermutigt und befreit.
Die entscheidende Frage ist für mich: Was treibt Menschen dazu, ihrem Leben selbst ein Ende zu bereiten?
Es ist alles sehr facettenreich ...
Wer für seinen Glauben bewusst und gewollt in den Tod geht, mag durch fremde Hände sterben, aber setzt indirekt mit dem gewählten Weg seinem Leben auch ein Ende .... Selbstmordattentäter haben ebenfalls ihre (destruktiven!) Motive ... anderserseits gibt es Menschen, die anderen das Leben retten durch ihre Lebenshingabe ... Und die ernstzunehmende Frage steht zu beantworten, dass auch unser ganzer Lebensstil letztendlich selbstmörderisch ist ...
Gemeint ist aber wohl hier: Darf ich meinem Leben, das für mich nicht mehr lebenswert oder unerträglich ist, selbst ein Ende setzen?
Ich übe mich hier in Demut und Gottvertrauen und denke nicht moralisch.
Denn erstens kann es wohl objektiv unerträgliche Leidsituationen geben, wo ich anderen niemals sagen dürfte: Durchhalten, annehmen, den Zorn Gottes fürchten, wenn Du nicht mehr kannst. -
Zweitens kann ich mir dies für mich im Extremfall definitiv vorstellen, weil alles definitiv 'too much' ist,-
Und drittens nehme ernst, dass Gott der "absolute Versteher" und DIE LIEBE ist, in dessen Zurechtbringung alle Vezweifelten letztendlich ihr gutes Ende finden.
L'Chaim
"kann es wohl objektiv unerträgliche Leidsituationen geben"
Ich bin mit einigen Menschen zusammen gekommen, bei denen es so war. Keiner hatte einen Suizid gemacht, aber die Option, einen machen zu können, wenn es zu schlimm würde, war ein Trost für diese Menschen.
Je nachdem, was man bevorzugt: Entweder für etwas zu sterben oder für nichts zu leben.
Ich weiß jetzt nicht, worauf Du Dich beziehst. Mir fällt bei Deinem Einwurf nur ein, dass die meisten, mit denen ich zu tun hatte, weniger Angst vor dem Tod hatten, als vor einem sinnlosen und nur zufälligem Leben.
@geo Ich habe neulich ein Video eines Christen gesehen, der mehrere Nahtoderfahrungen hatte. Dabei war jedes Mal im Himmel und ist Jesus und diversen anderen Menschen begegnet. Also er war wirklich im Himmel, wo Jesus für die Seinen die Wohnungen bereitet hat und nicht nur im zweiten Himmel, dem Ort, wo die Dämonen hausen und den Satan vermutlich den seinen als den richtigen Himmel verkauft.
Dieser Mann war als Kind in der Kinderlandverschickung, wo wohl sexuelle Übergriffe sehr häufig waren. Er selbst ist in seinem Leben da auch betroffen gewesen und war zeitweise in einer Bande, die Menschen, die sie für Kinderschänder hielten, ergriffen und verprügelt haben.
Zwei seiner Mitleidenden wurde das Leben gebrochen und sie haben sich irgendwann selber umgebracht. Diesen Menschen begegnete er im Himmel und er fragte Jesus: was machen die denn hier? Ich dachte immer, dass Selbstmörder in die Hölle kämen!
Jesus sagte ihm da, dass sie im Moment Ihres Sterbens geäußert hätten: Herr vergib mir! Damit waren sie gerettet und nun im Himmel.
Ich vermute sehr, dass es enorm wichtig ist eine gute Beziehung zum Herrn zu haben oder ihn zumindest zu kennen. Dann sind die Chance ziemlich gut, dass Jesus uns die letzte Strecke auf den schmalen Weg, der ins Ziel führt, geleitet. Und davon braucht kein Mensch auf Erden etwas mitzubekommen.