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Zeugnis geben will

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hi,
Ich bin jetzt seit über 20 Jahren ein Nachfolger (inklusive 5 Jahre Rebellion) Jesu und heute stelle ich mit vollem Herzen folgendes fest.

Ich bereue heute keine dieser Jahre und der Erfahrungen. Sie haben mich so sehr und so stark geprägt wie nichts jemals zuvor. Ich bin zutiefst dankbar mit ihm in tiefste Täler und auf steile steinige Berge zu wandeln, habe mich auf saftig grüne Wiesen gelegt und kostbares erfrischendes Wasser genossen. Habe wunderbare Menschen getroffen. Christen und Nichtchristen und jeder dieser Menschen war wertvoll, egal in welcher Hinsicht. Leider brachen auch viele Beziehungen schmerzhaft, aber ich lernte daraus. Ich habe geweint, gelacht, gefreut und mich mit anderen gefreut. Ich stieß an Grenzen und wurde doch ermutigt. Ich lernte Geduld und immer mehr Dankbarkeit. Kenne meine Stärken und stand zu meinen Schwächen und übernahm Verantwortung.

Al das hatte ich vorher nie so erlebt.

Manchmal fragte ich mich, wie kommt es aus mir heraus wenn ich sagte. Jesus, ich liebe dich. Aber dann kommen diese eigenartige Momente wo es so tief aus dem Herzen kommt so etwas zu sagen. Das überrascht mich am meisten. Kennt ihr das?

Wollte das mal mit euch teilen.

Wie geht es dir mit deinem Nachfolgerleben!

VG

Max

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12 Antworten
Ungehorsam
Beiträge : 3336

Wie geht es dir mit deinem Nachfolgerleben!

Ich gehe mal davon aus, daß du als Kind nicht in den Glauben hineingewachsen bist.
Ich wurde in ein christliches Elternhaus hineingeboren, besuchte Kindergottesdienst, Christenlehre, Konfirmandenunterricht.
Ich habe es nie selbst erfahren, wie es sich als Atheist lebt. Wohl aber bin ich im atheistischen Umfeld der DDR aufgewachsen. In der Schule gab es schon mal komische Kommentare, vor allem von gewissen Lehrern. Es gehörte schon eine gehörige Portion Mut und Gottvertrauen dazu, sich zum Glauben zu bekennen.
Bei der Musterung steht dir niemand außer Jesus zur Seite, wenn du den Uniformierten dir gegenüber erklärst, daß du den Kriegsdienst aus Glaubens- und Gewissensgründen verweigerst.
Als junger Mann dachte ich, ich bin berufen zum Gemeindediakon. Ich war vier Jahre in der Ausbildung. Zum Schluß bin ich gescheitert. Da habe ich sehr mit Gott gehadert, aber er hatte schon eine neue Aufgabe für mich, denn meine Freundin (und jetzige Ehefrau) war schwanger.
In meiner Biografie gibt es viele Wohnortwechsel. Wenn du neu im Ort bist, kennst du keinen Menschen. Wenn du in eine Gemeinde gehst, hast du schnell Anschluß. Ich sehe es bei einem jungen Kollegen, der in unsere Stadt zugezogen ist. In seiner bisherigen Heimat war er aktiv in der katholischen Gemeinde und spielte Trompete. Ich habe ihn schon mehrmals ermutigt, hier nun auch in die Gemeinde zu gehen. Hat er bis jetzt nicht gemacht. Außer mit den Kollegen ist er mit keinem anderen bekannt.
Ich bin nun seit 2006 im jetzigen Wohnort und in der Ortsgemeinde. Dort war ich zunächst im Kirchenchor aktiv und wurde bei der letzten Wahl in den Kirchenvorstand gewählt.

ungehorsam antworten


Irrwisch
Beiträge : 3339

Lieber Max,

das, was ich hier von dir lesen darf, finde ich mutig, stark und Mut machend!

Christ sein mit Höhen und Tiefen, mit Lachtränen und bitteren Tränen über Verluste, zerbrochene Beziehungen, Grenzerfahrungen.

Schlüsselworte darin sind Dankbarkeit und Geduld.
Aber auch eine große Portion Vertrauen gehört dazu, dran zu bleiben im Glauben, dran zu bleiben an Jesus.

Meine Hoffnung für dich ist, dass du diese Liebe in Jesus immer und auch immer wieder neu in deinem Leben erfahren darfst.

Auch mir geht es mit meiner Gottesbeziehung gut.

Immer wieder darf ich erleben, dass mich Gott, dass mich Jesus sehr liebevoll im Blick hat.

Trotz manchen auch nicht so schönen Dingen und Zeiten in meinem Leben.
Meinem Leben, dass ich täglich als Schatz und auch als Geschenk betrachte.
Genau so betrachte ich auch mir immer wieder von Menschen entgegengebrachtes Vertrauen und gewährte Weetschätzung.

Beide Erleben sind keine Einbahnstrasse.

Und noch etwas ist mir wichtig geworden in meinem Leben:

Glück gibt es weder im Lotto noch im Supermarkt und auch nicht in XXL - Portionen.

Glück ist das Kleine, das Feine, das oft Übersehene in manchmal unscheinbarer scheinenden Situationen.

Weswegen ich mich als einen " Glückspilz" sehen kann.
Nicht immer, aler schon sehr oft.

Hab es weiterhin gut und sei behütet, lieber Max!

Inge

irrwisch antworten
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