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Haben die Juden die Tora gefälscht um Jesus zu diskredtieren?

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Arcangel
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Beiträge : 4448

Jesus ist ja ein Nachkomme Judas.
Im Hebräer Brief wird Jesus als neuer ewiger Hohepriester bezeichnet. Nun muss aber laut Gesetz der Hohepriester ein nachkomme Levis sein. Weshalb der Hebräer Brief schreibt, dass Jesus ein Priester nach der Art Melchisedeks sei.

Der Hebräerbrief schreibt weiter, das Melchisedek ohne Vater ohne Mutter ohne Vergangenheit, und ohne Zukunft sei. Heb 7,3

Nun gibt es aber das Argument der Juden, dass Melchisedek in Tat und Wahrheit Sem der Sohn Noas sei, von dem man wisse, wer Vater und Mutter war, wann er geboren wurde und wann er starb. Sem/Melchisedek habe demnach das Priestertum auf Abraham und somit dann auch auf Levi weitergereicht. Womit das Priestertum des Melchisedek dasselbe sei wie das von Levi, womit also Jesus nicht der Neue Hohepriester sein kann.

Das Problem nur ist das Sem lange vor Abraham gestorben ist. Jedenfalls, wenn man die ältesten vor christlichen Versionen des Pentateuch anschaut.
Da wäre mal die Septuaginta, dort steht Folgendes

Die Nachkommen Sems (11,10-26)
10 Und dies sind die Abstammungen von Sem: Sem war ein Sohn von 100 Jahren, als er Arphaxad zeugte im zweiten Jahr nach der Flut. 11 Und Sem lebte, nachdem er Arphaxad gezeugt hatte, 500 Jahre und er zeugte Söhne
und Töchter und er starb. 12 Und Arphaxad lebte 135 Jahre, da zeugte er Kainan. 13 Und Arphaxad lebte, nachdem er Kainan gezeugt hatte, 430 Jahre und er zeugte Söhne und Töchter und er starb. Und Kainan lebte 130 Jahre, da zeugte er Sala. Und Kainan lebte, nachdem er Sala gezeugt hatte, 330 Jahre und er zeugte Söhne und Töchter und er starb. 14 Und Sala lebte 130 Jahre, da zeugte er Eber. 15 Und Sala lebte, nachdem er Eber gezeugt hatte, 330 Jahre und er zeugte Söhne und Töchter und er starb. 16 Und Eber lebte 134 Jahre, da zeugte er Phalek. 17 Und Eber lebte, nachdem er Phalek gezeugt hatte, 370 Jahre und er zeugte Söhne und Töchter und er starb. 18 Und Phalek lebte 130 Jahre, da zeugte er Ragau. 19 Und Phalek lebte, nachdem er Ragau gezeugt hatte, 209 Jahre und er zeugte Söhne und Töchter und er starb. 20 Und Ragau lebte 132 Jahre, da zeugte er Seruch. 21 Und Ragau lebte, nachdem er Seruch gezeugt hatte, 207 Jahre und er zeugte Söhne und Töchter und er starb. 22 Und Seruch lebte 130 Jahre, da zeugte er Nachor. 23 Und Seruch lebte, nachdem er Nachor gezeugt hatte, 200 Jahre und er zeugte Söhne und Töchter und er starb. 24 Und Nachor lebte 79 Jahre, da zeugte er Thara. 25 Und Nachor lebte, nachdem er Thara gezeugt hatte, 129 Jahre und er zeugte Söhne und Töchter und er starb. 26 Und Thara lebte 70 Jahre, da zeugte er Abram und Nachor und Arran.

Wer dieselbe stelle, in seiner Bibel aufschlägt, wird feststellen, dass dort jeweils 100 Jahre fehlen ausser bei Nachor dort sind 50.

Wer die Auflistung nach der gängigen Übersetzung macht, wird feststellen das Sem noch am Leben war als Abraham lebte. Wer die Genealogie nach der Septuaginta auflistet, der wird sehen das Sem 750 Jahre vor Abraham gestorben ist.
Auch der Samaritanus der vor der Zeitenwende abgefasst wurde, hat dieselben Zeitangaben wie die Septuaginta.

Der Grund warum die extra 100 Jahre fehlen liegt daran, dass unsere modernen Übersetzungen auf dem Masoretic Text aus dem 10Jhr beruhen und dort kommen diese Jahre nicht vor.

Kann es sein das die Juden bereits im 1Jhr diese Änderung vorgenommen haben und das Paulus deshalb folgendes schreibt

Titus 3,9 Den törichten Spekulationen hingegen, den ´Auseinandersetzungen um` Geschlechtsregister und den Streitereien und Wortgefechten über das Gesetz geh aus dem Weg, denn sie sind sinnlos und bringen keinem auch nur den geringsten Nutzen.

Was, wenn hier u.a. über das Geschlechtsregister Sems gestritten wurde und darüber ob Jesus wirklich Hohepriester ist oder nicht.

Ich denke es ist kein Zufall das hier 7x hundert Jahre fehlen, einmal ein Fehler ok aber gleich siebenmal und dann noch mals genau 50 Jahre bei Nachor.

Habt ihr euch damit schon mal befasst, seit ihr zu einem Schluss gekommen?

Nachtrag vom 01.07.2019 0911
PS: hier noch der Link zu einer Samaritaus Übersetzung, konnte leider keine in Deutsch finden.

Antwort
48 Antworten
tf8
 tf8
Beiträge : 1309

Soviel wie billy-shears kann ich nicht dazu beitragen.

Immerhin weiß ich jetzt, wieso, Du, oder jemand anders schon vor langer Zeit hier schrieb, daß er den Masoreten nicht vertraue.

So die Darstellung der Unstimmigkeiten in den Altersangaben finde ich erst einmal plausibel.

Davon ausgehend wäre der Text weiter zu untersuchen.

Ich nahm mir noch nicht die Zeit systematisch durchzugehen, weiß auch nicht, ob ich mir die in naher Zukunft nehmen werde.

Das Problem mit allen Untersuchungen, es wird nicht klären können, ob die Fälschung stattfand.

Weitere Probleme, Jesus Aussage ist dann nicht mehr korrekt.

Nun, sofern es einen Fälscher gab, den hätte es nicht gestört, dem sollte es recht gewesen sein.

Welche Aussage?

Diese hier:

18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

Denn das hieße, es ging mehr als ein Jota von der Tora.

tf8 antworten
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Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 4448

na ja billy hat nicht viel dazu beigtragen ausser, mir zu wiedersprechen.

alternative erklährungen warum es diese diskrepanzen gibt konnte er auch nicht liefern.

Veröffentlicht von: @tf8

Immerhin weiß ich jetzt, wieso, Du, oder jemand anders schon vor langer Zeit hier schrieb, daß er den Masoreten nicht vertraue.

das ist definitiv jemand anders, denn es geht hier nicht um vertrauen oder nicht sondern um eine bewusste ausseinandersetzung mit den textfamilien.

Ich bin mitlerweile überzeugt worden, dass keine Fälschung stattfand da sie nicht nötig war.

Veröffentlicht von: @tf8

18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

Na ja das Problem mit diesem Vers ist das der Masoretische Text von dem die älteste abschrift aus dem 10jhr n.Chr stammt. doch in einige fällen um mehr als ein Jota oder ein Strichlein abweicht, wie dies die Qumran Schriftrollen zeigen. Ausserdem ist der Text den du hier Zitierst in griechischi verfasst, und das Jota und das Strichlein beziehen sich auf das Griechische Alphabet und nicht auf das Hebräische und zweitens denke ich mir ist eine Auslegung, dass sich dieser Vers auf die das geschriebene Wort bezieht ein fall von krassem Literelismuss. Für mich bezieht sich diese Aussage Jesu auf die Bedeutung und den Umfang des Gesetzes,

19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Veröffentlicht von: @tf8

Weitere Probleme, Jesus Aussage ist dann nicht mehr korrekt.

Das ist die zentrale Frage, kannte Jesus die LXX und hat sie benutzt und daraus zitiert, oder sind all die Aussagen die Jesus gemacht hat ihm später von den Evangelisten in den Mund gelegt worden.

Ich denke Jesus hat hauptsächlich Aramäisch gesprochen wie wohl auch ein grosser teil der dort lebenden Befölkerung, aber ich denke auch das er Polyglot war, und auch mit den Griechisch sprechenden Menschen aus der Region griechisch gesprochen hat.

Nicht zu vergessen die Region wurde seit 300 jahren massiv helenisiert, und es gab Gegenbewegungen um wieder zu judifizieren, z.T. mit gewallt. Palestina zu der Zeit war nicht homogen, weder Kultisch noch Völkisch noch Sprachlich.

arcangel antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1309

Jota

Veröffentlicht von: @arcangel
Veröffentlicht von: @arcangel

18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

Na ja das Problem mit diesem Vers ist das der Masoretische Text von dem die älteste abschrift aus dem 10jhr n.Chr stammt. doch in einige fällen um mehr als ein Jota oder ein Strichlein abweicht, wie dies die Qumran Schriftrollen zeigen. Ausserdem ist der Text den du hier Zitierst in griechischi verfasst, und das Jota und das Strichlein beziehen sich auf das Griechische Alphabet und nicht auf das Hebräische und zweitens denke ich mir ist eine Auslegung, dass sich dieser Vers auf die das geschriebene Wort bezieht ein fall von krassem Literelismuss. Für mich bezieht sich diese Aussage Jesu auf die Bedeutung und den Umfang des Gesetzes,

Wie meinst Du das?

Du meinst das bezieht sich auf den griechischen Buchstaben Jota?
Aber auf welchen Text soll sich das dann beziehen?

Was ist dann dieses "Gesetz", von dem der Vers spricht?
Das muß dann in griechisch geschrieben sein, was soll das dann sein?
Das macht nur noch Sinn, wenn Jesus von einem griechischen Gesetz sprach, das ist mir völlig unbekannt.

Veröffentlicht von: @arcangel

zweitens denke ich mir ist eine Auslegung, dass sich dieser Vers auf die das geschriebene Wort bezieht

Auf was bezieht es sich Deiner Meinung nach?

Veröffentlicht von: @arcangel

Für mich bezieht sich diese Aussage Jesu auf die Bedeutung und den Umfang des Gesetzes,

Das macht für mich keinen Sinn. Denn es steht dort nichts von Bedeutung, sondern Buchstabe und Strichlein.

Veröffentlicht von: @arcangel

Literelismuss

Da muß ich erst nachlesen, was das ist, die Erklärung ist mir jetzt zu lang.

tf8 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 4448
Veröffentlicht von: @tf8

Was ist dann dieses "Gesetz", von dem der Vers spricht?

Das Gesetz und die Propheten damit wurde im allgemeinen das Gesetz Mose und die Propheten des AT.

Was ich mit meinem Beitrag aussagen will ist das sich diese Aussage Jesu nicht auf die Prätzise und unveränderte Wiedergabe des Textes bezieht sondern darauf das der Sinn der Gesetze nicht verändert verwässert oder ergänzt werden soll.

Wir haben heute die romantische Vorstellung, dass die Juden streng kontrollierten wer die Tora wie kopierte, das Zählen der Buchstaben das genaue Kontrollieren usw. Doch das ist eine Erfindung des Mittelalters, zu Zeiten Jesu gab es keine Solchen Kontrollen, und es waren viele verschiedene Traditionen im Umlauf, da gab es die Babylonische Tradition die Jerusalemer Tradition, den Pentateuch, Qumran, und die LXX die nicht einfach schelcht übersetzt ist sondern auf einer Textfamilie basierte die wir heute nicht mehr kennen.

Damals stritten sich diverse Fraktionen darüber wann denn genau welche Feste gefeiert werden müssen, Die Pharisäer haben gewonnen, aber ihre Postion war nicht immer so unangefochten.

Veröffentlicht von: @tf8

Das macht für mich keinen Sinn. Denn es steht dort nichts von Bedeutung, sondern Buchstabe und Strichlein.

dafür hat man kontext

arcangel antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1309
Veröffentlicht von: @arcangel

Das Gesetz und die Propheten damit wurde im allgemeinen das Gesetz Mose und die Propheten des AT.

Wenn es aber um das griechische Jota geht, muß es sich um einen griechischen Text handeln.

Und das Gesetz Mose und die Propheten des AT sind kein griechischer Text.

Das ergibt also so keinen Sinn.

Veröffentlicht von: @arcangel

Was ich mit meinem Beitrag aussagen will ist das sich diese Aussage Jesu nicht auf die Prätzise und unveränderte Wiedergabe des Textes bezieht sondern darauf das der Sinn der Gesetze nicht verändert verwässert oder ergänzt werden soll.

Wieso "soll"? Und wieso "der Sinn"?

18 Denn wahrlich, ich sage euch, bis daß Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Jota noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

Das kann sich nicht auf

Veröffentlicht von: @arcangel

der Sinn der Gesetze nicht verändert verwässert oder ergänzt werden soll.

beziehen.
Der Satz beginnt mit Amen, also die Bekräftigung des Satzes am Satzanfang.

Himmel und Erde werden benannt. Existieren Himmel und Erde heute noch? Oder ist das eine Täuschung?

Die Aussage ist doch völlig klar, er sagt:

18 ... wird nicht ein Jota noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen,

also er sagt "wird" und nicht "soll".

Und weiter sagt er:

19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute also lehrt, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich, wer sie aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.

Wer also den Text fälscht, ist einer der anders lehrt, oder dann nicht nur anders lehrt, sondern verursacht anders zu lehren.

Was wiederum darauf hinweist, das Jesus nicht über die geschriebene Torah spricht. Ich kenne nur die Übersetzung mit Gesetz.

52 Wehe euch Gesetzgelehrten! denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen; ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die Hineingehenden habt ihr gehindert.

Hier gibt er Hinweis darauf, daß die geschriebene oder mündliche Torah oder beide verschlüsselt ist/sind.

Und das deutet zusammen darauf hin, daß Jesus nicht vom Text der Torah spricht, sondern, wie der Text im NT auch sagt, vom Gesetz.

Und dieses Gesetz ist von der Art wie die Naturgesetze die man heutzutage kennt.

Das ist der Schluß, der sich aus dem allen ergibt.

Und dass er sich auf dieses Gesetz bezieht, und die Torah von Mose - die Lehre von Moses - es wird sich auch im NT auf "Lehre" bezogen (Beispiel Matthäus 5,19 -"lehrt") - dass diese Lehre jenes Gesetz lehrt.

Veröffentlicht von: @arcangel
Veröffentlicht von: @tf8

Das macht für mich keinen Sinn. Denn es steht dort nichts von Bedeutung, sondern Buchstabe und Strichlein.

dafür hat man kontext

Aha, wieder die Kontextkeule, ohne Belege.

Hier kommt Dein Kontext, reicht ein Absatz, oder müssen wir mit 1 Mose 1,1 beginnen für den Kontext?

17 Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. (Matthäus 3.15) (Römer 3.31) (1. Johannes 2.7) 18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. (Lukas 16.17) 19 Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reiche der Himmel; wer irgend aber sie tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reiche der Himmel. (Jakobus 2.10) 20 Denn ich sage euch: Wenn nicht eure Gerechtigkeit vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.

Aha diese Übersetzung hat auch weichgespült mit "soll ... nicht ... vergehen".

Also nichts "auflösen" (Vers 17), das ist der Kontext, also nichts mit "Sinn erhalten", sondern im Sinne von "kein Jota und kein "Hörnchen" auflösen.

Vers 20 ebenso, wenn eure Gerechtigkeit nicht besser wird als die jener, werdet ihr nicht in das Reich der Himmel gehen.

Nichts mit

Veröffentlicht von: @arcangel

der Sinn der Gesetze nicht verändert verwässert oder ergänzt werden soll.

Sondern das Gesetz ändert sich nicht.

Und wenn ihr - seine angesprochenen Jünger - eure Gerechtigkeit nicht bessert, so kommt ihr nicht in das Himmelreich. Weil sich das Gesetz nicht ändert, ihr euch aber ändern könnt.

tf8 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23083
Veröffentlicht von: @tf8
Veröffentlicht von: @tf8

Das Gesetz und die Propheten damit wurde im allgemeinen das Gesetz Mose und die Propheten des AT.

Wenn es aber um das griechische Jota geht, muß es sich um einen griechischen Text handeln.

Du, das ist der griechischen Übersetzung geschuldet, dass da Jota steht.
In einer hebräischen Übersetzung des NT steht da yod. Matth 5,18
http://kirjasilta.net/hadash/Mat.5.html

Das ist genau so wie in der Offenbarung des Johannes, griechisch steht da Alpha und Omega; im hebräisch übersetzten NT steht da Aleph Tav. Offb 1,8
8 "אֲנִי הָאָלֶף אַף אֲנִי הַתָּו", נְאֻם יהוה אֱלֹהִים, "הַהוֶֹה וְהָיָה וְיָבוֹא, אֱלֹהֵי צְבָאוֹת.

Ani haAleph aph ani haTav; n'um Adonai Elohim, hahove vehaya veyavo, Elohei Tsevaot.

Quelle: Bible Society in Israel,HaB'rit HaChadashah

Veröffentlicht von: @tf8

Und das Gesetz Mose und die Propheten des AT sind kein griechischer Text.

Zur Zeit Jesu waren die hebräischen Schriften schon einige Zeit in Griechisch übersetzt und somit verfügbar.

deborah71 antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1309
Veröffentlicht von: @deborah71

Bible Society in Israel,HaB'rit HaChadashah

Soweit ich das verstehe, ist das eine Rückübersetzung.

Veröffentlicht von: @deborah71

Zur Zeit Jesu waren die hebräischen Schriften schon einige Zeit in Griechisch übersetzt und somit verfügbar.

Das gibt leider keinen Hinweis darauf, was in dem Vers tatsächlich gesprochen und gemeint wurde.

Für mich war und ist es das hebräische jud, das ist deutlich der kleinste Buchstabe des hebräischen Alephbets, und auf was auch immer sich der andere Ausdruck bezieht sind noch kleinere Teile der Tora/des Gesetzes.

Mit dem griechischen Alphabet

passt diese Erklärung nicht.

tf8 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23083
Veröffentlicht von: @tf8

deborah71zum Beitrag

Bible Society in Israel,HaB'rit HaChadashah

Soweit ich das verstehe, ist das eine Rückübersetzung.

Ja. Es gibt verschiedene Rückübersetzungen, teils in rabbinischem Hebräisch, teils moderner.
http://www.blainerobison.com/bible2/hebrewnt.htm

Ich finde sie oft hilfreich, da die Wortwahl einiges vermittelt.

Der kleinste Buchstabe ist das yod (jud), und was mit Tüttel gemeint ist, das vermute ich bei den Te'amim oder den Krönchen der Zierschrift.

Wird das yod ungenau geschrieben, dann besteht die Möglichkeit eines Waw oder eines Resch. Dalet halte ich für unwahrscheinlich.

Ich denke allerdings auch, dass es nicht unbedingt um eine Konsonantenveränderung geht, sondern um ein sinnbildliches Verständnis.

deborah71 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 4448
Veröffentlicht von: @tf8

Und das Gesetz Mose und die Propheten des AT sind kein griechischer Text.

Die septuaginta war seit bereits 300 jahren im umlauf. Und zwar weiter verbreitet als der Hebräische Text.

Es gab in dem Sinne mehr Juden die das Gesetz Mose auf Griechisch lassen als auf Hebräisch.

Veröffentlicht von: @tf8

Der Satz beginnt mit Amen, also die Bekräftigung des Satzes am Satzanfang.

Himmel und Erde werden benannt. Existieren Himmel und Erde heute noch? Oder ist das eine Täuschung?

Das Problem ist das sich der Text den wir Heute kennen doch um viel mehr als nur ein Jota verändert hat. setz dich mal mit qumran ausseinander.

Das Jüdische AT das wir heute kennen kennt ebenfalls abweichungen und änderungen ergänzungen und weglassungen.

Wenn sich diese Aussage von Jesus auf das geschriebene Wort bezieht dann ist sie schonmal falsch.

Veröffentlicht von: @tf8

Sondern das Gesetz ändert sich nicht.

Veröffentlicht von: @tf8

Und das deutet zusammen darauf hin, daß Jesus nicht vom Text der Torah spricht, sondern, wie der Text im NT auch sagt, vom Gesetz.

OK soweit genau was ich sagen will. Jesus Spricht nicht vom Text sondern vom Sinn des Gesetz, z.B. du sollst keine anderen Götter neben mir haben. man kann dieses Gebot anderes Formulieren (also in einen anderen Text stecken) der Sinn des Gebotes ändert sich aber nicht.

arcangel antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1309
Veröffentlicht von: @arcangel

Die septuaginta war seit bereits 300 jahren im umlauf. Und zwar weiter verbreitet als der Hebräische Text.

Das beantwortet nicht die Frage danach, worauf sich Jesus bezieht.

Worauf bezieht sich Jesus mit diesem Vers?

Veröffentlicht von: @arcangel

Das Problem ist das sich der Text den wir Heute kennen doch um viel mehr als nur ein Jota verändert hat. setz dich mal mit qumran ausseinander.

Das ist ja die ganze Frage, was ist mit dem Vers gemeint.
Hieraus schließe ich, der Text kann nicht gemeint sein.

Veröffentlicht von: @arcangel

Wenn sich diese Aussage von Jesus auf das geschriebene Wort bezieht dann ist sie schonmal falsch.

Welche weiteren Möglichkeiten existieren? Worauf kann sich die Aussage sonst beziehen?

Veröffentlicht von: @arcangel

OK soweit genau was ich sagen will. Jesus Spricht nicht vom Text sondern vom Sinn des Gesetz, z.B. du sollst keine anderen Götter neben mir haben. man kann dieses Gebot anderes Formulieren (also in einen anderen Text stecken) der Sinn des Gebotes ändert sich aber nicht.

Vom Sinn des Gesetzes spricht Jesus an anderer Stelle mit:

42 Aber wehe euch Pharisäern! denn ihr verzehntet die Krausemünze und die Raute und alles Kraut, und übergehet das Gericht und die Liebe Gottes; diese Dinge hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen.

Warum soll der Vers:
<blockquote data-userid="0" data-postid="93336" data-mention="Mattaeus 5]18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

vom Sinn des Gesetzes sprechen?

Du gabst nur an:
[quote=Arcangel">

Veröffentlicht von: @mattaeus-518-denn-wahrlich-ich-sage-euch-bis-der-himmel-und-die-erde-vergehen-soll-auch-nicht-ein-jota-oder-ein-strichlein-von-dem-gesetz-vergehen-bis-alles-geschehen-ist-vom-sinn-des-gesetzes

dafür hat man kontext

Welchen Kontext meinst Du?

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alexs-692001
Beiträge : 112

Wer glaubt, die Juden hätten die Torah gefälscht liegt vollkommen falsch. Ich habe hier ein Bild von Wikipedia von einer Torahrolle.
Wenn man sich das genau ansieht, dann stellt man fest, sie besteht ohne Punkt und Komma, Satzanfang oder Ende. Die Massorete ist nicht teil der Torahrolle. Sie ist die Lesart wie die Torah gelesen wird. Wer weiß, wenn der Messias kommt, bringt er uns vielleicht eine andere Lesart bei, wie wir sie noch nicht gesehen haben.

alexs-692001 antworten
2 Antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1309
Veröffentlicht von: @alexs-692001

Wer glaubt, die Juden hätten die Torah gefälscht liegt vollkommen falsch. Ich habe hier ein Bild von Wikipedia von einer Torahrolle.
Wenn man sich das genau ansieht, dann stellt man fest, sie besteht ohne Punkt und Komma, Satzanfang oder Ende. Die Massorete ist nicht teil der Torahrolle. Sie ist die Lesart wie die Torah gelesen wird. Wer weiß, wenn der Messias kommt, bringt er uns vielleicht eine andere Lesart bei, wie wir sie noch nicht gesehen haben.

Das ist klar. Die Masoreten haben aufgeschrieben, wie die Vokalisierung zu setzen ist. Also wie die Worte auszusprechen sind. Weil nur Konsonanten geschrieben stehen.

Die Frage war meinem Verständnis nach unter anderem, warum stehen in diesen Texten gegenüber jenen Texten Menschenalter mit 100 Jahren Unterschied.

Also ob da mehrere Male >meat< - mem - aleph - tav -
entfernt wurde.

Dazu fand ich hier wenig Klärung.

An anderer Stelle über andere hebräische Texte hörte ich, dass jemand sie nicht ändern wollte, weil sich dann die Zahl ändert. Jeder Buchstabe hat einen Zahlenwert. Das wäre vielleicht ein Ansatzpunkt, ob damit etwas zu ermitteln wäre.

tf8 antworten
tf8
 tf8
(@tf8)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1309

"Wenn der Messias kommt"

Veröffentlicht von: @alexs-692001

Wer weiß, wenn der Messias kommt, bringt er uns vielleicht eine andere Lesart bei, wie wir sie noch nicht gesehen haben.

Ich weiß nicht, so wie ich die Offenbarung verstanden habe, kommt erst der Drache, und alle oder fast alle Menschen sterben, oder so ähnlich.

tf8 antworten
ReinesWasser
Beiträge : 1695
Veröffentlicht von: @arcangel

Kann es sein das die Juden bereits im 1Jhr diese Änderung vorgenommen haben ............

grade im netz gefunden >>Im 13. Jahrhundert war es Nikolaus Donin, der als erster 35 besonders polemische Textstellen aus dem Hebräischen und Aramäischen ins Lateinische übersetzte. Donin hatte sich vom Judentum abgewandt und taufen lassen. Die übersetzten Talmud-Passagen legte er Papst Gregor dem Neunten vor, in böser Absicht. Donin wollte die Juden diskreditieren – als Dummköpfe, Ketzer, Verleumder Christi. Das schaffte er zunächst auch. 1240 kam es in Paris zu einem Inquisitionsprozess, kurze Zeit später zum Verbot und zur großen Talmudverbrennung. Die Christen waren schockiert von den Diffamierungen ihres Messias im Talmud:

„Es gibt Stellen, wo dann eben steht, Jesus Christus schmort in der Hölle in seinen eigenen Exkrementen oder die Jungfrau Maria war gar keine Jungfrau sondern ein leichtes Mädchen ... Das sind so Stellen, die in der ganzen Polemik immer wieder hochkommen.“<<

Veröffentlicht von: @arcangel

Titus 3,9 Den törichten Spekulationen hingegen, den ´Auseinandersetzungen um` Geschlechtsregister und den Streitereien und Wortgefechten über das Gesetz geh aus dem Weg, denn sie sind sinnlos und bringen keinem auch nur den geringsten Nutzen.

im grunde hat paulus da recht, aber wir leben nun mal in zeiten wo viele spekulationen existieren ^^
und gewisse gesetze sind auch bekannt.
nur das mit oh das wusste ich nicht, schützt nicht vor stafen, aber bei so vielen gesetzen ist vielen einiges nicht so klar, aber unwissenheit schützt leider vor stafe nicht, und bei extremen vergehen vor allem in der menschlichen würde die ja unantastbar sein sollte, gebt es auch gerechte strafen ^^
was nun in bibel noch original ist und was nicht, bleibt wie oft spekulationen, am besten man sucht sich das beste raus was einem gut tut, und umgeht das negative so gut es geht, aber oft sehr schwer da die bibel gottes wort sein soll, und da viel negatives drin steht was einem natürlich bewegt, und angst macht.
ob jesus nun ein höhenpriester war? >>Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln" (Hebr. 8,1). <<
das was wohl nur jesus, ich sehe ihn nicht als priester, eher als pastor in der heutigen zeit an, weis gar nicht ob es damals schon pastoren gab? waren damals ja alles priester, auch in der der barmherzige samariter geschichte ^^
da war der priester zumindest kein gutes beispiel, und darum glaube ich das jesus sich nicht als eine art höhenpriester ansieht?
eher als verkünder des ev, und da gibt es keine priester nur pastoren lach .
i

reineswasser antworten


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