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Mißbrauchsfälle in der Kirche

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Plueschmors
Themenstarter
Beiträge : 3743

Moin!

Gerade im Radio gehört: "Unser" Hamburger Erzbischof Heße im Fokus, es geht um "Pflichtverletzung im Umgang mit Missbrauchsfällen" und "um Verstöße gegen die Melde- und Aufklärungspflicht". Schon sein Vorgänger räumte schwere Fehler ein.

Mir ist klar, daß Menschen mit gewissen Vorlieben auch einen Beruf wählen, der ihnen diese Vorlieben auszuleben ermöglicht. Umso erschreckender, daß Menschen, die sich Kindern nähern wollen, ausgerechnet Priester werden. Wie könnte der Kirche ein noch größerer Schaden entstehen? Hier wird der Wolf nicht nur zum Schaf, sondern zum Hirten selbst. Ich hab da eigentlich keine Worte für, so entsetzlich finde ich das.

Aber ist eine gestörte Sexualpräferenz allein die Erklärung, daß jeder katholische Priester mittlerweile einer Art Generalverdacht unterliegt, sich an Kindern zu vergehen? Berufe, die das ermöglichen, gibt es ja schließlich genug. Von Erziehern z.B. hört man allerdings sehr viel weniger. Hier und da mal ein Fall im Gegensatz zur Kirche: Immer wieder Mißbrauch, immer wieder hochrangige Kleriker, immer wieder Vertuschung und Heimlichtuerei. Wieder und wieder und wieder und wieder und wieder.
Soweit ich mich erinnere, meinte "unser" Papst Benedikt XVI. einmal, man werde sich die Kandidaten nunmehr sehr genau ansehen, die Priester werden wollen und deren Motivation genauestens untersuchen. Aber keine Ahnung, ob da was geschehen ist. Wer will denn auch noch Priester werden? Man könnte meinen, die müßten nehmen, was kommt. Wüßte auch nicht, was da hätte geschehen sollen, denn wie erkennt man einen Triebtäter im Voraus?

Was meint Ihr? Warum bleibt Mißbrauch in der Kirche ein ständig aktuelles Thema (so zumindest mein Eindruck über die Jahrzehnte)? Am Zölibat kann es doch auch nicht liegen. Oder doch? Verbote reizen zwar immer zur Übertretung, aber würde sich was ändern, wenn diese Verbote gelockert würden?

Liebe Grüße,
Plueschmors.

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118 Antworten
lhoovpee
Beiträge : 2209
Veröffentlicht von: @plueschmors

Aber ist eine gestörte Sexualpräferenz allein die Erklärung, daß jeder katholische Priester mittlerweile einer Art Generalverdacht unterliegt, sich an Kindern zu vergehen?

Das liegt vor allem daran, dass die Kirche viel zu wenig tun, um die Fälle voll aufzuklären. Und das die Täter nicht konsequent bestraft wurden/werden, sondern nur versetzt.

[url]Berufe, die das ermöglichen, gibt es ja schließlich genug.[/url]Ich habe mal ein Artikel über sexuelle Belästigung in Sportvereinen gelesen. Ich schaue mal, ob ich den wieder finde. Die Dunkelziffer dort ist wohl sehr hoch.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Warum bleibt Mißbrauch in der Kirche ein ständig aktuelles Thema (so zumindest mein Eindruck über die Jahrzehnte)?

Weil die Kirche es toleriert und vertuscht hat. Ist doch logisch, dass es dann weitere geht.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Am Zölibat kann es doch auch nicht liegen.

Nein, ich denke nicht das es daran liegt. Das wäre zwar eine einfache Antwort, aber sicherlich nicht die richtige.

Nachtrag vom 18.03.2021 1728
oh, da habe ich versehentlich den Link statt ein Zitat Button geklickt.

lhoovpee antworten
12 Antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743

Licht und Wahrheit

Veröffentlicht von: @lhoovpee

Das liegt vor allem daran, dass die Kirche viel zu wenig tut, um die Fälle voll aufzuklären.

Klar, aber warum ist das so? Warum hat die Führung einer Anstalt, die Licht und Wahrheit verbreiten soll, selbst soviel Probleme mit Licht und Wahrheit? Früher oder später kommt doch eh immer alles raus. Warum wird gedacht, es könnte dennoch alles für immer verborgen bleiben im Dunkeln?

Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, auch nichts geheim, was nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird.

Unglaube?

plueschmors antworten
Jack-Black
(@jack-black)
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Beiträge : 2028
Veröffentlicht von: @plueschmors

Unglaube?

Nö, warum? Alle Sünde wurde abgewaschen durch Jesu Blut.

Und warum sollte man aufklären und urteilen, d.h. richten?

Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.

Nur, weil man diese Sonderrechte vom Staat eingeräumt bekam?

Veröffentlicht von: @plueschmors

Warum hat die Führung einer Anstalt, die Licht und Wahrheit verbreiten soll, selbst soviel Probleme mit Licht und Wahrheit?

Wer sagt, dass die Anstalt das soll? Und wer sagt, worin Licht und Wahrheit bestehen? Soll man den Priester, der beim Sündigen ertappt wurde, nicht so behandeln wie Jesus es bei der Ehebrecherin tat? Strafte er sie? Brachte er sie hinter Gitter oder führte er sie der weltlichen Gerichtsbarkeit zu? Nö, er fragt sie, wo ihre Ankläger seien und ob man sie verdammt habe. Auf ihre verneindende Antwort sagte er nur zu ihr:

So verdamme ich dich auch nicht; gehe hin und sündige hinfort nicht mehr!

Also formal betrachtet verhalten sich da die katholischen Verantwortlichen ganz gemäß dem WWJD-Motto in ihrem Umgang mit den armen kleinen Sünderlein in den eigenen Reihen.
Alles tutti bene. Fragt sich halt nur, wer seine Kinder so einem Verein in die Fänge wirft.

jack-black antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743
Veröffentlicht von: @jack-black

Alle Sünde wurde abgewaschen durch Jesu Blut.

Wenn man Sünde erkennt und bekennt, ja. Vor Gott. Aber doch nicht vor dem Gesetz. Und mit dem Erkennen und Bekennen hapert´s ja gerade...

Veröffentlicht von: @jack-black

Und warum sollte man aufklären und urteilen, d.h. richten?

Weil es ein Gesetz gibt. Und ein Evangelium. Das Gesetz kennt keine Gnade. Soll es auch nicht kennen. "Gnade vor Recht" ist allein Gott vorbehalten. Oder seinen Stellvertretern.

Veröffentlicht von: @jack-black

Wer sagt, dass die Anstalt das soll? Und wer sagt, worin Licht und Wahrheit bestehen?

Der Gründer dieser Anstalt.

Veröffentlicht von: @jack-black

Soll man den Priester, der beim Sündigen ertappt wurde, nicht so behandeln wie Jesus es bei der Ehebrecherin tat?

Zur Steinigung aufrufen?

Veröffentlicht von: @jack-black

Strafte er sie?

Er fand nur niemanden vor Ort, der die Gerechtigkeit ausführen konnte. Wären ich oder Du dabei gewesen...

😈

Veröffentlicht von: @jack-black

Führte er sie der weltlichen Gerichtsbarkeit zu?

Ja. Aber diese "weltliche Gerichtsbarkeit" wendete sich ob eigener Ungerechtigkeit ab.

Veröffentlicht von: @jack-black

Also formal betrachtet verhalten sich da die katholischen Verantwortlichen ganz gemäß dem WWJD-Motto in ihrem Umgang mit den armen kleinen Sünderlein in den eigenen Reihen.

Nee. Wer ruft denn da nach Steinigung? Ganz im Gegenteil.

Veröffentlicht von: @jack-black

Fragt sich halt nur, wer seine Kinder so einem Verein in die Fänge wirft.

Ganz ehrlich: Ich würde meine Kinder auch nicht in was Katholisches geben oder zumindest mir die Leute dort erstmal GANZ GENAU ansehen. Übergenau. Es ist schlicht schon zu viel geschehen.

plueschmors antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2028
Veröffentlicht von: @plueschmors

Wenn man Sünde erkennt und bekennt, ja.

Tja - da geht's schon los mit dem christlichen Sündenkonzept. Wenn man Sünde nicht erkennt, kann man sie auch nicht bekennen. Denn bekennen kann man nur, was einem bewußt wurde, und dafür müßte man's erstmal erkannt haben. Wer etwas nicht erkennt, kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Der Gründer dieser Anstalt.

Kann nicht nach seiner Meinung befragt werden. Über den steht was in alten Büchern. Was genau der auch nur unter Licht und Wahrheit verstanden haben könnte, kann keiner widerspruchsfrei erklären.

Die Aufgaben, für deren Erfüllung sich diese Anstalt (wir reden hier doch von der Institution Kirche, oder? 🤨 ) offensichtlich (man sieht's, weil sie sich entsprechend verhält) verantwortlich versteht, sehen anders aus: Organisation des Ritus, Tradierung des Kultus, etablierung der Ideologie in der Gesellschaft und damit Politik. Und, nicht ganz zum Schluß: Versorgung der Funktionäre...

Veröffentlicht von: @plueschmors

Er fand nur niemanden vor Ort, der die Gerechtigkeit ausführen konnte. Wären ich oder Du dabei gewesen...

Ich hätte ihr meine Solidarität signalisiert, weil ich das Gesetz, gegen dass sie "gesündigt" hatte, für Kokolores halte und Steinigung wegen einvernehmlichenn Sex zwischen Unverheirateten für eine barbarische Rechtspraxis erachte.
Mein Beispiel muß schon um zwei Ecken herum gesehen werden, um es zu verstehen. Jesus war in der Szene die informelle moralische Autorität (also das, als was sich die Kirche versteht). In dieser Funktion innerhalb des Narrativs bringt er die Gesetzesbrecherin willkürlich, die üblichen staatlichen Regeln mit einem psychologischen Trick umgehend, vor der ihr eigentlich zukommenden Bestrafung in Sicherheit. Der psychologische Trick wird hier auf zwei Ebenen angewendet: Erstens trickst Jesus die Anwesenden mit seiner rhethorischen Aufforderung, der ohne Sünde sei, möge den ersten Stein werfen, aus.

Die zweite Ebene ist die, wie die Leser/Hörer der Begebenheit, bzw. wie deren Sinn für Recht und Ordnung ausgetrickst werden: Indem ausgerechnet der Ehebruch als Fallbeispiel herangezogen wird. Selbst damals schon fühlten vermutlich die meisten Menschen (da die halt doch von Natur aus eine gewisse Empathie und ein Gefühl für Fairness und Angemessenheit besitzen), dass es nicht sinnvoll und gerecht sei, eine Frau zu steinigen. An diesem epathischen Finger werden die Adressaten gepackt und man zerrt sie daran auf eine Position, die da lautet: Es ist okay, die staatlichen= weltlichen Gesetze zu mißachten, wenn eine höhere moralische Autorität: Jesus, für den wir gerade mal bis zu seiner Rückkehr die Geschäfte weiterführen, dies so befindet.
Was wäre denn gewesen, wenn da gerade einer wegen Mordes hätte hingerichtet werden sollen? Wäre dann die Vorgehensweise Jesu auch noch so eulenspieglerisch-pfiffig und vor allem: erfolgreich rübergekommen?

Jesus trickst da, wo es ihm in den Kram paßt, geltendes Gesetz zu ignorieren. Und dieses Vorbild: sich den Gesetzen nur dort zu fügen, wo es einem in den Kram paßt (kein Iota soll vergehen!) und an anderenfalls halt pfiffige Umgehungsstrategien anzuwenden (Ehebrecherin am Brunnen, Weizen raufen am Sabbath) - das Jesus da bietet, das nehmen sie halt an, die Herrn Vertuscher und Beschöniger im hier in Rede stehenden Mißbrauchsfall. Sie fragen sich: was würde Jesus tun, wenn sich herausstellt, dass er selbst oder einer der ihm besonders Nahestehenden gegen das Gesetz verstoßen hat? Er würde sich eine Ausrede ausdenken, warum in diesem Fall das Gesetz zu beachten nicht wirklich moralisch sei, oder weswegen ansonsten unübliche Güterabwägungen vorgenommen werden müßten: Werterelativismus halt, die man sonst seitens religiöser Apologeten so gern den Ungläubigen, insbesondereden Atheisten, vorwirft. 😀
Da steht dann plötzlich der Hunger von Jesus, der überraschend und unvorhergesehen ausgerechnet am Sabbath sich bemerkbar macht, über dem Gebot der Heiligung des Feiertages. Und plötzlich ist das Gesetz für den Menschen da. Konkret: für den Menschen Jesus, der vergessen hatte, am Tag vorher, ordentlich planend wie üblicherweise jeder, der sich für eine Wanderung auf den Weg macht, ein paar Wurstbrote in die Tupperdose zu packen.

Und die Botschaft wird von "den Menschen" so gern gehört, dass sie nicht lange nachdenken, wie diese Behauptung, das Gesetz sei für die Menschen da, zusammenpasst mit dem Umstand, dass in den allerersten Geboten erstmal klar gemacht wird, wessen Interessen Vorrang haben: die Gottes, des Gesetzgebers.

Aber ich schweife ab: Die Szene mit der Ehebrecherin illustriert, wie diejenigen, die sich an Jesus orientieren, es mit der "weltlichen" Gesetzeslage halten. Die kann man, wenn's einem paßt, als verbindlich bezeichnen (und dann das Bibelzitat mit der von Gott eingesetzten Obrigkeit auspacken). Muß man aber nicht. Jesus tat's ja auch nicht, sondern wendete im Bedarfsfall Tricks an, verhielt sich also im Prinzip wie der gute alte Winkeladvokat.

Veröffentlicht von: @plueschmors

a. Aber diese "weltliche Gerichtsbarkeit" wendete sich ob eigener Ungerechtigkeit ab.

Sie ließ sich austricksen. Richtig. So, wie sich auch die weltliche Gerichtsbarkeit (und insbesondere die Zivilgesellschaft als Ganze) jetzt im Mißbrauchsfall über Jahrzehnte hinweg von den Verantwortlichen in der Kirche austricksen ließ. 😊

q.e.d.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Ganz ehrlich: Ich würde meine Kinder auch nicht in was Katholisches geben oder zumindest mir die Leute dort erstmal GANZ GENAU ansehen. Übergenau. Es ist schlicht schon zu viel geschehen.

Naja, wenn wir - trotz unterschiedlicher Sicht darauf, was das eigentliche Grundproblem sei - bei den zu ziehenden Konsequenzen an ähnlicher Stelle rauskommen, ist das schon mal ein schönes Zwischenergebnis. 😉

jack-black antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743
Veröffentlicht von: @jack-black

Wer etwas nicht erkennt, kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden.

Sehr richtig, Römer 3,20: "durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde", aber ich gehe mal davon aus, daß hochrangige - oder nein -, das alle mit kirchlichen Würden bekleidete Personen um die Glaubensgrundlagen wissen und nicht nach zig Jahren Dienst mit "ich wußte nicht, daß das was Schlimmes ist" um die Ecke kommen...

😉

Veröffentlicht von: @jack-black

Über den steht was in alten Büchern. Was genau der auch nur unter Licht und Wahrheit verstanden haben könnte, kann keiner widerspruchsfrei erklären.

Ey... Ja? Die Bibel ist völlig klar.

🤓

Veröffentlicht von: @jack-black

Organisation des Ritus, Tradierung des Kultus, etablierung der Ideologie in der Gesellschaft und damit Politik. Und, nicht ganz zum Schluß: Versorgung der Funktionäre...

Wem sagst Du das? Ich bin auch nicht glücklich mit dem "Unternehmen Staatsreligion", das mit Konstantin seinen verhängnisvollen Anfang nahm. Mein Motto: Raus aus der Institution, rein ins Leben!

Veröffentlicht von: @jack-black

Es ist okay, die staatlichen= weltlichen Gesetze zu mißachten, wenn eine höhere moralische Autorität: Jesus, für den wir gerade mal bis zu seiner Rückkehr die Geschäfte weiterführen, dies so befindet.

Nee, sehe ich anders. Jesus forderte ja dazu auf, das Gesetz auszuführen, nur fand sich eben kein geeigneter Henker. Aussage für mich: Der Mensch kann Gottes Willen nicht erfüllen. Das muß er immer wieder einsehen und bekennen. Geht für mich also viel mehr darum, die fanatischen Moralisten zu beschämen und diese ebenso wie die Frau als Sünder zu sehen, als die Frau zu beschützen. Und was folgt darauf? Gott überbietet in Liebe das Gesetz, seinen eigenen Willen, und schenkt Vergebung. Das ist Evangelium.

Sicher sind wir uns auch einig, daß Gesetze auch nicht strikt und bedenkenlos durchgeführt werden sollten: Die Frau, die in Bagdad einen Apfel stiehlt für ihr verhungerndes Kind sollte durchaus anders behandelt werden als der Dieb, der alles stiehlt aus Habgier und Arbeitsscheu usw. Aber darüber haben ja auch Richter zu befinden, wie das Gesetz richtig anzuwenden sei. Zum Glück. Alles andere wäre wieder Fanatismus: "Diebstahl? Hände abhacken! Dem einen wie dem andern. Fertig!"

Veröffentlicht von: @jack-black

Naja, wenn wir - trotz unterschiedlicher Sicht darauf, was das eigentliche Grundproblem sei - bei den zu ziehenden Konsequenzen an ähnlicher Stelle rauskommen, ist das schon mal ein schönes Zwischenergebnis. 😉

Irgendwo kommt man immer zusammen 😉 .

plueschmors antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

lieber Plueschmors,

der Wahrheit ins Auge schauen fällt allen Menschen gleich schwer,. Was nicht sein darf, darf nicht sein. Letztendlich kommt alles ans Licht.

Bei Gott kann man nichts vertuschen, eine Zeit lang ja............................

Sind ja auch viele Beamte.............

Aber bei christlichen Freikirchen wird auch manches vertuscht.............

sind auch nur Menschen........

liebe Grüße,

Frederick

Anonymous antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2028
Veröffentlicht von: @plueschmors

Ey... Ja? Die Bibel ist völlig klar.

Meinst Du das ironisch?

Veröffentlicht von: @plueschmors

Nee, sehe ich anders. Jesus forderte ja dazu auf, das Gesetz auszuführen, nur fand sich eben kein geeigneter Henker.

Ja, wie schon ausgeführt (ich hasse es, mich zu wiederholen, aber irgendwie lasse ich mich immer wieder verleiten... ): Das war ein cleverer Trick. Der, in vergleichbarer Situation, wenn da statt einer Ehebrecherin ein Kindermörder gestanden hätte, garantiert nicht funktioniert hätte, nicht mal in litararischer Weise (ich persönlich halte ja die komplette Episode für eine Fiktion, allerdings eine sehr gut ausgedachte).

Veröffentlicht von: @plueschmors

Sicher sind wir uns auch einig, daß Gesetze auch nicht strikt und bedenkenlos durchgeführt werden sollten

Oh ja. Und vermutlich werden genau in diesem Punkt diejenigen, die da in der rkK schützend ihre Hände über die Mißbrauchstäter hielte, uns da zustimmen... Merkste was? 😉

Veröffentlicht von: @plueschmors

Irgendwo kommt man immer zusammen 😉 .

Na sagen wir: manchmal... 😀

jack-black antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

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Veröffentlicht von: @jack-black

Meinst Du das ironisch?

Nein. Ich selber halte sie für völlig klar, weiß aber, daß Du´s anders hältst.

Veröffentlicht von: @jack-black

ich hasse es, mich zu wiederholen

Ist aber gut, dann kann man besser behalten.

Veröffentlicht von: @jack-black

Das war ein cleverer Trick...

Gut. Hatten wir ja schon. Hast Du meine Sicht darauf gelesen?

Veröffentlicht von: @jack-black

Merkste was? 😉

Welcher Richter, der noch alle Tassen im Schrank hat, würde da Gnade walten lassen oder gar ganz durch die Finger sehen? Hier geht es nicht um Äpfelstehlen, sondern ums Zerstören ganzer Leben.

plueschmors antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2028
Veröffentlicht von: @plueschmors

Welcher Richter, der noch alle Tassen im Schrank hat, würde da Gnade walten lassen oder gar ganz durch die Finger sehen?

Ja - das ist gutes, weltliches Gerechtigkeitsdenken. Aber aus religiöser Sicht sind ohnehin alle Menschen von Grund auf böse/sündig/schuldig und ist auch allen Erlösung von ihren Sünden zugesagt, so sie denn glauben.
Der Herr im Himmel läßt nach diesem Denken eben Gnade walten, richtet nach nach den Werke und Taten, sondern nach dem Glauben.

Dass dies darauf schließen ließe, dass er nicht alle Tassen im Schrankt habe, ist dann auf Deinem Kompost gewachsen. 😊

Nachtrag vom 04.04.2021 1314
Korrektur: (...) richtet [del]nach[/del] nicht nach den Werken und Taten, sondern nach dem Glauben.

jack-black antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743

Aber doch auch der "geistliche Stand" ist weltlicher Gerichtsbarkeit unterworfen. Oder hab ich was verpasst? Gott hat doch die Obrigkeit eingesetzt, das Böse scharf zu bestrafen. Keiner, der Böses tut, wird auf Gott verweisen können, dass dieser ihm doch alles bereits vergeben habe...

😀

Strafe muss sein.

plueschmors antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2209
Veröffentlicht von: @plueschmors

Warum wird gedacht, es könnte dennoch alles für immer verborgen bleiben im Dunkeln?

Meine Verdacht: Es gibt noch viele Täter, die nicht ans Licht gekommen sind. Und die wollen gern im Dunklen bleiben.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Unglaube?

Über den Glauben eines Menschen urteile ich nicht. Hilft auch niemanden.
Ich kann nur sein Handeln, soweit mit bekannt, verurteilen.

lhoovpee antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lhoovpee
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Aber ist eine gestörte Sexualpräferenz allein die Erklärung, daß jeder katholische Priester mittlerweile einer Art Generalverdacht unterliegt, sich an Kindern zu vergehen?

Das liegt vor allem daran, dass die Kirche viel zu wenig tun, um die Fälle voll aufzuklären. Und das die Täter nicht konsequent bestraft wurden/werden, sondern nur versetzt.

Und wer ist die Kirche? Menschen in einer Gemeinschaft. Also müssen Mitglieder was unternehmen.

Anonymous antworten


Neubaugöre
Beiträge : 11799

kleiner Gedanke: Übergriffe und Sexualdelikte haben immer auch etwas mit "Macht" zu tun. Das ist nicht immer berufsbedingt ...

neubaugoere antworten
5 Antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Übergriffe und Sexualdelikte haben immer auch etwas mit "Macht" zu tun.

Ja. Aber auch bei Kindern? Da ist es ja nicht sonderlich schwer, "mächtiger" zu sein.

plueschmors antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1367
Veröffentlicht von: @plueschmors

Ja. Aber auch bei Kindern? Da ist es ja nicht sonderlich schwer, "mächtiger" zu sein.

Ja, gerade deswegen...

tineli antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743
Veröffentlicht von: @tineli

Ja, gerade deswegen...

Ok, ich dachte immer, den Widerstand zu brechen sei irgendwie die Motivation. Da lag ich vielleicht falsch.

plueschmors antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11799

wie Tineli schon sagt: ja, weil es so einfach ist ...

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

liebe Neubaugoere,

ja und Machtmenschen decken sich gern gegenseitig. In der ganzen Kirchengeschichte kam es häufig zum Missbrauch von Macht. Auch heute wird in unseren Kirchen die Macht und Autorität von Leitern betont.

Doch wie ging unser Vorbild Christus Jesus mit Macht um. Der hat seinen Jüngern gedient, ihnen die Füße gewaschen.

So einfach, und doch so schwer für uns Menschen............................

Der Größte kann auch mal der kleinste sein, und der Erste, der allen dient. Machtmissbrauch, geistlicher Missbrauch, und sexueller Missbrauch hängen da eng zusammen.

Aber man meint, in unseren Kirchen gäbe es so was nicht...

liebe Grüße,

Frederick

Anonymous antworten
Ungehorsam
Beiträge : 3336

Erzieher arbeiten ja meistens im Team und da ist die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, doch sehr hoch. Trainer/Betreuer im Sportverein oder eben auch Priester/Pastoren haben niemanden, der ihnen auf die Finger schaut.

ungehorsam antworten
10 Antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743

Wickel- und Toilettenbegleitverbot

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Erzieher arbeiten ja meistens im Team und da ist die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, doch sehr hoch.

Stimmt. Bei uns im Kindergarten gab´s - und gibt es sicher noch - sogar ein Wickel- und Toilettenbegleitverbot für männliche Erzieher. Kuscheln, küssen, auf den Schoß nehmen... Das war alles allein weiblichen Erziehern vorbehalten.

plueschmors antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1367
Veröffentlicht von: @plueschmors

Stimmt. Bei uns im Kindergarten gab´s - und gibt es sicher noch - sogar ein Wickel- und Toilettenbegleitverbot für männliche Erzieher. Kuscheln, küssen, auf den Schoß nehmen... Das war alles allein weiblichen Erziehern vorbehalten.

Beim Toilettenbegleitverbot kann ich das vielleicht noch verstehen, aber ein Erzieher, der nicht kuscheln oder auf den Schoß nehmen darf - wie kann der denn dann seinem Auftrag gerecht werden? Wie ein Kind trösten? Nähe und Beziehung vermitteln? Erst recht in KiTas, in denen auch die ganz Kleinen ab 6 Monate bzw. 1 Jahr betreut werden.
So sehr ich verstehe, dass wir uns Sicherheit wünschen - ohne Vertrauen geht es nicht. Erzieher unter Generalverdacht zu stellen finde ich da nicht hilfreich.

Gruß, Tineli

tineli antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743
Veröffentlicht von: @tineli

...ein Erzieher, der nicht kuscheln oder auf den Schoß nehmen darf - wie kann der denn dann seinem Auftrag gerecht werden?

Ich hatte immer so den Eindruck, die männlichen Erzieher wurden nur als "echte Männer" geduldet von den Eltern: Burgen bauen, Fußball spielen, Handwerkskram zeigen, Führung bei Ausflügen, den Jungs mal Raufereien durchgehen lassen usw.

Wenn ein männlicher Erzieher die Rolle einnimmt, die traditionell den Frauen "zugedacht" wurden - trösten, kuscheln, Pflaster aufkleben etc. -, dann schrillen bei vielen Eltern gleich alle Glocken. Hab ich oft erlebt. Ganz ehrlich: Ich möchte nicht Erzieher sein. Man wird ständig verdächtigt. Und sagen mag man ja auch nichts, denn Gleichbehandlungsgesetze gibt es zwar, aber welcher Erzieher möchte ernsthaft klagen, daß er bitteschön auch mit den Kindern zur Toilette gehen darf?!?

Gruß, Plueschmors

plueschmors antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1367
Veröffentlicht von: @plueschmors

aber welcher Erzieher möchte ernsthaft klagen, daß er bitteschön auch mit den Kindern zur Toilette gehen darf?!?

Wenn Erzieher nicht wickeln dürfen und das Kind nicht auf die Toilette begleiten dürfen, dann ist es für KiTas auch schnell ein Problem, einen Erzieher einzustellen. Denn er kann ja nicht den vollen Job machen. Er braucht immer eine weibliche Person dabei, die diese Jobs übernimmt.
Und wenn ein Kind hinfällt oder seine Bastelarbeit nicht gelingt und es weinend zum Erzieher gelaufen kommt und Trost sucht, muss dieser dem Kind sagen: "Geh zu ... (Name der Kollegin), die wird dich trösten." - Was für ein Bild entsteht da bei den Kindern über Rollenbilder? Mit aller Macht wollen wir die verhindern und dann kommen sie so durch die Hintertür wieder herein.
Bis dahin, dass es ja nicht nur die Männer sind, sondern manchmal auch die Frauen, die Kinder missbrauchen. Ist zwar seltener, aber kommt durchaus vor!

Wir brauchen eine Kultur des Vertrauens, aber auch eine Kultur des Vertrauen-Schaffens. D.h. beide Seiten müssen ein Klima schaffen, in dem dem anderen vertraut wird. Der Erzieher muss von sich aus zusehen, dass sein Verhalten transparent ist, dass er möglichst offen sichtbar handelt und die anderen Kollegen und Kolleginnen müssen ihm ein Stück Vorschuss-Vertrauen mitgeben. Und es muss möglich sein, ein Verhalten oder ein Ereignis zu hinterfragen, ohne gleich in irgendwelche Ecken gestellt zu werden.

Wir werden - wie überall auf der Welt - das Leid nicht ganz wegschaffen können. Es wird immer Vorfälle geben. Wer 100%ige Sicherheit will, bezahlt an einer anderen Stelle.

Gruß, Tineli

tineli antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743
Veröffentlicht von: @tineli

Denn er kann ja nicht den vollen Job machen. Er braucht immer eine weibliche Person dabei, die diese Jobs übernimmt.

Das ist allerdings in körperlich fordernden Berufen auch nicht anders. Wie oft werde ich von einer Frau gefragt, ob ich nicht dies und das für sie tun könne? Mann und Frau sind halt nicht identisch.

Veröffentlicht von: @tineli

Was für ein Bild entsteht da bei den Kindern über Rollenbilder? Mit aller Macht wollen wir die verhindern und dann kommen sie so durch die Hintertür wieder herein.

Jo. Letztendlich bleibt immer alles so, wie es immer schon war.

plueschmors antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1367
Veröffentlicht von: @plueschmors

Das ist allerdings in körperlich fordernden Berufen auch nicht anders. Wie oft werde ich von einer Frau gefragt, ob ich nicht dies und das für sie tun könne? Mann und Frau sind halt nicht identisch.

Es gibt auch starke Frauen und schwache Männer, rein physisch. Wenn du von einem Mitarbeiter (egal, welchen Geschlechts) gebeten wirst, etwas zu tun, was dieser körperlich nicht schafft, ist das einfach eine Hilfe unter Kollegen und keine prinzipielle Unterscheidung aufgrund des Geschlechts. Auch wenn es sicher etwas häufiger in der Variante vorkommt, dass die Frau schwach und der Mann stark ist. Aber warum sollte eine gut trainierte Frau nicht dem Mann mit Rückenproblemen helfen, wenn grad die große Lieferung Druckerpapier im Großbüro eingetroffen ist?

Veröffentlicht von: @plueschmors

Jo. Letztendlich bleibt immer alles so, wie es immer schon war.

Oder wir versuchen es zu verändern.

Gruß, Tineli

tineli antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @plueschmors

Das ist allerdings in körperlich fordernden Berufen auch nicht anders. Wie oft werde ich von einer Frau gefragt, ob ich nicht dies und das für sie tun könne? Mann und Frau sind halt nicht identisch.

In einigen ganz ganz wenigen Jobs mag das so sein (mir fällt grade keiner ein) aber in der KITA gibt es da eben keinen Grund dafür da natürlich auch Erzieherinnen Kinder sexuell missbrauchen. Die Strukturen müssen für beide Geschlechter so sein das Missbrauch erschwert wird.

johannes22 antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Ich kenne einen Erzieher, der ist ein toller Mensch und nimmt Kinder auf den schoiß, tröstet Weinende, wickelt Kleinkinder. Wo ist hier das Problem? Man sollte Männer nicht unter Generalverdacht stellen, aber einige Eltern neigen eben dazu, bei einem Erzieher Misstrauen zu entwickeln.

Ich habe fast immer meinen Sohn gewickelt, auf die Toilette begleitet, gewaschen usw. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, meinen Sohn außerhalb der Grenzen zu behandeln, das hätte ich niemals übers Herz gebracht. Außerdem besteht eine Verantwortung vor Gott, der alles sieht und alles weiß. Ich war sehr dankbar, dass ich diese Aufgabe tun durfte und habe alles immer gewissenhaft erledigt. Ebenso gibt es sicher viele Erzieher, die mit der gleichen sorgfältigen Einstellung in der KiTa arbeiten. Ich halte es für wichtig, dass Babys und Kleinkinder zu Mann und Frau gleichermaßen Vertrauen entwickelt.

Gruß Helle

helle antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @tineli

Wir brauchen eine Kultur des Vertrauens, aber auch eine Kultur des Vertrauen-Schaffens. D.h. beide Seiten müssen ein Klima schaffen, in dem dem anderen vertraut wird. Der Erzieher muss von sich aus zusehen, dass sein Verhalten transparent ist, dass er möglichst offen sichtbar handelt und die anderen Kollegen und Kolleginnen müssen ihm ein Stück Vorschuss-Vertrauen mitgeben. Und es muss möglich sein, ein Verhalten oder ein Ereignis zu hinterfragen, ohne gleich in irgendwelche Ecken gestellt zu werden.

Genau darauf läuft es hinaus. Erzieher nicht wickeln zu lassen halte ich auch für fatal weil es den Kindern suggeriert das von Erzieherinnen keine Gefahr ausgeht was eben nicht stimmt.
Kinder müssen lernen das beide Geschlechter übergriffig sein können und sind.

johannes22 antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @plueschmors

Stimmt. Bei uns im Kindergarten gab´s - und gibt es sicher noch - sogar ein Wickel- und Toilettenbegleitverbot für männliche Erzieher. Kuscheln, küssen, auf den Schoß nehmen... Das war alles allein weiblichen Erziehern vorbehalten

Übrigens eine komische Kita in der meines Sohnes macht der Erzieher all das.

johannes22 antworten


DerNeinsager
Beiträge : 1449

Ich bin mir nicht sicher, ich denke aber eigentlich nicht das die Personen mit Vorsatz dies tun.

Da könnten sie auch "Leichtere" Jobs nehmen.

Ich vermute, die sind leider der Versuchung erlegen und haben sich mehr und mehr von Gott da entfernt.

derneinsager antworten
3 Antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743

Besser als nix?

Veröffentlicht von: @derneinsager

Ich vermute, die sind leider der Versuchung erlegen...

Normale Menschen finden Kinder m.E. sexuell nicht attraktiv. Oder meinst Du, die vergehen sich an Kindern als eine Art "Ersatz" nach dem Motto: "Besser als nix"?

plueschmors antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Nein, natürlich nicht. Das sind eben die Menschen mit falschen Neigungen, das durchschnittliche Menschen das machen das eher nicht

derneinsager antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Ich denke, es spielen auch immer Machtgedanken dabei eine Rolle.

helle antworten
Lucan-7
Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @plueschmors

Aber ist eine gestörte Sexualpräferenz allein die Erklärung, daß jeder katholische Priester mittlerweile einer Art Generalverdacht unterliegt, sich an Kindern zu vergehen?

Nicht nur. Es kommen mehrere Faktoren zusammen.

Zum einen spielt das Zölibat mit Sicherheit eine Rolle.
Ein heterosexueller Mann wird vermutlich eher dazu neigen, eine Familie zu gründen, als ein Priester im Zölibat zu werden.
Für einen Mann, der anderweitige sexuelle Neigungen verspürt, die er unter normalen Umständen ohnehin nicht ausleben kann, spielen solche Überlegungen hingegen keine Rolle.
Da er ohnehin Verzicht üben muss kann er sich genau so gut auch für das Zölibat entscheiden.

Und zum anderen ist der katholische Klerus eine eingeschworene Gemeinschaft für sich. Eine Gemeinschaft, die nur von sich selbst kontrolliert wird und Aussenstehenden den Zutritt verwehrt. Und dabei sehr darauf bedacht ist, Skandale nicht nach aussen dringen zu lassen.

Für Männer mit entsprechenden Neigungen ist es daher ein leichtes, Netzwerke mit ihresgleichen aufzubauen und sich gegenseitig zu unterstützen. Und auch jenen, die sich persönlich nichts haben zuschulden kommen lassen, ist sehr daran gelegen, das öffentliche Bild nicht zu beschädigen.

Das heisst im Ergebnis: Die komplette Struktur der katholischen Kirche ist darauf ausgerichtet, Perversen eine Heimstatt zu bieten, aufgrund ihres Status deren Verbrechen zu ermöglichen und im Anschluss daran besagte Verbrechen zu vertuschen.

Unabhängige Aufklärung findet nicht statt und ist auch nicht erwünscht.

So lange der katholischen Kirche nicht klar wird, dass sie selbst aufgrund ihrer Struktur von diesen Leuten ebenfalls "missbraucht" wird (natürlich im Sinne ihrer Funktion) und diese Strukturen ändert wird auch nichts wesentliches passieren.

lucan-7 antworten
1 Antwort
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3743

Lobbys

Veröffentlicht von: @lucan-7

Da er ohnehin Verzicht üben muss kann er sich genau so gut auch für das Zölibat entscheiden.

Daher wohl auch die auch hier im Forum schon oft gelesene Meinung, der Vatikan wäre im Grunde ein Haufen verklemmter schwuler alter Männer. Denen kostet der Zölibat im Grunde nichts. Das ist wie Kaffee-Fasten für Leute, die Kaffee gar nicht vertragen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das heisst im Ergebnis: Die komplette Struktur der katholischen Kirche ist darauf ausgerichtet, Perversen eine Heimstatt zu bieten, aufgrund ihres Status deren Verbrechen zu ermöglichen und im Anschluss daran besagte Verbrechen zu vertuschen

Wie im Film, aber wohl doch auch viel Wahres dran. Hat nicht der aktuelle Papst schon von einer "Homo-Lobby" im Vatikan gesprochen? Was jetzt natürlich jetzt nicht heißen soll, daß Homosexuelle an sich pervers wären, sondern daß es da halt offenbar eine Lobby gibt, deren Grundsatz Homosexualität ist. Und wer weiß, was es da noch an Lobbys gibt?

Veröffentlicht von: @lucan-7

So lange der katholischen Kirche nicht klar wird, dass sie selbst aufgrund ihrer Struktur von diesen Leuten ebenfalls "missbraucht" wird (natürlich im Sinne ihrer Funktion) und diese Strukturen ändert wird auch nichts wesentliches passieren.

Jeder weitere Mißbrauchsfall ist ja ein Grund mehr, daß sich endlich etwas ändern sollte. Ich bin ganz erschrocken, daß es schon mein ganzes Leben so geht: Katholische Kirche und Mißbrauch stets in einem Atemzug.

plueschmors antworten


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