Post-evangelikal .....
 
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Post-evangelikal ...

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AWHler
 AWHler
Themenstarter
Beiträge : 2306

Ein freundlicher Gruß ins Forum ...und eine Frage bzw. ein Impuls für Rückmeldungen & Reaktionen.

Über die Jahre hin nehme ich wahr, wie im Bereich evangelikaler und freikirchlicher Frömmigkeit eine Menge Bewegung ist, was ethische und theologische Fragen angeht.

Einerseits U. Parzany, seine B & B - Bewegung, Idea und (auf ihre Weise und im Selbstverständnis) bibeltreu-konfessionelle *Kämpfer* gegen die Aufweichungen und Verführungen auf dem rechten Glaubensweg. Anderserseits "Emerging Church", "Left Wing Evangelicals" und Diskussionen über ein historisches Bibelverstehen, Themen wie Gender, Homosexualität und Lgbtq, Politik, interreligiöse Offenheit.

Ich selbst - alter Weigle-Häusler in den 70ern, Parzany-Vertrauter damals - bin meinen Weg gegangen (Jg. 58) und dankbar bis heute für manche Grundierungen und Wege des Christwerdens und Christseins - aber dann doch mit weiteren Entwicklungen  und Öffnungen rund um Christus.

In Concreto empfinde ich viel Resonanz bei mir in den Publikationen von Rob Bell, Brian McClaren, Rachel Held Evans, Dave Tomlinson und Nadia Bolz-Weber, um ein bisschen das Feld abzustecken, auf dem sie theologisch und glaubensmäßig zu finden sind.

Wer kennt sie, mag sie, kann ebenfalls d'accord gehen mit ihnen?

Post-evangelikale Horizonte ... ja bitte oder ein No Go?

Freue mich über Inputs hier, Danke

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129 Antworten
Brunofragtjesu
Beiträge : 28

@awhler Ich wünschte ich könnte hier ausschließlich reagieren, anstatt aktivismus betreiben. Aber, zu begeistert von eigenen Recherche, kann ich nicht anders als Aktivismus zu betreiben a.k.a Evangelisierung. Also, hier ein Haufen Quellen, die zu bedenken sind, bevor du mit deiner theologischen Suche (hoffentlich nach der objektiven Wahrheit, nicht nach irgendeiner Wahrheit ) abschließt.

einige mehr extreme Left - Winger - Evangelikale:

 Rev. Brandon Robertson (Tik Toker, Pastor), Salvatory Spiensa (New Thought, your truth)

einige Diskussionen in Buch und Video Form

1. https://www.amazon.com/Happy-Lies-Movement-Probably-Self-Obsessed/dp/0310368863 - Happy Lies, Melissa Doughtery

2. https://www.youtube.com/watch?v=DkNKW7Dj0l4&list=PLZ3iRMLYFlHvTUOPDL3c8g0AG9wJ6sXqz&index=6 - When Your “Progressive Christian” Heresy Is Really, Really Clever

Beide Quellen sind von 1. ehemaligen Mormonen und 2. ehemaligen New Thoughtlerin.

Interessiert? Bitte geh nicht zum Grab, ohne auch die Kritik gehört zu haben.

brunofragtjesu antworten


Jimmy
 Jimmy
Beiträge : 177

@awhler Hallo,

 

ja, ich lese auch Bücher von Bolz-Weber oder Held-Evans. Auch bei M. Diener, T. Dietz und T. Faix kann ich viel lernen aus ihren Büchern. Aber natürlich - als studierter Theologe - halte ich mich an den Satz, den Eberhard Jüngel in einem Oberseminar vor über 30 Jahren sagte: "Man muss alle Bücher kritisch lesen!"

Deutlicher gesagt: Ich stimme als lutherischer Theologe nicht allem zu, was da geschrieben wird. Ich lese auch Luthers Schriften kritisch, aber wenn ich manche reformierte Theologen lese, die Dogmatik und Ethik total vermischen, dann freue ich mich eben über die Unterscheidungen, die ich bei Luther gelernt habe.

Das gilt u. a. auch für U. Parzany, der in den vergangenen 8 Jahren immer wieder Dogmatik und Ethik vermischt hat, gerade wenn es etwa um Homosexualität geht, weil man da etwa ein falsches Bibelverständnis habe und daher auch eine falsche Theologie, nur weil man eben in dieser einen ethischen Frage eine andere Meinung hat als der alte Parzany.

Nein! Nach CA7 kann die Kirchengemeinschaft durchaus weiterbestehen, wenn das Evangelium rein gelehrt wird und die Sakramente gut verwaltet werden, auch wenn man in einzelnen ethischen Fragen unterschiedlicher Meinung ist.

 

Gruß, Jimmy

jimmy antworten
6 Antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2306

@jimmy 

Danke für das Posting.

Nach einigen merkwürdigen Kommunikaktions-Störungen hier im Thread (an anderen Stellen) freue ich mich auf Dein Eingehen auf das Thema und mein Eingangsposting 🙂

Ich selbst habe mich aufs "unierte" Bekenntnis damals ordinieren lassen, weil ich keine ausgeprägte Identifikation mit dem lutherischen oder reformierten Bekenntnisstand habe und hatte.

Das mit dem "kritisch lesen" ist natürlich definitiv richtig und so halte ich es ja ebenfalls. So ist mir Nadia Bolz-Weber in manchen Dingen "drüber" (wie man so sagt) und ich verstehe es aus ihrem biografischen Kontext und ihrer Lebensgeschichte. Und auch Tomlinson relativiere ich mittlerweile ein bisschen ...

Meine Beiträge hier auf jesus.de sind immer wieder ein Versuch, die ein oder andere evangelikale Enge und Abwehr gegen öffnende Einsichten etwas zu hinterfragen - weil das Thema Mitte & Weite, Bindung & Freiheit mein biografisches, theologisches und seelsorgliches Thema - als "Alter Weigle - Häusler" geblieben ist.

Eine Rückfrage habe ich dann gerne noch an Dich als Lutheraner: Wie hältst Du es mit Paul Tillich? Auch seine Theologie - anders als der reformierte Barth - ist ja "von lutheeerischer Art"

L'Chaim

 

awhler antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4837
Veröffentlicht von: @awhler

Meine Beiträge hier auf jesus.de sind immer wieder ein Versuch, die ein oder andere evangelikale Enge und Abwehr gegen öffnende Einsichten etwas zu hinterfragen - weil das Thema Mitte & Weite, Bindung & Freiheit mein biografisches, theologisches und seelsorgliches Thema - als "Alter Weigle - Häusler" geblieben ist. 

Genau so lese ich Dich auch. 
Womit ich nicht ganz zurecht komme, ist Deine 'Begeisterung' für andere Religionen, hab mich aber selber auch noch nicht so intensiv damit befasst und sehe für mich auch keinen Grund dazu. 
Mich hat es vor einiger Zeit sehr berührt, in einem Heft von unserem Verband einen recht selbstkritischen Beitrag über die früher vorherrschende Enge zu lesen. Auch da gibt es zwischenzeitlich eine größere Offenheit. 

chai antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2306

@chai 

Ich danke Dir für Deine Rückmeldung und Wahrnehmung und die Nachfrage nach meiner "Begeisterung für andere Religionen". 😉

Da will ich gerne etwas Transparenz schaffen und benenne ein paar Bezugspunkte:

  • In jungen Jahren war ich zum Glauben gekommen und im Glauben "mit Jesus" so unterwegs, dass ich nur den Pietismus und die evangelikale Frömmigkeit rund um's WH und den CVJM kannte ... Darin bin ich "voll aufgegangen" und blicke heute noch dankbar für Vieles darauf zurück --- außerhalb dieser mich voll ausfüllenden Zeit hatte ich aber auch Freunde, die keine Christen waren - und einer von ihnen hatte einen Flyer mit der Einladung zu einem Kurs "Meditation, Autogenes Training & Körperbildung", geleitet von einem ev. Pfarrer (der später mein Vikariatsmentor wurde) ...  Es war zunächst ein bisschen kurios, einerseits in Gebetsgemeinschaften zu sitzen, aber auch auf einem Bänkchen sitzend, schweigend  in Stille und Präsenz (ZEN-gleich) zu üben ... Das hat meinen Glauben aber enorm bereichert und vertieft (in, vor und mit Gottes Gegenwart zu leben, achtsam zu werden, nicht nur mit Wort und Kopf unterwegs zu sein ...) ... I den vielen Jahren danach folgte die Beschäftigung mit Buddhismus, Spiritualität, christlicher Mystik, indischer Philosophie ... viele Jahre habe ich dann auch selbst Meditationskurse in der Gemeinde angeboten --- es würde zu weit führen, dies jetzt weiter noch hier auszubreiten.
  • Die Rheinische Landeskirche zu der ich gehöre hat zudem seit den 8oern ein intensives Engagement im jüdisch-christlichen Dialog - und auch hier habe ich den jüdischen Glauben (auch mit Bezügen zur jüdischen Kultusgemeinde) nocheinmal als unsere "Wurzel", aber auch als eigenständige Glaubenswelt kennen und schätzen gelernt.
  • Den weiten Bezug zur Ökumene, in der Kirchen im Dialog zu anderen Religionen stehen, hatte ich durch die VEM https://www.vemission.org/   die zu meiner Gemeinde in Wuppertal gehörte - mit ihr war ich auch 2002 auf einer längeren Dienstreise in Indonesien /Nord-Sumatra.
  • Und schlißlich hatten wir guten Kontakt zu einer Moschee in der Nachbarschaft ... und mein lieber Schwager ist Marrokaner und (wenn auch nicht praktizierend) großgeworden im Islamischen Glauben ... miiteinander sind wir tieffreundschaftlich und voneinander lernend unterwegs ... und ein Highlight meiner Dienstjahre war die Begegnung mit Navid Kermani, der zu einer Lesung in unserer Kirche war --- absolute Buchempfehlung: "Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen."

So, das ist jetzt wieder viel Text geworden, aber als Antwort mag es ein bisschen Transpanrenz schaffen.

L'Chaim

awhler antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4837

@awhler Ok, dann fielen Dir die Einblicke in die anderen Glaubensrichtungen und Religionen mehr oder weniger vor die Füße. 
Da hat halt auch jedes seinen eigenen Weg.

chai antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2306

@chai 

Ja, so ist das wohl ... gesucht hatte ich dies alles ja nicht, denn wie Abraham auszuziehen aus vertrauten Beheimatungen ist ja auch nicht einfach.

Und die Wege waren hier und da auch mit vielen Fragen, Klärungen  und Auseinandersetzungen verbunden, aber ich fühle mich sehr dankbar in Christus weiter und tiefer im Glauben unterwegs sein zu dürfen.

Dein Posting ermahnt mich aber auch ein bisschen, die Wege, Grenzen und Horizonte anderer (auch hier) zu sehen und vielleicht nicht immer zu sehr zu *pieksen* ... jetzt dar ein Smiley hier stehen 😉

L'Chaim

awhler antworten
Jimmy
 Jimmy
(@jimmy)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 177

@awhler Hallo, - Tillich?

als Schüler von Oswald Bayer nehme ich auch dessen Kritik an TIllich wahr. Aber ich kann auch vom Mut zum Sein, von der Dogmatik und von den Predigten Tillichs lernen. In bestimmten schwierigen Zeiten sind wohl auch TIllichs Beschreibungen des Glaubens hilfreich. - Aber als Fan von Tillich würde ich mich nicht bezeichnen.

Gruß, Jimmy

jimmy antworten
BePe0905
Beiträge : 630

@awhler 

Über die Jahre hin nehme ich wahr, wie im Bereich evangelikaler und freikirchlicher Frömmigkeit eine Menge Bewegung ist, was ethische und theologische Fragen angeht.

Im konkreten Umfeld sehe ich zwar Bewegung - aber leider in die falsche Richtung. In manchen Freikirchen scheint sich die  "Frömmigkeit" oder besser die "Anwendung bibeltreuer Gepflogenheiten" eher rückwärts zu bewegen.

So erlebe ich durch Kontakte zu einigen evangelikalen Gemeinden die Rückschritte darin, dass sich in einer der größeren evangelikalen Gemeinschaften nach einer Zeit der Offenheit nun vor allem jüngere Theologiestudenten z.B. strikt gegen das Predigtamt für Frauen aussprechen - entgegen der Meinung ihrer Professoren und Ausbilder. Vor einigen Jahren war eine solche Haltung noch undenkbar. 

Auch Kontakte zwischen den Gemeinden reduzieren sich leider immer mehr - und damit auch der Gedankenaustausch und gemeinsame Aktionen. Es scheint, dass viele Gemeinden den Verlust der eigenen Identität befürchten. 

bepe0905 antworten
1 Antwort
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2306

@bepe0905 

Danke für den Beitrag 🙂

Das ist interessant zu lesen.

Meine Kontakte zu den freikirchlichen Nachbargemeinden, ihren Pastoren und Gemeindemitgliedern war immer recht ökumernisch und entspannt. In einer habe ich sogar mehrmals gepredigt und fand sie (als Baptistengemeinde) recht offen.

Aber Du benennst gegenteilige Entwicklungen, die ich so nicht wahrgenommen habe und die dann doch tendentiell nicht gut sind.

Es erinnert mich allerdings sehr an meine Wahrnehmung von Tendenzen innerhalb der katholischen Kirche in den letzten 10, 20 Jahren, wo gerade der "Nachwuchs" häufig wieder konservativer und "linientreuer" unterwegs ist ... Ein alte Priester aus der Nachbargemeinde (der das 2. Vatikanum nochmitgemacht hat) war offener als mancher Kaplan & Jungpriester. den ich erlebt habe - leider.

Irgendwie geht es wohl um Gesamttendenzen in Gesellschaft, Politik und allen Bereichen, in dieser so kompliziert und schwierig gewordenen Welt und darum, eher wieder ein abgrenzendes, konservatives und selbstgewisses "Standing" zu bekommen und zu behaupten.

L'Chaim

awhler antworten


Deborah71
Beiträge : 29337

@awhler 

2023 hatte Jesus.de dazu einen Artikel mit weiterführenden links, die dem Begriff näher auf die Buchstaben und Überzeugungen schaute: 

Post-Evangelikale Theologie: Darum wirkt sie so anziehend

Er legte den Finger auf die Trennungen von Evangeliumsinhalten, die zusammengehören. 

Weiter geht es mit drei Dingen, „die in der evangelikalen Theologie […] untrennbar zusammengehören, die aber in der post-evangelikalen Theologie zunehmend voneinander getrennt werden:“

  1. Schrift und Offenbarung

  2. Glaube und Geschichte

  3. Vorbild und Stellvertretung Jesu

Was kann passieren, wenn man Schrift und Offenbarung trennt? 
z.B. Die Prüfinstanz der Schrift fällt weg und jeglicher Beliebigkeit wird Tür und Tor geöffnet. Lehrern zugehört, nach denen die Ohren jucken formuliert Paulus. 
Der Heilige Geist widerspricht nicht der Schrift ...wohl aber mancher fehlerhaften Auslegung. 

Trennung von Glaube und Geschichte?  Es gab eine Zeit, da wurde das AT abgeschnitten.... brauchen wir nicht, wir brauchen nur das NT!  Das wurde dann in weiten Bereichen unverständlich, da es seiner Wurzeln beraubt war. z.B. die prophetischen Bücher des AT durften nicht mehr die Bildersprache der Offenbarung des Johannes beleuchten. Inzwischen wird das AT wieder gelesen und aus seinen Schätzen geschöpft. 

Trennung von Vorbild und Stellvertretung Jesu: Der Rettungsweg wird vernebelt und Selbsterlösung in verschiedenen Formen (Humanismus, Intellektalismus, Religionen der Selbsterlösung bzw des Erlösung Verdienens) füttern den Stolz des Menschen, der Gnade nicht mehr kennt. "Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen", die Faust-dicke Lüge in Goethes Literatur. 
Und das Vorbild?  Jesus pflegte eine enge Beziehung mit seinem Vater/Gott-Vater. Das Vaterbild vieler Menschen ist zerstört und ebenso ist oft das Gott-Vater-Bild zerstört und Vertrauensfähigkeit zerbrochen. Der Eintritt in die heilsame Ruhe Gott-Vaters wird behindert.  Das Hebräische Wort für Heilung kommt aus derselben Wortwurzel für Entspannung. 

Soweit meine Gedanken zum Artikel und dem Begriff post-evangelikal. 

2. Chronik 16,9a  Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.

 

deborah71 antworten
7 Antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2306

@deborah71 

Danke für den Link und Deine Gedanken & Sätze dazu.

Markus Till ist sehr klar und konkret in seinen Ausführungen, das ist gut und schafft Klarheit in der Sache. Aber es ist ein Versuch, die evangelikale Sichtweise und das evangelikale Glaubensverständnis abzugrenzen, als (die richtige, biblische, gottgefällige) Glaubensweise darzustellen und gegen zunehmende Bedrohung und Infragestellung (zunehmend auch in den eigenen Reihen) zu verteidigen.

Ich möchte das so stehen lassen und einfach zur Kenntnis nehmen als klare Positionierung.

Im Blick auf 2. Chronik 16.9a - Deinem "Schlussakkord" - frage ich aber, ob nur die, die mit Till übereinstimmen (d.h. in der evangelikalern Glaubens-Spur bleiben) die sind, die "mit ganzem Herzen bei ihm (Gott) sind"? ... Ich glaube, dass "des HERRN Augen" einen weiteren, verständnisvolleren und barmherzigeren Blick auf uns Menschenkinder haben - und auch auf die, die im christlichen Glauben anders und abweichend vom Dargelegten unterwegs sind

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29337

@awhler 

Zum Beitrag

Ich möchte das so stehen lassen und einfach zur Kenntnis nehmen als klare Positionierung.

Ja, es ist ein Zeugnis meiner Sichtweise und aus meinem Weg in die Jüngerschaft heraus. 

2. Chr. 16, 9a bezieht sich auf alle, deren Herzen bei Gott sind in ihrem Weg mit Ihm in jeder Denomination und an jedem Platz, an den er/sie gestellt ist. Es geht nicht um Markus Till, sondern immer um Jesus, als Weg zum Vater und ein Leben im Frieden mit Gott in all den Turbulenzen, die wir erleben. 

und auch auf die, die im christlichen Glauben anders und abweichend vom Dargelegten unterwegs sind

Ja, und er ruft sie in Seine Liebe zurück, falls sie sich entfernt haben und dazu müssen sie keine Denomination wechseln. Jede Denomination zeigt einen Schwerpunkt der Facetten Gottes. Das zu sehen, hilft zum Miteinander,  denke ich. 

 

Ich habe deine Wegbeschreibung an Chai gelesen. Jeder hat eine Geschichte, wann, wie,  wo und wozu Gott jemanden ruft und platziert.

Ich erzähle dir ein wenig von mir, dann kannst du meinen Blickwinkel vllt besser einordnen: 
evangelisch Babygetauft; katholisch sicherheitsgetauft im Alter von 10; von Jesus gefunden mit 33; CVJM-Hauskreis; ref. Kirche KiGo; getauft in die Jüngerschaft; mit der Kraftausrüstung übertauft 1992; charismatische Gemeinde besucht um den Umgang mit den Geistesgaben zu lernen; Jüngerschaftschule gemacht; ISDD Bibelschule auf Mitarbeiter gemacht; Seelsorgebasis Elijah House/in D vertreten bei Team F in Lüdenscheid gemacht; OOCC (out of church christian)und in Gebet für Deutschland organisiert; berufen in prophetische Fürbitte für verletzte/traumatisierte  Länder und ihre Bewohner.

 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@deborah71 

Veröffentlicht von: @deborah71

Ja, und er ruft sie in Seine Liebe zurück, falls sie sich entfernt haben und dazu müssen sie keine Denomination wechseln. Jede Denomination zeigt einen Schwerpunkt der Facetten Gottes. Das zu sehen, hilft zum Miteinander,  denke ich. 

👍 *like-zustimm*

neubaugoere antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2306
Veröffentlicht von: @deborah71

@awhler 

 

Ich habe deine Wegbeschreibung an Chai gelesen. Jeder hat eine Geschichte, wann, wie,  wo und wozu Gott jemanden ruft und platziert.

 

Ja, danke fürs Lesen ... und für Deine eigene Wegbeschreibung 🙂

Bitte erkläre mir nochmal, was es mit der dreimaligen Taufe auf sich hat: Nach der Babytaufe in einer Evangelischen Kirche nochmal "katholisch sicherheitsgetauft" (?) und dann nochmal  "in die Jüngerschaft; mit der Kraftausrüstung übertauft" (?).

Schon die Verbindung von Taufe 1 uns 2 verstehe ich insofern nicht, als dass die Ev. und Kath. Kirche doch die konfessionsverschiedene Taufe anerkennen (als gültiges Sakrament) und z.B. beim Wechsel der Konfession keine erneute Taufe verlangen. Im Gegenteil: "Wiedertaufe" gibt es da nicht, weil sie ja die Gültigkeit einer vollzogenen Taufe in Frage stellen würde.

Etwas Anderes ist ja die Streitfrage nach Baby- oder Erwachsenentaufe, mit allem Für und Wider ...

Die Ablehnung der Taufe, die nicht mit einer bewussten Tauf- und Glaubensentscheidung verbunden ist, kenne ich ja von den Baptisten u.a. Kirchen. Meinst Du das mit "übertauft"? Aber was bedeutet dann "mit der Kraftausrüstung"? - Das habe ich noch nie gehört oder erlebt ...

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29337

@awhler 

Zum Beitrag

Nachdem mein Vater verstorben war, hat Mutti mich in die katholische Kirche umgemeldet. Der Pastor war sich nicht sicher, ob ich eine nach katholischem Ritus gültige Taufe erhalten hatte, also wurde ich zur Sicherheit nochmal getauft. Das hat mich später total verunsichert. Was galt denn nun? 
Als Jesus mich gefunden hatte und ich mich mit Taufe auseinandergesetzt habe, wurde mir klar aus der Schrift, dass die Großtaufe ein Bekenntnis in das hinein ist, was man glaubt und sich zur Nachfolge verpflichtet. In diese Punkte hinein wurde ich  zum Zeugnis getauft in  Jesus. Bei der Wassertaufe wird sichtbar gemacht, dass der Heilige Geist einen in den Tod und in Neues Leben in Christus taucht. 

Übertaucht werden... das ist Pfingsten. Der Heilige Geist kam von oben und übertauchte die Jünger mit Kraft und Feuer. Und so liess ER es mich auch spüren. Ein warmer Strom kam in Wellen von oben und erfüllte mich. 

Apg 1, 4 Und als er mit ihnen beim Mahl war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr – so sprach er – von mir gehört habt; 5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. .... 8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. 

Apg 2, 1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. 2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.

Nachfolgend hatte die Predigt des Petrus so viel Kraft, dass sich 3000 bekehrt haben. 

deborah71 antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2306

@deborah71 

Danke für Deine Erläuterungen und Dein persönliches Zeugnis, das ich daraus lese!

L'Chaim

awhler antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29337

@awhler 

Es ist ein persönliches Zeugnis. Das Leben ist oft bunter, als man sich vorstellen kann. 🙂

deborah71 antworten
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