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Was bedeutet "evangelikal"?

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andreas
Themenstarter
Beiträge : 1671

Vor kurzem gab es bei j.de einen Austausch, in dem jemand sich als nicht mehr evangelikal bezeichnete. Ich habe das nur am Rand verfolgt, aber gemerkt, dass die Reaktionen einen Austausch über die theoretischen Grundlagen der Verwendung dieses Begriffs nahelegen.

Da es sich bei "evangelikal" um einen recht jungen Begriff handelt, eröffne ich diesen Thread bewusst im Forum "Kirchengeschichte". Denn Definition heißt immer auch Abgrenzung, und diese kann ja nur die gegenüber anderen christlichen Strömungen in der Kirchengeschichte sein.

Damit ist nicht gesagt, dass die Sache selbst neu sei. Der Anspruch, das Christentum möglichst ursprünglich zu verstehen, ist also davon unberührt. Diesen Anspruch hat aber ja fast jede christliche Strömung. Insofern hat die kirchen- und theologiegeschichtliche Einordnung auch wieder Sinn.

Mich würde interessieren:

Was bedeutet der Begriff Eurem Verständnis nach?
Wie kommt Ihr zu diesem Verständnis?
Wie bestimmt Ihr das Verhältnis zu anderen Strömungen / Gruppen / Bewegungen / ... der Christenheit?
Gibt es etwas, was sich Eurer Ansicht nach gegenseitig mit "evangelikalsein" ausschließt?
Was gäbe es sonst noch zu sagen?

Vielleicht als Bonus-Frage: Würdet Ihr Euch selbst so bezeichnen?

Meinen eigenen derzeitigen Ansatz werde ich in einem ersten Kommentar darzulegen versuchen.

Den Wikipedia-Artikel kenne ich, Danke! Er ist brauchbar, aber nicht das, wonach ich fragte. 😊

Dank und Gruß von

Andreas

Antwort
115 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Was bedeutet der Begriff Eurem Verständnis nach?

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Wie bestimmt Ihr das Verhältnis zu anderen Strömungen / Gruppen / Bewegungen / ... der Christenheit?

Halten sich für was Besseres und sind nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Wie kommt Ihr zu diesem Verständnis?

Trump Wähler, j.de aber auch persönliche Erfahrungen mit ehemaligen Evangelikalen.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Gibt es etwas, was sich Eurer Ansicht nach gegenseitig mit "evangelikalsein" ausschließt?

Das Himmelreich.

Anonymous antworten
38 Antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Danke für diese pointierte These. Ich merke, mein Thread trifft offenbar einen Nerv.

Jedoch scheint:

Veröffentlicht von: @tent

Halten sich für was Besseres und sind nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

eher eine von Dir festgestellte Konsequenz des Evangelikalseins zu sein und nicht seine Beschreibung.

Und abseits vom Methodischen: Sollten andere, die sich auf Jesus beriefen, Dir wehgetan haben, tut mir das Leid. Ich wünsche Dir die Heilung, die Du brauchst. Gotttes Segen Dir!

Andreas

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17499
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

eher eine von Dir festgestellte Konsequenz des Evangelikalseins zu sein und nicht seine Beschreibung.

... abgesehen davon spricht Tent ja allen, die sich alle evangelikal bezeichnen das Heil ab.

Da muss man wirklich nichts mehr zu sagen 😊

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671
Veröffentlicht von: @tristesse

... abgesehen davon spricht Tent ja allen, die sich alle evangelikal bezeichnen das Heil ab.

, was andersrum sicher noch nie passiert ist.

Aber was den theologischen Austausch angeht, ist da tatsächlich nicht viel zu sagen.

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17499

Ich hab einem Nicht - Evangelikalen nur Sicherheit noch nicht das Heil a gesprochen. Wie käme ich dazu?

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Sorry, ich hatte es auch nicht von Dir behaupten wollen.

Aber Menschen anderer Prägung das Heil abzusprechen, habe ich prozentual bisher häufiger unter Evangelikalen* als anderswo erlebt.

Andersrum eigentlich jetzt zum ersten Mal. Nach meinem spontanen Empfinden gehört es sich nicht. Und wenn es gemacht wird, müsste es gut begründet werden.

Aber jetzt haben wir dem Post wohl genug Aufmerksamkeit geschenkt. Gucken wir mal, ob sie / er darauf eingeht.

andreas-wendt antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Aber Menschen anderer Prägung das Heil abzusprechen, habe ich prozentual bisher häufiger unter Evangelikalen* als anderswo erlebt.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Andersrum eigentlich jetzt zum ersten Mal.

Wer sich so aufführt muss irgendwann damit rechnen.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17499

Fände ich cool, wenn Du Dir hier einen etwas diskussionsbereiteres Verhalten angewöhnen könntest, anstatt einfach nur lieblos auf die gesamte evangelikale Christenheit einzuhämmern.

Danke.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Wie Du mit Verletzungen durch andere Christen umgehst, bleibt natürlich Dir überlassen. Auch wenn es gerade wenig von "andere Wange" und so erkennen lässt.

Aber es gehört eigentlich nicht hierher. Denn ich habe den Thread bewusst im Theologie-Forum eröffnet, weil ich zunächst mal an einer Klärung interessiert bin, was "evangelikal" heißt. Dazu hast Du bisher noch nichts beigetragen.

Ich würde Dich also gern bitten, diese Ebene in diesem Thread nicht weiter zu behandeln, sondern auf die Fragestellung einzugehen.

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17499

Ich denk ja gar nicht dran.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

An Dich war der Kommentar, dem Du hier antwortetest, auch gar nicht gerichtet, sondern an Tent.

Wobei mich Deine Meinung zur Ausgangsfrage auch interessieren würde.

andreas-wendt antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2523

Wo wurde sich aufgeführt?

Es wurde nach der persönlichen Definition von "Evangelikal" gefragt.
😊

lg
Tatokala

tatokala antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17499

Hallo.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Aber Menschen anderer Prägung das Heil abzusprechen, habe ich prozentual bisher häufiger unter Evangelikalen* als anderswo erlebt.

Was mich hier in der Diskussion stört ist von einigen das verallgemeinernde Abwatschen "der Evangelikalen", die jenes und welches tun und sind. Da wird wenig differenziert.

Und mich verletzt das, genauso wie mich die spöttischen Threads von einigen Usern letztes Jahr gegen "die Charismatiker" verletzt hat. Ich komme auch nicht daher und sage "alle Katholiken" beten Maria an, "die Protestanten" ignorieren Martin Luthers Antisemitismus, "die Mennoniten" sind werksgerecht und glauben nicht an Heilung, e tc.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Andersrum eigentlich jetzt zum ersten Mal. Nach meinem spontanen Empfinden gehört es sich nicht. Und wenn es gemacht wird, müsste es gut begründet werden.

Ich hab mir hier als Evangelikale dafür anderes angehört, was ungerecht war.

Und ich bin nicht sicher, ob ich hier im Thread noch diskutieren möchte, die paar Beiträge haben mir in der Richtung schon gereicht.

Nachtrag vom 17.11.2020 1750
Und mit dem letzten Post von Tent bin ich auch nicht mehr bereit, mich hier klärend einzubringen.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671
Veröffentlicht von: @tristesse

Was mich hier in der Diskussion stört ist von einigen das verallgemeinernde Abwatschen "der Evangelikalen", die jenes und welches tun und sind. Da wird wenig differenziert.

Insgesamt oder in den Beiträgen eines bestimmten Users?

Was letztere angeht, ist es ja auch am Thema vorbei, weil es letztlich Erfahrungen mit Menschen beschreibt, die sie evangelikal nennen, aber keine Definition liefert. Aber lass Dich davon nicht entmutigen.

Ansonsten ist "evangelikal" halt ein Containerbegriff, der für Christenmenschen ganz unterschiedlicher Prägung und Ansichten benutzt wird, was das Differenzieren schwierig macht. Genau um dieses Dickicht zu lichten, habe ich ja den Thread eröffnet.

Du bezeichnest Dich in diesem Kommentar selbst als evangelikal. Könntest Du sagen, wie Du für Dich den Begriff definierst und wie Du noch so die Fragen beantworten würdest, die ich eingangs stelle?

Gruß von
Andreas

andreas-wendt antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17499

Nein, hab ich nicht.
Der Zug ist durch gefahren und ich bin hier weg.

tristesse antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Schade für mich, aber damit werde ich zu leben lernen. 😊
Bis Sonntag oder so!

andreas-wendt antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @tristesse

"die Protestanten" ignorieren Martin Luthers Antisemitismus,

Ich ignoriere den nicht.
Ich ignoriere höchstens Martin Luther im Ganzen.

tatokala antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Womit Du Trissis These belegt hast, dass solche Verallgemeinerungen nicht viel taugen.

andreas-wendt antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2523

Stimmt. Es kommt vielleicht darauf an, auf welcher Position man sich befindet. 😇
Schubladendenken erleichtert das Leben, und ich denke, daß man trotz allem sichbemühen um Toleranz und Objektivität letztendlich doch einen gewissen Hang dazu hat.

tatokala antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Jedoch scheint:
Tentzum BeitragHalten sich für was Besseres und sind nicht im 21. Jahrhundert angekommen.
eher eine von Dir festgestellte Konsequenz des Evangelikalseins zu sein und nicht seine Beschreibung.

Ich kann Tent an dieser Stelle zustimmen. Auch auf mich wirken viele Evangelikale so. Das sind die Lautesten. Es gibt aber auch die Leisen, ich kenne einige und achte sie sehr, denn bei ihnen stimmen Lehre und Leben überein.
Ich bemühe mich schon um Differenzierung, nur leider stecke ich "evangelikal" reflexhaft zuerst in die selbe Schublade wie Tent.
Bei Diskussionen hier im Forum sehe ich eine Ignoranz gegenüber Argumenten, als bedeute es, gleich ganz den christlichen Glauben aufgeben zu müssen.
Mir blieb im Gedächtnis, wie jemand im von dir angesprochenen Thread, der sich von den US-Evangelikalen abgrenzen wollte, sich nicht mehr als evangelikal bezeichnen wollte. Dann aber resümierte er, wenn er nicht mehr evangelikal sei, wäre es doch auch mit der Orientierung an der Bibel vorbei.
Das heißt doch im Umkehrschluß, Evangelikale halten sich für die Einzigen, die sich an der Bibel orientieren, und andere Christen tun dies nicht - kurz, sie halten sich für was Besseres.

ungehorsam antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17215
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Es gibt aber auch die Leisen, ich kenne einige und achte sie sehr, denn bei ihnen stimmen Lehre und Leben überein.

Wollen die auch was Besseres sein?
Dein Umkehrschluß an deinem Postende ist generalisiert und damit hast du ihnen ebenso ein unlauteres Motiv unterstellt.

deborah71 antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Wollen die auch was Besseres sein?

Das vermag ich nicht zu sagen, jedenfalls kehren sie es nicht heraus.

ungehorsam antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17215

Hat dir überhaupt mal jemand so ins Gesicht gesagt: Ich will was Besseres sein?

Ansonsten klingt der Anwurf "die wollen was Besseres sein" mehr nach Unterstellung, ja fast neidisch auf ihre Art ihren Glauben zu leben.

Neulich habe ich eine nachdenkenswerte Aussage notiert:
Vergleiche dich nur mit dir selbst, wo du gestern warst, welchen Fortschritt du gemacht hast und ob du deinem Wachstumsziel näher gekommen bist.

deborah71 antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 968

Was bedeutet "etwas besseres sein wollen"?
Hallo deborah,

Veröffentlicht von: @deborah71

Hat dir überhaupt mal jemand so ins Gesicht gesagt: Ich will was Besseres sein?

Hast du das jemals jemanden sagen hören? - Ich nicht. Man merkt das jedoch am Umgang mit den anderen.
Will diese Gruppe am liebsten unter sich sein?
Werden die Unterschiede mehr betont als das Gemeinsame?
Sind die "anderen" als gleichwertig und gleichberechtigt anerkannt?
Werden sie und ihre Meinung ignoriert?
Wird pauschal für ganze Gemeinden die Ernsthaftigkeit und der Glaubensstil in Zweifel gestellt, manchmal auch lächerlich gemacht (Mitläufer, Namenschristen, Liturgie heruntergeleiert, kein lebendiger Glaube)?
Wird versucht, Menschen auf die "richtige" Seite zu ziehen, z. B. durch Erklärungen, die Kindertaufe sei ungültig?
Das habe ich alles selbst erlebt.

Veröffentlicht von: @deborah71

Ansonsten klingt der Anwurf "die wollen was Besseres sein" mehr nach Unterstellung, ja fast neidisch auf ihre Art ihren Glauben zu leben.

(Das folgende schreibe dir, weil ich denke, dass du eine Person bist, die auch über sich selbst refektieren kann.) Dieser Satz beweist eher die Unfähigkeit der sog. evangelikalen, sachlich mit Kritik umzugehen und den eigenen Standpunkt kritisch zu hinterfragen. Statt dessen werden die Vorwürfe als Neid ausgelegt und man klopft sich auf die Schulter sieht den Beweis darin, auf dem richtigen Weg zu sein.

Wer dennoch als Insider unbequeme Fragen stellt, dem wird bald deutlich und mit der Bibel in der Hand gezeigt, dass er seine Haltung ändern muss. Dem, der sich nicht verbiegen will bleibt nur der Weg, sich zu distanzieren.
Dieser Thread ist ein Beispiel dafür.

LG OpaStefan

opastefan antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17215

Hi OpaStefan,

pauschale Abwatschungen haben noch nie zu einer Verständigung beigetragen und mutmaßliche oder offensichtliche Unterstellungen auch nicht.

Jede deiner Fragen könnte ich jetzt im Gegenzug auf andere Gemeindegruppierungen anwenden. Ich könnte auch Bücher drüber schreiben, wie ich mich hätte verbiegen sollen.

Gleich und gleich gesellt sich gern... das ist nicht nur allgemein so, sondern auch bei Christen.
Das bietet aber auch allen Christen eine Chance, ihr zu Hause zu finden, das ihnen entspricht und wo sie aufblühen können.

lg
Deborah

deborah71 antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 968
Veröffentlicht von: @deborah71

Jede deiner Fragen könnte ich jetzt im Gegenzug auf andere Gemeindegruppierungen anwenden. Ich könnte auch Bücher drüber schreiben, wie ich mich hätte verbiegen sollen.

Das waren ja nur rhetorische Fragen, die deutlich machen sollten, wie ich die Arroganz empfinde, ohne dass das jemand offen ausspricht.

LG OpaStefan

opastefan antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17215

Lieber OpaStefan,

du hast mir ein sehr gutes Beispiel gegeben, wie persönliche Empfindungen Einfluß nehmen können.

Es trifft auf das Thema der vierfachen Ohren... und Jesu Worte: seht zu, wie ihr hört. ....denn das bestimmt das Was... die Interpretation des Gehörten.

Eine sehr versteckte Botschaft, die im Vorwurf "du willst was besseres sein" enthalten ist, wird meist übersehen: hier wird gewertet und der Vorwerfende sieht sich (unbewusst) selbst als weniger wert. Er hat wertend verglichen, statt auf der Ebene der Wahrnehmung zu bleiben: aha... da ist etwas anders. > ohne zu werten.

Das Gespräch mit dir hilft mir gerade nochmal deutlicher den Unterschied zwischen be-urteilen und ver-urteilen zu greifen und zu festigen.
Danke dafür 😊

lg
Deborah

deborah71 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2891

Ich habe dazu gerade was geschrieben.
Leute die meinen sie wären bessere Christen oder die anderen die selten in den Gottesdienst gehen wären keine Christen.
In den 80ern meinten die schon dass sie besser sind, wenn sie kein TV haben durch das der Teufel ins Haus kommt.

jigal antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17215

inzwischen wird der Vorwurf ja wesentlich weiter gefasst und oft schon da verwendet, wo jemand nur ein wenig anders denkt und andere Glaubenserfahrungen gemacht hat.

Was du beschreibst, das hätte ich gesetzlich genannt und sehr angstbestimmt.

Da lese ich gerade ein interessantes Buch von Arnold Fruchtenbaum, Gesetz und Gesetzlichkeit.
Sehr spannend. Er arbeitet die Freiheit des Christenmenschen gut nachvollziehbar heraus und hat einen ausführlichen Blick auf die Bergpredigt. Das nächste Kapitel dreht sich um das Apostelkonzil...da freu ich mich schon drauf...

deborah71 antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Der Teufel nicht nur vermutlich Zeit vergeigung

derneinsager antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 968

Liebe deborah,
du weißt ja sehr genau, was in mir vorgeht.
Leider geht es nicht nur um das Hören und die Interpretationen sondern um Taten. Ein Beispiel: Als Mitglied einer LKG (Landeskirchlichen Gemeinschaft), die sich selbst als evangelikal und bibeltreu bezeichnet, bin ich wie viele andere gleichzeitig Mitglied der örtlichen Kirchgemeinde. Der Gottesdienst findet sonntags 9.30 Uhr statt.

Nun hat man vor ca. 10 Jahren angefangen, einmal im Monat die zentrale wöchentliche Sonntagsversammlung (17.00 Uhr), die Gemeinschaftsstunde, auf den Sonntagvormittag 11.00 Uhr anzusetzen. begründet wurde das mit dem anschließenden gemeinsamen Mittagessen. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist jedoch für ältere Menschen nicht zu schaffen. Ich habe mich dagegen ausgesprochen. Das wurde ignoriert und mir immer wieder die negativen Seiten der EKD, der Landeskirche und der örtlichen Pfarrer/Gemeinde vorgehalten.

Inzwischen gibt es den Sonntagvormittagtermin 2x im Monat um 10.30 Uhr und kein Mittagessen mehr. Inzwischen bezeichnet man sich als Gemeinde und nicht mehr als Gemeinschaft. Es nimmt an normalen Sonntagen kaum jemand aus der LKG am Gottesdienst teil. Inzwischen wurde ein Gemeinschaftsleiter gewählt, der aus der Kirche ausgetreten ist.

LG OpaStefan

opastefan antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17215
Veröffentlicht von: @opastefan

Liebe deborah,
du weißt ja sehr genau, was in mir vorgeht.

hmm...ich hatte allgemeine Grundlagen beschrieben, wozu du mir einen Impuls gegeben hast,.... nicht dich. Dazu kenne ich dich zu wenig.

Veröffentlicht von: @opastefan

Leider geht es nicht nur um das Hören und die Interpretationen sondern um Taten.

Die Taten folgen natürlich dem Gedanken.

Schade, dass sie auf deinen Einwand nicht gehört und mit Nebenthemen argumentiert haben.

lg
Deborah

deborah71 antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Ich hab das Gefühl keinem geht es drum die Motive der anderen Seite, in dem Fall die Evangelikalen, zu verstehen oder zu schätzen.

Solange jene grundsätzlich es mit Christus ernst meinen und es Ihm gemäß ihrem Verständnis recht machen wollen, solange sollte man einen gewissen Grundrespekt bewahren auch wenn es nicht immer alle Personen der Gegenseite tun.

Ich war früher auch evangelikal. Der Gedanke das Christliche Tradition auch wirklich Christlich ist denn fand ich aus damals gegebenen Gründen schwer fassbar. Ich hatte gar keinen so wirklich christlichen Hintergrund ursprünglich.

Heute sehe ich das anders und die Bibel in ihrer wörtlichen Formulierung ist etwas in den Hintergrund gerückt. Ja es gibt dort manche die Traditionelle Kirchenformen zum Teil sogar, ohne es zu sagen aber wenn weiterdenkt, als Teufelswerk betrachten. Mich ärgert das dann auch - aber die Art und Weise wie gewissenhaft und ernsthaft jene dann auch wieder den Glauben auch leben beschämt mich dann wieder.

Ich kenne da eine Gruppe, es sind Großteils Exortodoxe also Aramaische Gläubige.

derneinsager antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @deborah71

Gleich und gleich gesellt sich gern...

Veröffentlicht von: @deborah71

ihr zu Hause zu finden, das ihnen entspricht und wo sie aufblühen können.

Radikalisierung und Terrorismus entsteht so allerdings auch. 😈

tatokala antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @ungehorsam

ezeichnen wollte. Dann aber resümierte er, wenn er nicht mehr evangelikal sei, wäre es doch auch mit der Orientierung an der Bibel vorbei.

Das ist eben die Konsequenz einer unklaren Begrifflichkeit. 😀

"evangelikal" im Sinne von "am Evangelium orientiert."
Aber so scheint der Begriff ja gar nicht entstanden zu sein.

tatokala antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Gibt es etwas, was sich Eurer Ansicht nach gegenseitig mit "evangelikalsein" ausschließt?

Das Himmelreich."" "" ""

Bibelstellen weswegen Evangelikale weniger Anrecht darauf haben als..... Menschen die Urteilen wollen wie es einem Menschen eigentlich nicht Zusteht?

Sorry letztes kommt einem in den Sinn bei deiner letzten Aussage. Bin selbst nicht mehr evangelikal.

derneinsager antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Nicht im 21. Jahrhundert angekommen?

Das sehe ich eher bei Muslimen und Katholiken.

Hast du zu denen nichts zu sagen? Oder hast Angst das die Muslimen dir was antun? Ich hab noch kein Fall gehört das z. B. Evangelikale homosexuelle töten.

Hmmh..

M.

Nachtrag vom 15.01.2021 2254
Ach....orthodoxe in Russland hassen Homosexuelle. Willkommen im 21. Jahrhundert.....sososo....,*kopfschüttel*

M.

Nachtrag vom 15.01.2021 2232
Ach....orthodoxe in Russland hassen Homosexuelle. Willkommen im 21. Jahrhundert.....sososo....,*kopfschüttel*

M.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @meriadoc

Das sehe ich eher bei Muslimen und Katholiken.

Veröffentlicht von: @meriadoc

Hast du zu denen nichts zu sagen? Oder hast Angst das die Muslimen dir was antun? Ich hab noch kein Fall gehört das z. B. Evangelikale homosexuelle töten.

Veröffentlicht von: @meriadoc

Nachtrag vom 15.01.2021 2254
Ach....orthodoxe in Russland hassen Homosexuelle. Willkommen im 21. Jahrhundert.....sososo....,*kopfschüttel*

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/homophobie-in-uganda-kasha-jacqueline-nabagesera-ueber-die-jagd-auf-schwule-und-lesben-a-1067804.html

Ich glaube, weder die Evangelikalen, noch die Anglikaner, die Katholiken oder die Muslime können es sich leisten mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen.
Wir zeigen immer auch auf uns.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das sollte man echt unbedingt mal tun.

Auf uns selber zeigen.

M.

Anonymous antworten


andreas
Themenstarter
Beiträge : 1671

Natürlich wäre es möglich, sprachgeschichtlich ranzugehen und "evangelikal" als Eindeutschung des englischen "evangelical" zu verstehen, was wiederum die Übersetzung des deutschen "evangelisch" war. Das würde nur nicht allzu viel nützen, da es den Sprachgebrauch nur noch diffuser macht. So nennt sich die liberalste lutherische Kirche Americas "Evangelical Lutheran" im Sinne des deutschen "evangelisch", gleichzeitig gibt es dort große Abgrenzbewegungen zur "evangelical"-Bewegung.
Wenn man außerdem bedenkt, dass im Deutschen das Wort "Evangelium" mitklingt, im Englischen aber nicht, weil es da "Gospel" heißt, macht es die Sache nur komplizierter und hilft nicht besonders, das Verständnis des deutschen Wortes zu erhellen.

Mein Ansatz, "evangelikal" zu verstehen, wäre zunächst mal ein empirischer und religionssoziologischer, will sagen: Alles, was sich selbst so nennt, ist es erstmal auch. Im Folgenden werde ich darum dazu übergehen, "alle, die sich evangelikal nennen" schlicht "alle Evangelikalen" zu nennen.

Es gibt in Deutschland Versuche, "evangelikal" inhaltlich zu füllen, ja festzulegen. Helge Stadelmann hat mit der Absicht ein paar Bücher geschrieben. Der Charme dieses Ansatzes ist, am Ende genau sagen zu können, wer evangelikal ist und wer nicht. Die Schwäche ist, dass der Kriterienkatalog kein Ergebnis des Aushandelns ist, sondern ein einzelner (sicher fundiert!) die Deutungshoheit beansprucht. Die Gefahr ist dann, dass jemand, der sich selbst als evangelikal versteht, vielleicht nicht ganz in die Schablone passt.

Andere Bücher beschreiben das, was sich so nennt, aus der ganzen oder halben Außenperspektive, nehmen aber häufig jene Phänomene, in denen sie Unterschiede zur "Restchristenheit" bemerken, als das wichtigste Merkmal wahr und schließen von ihnen auf alle, die sich so nennen, ohne zu fragen, ob das auch auf sie zutrifft.
Auch das hat methodische Schwächen.

Mein Ansatz hat natürlich auch ein methodisches Problem: 1. Gibt es etwas, was alle, die sich so nennen, gemeinsam haben? 2. Würden sie alle auch sagen, dass dieses Gemeinsame das ist, was ihr Evangelikalsein ausmacht? 3. Unterscheidet dies sie von der Restchristenheit?
Wenn nicht, taugt entweder der Begriff nichts, oder mein Ansatz, oder beides.

Klopft man einzelne inhaltliche Fragen ab, wird es tatsächlich kompliziert: Irgendwie geht es allen um Jesus, um die persönliche Beziehung zu ihm, um die Bibel. Aber wird es konkreter, wird es diverser:
Es gibt unter den Evangelikalen keine allen einheitliche Position z.B. zu Fragen nach:

freiem Willen,
Taufe,
Abendmahl,
Geistesgaben,
Inspiration der Schrift,
Frauen in Lehrpositionen.

Es gibt hingegen gemeinsame Positionen zu
Trinität,
Zweinaturenlehre,
Sündenvergebung durch den Tod Christi,
seiner leiblichen Auferstehung,
den restlichen Aussagen des Glaubensbekenntnisses,

aber zum einen spielen die im alltäglichen Glaubensleben Evangelikaler eher eine Nebenrolle. Zum andern unterscheidet es sie nicht von den meisten anderen Strömungen.

In der Innen- und Außenwahrnehmung kommt oft rüber "die sind alle gegen Homosexualität". Aber eine spezifische sexualethische Position dürfte kaum das sein, was sie als Kern ihres Evangelikalseins verstehen würden. Und es ist kein Unterschied zu röm-kath und orthodoxer Position.

Okay, genug des Problematisierens! Hier kommt mein Versuch einer These:

Was allen Evangelikalen gemeinsam und zentral und unterscheidend zu andern ist, ist keine bestimmte Position, sondern eine bestimmte Frage. Die Frage "Was sagt die Bibel?"

Diese Frage geht natürlich auf das "sola scriptura" der Reformation zurück, weitet es aber aus: War in der lutherischen Reformation die Ausgangsfrage "Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?" und wurden in Bezug auf diese Frage nur vernünftig auf der Bibel begründete Argumente für gültig erachtet,
und baute die Schweizer Reformation auf dieser Grundlage ein ganzes theologisches System, sah sie also als Quelle zur Beantwortung der Fragen klassischer theologischer Loci, die als zentral gesehen wurden,
wird die Frage "Was sagt die Bibel?" im Evangelikalismus selbst zentral und zur Frage, die bei jedem Thema gestellt wird. Das ist kirchengeschichtlich neu und auch keineswegs selbsterklärend.

Diese Frage so zu stellen, ist das, was Evangelikale von, soweit ich sehe, allen anderen Bewegungen der Christenheit unterscheidet.

Auch Evangelikale kommen, wenn sie danach fragen, was die Bibel sagt, zu unterschiedlichen Antworten. Das ist aber gerade keine Schwäche. Denn die Stärke liegt in der Frage selbst.

Der evangelikale Beitrag im Konzert der Gesamtchristenheit wäre es, diese Frage weiterhin hörbar zu machen.

Im Dialog mit anderen Strömungen, aber auch immer mehr untereinander, könnte es für Evangelikale wiederum gewinnbringend sein, wenn sie lernten, dass die Antwort manchmal eben auch lautet "wir sind nicht sicher" oder sogar "nichts".

andreas-wendt antworten
2 Antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Grün!
Da hast du dir echt viel Mühe gemacht. Dieser Beitrag gefällt mir sehr, und allein für deinen letzten Satz

Im Dialog mit anderen Strömungen, aber auch immer mehr untereinander, könnte es für Evangelikale wiederum gewinnbringend sein, wenn sie lernten, dass die Antwort manchmal eben auch lautet "wir sind nicht sicher" oder sogar "nichts".

könnte ich dir sogar zwei grüne Sternchen verleihen.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

ungehorsam antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2272
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Auch Evangelikale kommen, wenn sie danach fragen, was die Bibel sagt, zu unterschiedlichen Antworten. Das ist aber gerade keine Schwäche. Denn die Stärke liegt in der Frage selbst.

Warum ist das Deiner Ansicht nach eine Stärke? Erkenntnistheoretisch würde ich das Primat einer solchen Frage eher als Schwäche deuten, weil am Anfang jedes folgenden Gedankens das Autoritätsargument steht.

jack-black antworten
Ich-bin-doch-ich
Beiträge : 57

Worthaus hat einen Ableger "Das Wort und das Fleisch" mit Thorsten Dietz. Da sind interessante Erklärungen zu hören: https://wort-und-fleisch.de/ .

ich-bin-doch-ich antworten
3 Antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Könntest Du sagen, was aus den Erklärungen dort auch Deine wäre?

Die Links sind mir alle bekannt. Mir geht es hier um Austausch.

andreas-wendt antworten
Ich-bin-doch-ich
(@ich-bin-doch-ich)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 57

Tschuldigung
Bei mir ging der Lehrmeister mit mir durch...

Meine evangelikale Zeit ist schon einige Zeit her und dauerte nur sehr kurz, die Erinnerungen sind immer noch da und ziemlich übel.

ich-bin-doch-ich antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @ich-bin-doch-ich

Bei mir ging der Lehrmeister mit mir durch...

Eine Romanze?

tatokala antworten


1-ichthys
Beiträge : 670
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Was bedeutet der Begriff Eurem Verständnis nach?

Für mich bedeutet der Begriff in der dt. Sprache eigentlich etwas positives. Nämlich nahe am Evangelium zu sein. Leider hat der Begriff durch die Radikalchristen in den USA hier bei uns zu einer negativen Bedeutung des Begriffs geführt. Leider lässt sich die Sache nicht mehr
umkehren, es sei denn, die dt. Presselandschaft würde nicht von den "Evangelikalen" sondern von "radikalen Christen" sprechen, wenn sie die US-Szene meinen.

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Vielleicht als Bonus-Frage: Würdet Ihr Euch selbst so bezeichnen?

Nachdem der Begriff leider so verheizt wurde, würde ich ganz klar "Nein" sagen. Evangelikal im dt. Sprachgebrauch bedeutet für mich den anderen in seiner Meinung stehen lassen zu können, ihm mit Liebe zu begegnen - auch wenn er nicht biblisch handelt und die Politik so weit wie möglich aus dem religiösen Leben herauszuhalten.

1-ichthys antworten
10 Antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671
Veröffentlicht von: @1-ichthys

es sei denn, die dt. Presselandschaft würde nicht von den "Evangelikalen" sondern von "radikalen Christen" sprechen, wenn sie die US-Szene meinen.

Als radikalen Christen (von radix - die Wurzel) würde ich mich auch bezeichnen. Ich glaube, wer sich so aufführt, wie manch fanatische Geschwister, ist nicht wirklich radikal.

andreas-wendt antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 670
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Als radikalen Christen (von radix - die Wurzel) würde ich mich auch bezeichnen. Ich glaube, wer sich so aufführt, wie manch fanatische Geschwister, ist nicht wirklich radikal.

Oh, sogar noch besser. 😉
Der Begriff "fanatisch" ist mir gar nicht eingefallen, bezeichnet es aber weitaus besser als radikal.

1-ichthys antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @1-ichthys

Evangelikal im dt. Sprachgebrauch bedeutet für mich den anderen in seiner Meinung stehen lassen zu können, ihm mit Liebe zu begegnen -

So erlebe ich Evangelikale aber nicht.

Veröffentlicht von: @1-ichthys

auch wenn er nicht biblisch handelt

Das erwartet man schon eher: Anderes Bibelverständnis = nicht biblisch, falsch, verwerflich, verdammenswert, Abtreibung ist Mord, ...

Veröffentlicht von: @1-ichthys

die Politik so weit wie möglich aus dem religiösen Leben herauszuhalten

Dafür sind Evangelikale nicht gerade bekannt.

Anonymous antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 670
Veröffentlicht von: @tent

So erlebe ich Evangelikale aber nicht.

Ich schon. Kommt wahrscheinlich auf die Kreise an, in denen man verkehrt. Man kann den dt. Evangelikalismus nicht nur in eine Richtung denken, das Spektrum ist breit.

Veröffentlicht von: @tent

Das erwartet man schon eher: Anderes Bibelverständnis = nicht biblisch, falsch, verwerflich, verdammenswert, Abtreibung ist Mord, ...

Erlebe ich so nicht.

Veröffentlicht von: @tent

Dafür sind Evangelikale nicht gerade bekannt.

Ich kenne nur wenige Evangelikale, die politisch engagiert sind. Und die, die es sind, erlebe ich als wertkonservativ oder sogar liberal.
Das Spektrum ist auch hier breit.

1-ichthys antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hi,

eine misshandelte Frau wird immer wieder die Erfahrung machen das nicht alle Männer A....l..,er sind.

Bei dir sind es wohl alle Evangelikale?

Schade!

M.

Anonymous antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Zum Teil geb ich dir recht. Beim in Schutz nehmen von Abtreibung verstehe ich es nicht ganz.

Wie soll man das vernichten von geschenktem Leben von Gott eigentlich bezeichnen? Rein im sachlichen Akt?

Ich möchte niemand verurteilen aber es ist schlimm

derneinsager antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Natürlich ist Abtreibung schlimm. Das bestreitet ja niemand.
Es ist aber ein Unterschied, ob man die betroffenen Frauen unbarmherzig zur Mörderin abstempelt oder die Problematik differenziert betrachtet und der Frau auch wirklich zuhört.

ungehorsam antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671
Veröffentlicht von: @1-ichthys

auch wenn er nicht biblisch handelt

Typisch evangelikal ist, wenn meine These oben stimmen sollte, die Verwendung von "biblisch" als Kriterium.

Aber der Einwand, dass damit das je eigene Bibelverständnis mit "biblisch" gleichgesetzt wird, ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen, oder?
Und dass man dann jemanden, der auch den Anspruch hat, biblisch zu handeln, aber es nach anderem Verständnis tut, schnell abspricht, biblisch zu handeln, ist zumindest eine reale Möglichkeit.

Und ich muss gestehen, ich handle auch nicht biblisch. Ich habe nicht all meine Habe verkauft und das Geld den Armen gegeben.

Oder was meinst Du mit "biblisch handeln"?

andreas-wendt antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 670
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Oder was meinst Du mit "biblisch handeln"?

Das habe ich allgemein gemeint im Sinne von:

Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Und dass man dann jemanden, der auch den Anspruch hat, biblisch zu handeln, aber es nach anderem Verständnis tut, schnell abspricht, biblisch zu handeln, ist zumindest eine reale Möglichkeit.

Dass man das dann eben nicht tut.

1-ichthys antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1671

Dann wäre es doch aber konsequenter, auf die Formulierung "biblisch handeln" zu verzichten.

Denn wenn ich sage, ich begegne jemandem mit Liebe, auch wenn er nicht biblisch handelt, impliziert das, dass ich weiß, was objektiv biblisches Handeln ist.

andreas-wendt antworten
Jigal
 Jigal
Beiträge : 2891

Evangelikal.
Also Evangelisch bedeutet hat den Hintergrund von Luthers Sola Scriptura . Allein das Evangelium.

Evangelikal ist heute meistens eine Abgrenzung zur Mehrheit der großen Landeskirchen. Eine Art " ich bin frommer", oft verbunden mit der Kritik, die Landeskirche hätte zu viele Karteileichen.

Ich bin um diese Karteileichen froh, da man sonst einiges nicht mehr finanzieren könnte, bzw. der Staat Dinge wie Kindergärten voll tragen müsste und nicht Förderung der Kirche, minus Kindergartenbeitrag, davon x %.

jigal antworten


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