Bundeswehr-Lotterie
 
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Bundeswehr-Lotterie

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MikeFromMUC
Themenstarter
Beiträge : 962

Hallo Jungs,

es geht gerade durch die Medien: Die Bundeswehr braucht mehr Soldaten. Alle Männer sollen verpflichtend einen Fragebogen zum 18.Geburtstag bekommen, um ihre Bereitschaft abzufragen. Falls sich nicht genügend Freiwillige finden, war vorgesehen, per Los zu entscheiden.

Ist das gerecht, wenn das Los entscheidet? Speziell aus Männer-Sicht: Kann man in der heutigen Zeit noch vermitteln, daß Frauen nicht verpflichtet werden? Ist eine allgemeine Dienstpflicht gerechter? Ist Wehrdienst/Zivildienst eine Art Initiationsritus vom Knaben zum Mann?

Welche Alternative gäbe es?

Schönen Gruß!

Antwort
143 Antworten
Seidenlaubenvogel
Beiträge : 2325

@mikefrommuc Was ich mich hier als Erstes frage ist, inwieweit unsere, also generell des Volkes, Meinung zählt. Wo wird sie gehört, inwieweit wird sie wahrgenommen und nicht nur (richtig/ falsch) vermutet, inwiefern wird sie berücksichtigt? Und ist/ kann/ muss sie Grundlage sein?

Meine Meinung zu deinen Fragen: Freiwilligkeit und bei Bedarf in Kombination mit Los oder besser allgemeine Dienstpflicht (mit Differenzierung für Wehr- oder Zivildienst)? Dienstpflicht nur für Männer oder für alle? Alternativen?

Ich antworte erstmal rein persönlich: Ohne Pflicht hatte ich vor, nach dem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr zu machen. Ich begrüße diese Form grundsätzlich. Inwieweit eine Verpflichtung sinnvoll ist, hängt ganz stark davon ab, wie eine Umsetzung aussieht. Denn natürlich habe ich dabei insbesondere Neigung und Realisierbarkeit (auch finanzielle Situation) und Bedarf geprüft. Und - seit ich 14/ 15 Jahre alt bin, bin ich nahezu kontinuierlich im Ehrenamt aktiv - aus dem Antrieb an heraus, etwas Sinnvolles zu unterstützen, was mir selbst auch Freude macht.
Daher halte ich einen Dienst, um „einen Beitrag für die Gesellschaft“ zu leisten für alle für sinnvoll.

Zusammenfassend: Also, ja - „Dienstpflicht“ für alle nach Schulabschluss. Dabei ist die Wehrpflicht aufgrund freier Entscheidung ein Teil davon. Nur - entscheidend ist dabei die „Werbung“ dafür, die Vermittlung, die Einschätzung von Notwendigkeit und auch Gewinn (für sich selbst und für die Gesellschaft), ganz besonders die Umsetzung und nicht zu vergessen das Selbstverständnis der Bevölkerung. Eine gute Basis, um Bereitschaft dafür zu wecken, sehe ich im bereits seit langem existierenden, gut funktionierendem und immer besser organisiertem Ehrenamt. 

Dieser „Dienst“ sollte nicht etwas sein, was man notgedrungen muss, sondern was man (am besten) gerne macht, weil es einem selbst etwas bringt und weil einem bewusst ist, welchen Wert er hat. Das wird so nicht für alle gelingen, das ist mir bewusst. Aber wenn es für viele gelingt, besteht die Chance, dass es zumindest für alle „normal“ ist und keine reine Last oder unfaire Einschränkung.
Und es sollte nicht nur etwas sein, was man „den Jungen“ wegen der Notwendigkeit, für die Bundeswehr, Personal zu gewinnen, auferlegt.

Generell fände ich es angebracht, dass stärker im Bewusstsein ist, was wir alle bereits für die Gesellschaft leisten und wo noch Potential ist. Und zurück zur Ausgangssitution (Personalbedarf in der Bundeswehr) …

seidenlaubenvogel antworten
37 Antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

Ich ergänze: Und zurück zur Ausgangssituation (Personalbedarf in der Bundeswehr), wird auch geprüft und gesehen, wie man Personen jenseits der „potentiell neu-Wehrpflichtigen“ gewinnen könnte (also auch dich und mich)?

Ich würde mich zum Kaffee kochen anbieten - für Freund und Feind. Und käme damit dann wohl eher nicht in die engere Auswahl. Schade eigentlich.
Und nein, ich möchte mich weder lustig machen noch Krieg verharmlosen. Bei allem Unheil und Leid sehe nur vor allen Dingen die Absurdität.

seidenlaubenvogel antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@seidenlaubenvogel 

Danke. Noch eine Rückfrage:

Zusammenfassend: Also, ja - „Dienstpflicht“ für alle nach Schulabschluss.

Was ist das Ziel einer allgemeinen Dienstpflicht? Was bringt sie dem Individuum? Was machst Du mit den circa 15% Ausländern in Deutschland, die Du nicht verpflichten kannst? Das wäre für die Dienstverpflichteten ungerecht.

Den Zivildienst konnte man rechtfertigen als Ersatzdienst für die Wehrpflicht. Wie argumentierst Du aber eine erzwungene, meist schlecht bezahlte Arbeit für den Staat? Die dem Grundgesetz Art 12 widerspricht? Da bräuchten wir starke Argumente.

mikefrommuc antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@mikefrommuc 

Wenn ich von allen schreibe, meine ich auch alle.

Wie geschrieben - es hängt stark von der Umsetzung ab. Natürlich macht es Sinn, dass neben Bedarf auch Neigungen berücksichtigt werden. Nur alles im Leben ausschließlich nach Wunsch/ Neigung auszurichten, funktioniert halt nicht - wie absolut frei sind wir denn bei der Stellenwahl? Sich die Welt machen, wie es einem gefällt, geht bei Pippi Langstrumpf, also ein Buch lang - oder auch drei Bände davon; ansonsten wird man wohl immer auch Kompromisse machen müssen.

Und - besteht nicht ein Unterschied zwischen Zwang und Pflicht? Ich würd das einfach an das Schuljahr dran hängen (im übrigen auch für die, die ihren Abschluss nicht geschafft haben).

Schulpflicht funktioniert doch auch für alle (also wirklich alle).

seidenlaubenvogel antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@seidenlaubenvogel 

Und - besteht nicht ein Unterschied zwischen Zwang und Pflicht?

Pflicht enthält die Einsicht in die moralische Notwendigkeit. Zwang richtet sich gegen den Willen des Betroffenen.

Drum meine Frage: welche moralische Notwendigkeit siehst Du in einer Dienstpflicht? Wem nutzt sie? Vor allem: wie nutzt sie dem Betroffenen?

mikefrommuc antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@mikefrommuc Ich hab das bereits zuvor geschrieben. Ich halte es generell für sinnvoll (Stichwort Ehrenamt) einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Wer dies tut, erlebt, dass er „etwas zurückbekommt“, was ihm gut tut - nenne es Persönlichkeitsentwicklung, Sinnstiftung, Wertschätzung, nenne es Solidargesellschaft, nenne es…

Keiner lebt für sich allein. Wir sind alle Teil der Gesellschaft. Menschen sind soziale Gemeinschaftswesen.

seidenlaubenvogel antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@seidenlaubenvogel Klar, verstehe ich. Doch ist es die Aufgabe des Staates, in dieser Weise zu erziehen? Noch dazu Erwachsene? Geht das nicht auch anders? Und was ist drin für das Individuum, außer ein Jahr Zwangsdienst? Niemand hat die Pflicht, sozial eingestellt zu sein. Unser GG erlaubt Dir, mega egoistisch zu sein. Warum soll das durch ein Dienstjahr erzwungen werden?

Sorry, ich will Dich nicht ärgern. Ich möchte nur dem Thema auf den Geund gehen. Und das ist für mich die Frage: warum ein Dienstjahr.

mikefrommuc antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Beiträge : 2325

@mikefrommuc … sozial sein, nö. Aber den Sozialstaat wollen wir schon? Oder eigentlich auch nicht, aber bislang gelang es noch nicht ihn abzuschaffen?

Spannend, wohin sich die Welt entwickeln wird. Wenn Egoismus allein Leitmotiv ist/ wird, … sieht man ja, was daraus entsteht. 

Was für einen Staat wünschst du dir denn? Und welche Werte sind dir für unsere Gesellschaft wichtig?

 

 

 

 

seidenlaubenvogel antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
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@seidenlaubenvogel 

Was für einen Staat wünschst du dir denn? Und welche Werte sind dir für unsere Gesellschaft wichtig?

Da müßte ich jetzt aber weit ausholen!

Was ich nicht möchte, ist ein Staat, der mir über die Maßen vorschreibt, was ich tun soll und wie ich sein soll. 

Dazu gehört, daß er egoistische Menschen egoistisch sein läßt und altruistische Menschen altruistisch. Er soll nicht moralisierend erziehen und Egoisten zu Altruisten machen wollen. 

Ganz anders wünsche ich mir die Menschen im Land. Du fragst nach Werten: ganz klar die christlichen, im ev-luth. Sinn. Wobei ich hier im Forum erlebe, wie uneinheitlich diese Werte gesehen werden …

Ich erlebe mit großem Bedauern, was Du beschreibst: Egoismus von Individuen und Gruppen. Verlust des Zusammenhalts und der gemeinsamen Werte. 

Das zu ändern, ist aber nicht primäre Aufgabe des Staates. Die Kirchen hingegen dürften gerne viel stärker wirken.

Als Staatswerte finde ich die Werte der Bayrischen Verfassung gut und richtig. Die stellt zum Beispiel Gemeinwohl über Eigennutz und betont besonders den Sozialstaat.

Der Staat soll zum Beispiel sozial handeln, aber nicht seine Bürger zu Altruisten erziehen.

Alles sehr verkürzt und deshalb ohne Anspruch auf Widerspruchsfreiheit … 😉 

mikefrommuc antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@mikefrommuc Danke dir.

seidenlaubenvogel antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

Hätte ich mich möglicherweise im Forum „MannSein“ und bei „Hallo Jungs“ nicht angesprochen fühlen dürfen? Ups. Ja, so sind die Frauen, manchmal; geben zu „allem“ und dann noch ungebeten ihren Senf dazu. … muss ja keine*r meine Gedanken aufgreifen. 😌

seidenlaubenvogel antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@seidenlaubenvogel 

Aus meiner Sicht kein Problem. Allerdings glaube ich, daß Betroffene - hier die Männer - einen anderen Blick auf das Thema haben als nur mittelbar Betroffene. Wie siehst Du das? 

mikefrommuc antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@mikefrommuc Inwiefern sind alle Männer betroffen? Sind du und ich (was unsere Person betrifft) nicht gleichermaßen betroffen?

Und aus meiner Sicht wären Frauen wie Männer gleichermaßen betroffen. Bei einem  „Dienstjahr“ würde ich nicht zwischen Mann/ Frau/ divers/ andere* differenzieren.

*Offtopic: Kann mir jemand erklären, warum es neben „divers“ noch „andere“ als Auswahl braucht?

seidenlaubenvogel antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@seidenlaubenvogel 

Aktuell unterliege ich der Wehrüberwachung, Du nicht. Ich könnte im Ernstfall eingezogen werden, Du nicht. Soweit ich weiß, könnten auch Ersatzdienstleistende im Ernstfall sofort zum sozialen Dienst eingezogen werden. Du nicht.

Also sind alle wehrfähigen Männer betroffen.

mikefrommuc antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@mikefrommuc Mir war nicht bewusst, dass das dein Thema war. Das habe ich im Eingangspost so nicht erkennen können. Entschuldige, dass ich nicht so gut informiert war; das war mir im Sinne der Allgemeinbildung so nicht präsent - dank der bisherigen Geschlechterungleichheit an dieser Stelle.

seidenlaubenvogel antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@seidenlaubenvogel 

Kein Problem. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das allen Männern bewußt ist. Vor allem denen, die erst nach dem Aussetzen der Wehrüberwachung 18 Jahre alt wurden. Oder denen, die Ersatzdienst geleistet haben. 

Wenn ich sehe, wie in Rußland und in der Ukraine wehrfähige Männer allen Alters schanghait werden, macht mir das Angst. Wie sähe das in Deutschland im Kriegsfall aus? Müßte ich an die Front? 

Deshalb interessiert mich auch die Haltung anderer Männer, denn jeder zwischen 18 und 60 könnte dienstverpflichtet werden.

Das schwingt bei mir im Hinterkopf mit, wenn ich die aktuelle Diskussion verfolge. 

mikefrommuc antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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@mikefrommuc Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast.

seidenlaubenvogel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@mikefrommuc 

Wenn ich sehe, wie in Rußland und in der Ukraine wehrfähige Männer allen Alters schanghait werden, macht mir das Angst. Wie sähe das in Deutschland im Kriegsfall aus? Müßte ich an die Front? 

Werden sie nicht. Die Ukraine rekrutiert Männer erst ab 25 Jahren. Und die Russen setzen auf Freiwillige, indem sie hohe Prämien bieten.

Dass es hier letztlich natürlich trotzdem Zwang gibt und viele Leute betrogen und verheizt werden steht ausser Frage. Dennoch muss das Militär auch Rücksicht auf die Befindlichkeiten in der Bevölkerung nehmen - denn wenn die nicht mehr hinter der Regierung steht, dann läuft da gar nichts mehr.

lucan-7 antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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@lucan-7 

Werden sie nicht.

Es gibt genügend Berichte darüber. 

Die Ukraine diente mir nur als Beispiel dafür, wie die Behörden im Kriegsfall tricksen, um an Männer heranzukommen. Die USA haben auch zum Beispiel im Vietnamkrieg getrickst, um Männer zu rekrutieren. Legal, aber unmoralisch.

Aber das war gar nicht mein Punkt, sondern die Wehrüberwachung, die alle Männer zwischen 18 und 60 betrifft. Bist Du unter 60? Dann kann der Staat im Kriegsfall auf Dich zugreifen und Dich verpflichten. Dann gilt die Wehrpflicht bis 60. (§ 3 WPflG)

Die Frage richtete sich an die Männer, denn die Frauen unterliegen nicht der Wehrüberwachung.

 

mikefrommuc antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@mikefrommuc 

Die Ukraine diente mir nur als Beispiel dafür, wie die Behörden im Kriegsfall tricksen, um an Männer heranzukommen. 

Das dürfte eher bei den Russen der Fall sein. Da kann es passieren, dass du einen Vertrag für Bauarbeiten unterschreibst - und dich kurz darauf an der Front wiederfindest.

Die Ukrainer spielen da eher mit offenen Karten. Bestimmte Leute dürfen das Land nicht verlassen und werden eingezogen... und das war's dann. 

Nicht schön, aber im Krieg normal. Wie viele Freiwille bekommt man denn in die Armee, wenn die Leute wissen dass es ernst ist und geschossen wird? Ein paar gibt es da immer - aber nie genug.

Die Ukraine hat sich immerhin entschieden, die ganz jungen Leute nicht an die Waffe zu zwingen. Zum einen werden Arbeiter in den Rüstungsfabriken gebraucht (Und davon nicht wenige Spezialisten), zum anderen will man auch nicht die ganze Zukunft des Landes aufs Spiel setzen.

Aber so oder so zeigt sich, dass es darum geht Kriege zu verhindern. Und das beste und sicherste Mittel dafür ist es, einem potentiellen Feind deutlich zu machen, dass er den nächsten Krieg mit hoher Wahrscheinlichkeit verliert.

Wenn das überzeugend dargelegt wird - dann kommt es auch nicht zum Krieg. Putin dachte, er könnte einfach in die Ukraine einmarschieren und nach ein paar Tagen wäre die Sache vorbei.

Hätte er gewusst wie es tatsächlich kommen würde hätte er auf den Krieg verzichtet.

lucan-7 antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

Kleiner Nachtrag zum Thema Wehrüberwachung:

Bisher war nur die Rede davon, daß die Wehrpflicht für die 18-Jährigen wieder eingeführt wird. Nun heißt es, daß auch die Jahrgänge davor rückwirkend in die Wehrerfassung fallen sollen, siehe hier. Das trifft also Schritt für Schritt alle, die bisher noch keinen Wehr- oder Zivildienst geleistet haben.

mikefrommuc antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
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@mikefrommuc 

Das trifft also Schritt für Schritt alle, die bisher noch keinen Wehr- oder Zivildienst geleistet haben.

...und nicht ausgemustert wurden. Wenn man nämlich ausgemustert wurde (T5), unterliegt man nicht mehr der Wehrüberwachung. Ich wurde selbst T5 gemustert, da stand dann explizit auf dem Schrieb, den ich am Ende der Musterung bekommen habe, drauf, dass ich nicht weiter der Wehrüberwachung unterliege.

belu antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@belu 

...und nicht ausgemustert wurden. Wenn man nämlich ausgemustert wurde (T5), unterliegt man nicht mehr der Wehrüberwachung. Ich wurde selbst T5 gemustert, da stand dann explizit auf dem Schrieb, den ich am Ende der Musterung bekommen habe, drauf, dass ich nicht weiter der Wehrüberwachung unterliege.

Gemeint sind die Jahrgänge, die nicht gemustert wurden. Da wurde auch noch niemand ausgemustert...

 

lucan-7 antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5453

@lucan-7 Schon richtig. Aber Mike hat es weiter oben so dargestellt, als ob alle 18 bis 60-Jährigen Männer der Wehrüberwachung unterliegen. Das ist definitiv nicht der Fall, denn die Ausgemusterten sind raus, und das dürften so einige der Männer zwischen Mitte 30 und 60 sein.

belu antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
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@belu 

Aber Mike hat es weiter oben so dargestellt, als ob alle 18 bis 60-Jährigen Männer der Wehrüberwachung unterliegen.

Nein, nur in der Einleitung. In Bezug auf den Artikel schrub ich (Fettung nachträglich durch mich):

 

Nun heißt es, daß auch die Jahrgänge davor rückwirkend in die Wehrerfassung fallen sollen,

mikefrommuc antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5453

@mikefrommuc Zwei Beiträge darüber schriebst du aber (Fettung durch mich):

Aber das war gar nicht mein Punkt, sondern die Wehrüberwachung, die alle Männer zwischen 18 und 60 betrifft.

belu antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@belu 

Richtig. Im Artikel ging es, soweit ich verstehe, um die Erfassung, nicht Überwachung. Erfaßt bist Du schon, mitsamt Deinem Status. Wer weiß, ob Dein T5 dann noch viel zählt. Also doch sicherheitshalber den Geschlechtseintrag ändern … 🤣

mikefrommuc antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5453

@mikefrommuc Wenn Deutschland meint, Männer einziehen zu müssen, die schon vor 30+ Jahren ausgemustert wurden, ist eh Hopfen und Malz verloren...

belu antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1648

@belu 

Also Boomer gibt's viele die Jahrgänge können glatt mit den jungen Russischen Jahrgängen mithalten 

kappa antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@belu 

Wie stehst Du dazu, daß der Staat Dich gemustert hat, daß er Dich und Deine Wehrfähigkeit bis heute erfaßt und daß er ohne weiteres auf Dich zugreifen könnte? 
Ausgangspunkt war die Tatsache, daß Männer davon betroffen sind. Drum die Frage an die Männer, wie es ihnen dabei geht.

mikefrommuc antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@mikefrommuc 

Wie stehst Du dazu, daß der Staat Dich gemustert hat, daß er Dich und Deine Wehrfähigkeit bis heute erfaßt und daß er ohne weiteres auf Dich zugreifen könnte? 
Ausgangspunkt war die Tatsache, daß Männer davon betroffen sind. Drum die Frage an die Männer, wie es ihnen dabei geht.

Mir ist es ehrlich gesagt ein Rätsel, dass etliche Leute anscheinend glauben, es ginge bei der Sache darum, deutsche Soldaten so bald wie möglich in den Krieg zu schicken und als ob die Wehrpflicht genau das vorbereiten soll.

In Wahrheit geht es darum, genau das zu verhindern. Denn je glaubwürdiger wir unsere Armee und Reserven organisiert bekommen, desto unwahrscheinlicher wird ein Angriff.

Im Ernstfall müssen dann eh alle los... macht also keinen Unterschied, zumal auch die Zivilbevölkerung beschossen werden würde.

Also muss man genau das im Vorfeld verhindern. Dazu gehört Diplomatie - und Abschreckung als Teil davon.

Und deshalb ist das für mich auch völlig in Ordnung.

lucan-7 antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
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@lucan-7 

Da stimme ich Dir größtenteils zu. Doch es sollte insgesamt gerecht sein. Ist es das aus Deiner Sicht? 

Im Ernstfall müssen dann eh alle los...

Präziser: Alle einigermaßen wehrfähigen deutschen Männer, nicht alle.

mikefrommuc antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@mikefrommuc 

Da stimme ich Dir größtenteils zu. Doch es sollte insgesamt gerecht sein. Ist es das aus Deiner Sicht? 

Nein. Kann es auch gar nicht sein, wie soll das gehen? 

Das betrifft Menschen in völlig unterschiedlichen persönlichen Situationen, in deren Leben und deren persönliche Freiheit eingegriffen wird.

Wie genau willst du das "gerecht" gestalten? Man kann es nur irgendwie pauschal machen.

Den einen macht es nicht viel aus, manche sind sogar froh, weil sie eh nicht wissen, was sie machen wollen, bei anderen wird die ganze Lebensplanung auf den Kopf gestellt... ich weiss nicht, wie das wirklich "gerecht" aussehen könnte.

Man kann nur versuchen, es irgendwie aufzuteilen und erträglich zu machen, so dass die Leute damit klar kommen.

lucan-7 antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1648

@lucan-7 

Ich verstehe nicht warum man es nicht wie die Staaten macht, die nicht auf Wehrpflicht setzen. Sind auch in der Nato.

Dort hat man aber Effektivere Abschreckungswaffen, wahrscheinlich deshalb.

Wäre günstiger und sinnvoller als unsere ohnehin Dezimierte Jugend aufs Spiel zu setzen.

kappa antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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@kappa 

Dort hat man aber Effektivere Abschreckungswaffen, wahrscheinlich deshalb.

Du meinst Atombomben statt Wehrpflicht...?

Die haben natürlich abschreckende Wirkung... aber auch nur bedingt. Denn ernsthaft einsetzen will man die ja nicht, und das weiss auch Russland.

Davon abgesehen muss man sich halt fragen, was genau man für eine wirksame Abschreckung braucht. Als Faustregel kann man sagen: Je hochwertiger und zahlreicher die eigenen Waffen sind, desto weniger Soldaten braucht man.

Nur: Das kostet halt auch alles wieder Geld... sehr viel Geld!

lucan-7 antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5453

@mikefrommuc Ich mache mir darüber ehrlich gesagt wenige Gedanken. Erstens gehe ich davon aus, dass ich aufgrund der damals festgestellten Untauglichkeit so weit hinten auf der Liste der einzuziehenden Kandidaten stehe, dass ein etwaiger Krieg längst verloren ist, bevor es soweit kommt (obwohl ich denke, dass ich in meiner derzeitigen Verfassung fitter bin als so manch Anderer in meinem Alter). Zweitens würde das "auf mich zugreifen" schon dadurch erschwert, dass ich nicht mehr in Deutschland lebe.

belu antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1648

@belu  zum letzten Satz; Alles richtig gemacht.

kappa antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@seidenlaubenvogel 

Dieser „Dienst“ sollte nicht etwas sein, was man notgedrungen muss, sondern was man (am besten) gerne macht, weil es einem selbst etwas bringt und weil einem bewusst ist, welchen Wert er hat.

Aus meiner Bundeswehr-Zeit kann ich sagen: Der Appetit kommt beim Essen. Viele sind geblieben, die vorher überhaupt nicht daran dachten, Karriere bei der Bundeswehr zu machen, sondern ganz andere Pläne hatten. Die Sache hat ihnen aber dann so gut gefallen, dass sie sich verpflichtet haben.

Es ist ja sowieso immer besser, berufen zu werden als selbst etwas zu wählen.

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MikeFromMUC
Themenstarter
Beiträge : 962

Nun ist sich die Koalition also einig, siehe hier. Alle Männer eines Jahrgangs werden gemustert, und dann hofft man auf genügend Freiwillige. Eine Pflicht, die nur Männer betrifft - das halte ich für unzeitgemäß.

mikefrommuc antworten
17 Antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 658
Veröffentlicht von: @mikefrommuc

Eine Pflicht, die nur Männer betrifft - das halte ich für unzeitgemäß.

Dass nur Frauen Kinder gebären, ist irgendwie auch unzeitgemäß.

Archaisches Denken, mag sein.

tojak antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@tojak 

Dass nur Frauen Kinder gebären, ist irgendwie auch unzeitgemäß.

Nun, "zeitgemäss" ist - zumindest in westlichen Staaten: Immer weniger Frauen gebären immer weniger Kinder in zunehmend höherem Alter als früher. Die Familienstrukturen von einst verschwinden immer mehr.

Vor diesem Hintergrund und den Forderungen nach Gleichstellung, sollte die Rolle der Frauen beim Wehrdienst zumindest mal geklärt werden dürfen. In Schweden, Norwegen und Dänemark kennen sie ja auch eine Dienstpflicht für Frauen, trotzdem es nach wie vor sie sind, die Kinder gebären.

 

tamaro antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 658
Veröffentlicht von: @tamaro

@tojak 

Vor diesem Hintergrund und den Forderungen nach Gleichstellung, sollte die Rolle der Frauen beim Wehrdienst zumindest mal geklärt werden dürfen. In Schweden, Norwegen und Dänemark kennen sie ja auch eine Dienstpflicht für Frauen, trotzdem es nach wie vor sie sind, die Kinder gebären.

 

Gleichberechtigung ist nicht das Problem. Wenn Frauen zur Bundeswehr wollen, dürfen sie, Tauglichkeit vorausgesetzt.

Hier ging es um Pflicht. Natürlich kann man auch die Wehrpflicht für Frauen prüfen, aber hier ging es ja darum, dass sich ein Mann (vermutlich ein Mann) darüber beschwerte, dass Männer benachteiligt würden.

tojak antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@tojak 

Gleichberechtigung ist nicht das Problem.

Gleichstellung und Gleichberechtigung sind nicht dasselbe. Von feministischen Kreisen lese ich oftmals die Forderung nach Gleichstellung und nicht bloss Glechberechtigung.

 

dass sich ein Mann (vermutlich ein Mann) darüber beschwerte, dass Männer benachteiligt würden

Wenn (alle) Männer der Wehrpflicht unterliegen, ist das selbstverständlich ein Nachteil gegenüber den Frauen, welche diese Pflicht nicht haben. Genau deshalb wollen die meisten Frauen ja auch nichts davon wissen, sehr gut nachvollziehbar und verständlich. Nur finde ich, wie schon im ersten Kommentar geschrieben, dass eine (mögliche) Wehrpflicht für Frauen aufgrund der veränderten gesellschaftlichen Strukturen zumindest einmal thematisiert werden sollte. 

Ich finde, es wirkt seltsam und anachronistisch, wenn (von mir angenommene) drei Viertel der Männer, die entweder Single oder geschieden sind, ihre Landsfrauen (oder auch Nichtlandsfrauen) verteidigen sollen, bei denen nicht einmal klar ist, inwiefern sie einen Beitrag zur Landesverteidigung beitragen können oder sollen. Offenbar wollen sie einfach ihr Leben haben, das sie sich sonst gewohnt sind und die Männer sollen es an der Front oder wo auch immer richten? Es ginge mE in erster Linie einfach mal darum, diesen "Gap" zu regeln.

Oder kann/soll dies den Frauen komplett egal sein? Sollen die Männer in diesem einen Punkt einfach genau so funktionieren wie früher, ohne das Prinzip mitsamt dem erfolgten Gesellschaftswandel zu hinterfragen und dies kommentarlos so hinnehmen? Wenn das so gefordert ist, bitteschön, einfach genau so formulieren.

Den militärischen Schutz wollen Frauen am Ende des Tages ja trotzdem haben, nehme ich an? Oder wenn das eigene Land ihnen den nicht bieten kann, so wollen sie zumindest in ein Land flüchten können, wo sie diesen Schutz erhalten (vorwiegend durch Männer, auch wenn auf ÖR-Militär-Symbolbildern häufig Frauen mit drauf sind). 🙂 

Persönlich bin ich eigentlich überhaupt nicht dafür, eine Wehrpflicht für Frauen einzuführen. Aber - auch aufgrund der aktuellen Weltlage - sehe ich in diesem Punkt einen Klärungs- und Redebedarf.

 

tamaro antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1648

@tamaro 

Vor dem Hintergrund stellt sich eher die Frage, Frauen noch ein Jahr zu klauen.

Kinder bekommen ist unersetzlich für eine Gesellschaft.

Das Frauen dadurch massiv Nachteile haben ist ein Grund warum es zu wenig gibt.  Warum das ohne Not noch schlimmer machen?! Das Alter des ersten Kindes steigt dann weiter, mit ihm statistische Komplikationen und die Wahrscheinlichkeit ein weiteres Kind zu haben, sinkt.

Andere Staaten kommen auch ohne Wehrpflicht aus und haben effektivere Armeen. Also kann von einer Not außer in den Köpfen der Politik keine Rede sein.

Sollen Schweden und Co machen was sie wollen. Das sind zum Teil Flächenstaaten mit extrem wenig Bevölkerung, nicht mit Deutschland vergleichbar.

ERST muss in Deutschland Sorge getragen werden, das die Frauen mit Ihren 1.25 Kindern keinerlei Nachteile mehr haben. Nicht umgekehrt. Sonst wird es nie besser. Ich kenne doch unsern Staat.

kappa antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4947

@kappa Eine Frau kriegt keine Kinder für die Rente und eine Frau kriegt keine Kinder, damit sie Soldaten werden. 

Eine Frau macht sich in derart unsicheren Zeiten eher Gedanken, ob sie überhaupt Kinder kriegen will.

chai antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1648

@chai 

Ohne Kinder gibt's später aber keine Rente. Auch für Frauen. Aber naja, falls die Welt doch nicht untergeht, die anderen werden später schon einen Staat ermöglichen der Rentenzahlungen ermöglicht. 

Das Geld was man heute irgendwo einzahlt ist nur soviel Wert, wie es später Gegenwert (in Form von Gütern, welche die Rentenempfänger ja nicht mehr erarbeiten können) dazu gibt. Den Gegenwert wollen später aber alle haben, auch die bewusst Kinder-losen.

Nur weil Deutschland - auch zu besten Zeiten - das Thema Stiefmütterlich angegangen ist, kann man Naturgesetze nicht irgendwie austricksen. Hätte bereits Mitte der 70er Jahre klar sein müssen das auf Dauer das nicht wirklich gut geht.

Keinerlei Zukunft für unsere Gesellschaft - soll das die Lösung sein? Für was dann bitte noch Verteidigung?

Auf der anderen Seite war es in den seltensten Zeiträumen der Menschheit wohl "sicherer" als heute für Mitteleuropäer. Wenn die alle so gedacht hätten, gäbe es uns heute alle nicht.

kappa antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1648

PS; Keine Einzelperson kann das natürlich herumbiegen. Auch wird es immer Menschen geben die keine Kinder haben. Nur sollte der Staat in eigenem Interesse für eine Ausgeglichenheit sorgen (zb. Fördern von Familien mit sehr vielen Kindern) oder was auch immer.  Den Einzelnen sollte durchaus aber bewusst werden, was die Entwicklungen für Folgen haben für die ganze Gesellschaft.

Das ist aber Off-Topic. Eigentlich geht's um Soldaten. 

Ich finde halt das eine Dienstpflicht für Frauen unfair ist, weil diese auch wenn Sie nur ein Kind bekommt, schon genug Nachteile im Beruf hat in der Praxis, zumindest in der Mehrheit der Fälle. Zuerst sollte der Staat deshalb das angehen. Sonst wird's nie was und Frauen sind doppelt gelackmaiert.

Da es genug Staaten gibt ohne Wehrpflicht kann man schon die Frage stellen, warum überhaupt.

kappa antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4947
Veröffentlicht von: @kappa

@chai 

Ohne Kinder gibt's später aber keine Rente. Auch für Frauen....

Mir ist das Prinzip des Generationenvertrags schon bewusst. 
Ich sag nur, dass das das letzte Argument für mich wäre, ein Kind in die Welt zu setzen. 

chai antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 658

@chai 

Ich verrate euch mal ein Geheimnis: diesen Generationenvertrag gibt es überhaupt nicht. 

tojak antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@kappa 

 

Warum das ohne Not noch schlimmer machen?!

 

Noch einmal, mir geht es nur darum:

Vor diesem Hintergrund und den Forderungen nach Gleichstellung, sollte die Rolle der Frauen beim Wehrdienst zumindest mal geklärt werden dürfen.

Ich fordere keine Wehrpflicht für Frauen! Aber ich finde, dass in einer Zeit, in der sich die Gesellschaft stark gewandelt hat und die Forderung nach Gleichstellung Dauerthema in den Mainstream-Medien ist, dieser Punkt eben auch ausdiskutiert werden sollte.

Ein Blick in die Ukraine zeigt: Frauen durften flüchten, Männer mit zwei oder weniger Kindern bis 60 Jahren nicht. Ich persönlich halte dies aus männlicher Perspektive nicht für eine ideale Lösung.

 

tamaro antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2140

@tamaro 

Ich forderekeineWehrpflicht für Frauen! Aber ich finde, dass in einer Zeit, in der sich die Gesellschaft stark gewandelt hat und die Forderung nach Gleichstellung Dauerthema in den Mainstream-Medien ist, dieser Punkt eben auch ausdiskutiert werden sollte.

Solange Frauen auf dem Arbeitsmarkt systematisch benachteiligt werden, weil sie zu Müttern werden könnten und Mütter weil die Kinder krank werden könnten, ist die Gleichstellung weit entfernt. 

Und ansonsten hast du natürlich die Möglichkeit deinen Diskussionsbeitrag am 30.11. zu leisten.

derelch antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@derelch 

 

Und ansonsten hast du natürlich die Möglichkeit deinen Diskussionsbeitrag am 30.11. zu leisten.

Absolut, das finde ich auch jeweils eine gute Möglichkeit, um sich die verschiedenen Meinungen aus unterschiedlichen Perspektiven anzuhören. Manchmal führt das noch zu einem Meinungsumschwung bei mir selber.

 

tamaro antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@kappa 

 

ERST muss in Deutschland Sorge getragen werden, das die Frauen mit Ihren 1.25 Kindern keinerlei Nachteile mehr haben. Nicht umgekehrt. Sonst wird es nie besser.

Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass es in absehbarer Zeit eine Trendwende bzgl. der Anzahl Kinder pro Frau geben wird, ganz unabhängig von einer Wehrpflicht für Frauen.

Die Kluft zwischen Mann und Frau wird gesellschaftlich derzeit eher grösser, die sozialen/familiären Strukturen funktionieren nicht mehr so, dass sie dem Kinderkriegen förderlich wären.

Gestern stiess ich auf eine interessante Studie mit Mäusen von Ende 60er/Anfang 70er Jahre (Project "Universe 25"). Darin wurden für Mäuse optimale Bedingungen geschaffen. Was geschah? Nach einem anfänglichen Boom, während dem sich vier Mäusepaare bis auf 2'200 Indvidiuen vermehrten, brachen die sozialen Strukturen zusammen, bis die gesamte Population schliesslich ausstarb. 

Ich sehe in diesem Projekt teilweise ähnliche Verhaltensmuster und Entwicklungen, wie sie auch beim Menschen Einzug halten könnten oder dies bereits geschah.

 

tamaro antworten
Kappa
 Kappa
(@kappa)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1648

@tamaro 

Nun, ich glaube grundsätzlich nicht das es den Deutschen ins Blut gelegt ist sich ganz ohne Krieg, selber zu vernichten.

Andere Staaten innerhalb des Westens stehen hier deutlich besser da.  So schlecht wie Deutschland steht eigentlich niemand da.

Also sollte man beherzt etwas dagegen tun. Frauen noch mehr berufliche Nachteile zu bescheren wäre m E. nach falsch. 

Da ähnlich große Staaten im Westen wie Deutschland keine Wehrpflicht haben, kann man auch nicht sagen das es unbedingt sein "muss". Man ist hier m. Meinung nach einfach in Taktiken des letzten Jahrhunderts borniert. Gerade heute gibt es die Möglichkeit mit reduzierter Mannstärke Waffensysteme zu betreiben. In der Ukraine hat eine automatische Kampfeinheit (ca.25.000€ kosten) mehrere Wochen einen Frontabschnitt gehalten. Das ist doch die Zukunft und nicht die letzten Jungen Menschen sinnlos zu opfern, wie Russland das macht.

Seit fast 4 Jahren geht dieser Krieg. Und er ähnelt dem WK1 mehr als dem WK2 was die Frontbewegung angeht. Das bedeutet doch eigentlich, die Defensive ist relativ deutlich stärker als der Angriff.  Dann auf alte Waffengattungen des Angriffs zu setzen wie gefühlt Deutschland das tut, halte ich für fragwürdig. Sinnvoller wäre es viel massiver in die Entwicklung neuer Kampfsysteme zu investieren und von den Geschehnissen des Krieges zu lernen.

Was will man in Deutschland? Sich aufstellen wie in den 80er Jahren im kalten Krieg. Ich kann nur den Kopf schütteln.

Vielleicht zum Glück hat mein Kind Pflegestufe und würde ausgemustert.

 

kappa antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 962

@tojak 

Dass nur Frauen Kinder gebären, ist irgendwie auch unzeitgemäß.

Hinzu kommt die Möglichkeit, seinen Geschlechtseintrag ändern zu lassen. Es wird interessant, ob es solche Fälle geben wird, um der Musterung zu entgehen. In anderen Bereichen kommt sowas bereits vor.

Und wie wäre der Fall andersherum? Wenn sich eine Frau zum Mann erklärt, muß er zur Musterung; ob er dann ausgemustert wird? Kann er dann auf Einberufung als Wehrpflichtiger klagen? Und was passiert, wenn er in dieser Zeit schwanger wird?

mikefrommuc antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 658
Veröffentlicht von: @mikefrommuc

Hinzu kommt die Möglichkeit, seinen Geschlechtseintrag ändern zu lassen. Es wird interessant, ob es solche Fälle geben wird, um der Musterung zu entgehen. In anderen Bereichen kommt sowas bereits vor.

Danke für die Möglichkeit, das zu präzisieren. Ich habe in diesem Zusammenhang biologische Frauen gemeint.

tojak antworten
Lightfire89
Beiträge : 82

erstmal, ich bin Laie - Letzte Woche kam ich aus Israel zurück. Dort hatten wir Gespräche mit jungen Menschen (ab 18), die freiwillig 1 Jahr Ausbildung (sie wohnen dort in einem Kibbuz nur für sie für 1 Jahr) für/vor ihrer Militärzeit machen. Ein Teil bezahlt die IDF, ein Teil der Staat Israel und ein Teil bezahlen sie selber. Sie müssen sich dazu bewerben, es geht nicht um Noten, sondern um Charakter. Nicht jeder wird genommen. 

Wir (eine christl. Reisegruppe aus D) fragten: Warum macht ihr das. Die Antworten waren: Wir wollen bessere Menschen werden. Wir wollen disziplinierter leben (lernen früh aufzustehen...) und nicht nur für uns selber leben. Wir wollen bessere Soldaten werden. Ich hab in keinem anderen Land eine so hohe Ethik erlebt wie hier. Und jungen Erwachsenen waren stolz, dabei zu sein. Sie erzählten uns auch, dass sie eigenes Interesse einbringen können und Lehrer für ihr Neigungen wählen können. 

Wir durften auch junge IDF Soldaten an ihrem Arbeitsplatz in der Hitze, zwischen Steinen auf dem Golan treffen und sprechen. Sie erklärten uns wie sie den Luftraum checken und im Ernstfall die Raketen abschiessen. Dort waren ca. 60 Soldaten stationiert, davon waren 10 Frauen. Der Älteste war 24. 

Im Hotel überlegte ich, wie es bei uns ist. Und merkte, dass in Israel die Kinder schon mit dem Alarm und den feindlichen Raketen aufwachsen. Sie wissen, wenn sie das Land nicht verteidigen, gibt es das Land nicht mehr. Die jungen Soldaten waren stolz darauf ihrem Land zu dienen, selbst mit dem Wissen, dass sie ihr Leben verlieren können. 

In Israel muss jeder Junge ab 18 (oder nach der Ausbildung? - so genau weiß ich es auch nicht...) 3 Jahre zur IDF. Frauen 2 Jahre. Allerdings sagten sie uns, dass jeder nach seinen Fähigkeiten eingesetzt wird und viele Frauen einen anderen Dienst in der IDF haben, ohne Waffe (z. Bsp. werten sie die Bilder der Kameras an dem Zaun zwischen Israel und Gaza aus - hier waren die ersten Opfer vom Massaker 7.Okt. 2023, weil dieses Gebäude gestürmt wurde). 

Im Hotel dachte ich darüber nach, über den Unterschied von IL und D. In unserem Land sind die Werte nicht annähernd so hoch wie in Israel. Als Mutter möchte ich meine Kinder nicht in der Kriegsmaschinerie haben. Ich glaube, dass Habgier auch Kriegstreiberei auslösen kann, und es lenkt ab von den leeren Rentenkassen. Ich wünsche mir auch, dass D aufhört den Krieg in der Ukraine weiter zu bezahlen. Ich hoffe und bete, dass es Friedensgespräche gibt und D aufhört das Steuergeld weiterhin großflächig zu verteilen. 

Ich sehe es so, dass wir hier im Land schon einen Krieg haben - die ungezügelte Einwanderung von Menschen. Und damit von ihren Problemen, die sie mitbringen - und die Auswirkungen sehen wir in Form von Aggression, Vergewaltigung bis zum Mord. Ehrenamtlich ist es nicht mehr auffangbar. Ich habe höchsten Respekt vor unserer Polizei. Und wünsche mir Frieden auf Erden.

D braucht Menschen mit Werten und Friedens-Brückenbauer. Die, die über den Krieg bestimmen - gehen nicht hin um zu kämpfen.

lightfire89 antworten
1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@lightfire89 

Im Hotel dachte ich darüber nach, über den Unterschied von IL und D. In unserem Land sind die Werte nicht annähernd so hoch wie in Israel. Als Mutter möchte ich meine Kinder nicht in der Kriegsmaschinerie haben. Ich glaube, dass Habgier auch Kriegstreiberei auslösen kann, und es lenkt ab von den leeren Rentenkassen.

Ich finde es ausgesprochen erstaunlich, wie du einerseits die Verhältnisse in Israel klar bestimmen kannst und die Menschen für ihre Verteidigungsbereitschaft lobst... und die Verhältnisse in Deutschland dann wider die Realität ins genaue Gegenteil verkehrst.

Denn so, wie Israel sich völlig zu recht gegen Aggressoren wehrt, die Israel von der Landkarte tilgen wollen, so wehrt sich auch die Ukraine gegen einen Aggressor, der dessen Existenz in Frage stellt und die ukrainische Identität auslöschen will.

Aber während du die einen Leute verteidigst und deren Einstellung bewunderst plädierst du gleichzeitig dafür, die anderen Menschen ihrem Aggressor preiszugeben... wie passt das zusammen?

Wie viel Fehlinformation muss man erliegen, um zu derartig abstrusen Schlüssen zu kommen...?

 

Ich sehe es so, dass wir hier im Land schon einen Krieg haben - die ungezügelte Einwanderung von Menschen.

Und du möchtest, dass wir diese Menschen jetzt erschießen? Denn wenn es ein "Krieg" ist, dann müssen wir uns ja gegen die Aggressoren, die uns töten und vernichten wollen, verteidigen!

Oder ist der Begriff "Krieg" gegenüber Menschen, die einfach nur hier leben und arbeiten wollen, vielleicht doch nicht ganz das richtige Wort...?

 

D braucht Menschen mit Werten und Friedens-Brückenbauer. Die, die über den Krieg bestimmen - gehen nicht hin um zu kämpfen.

In Israel auch nicht.

Und Menschen, die einfach nur hier leben wollen, als Feinde zu betrachten, die man bekämpfen muss, hat vielleicht auch nicht wirklich viel mit "Brückenbau" zu tun... nur mal so als Anregung.

lucan-7 antworten


Lightfire89
Beiträge : 82

Hallo Lucan,

ich glaube wir haben hier im Land genug eigene Probleme - wo wir Lösungen brauchen - niemals würde ich Menschen zum Abschuss freigeben. Ich befürworte es, verurteilte Straftäter, die kein Bleiberecht mehr hier haben, abzuschieben. Deutschland ist das Land mit den höchsten Sozialleistungen. Gleichzeitig zahlen die Menschen, die hier arbeiten die höchsten Steuersätze - mein Renteneintritt liegt bei 67 Jahren - in GB, AT und F liegt das Renteneintrittsalter niedriger. Uns wurde gesagt: Wir brauchen Arbeitskräfte. Leider sind viele der Neudeutschen Analphabeten. Die Menschen kommen und meinen hier ist das Paradies auf Erden. Am Anfang zufrieden. Dann kommen die Herausforderungen. Und mit den geplatzten Träumen suchen sie sich Ventile für ihren Frust. Natürlich sind das alles Ausnahmen! Traumatisiert.

Ich habe auch genug Traumas bekommen. Aber mir ist nie eingefallen in eine Menschenmenge zu fahren, oder mit einem Messer auf Menschen loszugehen. Als Frau merke ich, dass dieses Land sich extrem verändert hat. Was sollen Frauen deiner Meinung nach tun, wenn Männer mit anderem Weltbild auf sie zukommen, und sie geringer achten als Tiere?

Wertschätzung - der deutschen christlichen Kultur - das wünsche ich mir, dazu gehört meiner Meinung auch, das Lernen der deutschen Sprache Eingliederung durch ehrliche Arbeit, sowie die Akzeptanz, dass Frauen und Kinder nicht Menschen 2. Klasse sind. 

Und die Probleme in den Herkunftsländern werden auch nicht gelöst. Und versteh mich bitte richtig: Ich habe Kontakt - zu Menschen, die aus den verschiedensten Ländern kommen. Und das schon länger. Dabei sind auch Russen, eine Familie aus Tadschikistan, Menschen aus Algerien, Ungarn, Rumänien, Bosnien, Kroatien, Türken, die ich sehr schätze. Es gibt überall wunderbare und auch schwierige Menschen, in und aus jedem Land. Ich verstehe nicht, dass Menschen aus der Ukraine hierherkommen, aufgenommen werden, und dann in Urlaub in die Ukraine fahren. Dasselbe gibt es übrigens auch bei manchen arabischen Ländern. 

Ich bin für Frieden. Den gibt es jedoch nicht ohne Verhandlungen, ohne Gespräche. Und wenn eine Seite als Teufel gebrandmarkt wird - anstatt aufeinander zuzugehen - ich möchte keinen 3. Weltkrieg. Und ich glaube auch, dass wir als Deutschland nicht die weltweiten Probleme lösen können. Ich bin gegen die ganze Kriegsmaschinerie. Wir exportieren Krieg. Was für eine Ernte kommt da wohl auf uns zu?

Ich arbeite - zahle Steuern. Ob es später mal noch Renten gibt? Wie bin ich dankbar, dass ich Gott als Vater und als Versorger kenne! Gerade läuft D in eine ausgewachsene Rezession. Noch nie war die Bürokratie und das Reglement so hoch wie jetzt. Teuerung ist da. Noch gibts keine Hungersnot. Die Wirtschaft ächzt. Konkursverfahren laufen - viele Unternehmen, selbst größere, alteingesessene überlegen und wie sie durchkommen können. Mitarbeiter werden entlassen. Wenn in D Heizungen, die gut laufen verboten werden, genau wie im Autoland D das Verbot der Brenner kommen soll, das macht mich einfach nur sprachlos und traurig. 

Tausende Arbeitsplätze - auch der Zulieferer hängen dran. Wenn sich dann Autobauer überlegen, wie sie der Misere entkommen können und auf den Gedanken kommen, statt PKW's Panzer zu bauen - finde ich das erschreckend.

Ich bin gegen Gewalt. Auch gegen Gewalt an Frauen. In jedem Krieg werden Frauen vergewaltigt. Und hier in D gibt es seit einigen Jahren Tendenz steigend Gruppenvergewaltigungen. Es hat auch junge Mädchen getroffen. Einige leben nicht mehr. Seit 2017 wird die Nationalität nur noch sehr selten angegeben. Mittlerweile habe ich schon ein mulmiges Gefühl, wenn ich Messer sehe. 

Aber es gibt auch Gutes - ich möchte das nicht so allein stehen lassen. Letztes Jahr war ich auf mehreren christlichen Veranstaltungen - sie waren sehr gut besucht auch international. Super viele Menschen aus vielen anderen Ländern arbeiten hier in D, sind friedlich, wollen auch nur leben. Ich bin sehr dankbar für sie alle.

 

 

 

 

 

lightfire89 antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@lightfire89 

Ich befürworte es, verurteilte Straftäter, die kein Bleiberecht mehr hier haben, abzuschieben.

Menschen ohne Bleiberecht sollten so oder so das Land verlassen, egal ob es Straftäter sind oder nicht. Leider erweist sich das nicht als so einfach wie es klingt. Man kann die nicht einfach in ein Flugzeug setzen, und das war's dann. Oft scheitert es an der Weigerung der Aufnahmeländer.

 

Ich habe auch genug Traumas bekommen. Aber mir ist nie eingefallen in eine Menschenmenge zu fahren, oder mit einem Messer auf Menschen loszugehen. Als Frau merke ich, dass dieses Land sich extrem verändert hat. Was sollen Frauen deiner Meinung nach tun, wenn Männer mit anderem Weltbild auf sie zukommen, und sie geringer achten als Tiere?

Das ist jetzt ein anderes Thema, weil es hier ja um die Wehrpflicht geht, daher nur so viel von mir dazu: Ich wünsche mir an dieser Stelle mehr Ehrlichkeit, vor allem von linker Seite, dass es hier in der Tat ein Problem gibt, und dass Sexismus und Frauenverachtung in manchen Kulturen stärker verankert und ausgeprägt ist als in Anderen.

Das wollen viele Menschen nicht aussprechen, weil sie es für rassistisch halten. Aber die Unterschiede sind nun einmal da, und es geht auch nicht darum, pauschal alle Menschen einer bestimmten Herkunft zu beschuldigen, sondern nüchtern aufzuklären und Probleme anzusprechen. Und wenn von veralteten Frauenbildern die Rede ist, dann müssen wir auch über die Muslime hierzulande sprechen. Denn deren Vorstellungen sind mit unseren Werten häufig kaum zu vereinbaren. Und schweigen ändert daran nichts.

 

Ich bin für Frieden. Den gibt es jedoch nicht ohne Verhandlungen, ohne Gespräche. Und wenn eine Seite als Teufel gebrandmarkt wird - anstatt aufeinander zuzugehen - ich möchte keinen 3. Weltkrieg.

Hier gilt genau das gleiche, was ich gerade geschrieben habe: Es bringt uns nicht weiter, wenn wir Dinge verfälschen und beschönigen. Wir müssen über die Dinge sprechen, wie sie sind.

Ein Krieg "bricht nicht aus" wie eine Naturkatastrophe. Ein Krieg findet statt, weil er von mindestens einer Seite gewollt ist. Und im Fall des Ukrainekrieges ist er von Russland gewollt. Russland könnte den Krieg jederzeit beenden. Das tun sie aber nicht, weil sie mit dem Krieg bestimmte Ziele erreichen wollen, nämlich die Unterwerfung und Zerschlagung der Ukraine. Deshalb führen sie den Krieg, und zwar auf äußerst brutale Weise, auch gegen Zivilisten, auch mit Kriegsverbrechen, die von russischer Seite nicht nur geduldet, sondern sogar gefördert werden. Was nicht bedeutet, dass es nicht auch Kriegsverbrechen von ukrainischer Seite gibt, aber nicht in vergleichbarem Umfang.

Diplomatie wird Russland nicht von diesem Krieg abbringen, so lange dessen Ziele - die Zerschlagung des ukrainischen Staates - nicht erreicht wurden. Es steht also nur zur Wahl, sich zu verteidigen - oder zu kapitulieren.

Eine Kapitulation würde allerdings Russland ermutigen, den Krieg weiter zu führen. So wie Russland schon seit 25 Jahren Kriege darum führt, die alte Sowjetunion nach Möglichkeit wieder herzustellen. 

 

Und ich glaube auch, dass wir als Deutschland nicht die weltweiten Probleme lösen können. Ich bin gegen die ganze Kriegsmaschinerie. Wir exportieren Krieg. Was für eine Ernte kommt da wohl auf uns zu?

Dann möchte ich an dieser Stelle mal fragen, ob du dich konsequenterweise dafür aussprichst, alle Armeen der Nato Staaten abzuschaffen. Also vollständig, so dass wir uns vollkommen der Gnade und dem guten Willen Russlands ausliefern - denn Gegenwehr ist dann ja nicht mehr möglich.

Unabhängig davon, ob Russland dann tatsächlich einmarschiert oder nicht, würde Putin uns dann seine Politik diktieren. Denn er könnte permanent damit drohen, unser Land einzunehmen. Das würde unser Land massiv verändern... und angesichts der wirtschaftlichen Situation in Russland wäre zu erwarten, dass Putin die westlichen Länder ausplündern würde.

Unsere Armeen können das verhindern, einfach durch ihre bloße Existenz. Nicht weil sie kämpfen, sondern weil sie kämpfen KÖNNTEN. Das genügt, mehr muss es nicht sein um Krieg zu verhindern.

Aber das geht nur, wenn die Armeen auch einsatzbereit sind. Und dafür brauchen wir funktionierende Waffen in genügender Anzahl.

Das ist keine schöne Logik, eigentlich ist es wirklich dumm, wenn man es mal aus der Ferne betrachtet... aber es funktioniert.

 

Und dann muss man das eben so hinnehmen.

lucan-7 antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 646

@lucan-7
dieser Thread ist nun schon ein Jahr alt - aber manche Beiträge verlieren nichts von ihrer Aktualität und Richtigkeit!

 

bepe0905 antworten
Mr.K
 Mr.K
Beiträge : 295

Bei den Folgen des demographischen Wandels glaube ich eher, dass es bald heißt: Rentner an die Front! 

mr-k antworten
2 Antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 646

@mr-k 
naja, bei diesem sommerlichen Wetter wäre das kein schlechter Vorschlag. 
Es muss ja nicht unbedingt an irgendeine Front gehen, aber raus ins Grüne, mit 'nem Kasten Bier und ein paar Bratwürstchen...

bepe0905 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 1223

@mr-k 

Es spricht viel dafür, wie dieser Beitrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zeigt:

https://youtu.be/1TN4pbwPqqs?si=5yMkJV2j3Hcg7Tym

VG

Chey

chey antworten


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